Stationäre Blitzer – Wenn die Verkehrsüberwachung Wurzeln schlägt

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Wie viele feste Radarfallen gibt es in Deutschland?

Wie arbeiten stationäre Blitzer?

Wie arbeiten stationäre Blitzer?

Im Rahmen der Verkehrsüberwachung können Polizei und Ordnungsämter auf zahlreiche technische Hilfsmittel zurückgreifen. Neben den mobilen Blitzern können Sie hierbei vor allem auf die stationären Überwachungseinrichtungen bauen.

Stationäre Blitzer haben dabei einen wesentlichen Nachteil: Gerade ortskundige Fahrer können ihre Fahrweise im Einzugsgebiet der Messgeräte anpassen und davor und danach wieder ungehindert ordnungswidrig handeln.

Doch fest installierte Blitzer haben auch Vorteile gegenüber den mobilen Varianten. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 4.500 stationäre Blitzer, die meisten davon in Baden-Württemberg. Welche Rolle feste Blitzer in der Verkehrsüberwachung spielen und wie sie funktionieren, erfahren Sie im Folgenden.

Kosten für Blitzer

Die Kosten für Blitzer sind je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:

Stationäre Blitzer – Zur Funktionsweise der Standblitzer

Feste Blitzer gehören mittlerweile auch zum Stadtbild dazu.

Feste Blitzer gehören mittlerweile auch zum Stadtbild dazu.

Blitzer, die fest installiert sind, werden vor allem im innerstädtischen Verkehr und auf Autobahnen eingesetzt. Sie sind fest an Ihrem Standort verankert und befinden sich in der Regel an besonders heiklen Unfallschwerpunkten.

Zumeist kommen stationäre Blitzer bei der Geschwindigkeitsmessung oder aber zum Nachweis von Rotlichtverstößen zum Einsatz. Stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen arbeiten in den meisten Fällen mittels Radar. In einem Gehäuse befinden sich dabei Sender, Empfänger und Kamera.

Der Sender streut in gleichmäßigem Abstand Radarwellen in Richtung der auf die Radarfalle zukommenden Fahrzeuge. Diese Radarwellen werden gestaucht und reflektiert und an den Empfänger zurückgeworfen. Je geringer die Abstände zwischen den einzelnen Wellenkämmen, desto höher ist dabei die Geschwindigkeit des gemessenen Fahrzeugs.

Übersteigt die gefahrene Geschwindigkeit die erlaubte Höchstgrenze, löst der stationäre Blitzer aus und erstellt ein Foto des Verkehrssünders zu Beweiszwecken.

Ampelblitzer, die auch hauptsächlich stationär zum Einsatz kommen, arbeiten hingegen zumeist mittels Induktionsmessung. Hierbei sind Induktionsschleifen unter der Fahrbahn verlegt und mit Ampel und Messgerät verbunden. Überfährt ein Fahrzeug bei Rot die Haltelinie, unter der eine Induktionsschleife liegt, löst die Kamera ein erstes Mal aus. In der Gefahrenzone kann dann eine weitere Induktionsschleife verlegt sein. Wird auch diese überfahren, blitzt der stationäre Blitzer ein weiteres Mal. Dies kann jedoch auch ohne zweite Schlaufe etwa nach einer festgelegten Zeitspanne erfolgen.
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Stationäre Blitzer in Deutschland: Diese Modelle gibt es

Im Folgenden einige der derzeit gängigsten Modelle fester Blitzer, die in Deutschland zum Einsatz kommen:

Gibt es auch stationäre Blitzer ohne Blitz?

Feste Radarfallen können dauerhaft übliche Unfallschwerpunkte überwachen.

Feste Radarfallen können dauerhaft übliche Unfallschwerpunkte überwachen.

Vereinzelt kommen auch Radarfallen zum Einsatz, die ohne sichtbaren Blitz auslösen. Entsprechende stationäre Blitzer kommen vor allem in Tunneln zum Einsatz, da hier die Gefährdung von Blendung und Irritation der Fahrer am höchsten ist. Eines dieser auch „Schwarzlichtblitzer“ genannten Messgeräte ist der Traffistar S 330.

Welche Vorteile haben stationäre Radarfallen?

Neben dem Nachteil können Blitzer, die stationär an einer Stelle verharren, auch wesentliche Vorteile mit sich bringen. Einer davon ist die dauerhafte Überwachung von wichtigen Unfallschwerpunkten. Die Installation stationärer Blitzer will gut überlegt sein: Wo werden sie am meisten gebraucht?

Darüber hinaus können feste Blitzer in Deutschland und weltweit auch ohne zusätzliches Personal unterhalten werden. Für mobile Blitzer bedarf es in der Regel mindestens zwei Beamter, die den Aufbau bewerkstelligen und die Messung durchführen, protokollieren sowie überwachen. Bei stationären Blitzern entfällt dies.

Was kostet ein stationärer Blitzer die Kommunen?

Feste Blitzer – ob auf Autobahn, Landstraße oder in der Innenstadt – schneiden ein tiefes Loch in die Haushaltskassen der Kommunen. Die meisten Geräte verursachen Kosten im niedrigen sechsstelligen Bereich. Neben den Anschaffungskosten sind dabei auch die Wartungskosten sowie Ausgaben für Filmmaterial und Auswertung zu berücksichtigen.

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