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Blitzer und Radarfallen – Diese Messgeräte gibt es in Deutschland

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 20. September 2021

Am 16. April 2021 wurde eine Korrektur der StVO-Novelle mit neuen Bußgeldern von Bund und Ländern ausgearbeitet. Diese neuen Bußgelder werden bis voraussichtlich September 2021 in Kraft treten.

Welche neuen Bußgelder künftig gelten sollen, erfahren Sie hier:

Alles rund um die Geschwindigkeitsmessung

Blitzer und Radarfallen werden in Deutschland zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt.
Blitzer und Radarfallen werden in Deutschland zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt.

Wenn der Wecker überhört wurde und die Zeit knapp wird, dann tritt der eine oder andere Autofahrer gern mal auf die Pedale, um noch rechtzeitig den gewünschten Ort zu erreichen. Wenn das Glück nicht auf der eigenen Seite steht, dann wird das schnell zu einem teuren Vergnügen, wenn ein Blitzer den Fahrer inmitten der Fahrt erwischt. Und dann heißt es, auf den Bußgeldbescheid mitsamt den Blitzer-Strafen warten.

Der folgende Artikel informiert Sie nicht nur über Bußgeld, Punkte und Fahrverbote, die Sie gemäß aktuellem Bußgeldkatalog bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung zu erwarten haben, wenn Sie von einem Blitzer erwischt wurden. Er stellt Ihnen auch umfassende Informationen in Bezug auf die Funktionsweise von einem Blitzer zur Verfügung.

Welche Regelungen finden sich im Rahmen der Geschwindigkeitsmessung in Deutschland? Welche Blitzer-Modelle gibt es? Wie verlässlich ist eigentlich ein Geschwindigkeitsmessgerät und wann lohnt sich ein „Blitzer-Einspruch beim Blitzer-Anwalt“? Ab wann schnappt ein Blitzer zu und wo liegt die Toleranz beim Blitzen? Und schlussendlich: Welche Blitzerwarner existieren für den Fahrer und welche davon sind legal und welche illegal?

Kosten für Blitzer

Die Kosten für Blitzer sind je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:

Diese Blitzerarten gibt es

Verkehrs­radaranlagenMultanova 6F Digital, TRAFFIPAX Speedophot, TRAFFIPAX Micro-Speed 09, TRAFFIPAX Speedoguard, M5 Radar, Mesta 208, Radarfallen
Lichtschranken­messgeräteESO µP80, ESO ES 1.0, ESO ES 3.0, ESO ES 8.0
Videonach­fahrsystemeProvida Vidista, Provida 2000, CG P50e (Videostoppuhr), VKS 3.0, Police-Pilot, VIDIT VKS 3.01
Geschwindigkeits­messgeräte mit Induktions­schleifen bzw. mit Koaxial­kabel­messungTruvelo M4², TRAFFIPAX TraffiPhot S, TRAFFIPAX TraffiStar S 330, VDS M5 Speed, Traffipax TraffiStar S 540
Section Control
LaserLaser Patrol, LAVEG, LTI 20.20 TS/KM, LR90-235/P, Riegl FG21-P, TraffiPatrol, TraffiPatrol XR, TraffiStar S350, Leivtec XV2, Leivtec XV3
Ampel­blitzerMultanova Multastar C
Abstands­messungVSTP, VAMA, Brückenabstandsmessung, Abstandskontrolle
LidarPoliScan Speed, PoliScan M1 HP, PoliScan F1 HP
AllgemeinMobile Blitzer, Stationäre Blitzer, Schwarzlichtblitzer

FAQ: Blitzer

Welche Verkehrsordnungswidrigkeiten können Blitzer aufdecken?

Radarfallen und Blitzer werden eingesetzt, um Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstöße oder Abstandsunterschreitungen aufzudecken. Die Geräte werden sowohl mobil als auch stationär genutzt.

Liefern Blitzer immer richtige Messergebnisse?

Es kann vorkommen, dass ein Blitzer ein verfälschtes Messergebnis anzeigt. Daher sollten Sie jeden Bußgeldbescheid genau prüfen und ggf. gegen die Sanktionen vorgehen.

Wie kann ich gegen die falsche Messung eines Blitzers vorgehen?

Sie haben innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt Zeit, Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen. Wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie hier.

Sinn und Zweck vom Blitzer

Blitzer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts
Blitzer sollen innerorts an Gefahrenstellen für Sicherheit sorgen

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt in §3 deutlich vor: „Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird“. Die Geschwindigkeitsmessung durch Blitzer soll genau hier einhaken. Ziel ist es, die Verkehrsteilnehmer auf das Einhalten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit zu überprüfen und im Notfall zu sanktionieren, um so die Sicherheit im Verkehr zu gewährleisten und eine Gefährdung durch eine erhöhte Geschwindigkeit zu mindern.

Tatsächlich gehört eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt zu der Hauptunfallursache (die Hälfte der Todesopfer wegen unangepasster Geschwindigkeit kamen auf Autobahnen ums Leben) und gemäß der Statistik des Kraftfahrbundesamtes (KBA) zu der am häufigsten begangenen Ordnungswidrigkeit. Alleine im Jahr 2011 hat der Blitzer auf den deutschen Straßen rund 2,9 Millionen Mal zugeschlagen. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass die Bußgeldtabelle für Geschwindigkeitsüberschreitungen aufgrund des hohen Gefahrenpotentials auch hohe Strafmaßnahmen vorsieht. Dabei muss bedacht werden, dass nach der Punktereform das Punktekonto insgesamt auf maximal 8 Punkte ansteigen kann und somit jeder Punkt umso schwerer wiegt.

Blitzen innerorts und außerorts – Mit diesen „Blitzer-Strafen“ müssen Sie rechnen

Zu schnell gefahren? Übersehen einen Blitzer? Regeln missachtet? Welche Strafe für zu schnelles Fahren kommt auf den Fahrzeughalter zu? Ist ein „Blitzer Autobahn“ günstiger als ein „Blitzer innerorts“?

Zunächst muss festgehalten werden, dass Bußgeld, Punkte und Ausmaß der Fahrverbote wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen innerhalb geschlossener Ortschaften strenger ausfallen als außerorts. Begründet wird dies mit der höheren Gefährdung, die innerorts entsteht. So sehen die Blitzer Kosten aus für:

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Wer innerorts geblitzt wurde, dessen Konto in Flensburg als auch das private Konto werden schwerer belastet. Innerorts sieht die StVO eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vor. Werden hier schöne Blitzer-Fotos vom Fahrer gemacht, kann der Ärger nach dem Einsehen vom Bußgeldbescheid sehr groß sein. Sind Sie mit über 20 km/h über der zulässige Höchstgeschwindigkeit vom Blitzer erwischt worden, haben Sie bereits mit Blitzer-Kosten von einem Punkt und 80 Bußgeld zu rechnen. Bei über 30 km/h sind es nicht nur zwei Punkte im Sündenregister, hier wird zusätzlich das erste Fahrverbot von einem Monat verhängt. Die Höchststrafe, die die Blitzer-Tabelle vorsieht, entsteht dann, wenn Sie innerhalb geschlossener Ortschaften über 70 km/h zu schnell gefahren sind. Das Resultat sind zwei Punkte, 680 Euro Bußgeld und ein Fahrverbot von drei Monaten.

Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt für ein Pkw gemäß der Straßenverkehrsordnung eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h, auf Autobahnen ist eine so genannte Richtgeschwindigkeit von 130 km/h vorgesehen, wenn Schilder, Wetter- und Straßenverhältnisse oder ähnliches dem Fahrer nichts anderes nahe legen.

Wer hier mit über 20 km/h bis 25 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von einem der verschiedenen Blitzer-Typen geblitzt wird, hat hier bereits mit dem ersten Punkt in Flensburg zu rechnen sowie einem Bußgeld von 70 Euro. Bei über 40 km/h kommt neben dem Bußgeld von 160 Euro und zwei Punkten auch das erste Fahrverbot von einem Monat hinzu. Ein teurer schneller Spaß wird es für Bleifüße, die über 70 km/h unterwegs sind. Die Blitzer-Strafen sind hier: 2 Punkte in Flensburg, 600 Euro Bußgeld und 3 Monate Fahrverbot.

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist stets auch von äußerlichen Gegebenheiten abhängig. So heißt es in §3 der StVO: „Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen“. Beträgt beispielsweise die Sicht bei Nebel lediglich 50 Meter, so darf der Fahrer auch nicht schneller als 50 km/h fahren. Es darf immer nur so schnell gefahren werden, dass der Autofahrer in der Lage ist, innerhalb der übersehbaren Strecke anzuhalten. Auch hier muss sonst mit Bußgeld, Punkte und Fahrverbote gerechnet werden.

Nach dem Blitzer: Punkte und Fahrverbot im Detail

Wurden Sie von einem Blitzer erwischt, drohen ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.
Wurden Sie von einem Blitzer erwischt, drohen ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.

Wer zu schnell gefahren ist und geblitzt wurde, hat mit verschiedenen Kosten zu rechnen. Welche das sind, sehen Sie in unserem kurzen Überblick über alle Blitzer-Strafen in Form von ersten Punkten und Fahrverboten wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen:

  • 1 Punkt: Innerorts und außerorts ab 21 km/h
  • 2 Punkte: Innerorts ab 31 km/h und außerorts ab 41 km/h
  • 1 Monat Fahrverbot: Innerorts ab 21 km/h und außerorts ab 26 km/h
  • 2 Monate Fahrverbot: Innerorts ab 51 km/h und außerorts ab 61 km/h
  • 3 Monate Fahrverbot: Innerorts ab 61 km/h und außerorts ab 70 km/h

Erste Geschwindigkeitsbeschränkung bei 140 km/h
Zwischen Hannover und Braunschweig auf der Bundesautobahn 2 wurde für wenige Zeit ein Versuch gestartet, eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 140 km/h festzulegen. Diese Strecke gilt als die erste Strecke, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorsah, die über der eigentlichen Richtgeschwindigkeit von 130 km/h liegt.

Geblitzt – Alles rund um Blitzer in Deutschland

Es war das Jahr 1959, als in Deutschland erstmalig die Geschwindigkeit auf den Straßen mittels technischer Mittel überwacht und sanktioniert wurde. Seitdem haben sich unterschiedliche Blitzer-Typen zur Geschwindigkeitsmessung entwickelt. Welches Geschwindigkeitsmessgerät findet sich im Blitzer Repertoire der Polizei? Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Geschwindigkeitsmessgeräte und ihre jeweilige Technik vor und sagen Ihnen, worauf Sie zu achten haben.

Mobiler Blitzer

Unter mobilen Blitzern werden diejenigen Blitzer aufgefasst, die mobil in einem Fahrzeug mitgeführt werden können und gern von der Polizei für kurzzeitige Einsätze genutzt werden. Stationäre Blitzer haben nämlich den Nachteil, dass Autofahrer nur im Sichtbereich des Geräts die Geschwindigkeit drosseln. Ein mobiler Blitzer soll hier Abhilfe schaffen und durch sein allgegenwärtiges Überwachungspotential einen erhöhten Druck ausüben. Auf diese Weise soll der Fahrzeugfahrer schließlich dazu angehalten werden, die Höchstgeschwindigkeit nicht nur bei einer Blitzergefahr einzuhalten, sondern nachhaltig. Unter diesem Gesichtspunkt wird bei der Polizei entsprechend vermehrt auf mobile Blitzer gesetzt. Diese bedienen sich der Radar- und Lasertechnik oder einer Lichtschranke. Im Zuge des technischen Fortschritts ist es diesen Blitzern möglich, mithilfe der Digitaltechnik als “Blitzer ohne Blitz” zu fungieren.

Welche Blitzer-Modelle bzw. Messgeräte mobiler Blitzer gibt es und wie funktionieren Sie? Welche Blitzer-Warner können bei welchem Geschwindigkeitsmessgerät helfen? Darüber erhalten Sie im Folgenden einen kurzen Überblick:

Die typische mobile Radarfalle

Mobile Blitzer - Fluch für Autofahrer und Segen für Behörden: Was können die Messgeräte?
Mobile Blitzer – Fluch für Autofahrer und Segen für Behörden: Was können die Messgeräte?

Als Deutschland mit der Überwachung der Geschwindigkeit auf den Straßen begann, bedienten sich die Behörden der Radartechnik. Auch heute noch stellt diese Radartechnologie einen festen Bestandteil der Blitzer zur Geschwindigkeitsüberwachung dar. Dabei befinden sich die Geschwindigkeitsmessgeräte entweder in einem mobilen Auto oder sind an einem Stativ am Fahrbahnrand befestigt. Die mobilen Radarmessungen stellen in Deutschland die am häufigsten verwendete Methode zur Geschwindigkeitsüberwachung dar.

  • Funktionsweise: Der Blitzer funktioniert mithilfe des sogenannten Doppler-Effekts, benannt nach seinem Entdecker, dem österreichischen Mathematiker und Physiker, Christian Doppler. Das Geschwindigkeitsmessgerät sendet Radarstrahlungen aus, die das Fahrzeug treffen und von diesem reflektiert werden. Diese Signale werden wiederum vom Radargerät aufgenommen und ermöglichen die Berechnung der Geschwindigkeit des vorbeifahrenden Autos. Ist der Fahrer zu schnell gefahren, werden Blitzer-Fotos geschossen.
  • Mängel: Sind mehrere Fahrzeuge hintereinander unterwegs, die einen niedrigen Abstand zueinander aufweisen, kann die Messung nicht mehr gebraucht werden. Auch ist diese Methode der Geschwindigkeitsmessung nicht vor Fehlern gefeit, z.B ist der Winkel der Messung entscheidend. Auch können Reflexionen das Ergebnis verzerren. Daher lassen Sie im Zweifelsfall das Foto von einem Sachverständigen begutachten.
  • Abstand vom Blitzer: Die Reichweite beträgt bei diesem Blitzer etwa 40 Meter.
  • Toleranz vom Blitzer: Die Toleranz ist in der Regel 3 Prozent.
  • Blitzer-Kosten: Etwa 50 000 Euro
  • Blitzer-Warner: Schutz durch Radarwarner

Laser – die neueste Mode

Laserpistole, oder auch Laserfernglas genannt, ist ein Blitzer, der sich zur Geschwindigkeitsmessung dem Laser bedient.

