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Andreaskreuz: Welche Verkehrsregeln gibt dieses Schild am Bahnübergang vor?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 18. Dezember 2020

Verkehrszeichen am Bahnübergang

Das Andreaskreuz ist wohl das bekannteste Schild am Bahnübergang.
Das Andreaskreuz ist wohl das bekannteste Schild am Bahnübergang.

Mehrere Schilder kündigen einen Bahnübergang an. Das wichtigste ist das Andreaskreuz. Es ist ein Vorschriftszeichen, welches das Verhalten an einem Bahnübergang vorgibt.

Auch weitere Verkehrszeichen geben im Zusammenhang mit einem Bahnübergang genau vor, welche Verhaltensweisen hier von Autofahrern verlangt werden oder untersagt sind.

Welche Verkehrsregeln das Kreuz an einem Bahnübergang konkret vorschreibt und was die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) bezüglich der Verkehrszeichen für einen Bahnübergang bestimmt, erläutern wir im nachfolgenden Ratgeber. Darüber hinaus erfahren Sie, wie die wichtigsten Zeichen am und vor einem Bahnübergang aussehen.

FAQ: Andreaskreuz und andere Schilder am Bahnübergang

Welche Schilder gibt es vor einem Bahnübergang?

Die Verkehrszeichen 151, 156, 159 und 162 kündigen einen Bahnübergang an und weisen darauf hin, wie weit dieser noch entfernt ist. Das Zeichen 201 ist das Andreaskreuz und weist einen Bahnübergang direkt aus. Es ist unmittelbar vor diesem zu finden.
Verkehrszeichen 201: Verkehrszeichen 201: AbdreaskreuzVerkehrszeichen 162: Verkehrszeichen 162: einstreifige BakeVerkehrszeichen 159: Verkehrszeichen 159: zweistreifige Bake Verkehrszeichen 156: Verkehrszeichen 156: dreistreifige Bake
Verkehrszeichen 151: Verkehrszeichen 151: Ankündigung Bahnübergang

Welche Regelungen sind beim Andreaskreuz zu beachten?

Das Andreaskreuz ist ein Vorschriftszeichen und bedeutet, dass der Schienenverkehr immer Vorrang hat. Welche weiteren Bestimmungen wichtig sind, lesen Sie hier.

Mit welchen Sanktionen ist im Zusammenhang mit dem Andreaskreuz zu rechnen?

Missachten Sie die Vorschriften am Bahnübergang sind neben Bußgeldern von bis zu 700 Euro auch bis zu 2 Punkte und sogar bis zu 3 Monate Fahrverbote möglich. Die Tabelle bietet hier einen genauen Überblick zu möglichen Sanktionen.

Andreaskreuz: Die StVO definiert die Verkehrsregeln bei diesem Schild

Das Andreaskreuz kann zusätzlich mit einem rotem Blinklicht versehen sein.
Das Andreaskreuz kann zusätzlich mit einem rotem Blinklicht versehen sein.

Dass sich Verkehrsteilnehmer an einem Bahnübergang umsichtig und vorausschauend verhalten sollten, lernen die meisten schon im Kindergarten oder in der Schule. Das Andreaskreuz und dessen Bedeutung sind dann auch in der Fahrschule Thema. Das Andreaskreuz ist als Schild in der Regel direkt vor einem Bahnübergang zu finden und weist diesen konkret als solchen aus. Es handelt sich um zwei weiße Rechtecke, die sich kreuzen. Die vier Enden des Kreuzes sind rot markiert. Das Verkehrszeichen 201 ist ein Vorschriftszeichen und bedeutet in erster Linie, dass der Schienenverkehr Vorrang hat und Verkehrsteilnehmer sich entsprechend verhalten müssen.

Es kann zusätzlich mit Leuchtzeichen ausgestattet sein und durch eine Blitz-Symbol in der Mitte auf stromführende Oberleitungen hinweisen. Ist das Andreaskreuz mit einem Pfeil versehen, zeigt dieser die Richtung an, in der sich der Bahnübergang befindet. Das ist beispielsweise bei Kurven der Fall oder sich der Übergang nach einer Kreuzung befindet. Achten Sie also auch immer auf diese Zusatzeichen.

