Versteckte Blitzer: Erlaubt oder verboten?

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Wenn es plötzlich unerwartet blitzt

Dürfen Blitzer getarnt werden?

Dürfen Blitzer getarnt werden?

Im Jahr 2016 kam es dem Statistischen Bundesamt zufolge zu insgesamt 369.242 Unfällen mit Personenschaden, wobei 47.023 dieser Unfälle von Geschwindigkeitsüberschreitungen herrührten. Um rücksichtslose Raser zu überführen und so für mehr Sicherheit im Verkehr zu sorgen, bedient sich die Polizei diverser Messgeräte und Blitzer.

Diese werden allerdings nicht in jedem Fall sichtbar am Straßenrand aufgestellt. Immer wieder beschweren sich Fahrer darüber, dass sie eigentlich nur aus dem Grund mit dem Auto geblitzt wurden, weil der entsprechende Blitzer versteckt war und sie ihn erst bemerkten, als es bereits zu spät war.

In unserem Ratgeber erfahren Sie, ob versteckte Blitzer eigentlich erlaubt sind und wann es möglicherweise Sinn macht, Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen, wenn Sie geblitzt wurden und es sich um einen Blitzer handelte, der getarnt war.

Kosten für Blitzer

Die Kosten für Blitzer sind je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:

Sind getarnte Blitzer verboten?

Einigen Polizeibeamten mangelt es durchaus nicht an Raffinesse, wenn es um das Aufstellen einer Radarfalle geht. Sie werden kurzerhand in Hecken, im Kofferraum von Fahrzeugen oder hinter Müllcontainern verborgen. Zweige, Äste oder sogar Tarnnetze dienen ebenfalls häufig als Hilfsmittel, um Blitzer zu verbergen. Aber ist eine solche Vorgehensweise überhaupt erlaubt?

Nicht wenige Autofahrer halten versteckte Blitzer für verfassungswidrig, da ihrer Ansicht nach die jeweiligen Aufnahmen von Fahrer und Kennzeichen ohne ihr Wissen angefertigt werden. Doch bei einer genaueren Betrachtung dieser Annahme fällt schnell auf: Wäre den betroffenen Fahrern bereits im Vorfeld klar, dass sie in wenigen Metern geblitzt werden, würden sie logischerweise gar nicht erst über die erlaubte maximale Geschwindigkeit hinausschießen.

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Daraus lässt sich schließen: Versteckte Blitzer sind erlaubt. Es besteht keine Pflicht dazu, die Messgeräte so aufzustellen, dass mögliche Verkehrssünder diese auch in jedem Fall wahrnehmen können. Aus diesem Grund sind auch Blitzer mit Tarnnetz nicht verboten. Der Einsatz von mobilen Blitzern wäre schließlich dann automatisch hinfällig, da die Polizeibeamten weder einen Nutzen aus der Flexibilität, noch aus dem damit einhergehenden Überraschungseffekt ziehen könnten.
Versteckte Blitzer können Fehler bei der Messung begünstigen und so einen Einspruch rechtfertigen.

Versteckte Blitzer können Fehler bei der Messung begünstigen und so einen Einspruch rechtfertigen.

Versteckte Blitzer: Wann ist ein Einspruch sinnvoll?

Zwar sind versteckte Radarfallen nicht verboten, allerdings könnten Sie trotzdem erfolgreich bei einem Einspruch gegen den Bußgeldbescheid sein, wenn die Geschwindigkeitsmessung mit einem solchen Gerät vorgenommen wurde. Befand sich der Blitzer z. B. hinter einem Busch oder Strauch, könnten die Äste für ein inkorrektes Ergebnis sorgen.

Kommen versteckte Blitzer zum Einsatz, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler beim Aufstellen gemacht wurden, nicht gerade gering. Das Messergebnis kann daher durchaus verfälscht sein.

Den anschließenden Bußgeldbescheid sollten Sie entsprechend nicht immer ohne Umschweife hinnehmen. Nachdem er Ihnen zugestellt wurde, können Sie innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen.

