Tiere im Auto

Bußgeldkatalog Tiere im Auto

VerstoßStrafePunkte
Tiere nicht ausreichend gesichert35 €
...mit Gefährdung60 €1
...mit Sachbeschädigung75 €1
Tier vom Kfz aus geführt5 €
Tier ohne Begleiter auf die Straße gelassen
...mit Gefährdung5 €
...mit Sachbeschädigung10 €

Sicher reisen mit Tieren

Hund sitzt im Kofferraum

Hund sitzt im Kofferraum

Wenn Sie im Urlaub nicht auf Ihr geliebtes Haustier verzichten wollen oder ein Tierarzt-Besuch ansteht, muss Ihr Tier in der Regel eine gewisse Strecke im PKW zurücklegen. Doch was müssen Sie laut Verkehrsrecht und Bußgeldkatalog beachten, wenn Sie Katzen oder Hunde im Auto transportieren? Und wie bewerkstelligen Sie einen Pferdetransport? Darüber hinaus gelten in einigen Ländern der EU besondere Einreisebestimmungen. Das Reisen mit Tieren kann anstrengend sein, doch wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, gelangen Sie und Ihr Tier sicher und bußgeldfrei ans Ziel.

Mit Tieren zu verreisen, ist möglich, wenn Sie die Vorschriften im Verkehrsrecht beachten. Wer eine Reise mit Hund, Katze und Co. ins Ausland plant, sollte sich zuvor auch mit den Einreisebestimmungen in das jeweilige Land vertraut machen. Dann kommen nicht nur Sie, sondern auch ihr Vierbeiner wohlbehalten an. Reisen mit Tieren stellt Sie vielleicht logistisch zunächst vor eine Herausforderung, aber dafür ist der Urlaub mit Tieren auch ein wunderbares Erlebnis.

Einreisebeschränkungen für Tiere

Es gelten unterschiedlichste Einreisebeschränkungen für Tiere in den verschiedenen Urlaubsländern. Das beginnt schon bei der Anzahl der Tiere, die mitgeführt werden dürfen. Mehr als fünf Tiere sind im privaten Reiseverkehr z.B. problematisch, da ansonsten die Bedingungen zur gewerblichen Einfuhr von Tieren gelten.

Als weiteres Einfuhrhindernis können sich auch fehlende Impfungen entpuppen. Ansprechpartner für die Impfungen ist Ihr Tierarzt, der auch entsprechende Nachweise ausstellt. Innerhalb von Europa gilt der „Europäische Heimtierausweis“. Diesen müssen Sie bei der Einreise an der Grenze vorweisen, um zu belegen, dass Ihr Haustier gegen die entsprechenden Krankheiten geimpft ist. Der Ausweis muss korrekt ausgefüllt sein, sonst ist er ungültig! Weiterhin muss auch Ihr Tierarzt überhaupt erst zur Ausstellung berechtigt sein. In manchen Bundesländern in Deutschland ist jedoch nicht jeder Tierarzt pauschal dazu berechtigt, fragen Sie deswegen Ihren Tierarzt nach seiner Berechtigung.

Folgende Informationen müssen im Heimtierausweis vermerkt sein:

  • Registernummer des Tieres
  • Nachweis über die Tollwutimpfung
In einigen Ländern ist die Einfuhr bestimmter Hunderassen verboten

In einigen Ländern ist die Einfuhr bestimmter Hunderassen verboten

Außerdem haben manche Länder auch Gesetze zu einer Leinen- oder Maulkorb-Pflicht, oder zur Haftpflichtversicherungspflicht der Tiere. Zudem müssen seit 2011 alle Tiere, die nicht bereits vorher gekennzeichnet wurden, durch einen Mikrochip gekennzeichnet sein.

Verstößt Ihr Haustier gegen bestimmte Gesetze im Zielland, weil es z.B. nicht durch den obligatorischen Mikrochip gekennzeichnet ist, dann darf es nicht einreisen.

