Geschwindigkeitsindex und Tragfähigkeitsindex

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Laut Fahrzeug­schein notwendigen Geschwindig­keitsindex oder Trag­fähigkeits­index unterschritten, sodass die Betriebs­erlaubnis erloschen ist 50 Eurosofortige Still­legung des Fahrzeuges, kosten­pflichtige Vorführung bei einem Sach­verständigen, Erlöschen des Versicherungs­schutzes
… mit Gefähr­dung der Verkehrs­sicherheit90 Euro1
M+S-Reifen mit geringeren Geschwindig­keitsindex aufgezogen, ohne eine entsprech­ende Plakette im Sichtfeld des Fahrers anzubringen5 Euro
... mit Über­schreitung der Höchst­geschwindig­keit gemäß Geschwin­digkeits­index25 Euro

Geschwindigkeit und Tragfähigkeit der Reifen

Bei der Neuanschaffung der Reifen ist auf den Geschwindigkeitsindex zu achten

Bei der Neuanschaffung der Reifen ist auf den Geschwindigkeitsindex zu achten

Die richtige Bereifung an einem Fahrzeug ist besonders wichtig für die Verkehrssicherheit. Oftmals möchten Kfz-Liebhaber ihren Wagen verschönern und neue Reifen aufziehen. Dabei sind jedoch neben anderen Werten auch der Geschwindigkeitsindex und der Tragfähigkeitsindex zu beachten. Beide beschreiben wichtige Eigenschaften der zukünftigen Pneus, die in brenzligen Situationen Leben retten können.

Werden beide Kennzahlen unterschätzt oder gar nicht beachtet, kann es teuer werden. Im schlimmsten Falle können die Polizei oder eine zuständige Behörde das Auto stilllegen lassen. Dies ist nicht nur kostenintensiv, sondern auch ärgerlich, wenn das Auto oder Motorrad regelmäßig genutzt wird. Welche Gefahren noch drohen können und was der Geschwindigkeitsindex und Tragfähigkeitsindex aussagen, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Kennzahlen auf dem Reifen

Neben den beiden wichtigen Werten Geschwindigkeitsindex und Tragfähigkeitsindex geben Hersteller noch folgende Kennzahlen an:

  • Reifenbreite: Die Zahl wird in Millimetern angegeben und ist abhängig davon, wie breit die jeweilige Felge ist.
  • Höhen-Breiten-Verhältnis: Diese Zahl wird in Prozent angegeben und benennt das Verhältnis von Höhe und Breite des Reifenquerschnitts. Mit diesem Wert und der vorangegangenen Reifenbreite lässt sich also die Höhe des Reifenquerschnitts berechnen.
  • Felgendurchmesser: Wie es der Begriff bereits vermuten lässt, sagt dieser Wert aus, welchen Durchmesser die Felge misst. Sie wird in Zoll angegeben.
  • Reifenbauart: Die Bauart wird mit einem Buchstaben in der Herstellerangabe gekennzeichnet. Ein „R“ zeigt einen Radial-, ein „D“ (oder „-„) einen Diagonalreifen. „RF“ bedeutet, dass es sich hierbei um einen Reifen mit Notlaufeigenschaften handelt.

Diese vier Kennwerte gibt der Hersteller mindestens an bzw. druckt sie auf den bezüglichen Reifen. Der Geschwindigkeitsindex ist in der Reifenbezeichnung als letztes Zeichen vermerkt und wird zudem auf die Reifenflanke gedruckt, sodass sie schnell abgelesen werden kann.

Der Geschwindigkeitsindex von Reifen

Der Geschwindigkeitsindex, auch Reifenindex oder Speedindex genannt, gibt an, welche maximale Geschwindigkeit mit diesem Reifen gefahren werden darf. Der Hersteller ist verpflichtet, dies ausreichend zu testen und dann auf die Flanke zu drucken.

Grundsätzlich muss der Reifenindex höher sein, als die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Kfz. Aus diesem Grund gibt es Berechnungen, wie der Geschwindigkeitsindex des Pneus lauten muss.

Der Speedindex wird mit Buchstaben angegeben und wird je nach aufsteigendem Buchstaben im Alphabet höher. Sie werden auch Geschwindigkeitsklassen von Reifen genannt.

