Das Blitzerfoto: Zu schnell gefahren – und nun?

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Wann wird das Blitzerfoto ungültig?

Geblitzt? Sie können das Foto anfordern!

Geblitzt? Sie können das Foto anfordern!

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Der Geschwindigkeitsblitzer löst aus. Das grelle Aufblitzen am Straßenrand wirkt auf viele Autofahrer wie ein Muntermacher. Anschließend führen sie ihr Auto mit erhöhter Konzentration und Wachsamkeit weiter. Für das Portemonnaie ist es dann allerdings meist zu spät: Das Bußgeldverfahren ist in den meisten Fällen schon eingeleitet und das Blitzerfoto auf dem Weg.

Was aber nun, wenn auf dem Bußgeldbescheid das Foto nicht erkennbar ist? Oder das Bußgeld gar ohne Foto angefordert wird? Bevor Sie sich in diesen Fällen siegessicher an die Formulierung eines Einspruches setzen, sollten Sie folgenden Artikel beherzigen.

Denn auch wenn Sie auf dem Foto nicht zu erkennen sind, kann der Bescheid rechtsgültig sein. Erfahren Sie im Folgenden, welche Konsequenzen ein Bußgeldbescheid ohne Foto für Sie haben kann.

Spezifische Ratgeber zum Blitzerfoto

Das Blitzerfoto als Beweismittel

In Deutschland gilt im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten die Fahrerhaftung, nicht die Halterhaftung bei vielen Delikten.

Das bedeutet, dass nicht der Halter des Fahrzeuges grundsätzlich für Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rotlichtverstöße bestraft werden kann, die mit seinem Auto begangen wurden.

Hierzulande soll die Strafe demjenigen zukommen, der den Fehler verursachte: dem Fahrer des Autos zum Tatzeitpunkt. Aus diesem Grund ist das Blitzerfoto von elementarer Wichtigkeit. Während in anderen Staaten ein Blick in das zentrale Fahrzeugregister ausreicht, um den Fahrzeughalter auszumachen, müssen die deutschen Bußgeldbehörden, bzw. die Polizei, einen Schuldigen ermitteln.

Das Blitzerfoto ist in diesen Fällen oft das einzige eindeutige Beweismittel. Durch das Kennzeichen können die Behörden jedoch den Halter ausmachen und bei diesem nachforschen, wer das Auto zum entsprechenden Zeitpunkt fuhr.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Geblitzt und kein Foto auf dem Bescheid

„Ich wurde geblitzt! Ohne Foto als Beweis auf dem Bescheid muss ich doch nichts zahlen, oder?“ Verkehrsanwälte werden häufig mit diesem Mythos konfrontiert und müssen Verkehrssünder eines Besseren belehren.

Bußgeldbehörden sind in Deutschland nicht grundsätzlich dazu verpflichtet, das Blitzerfoto mitzuschicken. In der Praxis werden häufig Bescheide ohne Beweisfotos versandt, ohne dass diese ihre Gültigkeit einbüßen.

Ein fehlendes Blitzerfoto ist also kein Einspruchsgrund per se. Im Bußgeldverfahren gilt das Bild jedoch als Beweismittel und sollte als solches entsprechend eindeutig sein. Sie können bei einem bildlosen Bußgeldbescheid das Foto anfordern, um es zu überprüfen.

Geblitzt: Das Biltzerfoto ist nicht erkennbar

Geblitzt und das Foto ist unkenntlich? Vielleicht lohnt sich ein Einspruch.

Geblitzt und das Foto ist unkenntlich? Vielleicht lohnt sich ein Einspruch.

Verpixelt, körnig und schwarzweiß obendrein: Blitzerfotos bekommen nur bei den Wenigsten einen Platz im Fotoalbum. Doch sind Sie zumindest eindeutig identifizierbar auf dem Bild?

Sind Fahrer nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf dem Foto nicht erkennbar, kann ein Einspruch unter Umständen Erfolg haben.

Wie bereits erwähnt, dient das Blitzerfoto als Beweismittel im Bußgeldverfahren. Die Person im Auto sollte deshalb erkennbar sein.

Ob durch eine große Sonnenbrille, eine Hand vor dem Gesicht oder eine unglückliche Reflektion: Sind Sie auf dem Blitzer-Bild nicht erkennbar, kann die Beweislast zu gering sein. Allerdings darf die Polizei den Fahrer anderweitig ermitteln – etwa, indem Sie das Blitzerfoto mit Bildern auf Social-Media-Plattformen vergleicht oder den Beifahrer befragt.

Ein Anwalt kann Sie hinsichtlich der Aussagekraft des Biltzerfotos beraten. Vor Gericht gelten bestimmte Mindestanforderungen, die ein Bild erfüllen muss.

Geblitzt und das Foto ist unscharf

Wenn das Blitzerfoto so unscharf ist, dass Sie nicht zu erkennen sind, sollten Sie dennoch Einsicht beantragen. In vielen Fällen ist das Originalfoto nämlich deutlich schärfer und besser erkennbar. Oft verläuft der Einspruch dadurch im Sande.

Einige Blitzer liefern jedoch grundsätzlich Bilder in sehr schlechter Qualität. Hier empfiehlt es sich, einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Ein Fachmann kann anhand des Bildes einschätzen, ob sich ein Einspruch lohnt.

Weist die Bußgeldbehörde den Einspruch zurück, wird der Fall vor Gericht verhandelt. Dann obliegt die Entscheidung dem Richter. Im besten Fall erwirken Sie einen Freispruch – im schlimmsten Fall müssen Sie das Bußgeld zahlen und die Gerichtskosten tragen.
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (32 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Bußgeldkatalog 2018 als PDF
Der aktualisierte Bußgeldkatalog des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.