Autopanne: Wie geht es jetzt weiter?

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Wieso das richtige Verhalten bei einer Panne gerade auf der Autobahn so wichtig ist

Eine Autopanne tritt meist unerwartet auf.

Eine Autopanne tritt meist unerwartet auf.

Es gibt zahlreiche Gründe für eine Autopanne: Entweder stimmt etwas mit der Elektronik nicht, der Tank ist leer, die Autobatterie hat den Geist aufgegeben oder ein Reifen ist platt. In den meisten Fällen lässt einen der fahrbare Untersatz genau dann im Stich, wenn noch einige Kilometer zu fahren sind oder weit und breit keine Werkstatt in Sicht ist.

Laut einer Kfz-Pannenstatistik des ADAC aus dem Jahr 2015 ist eine defekte Batterie in 35,7 Prozent der Fälle für eine Autopanne verantwortlich. Auf Platz zwei landete der Motor mit 15,2 Prozent. Doch unabhängig davon, weshalb das Auto eine Panne hat – erst einmal muss ein Pannendienst her.

Leicht haben es an dieser Stelle vor allem Autofahrer, die sich im Vorfeld um einen sogenannten Schutzbrief einer Versicherung oder eines Automobilclubs (wie beispielsweise dem ADAC oder dem AvD) gekümmert haben. Lediglich die entsprechende Servicenummer muss mit dem Handy gewählt werden und Hilfe ist unterwegs.

Doch welche Möglichkeiten haben Autofahrer, die nicht auf einen Pannenschutz zurückgreifen können? Wie Sie sich grundsätzlich nach einer Autopanne verhalten sollten, was bei einer Panne auf der Autobahn besonders wichtig ist und was Sie tun können, wenn sich die Autopanne im Ausland ereignet hat, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Spezielle Informationen zum Thema Autopanne:

Was tun bei einer Autopanne?

Die Autopanne zählt wohl zu den schlimmsten Albträumen eines Kraftfahrers. Laut einer Pannenstatistik des ADAC für das Jahr 2015 sehen die häufigsten Ursachen dafür wie folgt aus:

Die häufigsten Ursachen für eine Autopanne im Jahr 2015 (laut ADAC) 
Autobatterie35,7 %
Motormanagement (Zündung, Sensorik, Einspritzung)15,2 %
Sonstige Ursachen (Bremsen, Karosserie, Fahrwerk, Lenkung, Antrieb)14,1 %
Verkabelung, Anlasser, Beleuchtung, Generator11,9 %
Motor6,7 %
Reifen6,5 %
Kraftstoffanlage 5,0 %
Klima, Heizung, Kühlung3,5 %
Partikelfilter, Auspuffanlage, Katalysator1,4 %

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Wenn das Fahrzeug völlig unerwartet zum Stillstand kommt, wissen viele nicht, wie sie nun weiter vorgehen müssen. Es ist meist nicht damit getan, lediglich eine Servicenummer mit dem Handy zu wählen und im Auto auf die Pannenhilfe zu warten. Vielmehr gibt es einige Punkte, die im Vorfeld erledigt werden sollten:

  1. Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie – je nachdem, ob dies bei einem defekten Reifen bzw. Motor noch möglich ist – Ihr Auto entweder auf dem Seitenstreifen oder in einer Pannenbucht abzustellen, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern. Schalten Sie danach die Warnblinkanlage ein.
  2. Gerade bei einer Autopanne auf der Autobahn ist es von zentraler Wichtigkeit, dass alle Mitfahrer Warnwesten anlegen, bevor Sie das Auto verlassen. Steigen Sie je nach Möglichkeit unbedingt an der rechten Straßenseite aus, um nicht von vorbeifahrenden Autos erfasst zu werden.
  3. Stellen Sie ein Warndreieck auf, um andere Teilnehmer im Verkehr vorzuwarnen und sie davon in Kenntnis zu setzen, dass sich eine Autopanne ereignet hat. Auf der Landstraße sollte die Entfernung zu Ihrem Fahrzeug etwa 100 Meter, auf der Autobahn sogar 150 Meter betragen.
  4. Nachdem Sie die Fahrzeuginsassen und sich selbst hinter der Leitplanke in Sicherheit gebracht haben, können Sie Hilfe rufen. In der Regel sollten Sie nicht versuchen, die Autopanne selbst zu beheben, da Sie dabei schnell von vorbeipreschenden Fahrzeugen erfasst werden könnten.
Einen Verbandskasten dabei zu haben, kann auch bei einer Autopanne von Vorteil sein.

Einen Verbandskasten dabei zu haben, kann auch bei einer Autopanne von Vorteil sein.

