Ist eine Sonnenbrille zum Autofahren erlaubt?

Tipps und Tricks zum Autofahren mit Sonnenbrille

Suchen Sie eine Sonnenbrille zum Autofahren, die Ihre Sicht nicht einschränkt.

Suchen Sie eine Sonnenbrille zum Autofahren, die Ihre Sicht nicht einschränkt.

Sie sehen cool aus, schützen unsere Augen vor grellem Sonnenlicht und gleichen mitunter unsere Sehschwächen aus: Gerade im Sommer ist die Sonnenbrille ein täglicher Begleiter.

Beim Autofahren filtert zwar die Windschutzscheibe die UV-Strahlung der Sonne heraus, das Licht fließt jedoch in nahezu unverminderter Helligkeit hindurch.

Aus diesem Grund ist die Benutzung einer Sonnenbrille beim Autofahren häufig.

Doch was muss bei einer Sonnenbrille für Autofahrer beachtet werden? Muss die Sonnenbrille zum Autofahren eine bestimmte Tönung vorweisen? Kann das Tragen der dunklen Brillen im Auto zum Bußgeld führen?

In diesem Ratgeber dreht sich alles um die kleinen UV-Schutzschilde.

Wenn das Autofahren mit Sonnenbrille zum Bußgeld führt

Nicht jede Sonnenbrille ist zum Autofahren geeignet. Die Sicherheit des Straßenverkehrs ist auf deutschen Straßen stets oberstes Gebot. Gefährden bestimmte Accessoires dies, ist ihre Benutzung nicht gestattet.

In diesem Sinne sollte eine Sonnenbrille zum Autofahren die maximale Tönung der Kategorie 3 (Lichtdurchlässigkeit von 8 bis 18 Prozent) aufweisen. Eine dunkler getönte Brille lässt nicht ausreichend Licht durch und schränkt die Sicht des Fahrers zu sehr ein.

Stellt ein Polizist im Rahmen einer Verkehrskontrolle fest, dass Ihre Sonnenbrille zum Autofahren nicht geeignet ist, droht Ihnen wegen Fahrlässigkeit ein Verwarngeld von 10 Euro.

Weist sie eine Tönung von mehr als 92 % auf, ist eine Sonnenbrille zum Autofahren also verboten. Auch eine weniger dunkle Brille bietet Schutz vor dem hellen Sonnenlicht.

Sonnenbrille mit Sehstärke im Straßenverkehr

Nachts eine Sonnenbrille zum Autofahren aufsetzen? Kein Gesetz verbietet dies pauschal.

Nachts eine Sonnenbrille zum Autofahren aufsetzen? Kein Gesetz verbietet dies pauschal.

Benötigen Sie zum Autofahren grundsätzlich eine Brille, wird dies beim Erwerb des Führerscheins festgestellt. Ein entsprechender Eintrag im Führerscheindokument hält die Verpflichtung zum Tragen einer Brille fest (Schlüsselzahlen 01.01., 01.02. oder 01.03.).

Ist dies bei Ihnen der Fall, muss Ihre Sonnenbrille ebenfalls eine entsprechende Sehstärke vorweisen. Begnügen Sie sich mit einer „gewöhnlichen“ Sonnenbrille, verstoßen Sie gegen die Auflagen zum Führen eines Kfz.

Dann müssen Sie mindestens mit einem Verwarngeld von 25 Euro rechnen. Jedoch können auch deutlich höhere Strafen fällig werden – je nach Gefährdungslage.

Haben Sie die erforderliche Brille nicht dabei, kann die Polizei Ihnen sogar die Weiterfahrt untersagen. Ob es dazu kommt, liegt im Ermessen der kontrollierenden Polizeibeamten.

Nachts eine Sonnenbrille zum Autofahren benutzen?

Bei Nachtfahrten sind die Augen der Autofahrer großen Helligkeitskontrasten ausgesetzt. Die hellen Schweinwerfer der entgegenkommenden Autos blenden mitunter sehr und lassen die Augen besonders schnell ermüden.

