Ein Auto abschleppen: Darauf ist zu achten

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Ein Fahrzeug abschleppen lassen: Das müssen Sie beachten

Nach einem Unfall oder einer Panne muss oftmals ein Abschleppdienst her.

Nach einem Unfall oder einer Panne muss oftmals ein Abschleppdienst her.

Wenn der Motor plötzlich streikt, bleibt dem Fahrer oft nur eines übrig: Möglichst schnell an den Fahrbahnrand zu fahren und Hilfe zu rufen. Besonders gefährlich und ärgerlich ist diese Situation auf der Autobahn.

Auch nach einem schweren Unfall können sich die Fahrzeuge oftmals nicht mehr aus eigener Kraft fortbewegen. Meist bietet ein Abschleppdienst den einzigen Ausweg aus der unliebsamen Situation. Oder etwa nicht? Können Sie einen Pkw nicht selbst abschleppen und sich den Abschleppdienst samt Kosten sparen? Und wie lässt sich ein Auto mit Automatik abschleppen?

In diesem Ratgeber erfahren Sie, in welchen Situationen Sie selbst Hand anlegen können und wann es ratsam ist, einen Abschleppwagen zu rufen. Informationen zu den Abschleppkosten und Ratschläge zum richtigen Abschleppen mit Stange und Seil finden Sie hier ebenfalls.

Was ist beim Abschleppen zu beachten?

Es ist nicht unter allen Umständen erlaubt, ein Auto privat abschleppen zu lassen. Die StVO sieht besondere Vorschriften für den Abschleppvorgang vor. Können diese nicht erfüllt werden, muss ein Abschleppdienst gerufen werden. In diesem Fall steigen die Kosten für das Abschleppen allerdings erheblich.

Gesetzliche Grundlage: Das sagt die StVO zum Abschleppen von Fahrzeugen

§ 15a der StVO regelt die Vorschriften zum korrekten Abschleppvorgang. Das Abschleppen auf der Autobahn ist nur kurzfristig gestattet: Bleibt Ihr Fahrzeug darauf liegen, darf es bis zur nächsten Ausfahrt abgeschleppt werden. Achten Sie diese Vorschrift nicht, wird ein Bußgeld fällig.

Ein Abschleppdienst, welcher Ihr Fahrzeug auf einen Anhänger von einem Bergefahrzeug transportiert, darf allerdings weiterhin auf der Autobahn fahren.

Das Gesetz legt zudem einen engen Rahmen fest, innerhalb dessen Fahrzeuge überhaupt abgeschleppt werden dürfen. Bleibt Ihr Auto liegen, darf es nur abgeschleppt werden, um es entweder zu reparieren oder zu entsorgen.

Da das Abschleppen nur im Notfall erlaubt ist, sollte das Pannenfahrzeug nur bis zur nächsten Werkstatt gefahren werden. Ein Abschleppdienst fährt meist auch nicht weiter.

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Zudem hält die StVO fest, dass beide Autos die Warnblinkanlange einschalten müssen. Ist beispielsweise die Batterie des Unfallautos nicht mehr funktionsfähig, ist diese Vorgabe nicht erfüllt und Sie müssen Ihr Auto professionell abschleppen lassen – die Kosten hierfür werden eventuell von einem Automobilclub übernommen.

Erstaunlicherweise muss der Insasse des abgeschleppten Wagens keinen Führerschein besitzen – er muss lediglich 15 Jahre alt sein. Auch existiert keine gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung für das Gespann. Doch die Fahrer sollten, um Unfälle zu vermeiden, nicht schneller als 40 km/h fahren.

Abschleppstange oder Abschleppseil?

Müssen Sie Ihr Auto wirklich abschleppen lassen oder reicht eine Pannenhilfe?

Müssen Sie Ihr Auto wirklich abschleppen lassen oder reicht eine Pannenhilfe?

Experten sind sich einig: Eine Stange bietet viel mehr Sicherheit, als ein Seil. Da der Abstand zwischen beiden Kfz durch eine starre Verbindung festgelegt ist, verhindern Sie einen Auffahrunfall.

Für das Abschleppen mit Seil müssen die Bremsen des abgeschleppten Kfz also intakt sein. Ist dies nicht der Fall, muss ein Abschleppdienst oder eine Stange her.

Allerdings hat eine Abschleppstange ebenfalls einen signifikanten Nachteil: Sie nimmt im Auto deutlich mehr Platz in Anspruch als ein zusammengerolltes Seil.

Nur wenige Fahrzeughalter haben eine Abschleppstange stets dabei. Da ein verunglücktes Auto möglichst schnell entfernt werden sollte, greifen viele auf ein Abschleppseil zurück.

Ein Seil muss zwingend mit einer farbigen Fahne markiert sein. So verhindern Sie, dass ein drittes Fahrzeug versucht, zwischen dem Gespann einzuscheren.

Fühlen Sie sich unsicher, sollten Sie von dem Abschleppvorgang absehen. Folgeunfälle sind nicht selten.

