Ab wann wird man eigentlich geblitzt?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 27. April 2020

Wussten Sie, dass Sie gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegen können?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Infos rund um die Rahmenbedingungen beim Blitzen

Ab wann darf ein Autofahrer geblitzt werden?
Ab wann darf ein Autofahrer geblitzt werden?

Insgesamt 369.242 Unfälle mit Personenschaden wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2016 auf Deutschlands Straßen verzeichnet. Bei 47.023 dieser Unfälle konnte die Ursache auf eine Überschreitung der erlaubten Maximalgeschwindigkeit zurückgeführt werden.

Trotz des höheren Unfallrisikos, das mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung einhergeht, fahren deutsche Autofahrer immer wieder zu schnell. Um dem Einhalt zu gebieten und für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen, bedient sich die Polizei verschiedener Messgeräte und Blitzer.

Aber ab wann wird man eigentlich geblitzt? Kommt es lediglich auf die gefahrenen km/h an oder auch auf die Entfernung zwischen Messgerät und Fahrzeug? Ab wann blitzt ein Blitzer an einer Ampel? Hier erfahren Sie es.

Kosten für Blitzer

Die Kosten für Blitzer sind je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:

FAQ: Ab wann wird geblitzt?

Ist die Reichweite der Blitzer immer gleich?

Nein, je nachdem welches Geräte verwendet wird, variiert die Entfernung ab der ein Blitzer misst bzw. eine Geschwindigkeitsüberschreitung festhält.

Ab welcher Geschwindigkeitsüberschreitung wird geblitzt?

Das hängt davon ab, ob innerorts oder außerorts gemessen wird. Theoretisch kann bereits ab einem km/h zu viel gemessen werden. Mehr zu den Geschwindigkeiten finden Sie hier.

Wann wird ein Blitzer an der Ampel ausgelöst?

Üblicherweise löst das Überfahren von Kontakten den Blitzer an einer roten Ampel aus.

Ab wann lösen Blitzer aus? Die Entfernung ist entscheidend

Je nachdem, welches Gerät zur Messung der Geschwindigkeit eingesetzt wird, ändert sich in der Regel die Reichweite des Blitzers. Daher kann keine pauschale Aussage dazu getroffen werden, ab welcher Entfernung tatsächlich geblitzt wird.

Um Ihnen zumindest einen Überblick zu geben, haben wir einige bekannte Blitzermodelle sowie die dazugehörige Reichweite für Sie zusammengefasst, was Ihnen bei der Antwort auf die Frage: „Ab wann wird man geblitzt?“ helfen soll:

Wenn Sie sich also fragen: „Ab welcher Entfernung blitzt ein Blitzer?“, müssen Sie zunächst einmal herausfinden, welches Messgerät eingesetzt wird.

Wussten Sie, dass Sie gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegen können?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Ab wie viel km/h zu schnell wird man geblitzt?

Ab wann wird man frühestens geblitzt und welche Sanktionen drohen dann?
Ab wann wird man frühestens geblitzt und welche Sanktionen drohen dann?

Es ist theoretisch möglich, auch dann schon von einem Blitzer abgelichtet zu werden, wenn Sie lediglich 1 km/h zu schnell unterwegs waren. Da jedoch bei einem Tempo unter 100 km/h stets 3 km/h Toleranz abgezogen werden müssen, lautet die Antwort auf die Frage: „Ab wann wird man frühestens geblitzt?“ in Bezug auf die gefahrene Geschwindigkeit: 4 km/h.

Trug sich der Verstoß innerhalb geschlossener Ortschaften zu, kommt normalerweise ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro auf Sie zu. Außerorts sieht der Bußgeldkatalog ein Verwarngeld von 20 Euro vor. Punkte in Flensburg gibt es keine.

Bis zu welcher Geschwindigkeit kann man geblitzt werden?

„Wer mit über 250 km/h unterwegs ist, wird nicht geblitzt“ – diese Aussage kursiert auch in der heutigen Zeit noch unter deutschen Autofahrern. Aber stimmt sie? Ab wann wird man nicht mehr geblitzt? Hier muss ebenfalls geklärt werden, mit welchem Messgerät die Geschwindigkeitskontrolle vorgenommen wird.