Es kann durchaus empfehlenswert sein, sich in diesem Fall die Unterstützung von einem Anwalt zuzusichern. Er weiß im Regelfall eine Menge über versteckte Blitzer und die möglicherweise damit verbundenen Messfehler. Daher kann er Sie bestmöglich beraten und Ihnen bei Ihrem Einspruch zur Seite stehen.
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4 Kommentare

  1. Friedrich sagt:

    na ein Schelm der Polizist, warum kennen die Leute das Gesetz erst wenn es geblitzt hat?? In Deutschland sind die Strafen einfach zu lächerlich, ebenso die weiteren Konsequenzen wie gehaltsabhängige Strafen. Die ganze Raserei bringt absolut nichts ausser Hektik und Staus, fahren Sie mal durch die Schweiz und sehen Sie wie problemlos das einfach geht, warum?? Die sind konsequent bei der Überprüfung, ebenso mit den Strafen!!
    Warum sich hier beschweren, wenn man durch Einhaltung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeiten das Geld sparen kann!! Ich gehe lieber einmal mehr im Jahr in Urlaub als dem Staat weitere Geldgeschenke zukommen zu lassen!

  2. Kurt G. sagt:

    Hallo,
    Ja die RASER, wer ist das. Fahrer von den Nachbarorten?
    Wenn man etwas tiefer in die Materie geht, gibt es erstaunliche Fragen und Antworten. Ich habe mit unserem Ortsvorsteher
    gesprochen, und er würde einen Blitzer in unserer Straße aufstellen lassen. Ist der Blitzer fort nach ca.10-20 Minuten, wird
    weiter gerast.
    Ich plädiere für einen Poliscan Speed Stationär, der ist immer im Dienst.

  3. Hans D. sagt:

    Na Sie sind mir ja ein ganz schlaues Kerlchen. Haben Sie mal daran gedacht, das sich das Mensch sein als solches mit starren Regulierungen durchaus konträr verhalten kann. Wenn Sie 200 Tage im Jahr berufsbedingt im Straßenverkehr unterwegs sind, haben Sie auch deutlich mehr Gelegenheit mit diesen starren Regelungen in Berührung zu kommen. Dabei können Sie mir glauben, dass es auch aus reinem Eigennutz sinnvoll ist, sich der Verkehrssituation angepasst zu verhalten und für die anderen Traumtänzer mitzudenken. Es gibt Länder (Norwegen) in denen risikobehaftete Verkehrsstrecken bezüglich der Geschwindigkeit überwacht werden, und diese Überwachung im Sinne aller auch rechtzeitig angezeigt wird. Was hier in Deutschland betrieben wird, insbesondere die versteckte Radarkontrolle, dient einzig und allein dem Zweck den Autofahrer zu überraschen und abzukassieren. Das nennt man Wegelagerrei und hat mit einer sicheren Verkehrsführung nichts zu tun. Hinzu kommt, dass der Überraschungseffekt allzuoft zu unkontrolliertem Verhalten der überraschten Autofahrer führt , welche wiederum den nachfolgenden Verkehr zusätzlich gefährden. Im Sinne eines sicheren Miteinanders, wäre es viel sinnvoller mögliche Gefahrensituation rechtzeitig anzuzeigen, auch mit dem Hinweis der Geschwindigkeitskontrolle, aber bitte nur da, wo es auch Sinn macht. Ein Volk von Autofahrern über drakonische Strafen zu bändigen halte ich eher für eine menschenunwürdige Dressur. Sie müssen lediglich die Sicherheit vom finanziellen „Erfolg“ der Überwachung trennen und es mit der Sicherheit ernst meinen.

  4. Hans sagt:

    der Satz „Wäre den betroffenen Fahrern bereits im Vorfeld klar, dass sie in wenigen Metern geblitzt werden, würden sie logischerweise gar nicht erst über die erlaubte maximale Geschwindigkeit hinausschießen.“ sagt vieles über das Potenzial aus. Warum nutzt man den Überraschungseffekt, wenn man den Verkehr sicherer machen will? Was erreicht man damit – Verunsicherung bei den Fahrern, ob man gerade überhaupt alles richtig macht. Mir als Vielfahrer fällt häufig auf, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht aufgehoben werden, bzw. die Dichte des Schilderwaldes dazu führt, Begrenzungen oder Änderungen wie die Trichterlösung übersehen werden. Ich habe mir eine automatische Schildererkennung im Auto zugelegt. Funktioniert prima.

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