Bestimmte Hunderassen sind in manchen Ländern ebenfalls nicht zur Einfuhr zugelassen. Die Liste der verbotenen Kampfhunde variiert jedoch von Land zu Land. Hinweise zur Einreisebestimmung bestimmer Hunderassen oder Tierarten können Sie beim Auswärtigen Amt erfragen. Da sich die Einfuhrbestimmungen Hunde häufig ändern, informieren Sie sich stets über die aktuelle Lage. Bei einem Urlaub mit Katzen entfallen die Einfuhrbestimmungen aufgrund der Rasse.

Da sich die Bestimmungen häufig ändern, denken Sie daran diese Informationen aktuell und zeitnah einzuholen, sonst wird die Einreise in das Urlaubsland zum Alptraum, und der Urlaub mit Haustier kann nicht wie geplant stattfinden. Beachten Sie vor allem folgende Punkte:

Checkliste: Einreise mit Tieren

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihr Haustier überhaupt in das Zielland einreisen darf.
  2. Überprüfen Sie, ob Ihr Tier die entsprechenden Tollwutimpfungen hat (in Europa ist die Gültigkeit und Aktualität des Europäischen Heimtierausweis hierfür maßgeblich).
  3. Gewährleisten Sie, dass Ihr Tier entsprechend den landesspezifischen Vorschriften beispielsweise durch einen Mikrochip gekennzeichnet ist.
  4. Klären Sie ab, ob für Ihr Tier im Zielland spezielle Bestimmungen für Ihr Tier gelten, ob z.B. ein Maulkorb oder eine Leine verpflichtend ist.
  5. Bei Reisen nach Finnland, Malta, Großbritannien und Irland ist ein Nachweis über die Behandlung gegen Parasiten bei Ihrem Tier notwendig. Kümmern Sie sich frühzeitig darum.

Einreisebestimmungen nicht eingehalten: Diese Folgen drohen

Wenn Ihr Tier die oben aufgeführten Bedingungen nicht erfüllt, kann das mitunter drastische Konsequenzen haben. Die Einreise mit Ihrem Haustier kann Ihnen an der Grenze dann schlichtweg verweigert werden, sodass Sie gezwungen sind, die Heimreise anzutreten, noch bevor Ihr Urlaub überhaupt richtig begonnen hat.

Hinweis: Fehlt die nötige Tollwutimpfung, kann Ihr Tier sogar in Quarantäne genommen werden, bis es die nötigen Gesundheitsanforderungen erfüllt. Die Kosten haben Sie dabei zu tragen. Im schlimmsten Fall besteht sogar die Möglichkeit, dass Ihr vierbeiniger Begleiter eingeschläfert wird!

Hitze im Auto vorbeugen und Reiserisiken für Tiere minimieren

Hund im Auto erholt sich von der Hitze

Hund im Auto erholt sich von der Hitze

Bei einer Reise mit Tieren ist es nicht nur unerlässlich, sich über die Einreisebestimmungen zu informieren, damit der Urlaub mit Haustier zum Erfolg wird; auch die Temperaturregulierung im Reisefahrzeug ist gerade bei sommerlichen Temperaturen nicht zu vergessen. Da die Regulation der Körpertemperatur bei Tieren anders verläuft als bei Menschen und sie unter der Hitze im Auto und den stressigen Grundbedingungen einer Reise im Auto besonders leiden, sollten verantwortungsvolle Haustierbesitzer vor der Reise die entsprechenden Vorkehrungen treffen. Bei einer Reise mit Hund oder Katze ist dies besonders wichtig, da diese Tiere ihre Temperatur ja nur über das Hecheln abkühlen können. Die Temperatur im Auto können Sie wie folgt senken:

  • Ein naheliegender Tipp: Bei Hitze im Fahrzeug-Innenraum die Klimaanlage einschalten. Gerade wenn Sie mit Tieren unterwegs sind und bei heißen Temperaturen unterwegs sind, sollten Sie den höheren Energieverbrauch in Kauf nehmen. Der Gesundheit nicht förderlich ist es jedoch, wenn die Klimaanlage zu sehr kühlt. Beim Aussteigen kann die starke Temperaturdifferenz den Kreislauf von Mensch und Tier belasten. Im Auto ist die ideale Temperatur bei heißen Sommertagen zwischen 21 und 23 Grad anzusetzen.
  • Auch der Fahrtwind bei geöffnetem Fenster kann erfrischend sein. Doch bei der Reise mit Tieren müssen Sie das geöffnete Fenster sichern, sodass es nicht zu einer Gefahr für Ihr Tier wird. Denn wenn Ihr Tier zum Sprung durch das Fenster ansetzt, ist das für alle Beteiligten eine große Gefahr im Straßenverkehr.
  • Bei Pausen ist es wichtig, dass Sie Ihr Auto möglichst im Schatten und nicht in der prallen Sonne parken. Bei direkter Sonneneinstrahlung erheizt sich das Fahrzeuginnere auf Temperaturen über 50 Grad! Lassen Sie bei einer Pause unter keinen Umständen Ihr Haustier alleine im Auto zurück! Die Hitze im Fahrzeug kann es auf qualvolle Weise töten!
  • Bei der Hitze ist es extrem wichtig genug zu trinken. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Damit Ihr Haustier den Transport bei Hitze besser erträgt, vergessen Sie nicht ihm immer ausreichend Wasser zu geben. Bei einer Reise mit Hund und Katze denken Sie auch an das entsprechende Trinkgefäß für das Tier.
  • Versuchen Sie Fahrten bei extremer Hitze zu vermeiden. Gerade in der Mittagszeit ist es vielleicht besser, eine Pause einzulegen, gerade wenn Sie mit einem Tier unterwegs sind. In den Abendstunden ist es kühler und angenehmer.

Hitzschlag bei Tieren erkennen

Bei einem Hitzschlag kann Erste Hilfe das Tier retten

Bei einem Hitzschlag kann Erste Hilfe das Tier retten

Wenn ein Hund beginnt zu hecheln oder eine Katze anfängt durch ihr Maul zu atmen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass dem Tier zu heiß ist. Anders als Menschen können Katzen und Hunde nämlich nicht durch Schweiß eine Herabsetzung der Körpertemperatur erreichen.

Achten Sie bei der Fahrt im Auto auf solche Zeichen von Ihrem Haustier und handeln Sie dementsprechend, so dass es nicht zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag beim Tier kommt.

Erste Anzeichen für drohenden Hitzschlag:

  • Starkes Hecheln bei Hunden bzw. Maulatmung bei Katzen
  • Tier ist unruhig oder wirkt aufgeregt
  • Tier sucht nach Schatten

Symptome eines Hitzschlags bei Tieren:

  • Flache Atmung
  • Schneller Puls/Herzrasen
  • Apathie
  • Taumeln/Gleichgewichtsstörungen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Krämpfe
  • Bewusstlosigkeit

Bermerken Sie derartige Symptome bei Ihrem Tier, müssen Sie schnell handeln, damit es nicht zum Tod Ihres Tieres kommt.

Hitzschlag: Erste Hilfe

Sobald Sie erste Anzeichen eines Hitzschlags bei Ihrem Haustier bemerken, sollten Sie ihm sofort Abkühlung verschaffen. Bringen Sie Ihr Tier daher an einen kühlen Ort (Schatten, Keller etc.). Wenn Ihr Vierbeiner noch bei Bewusstsein ist, geben Sie ihm kaltes Wasser zum Trinken. Außerdem empfiehlt sich eine kalte Dusche. Beginnen Sie dabei an den Beinen und verwenden Sie kein eiskaltes Wasser, da ansonsten der Kreislauf Ihres Tieres kollabieren kann.

Ist Ihr Tier bewusstlos, dann bringen Sie es in die rechte Seitenlage, damit das Herz nicht zu stark belastet wird. Strecken Sie dabei auch den Kopf und den Hals Ihrer Katze oder Ihres Hundes, damit sich die Zunge nicht verlegen kann und das Tier nciht erstickt. Wickeln Sie Ihr Tier zudem in ein feuchtes Handtuch oder Laken ein. Wenn die Feuchtigkeit verdunstet, entsteht ein angenehmer Kühlungseffekt auf der Hautoberfläche.

Beachten Sie außerdem: Die Erste-Hilfe-Maßnahmen ersetzen nicht den bei einem Hitzschlag zwingend notwendigen Tierarztbesuch. Nur ein Tierarzt kann Ihrem Tier die lebensrettenden Infusionen geben.