Denn: Wird eine Radaranlage eingesetzt, ist die Aussage wahr. Wird schneller als 250 km/h gefahren, ist sie nicht in der Lage, auszulösen. Das Gerät riegelt sozusagen ab dieser Geschwindigkeit ab. Auf Autobahnen kommen Radarmessgeräte daher nicht mehr zum Einsatz.

Stattdessen setzt die Polizei beispielsweise auf Blitzer, die mit Lichtsensoren arbeiten. Doch auch diesen Geräten ist es nicht möglich, die gefahrenen km/h zu messen, wenn die Geschwindigkeit bei mehr als 250 km/h lag; lediglich, dass dies der Fall war. Sie erhalten demzufolge trotzdem einen Bußgeldbescheid und brauchen sich die Frage: „Ab wann wird man nicht mehr geblitzt?“ gar nicht erst stellen.

Wann blitzt ein „Ampelblitzer“?

Im deutschen Straßenverkehr kommen nicht nur Messgeräte und Blitzer zum Einsatz, die Geschwindigkeitsüberschreitungen aufdecken sollen. Auch Rotlichtverstöße können aufgezeichnet und anschließend geahndet werden. Doch ab wann blitzt der Blitzer an einer Ampel? Und was gibt ihm das Signal zum Auslösen?

In der Regel sind spezielle Kontaktschleifen vor sowie hinter der Haltelinie an einer Ampel unterhalb der Fahrbahn verlegt. Und ab wann wird man geblitzt? Sobald ein Fahrer mit seinem Auto diesen Bereich überfährt, während die Ampel rot ist, löst der Blitzer aus. Gleichzeitig ist das installierte Messgerät in der Lage, festzustellen, wie lange die Lichtanlage bereits auf Rot stand, als sie überfahren wurde. Dies wirkt sich wiederum auf die drohenden Sanktionen aus.

Konnten wir Ihnen weiterhelfen? Dann bewerten Sie uns bitte:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (268 Bewertungen, Durchschnitt: 4,30 von 5)
Ab wann wird man eigentlich geblitzt?
Loading...
Wussten Sie, dass Sie gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegen können?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →
Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

20 Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

  1. Jürgen S. sagt:

    “Stattdessen setzt die Polizei beispielsweise auf Blitzer, die mit Lichtsensoren arbeiten. Doch auch diesen Geräten ist es nicht möglich, die gefahrenen km/h zu messen, wenn die Geschwindigkeit über 250 km/h lag; lediglich, dass dies der Fall war. Sie erhalten demzufolge trotzdem einen Bußgeldbescheid und brauchen sich die Frage: „Ab wann wird man nicht mehr geblitzt?“ gar nicht erst stellen.”

    Diese Aussage stimmt so nicht. Die Geräte messen sehr wohl Geschwindigkeiten über 250 km/h. Geahndet werden aber nur Verstöße bis 250 km/h, das “darüber” fällt unter den Tisch. Und zwar nur deshalb, weil die Geräte nur bis 250 km/h geeicht sind. Wäre die geeichte Geschwindigkeit höher, wären auch die Straßen entsprechend höher sofern der Bußgeldkatalog die vorsieht. Die eso-Geräte messen bis 300 km/h (theoretisch sogar bis 500 km/h), zeigen dies auch am Gerät an, sind aber nur bis 250 km/h geeicht. Deshalb lautet der Bußgeldbescheid: “Sie überschritten die erlaubte Geschwindigkeit … um (250 – [erlaubte Geschwindigkeit] – 3 km/h (bzw. -3%))km/h”.

  2. Jürgen S. sagt:

    “Es ist theoretisch möglich, auch dann schon geblitzt zu werden, wenn Sie lediglich 1 km/h zu schnell unterwegs waren. Da jedoch bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h stets 3 km/h Toleranz abgezogen werden müssen, lautet die Antwort auf die Frage: „Ab wann wird man frühestens geblitzt?“ in Bezug auf die gefahrene Geschwindigkeit: 4 km/h.”

    Nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Eine bundesweit geltende Verwaltungsvorschrift weist das Messpersonal an, die Messgeräte so einzustellen, dass erst ab einer Überschreitung von mindestens 9 km/h über die erlaubte Geschwindigkeit hinweg ausgelöst wird. Dies bedeutet, dass innerorts bei erlaubten 50 km/h erst bei einem sogenannten Grenzwert von 59 km/h ausgelöst wird. Das Strafmaß berechnet sich dann folgendermaßen:
    erlaubte km/h: 50
    gemessene km/h: 59
    – Toleranz 3 km/h: 56
    der Bußgeldbescheid wird also so ausgestellt, das die 56 km/h geahndet werden. Niedrigere Bescheide gibt es normalerweise im 50-er Bereich nicht.
    Der Grenzwert (erlaubte Geschwindigkeit) + 9 km/h gilt bei allen Geschwindigkeiten, egal ob 30 km/h erlaubt sind oder 120 km/h. Die anzuziehende Toleranz ändert sich im Übrigen nicht, wenn der Fahrer schneller als 100 km/h fährt, sondern wenn 100 km/h oder mehr erlaubt sind.

    • Reiner B. sagt:

      Tja werter Herr Jürgen S., da steht doch die Frage im Raum, was bestimmt viele interessiert: ” Was wenn sich die Messbeamten / Mitarbeiter der Stadt sich nicht an benannte Vorgaben halten ….gemessen 57Km/h abzüglich der obligatorischen 3%, ff. der darauf folgende Bussgeldbescheid. (in Ortslage)
      Auch, selbst passiert, ausserhalb, bei 80er Begrenzung, in diese Zone mit bissl drüber reingerollt, und schon gab´s nettes Foto. Also da war nix mit Toleranz nach oben +9 Km/h, 4 bis max. 5 Km/h drüber und schon wird der Stadthaushalt wieder aufgefüllt. Es sei wirklich dahingestellt das diese Messungen anfechtbar sind, egal ob Verwaltungsvorschrift oder nicht. Eher nicht, oder?

    • Cantulus sagt:

      “Eine bundesweit geltende Verwaltungsvorschrift weist das Messpersonal an, die Messgeräte so einzustellen, dass erst ab einer Überschreitung von mindestens 9 km/h über die erlaubte Geschwindigkeit hinweg ausgelöst wird.”

      Nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Die Geschwindigkeitsmessung liegt im Zuständigkeitsbereich der Länder. Daher gibt es bundesweit z. B. unterschiedliche Regelungen (Verwaltungsvorschriften, Leitlinien, Dienstanweisungen etc.) zur Geschwindigkeitsüberwachung. In Bremen soll ein Bußgeld bei PKW bis zu einer Überschreitung von 8 km/h (nach Toleranzabzug) nicht erhoben werden, bei LKW liegt diese Grenze bei 5 km/h. Hamburg dagegen erhebt Bußgelder offen-sichtlich vom ersten km Überschreitung an (nach Toleranzabzug). Vielerorts wird allerdings der – zusätzliche – Toleranzwert bei 9 km/h eingestellt. Das bedeutet, dass das Geräte erst bei einer Überschreitung von 10 km/h auslöst.

    • R. Barth sagt:

      Anscheinend darf in dieser netten Republik jede Kreisbehörde (hier NRW) wohl selbst entscheiden, wann sie den Bürger abzockt. Ich trug bei der Messung von 76 km/h (zulässige Geschwindigkeit 70 km/h), mit nicht tolerierten 3 km/h zum Kreissäckel in Höhe von € 10 bei. Vor allen Dingen entsteht hier die Frage, wo in oder auf der neuen Radarsäule, der Marke Traffistar S 350, die beiden, namentlich angegebenen Zeugen gesessen haben mögen?

  3. Winfried Fabig sagt:

    Wir haben jetzt Winterzeit! Bitte ändern

  4. xxxx sagt:

    hervorragende Leistung das korrekte, jedoch bei Unklarheiten fragestellende und damit unliebsame Kommentare gar nicht zur Veröffentlichung gebracht werden. Werde diese Seite hinsichtliche dessen und des fraglichen Nutzwertes unbedingt weiterempfehlen.

