PoliScan-Speed-Messungen oft ungültig – Einzelfallprüfung kann sich lohnen

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Messungen von PoliScan Speed häufig unzulässig

Der PoliScan Speed: Oft steckt dieser in einem säulenartigen Tower.

Der PoliScan Speed: Oft steckt dieser in einem säulenartigen Tower.

Geschwindigkeitsüberschreitungen gehören laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu den häufigsten Ordnungswidrigkeiten im Verkehrsrecht. Punkte, Bußgeld und Fahrverbot sind gemäß Bußgeldkatalog die Folgen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, steht der Polizei ein unterschiedliches Repertoire an Blitzern zur Verfügung. Hierzu gehört unter anderem der PoliScan Speed. Bei diesem Blitzer handelt es sich um ein Lasermessgerät, das von der Firma Vitronic stammt und daher auch als „Vitronic PoliScan Speed“ bekannt ist.

Im Folgenden legen wir Ihnen dar, wie genau die Messungen mit diesem Laser-Blitzer funktionieren und worauf Sie als Fahrer zu achten haben. Wurden Sie von einem Vitronic PoliScan Speed geblitzt? Dann erfahren Sie hier auch, welche Fehler bei den Messungen auftreten können und wann gegen PolyScan Speed ein Einspruch sinnvoll erscheint. Denn die Erfolgschancen bei einem Einspruch sind, wenn der PoliScan Speed als Beweismittel dient, als „hoch“ einzustufen.

Das Messverfahren mithilfe des PoliScan Speed

Den PoliScan Speed kann es sowohl als eine mobilen als auch einen stationären Blitzer geben. Als Letzterer ist er als „PoliScan Speed Tower“ zu erkennen. Dabei handelt es sich um diejenigen Säulen, die am Fahrbahnrand gelegentlich zu sehen sind.

Der PoliScan Speed arbeitet mit der laserbasierten LIDAR-Technologie und dient der Geschwindigkeitsmessung von Fahrzeugen. Diese erfolgt per Laufzeitmessung in einem bestimmten Messfeld. Anders als bei den Induktionsschleifen werden für die Messungen keine Bauteile in der Fahrbahn verlegt, sondern Säulen am Straßenrand aufgebaut.

Die mobile Messung erfolgt von einem Stativ aus. Das Gerät muss von einem dafür ausgebildeten Polizisten per Hand bedient werden.

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Wie funktioniert das Lasermessgerät Vitronic PoliScan Speed?

Es werden vom Messgerät Laserstrahlen gesendet, die von den Fahrzeugen reflektiert werden. Der Vitronic PoliScan Speed ist in der Lage, mithilfe der Laserstrahlen die Geschwindigkeit vom Fahrzeug zu ermitteln. Dabei können auch mehrere Pkw gleichzeitig geblitzt werden. Dazu müssen sie sich allerdings in einem Messfeld von 20 bis 50 Meter vor dem Gerät befinden. So schreibt es die Bauartzulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) vor.

Amtsgericht Mannheim: Beschluss zu PoliScan-Speed-Messungen

Messfehler: Beim PoliScan Speed können diese auftreten.

Messfehler: Beim PoliScan Speed können diese auftreten.

Am 29. November 2016 erging am Amtsgericht Mannheim ein richtungsweisender Beschluss zum PoliScan Speed und dem damit verbundenen Messverfahren. Grundlage war eine Klage gegen eine Geschwindigkeitsmessung. Als Beweismittel diente die Messung vom genannten Lasermessgerät.

Um eine fehlerhafte Messung nachzuweisen, wurde ein Sachverständiger beauftragt, der analysierte, welche Rohdaten für die Erstellung des Messwertes einbezogen wurden. Laut Nennbetriebsbestimmungen der PTB Bauartzulassung dürfen nämlich nur bestimmte Rohdaten dazu verwendet werden. Dadurch ist das Messfeld, in welchem Objektpunkte des Fahrzeugs aufgenommen werden können, klar vorgegeben. Nur Geräte, die diese Bestimmung einhalten, sollten eine Zulassung durch die PTB erhalten.