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Der korrekte Abschleppvorgang

Gerade bei modernen Autos ist es oftmals schwer, den Ansatzpunkt für Seil oder Stange zu finden. Befanden sich die entsprechenden Ösen früher meist in der Nähe der Stoßstange, sind sie heute deutlich versteckter.

Betroffene sollten daher im Bedienhandbuch Ihres Fahrzeugs nachlesen, an welcher Stelle die Abschleppvorrichtungen befestigt werden sollen. Oft befindet sich am Auto nur noch ein Gewinde, in welches eine mobile Öse eingeschraubt wird. Diese muss demnach auch mitgeführt werden und auffindbar sein – sonst bleibt nur der Anruf bei einem Abschleppdienst.

Auch wenn ein Führerschein nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, empfiehlt es sich, erfahrene Fahrer an beide Steuer zu setzen. Durch eine leicht versetzte Fahrweise hat auch der hintere Fahrzeugführer einen guten Überblick über den Verkehr und kann vorausschauend reagieren.

Elektroautos und Wagen mit Automatikgetriebe abschleppen

Elektrowagen oder mit Automatik? Das Auto sollten Sie abschleppen lassen.

Elektrowagen oder mit Automatik? Das Auto sollten Sie abschleppen lassen.

Nicht jedes Kfz eignet sich dazu, abgeschleppt zu werden. Experten raten dazu, Automatik- und Elektroautos von einem Abschleppdienst transportieren zu lassen.

Dies erklärt sich daraus, dass beide Fahrzeugarten über keinen direkten Abschleppmodus verfügen und schnell zu Schaden kommen können. Hat Ihr Auto ein Automatikgetriebe, sollte es in der N-Position abgeschleppt werden.

Allerdings wird das Getriebe in diesem Modus nicht mit Öl versorgt. Durch die Reibung kann sich das Getriebe zu stark erhitzen.

Beim Elektroauto wird der Akku meist über eine Fahrzeugachse aufgefüllt. Da der abgeschleppte Wagen kaum Energie verbraucht, kann der Stromspeicher heiß laufen und sogar verbrennen. Bei einem Schaltwagen müssen Sie hingegen lediglich den Gang rausnehmen und die Handbremse lösen.

Möchten Sie keinen Abschleppdienst rufen, sollten Sie diese Fahrzeuge nur langsam abschleppen, um eine zu hohe Reibung zu verhindern. Zudem empfiehlt es sich, nicht mehr als 20 Kilometer am Stück auf diese Weise zurückzulegen. Regelmäßige Pausen erlauben es Getriebe und Akku, wieder abzukühlen.

Abschleppunternehmen können das Auto in diesem Fall auf einem Anhänger transportieren.

Was kostet das Abschleppen durch einen Abschleppdienst?

Müssen Sie auf einen Abschleppdienst zurückgreifen, fallen oftmals hohe zusätzliche Kosten an. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie nicht Mitglied eines Automobilclubs sind. Letztere übernehmen zumeist die Kosten der Abschleppdienste für ihre Kunden.

Je nachdem, ob die Abschlepper das Auto lediglich aus einem Graben ziehen oder aber aufwendig bergen müssen, fallen unterschiedlich hohe Kosten an. Doch auch bei einem einfachen Vorgang werden meist dreistellige Beträge fällig.

Kommen noch zusätzliches Kilometergeld und etwa ein Wochenendzuschlag dazu, müssen sich Betroffene auf eine saftige Rechnung gefasst machen. Daher empfiehlt es sich, sich von einem Abschleppdienst nicht weiter als bis zu nächsten Werkstatt fahren zu lassen.

Dennoch ist dies kein Grund, sein Auto von privat abschleppen zu lassen, wenn die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten werden können. Ein Abschleppdienst ist in diesem Fall die einzige Option.
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2 Kommentare

  1. Thorsten L. sagt:

    in dem Beitrag heisst es: „Erstaunlicherweise muss der Insasse des abgeschleppten Wagens keinen Führerschein besitzen – er muss lediglich 15 Jahre alt sein. Auch existiert keine gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung für das Gespann. Doch die Fahrer sollten, um Unfälle zu vermeiden, nicht schneller als 40 km/h fahren.“

    Wo finde ich den Punkt das der „Fahrer des abgeschleppten Wagens“ mindestens 15 Jahre alt sein ?

    Ich habe lediglich gefunden das:
    Beim Abschleppen genügt für den Fahrer des abschleppenden Fahrzeuges die
    Fahrerlaubnisklasse mit der das Fahrzeug solo zu führen ist. Der Fahrzeuglenker des abgeschleppten Fahrzeuges muss nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis sein, er muss geistig und körperlich geeignet und des Lenkens kundig sein. § 6 Abs. 1 Fahrerlaubnisverordnung (FEV)

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Thorsten,

      dies ergibt sich aus § 10 Abs. 3 in Verbindung mit § 6 Abs. 1 (letzter Satz) Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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