1 Monat Fahrverbot: Wie viel Tage muss auf den Führerschein verzichtet werden?

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1 Monat Fahrverbot: Wie viel Tage dieses beansprucht, ist nicht jedem Betroffenen klar.

1 Monat Fahrverbot: Wie viel Tage dieses beansprucht, ist nicht jedem Betroffenen klar.

Nach deutschen Verkehrsrecht kann ein Fahrverbot für 1 Monat, 2 Monate, aber auch 3 Monate verhängt werden. Welche Zeitspanne das Führerscheindokument eingezogen wird, hängt vor allem von dem zugrundeliegenden Verkehrsverstoß ab.

Am häufigsten verhängen Behörden vermutlich ein einen Monat währendes Fahrverbot. Es kommt bereits für weniger schwere Ordnungswidrigkeiten in Betracht, beispielsweise für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ab 31 km/h zu schnell bei Ersttätern.

Nur in den seltensten Fällen lässt sich das 1-Monat-Fahrverbot umgehen. Doch wie viel Tage beansprucht das Fahrverbot dann? 1 Monat oder doch 4 Wochen? 31 oder 30 Tage? Und ist das Fahren trotz 1-Monat-Fahrverbot irgendwie möglich? Kann ein solches Fahrverbot umgangen werden?

Was bedeutet 1 Monat Fahrverbot – wie viel Tage ohne Auto?

Das Fahrverbot ist eine Nebenfolge, die als zusätzliche Strafe neben einem Bußgeld für eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr angeordnet werden kann. Ab einer Geschwindigkeitsübertretung von 31 km/h innerorts und 41 km/h außerorts wird durch den Bußgeldkatalog ein mindestens 1 Monat langes Fahrverbot ausgewiesen. Doch wie viel Tage umfasst das Fahrverbot tatsächlich? Ein Monat kann immerhin durch Tage, Wochen oder kalendarisch bestimmt werden.

Betroffene müssen zwangsweise während dem Fahrverbot über 1 Monat je nach Berechnung bis zu 31 Tage den ÖPNV nutzen.

Betroffene müssen zwangsweise während dem Fahrverbot über 1 Monat je nach Berechnung bis zu 31 Tage den ÖPNV nutzen.

Laut § 37 Abs. 4 der Strafvollstreckungsordnung (StVollstrO) ist ein 1-Monat-Fahrverbot ebenso wie 2- und 3-monatige Führerscheinabgaben nach der Kalenderzeit zu berechnen:

Der Tag ist zu 24 Stunden, die Woche zu sieben Tagen, der Monat und das Jahr sind nach der Kalenderzeit zu berechnen. Demgemäß ist bei der Berechnung nach Monaten oder Jahren bis zu dem Tage zu rechnen, der durch seine Zahl dem Anfangstage entspricht. Fehlt dieser Tag in dem maßgebenden Monat, so tritt an seine Stelle dessen letzter Tag.

Die Frage beim 1 Monat währenden Fahrverbot, wie viel Tage dieses umfasst, ist also nicht pauschal zu beantworten. Je nachdem, wann der Führerschein abgegeben wird, kommen Laufzeiten zwischen 28 und 31 Tagen in Betracht, je nach kalendarischer Monatslänge.

1 Monat Fahrverbot: Wann den Führerschein abgeben?

Neben der Dauer spielt beim Fahrverbot über 1 Monat eine Rolle, ab wann der Führerschein abgegeben werden muss. Normalerweise sollten entsprechende Angaben im Bußgeldbescheid zu finden sein. Üblicherweise

  • können Ersttäter innerhalb eines viermonatigen Zeitraums selbst wählen, wann Sie das Fahrverbot antreten wollen.
  • müssen Wiederholungstäter damit rechnen, dass ihr Fahrverbot bereits mit Rechtskraft des Bußgeldbescheids beginnt. Wiederholungstäter ist in diesem Zusammenraum in der Regel jeder, der bereits in den letzten zwei Jahren ein Fahrverbot ableisten musste.
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Ein 1-Monat-Fahrverbot, egal wie viel Tage der Monat hat, kann eine Geduldsprobe werden. Während dem 1-Monat-Fahrverbot trotzdem zu fahren, ist nicht ratsam! Es kommen nicht nur eine Geldstrafe und Punkte in Betracht, bei einem Unfall verweigert die Haftpflichtversicherung meist die Kostenerstattung!

Fahrverbot über 1 Monat: Ist das Umgehen möglich?

Ein Fahrverbot über 1 Monat zu splitten, ist nicht möglich. Evtl. ist jedoch stattdessen eine erhöhte Geldbuße zu erreichen.

Ein Fahrverbot über 1 Monat zu splitten, ist nicht möglich. Evtl. ist jedoch stattdessen eine erhöhte Geldbuße zu erreichen.

In aller Regel können Betroffene sich von einem 1-Monat-Fahrverbot nicht freikaufen. Auch ist es nicht möglich, dass Betroffene das Fahrverbot über 1 Monat hinweg aufteilen.

Lediglich für Ersttäter, die das Fahrverbot in eine existenzbedrohende Situation bringen würde, können ggf. – statt ein einmonatiges Fahrverbot anzutreten – eine erhöhte Geldbuße erhalten. Ein beispielhafter Grund könnte etwa sein, dass der Führerschein unbedingt nötig ist, um den Job auszuüben und durch ein Fahrverbot der Verlust der Arbeitsstelle droht. In einem solchen Fall ist das erhöhte Bußgeld denkbar.

Personen, die sich in dieser Situation befinden, sollten sich an die Behörde wenden und ggf. Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen. Hierfür empfiehlt es sich, einen Anwalt für Verkehrsrecht hinzuzuziehen! Ansonsten könnte das 1-Monat-Fahrverbot, egal wie viel Tage genau es währt, die wirtschaftliche Existenz des Betroffenen gefährden.

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