Werden Messdaten durch den PoliScan Speed erzeugt, sollen diese von einem Algorithmus verarbeitet werden, der die Objektpunkte außerhalb des zugelassenen Bereichs automatisch herausgefiltert. Durch das Gutachten des Sachverständigen konnte allerdings nachgewiesen werden, dass die Messungen vom PoliScan Speed nicht den Vorgaben der PTB entsprechen.

Diese sehen nämlich vor, dass nur Messwerte in das Ergebnis einfließen, bei welchen der Abstand zwischen Fahrzeug und Gerät 50 bis 20 Meter beträgt. Die Vorgabe gilt für alle möglichen Objektpunkte.

Der Sachverständige stellte allerdings deutliche Abweichungen fest: In 53 Prozent der Messungen wurden die 20 Meter Mindestabstand unterschritten. Das bedeutet, dass auch Objektpunkte außerhalb des Messbereichs in das Ergebnis einbezogen werden, was nicht den Nennbetriebsbedingungen entspricht. Ein Vertreter der Firma Vitronic gab die Möglichkeit von Messabweichungen vor Gericht sogar zu. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass diese fehlerhaften Daten zur Messwertbildung beitragen.

Auch der PTB ist dieser Umstand durchaus bekannt. Aus einem internen Schreiben an das Amtsgericht Mannheim geht hervor, dass die Bundesanstalt seit Juni 2016 bereits Kenntnis von möglichen fehlerhaften Messungen hatte. Die Zulassung für den PoliScan Speed wurde dennoch nicht entzogen. Daher steht die Bundesanstalt in der Kritik, ihrer Aufgabe als Prüforgan nicht vollumfänglich nachzukommen.

Somit lässt sich festhalten, dass das Gerät PoliScan Speed anders misst, als es die Bauartzulassung vom PTB vorschreibt. Daher ist nun bei jeder Messung zu prüfen, welche Daten zur Messwertbildung beitragen und inwiefern diese den Vorgaben entsprechen. Das beschriebene Bußgeldverfahren wurde eingestellt, da „das Gericht eine Ahndung für nicht geboten“ hielt (21 OWi – 509 Js 35740/15).

Übrigens: Alle zugelassenen Systeme der PoliScan-Familie sind gleichermaßen von der fehlerhaften Messwertbildung betroffen. Dies gilt für sämtliche derezeit gültige Software (Versionen 1.5.5, 3.2.4 und 3.7.4).
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PoliScan Speed-Messfehler: Worauf Sie achten sollten

Um zu überprüfen, ob beim PoliScan Speed ein Messfehler vorliegt, muss ein Anwalt beauftragt werden.

Um zu überprüfen, ob beim PoliScan Speed ein Messfehler vorliegt, muss ein Anwalt beauftragt werden.

Wie auch andere Blitzer weist der PoliScan Speed Fehler auf, die in der Vergangenheit bereits mehrere Male erfolgreich angefochten wurden – unter anderem vom Amtsgericht Aachen wegen „nicht zu überwindenden Zweifeln an der Zuverlässigkeit der Geschwindigkeitsmessung“ (444 OWi – 606 Js 31/12-93/12). Dadurch ist auch die PTB in die Kritik geraten, da diese das Gerät, trotz bekannter Mängel, zugelassen hat. Aber welche Fehler sind zu finden beim PoliScan Speed?

Mögliche Fehlerquellen beim PoliScan Speed:

  • Unsachgemäße Verwendung vom Messgerät: Das Lasermessgerät und seine Messung muss, wie andere Blitzer auch, die folgenden Bedingungen erfüllen: Geeichter Zustand und Verwendung durch einen geschulten Polizisten. Ist das nicht der Fall, ist die Messung anfechtbar.
  • Zweifelhafte Messwertbildung: Tatsächlich haben einige Gerichte schon früher in einer Reihe von Urteilen die technische Nachvollziehbarkeit des PoliScan Speed angezweifelt und klagenden Verkehrssündern Recht gegeben. Mehrere Amtsgerichte (u.a. das Amtsgericht Aachen) zählen das Lasergerät nicht mehr zu den standardisierten Messgeräten und stellen damit die Geschwindigkeitsmessung insgesamt in Frage. Unstimmigkeiten wurden derweil bei älteren und neueren Softwareversionen festgestellt. Bei der Prüfung durch einen Sachverständigen im Jahr 2013 wurde der PoliScan Speed mit der Software 3.2.4. getestet und erreichte eine Fehlerquote von rund 20 %, was ein Bußgeldverfahren grundsätzlich in Frage stellt. So hat das Amtsgericht Rostock einen Raser freigesprochen, der gemäß des PoliScan Speed 30 km/h zu schnell gefahren sein soll.
  • Falsche Zuordnung von Messung und Fahrzeug: Bei dem PoliScan Speed erfolgen die Messung der Geschwindigkeit und die Anfertigung vom Blitzerfoto nicht gleichzeitig. Daher ist auch auf eine richtige Zuordnung zu achten. Zweifel entstehen vor allem dann, wenn zum Beispiel mehrere Fahrzeuge auf dem Foto zu erkennen sind.

Wann lohnt sich ein Einspruch gegen den Blitzer PolyScan Speed?

Sie haben einen Bußgeldbescheid erhalten und die Vermutung, dass es bei der Messung Ihrer Geschwindigkeit mit PolyScan Speed zu Fehlern gekommen ist? Dann sollten Sie einen Einspruch in Erwägung ziehen. Insbesondere das Urteil vom November 2016 zeigt auf, dass die Chancen für einen Erfolg durchaus gegeben sind. Aber auch das Amtsgerichts  Emmendingen (5 OWi 530 Js 17298/13) entschied bereits 2014 zugunsten eines mit einem PoliScan Speed M1 geblitzten Kraftfahrers.

Im Zweifel sollten Sie also den Gang zum Anwalt nicht scheuen. Dieser kann Sie bezüglich des Einspruchs beraten und gegebenenfalls Messprotokolle anfordern und prüfen. Aber auch wenn die gemessenen Werte korrekt sind, besteht häufig die Möglichkeit, ein Fahrverbot zu umgehen.

PoliScan Speed: Einzelfallprüfungen sind erforderlich

Durch den Beschluss vom Amtsgericht Mannheim kann nicht grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass alle Messungen des PoliScan Speed falsch sind. Es sind vielmehr Einzelfallprüfungen erforderlich. Ein Sachverständiger muss die Rohdaten, welche zur Messwertbildung beigetragen haben, auswerten. Danach kann bestimmt werden, inwiefern diese mit der Bauartzulassung übereinstimmen oder nicht. Um Einsicht in die relevanten Daten zu erhalten, ist es allerdings notwendig, einen Anwalt zu beauftragen.

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58 Kommentare

  1. s. lee sagt:

    Hallo!
    Ich bin ein Kunststudent in stuttgart.
    diesmal habe ich die Idee organisiert, ein poliscan speed hinzustellen für öffentliche Kunst Projekt.
    Ich stelle den Blitz in der Fußgängerzone und macht er blitzen, wer schnell läuft oder rennt. Und man kriegt die fotopapier.
    Daher erstmal darf ich wissen? den Blitz kaufen soll oder ausleihen kann. Wenn Sie eine Ahnung hätten, sagen sie mir Bescheid.
    Besten dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sangyong,

      die Stadtverwaltung Stuttgart kann Ihnen bestimmt hilfreiche Tipps geben, ob und welchem Rahmen Sie dieses Gerät aufstellen dürfen. Die herstellende Firma heißt Vitronic. Hier sollte es die Möglichkeit geben, nachzufragen, ob Sie ein solches Gerät ausleihen dürfen.

      Die Redaktion von Bussgeldkatalog.org

    • Heinrich sagt:

      Hallo.
      Durch die Funktionsweise der Anlage ist die Erfassung von Fußgängern nicht möglich.
      Es wird eine reflektierende Fläche benötigt. Glas, Metall, Kunststoff oder Reflektoren von Scheinwerfern sind da optimal.
      Kleidung und Körperteile nicht.
      Auch die Software würde es nicht mitmachen. Diese unterscheidet nur zwischen PKW oder LKW. Was zu klein ist, fliegt automatisch raus.
      Die Anzahl der zu erfassenden Objekte ist durch die Mehrzielfähigkeit der PoliScan Speed kein Problem.