Wie Sie Tiere im Auto am besten transportieren

Wer Tiere im Auto transportieren will, muss zahlreiche Regeln beachten

Wer Tiere im Auto transportieren will, muss zahlreiche Regeln beachten

Ein naheliegender Tipp für den Tiertransport ist: vermeiden Sie ihn, wenn möglich! Eine Urlaubsfahrt von mehreren tausend Kilometern ist nicht nur für den Fahrer strapaziös. Hund und Reisen, das muss zwar kein Widerspruch sein, aber anstrengend kann es schon sein. Jeder, der schon einmal eine Katze im Auto transportieren wollte, weiß, wie panisch das Tier auf die Aussicht einer Autofahrt reagieren kann. Auch Hunde fühlen sich im Auto beengt; sie benötigen regelmäßigen Auslauf!

Das Reisen mit Tieren stellt Sie vor zahlreiche logistische Probleme, schließlich kann ein Tier seine Bedürfnisse nicht aufschieben: es will regelmäßig gefüttert werden und „Gassi gehen“. Auf der Autobahn ist dies nicht leicht umzusetzen. Davon abgesehen, können Hunde im Auto – genauso wie auch eine Katze im Auto – zur Sicherheitsgefahr werden. Ist Ihr Tier nicht sicher im PKW untergebracht, droht Ihnen ein Bußgeld von bis zu 75 €. Unter bestimmten Umständen wird sogar ein Punkt in Flensburg fällig. Die Tiersicherung im Auto müssen Sie also vor der Fahrt überdenken, gerade wenn Sie eine langwierigen Urlaubsreise planen.

Vor der Fahrt sollten Sie sich ganz ihrem kleinen Liebling widmen: das Tier sollte beruhigt werden, denn die Aussicht auf eine Fahrt kann für Ihr Haustier bedrohend sein. Geben Sie Ihrem Haustier daher keinen Anreiz, angespannt zu sein, indem sie selbst souverän bleiben und nicht zeigen, dass Sie eventuell auch selbst gestresst sind! Sprechen Sie mit ruhiger Stimme mit Ihrem Tier und vermeiden sie Hektik. Halten Sie zudem Leckerlis bereit, um Ihr Tier während der Fahrt zu beruhigen und zu belohnen.

Sicherheitsvorrichtungen für den Tiertransport im Vergleich

Im Zuge der Planung einer Urlaubsreise sollten Sie über die Anschaffung eines passenden Sicherungsystems nachdenken. Im Fachhandel können Sie sich auch individuell beraten lassen, und so Vorkehrungen treffen, dass zukünftig die Themen „Hund und Reisen“ kein Streitthema mehr darstellen. Und dann kann beispielsweise das Urlaubsland Italien mit Hund noch einmal neu entdeckt werden.

Es gibt verschiedene Utensilien, die Ihnen die Tiersicherung im Auto erleichtern. Sie sind obligatorisch, wenn Sie nicht gegen das Verkehrsrecht verstoßen wollen und damit auch Bußgelder riskieren wollen! In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten für den sicheren Tiertransport vor: Transportbox, Hunde-Autositz, Hundesicherheitsgurt und Hundegitter.

Transportbox Hunde-Autositz Sicherheitsgurt Trenngitter
Für wen geeignet? Kleine Tiere, Welpen, Katzen Hunde Hunde, Katzen v.A. Hunde
Vorteile Klein und handlich Hund ist gesichert, aber nicht völlig eingesperrt, kann aus dem Fenster schauen Gibt es speziell für Katzen und für Hunde – wählen Sie das Richtige für Ihr Tier Fahrer und Tier sind optimal getrennt
Kann auch auf dem Schoß getragen werden oder im Kofferraum abgestellt werden Kann auch als Reisebett verwendet werden Leicht zu montieren und unkompliziert einsetzbar Hund ist nicht eingeengt
Wenn Ihr Tier das mag, können Sie ein Handtuch über die Transportbox legen. Die Dunkelheit beruhigt das Tier Kann unterschiedlich fest angezogen werden, um dem Tier etwas mehr oder kaum Bewegung zu ermöglichen: es kann sitzen und auch auf dem Sitz liegen Gerade für längere Fahrten, oder wenn Sie häufiger mit einem Hund reisen praktisch
Nachteile Muss regelmäßig gereinigt werden Braucht relativ viel Platz Birgt die Gefahr von Einschnürungen und Strangulationen Dauerhafte Montage ist notwendig
Muss zusätzlich fixiert werden, sonst drohen Bußgelder Muss regelmäßig gereinigt werden Unsachgemäßer Gebrauch kann schmerzhaft für das Tier sein!