  • Funktionsweise: Wie bei der Radartechnik wird auch hier gesendet und reflektiert. Dabei handelt es sich um Lichtimpulse, die das Auto treffen und reflektiert werden, wodurch schließlich die Geschwindigkeit des fahrenden Autos ermittelt werden kann. Die Laserpistole kann derweil von der Polizei auch in Verbindung mit einer Videokamera verwendet werden. Bei dieser Blitzer-Art wird das Auto von einem Beamten am Fahrbahnrand verfolgt.
  • Mängel: Auch dieses Geschwindigkeitsmessgerät ist fehleranfällig. Denn die Verlässlichkeit des Ergebnisses ist abhängig von der Haltung des Polizeibeamten. Ist der Winkel hierbei nicht richtig oder werden während der Geschwindigkeitsmessung Bewegungen gemacht, ist das Ergebnis bereits verzerrt. Da in der Regel keine Blitzer-Fotos gemacht werden, ist der Nachweis hier schwieriger. Meist wird das Auto nach der Geschwindigkeitsmessung angehalten.
  • Abstand vom Blitzer: Der Messbereich beträgt hier bis zu 300 Meter.
  • Toleranz vom Blitzer: Die Toleranz ist in der Regel 3 Prozent.
  • Blitzer-Kosten: Etwa 20 000 Euro
  • Blitzer-Warner: Schutz durch Radarwarner oder Laserstörer bzw. Laser Jammer

Lichtschrankenmessung und Helligkeitssensoren

Auch die Lichtschrankenmessung erfreut sich in Deutschland zunehmender Verbreitung.

  • Funktionsweise: Bei der Lichtschranke werden am Straßenrand jeweils an beiden Seiten der Fahrbahn ein Sender und ein Empfänger aufgestellt, die durch einen Lichtstrahl miteinander verbunden sind. Durchfährt ein Auto diesen Lichtstrahl, wird der Lichtstrahl unterbrochen. In der Regel durchfährt ein Auto mehrere Lichtstrahlen und durch eine Weg-Zeit-Berechnung wird letztlich die Geschwindigkeit des Autos berechnet. Bei den Helligkeitssensoren ist hingegen der Aufbau nur an einer Seite der Straße nötig. Dabei handelt es sich um eine graue flache Box mit fünf Linsen, die am Fahrbahnrand aufgestellt ist. Die verschiedenen Linsen errechnen dabei die Helligkeitsprofile eines vorbeifahrenden Autos und ermitteln anhand dieser Werte die Geschwindigkeit. Bei den Helligkeitssensoren handelt es sich um Geschwindigkeitsmessgeräte, die auf einer digitalen Messung beruhen, die sich gerade für Messungen in Kurven eignet. Dabei werden jeweils Blitzer-Fotos geschossen.
  • Mängel: Der wirkliche Schwachpunkt stellt hier die Funkverbindung zur Kamera dar. Sie kann eventuell durch einen Lichtschrankenstörer Blitzer-Fotos verhindern.
  • Toleranz vom Blitzer: Die Toleranz ist in der Regel 3 Prozent
  • Blitzer-Kosten: Etwa 170.000 Euro
  • Blitzer-Warner: Lichtschrankenstörer, Radarwarner hier nicht anwendbar

Police-Pilot-System als Polizei-Blitzer

Dabei handelt es sich um eine Messung mittels eines zivilen Polizeifahrzeugs, ein „Polizei-Blitzer“. Diese Geschwindigkeitsmessung wird meist auf Autobahnen angewandt.

  • Funktionsweise: Das Police-Pilot-System wird im Fahrzeug eingebaut und besitzt einen geeichten Tacho und eine Videokamera. Das Polizeiauto fährt dabei dem zu messendem Fahrzeug auf einer Strecke nach, die Verfolgung wird auf Video festgehalten und die Geschwindigkeit mittels Tacho errechnet.
  • Mängel: Das Amtsgericht Lüdinghausen hatte in einem Urteil vom 27. März 2007 festgestellt, dass das Gerät nicht korrekt geeicht war.
  • Toleranz vom Blitzer:Der Toleranzabzug beträgt hier in der Regel 10 Prozent bei einem gleichbleibenden Abstand zum gemessenen Auto. Wird der Abstand zum Auto vergrößert, beträgt der Toleranzwert 5 Prozent.
  • Blitzer-Kosten:Es entstehen hohe Kosten durch Anschaffung und Installation des Provida Systems. Außerdem müssen ausreichend Fahrzeuge vorhanden sein.
  • Blitzer-Warner:Höchstens am Fahrzeug erkennbar. Im Zweifelsfall kann ein Sachverständiger sich das Video anschauen und ggf. Besonderheiten beispielsweise wegen des Abstands oder etwaiger Bedienungsfehler feststellen. Ansonsten eine hohe Beweiskraft.

Messen mit der Stoppuhr?
Wie steht es eigentlich mit der Ermittlung der Geschwindigkeit von fahrenden Autos mittels einer Stoppuhr? Zugegeben, angesichts des modernen technischen Zeitalters hört sich die Methode veraltet und unzuverlässig an. Doch ist sie rechtlich zulässig. Findet sie in Deutschland im Rahmen der Geschwindigkeitsüberwachung noch Verwendung? Die Antwort darauf: Tatsächlich ist diese Methode noch zulässig. Aber wegen der im Vergleich zwischen Mensch und Technik unzuverlässigen menschlichen Reaktionsfähigkeit, findet diese Methode kaum noch Verwendung.

Feste Blitzer bzw. stationäre Blitzer

Stationäre Blitzer sind Einheimischen meist schnell bekannt.
Stationäre Blitzer sind Einheimischen meist schnell bekannt.

Die Box am Straßenrand, die wie eine Ampel mit zwei Linsen aussieht, kann ein Starenkasten mit Radarstrahlen sein.

  • Funktionsweise: Der stationäre Blitzer funktioniert nach der oben bereits erläuterten Radarmethode, weist allerdings einen Wirkungsbereich von 40 Metern auf. Überschreitet ein Fahrzeug die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, werden Blitzer-Fotos vom Messgerät geschossen.
  • Mängel: Auch hier gelten die Mängel, die bei den mobilen Radarmessgeräten dargelegt wurden. Sind mehrere Autos hintereinander im kurzen Abstand unterwegs, ist die Messung nichtig.
  • Toleranz vom Blitzer:Die Toleranz beträgt hier zwischen 3 bis 5 Prozent.
  • Blitzer-Kosten: 65.000 Euro
  • Blitzer-Warner: Schutz durch Radarwarner

Induktionsschleifen

Zwar werden Induktionsschleifen vor allem im Rahmen eines Rotlichtverstoßes angewandt, aber das Messgerät im weiteren Sinne kann auch zur Geschwindigkeitsüberwachung genutzt werden.