Die Straßenverkehrs-Ordnung bestimmt in § 19 sowie in der Anlage 2, welche Regelungen Verkehrsteilnehmer hier beachten müssen. Das Andreaskreuz regelt als Verkehrszeichen folgenden Ge- und Verbote:

  • Schienenverkehr hat Vorrang
  • Wartepflicht bei Zugverkehr
  • Halteverbot bis zu 10 m vor dem Straßenschild am Bahnübergang, wenn dieses dadurch verdeckt wird
  • Parkverbot vor und hinter dem Verkehrsschild (innerorts bis zu 5 m, außerorts bis zu 50 m)
  • Überholverbot im Bereich des Übergangs

Folgende Zeichen sind üblicherweise vor oder an einem Bahnübergang zu finden:

Verkehrszeichen 201: Andreaskreuz
Verkehrszeichen 201: Andreaskreuz
Verkehrszeichen 201: Andreaskreuz

Das Vorschriftszeichen steht unmittelbar vor Bahnübergangen. Es zeigt an, dass der Schienenverkehr Vorrang hat und für alle anderen Verkehrsteilnehmer eine Haltepflicht besteht.

Verkehrszeichen 151: Bahnübergange
Verkehrszeichen 151: Ankündigung Bahnübergang
Verkehrszeichen 151: Bahnübergang

Das Gefahrenzeichen 151 kündigt einen Bahnübergang an. Das allgemeine Zeichen gilt sowohl für beschrankte als auch für unbeschrankte Übergänge. Nach diesem Zeichen ist mit erhöhter Aufmerksamkeit zu fahren und die Geschwindigkeit anzupassen.

Verkehrszeichen 156: dreistreifige Bake
VZ 156: dreistreifige Bake
Verkehrszeichen 156: Dreistreifige Bake

Das Zeichen 156 ist eine dreistreifige Bake, Sie ist etwa 240 m vor einem Bahnübergang zu finden und verdeutlich so den sich verringernden Abstand zum Übergang.

Verkehrszeichen 159: zweistreifige Bake
VZ 159: zweistreifige Bake
Verkehrszeichen 159: Zweistreifige Bake

Das Verkehrszeichen 159 stellt eine zweistreifige Bake dar. Es ist 160 m vor einem Bahnübergang zu finden.

Verkehrszeichen 162: einstreifige Bake
VZ 162: einstreifige Bake
Verkehrszeichen 162: Einstreifige Bake

Das Zeichen 162 stellt eine einstreifige Bake dar. Es ist 80 m vor einem Bahnübergang zu finden.

Im Video erklärt: Richtiges Verhalten am Bahnübergang

Unser Video bietet Ihnen eine gute Zusammenfassung zum richtigen Verhalten am Bahnübergang:

Halten sich Verkehrsteilnehmer nicht an die Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Verkehrszeichen Andreaskreuz oder an andere Regelungen für Bahnübergänge, müssen sie mit Sanktionen rechnen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu möglichen Sanktionen:

Beschrei­bungStra­fePunk­teFahrverbotFVerbot
unzuläs­sig über­holt70 €
...mit Gefähr­dung85 €
...mit Sach­beschä­digung105 €
Vorrang des Schie­nen­fahr­zeuges bei Bahn­übergang mit Andreas­kreuz nicht beachtet80 €1
...mit Gefähr­dung100 €1
...mit Sach­be­schädigung120 €1
mit nicht ange­passter Geschwin­digkeit an einen Bahn­übergang heran­gefahren100 €1
Verstoß gegen die War­te­pflicht80 €1
...mit Gefähr­dung100 €1
...mit Sach­be­schädigung120 €1
Verstoß gegen die War­te­pflicht, ob­wohl rotes Blink­licht oder gelbe bzw. rote Licht­zeichen gege­ben wurden 240 €21 Monat1 M
...mit Gefähr­dung290 €21 Monat1 M
...mit Sach­be­schädigung350 €21 Monat1 M
Verstoß gegen die War­te­pflicht, obwohl die Schran­ken sich senkten, ein Bahn­bediens­teter “Halt” gebot oder ein hör­bares Signal, wie das Pfeif­signal des heran­nahenden Zuges, ertönte240 €21 Monat1 M
...mit Gefähr­dung290 €21 Monat1 M
...mit Sach­be­schädigung350 €21 Monat1 M
Bahnüber­gang, trotz ge­schlos­sener Schran­ke / Halbschran­ke überquert700 €23 Monate3 M
als nicht­motorisierter Ver­kehrs­teilnehmer den Bahn­übergang trotz ge­schlossener Schranke / Halb­schranke über­quert350 €

Am Andreaskreuz parken: Welcher Abstand ist wann wichtig?

