Gefahrenzeichen: Bei diesen Verkehrszeichen ist Aufmerksamkeit gefordert!

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 10. Dezember 2019

Das Gefahrzeichen der StVO

Gefahrenzeichen gelten für Lkw und Pkw.
Gefahrenzeichen gelten für Lkw und Pkw.

Verkehrszeichen regulieren den Verkehr auf den Straßen. Die Grundlagen der jeweiligen Schilder sind in der Straßenverkehrsordnung (StVO) definiert.

Um die Schildermassen etwas verständlicher zu gestalten und zu kategorisieren, unterscheidet das Gesetz zwischen verschiedenen Sorten von Schildern. Manche drücken ein Gebot oder ein Verbot aus, manche dienen der Information und manchen warnen vor Gefahren.

Letzteren widmet sich dieser Ratgeber.

Im Folgenden erfahren Sie, wovor die Gefahrenzeichen der StVO meist warnen und welche Konsequenzen sich für Fahrzeugführer daraus ergeben sollten.

FAQ: Gefahrenzeichen

Welche Gefahrenzeichen gibt es?

Ein Beispiel ist das rote Dreieck, das vor einer scharfen Kurve warnt. Eine Übersicht der gängigen Gefahrenzeichen erhalten Sie mit einem Klick hier.

Welche Verkehrsregeln sind mit Gefahrenzeichen verbunden?

Sie sollten besonders aufmerksam fahren und die Geschwindigkeit reduzieren.

Was passiert, wenn ich ein Gefahrenzeichen ignoriere?

Es können teils hohe Bußgelder verhängt werden.

Die rechtliche Grundlage der Gefahrenzeichen

Gefahrenzeichen sind meist dreieckig mit der Spitze nach oben und weisen einen breiten roten Rand auf – die Signalfarbe soll die Aufmerksamkeit der Fahrer erreichen. Auf dem Schild signalisieren verschiedene Symbole den Verkehrsteilnehmern, welche Gefahr droht.

§ 40 der StVO definiert Gefahrenzeichen wie folgt:

(1) Gefahrzeichen mahnen zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere zur Verringerung der Geschwindigkeit im Hinblick auf eine Gefahrsituation […]
(2) Außerhalb geschlossener Ortschaften stehen sie im Allgemeinen 150 bis 250 m vor den Gefahrstellen. Ist die Entfernung erheblich geringer, kann sie auf einem Zusatzzeichen angegeben sein […]
(3) Innerhalb geschlossener Ortschaften stehen sie im Allgemeinen kurz vor der Gefahrstelle.
(4) Ein Zusatzzeichen […] kann die Länge der Gefahrstrecke angeben.
(5) Steht ein Gefahrzeichen vor einer Einmündung, weist auf einem Zusatzzeichen ein schwarzer Pfeil in die Richtung der Gefahrstelle, falls diese in der anderen Straße liegt […]“

Es wird deutlich, dass die Gefahrenzeichen im Gegensatz zu Gebotszeichen oder Verbotszeichen keine strikte Anordnung darstellen. Vielmehr sollen sie den Verkehr sicherer machen, indem sie auf Hindernisse und gefährliche Eigenschaften der vorausliegenden Strecke aufmerksam machen.

Durch die Warnung können sich die Verkehrsteilnehmer auf die kommenden Gefahren vorbereiten – etwa langsamer fahren, einen größeren Abstand zum Vordermann einhalten oder die ablenkende Musik abschalten.

Oft warnen Gefahrenzeichen vor einer Baustelle, Unebenheiten auf der Straße, einer scharfen Kurve oder einer kommenden Kreuzung.

Bußgelder wegen der Missachtung von Gefahrenzeichen?

Im Gegensatz zu anderen Verkehrszeichen ordnen Gefahrenzeichen kein fest definiertes Verhalten an. Vielmehr sollen sich Auto- und Lkw-Fahrer auf die Gefahrenstelle vorbereiten. Konzentration und Aufmerksamkeit sind jedoch keine messbaren Reaktionen.

Warnt ein Verkehrszeichen beispielweise: „Kinder auf der Straße möglich“, ist kein festes Gebot – wie beispielsweise eine Geschwindigkeitsbeschränkung – an die Warnung geknüpft. In Verbindung mit einem Gefahrenzeichen folgt ein Bußgeld daher meist nur wegen eines Verstoßes gegen die allgemeine Sorgfaltspflicht:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.“ (§ 3 StVO)

Überschreiten Sie eine den Sicht- und Wetterverhältnissen angepasste Geschwindigkeit, drohen ein Bußgeld von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Gefährdeten Sie durch Ihr Verhalten andere Verkehrsteilnehmer, erhöht sich das Bußgeld auf 120 Euro. Kam es sogar zu einem Unfall, steigt der fällige Betrag auf 145 Euro.

Unter bestimmten Umständen können die Warnzeichen einen Vorsatz des Fahrers vermuten lassen: Er wurde gewarnt und hätte die Gefahr vermeiden können.

Gefahrenzeichen: Beispiele

Hier finden Sie eine Auflistung üblicher Gefahrenzeichen und deren Symbole:

Zeichen 102: Kreuzung
Zeichen 102: Kreuzung
Zeichen 103: Kurve
Zeichen 103: Kurve
Zeichen 108: Gefälle
Zeichen 108: Gefälle
Zeichen 110: Steigung
Zeichen 110: Steigung
Zeichen 124: Stau
Zeichen 124: Stau
Zeichen 112: Bodenwellen
Zeichen 112: Bodenwellen
Zeichen 120: Straßenverengung
Zeichen 120: Straßenverengung
Zeichen 105: Doppelkurve
Zeichen 105: Doppelkurve
Zeichen 125: Gegenverkehr
Zeichen 125: Gegenverkehr
Zeichen 138: Fahrradfahrer
Zeichen 138: Fahrradfahrer
Zeichen 133: fußgänger
Zeichen 133: Fußgänger
Zeichen 131: Ampel
Zeichen 131: Ampel
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