Welcher Wert zu Ihren Reifen passt, finden Sie in der Geschwindigkeitsindex-Tabelle:

zulässige Höchstgeschwindigkeiten des ReifensGeschwindigkeitsindex
bis zu 5 km/hA1
bis zu 10 km/hA2
bis zu 15 km/hA3
bis zu 20 km/hA4
bis zu 25 km/hA5
bis zu 30 km/hA6
bis zu 35 km/hA7
bis zu 40 km/hA8
bis zu 50 km/hB
bis zu 60 km/hC
bis zu 65 km/hD
bis zu 70 km/hE
bis zu 80 km/hF
bis zu 90 km/hG
bis zu 100 km/hJ
bis zu 110 km/hK
bis zu 120 km/hL
bis zu 130 km/hM
bis zu 140 km/hN
bis zu 150 km/hP
bis zu 160 km/hQ
bis zu 170 km/hR
bis zu 180 km/hS
bis zu 190 km/hT
bis zu 200 km/hU
bis zu 210 km/hH
über 210 km/hVR
bis zu 240 km/hV
über 240 km/hZR
bis zu 270 km/hW
bis zu 300 km/hY
über 300 km/h(Y)

Sollen die Reifen für eine höhere Geschwindigkeit ausgelegt sein, muss der Index (Y) her

Sollen die Reifen für eine höhere Geschwindigkeit ausgelegt sein, muss der Index (Y) her

Zeigt der Geschwindigkeitsindex (Y) auf dem Reifen an (letzter Punkt der Tabelle), bedeutet das, dass mit dieser Bereifung auch über 300 km/h gefahren werden darf.

Die Geschwindigkeitsklasse vom Reifen ist in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) zu finden. Je nachdem, wann Ihr Schein ausgestellt wurde, findet sich der Geschwindigkeitsindex in unterschiedlichen Kästchen.

In der aktuellen Zulassungsbescheinigung ist die Reifenbezeichnung unter den Ziffern 15.1 und 15.2 zu sehen. Im alten Fahrzeugschein, der vor dem Jahr 2005 ausgegeben wurde, ist der Reifenindex unter den Ziffern 20 und 21 oder 22 und 23 vermerkt. In der CoC finden Sie die Indexziffer unter 32 und/oder 50.

Das CoC-Dokument (engl. Certification of Conformity) ist die EG-Konformitätserklärung, mit der der Hersteller eines Fahrzeuges, der sich außerhalb der EU befindet, bezeugt, dass das Fahrzeug den Richtlinien, die die Europäische Union auferlegt hat, entspricht. Sollten Sie so ein Kfz besitzen, finden Sie das CoC-Dokument in den Fahrzeugunterlagen oder können es beim zuständigen Händler anfordern.

Meist trägt die Kfz-Zulassungsbehörde nur eine Reifendimension ein, die auch tatsächlich auf dem Auto von Werk aus montiert ist. Möchten Sie also Ihre Bereifung wechseln, müssen Sie sich nicht nach dieser Reifenbezeichnung richten. Es sind also Abweichungen erlaubt, die im nächsten Kapitel aufgeschlüsselt sind.

Welche Reifen mit welcher Geschwindigkeit darf ich montieren?

Je nachdem, wann das Fahrzeug zugelassen wurde, sind die Regelungen verschieden. Ist das Fahrzeug vor dem 1. Mai 2009 oder danach erstmals in den Verkehr gekommen, müssen Sie unterschiedliche Richtlinien beachten.

Vor dem 1. Mai 2009

Am 9. November 2004 entschied das – damals noch unter dem Namen bekannte – Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungspolitik (BMVBW), dass in Einzelfällen vom Speedindex abgewichen werden darf. Die Grundlage hierfür bildet eine Richtlinie der Europäischen Union aus dem Jahr 1992, welche Reifen von Kraftfahrzeugen behandelt (EU-Richtlinie 92/23/EWG).

Dies liegt darin begründet, da die Hersteller meist einen deutlich höheren Geschwindigkeitsindex angeben. Das Fahrzeug erreicht diese Höchstgeschwindigkeiten oftmals nicht. Aus diesem Grund darf von diesen von den Herstellern für die Reifen angegebenen Index-Ziffern abgewichen werden, sodass ein kleinerer Buchstabe ausreicht.