      Der Preis für eine mobile Anlage mit Messeinrichtung, Blitzlicht, Stativ, Traverse, Akkus, Leitungen, Rechner und Software (Erfassung, Auswertung…) liegt bei etwa 67.000,- €. Dazu kommen dann noch die Kosten für Schulung, Wartung und Eichung.

      Es ist also nichts für mittellose Schüler.

      Ich hoffe geholfen haben zu können.

  2. Dennis sagt:

    Guten Tag,
    Macht es Sinn die Messung des PoliScan Speed anzufechten???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Dennis,

      wir dürfen Ihnen hier leider keine Rechtberatung anbieten. Ob es Sinn macht, hängt beispielsweise von der Höhe des eingeforderten Bußgeldes ab.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Grams sagt:

    Wird man auch von hinten oder nur von vorne geblitzt? Wie verhält sich ein Rotlicht Verstoß mit dem Motorrad?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Grams,

      man wird von hinten und von vorne geblitzt, mit Hilfe des Kennzeichens werden dann die Ermittlungen aufgenommen. Hinter einem Motorradhelm erkennt man den Fahrer ja meist nicht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Stefan sagt:

    Hallo,

    sieht man als Fahrer eines PKW einen roten Blitz in der Nacht, wenn man von einem festinstallierten PoliScan Speed geblitzt wurde? Oder verwendet diese Anlage unsichtbares Schwarzlicht?

    Vielen Dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Stefan,

      den „Blitzer“ selbst sieht man nicht; eher wird ein Fahrer durch das auslösende Blitzlicht für das Beweisfoto auf den Blitzvorgang aufmerksam.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Jörg sagt:

    Hallo,

    zählt der MA der Stadtverwaltung Jena auch zum geschulten Berechtigten oder darf das Gerät nur ein Polizist bedienen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jörg,

      dies ist davon abhängig, ob die betreffende Person eine entsprechende Schulung erhalten hat.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Joe sagt:

    Hallo,
    Was hat ein stationärer PoliScan denn für eine Reichweite? Und gelten die 150-200 m Karenz bis zur Messung auch am Ortseingang?
    Vielen Dank vorab!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      am Ortseingang müssen keine besonderen Vorschriften bezüglich der Messgeräte beachtet werden. Allerdings kann eine Messung immer fehlerhaft sein, weswegen Sie stets prüfen sollten, ob beispielsweise das Gerät zur Geschwindigkeitsmessung fachgerecht montiert und geeicht wurde.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Marc sagt:

        Wer kalibriert die Geräte eigentlich? Kann derjenige einen Kompetenznachweis zB durch eine Akkreditierung nach ISO 17025 nachweisen oder kann das jeder „beliebiger Teppichhändler“? Kann man einfordern dass einem ein Kalibriernachweis vorgelegt wird?

  7. Enrico sagt:

    Hallo,

    gibt es eine Gerichtsentscheidung darüber, wie alt die Schulung des Messbeamten für das Gerät PoliScan Speed max. sein darf? In meinem Fall war die einzige und letzte Schulung des Messbeamten über 7 Jahre her.

    Außerdem wurde nicht die neueste Software verwendet. Besteht eine Verpflichtung seitens der Behörde, stets die neueste Software zu nutzen?

    Ich bedanke mich schon jetzt für Ihre Antworten.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Enrico,

      hierfür gibt es kein Ablaufdatum, ab dem die Schulung ungültig wird. Ein Urteil dazu gibt es bspw. vom Oberlandesgericht Düsseldorf (14.7.2014 – IV-1 RBs 50/14). Eine erneute Schulung ist wünschenswert, aber nicht vorgeschrieben. Genau das gleiche gilt auch für die Softwareaktualisierung. Im Internet finden Sie auch hierzu Rechtsprechungen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Fritz sagt:

    Hallo,
    gibt es Hinweise darauf, dass ggfs, aktive Abstandsradaranlagen in
    PKW’s (z.B. Distronic von Daimler) zu Fehlmessungen führen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Fritz,

      ja, das ist möglich; dabei irrt sich aber nicht die Funktion. Bei BMW ist es beispielsweise möglich, die Abstandsregulierung stufenweise einzustellen. Manche Stufen davon sind nicht gesetzeskonform.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Steffen sagt:

        Hallo,

        meine Frage greift die Frage von Fritz nochmal auf. Mich interessiert, ob eine aktive Distronic zu Fehlmessungen führen kann. Aber ich meine Fehlmessungen bezüglich der Geschwindigkeit und nicht bezüglich des Abstands.