Andreaskreuz: Innerorts ist das Parken innerhalb von 5 Metern um das Zeichen verboten.
Andreaskreuz: Innerorts ist das Parken innerhalb von 5 Metern um das Zeichen verboten.

Die StVO bestimmt in Bezug auf das Andreaskreuz, wie bereits erwähnt, nicht nur den Vorrang des Schienenverkehrs und die Haltepflicht für andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch Regelungen zum Parken in der Nähe eines Bahnübergangs. Insbesondere die Anlage 2 zu § 41 der StVO definiert, ob Sie beim Parken am Andreaskreuz ein Abstand halten müssen und wie groß dieser dann zu sein hat. Zunächst ist das Halten auf dem Bahnübergang gemäß § 12 StVO grundsätzlich verboten. Ebenfalls nicht zulässig ist es, wenn Sie innerhalb von 10 Metern vorm dem Andreaskreuz halten und dieses dadurch verdecken.

Beim Parken kommen unterschiedliche Vorschriften für inner- und außerorts zum Tragen. Sie wollen innerorts vor einem Andreaskreuz parken? Dann müssen Sie laut den Vorschriften aus Anlage 2 darauf achten, dass dies innerhalb von fünf Metern um das Zeichen nicht gestattet ist. Außerhalb geschlossener Ortschaften erweitert sich der Abstand auf 50 Meter. Die Abstandsangaben gelten sowohl für den Bereich vor als auch nach dem Andreaskreuz.

Um dem Halt- und Parkverbot Nachdruck zu verleihen oder an besonders unübersichtlichen Stellen den Abstand zu erweitern, finden sich auch am Bahnübergang die entsprechenden Verkehrszeichen. Verstoßen Sie vor oder nach einem Andreaskreuz gegen die Vorschriften zum Halten und Parken müssen Sie derzeit mit Verwarngeldern zwischen 15 und 30 Euro rechnen.

Noch weit vor dem Andreaskreuz: Verkehrsschild 151 kündigt den Bahnübergang an

An Bahnübergängen kann es durchaus zu brenzlichen Situationen kommen, insbesondere dann, wenn Verkehrsteilnehmer die wichtigsten Vorschriften nicht beachten oder diese gar nicht kennen. Wissen sie nicht, welches Verhalten durch bestimmte Verkehrszeichen verlangt wird oder untersagt ist, gefährden sie nicht nur ihre eigene Sicherheit, sondern auch die anderer. Bereits bevor Autofahrer an einen Bahnübergang kommen, werden sie durch das Verkehrszeichen 151 auf diesen aufmerksam gemacht.

Das Verkehrszeichen 151 kündigt einen Bahnübergang an.
Das Verkehrszeichen 151 kündigt einen Bahnübergang an.

Neben dem Andreaskreuz ist dieses Zeichen wohl auch das bekannteste. Es besteht aus einem weißen Dreieck mit rotem Rand. In der Mitte des Zeichens ist das schwarze Piktogramm eines Zuges zu sehen. Seit 2009 gilt es als allgemeiner Hinweise für einen Bahnübergang und ersetzt die Zeichen für beschrankte und unbeschränkte Übergänge.

Üblicherweise ist das Zeichen 151 gemeinsam mit dem Zeichen 156 zu finden. Diese ist ein rechteckiges weises Zeichen mit drei roten schrägen Balken. Diese dreistreifige Bake verdeutlicht in der Regel, dass der Bahnübergang sich 240 m entfernt befindet. Nachfolgend sind dann die zweistreifige Bake (Zeichen 159) und die einstreifige Bake (Zeichen 162) aufgestellt. Sie zeigen einen Abstand von 160 m und 80 m an. Abweichende Abstände sind direkt an den Baken angegeben. Anschließend folgt der Bahnübergang mit dem Andreaskreuz.

Das Verkehrszeichen 151 gehört zu den besonderen Gefahrenzeichen und mahnt gemäß § 40 StVO „zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere zur Verringerung der Geschwindigkeit im Hinblick auf eine Gefahrsituation“. Das bedeutet, Fahrer müssen ab diesem Zeichen die Geschwindigkeit bereits so anpassen, dass sie bei entsprechenden Gefahrensituationen schnell und angemessen reagieren können.

Motor an oder aus? Das Video klärt auf

Quellen und weiterführende Links

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