Wurde das Auto oder Motorrad vor dem 1. Mai 2009 erstmals zugelassen, ist eine Berechnung notwendig, die den Geschwindigkeitsindex der Reifen ausgibt. Dies ist jedoch nur dann zu tun, wenn Ihr Kfz folgende Merkmale aufweist:

  • Das Fahrzeug besitzt eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder
  • das Fahrzeug besitzt eine nationale Einzelbetriebserlaubnis, sodass die Erstzulassung vor dem 1. Mai 2009 stattfand und
  • die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit (bbH) des Kfz liegt über 150 km/h.

Sollte dies auf ein Kraftfahrzeug zutreffen, muss ein Sicherheitsaufschlag auf die bbH des Autos addiert werden. Dies berechnet man folgendermaßen:

bbH des Kfz x 0,01 + 6,5 km/h = Sicherheitsaufschlag

Nimmt man als Beispiel nun ein Fahrzeug, welches eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h laut Fahrzeugpapieren aufweist, müssen Sie folgendes Rechnen:

180 km/h x 0,01 + 6,5 km/h = 8,3 km/h

Dies wird nun mit der Höchstgeschwindigkeit addiert, sodass Sie 188,3 km/h erhalten (8,3 km/h + 180 km/h). Dieses Fahrzeug benötigt also laut Geschwindigkeitsindex-Tabelle einen Reifen der Klasse T.

Nach dem 1. Mai 2009

Der Geschwindigkeitsindex gilt auch für Motorradreifen

Der Geschwindigkeitsindex gilt auch für Motorradreifen

Geht es jedoch um ein Fahrzeug, welches eine EG-Typgenehmigung oder Einzelgenehmigung nach Paragraph 13 der EG-Fahrzeug­genehmigungs­verordnung (EG-FGV) besitzt und deshalb die Erstzulassung ab dem 1. Mai 2009 vollzogen wurde, wird keine Toleranz zum Geschwindigkeitsindex addiert.

Aus diesem Grund muss die vorangegangene Rechnung hier nicht vollzogen werden. Der für die Reifen notwendige Geschwindigkeitsindex richtet sich also nach der tatsächlichen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs.

Besonderheit: ZR- und VR-Reifen

Beide Reifenbezeichnungen sind bereits veraltet. Sie stehen noch in manchen Fahrzeugpapieren, aber werden fast nicht mehr hergestellt. Aus diesem Grund müssen Sie zu den normalen Geschwindigkeitsklassen greifen, die Sie in der Tabelle finden. Fragen Sie am besten einen Fachmann, welcher alternativer Speedindex für Sie der richtige ist.

Diese Pneus sind nicht mehr genormt, weshalb sie kaum noch angeboten werden. Wer jedoch noch diese Ziffern in der Zulassung findet, muss sich an einen Reifenhändler wenden, der weiß, ob für Ihr Modell noch andere Reifen gängig sind.

Die wichtigsten Geschwindigkeitsklassen erklärt

Die für die Reifen erforderliche Höchstgeschwindigkeit richtet sich also nach Buchstaben des Alphabets. Doch welche Bezeichnung ist die richtige für Sie? Diese Liste soll den Reifenindex näher erläutern:

  • Geschwindigkeitsindex Q: Diese Art ist für Fahrzeuge ausgelegt, die eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen können.
  • Geschwindigkeitsindex R: Diese Ziffer ist lediglich für Kfz gedacht, die laut Fahrzeugschein eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h besitzen.
  • Geschwindigkeitsindex S: Die Tabelle für Reifenbezeichnungen entstand eigentlich aus dem Englischen. Der Buchstabe „S“ stand für Speed, sodass die Tabelle damals nach unten klassifiziert wurde, weil die Kfz zu dieser Zeit noch nicht so schnell fahren konnten.
  • Geschwindigkeitsindex T: Fahrzeuge, die eine bauartbedingte Geschwindigkeit von 190 km/h besitzen, können ihre Reifen mit dem Speedindex T bestücken.
  • Geschwindigkeitsindex H: „H“ steht für High Speed und bezeichnet Reifen, die für Autos mit einer maximalen Geschwindigkeit von 210 km/h fahren. Der Speedindex H hat eine Besonderheit. Alle Klassifizierungen nach ihm benötigen einen anderen Lastindex der Reifen, da die Reifenhersteller für solch schnelle Geschwindigkeiten keine volle Tragfähigkeit mehr garantieren. Was bei Reifen mit dem Index H sonst noch zu beachten ist, lesen Sie im Kapitel über den Tragfähigkeitsindex.
  • Geschwindigkeitsindex V: Dieser Buchstabe steht für Very High Speed und klassifiziert den Speedindex für Reifen, die nur an Autos montiert werden dürfen, die maximal 240 km/h fahren können.
  • Geschwindigkeitsindex W: Dieser Geschwindigkeitsindex ist für Reifen gedacht, die eine maximale Geschwindigkeit von 270 km/h erreichen können. Sie ist die zweithöchste Klassifizierung.
  • Geschwindigkeitsindex Y: Diese Klasse besitzt derzeit den höchsten Speedindex. Sie ist für Reifen ausgelegt, die bis zu 300 km/h mitmachen. Steht der Buchstabe in Klammern, können die Pneus auch dann benutzt werden, wenn die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 300 km/h liegt.