  • Funktionsweise: Die Induktionsschleifen sind mehrere Zentimeter tief in der Erde angelegte Streifen. Durchfährt ein Auto die Induktionsschleifen, ändert sich die Magnetisierung der jeweiligen Induktionsschleifen. Aus den der zeitlichen Differenz der Schleifen kann der feste Blitzer schließlich die Geschwindigkeit ermitteln.
  • Mängel: Gilt als zuverlässig. Die Fahrbahn muss jedoch gut sein.
  • Toleranz vom Blitzer: Die Unsicherheit bei der mechanischen Einstellung der Länge der Messbasis (Abstände der Sensoren) darf nicht zu einem Fehler größer 0,5 % des richtigen Wertes führen (PTB).
  • Blitzer-Warner: Oft sind die Induktionsschleifen auf der Fahrbahn zu erkennen. Der Radarwarner funktioniert hier nicht.

Piezosensoren

Diese Messtechnik bedient sich der Piezoelektrizität, die durch Verformung und der Messung der Spannung funktioniert. Die bekanntesten Geräte, welche mit dieser Technik ausgerüstet sind, werden von der Firma Jenoptik GmbH hergestellt. Ein Beispiel hierfür ist der Traffipax TraffiStar S 540.

  • Funktionsweise: Bei diesem Blitzer zur Messung der Geschwindigkeit werden auf der Fahrbahn Piezo-Kabel angelegt mit einem Abstand von je einem Meter zueinander. Fährt ein Auto über diese Kabel, wird beim Auffahren und Runterfahren je ein Spannungsimpuls ausgelöst. Anhand aller drei Kabel kann der stationäre Blitzer schließlich die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ermitteln.
  • Mängel: Gilt als zuverlässig. Einzig die Fahrbahn muss entsprechend gut sein.
  • Toleranz vom Blitzer: Die Bewegung des Kabels bei normalen Überfahrten darf die Messbasis höchstens um 0,5 % des Nennwertes verändern (PTB).
  • Blitzer-Kosten: Je nach Breite der Fahrbahn und der erforderlichen Länge ab 50.000 Euro bis 250.000 Euro
  • Blitzer-Warner: Oft sind die Induktionsschleifen auf der Fahrbahn zu erkennen

Toleranzabzug beim Blitzer

Wie bereits aufgefallen ist, ist die Toleranz beim Blitzen abhängig vom Messgerät. Verschiedene Blitzer weisen unterschiedliche Toleranzgrenzen auf. Dies hängt mit der unterschiedlich starken Genauigkeit und Zuverlässigkeit der jeweiligen Messgeräte zusammen. Die Toleranzgrenzen werden derweil von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt festgelegt. In jedem Fall handelt es sich bei dem jeweiligen Messgerät um ein geeichtes Messgerät. Dabei müssen Blitzer nach einiger Zeit nachgeeicht werden. Gemäß der Eichbehörden müssen nämlich rund 15 Prozent der Messgeräte wieder zur Reparatur. Innerorts und außerorts gelten allerdings immer dieselben Toleranzwerte. Der Toleranzabzug auf der Autobahn ist demnach genauso groß wie innerhalb einer Ortschaft. Damit Sie die verschiedenen Toleranzgrenzen im Überblick haben, stellen wir Ihnen diese im Folgenden zusammenfassend dar:

Blitzer Toleranz für Radar-, Laser- und Lichtschrankenmessverfahren

  • Hier werden 3 km/h für Geschwindigkeiten unter 100 km/h abgezogen
  • Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h werden 3 % von der Geschwindigkeit abgezogen

Blitzer-Toleranz für Provida

  • 5 %, mindestens 5 km/h

Zusammenfassung: Diese Toleranz wird bei einem Blitzer abgezogen

Die Grafik zeigt anhand von Rechenbeispielen welche Toleranzwerte verschiedene Methoden zur Geschwindigkeitskontrolle haben und wieviel Kilometer pro Stunde vom Messergebnis abgezogen werden können.
Die Grafik zeigt anhand von Rechenbeispielen welche Toleranzwerte verschiedene Methoden zur Geschwindigkeitskontrolle haben und wieviel Kilometer pro Stunde vom Messergebnis abgezogen werden können.

Können auch nicht-geeichte Messgeräte verwendet werden?

Auch nicht-geeichte Messgeräte können zur Geschwindigkeitsmessung verwendet und die Ergebnisse auch vor Gericht dargelegt werden. Allerdings gelten hier dann nicht die üblichen Toleranzgrenzen. Die Toleranzen sind in diesem Fall erheblich höher. Entscheidend ist hierbei das Urteil des Richters.

Abstand zum Blitzer: Wann darf geblitzt werden?

Sie fahren mit 130 km/h auf der Autobahn. Plötzlich taucht ein Schild oder Lichtsignal auf, das Ihnen eine weit geringere zulässige Höchstgeschwindigkeit vorschreibt. So schnell können Sie als Fahrer nicht auf die Pedale drücken, ohne eine Gefährdung der Verkehrssicherheit darzustellen. Wie sehen in diesem Rahmen die Regelungen aus? Wie lange wird dem Fahrer die Zeit bzw. der Weg gewährt, um seine Geschwindigkeit an die Vorschriften anzupassen? Und wo darf schließlich der Blitzer stehen?

Abstand zum Blitzer: Die Richtlinien der Bundesländer in Deutschland sehen vor, dass dem Fahrer bis zur Anpassung seiner Geschwindigkeit ein Weg von mindestens 150 bis 200 Metern gewährt wird, und zwar ab dem Zeitpunkt der veränderten Geschwindigkeitsbeschränkung.

Blitzer von hinten – Wann gelten Blitzer-Fotos als ungültig?

Wenn der Blitzer ausgelöst hat und Blitzer-Kosten anstehen, muss die Geschwindigkeitsüberschreitung nachgewiesen werden. Dies geschieht anhand der verschiedenen Messgeräte und schließlich auch anhand der Fotos bzw. den Videosequenzen. Dabei reicht es nicht aus, wenn allein das Fahrzeug identifiziert wurde. Denn grundsätzlich haften bei Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht die Fahrzeughalter, sondern die Fahrzeugführer. Daher dienen die Blitzer-Fotos auch als Beweismaterial. Ein Blitzer von hinten, das heißt Blitzer-Fotos, die den Fahrzeugführer nicht erkennen lassen (Heckfoto), sind daher in Frage zu stellen und nicht mehr üblich, da sie den Fahrzeugführer nicht eindeutig identifizieren.

Dieser Umstand begünstigt insbesondere die Motorradfahrer. Da das Kennzeichen eines Motorrads hinten am Fahrzeug angebracht ist, können Motorradfahrer im Falle eines Blitzers nicht eindeutig identifiziert werden. Einen speziellen “Motorrad-Blitzer” gibt es derzeit noch nicht. Erst, wenn der Motorradfahrer auf frischer Tat ertappt und angehalten wird, kann er zur Verantwortung gezogen werden.

