2 Monate Fahrverbot: Umgehen, umwandeln, aufteilen – Was ist möglich?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 14. Mai 2019

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Fahrverbote nach Verkehrsordnungswidrigkeiten

2 Monate Fahrverbot? Dann muss das Auto erst einmal stehen bleiben.

2 Monate Fahrverbot? Dann muss das Auto erst einmal stehen bleiben.

Der Bußgeldkatalog kennt verschiedene Maßnahmen, Verstöße gegen die Straßenverkehrsregeln zu ahnden. Neben dem klassischen Bußgeld, das in den überwiegenden Fällen zum Zuge kommt, können zusätzlich auch Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot auf den Verkehrssünder zukommen.

Je nach Schwere des Verkehrsverstoßes kann das Fahrverbot für einen Monat, zwei Monate oder drei Monate durch die Behörde angeordnet werden. Ein Fahrverbot, das 2 Monate währt, wird also bei Ordnungswidrigkeiten angewandt, die bereits eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr darstellen.

Für viele Menschen ist ihr Führerschein jedoch eine wichtige Komponente im täglichen Leben. Insbesondere Berufstätige, die nicht anders zur Arbeit kommen können oder bei denen sogar der Job vom Führerschein abhängig ist, fragen sich daher, ob sie ein 2 Monate dauerndes Fahrverbot auch in eine Geldstrafe umwandeln können. Was ist möglich?

Wann kommt ein 2-Monate-Fahrverbot infrage?

Wer mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wird, kann ein Fahrverbot erhalten - ggf. 2 Monate am Stück.

Wer mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wird, kann ein Fahrverbot erhalten – ggf. 2 Monate am Stück.

Wer 2 Monate Fahrverbot kassiert, erfährt davon normalerweise im Bußgeldbescheid. Hier ist das Fahrverbot als sogenannte Nebenfolge angegeben. Außerdem sollten die zugrundeliegende Ordnungswidrigkeit, die Beweise (z. B. ein Blitzerfoto) und die Höhe des Bußgeldes aus dem Bescheid hervorgehen.

Dem Bußgeldkatalog zufolge kann für 2 Monate ein Fahrverbot ausgesprochen werden, wenn beispielsweise

  • die Geschwindigkeit innerorts um mindestens 41 km/h überschritten wurde.
  • die Geschwindigkeit außerorts für mindestens 51 km/h überschritten wurde.
  • der Abstand bei mehr als 100 km/h zum vorausfahrenden Fahrzeug weniger als 2/10 des halben Tachowertes betrug.
Außerdem kann aus einem einmonatigen ein 2 Monate währendes Fahrverbot werden, wenn es sich um einen Wiederholungstäter handelt. Als solcher gelten Verkehrssünder, die innerhalb von 12 Monaten zwei Tempoverstöße von mindestens 26 km/h begangen haben.
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Ist das Umwandeln, Umgehen oder Aufteilen möglich?

Ein 2-Monate-Fahrverbot kann in aller Regel nicht umgangen oder aufgeteilt werden. Für Betroffene, die in den letzten zwei Jahren bereits einmal ihren Führerschein abgeben mussten, gilt das Fahrverbot sogar ab dem Zeitpunkt der Rechtskraft des Bußgeldbescheids.

Ist es jedoch das erste Fahrverbot der letzten zwei Jahre, so können Führerscheininhaber ggf. selbst wählen, wann genau sie dieses antreten wollen. Hierfür ist dann normalerweise eine Frist von vier Monaten im Bußgeldbescheid angegeben.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wann Sie für 2 Monate Ihr Fahrverbot antreten müssen, so erkundigen Sie sich am besten direkt bei der anordnenden Behörde. Entsprechende Kontaktdaten finden Sie auf Ihrem Bußgeldbescheid.

Erhöhte Geldbuße statt Fahrverbot

Ein erhöhtes Bußgeld kann ggf. zwei Monate Fahrverbot ersetzen.

Ein erhöhtes Bußgeld kann ggf. zwei Monate Fahrverbot ersetzen.

Es ist nicht möglich, sich von einem 2-Monate-Fahrverbot freikaufen zu können. Unter bestimmten Bedingungen ist es allerdings denkbar, ein erhöhtes Bußgeld statt des Fahrverbots zu leisten. Insbesondere bei Verkehrssündern, die ansonsten ihre Arbeitsstelle verlieren würden, kann die Behörde von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Tatsächlich werden jedoch nur die wenigsten über 2 Monate andauernde Fahrverbote in ein Bußgeld umgewandelt. Die Hürden dafür sind relativ hoch angesiedelt. So sollte es sich beispielsweise

  • um einen Ersttäter handeln,
  • der bisher keine Punkte im Fahreignungsregister gesammelt hat.
Zudem darf die zugrundeliegende Ordnungswidrigkeit kein Alkohol- oder Drogendelikt sein. Beachten Sie außerdem, dass 2 Monate Fahrverbot kein Führerscheinentzug in dem Sinne sind. Wurde die Fahrerlaubnis entzogen, erhalten Täter diese nicht automatisch wieder – die Neuerteilung ist außerdem häufig erst nach einer MPU möglich.
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