Aus diesem Grund fahren einige auch nachts nur mit Sonnenbrille. Um zum Autofahren geeignet zu sein, darf diese allerdings nur eine geringe Tönung von maximal 25 % aufweisen.

„Nachtfahrbrillen“ mit gelb getönten Gläsern eignen sich hier besonders gut: Sie mildern das grelle, weißblaue Licht der Scheinwerfer und erhellen die Umgebung subjektiv.

Die richtige Sonnenbrille zum Autofahren finden: Das muss das Drahtgestell mitbringen

In Sachen Sonnenbrille haben Verbraucher eine immens große Auswahl an Modellen. Design, Tönung, Gewicht, Farbe usw. können sie sich individuell aussuchen. Angesichts der Vielzahl an Angeboten ist es nicht immer einfach, sich auf die wichtigsten Aspekte zu besinnen.

Achten Sie auf der Suche nach passenden Sonnenbrillen zum Autofahren auf folgende Tipps:

    • Selbsttönende Gläser: Diese Sonnenbrillen reagieren automatisch auf die herrschende Helligkeit und passen sich entsprechend an. Allerdings entsteht dabei eine recht lange Reaktionszeit. Aus diesem Grund sind Sonnenbrillen mit selbsttönenden Gläsern für Autofahrer nicht zu empfehlen.
    • Farbe der Brillengläser: Neben den klassischen Farben Schwarz und Braun werden bunte Brillengläser immer beliebter. Doch beim Autofahren sollten Sie modische Aspekte hintenan stellen: Rote, pinke oder grellorangene Gläser verfälschen die Farbwahrnehmung des Autofahrers. Insbesondere die Farben Rot und Grün werden nicht mehr richtig wahrgenommen – keine gute Ausgangsposition an Ampeln.
    • Sichtfeld: Manche Sonnenbrillen weisen aus modischen Gründen sehr breite Einfassungen und Bügel auf. Dadurch wird das Sichtfeld des Trägers mitunter stark eingeschränkt. Am Steuer eines Autos kann dies zu einem Unfall führen. Wählen Sie zum Autofahren eine Sonnenbrille, welche Ihnen auch seitlich eine gute Sicht gewährleistet.
Wählen Sie eine Sonnenbrille mit brauner Tönung zum Autofahren.

Wählen Sie eine Sonnenbrille mit brauner Tönung zum Autofahren.

  • UV- und Blaulichtfilter: Achten Sie beim Kauf der Sonnenbrille nicht nur auf einen guten UV-Schutz. Zu viel Blaulicht ist ebenfalls für die Augen schädlich und kann zu Schädigungen des Sehnervs führen.
  • Eine polarisierende Brille zum Autofahren nutzen? Polarisierende Gläser filtern nicht nur das direkte Sonnenlicht, sondern auch Reflexionen. Aus diesem Grund sind sie für Autofahrer besonders geeignet.
  • Gewicht: Gerade wenn Autofahrer ihre Sonnenbrille für lange Fahrtstrecken aufsetzen, sollte diese möglichst angenehm und unauffällig zu tragen sein. Gläser aus Kunststoff sind zwar anfälliger für Kratzer als jene aus Glas, dafür sind sie aber deutlich leichter. Letzteres kann den Tragekomfort erheblich verbessern.

Was ist also die beste Sonnenbrille zum Autofahren? Achten Sie auf eine leichte, polarisierende Sonnenbrille mit brauner Tönung, welche Ihr Sichtfeld nicht begrenzt und Blaulicht herausfiltert.

Sonnenbrillen auf Blitzerfotos

Werden Sie geblitzt und ist Ihr Gesicht auf dem Blitzerfoto durch eine Sonnenbrille erheblich verdeckt, können Sie unter Umständen einem teuren Bußgeld entgehen.

Die deutsche Rechtsprechung ist klar: Ein Bußgeld muss nur gezahlt werden, wenn der Fahrer eindeutig identifizierbar ist. Ein teilweise verdecktes Gesicht lässt eine zweifelsfreie Identifikation nicht immer zu.

Ob sich aufgrund dessen ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt, kann ein Anwalt für Verkehrsrecht beurteilen.

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