Gewährleisten Sie genügen Pausen auf der Fahrt. Sie sollten Sie dem Tier auf jeden Fall genügend Auslauf gewähren. Dann ist es kein Problem, einen Hund im Auto zu transportieren. Hunde im Auto brauchen regelmäßig Wasser, frische Luft und Ausgang! Natürlich gilt dies auch für Katzen, Pferde oder andere Tiere. Doch mit einer ausreichenden Anzahl von Pausen sind auch lange Strecken bei einer Urlaubsreise in andere Länder leichter bewältigbar. Eine gute Planung vor der Fahrt ist aber unbedingt notwendig.

Sonderfall: Pferde im Auto transportieren

Pferde sicher in einem Pferdetransporter transportieren

Pferde sicher in einem Pferdetransporter transportieren

Ein Pferd transportieren sollten Sie tatsächlich nur, wenn der Aufenthalt der Pferde am neuen Ort absolut notwendig ist. Bei Ihrem Urlaub ist dies wahrscheinlich nicht der Fall! In einem PKW lässt sich ein Pferdetransport nicht durchführen. Das Pferd im Anhänger anbinden ist daher noch das Unkomplizierteste bei dem Pferdetransport.

Außerdem gibt es professionelle Anbieter für den Transport von Pferden, die Sie in Anspruch nehmen können. Diese können Ihr Pferd mit einem Hänger sicher zum gewünschten Ort bringen. Der Laderaum bietet Schutz und ist groß genug, so dass das Pferd sich nicht unwohl fühlt. Nach Absprache können Sie auch im Begleitfahrzeug mitfahren! Achten Sie bei der Auswahl des Pferdetransporteurs auf die Seriosität des Anbieters, denn er wird schließlich Ihr Pferd transportieren! Der Anbieter sollte gemäß § 11 TierSchTrV eine Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Beförderung von Wirbeltieren haben; dann können Sie davon ausgehen, dass Ihr Tier bei ihm in guten Händen ist.

Was steht im Bußgeldkatalog zum Transport von Tieren?

Vor Reisen mit Tieren sollten Sie einen Blick in das aktuelle Verkehrsrecht werfen. Es gibt keine Anschnallpflicht für Hunde, aber andere verbindliche Regelungen: § 22 und § 23 der StVO informieren darüber, wie die Ladung in Ihrem Auto beschaffen und gesichert sein muss, damit sie kein Verkehrsdelikt begehen. Auch Ihre Haustiere fallen, zumindest in der nüchternen Welt der Gesetze, unter den Begriff Ladung, und deswegen gelten die Gesetze z.B. auch für den Hundetransport im Auto.

Paragraph 22 der StVO legt fest, wie die Ladung in Ihrem Auto gesichert sein soll:

Jede Ladung muss so gesichert sein, dass sie „selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann.

Außerdem gilt laut Paragraph 23 der StVO:

Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.

Im Bußgeldkatalog können Sie nachlesen, welche Bußgelder bei Missachtung der Vorschriften zur Ladung fällig werden können. Folgende Bußgelder gelten laut Bußgeldkatalog:

  • Bei nicht korrekter Sicherung Ihrer Ladung gemäß §22 erhalten Sie einen Bußgeldbescheid über 35 €.
  • Ist die Ladung nicht korrekt gesichert und es kommt zusätzlich zur Gefährdung anderer, erhalten Sie einen Bußgeldbescheid über 60 € Bußgeld und einen Punkt in Flensburg!
  • Haben Sie vor dem Antritt der Fahrt die Ladung nicht korrekt gesichert und es kam zu einem Unfall, dann müssen Sie ein Bußgeld von 75 € bezahlen. Auch hier erhalten Sie einen Punkt in Flensburg.

