Radfahrstreifen: Falschparker schaffen Jobs für Knöllchenschreiber

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News vom 15.05.2017 um 14:27 Uhr

Blockiert ein Auto den Radfahrstreifen, droht dem Falschparker ein Verwarngeld.

Blockiert ein Auto den Radfahrstreifen, droht dem Falschparker ein Verwarngeld.

Hamburg. Die radfahrerfreundliche Hansestadt hat ein Problem mit Falschparkern: Sie blockieren die Radfahrstreifen. ADFC und CDU fordern nun ein härteres Vorgehen gegen die betreffenden Kfz-Fahrer. Diese Forderung setzt die Stadt um: 80 Knöllchenschreiber füllen die Staatskasse, die Einnahmen durch Falschparker sind im Jahr 2016 auf mehr als zehn Millionen Euro gestiegen.

Zugestellte Radfahrstreifen in Hamburg: Falschparker im Visier

Ein Hamburger rief auf Twitter zur „Mission Impossible“ auf: Die Straßen der Hansestadt sollten einen Tag lang für Radfahrer sicher gehalten werden. Dieses Modell scheint nicht alltagstauglich: Noch immer wird der Radfahrstreifen durch Falschparker blockiert.

Dieser Umstand wird auch von ADFC und CDU erkannt. Die Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen die Parksünder werden immer wieder bekräftigt. Die Stadt hat seit 2015 bereits die Zahl der Knöllchenschreiber auf 80 erhöht und damit im Jahr 2016 Bußgelder über 10 Millionen Euro generiert.

Diese Anzahl scheint angesichts der hohen Anzahl an Falschparkern auf dem Radfahrstreifen nicht ausreichend. Der ADFC ruft daher auf seiner Internetpräsenz Betroffene auf, wenn sie auf dem Radfahrstreifen durch einen Falschparker behindert werden, diesen bei der zuständigen Bußgeldstelle zu melden – Anleitung inklusive.

Halten auf dem Radfahrstreifen: Falschparker werden zur Kasse gebeten

In Hamburg existieren aktuell mehr als 99 Kilometer Radfahr- sowie Schutzstreifen. Zudem sollen laut aktueller Planung noch weitere 17 Kilometer hinzukommen. Bei dieser Verkehrsfläche handelt es sich um einen markierten Bereich am Fahrbahnrand, welcher ausschließlich für die Nutzung durch Radfahrer vorgesehen ist.

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt für Kfz ein generelles Halte- und Parkverbot auf Radfahrstreifen. Auf einem Schutzstreifen ist hingegen das Halten für eine Dauer von bis zu drei Minuten zulässig.

Diese Regel interessiert viele Fahrer offensichtlich nicht, was den Hamburger zu seinem Tweet veranlasst hat.

Bereits 2015 registrierte die Polizei 2.432 solcher Verstöße, Tendenz steigend. Werden auf dem Radfahrstreifen Falschparker durch einen der 80 Knöllchenschreiber erwischt, droht ein Verwarngeld. Dessen Höhe können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

TatbestandBußgeld
Halten in zweiter Reihe15 Euro
... mit Behinderung20 Euro
Parken in zweiter Reihe20 Euro
... mit Behinderung25 Euro
... länger als 15 Minuten30 Euro
... zusätzlich mit Behinderung35 Euro

Zusätzlich zum Verwarngeld kann auch ein Punkt in Flensburg drohen. Bei einer erheblichen Behinderung der Radler auf dem Radfahrstreifen, kann der Falschparker sein Fahrzeug auf einem Abschleppwagen wiederfinden.

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