  5. Beate S. sagt:

    Hallo,
    kann der Blitzer (Säule) auch ausgelöst werden wenn man an einer roten Ampel steht, dann aber (nach ca. 2sec.stehen) losfährt weil man versehentlich auf eine Ampel zum abbiegen geschaut hat und diese grün angezeigt. Ich fuhr also über eine Rote Ampel nachdem ich angehalten hatte. Ich war beim Anfahren dev. nicht schnell (unter 40kmh)

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Beate,

      Ampelblitzer funktionieren in der Regel mit in der Erde eingelassenen Kontaktschleifen. Überfahren Sie diese, wird der Blitzer ausgelöst. Dies ist auch dem letzten Abschnitt des obenstehenden Textes zu entnehmen. Haben Sie also den entsprechenden Bereich befahren, kann der Blitzer ausgelöst haben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Dieter S. sagt:

    @ Jürgen S. 2te Beitrag – dem kann ich nicht ganz zustimmen, bin schon innerhalb geschlossener Ortschaft mit 55 km/h geblitzt worden.
    Tempolimit 50
    Gefahren 55 abzgl. 3 km/h 52 km/h netto
    Verwarnung 15€
    Also würde mich nicht auf die 9km/h verlassen, auch wenn die 15€ nicht viel sind, geb ich das Geld lieber einem Obdachlosen als für eine Verwarnung.

  7. Grunewald sagt:

    Vermutlich wird wohl die Verwaltungsvorschrift in jeder Gemeinde willkürlich angewendet. Ich erhielt einen Bescheid über 15 Euro. Messergebnis: 1 Km zu schnell, Innerords, 30er Zone……..mit dem Motorrad!!!!!!!!

  8. Fahrschule K. sagt:

    Danke für die PDF.

  9. Milo sagt:

    Ein herzliches GrüßGott an alle, die dies lesen.

    Meine Frage:

    Laut Tacho fahre ich 88 km/h auf einer Strecke, die auf 80 beschränkt ist.
    Mein Navi zeigt aber nur 80 km/h .
    Ich fahre einen Fiat Ducato 250. Ist der Tacho höher eingestellt als der tatsächlich gefahrene Wert (Navi ?)
    Misst mein Navi Mist??
    Für eine verständlich Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Grüße

    Milo

  10. Truckerchen sagt:

    Hallo zusammen,
    meine Erfahrung zeigt eine ganz andere sicht, würde von der Polizei mit der Läserpistole gemessen nach abzug der Tolenanz
    waren es 52KM/h machte 15Euro.

    Ich fragte 3 mal nach, wie schnell ich Gewessen sei, Antwort: 52KM/h. in der 50er Zone!!!

    Lächerlich und abzoge gleichermassen!!!

  11. Wernfried R. sagt:

    30 km/h Zone mit Zusatzschild Mo -Fr. 7-17 Uhr, gilt die Regel auch, wenn ein Feiertag (2. Weihnachtsfeiertag) auf einen Donnerstag fällt ? Wurde mit 37 KM/H geblitzt . Mit freundlichen Grüßen W.Richter

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wernfried,

      sofern auf Zusatzschildern nicht auf Ausnahmen für Feiertage hingewiesen wird, so gelten die Vorgaben in aller Regel auch an Feiertagen, die auf entsprechende Wochentage fallen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Alt sagt:

    Wegen 2 kmh abzukassieren ist lächerlich aber typisch deutsch drängeln was häufig besteht finde ich aber viel nerviger drängeln sollte richtig bestraft werden

  13. Rudi sagt:

    Beim neuen Bußgeldkatalog geht es hauptsächlich darum Geld abzuschöpofen. Eine vermeintlich höhere Sichgerheit ist hier kaum nachzuweisen. Der Normalbürger nennt das abzocken!
    Für kleinste Fehler, zB. übersehen eines 30iger Schilds mit 51 kmh gefahren kostet 80,-€ / 1 Punkt und 1 Monat Fahrverbot !!! Dreifachstrafe für ein übersehen, vielleicht sogar kurzzeitig durch ein anderes Aute teilweise verdeckten Schildes.
    Das läßt sich bei den meiste Erhöhungen (Verdopplungen) der Bußgelder so fortsetzen. Die Melkkühe der Nation (die Autofahrer) sollen noch mehr zahlen, außer Kfz-Steuer, Benzinsteuer, Mehrwertsteuer u.s.w. – NEIN DANKE MIR REICHT ES ENGÜLTIG – SO NICHT – WEHRT EUCH DAGEGEN !!!
    Rudi

Verfasse einen neuen Kommentar

Wussten Sie, dass Sie gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegen können?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2020 vom VFR Verlag zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.