Gibt es eine Blitzer-Attrappe?

Blitzer-Attrappen existieren tatsächlich. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Attrappe, die von Privatpersonen aufgestellt wird, welche sich um die Einhaltung der Geschwindigkeit bemühen. Auf öffentlichen Plätzen ist eine solche Blitzer-Attrappe von Privatpersonen nicht erlaubt. Allerdings kann rechtlich nicht dagegen vorgegangen werden, wenn diese auf Privatgrundstücken aufgestellt werden.

Blitzer-Warner – Welche Methoden sind für Autofahrer erlaubt und welche nicht?

Angesichts der technischen Entwicklungen unserer Zeit gab es nicht nur Fortschritte im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung und der Geschwindigkeitsmessung. Vielmehr ist auch ein technischer Fortschritt zu erkennen, der sich zum Nachteil der Messgeräte vollzogen hat und der die Fahrzeughalter davor schützen und den entsprechenden Blitzer melden oder stören soll. Auf diese Weise bleibt es dem Fahrer erspart, auf einem der Blitzer-Fotos abgebildet zu werden und er kann sich die Blitzer-Kosten sparen. Doch wo liegen hier die Grenzen? Welche Blitzer-Warner sind erlaubt und welche nicht? Gibt es hier eine rechtliche Grauzone, die gern genutzt wird? Im Folgenden werden wir Ihnen einige diese Blitzer-Warner vorstellen und ihren rechtlichen Status aufklären.

Die Blitzerwarner-App

Ein Handy kann als Radarwarner fungieren.
Ein Handy kann als Radarwarner fungieren.

Es existieren Apps für alle möglichen Dinge mit allen nur erdenklichen Funktionen. Auch eine Blitzer-App wird in den Stores angeboten. Die verschiedenen Blitzer-Apps werben damit, als Radarwarner zu fungieren und den Fahrer rechtzeitig vor einem Blitzer oder einer zivilen Polizeiüberwachung zu warnen. Wer die Blitzerwarner-App als einen verlässlichen Radarwarner verwenden möchte, der braucht vor allem eine Internetverbindung. Auf diese Weise werden die Daten über die verschiedenen Blitzer stetig aktualisiert. Die Meldungen werden derweil von der Internet-Community bekanntgegeben und es wird nur vor den Blitzern gewarnt, die für den eigenen Weg relevant sind. Praktisch und geldsparend.

Tests haben gezeigt, dass die Blitzerwarner-App sich vor allem für stationäre Blitzer eignet. Feste Blitzer werden schnell erkannt und dem Fahrer wird eine rechtzeitige Warnung durchgegeben. Ein mobiler Blitzer bereitet der Blitzerwarner-App allerdings mehr Probleme. Diese Schwäche hängt derweil mit der Struktur der Blitzer-App zusammen. Denn erst, wenn ein mobiler Blitzer rechtzeitig von der Community erkannt und durchgegeben wird, kann der Fahrer entsprechend handeln. Wie sieht es mit der Legalität der Blitzerwarner-App aus? Hier wird argumentiert, dass die App als Radarwarner angesehen wird und daher illegal ist.

Die Radarwarner

Radarwarnanlagen sind im Internet zugänglich. Der Blitzerwarner erkennt die Strahlung, die vom Geschwindigkeitsmessgerät gesendet wird und warnt den Fahrer entsprechend, wenn eine solche Strahlung registriert wird. Wie sieht es mit der rechtlichen Lage bei diesem Blitzerwarner aus?

Ein Radarwarner darf rechtlich gesehen gekauft werden, allerdings während der Fahrt nicht verwendet werden. Wird der Fahrer mit diesem Blitzer-Warner erwischt, drohen ihm Blitzer-Kosten in Höhe von 75 Euro und ein Punkt im Sündenregister von Flensburg.

Der Laser Jammer

Laser Jammer sollen als Blitzerwarner gegen Geschwindigkeitsmessgeräte im Rahmen der Lasertechnik dienen. Den Laserpistolen soll es durch diese Geräte nicht möglich sein, die Geschwindigkeit zu messen, weil die Lichtstrahlen, die die Messgeräte aussenden, vom Laser Jammer gestört werden und auf diese Weise keine Geschwindigkeitsmessung erfolgen kann. Auch diese Methode ist rechtlich nicht erlaubt und hat sowohl Bußgeld als auch Punkte in Flensburg zur Folge.

Die Blitzer-Fotos verzerren oder unerkennbar machen

Da die Geschwindigkeitsüberschreitung nachgewiesen werden muss und dies in der Regel mittels Blitzer-Fotos geschieht, finden sich Maßnahmen, die dazu dienen, die Fotos der Blitzer nicht erkennbar zu machen. Dabei kann das Kennzeichen vom Fahrzeug unkennbar gemacht werden. Dies geschieht beispielsweise mithilfe einer reflektierenden Schicht am Kennzeichen selbst. Diese Methode ist nicht nur wenig effektiv, sondern fällt als “Kennzeichenmissbrauch” in Deutschland gemäß §22 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) unter einer Verkehrsstraftat. Außerdem sind Fälle bekannt, bei denen Personen mit einem Gegenblitz auf den Blitz reagierten. Auch diese Methode ist nicht erlaubt und ebenfalls wenig effektiv.

Das Navigationsgerät als Blitzer-Warner

Das Navigationsgerät kann ebenfalls wie die Blitzerwarner-App dazu verwendet werden, rechtzeitig vor Radarfallen zu warnen. Nicht nur feste Blitzer sind hier eingespeichert, sondern ebenfalls Plätze, an denen häufig mobile Blitzer stehen. Die Präventivfunktion ist nützlich und ideenreich. Allerdings fällt auch das Navi als Blitzer-Warner in den illegalen Bereich. Führen Sie ein Navigationsgerät mit sich im Fahrzeug, das als Blitzer-Warner dient, ist allein dies schon illegal.

Der Blitzer-Marathon wird eingeführt – Abzocke oder Geniestreich?

Wirtschaftlichkeit von Blitzern: Durch die Geschwindigkeitsmessung können hohe Einnahmen generiert werden.
Wirtschaftlichkeit von Blitzern: Durch die Geschwindigkeitsmessung können hohe Einnahmen generiert werden.

Der erste Blitzer-Marathon begann am 10. Oktober 2013 und wurde mit 14.700 Polizisten und 8500 Stationen zur Geschwindigkeitsmessung bundesweit eingeführt. Doch welchen Zweck verfolgt solch eine Aktion und erzielt sie die gewünschte Absicht?