      • Mike sagt:

        Das die einstellbaren Abstandsstufen nicht gesetzeskonform sind ist leider Quatsch. Der kürzeste einstellbare Abstandswert bei Distronic is 0,33 vom Tachowert. Das ist exakt der gesetzliche Grenzwert!

  9. Jens sagt:

    Hallo,
    mich hat man nur von hinten geblitz und auf dem Bild ist nicht der Fahrer zusehn.
    Muss ich den Bußgeldbescheid so hinnehmen?(15€)

    Vielen Dank voraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jens,

      ein Blitzerfoto, auf dem der Fahrer nicht eindeutig zu identifizieren ist, ist nicht beweiskräftig. Ein Widerspruch kann sich lohnen, da bei Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht der Fahrzeughalter, sondern der Fahrer haftet.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. volker sagt:

    Hallo,
    ich wurde bei Orkanböen und Regen mit 21 km/h zu viel auf der Landstraße vom Poliscan Geschwindigkeitsmesser geblitzt.
    Lohnt sich ein Widerspruch, oder gar eine Anfechtung auf juristischer Ebene?
    Vielen Dank im Voraus für die Antwort.
    Gruß Volker

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Volker,

      leider dürfen wir keine Rechstberatung anbieten. Ob sich ein Einspruch lohnt, kann Ihnen ein Anwalt verraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Hans sagt:

    Innerhalb welchem Entfernungsbereiches werden beim mobilen Poliscann die Geschwindigkeiten ermittelt, welches anschließend zur Auslösung des beweiskräftigen Fotos führt?

    Anmerkung: Wird das Foto eher ausgelöst, als eine Messsung stattfindet, wäre dies illegal.

    Unbedenklich – weil verdachtsabhängig – sind danach Bildaufzeichnungen unter folgenden Voraussetzungen, die von verschiedenen Messgeräten unterschiedlich erfüllt werden müssen:

    Es wird zunächst mechanisch z. B. die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ermittelt. Irgendeine Individualisierung, etwa eine Zuordnung zu Personen oder Fahrzeugen bzw. Kennzeichen, findet dabei nicht statt. Erst wenn eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (maschinell) festgestellt worden ist, wird die fotografische Erfassung ausgelöst, die eine Zuordnung zu Fahrzeug und Fahrer ermöglicht.

    Ich kenne nur ein anderes Lasemessgerät, welches innerhalb einer Entfernung zwischen 30 bis 50 Meter die Geschwindigkeit bei einer 8 Meter Fahrtstrecke ermittelt und danach das Foto auslöst. Sind beim mobilen poliscann daher Fotos direkt neben dem Gerät in kürstester Entfernung möglich und dem späteren zweiten Beweisbild mit hinterem Kennzeichen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hans,

      dies ist durchaus möglich bei den poliscans.
      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Hans sagt:

        Das Problem hierbei ist aber das der BGH aussagt, das erst die Geschwindigkeit ermittelt werden muss und dann das Foto gemacht werden darf, andernfalls beweiserhebungsverbot wegen verdachtsunabhängigem Foto. Also nochmals meine Frage. Foto von der Seite in Entfernung von 5,20 Meter Foto mit Kennzeichen dann von hinten in Entfernung von schätzungsweise 20 Meter was in Akte nicht drin steht. Meine Frage ist der Bereich wo die Geschwindigkeit ermittelt wird? Denn dieser entfernungsbereich ist der Knackpunkt wenn es um das verdschtsabhängige Foto geht

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Hans,

          die Rechtsprechung zu diesem Scantyp ist nicht eindeutig, da Gerichte die Zulässigkeit der Messung unterschiedlich bewerten.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Hans sagt:

        Sehr geehrte Damen und Herren! Nach Sichtung der Akte durch Weiterleitung des Anwaltes habe ich eine Tatortbegehung durchgeführt und konnte feststellen, dass standortbedingt die Messrichtungsentfernung nur 22 (bis Fahrzeugheck) bzw. bis 26 Meter (Fahrzeugfront) entfernt sein kann. Im Protokoll ließ sich nur entnehmen, das das Meßgerät 5,20 Meter vom Strassenrand entfernt stand. Bei der Tatortbegehung stellte ich fest, dass sich neben dem Aufbauort des Messgerätes ein mit Zaun abgegrenztes Grundstück befand. Anhand des Fotos mit Anhaltspunkten der Fahrbahnmarkierungen ließ sich somit die genannte maximale Entfernung recherchieren. Der Eigentümer des angrenzenden Grundstückes erklärte, das Hausverbot für Geschwindigkeitsmessungen auf seinem Grundstück schon immer bestünde. Die Messrichtungsentfernung ist aus der Ermittlungsakte nicht ersichtlich. Mit Abgleich der Internetrecherche zur Funktionsweise des mobilen Lasermessgerätes Poliscan Speed entstehen somit für mich viele Fragezeichen bezüglich der Meßentfernung. Die Funktionsweise ist demnach wie folgt: —“ Der Erfassungsbereich liegt zwischen 10 und 75 Metern vor dem Gerät. Es werden Laserstrahlen im Infrarotbereich ausgesendet, 158 Strahlen mit einer Wiederholrate von 100/s und mit einer Aufweitung auf 45 mal 140 Zentimeter auf 75 Meter. Fährt in diese Strahlaufweitung ein Fahrzeug hinein, startet eine Laser-Puls-Laufzeit-Messung. Die dabei durch das Poliscan Speed ermittelte Kontur (des Fahrzeuges) ergibt sich daraus, dass das Fahrzeug die Lichtimpulse mit verschiedenen Teilen reflektiert und zurücksendet, womit sich ein dreidimensionales Bild ergibt. Dieses wird in einem kartesischen System erfasst und mit einer Regressionsgeraden versehen, aus der sich letztlich die Durchschnittsfahrgeschwindigkeit ergibt, die auf einer Strecke zwischen 50 bis 20 Metern vor der Kamera errechnet wird. Diese Durchschnittsgeschwindigkeit darf nicht mehr als 10 % schwanken.“ — Meine Frage: Wie sehen Sie dies anhand meiner Darlegungen?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Hans,

          wir beschränken uns auf diesem Portal auf Informationsgebung – Meinungen oder Einzelfallberatungen können wir nicht bieten.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Bernhard sagt:

    Ich bin auf der Autobahn auf der dritten Spur mit angeblich 133 gelasert worden sind dann 130! Ich habe auf den Tacho geschaut und ich hatt so 120 drauf und es war mehr Verkehr.
    Im Netz steht das der PoliScanSpeed PS 629690 nur für zwei Fahrspuren zugelassen sein soll.
    Außerdem habe ich gelesen es gibt ein Urteil aus Berlin, das die Geräte nichts aufzeichnen um nachkontrollieren zukönnen, so genannte Blackboxen sind und das war auch eine der Begründungen für die Ablehnung des Bußgeldbescheides.
    Ferner wird im Bussgeldfragebogen ein Zeuge (Polizeibeamter aufgeführt, da war aber nur die Säule.
    Was macht hier Sinn zu tun? Reichte es den Einspruch mit dem Urteil anzuhängen?
    LG Bernhard

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bernhard,

      bezüglich Ihres weiteren Vorgehens und Ihres speziellen Falles können wir Ihnen keine Rechtsberatung oder Empfehlung geben. Daher sollten Sie sich dafür an einen Anwalt für Verkehrsrecht wenden, welcher Sie zu ihrem Einzelfall genau berät und informiert.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Hans-Jürgen sagt:

    Das Fahrzeug ist lt. Anhörungsbogen abzgl. Toleranz mit 74 km/h innerorts gemessen worden. Zum Zeitpunkt des Blitzes zeigte das headup-Display 73 km/h. Hier scheint ein deutl. Widerspruch zwischen angebl. gemessener Geschwindigkeit und tatsächlicher Geschwindigkeit vorzuliegen.
    In der Vergangenheit bin ich bereits mit einem anderen Fahrzeug vom selben Blitzer erfasst worden. Damals waren es 61 km/h abzgl. Toleranz. Das damalige Fahrzeug speichert(e) meherer fahrdynamischen Daten. Die Auswertung damals hatte ergeben dass ich nur 58 km/h zum Zeitpunkt der Messung unterwegs war. Wegen des geringen Bußgeldes jedoch hatte ich von rechtlichen Schritten abgesehen. Nun jedoch erscheint mir die Diskrepanz zu groß. Es handelt sich um ein Poliscan Speed Frontfoto von der gegenüberliegenden Straßenseite aus einem PKW heraus. Leider zeichnet dieses Fahrzeug keine fahrdynamischen Daten auf.

  14. John sagt:

    Welche Maßband Laser auf?
    Ist der X – K und Ka-Band ???
    10,500 10,550 GHz – X-Band
    24,050 24,250 GHz – K-Band
    33,400 36,000 GHz – Super Wideband Ka

  15. Britta sagt:

    Auf der Autobahn wurde ich mit 124km/h bei zulässigen 100 km/h (per Lichtzeichenanlage) geblitzt. Vorher fuhr ich – weil alles frei war und es keine Geschwindigkeitsbeschränkung gab – deutlich über 200 km/h. Hätte es Sinn, es auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen, mit dem Argument, um an der „Blitzstelle“ auf unter 100 km/h gelangt zu sein, hätte ich so heftig bremsen müssen, dass die Gefahr des Schleuderns bestanden hätte, was ich nicht riskieren wollte?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Britta,

      diesbezüglich können wir Ihnen keinerlei Empfehlung geben, da es sich dabei um eine Rechtsberatung handelt. Daher sollten Sie sich mit dieser Frage an einen Rechtsberater wenden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Britta sagt:

        Eigentlich ging es bei meiner Frage nicht um eine rechtsverbindliche Auskunft, sondern nur um eine Einschätzung, ob es überhaupt Sinn machen könnte, so zu argumentieren.

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Britta,

          eine diesbezügliche Einschätzung fällt unter den Begriff „Rechtsberatung“. Eine solche darf in Deutschland nur entgeltlich angeboten werden.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Dustin sagt:

    Hallo ich wollte mal fragen ob der poliscan speed cube nur in eine richtung blitzt und die autos erfasst. Dieses geraet stand an einem Baum auf einer zwei spurigen strasse in der 70er zone. Er wurde aber direkt in eine Richtung gestellt une ich war auf der anderen Seite und bin vorbei gefahren. Auf meinen dashcams sehe ich kein blitz jedoch wollt ich nachfragen ob diese geraet ueberhaupt in der lage ist beide seiten zu blitzen und auch von hinten blitzt. Mfg

  17. Miriam sagt:

    Hallo,

    wurde bei Regen von einem Vitronic Poliscan Speed geblitzt. Sind bei Regen die Messungen denn überhaupt noch genau? Bzw. wie hoch ist hier die Fehlerrate der Messung (Reflexion durch Regen u.ä.)?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Miriam,
      ob das verwendete Lasermessgerät beispielsweise durch Regen beeinträchtigt wurde, ist normalerweise eher eine physikalische Frage. Allein juristisch kann Ihre Frage daher nicht beantwortet werden. Überlegen Sie, Einspruch einzulegen, sollten Sie ggf. einen Anwalt konsultieren, der Sie besser über mögliche Fehlerquellen sowie die weitere Vorgehensweise informieren kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Albo sagt:

    Hallo,

    ich wurde Herbst/2015 von einem mobilen PoliScanSpeed „gelasert“. Habe auch schon ein Aufbauseminar deswegen hinter mir und weitere 2 Jahre Porbezeitverlängerung. Damals schon hatten meine Eltern, die mit mir im Auto saßen, als ich gelasert wurden, und Ich, Zweifel daran, dass ich angeblich so viel schneller gefahren sein soll…

    Bußgeld usw. habe ich ja schon bezahlt…Kann man da vielleicht trotzdem rückwirkend klagen ? 🙂