Geschwindigkeitsindex von Winterreifen

Bei Winterreifen gilt eine Sonderregelung in puncto Geschwindigkeitsindex, der folglich nicht für Sommerreifen gilt. Diese steht in der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) unter Paragraph 36. Der Geschwindigkeitsindex bei Winterreifen darf nämlich unterschritten werden. Jedoch müssen dafür zwei Anforderungen seitens des Fahrers erfüllt werden:

  1. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit der M+S-Reifen muss auf einem Aufkleber im Blickfeld des Fahrzeugführers im Fahrzeug angegeben sein.
  2. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit der M+S-Reifen darf nicht überschritten werden.

Im Endeffekt bleibt die Tabelle der Geschwindigkeitsklassen für Winterreifen gleich. Sie ist konform mit allen üblichen Reifenarten.

Tipp: Passende Reifen für den Winter finden Sie im Winterreifen-Test. So stellen Sie sicher, dass Sie gut ausgerüstet in die kalte Jahreszeit starten.

Geschwindigkeitsindex von Motorreifen

Der Geschwindigkeitsindex von Motorradreifen ist identisch zu den Kennziffern für anderweitige Kraftfahrzeuge. Meist findet sich in den Fahrzeugpapieren des Kraftrades eine Angaben zu den Reifen.

Die Reifenhersteller geben jedoch oftmals Unbedenklichkeitsbescheinigungen (UBB) heraus, sodass auch andere Reifen montiert werden können.

Der Tragfähigkeitsindex für Reifen

Wird der Tragfähigkeitsindex bei Reifen nicht beachtet, kann es zum Unfall kommen

Wird der Tragfähigkeitsindex bei Reifen nicht beachtet, kann es zum Unfall kommen

Die Tragfähigkeit der Reifen, auch Lastindex genannt, zeigt, welche maximale zulässige Last ein Reifen aushält. Der Lastindex der Reifen steht in den Fahrzeugpapieren des Kfz, aber auch auf der Reifenflanke. Die Zahl ist die vorletzte in der Reifenbezeichnung und ist ein Code, der mithilfe einer Umrechnungstabelle in kg angegeben werden kann.

Als Beispiel sei hier die Bezeichnung: 195/65 R 15 91H zu nennen. Die Ziffer „91“ bezeichnet den Lastindex, während der letzte Buchstabe den Geschwindigkeitsindex H definiert.

In den Fahrzeugpapieren ist der Tragfähigkeitsindex im Feld 8.1 bzw. 8.2 (vordere und hintere Achse) oder im Feld 22 zu sehen. In älteren Fahrzeugscheinen kann er auch unter Ziffer 16 und 33 vermerkt sein.

Seit 2004 ist eine Neuerung erlaubt. Hersteller gaben zu dieser Zeit einen höheren Tragfähigkeitsindex an, als eigentlich gebraucht wurde. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Fahrzeugschein oder die Zulassung checken.

Ist der Lastindex der Reifen höher als die halbe Achslast des Pkw, können Sie folgende Rechnung und Kennziffer nutzen: Hierfür muss die höchste Achslast des Fahrzeuges durch 2 geteilt werden. Je nachdem, welche Zahl das Ergebnis ist, kann der Tragfähigkeitsindex aus der Tabelle entnommen werden:

Last pro ReifenLastindex
77,5 kg19
80 kg20
82,5 kg21
85 kg22
87,5 kg23
90 kg24
92,5 kg25
95 kg26
97,5 kg27
100 kg28
103 kg29
106 kg30
109 kg31
112 kg32
115 kg33
118 kg34
121 kg35
125 kg36
128 kg37
132 kg38
136 kg39
140 kg40
145 kg41
150 kg42
155 kg43
160 kg44
165 kg45
170 kg46
175 kg47
180 kg48
185 kg49
190 kg50
195 kg51
200 kg52
206 kg53
212 kg54
218 kg55
224 kg56
230 kg57
236 kg58
243 kg59
250 kg60
257 kg61
265 kg62
272 kg63
280 kg64
290 kg65
300 kg66
307 kg67
315 kg68
325 kg69
335 kg70
345 kg71
355 kg72
365 kg73
375 kg74
387 kg75
400 kg76
412 kg77
425 kg78
437 kg79
450 kg80
462 kg81
475 kg82
487 kg83
500 kg84
515 kg85
530 kg86
545 kg87
560 kg88
580 kg89
600 kg90
615 kg91
630 kg92
650 kg93
670 kg94
690 kg95
710 kg96
730 kg97
750 kg98
775 kg99
800 kg100
825 kg101
850 kg102
875 kg103
900 kg104
925 kg105
950 kg106
975 kg107
1000 kg108
1030 kg109
1060 kg110
1090 kg111
1120 kg112
1150 kg113
1180 kg114
1215 kg115
1250 kg116
1285 kg117
1320 kg118
1360 kg119
1400 kg120

Besonderheit beim Lastindex: Geschwindigkeit über 210 km/h

Bei "schnelleren" Reifen ist besonders der Lastindex zu beachten

Bei „schnelleren“ Reifen ist besonders der Lastindex zu beachten

Je schneller ein Fahrzeug ist, desto höher sind die Tragfähigkeitsabschläge. Der Reifendruck kann sich bei solchen Geschwindigkeiten ändern, weshalb dieser unbedingt nach Herstellerangaben einzustellen ist.

Der Luftdruck hat einen erheblichen Einfluss auf den Lastindex der Reifen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann gern Reifen kaufen, die einen höheren Lastindex aufweisen, als in den Fahrzeugpapieren vermerkt ist.

Die Tragfähigkeit der Reifen hängt maßgeblich von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges und dem Geschwindigkeitsindex der Reifen ab. Die nachfolgende Tabelle soll dies verdeutlichen.

bbH vom KfzIndex HIndex VIndex WIndex Y & (Y)
210 km/h100 Prozent100 Prozent100 Prozent100 Prozent
220 km/h97 Prozent100 Prozent100 Prozent
230 km/h94 Prozent100 Prozent100 Prozent
240 km/h91 Prozent100 Prozent100 Prozent
250 km/h95 Prozent100 Prozent
260 km/h90 Prozent100 Prozent
270 km/h85 Prozent100 Prozent
280 km/h95 Prozent
290 km/h90 Prozent
300 km/h85 Prozent

Bei einer bestimmten Geschwindigkeit können manche Reifen also nur noch eine bestimmte Last tragen. So beträgt beispielsweise die Tragfähigkeit von einem Reifen mit dem Index W bei einer Geschwindigkeit von 260 km/h nur 90 Prozent, weshalb Sie überlegen sollten, auf Y umzusteigen.

Strafen bei Missachtung von Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex

Wer den Reifenindex nicht beachtet, muss mit einem Bußgeld rechnen

Wer den Reifenindex nicht beachtet, muss mit einem Bußgeld rechnen

Der Geschwindigkeitsindex und der Tragfähigkeitsindex sind zwei wichtige Kennzahlen für Reifen. Werden sie missachtet, kann es zu schweren Unfällen kommen. Wird besonders die Tragfähigkeit der Reifen unterschätzt, kann er platzen. Die Auswirkungen können verheerend sein.

Der deutsche Bußgeldkatalog sieht hierfür keine gesonderten Bußgelder vor. Jedoch fällt die Missachtung der Indexziffern unter den Tatbestand „Erlöschen der Betriebserlaubnis“. Haben Sie also keine Empfehlung des Herstellers oder eines zertifizierten Reifenhändlers oder sind die Pneus nicht im Fahrzeugschein vermerkt, kann ein Bußgeld von 50 bis hin zu 90 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig werden.

In besonders schweren Fällen kann die zuständige Zulassungsbehörde das Auto stilllegen und auf Kosten des Fahrzeugführers bei einem Gutachter vorzeigen lassen. Erst, wenn die Bereifung angemessen ist, kann es wieder zugelassen werden.

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