Die Meinungen hierzu gehen in unterschiedliche Richtungen. Viele sehen in der Einführung des Blitzer-Marathons nur eine weitere Form wirtschaftlicher Abzocke der Fahrzeugführer. Und der Gedanke ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Damit Sie eine ungefähre Vorstellung haben, wie viele Messgeräte in Deutschland im Einsatz sind und welche Gelder im Rahmen von Geschwindigkeitsüberschreitungen in den Kassen der Länder landen, hier ein kleiner Überblick:

  • Blitzer in Berlin: In Berlin sind 130 Blitzer im Einsatz, die jährlich eine Summe von etwa 700.000 Euro an Blitzer-Strafen einbringen.
  • Blitzer auf der A2: Auf der A2 wird fleißig geblitzt. Hier soll der Blitzer pro Tag etwa 660 Fotos schießen. Der Stadt Bielefeld bringt das jährlich fast 6 Millionen Euro Bußgelder ein.
  • Blitzer in München: Die Stadt München hat es geschafft, mit einem einzigen Blitzer – an der richtigen Stelle eingesetzt  – über 85.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen zu ertappen und eine Summe von rund 1,74 Millionen in die Stadtkasse zu bringen.

Welchen Städten kommen Blitzer am meisten zu Gute?

Interessant ist ein Vergleich der unterschiedlichen Summen, die die jeweiligen Städte im Rahmen der Bußgelder wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen einnehmen konnten. Im Folgenden haben wir zehn Städte aufgelistet, welche 2011 folgende Summen aus Verwarn- und Bußgeldern erwirtschafteten:

  • Köln: 30,1 Millionen Euro
  • Hamburg: 30 Millionen Euro
  • Stuttgart: 15,2 Millionen Euro
  • München: 13,3 Millionen Euro
  • Bielefeld: 10,7 Millionen Euro
  • Leipzig: 10,4 Millionen Euro
  • Duisburg: 10,1 Millionen Euro
  • Lübeck: 4,1 Millionen Euro
  • Chemnitz: 3,6 Millionen Euro
  • Flensburg: 1,8 Millionen Euro

(Quelle: www.statista.de)

Was bedeutet Wirtschaftlichkeit tatsächlich?

Die Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Blitzer ist nicht nur am reinen Gewinn der Bußgelder festzumachen. Um die Frage nach der tatsächlichen Wirtschaftlichkeit sachgemäß zu beantworten, darf nicht nur der Bruttogewinn an Bußgeldern hinzugezogen werden. Zu bedenken ist weiterhin, dass Unfälle aufgrund von Geschwindigkeitsüberschreitungen die Nummer 1 der Unfälle auf den deutschen Straßen darstellen. Vielmehr errechnet sich die Wirtschaftlichkeit durch Einsparungen im Rahmen von Versicherungsgeldern, die aufgrund der Folgen eines Unfalls entstehen.

Helfen Blitzer dabei, die Autofahrer zu mäßigen?

Natürlich hängt die Effektivität der Blitzer und der Geschwindigkeitsüberwachung als solche auch von dem Benehmen und der Denkweise des Einzelnen ab. Wer nicht bereit ist, die Gefahr zu erkennen, die von seinem Verhalten ausgeht und sich regelmäßig vom Blitzer erwischen lässt, den wird man nur schwer bändigen können und vielmehr als das übliche Sanktionsrepertoire bleibt da nicht übrig. Daher bleibt dem Gesetzgeber keine allzu große Wahl als die Geschwindigkeitsüberwachung und die Technik der Geschwindigkeitsmessgeräte weiterhin voranzutreiben und auf diese Weise zu versuchen, die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.

Lohnt sich nach dem Blitzer ein Einspruch?

Sie wurden geblitzt, wollen den Blitzer-Strafen entgehen und wissen nicht, ob sich ein Einspruch lohnt bzw. sinnvoll ist? Wann einen Blitzer anfechten? Ob Sie nach dem Blitzer einen Anwalt engagieren sollten, hängt von dem jeweiligen Fall ab. Je nach Geschwindigkeitsmessgerät und Umständen kann ein Einspruch da durchaus sinnvoll sein. Ahndungen im Rahmen von Geschwindigkeitsüberschreitungen gehen nicht nur mit einem hohen Bußgeld einher. Sie können außerdem bis 3 Punkte in Flensburg erhalten. Dabei ist zu bedenken, dass das gesamte Punktesystem nur 8 Punkte umfasst. Außerdem ist Fahrverbot in der Länge von drei Monaten zu befürchten. Gerade Fahrer, die beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, sollten sich ihre Chancen daher ausrechnen lassen und einen Einspruch in Betracht ziehen. Doch wann lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

Ist bei der Messung durch einen Blitzer ein Einspruch möglich?
Ist bei der Messung durch einen Blitzer ein Einspruch möglich?

Im Folgenden fassen wir hilfreiche Hinweise für Sie zusammen:

  • Halten Sie sich vor Augen, dass auch die Beamten nicht fehlerfrei sind. Daher hinterfragen Sie jeden Bußgeldbescheid.
  • Tatsächlich wird jeder zehnte Bußgeldbescheid zu Unrecht ausgestellt
  • Zu den falsch ausgestellten Bußgeldbescheiden gehören viele, die Folge einer falschen Geschwindigkeitsmessung sind.
  • Gerade bei einem Blitzer von hinten, das heißt bei so genannten Heckfotos, sollten Sie eine Beratung in Betracht ziehen
  • Bedenken Sie, dass Sie für den Einspruch lediglich zwei Wochen Zeit haben. Achten Sie daher auf einen rechtzeitigen Einspruch.
  • Ideal ist es, wenn Sie rechtschutzversichert sind. Die Kosten können gerade dann in die Höhe steigen , wenn die Meinung eines Sachverständigen vonnöten ist.

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Blitzer und Radarfallen – Diese Messgeräte gibt es in Deutschland
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333 Kommentare

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  1. s.müller sagt:

    Ich wurde aus einen Müllsack ,der im Straßengraben an einer Landstraße stand ,(Lasermessung)gemessen.Ist das den erlaubt ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Herr Müller,

      die aktive Tarnung eines Blitzers ist nicht gestattet, man darf den Blitzer nur möglichst unauffällig in die Umgebung eingliedern, also beispielsweise im Gebüsch versteckt. Das Verbergen des Blitzers in einem Müllsack klingt grenzwertig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Melaniekuchen sagt:

        Ich weiß nicht ob ich den Kommentar jetzt richtig abschicke aber ich finde keine andere Möglichkeit. Ich wurde im Oktober das erste mal geblitzt mit 62km/h innerorts. Jetzt wurde ich Anfang Dezember nochmal geblitzt und das kann ich mir wirklich nicht erklären weil ich wirklich aufpasse. Auf jeden Fall waren es diesmal 60 km/h innerorts. Kann mir nun eine Strafe drohen weil ich so schnell hintereinander geblitzt wurde?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Melaniekuchen,

          Sie werden auf jeden Fall ein Bußgeld zahlen müssen. Bei einer Überschreitung von 10 km/h zu viel, fällt in der Regel kein weiteres Strafmaß an, sofern nicht weitere Verkehrsdelikte vorliegen.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. W. Rasp sagt:

    Hallo, wurde gestern nach mehr als 10 jahren mit 82km (60 km erlaubt ) auf der Autobahn innerhalb einer Baustelle bei der Auffahrt Marktbreit geblitzt.
    Eine langgezogene Rechtskurve der Autobahn, bedingt einen Katapultartigen Start bei der Auffahrt, da sich vor dieser Kaum jemand an die Geschw.begrenzung hält.
    Ca. 200 m nach der Auffahrt dann der Blitzer, der Fast unmittelbar am Fahrbahnrand stand. Es war noch dunkel und der Rote Blitz blendete mich noch einige Zeit.
    Die Stelle war sehr eng und der Blitzer sehr nah. Keine 2 m vom Auto weg.
    Frage, darf wirklich überall geblitzt werden und ohne Mindestabstand?
    Wenn vor der Auffahrt geblitzt worden wäre, könnte ich das ja noch verstehen.
    Gruss W.R.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Herr Rasp,

      es existieren Richtlinien bezüglich des Aufstellens von Blitzern. Diese sollen beispielsweise nicht in einer zu geringen Entfernung zu einem Verkehrsschild angebracht werden. Ob die Messung gültig ist oder nicht, muss jedoch im Einzelfall entschieden werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Selma sagt:

    Hallo. Mein Freund wurde mit meinem Auto heute Abend geblitzt, ich weiß nicht ob es innerorts oder außerorts war, b27 von Stuttgart nach Ludwigsburg.. Nach dem 80 Blitzer kommt die Fahrbahn die verängt ist und da wurde er aus einem Auto geblitzt. Er ist meines Erachtens 118 km schnell Gefahren und erlaubt sind 60 km. Was kommt auf ihn zu oder auf mich? Da ich ja die Fahrzeughalterin bin. Vielen lieben dank.

  4. Tippmar sagt:

    Hallo – mein Mann wurde innerorts mit 9 km/h zuviel (nach Abzug Toleranz) in Chemnitz geblitzt.
    Das Bussgeld von 15,00 € ist da auch völlig o.k.
    Wir selbst wohnen in Stuttgart.
    Nun haben wir einen Bussgeldbescheid mit 15,00 € Bussgeld + 25,00 € Gebühr + 3,50 € Auslagen = 43,50 € erhalten.
    Ist es rechtens, dass die Kosten für Gühren und Auslagen fast doppelt so hoch sind, wie das eigentliche Bussgeld.
    Es ist auch das erste Schreiben, welches wir erhalten haben.
    Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Mit freundlichen Grüßen M.T.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      die Höhe der Bearbeitungsgebühren und Auslagen ist regional unterschiedlich. Eine Summe von 25 Euro ist jedoch normal.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Bertholine sagt:

    Hallo!
    Ich wurde heute geblitzt beim spur wechsel am rote ampel nach der Haltelinie. Ich bin fahranfängerin wie denken sie dass eine solche verhalten gewertet wird?
    Mit freundlichen grüssen

  6. Vicco sagt:

    Guten Tag Liebes bussgeldkatalog.org :-)

    Mal blöde frage und zwar hab jetzt meine Anhörung zum Bußgeldverfahren bekommen alles soweit vorhanden Bild von mir und vomr Fahrzeug ( gegen mittag aber verdammt dunkel sieht wie nacht aus o0 )

    Naja das eigentlich Problem ist es ist keine genaue angabe vorhanden wo ich genau geblitzt wurden bin ( selbst Googel gibt mir keine genaue angabe wo es war )
    ist das denn Rechtens ? Bab A4 km 48.530 Aachen-Dresden ist die angabe wo es passiert sein soll

    komme aber mit Normalen Mitteln nicht zu einem Ergebnis wo es passiert sein soll :p

    Wär es deswegen ratsam das ich wiederspruch einlegen würde ?
    Laut schreiben ist es Ausserorts passiert und wären 70 Euro und 1 Punkt wär ( keine Probezeit mehr :D ) ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Vicco,

      wir können Ihnen hier keine Rechtsberatung anbieten. Ob es sinnvoll ist, Widerspruch einzulegen, können wir aus Ihrer Schilderung nicht folgern. Hierzu müssten Sie einen Anwalt ansprechen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. mariella sagt:

    Hallo,

    ich bin an 2 aufeinander folgenden Tagen auf der Autobahn geblitzt worden. Beim ersten Mal 23 km/h zu schnell und beim zweiten Mal 37 km/h zu schnell. Muss ich mit einem Fahrverbot rechnen?

    Mit freundlichen Grüßen

  8. Denis sagt:

    Hallo, ich bin Innerorts Geblitzt worden doch der Blitzer sowie die weiteren Geräte wurden versteckt durch eine art Tüten somit waren sie fast unsichtbar ist das trotzdem noch gültig?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Denis,

      hierbei verfahren die einzelnen Bundesländer unterschiedlich. Ein vorsätzliches Verstecken gilt anders als ein “zufälliges” Verstecken durch natürlich vorhandene Begebenheiten häufig als unzulässig. Doch ob die Messung nun an Gültigkeit verliert, das können wir Ihnen nicht klar sagen, da es hierzu im Laufe der Jahre sehr widersprüchliche Gerichtsurteile gab.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Cytosolische Mutante sagt:

    Hallo liebes Bußgeld.org Team,

    Zunächst einmal großes Lob für eure sehr informative und übersichtliche Seite, auf der man sehr einfach und schnell alle Informationen rund um das Thema Bußgeld finden kann.

    Eine Sache habe ich allerdings nicht finden können: vor der 2014er Reform gab es ein Fahrverbot, wenn man innerhalb eines Jahres zweimal mit mehr als 21 km/h erwischt wurde (glaube das bezog sich auf außerhalb geschlossener Ortschaften).
    Sieht der aktuelle Bußgeldkatalog etwas vergleichbares vor?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      vielen Dank für Ihre freundlichen Worte!

      In der Tat gibt es auch nach der Reform im Mai 2014 ein Fahrverbot von einem Monat für diejenigen, die zweimal innerhalb eines Jahres eine Geschwindigkeitsüberschreitung von ab 26 km/h begangen haben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. haru sagt:

    Hallo Bußgeldkatalog team,

    Sehr gut gegliederte und tolle, informative Seite. Habe alles durchgelesen.

    Allerdings ist mir aufgefallen, dass eine sache nicht geklärt ist. Das ist mir passiert.

    Darf die Polizei bergab fahrende blitzen.
    Die Gegebenheiten sind folgend:
    Innerorts gibt es in Dortmund eine Straße mit einer Art senke. Also es geht stark bergab und genauso steil wieder bergauf. Jeder wirtschaftlich denkende Autofahrer nutzt den Moment des schwungs um auf der anderen Seite den Hügel wieder raufzukommen. Man spart bremse und Sprit und wird bergab 10 km schneller, kontrolliert natürlich.
    Nun sitzen die Beamten am ende des Hügels und blitzen durchgehend alle den Hügel bergab fahrenden an dessen potentiell effektivsten Punkt.
    Stark abbremsen ist möglich ja. Von hinten schießen ja neue Autofahrer nach, bedingt Verkehrssicherheitsfördernd.
    Man wird mit dem Spruch des Beamten verabschiedet, “das nächste mal fahren sie besser nicht so schnell.”
    Ich komme nicht aus Dortmund, war einfach baff dass mich nach 10 Jahren sorgenfreier Autofahrt so etwas grenzwertIG Wegelagerer-Räuberei ereilt.