Hund oder Katze im Auto transportieren, das ist laut der StVO gestattet, vorausgesetzt die Tiere sind entsprechend gesichert, z.B. durch einen Hunde-Autositz, durch eine Transportbox oder einen Sicherheitsgurt. Eine Anschnallpflicht für Hunde ist aber nicht vorgeschrieben.

Bei einer Vollbremsung sind Tiere im Auto einer besonderen Gefahr ausgesetzt

Bei einer Vollbremsung sind Tiere im Auto einer besonderen Gefahr ausgesetzt

Doch welche Gefahren drohen überhaupt bei unsachgemäßen Transporten – außer Bußgeldern und Punkten in Flensburg?

  • Das Tier wird bei einer Vollbremsung in den Innenraum geschleudert. Der Aufprall kann zu schwersten Verletzungen der Insassen und des Tieres führen!
  • Das Tier ist eine ständige Ablenkung für den Fahrer. Ist es nicht gesichert, springt es womöglich auf, fordert bei seinem Besitzer Streicheleinheiten ein, kurzum: es sorgt für Unruhe im Auto und stört somit die Konzentration des Fahrers. Ein Hund im Auto ist ein unberechenbarer Faktor, machen Sie sich also Gedanken über die Hundesicherung im Auto! Vergessen Sie nicht: ungesicherte „Ladung“ kann ein Grund sein für ein Bußgeld – der Bußgeldkatalog sieht Geldstrafen auch dann vor, wenn es noch nicht zum Unfall kam!
  • Sie wollen eine Katze im Auto transportieren? Hier gilt selbiges! Ist sie ungesichert, kann sie nicht nur gefährliche Situationen verursachen, sondern auch die Inneneinrichtung des Autos beschädigen: durch Kratzen, Beißen, Kauen.

Sicherlich möchten Sie diese Gefahren und Bußgelder sowie andere Sanktionen vermeiden. Wie transportieren Sie also auf sichere Weise Ihren Hund? Im Auto ist wenig Platz, und die Fahrt kann unruhig sein. Das Tier muss stets beaufsichtigt werden. Am besten ein Mitfahrer hält stets ein Auge auf den vierbeinigen Mitfahrer. Bei kommenden Fahrten werden Hund und Katze im Auto bereits wissen, was sie erwartet und keine Angst haben.

Haben die Tiere allerdings schlechte Erfahrungen im Auto gemacht, dann reagieren sie womöglich bereits im Vorfeld mit Widerwillen. Die folgenden Tipps können Ihnen helfen, Ihr Tier unproblematisch zu transportieren, damit schon der Beginn Ihres Urlaubs entspannt abläuft!

Wenn Sie mit Ihrem Tier in den Urlaub fahren, dann bereiten Sie die Fahrt entsprechend unserer Tipps vor. Ist die Fahrt abgeschlossen, dann stehen Ihnen einige schöne Tage bevor, z.B. können Sie in Italien mit Hund ganz andere Sachen erleben als mit menschlichen Reisegefährten. Die Hunde nach Schweden – so wird z.B. aus einem Städtetrip ein Natururlaub! Sie können durch die optimale Planung der Reise nicht nur einen Bußgeldbescheid und Verstöße gegen das Verkehrsrecht vermeiden, sondern auch die Reise für sich und Ihr Tier möglichst angenehm gestalten. So beginnt der Sommerurlaub bereits ohne Stress.

Bei Reisen ins Ausland informieren Sie sich bei Auswärtigem Amt und Tierarzt über Einreisebestimmungen. Bei extremer Hitze sollten Sie auch einige unserer Tipps und Tricks anwenden, damit es nicht allzu heiß im Fahrzeug wird. Die Anschaffung bestimmter Utensilien zum Transport Ihres Tiers kann sinnvoll sein, wenn eine längere Fahrt bevorsteht oder das Tier regelmäßig transportiert werden soll. An dieser Stelle wollen wir Ihnen und Ihrem Haustier einen gute Reise und einen schönen Urlaub wünschen!