    Freue mich auf eine Antwort

    Mfg, Albo

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Albo,

      dar wir keine Rechtsberatung durchführen, würden wir Sie bitten sich in diesem Fall an einen Rechtsanwalt zu wenden. Dieser kann die weitere Vorgehensweise und eventuelle Erfolgsaussichten mit Ihnen besprechen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. MEier sagt:

    In Bezug auf die Rohdaten.
    Kommt man da auch ran als Normalsterblicher?
    Ich habe durch einen Anwalt Akteneinsicht gefordert.
    Sind da die Rohdaten drin oder muss ich diese Speziell anfordern?
    Wie muss ich sie speziell anfordern?
    Ich will alle Daten die sie haben!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo MEier,

      im Prinzip müssten Sie an die Messprotokolle anfordern. Dies gelingt am besten mit einem Anwalt, der in dieser Hinsicht auch erfahren ist und diese entsprechend interpretieren kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Yasin sagt:

    Hallo,

    ist es denn mal vorgekommen das eine Poliscan Speed (Säule) Fehlmessungen am Rotlichtverstoss gehabt hat?
    Bin geblitzt worden aber war mir eigentlich ziemlich sicher das es noch Gelb war.

    Gruss

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      auch das Überfahren einer Ampel bei Gelb ist verboten. Es ist daher durchaus möglich, dass der Blitzer Sie für genau diesen Verstoß geblitzt hat.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. ich sagt:

    Interessanterweise ist die Klarstellung der PtB, als zuständige Behörde, zu dem Mannheimer Urteil vom November 2016 nicht veröffentlicht worden. Sollte man sich auch mal zu Gemüte führen bevor man etwas unüberlegtes von sich gibt.
    Genauso eine Stellungnahme der PtB zu einem Urteil des Amtsgericht Aachen wo Punkt für Punkt nach gewiesen wurden das die Gründe des Sachverständigen und Gericht, falsch sind. Eine schallende Ohrfeige für Sachverständige, Gericht und Anwälte!!!
    Leider findet man so etwas nicht in speziellen Foren. Ein Schlimmer wer böses dabei denkt

  22. Simon sagt:

    Hallo Zusammen,

    bin in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine mir bekannte Strecke gefahren.
    100 km/h sind erlaubt. Als ich an den Säulenblitzer kam löste dieser aus obwohl ich, da ich den Blitzer kenne, exakt 100 km/h gefahren bin. Ich habe extra auf meinen Tacho geachtet. Wie weit geht der Erfassungsradius diese Blitzer? Besteht die Möglichkeit, dass ich 300 – 400 m vor dem Blitzer schneller war, diese Geschwindigkeit erfasst wurde und der Blitzer im nachhinein ausgelöst hat? Oder dass der Blitzer Fälschlicherweise ausgelöst wurde?

    Liebe Grüße

    ich korrigiere… Es kann sein, dass ich vielleicht 700 – 800 m vor dem Blitzer etwas schneller war.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Simon,

      es kann natürlich auch eine Fehlfunktion sein. Am besten warten Sie ab, ob Sie ein Anhörungsbogen erreicht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. Ulrich sagt:

    Gegen die Messung mit Poliscan Speed habe ich im März 2017 Einspruch eingelegt und mir einen Anwalt genommen. Es war ein mobiles Gerät in dem Heck eines VW Caddy. Der Einspruch wurde vom Amtsgericht Augsburg bestätigt wegen „erheblicher Zweifel an der Verwertbarkeit der Messdaten“. Das Verfahren wurde eingestellt, sämtliche Kosten trägt die Staatskasse. Es ist nicht zu tolerieren, dass die Behörden diese Gerät immer noch einsetzen und somit zahlreiche Autofahrer unrechtmäßig zur Kasse gebeten werden.

  24. Vane sagt:

    Blitz der PoliScaan Speed auch Ampeln? und sieht man wie bei anderen Blitzern ein rotes Licht?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Vane,
      der PoliScan Speed findet in der Regel bei der Messung von Geschwindigkeitsüberschreitungen Anwendung. Dabei löst das Geräte meist mit einem roten Blitzlicht aus.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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