    Also dürfen bergab fahrende, die physikalisch gesehen automatisch etwas schneller fahren geblitzt werden? Wieso blitzen sie nicht diejenigen die den Hügel raufgekommen sind?

    Viele liebe grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      auch bergab darf geblitzt werden. Sicher wirkt das auf Autofahrer unfair, da sie das Gefälle “ausnutzen” wollen. Doch trotzdem darf eine Geschwindigkeitsüberschreitung nicht passieren. Der Gesetzgeber könnte sich ja auch dafür entscheiden, die zulässige Höchstgeschwindigkeit an dieser Stelle zu erhöhen. Anscheinend ist die Gefahr eines Unfalls an dieser Stelle aber gegeben, weswegen Autofahrer langsamer fahren sollen und weswegen diese auch geblitzt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Helmut Schleicher sagt:

    Ich wurde am17.11.14 zweimal im
    Abstand von 6 min geplitzt.
    Einmal mit 11 km/h und einmal mit
    Mit 6 km/h dafuer soll ich 25 € und
    10 km/h bezahlen. meine Frage ist
    ob das Rechtens ist.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Herr Schleicher,

      Sie haben zwei kurz aufeinander folgende Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen, die jedoch sehr moderat waren. Auch die Geldstrafe bleibt demzufolge im eher kleinen Bereich. Es ist rechtmäßig, dass Sie zweimal hintereinander gemessen wurden. Sollten Sie Zweifel an der Aussagekraft des Beweisfotos haben, können Sie sich dieses in der zuständigen Behörde ansehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Armin sagt:

    Guten Tag,

    ich bin beim Abbiegen auf eine Hauptstraße mit 8km/h
    zu schnell geblitzt worden.
    Das Gerät sei ein Leivtec xv3 gewesen, daß laut Amt dies könne.
    Ist so eine Messung erlaubt und kann die überhaupt richtig sein?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Armin,

      eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann bereits in dieser Größenordnung festgestellt werden. Sie können bei der Behörde Akteneinsicht beantragen und sich den Eichschein des Gerätes ansehen. Ist dieser aktuell, können Sie davon ausgehen, dass das Gerät korrekt funktioniert. Auf folgender Informationsseite können Sie weiteres zum Leivtec XV3 nachlesen: https://www.bussgeldkatalog.org/blitzer/leivtec-xv3/

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Christine sagt:

    Mir ist heute etwas total blödes passiert. Ich stehe als erster an einer roten Ampel und will links abbiegen. Der Blitzer steht auf der gegenüberliegenden Seite. Während ich darauf warte dass die Ampel für mich grün wird, habe ich mich durch irgendein Lichtsignal auf der gegenüberliegenden Seite (dort gibt es einen Bahnübergang) irritieren lassen und bin ca. 3 Meter vorgefahren, obwohl die Ampel für mich noch immer rot war. Dabei habe ich die erste Kontaktschwelle überfahren und den Blitzer ausgelöst.
    Sofort als ich meinen Irrtum bemerkt hatte bin ich die 3 Meter wieder zurückgefahren. Dabei hat der Blitzer erneut ausgelöst.
    Eine Gefährdung hat durch mich zu keiner Zeit stattgefunden.
    Was für eine Strafe erwartet mich jetzt ??
    Vielen Dank für eine Antwort

  14. Yavuz sagt:

    Hi ich wurde am 20.11.2014 in einer 30 er zone mit 30 zu viel geblitzt 2 wochen spâter in einer 50 er zone mit 25 zu viel geblitzt krieg ich da fahrverbot und das mit 30 er zone ich bin von der autobahn auffahrt gekommen und von 80 wurde auf einmal 30 er zone das ist ein misst

  15. Manuela sagt:

    Hallo. Ich bin innerorts lt Tachometer 80 gefahren statt 50. Es ist ein neuer fester blitzer. Zudem hatte ich auch noch das Handy am ohr. Was kommt auf mich zu? Bzw dürfen die mich für beide taten bestrafen ?

  16. Frederic sagt:

    Mich würde einmal etwas anderes interessieren: Ich habe heute bei uns auf einer vielbefahrenen Landstraße eine Leica Leivtec XV3 gesehen, welche sich knapp einem Meter über dem Boden an einer Kreuzungsecke befand.

    Zum einen würde mich interessieren, wie es sich dabei mit dem Abstand zwischen zwei Autos verhält, wie groß muss dieser sein, dass ein Auto nicht durch ein vorausfahrendes verdeckt wird?

    Wie verhält es sich zudem mit der Kontrolle an einer Kreuzungsecke? (also vom Fahrer aus gesehen hinter der Kreuzung? Es könnte doch theoretisch jederzeit ein anderes Auto aus der Seitenstraße einscheeren…

    Können Sie dazu etwas sagen?

    Besten dank…

    Frederic

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Frederic,

      falls Sie die Unterseite zum Leica Leivtec XV3 noch nicht gesehen haben, möchten wir Sie zunächst darauf verweisen: https://www.bussgeldkatalog.org/blitzer/leivtec-xv3/
      Ihre Fragen beschreiben tatsächlich verschiedene Situationen, in denen es zu Messfehlern kommen kann. Jedoch ist die Technik heute soweit ausgereift, dass die meisten Fehlerquellen durch technische Innovationen umgangen wird. Messungen werden also beispielsweise nur dann ausgelöst, wenn nicht zwei Autos gleichzeitig das Messfeld passieren. Es kann aber trotzdem, z.B. in den von Ihnen erwähnten Szenarien, immer zu Fehlern kommen. Hier müssen dann die einzelnen Messungen beispielsweise mithilfe des Beweisfotos überprüft werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. lutzi sagt:

    wie nah am straßenrand müssen mobile blitzer aufgebaut sein oder können sie auch etwas entfernt aufgestellt werden?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lutzi,

      damit die Messungen korrekt sind, gibt es hierfür in den Bedienungsanleitungen der Blitzer Hinweise. Es gibt Blitzer, die sogar in einer Entfernung von über 100 m zur Messstelle aufgestellt werden müssen, damit die Messung korrekt ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Sylvia sagt:

    Hallo, mein Mann wurde heute auf einer landesstrasse geblitzt und zwar ist das ein Stück von Carmen 300 m das auf 70 km/h begrenzt ist . Er ist mit 15 km/h zu schnell gefahren aber meine Frage darf dort überhaupt geblitzt werden ? Ich dachte man hat ca 150 bis 200 m bis zur drosselung und der Blitzer hier stand genau in der Mitte des Abschnitts !
    Lg und danke schön mal jetzt für die Antwort

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sylvia,

      normalerweise werden die Blitzer in einem gewissen Abstand zu einer Geschwindigkeitsbeschränkung aufgestellt, so dass die Fahrer genug Zeit haben, sich an die neue Geschwindigkeit anzupassen. Pflicht ist das jedoch nicht. Eventuell können Sie aber gegen einen derartigen Bußgeldbescheid Einspruch erheben und dabei den Standort des Blitzers erwähnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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