8 Kommentare

  1. Kümmel sagt:

    ich hab einen kleinen havanesen, und möchte dieses Jahr meine Eltern in der Schweiz mit ihm im Auto besuchen. Die Autofahrt wäre schon um die 10 Stunden lang (ich wohne in Hamburg und muss ganz Deutschland durchqueren)
    Ich hab echt total Bammel vor der Fahrt mit meinem kleinen. Auf diesem Weg versuche ich Erfahrungen von anderen „Tier-Reisenden“ zu hören!

  2. Undine sagt:

    Ich würde mit meinen beiden Katzen nie verreisen. Denn ich bin der Meinung dass es nicht gut ist für die Tiere. Irgendjemanden findet man doch immer der sich um die Tiere kümmern kann.

  3. Boris T. sagt:

    Ich nehme meine Tiere auch nur zum Tierarzt mit. Dann genügt eine Transportbox für die Katzen. In den Urlaub würde ich die auch nie mitnehmen. Hab auch keine Lust im Hotel ein „Tierzimmer“ zu buchen. Kann das nicht empfehlen.

  4. Aurelio sagt:

    Hallo, ich nehme meinen Hund im Kofferraum mit. Das Auto hat schon von Haus aus ein Netz das man hochziehen kann. Mein Hund hat sonst keine Sicherung an sich oder ist festgebunden. Muss ich noch andere Sicherheitspunkte beachten ? Eine Hundehalterung ? Ich möchte den Hund nicht in eine Box sperren, da er immer Panik bekommt und somit viel Stress hat! Danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Aurelio,

      in der Straßenverkehrsordnung gibt es keine eigenen Gesetze für Tiere. Für sie gelten die Gesetze über Ladung. Das heißt, Sie müssen Ihr Tier so sichern, dass es auch bei Vollbremsung zu keiner Behinderung kommt. Sollte also ein Unfall aufgrund des Tieres erfolgen, weil es beispielsweise aus dem Kofferraum heraus, Sie als Fahrer ablenkte und Sie einen Unfall verursachten, kann es teuer werden.

      Jedoch gibt dieses Gesetz auch viel Spielraum für Tierhalter und vor allem Beamte. Am Besten ist es, dass Sie ihr Tier zusätzlich mit besonderen Tiergurten festmachen. Diese bestehen meistens nur aus einem Gurt, der flexibel am Geschirr angebracht werden kann. Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Dr. med. Helmut B. sagt:

    Unser Hund, eine Elo, liebt Autofahren über alles. Wenn wir einsteigen ist er immer der Erste auf seiner Decke im Kofferraum. Bei Urlaubsfahrten, bei denen der Wagen erst langwierig beladen werden muss, ist er trotz allem als Erster drin, und wartet dann auch dort, aus Angst nicht mitgenommen zu werden. Er genießt jede Fahrt. Wenn er nicht rausguckt, schläft er wie ein Baby und genieß selbt mehrstündige Fahrten.

    Ergo, alles Erziehungssache, bei Hunden nicht anders als bei Kinder.

  6. Fellnase sagt:

    Mein Hund genießt ebenfalls jede fahrt mit dem Auto. Für ihn ist eine
    fahrt mit dem Auto immer mit Waldspaziergänge verbunden.
    Bei längeren Fahrten werden dann natürlich auch öfters Pausen gemacht.
    Somit haben Herrchen/Frauchen und Hund mehr Spaß am Auto fahren.
    Er hat auf dem Rücksitz ein Bettchen und hat ein Brustgurt um
    das dann wie ein Sicherheitsgurt eingeklickt wird.
    Auto fahren mit Frauchen macht ihm Spaß und bloß nicht von Frauchen
    getrennt sein. Ich stimme Herrn Dr. med B. zu das die Erziehung
    für alles ausschlaggebend ist.

  7. Pudel sagt:

    Habe zwei uind wenn ich schon meine Schuhe anziehe sitzen sie schon vorm Auto das sie ja mitdürfen und freuen sich auf jede Fahrt und wenn ich weiers egfahre mit ihnen wird Wasser mitgenommen zwischendurch immer wieder mal Pausen mit Spaziergängen und gesichert sind sie mit sicherheitsguert der im geschirr eingehängt wird

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