Wichtig: Eine Autopanne geschieht meist unvorhersehbar. Achten Sie daher stets darauf, für den Notfall vorbereitet zu sein. Warnwesten für alle Personen im Fahrzeug, ein Starthilfekabel, ein Verbandskasten, ein Abschleppseil und ggf. eine Taschenlampe können sich je nach Situation als wahre Lebensretter entpuppen. Die Pflicht, einen Erste-Hilfe-Kasten sowie genug Warnwesten für alle Mitfahrer mitzuführen, besteht ohnehin und wird bei Zuwiderhandlungen mit jeweils 15 Euro geahndet.

Wer hilft bei einer Autopanne ohne Schutzbrief?

Wer eine Pannenversicherung fürs Auto abgeschlossen hat, muss wie bereits erwähnt lediglich die entsprechende Telefonnummer mit dem Handy wählen und auf den Pannendienst warten. Hielten Sie diese Option bisher für wenig sinnvoll bzw. haben es schlichtweg versäumt, sich um einen Schutzbrief zu kümmern, bedeutet dies aber noch nicht, dass Sie keine Hilfe nach einer Autopanne erwarten können.

In einer solchen Situation können Sie zwischen diesen Optionen entscheiden:

  • Notrufsäulen auf der Autobahn: Alle zwei Kilometer finden Sie in der Regel eine Notrufsäule, über die Sie kostenlos Hilfe anfordern können. Die Säulen werden von der Dienstleistungs-GmbH der Deutschen Versicherer (GDV DL) betrieben. Nachdem die Verbindung hergestellt wurde, können Sie selbst entscheiden, wie vorgegangen werden soll. Verfügen Sie über einen Schutzbrief, wird entweder die Versicherung oder der jeweilige Autoclub informiert. Ist dem nicht so, können Sie zwischen Anbietern wählen, die frei tätig sind und die Sie daher auch selbst für Ihre Arbeit bezahlen müssen.
  • NOTFON D: An 365 Tagen im Jahr steht Ihnen eine kostenlose Notruf-Nummer zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung, die Sie nach einer Autopanne nutzen können, um Hilfe anzufordern. Das Gleiche funktioniert mittlerweile auch über eine App namens „Pakoo“, die ebenfalls von der GDV DL zur Verfügung gestellt wird. Nur einmal kurz antippen und Ihr Standort kann festgestellt werden. Fast zeitgleich werden Sie mit der Notrufzentrale verbunden.
  • Schutzbrief vor Ort beantragen: Manchen Autoclubs können Sie direkt vor Ort nach der Autopanne beitreten. Auf diese Weise möchten sich viele Autofahrer die Kosten sparen, die bei einem freien Hilfeanbieter auf sie zukommen würden. Einen solchen Service bieten jedoch nicht alle an: Beim ADAC müssen Sie mindestens einen Tag lang Mitglied sein, um Hilfe anfordern zu können. Der Auto Club Europa (ACE) hingegen nimmt jederzeit Mitglieder auf.
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Eine Autopanne im Ausland und ihre Folgen

Bei einer Autopanne im Ausland ist guter Rat oft teuer. Zwar bieten einige Automobilclubs ihre Hilfe auch im europäischen Ausland an, allerdings ist es meist nicht damit getan, die jeweilige Servicehotline mit dem Handy zu wählen und abzuwarten, was passiert. Vielmehr sollten Sie sich bereits vor Reiseantritt mit den im Urlaubsland geltenden Vorschriften vertraut machen.

Wie in Deutschland sind Sie teilweise auch im Ausland dazu verpflichtet, die Pannenstelle abzusichern und ein Warndreieck aufzustellen, um den nachfolgenden Verkehr nach der Autopanne nicht zu behindern und möglicherweise einen Stau zu verursachen.

Bei einer Autopanne im Ausland ist es praktisch, über einen Schutzbrief zu verfügen.

Bei einer Autopanne im Ausland ist es praktisch, über einen Schutzbrief zu verfügen.


In der Slowakei, Portugal und Österreich besteht beispielsweise ebenfalls eine Warnwestenpflicht, an die Sie sich halten sollten. Verstoßen Sie gegen die Mitführpflicht, können in Portugal sogar bis zu 600 Euro fällig werden. In Spanien und Kroatien ist es z. B. verpflichtend, stets einen Satz Ersatzglühbirnen mitzuführen, da das Fahren mit defekter Beleuchtung nicht erlaubt ist.

Besitzen Sie keinen Schutzbrief, können Sie sich zumindest im europäischen Ausland auf die Telefonnummer 112 verlassen. Ist es nicht möglich, die Panne vor Ort zu beheben, wird Ihr Auto abgeschleppt und zur nächstgelegenen Werkstatt gebracht.

Es ist daher durchaus empfehlenswert, zumindest einige Vokabeln parat zu haben, um sich in der Landessprache verständigen zu können.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte definitiv über einen Schutzbrief der Versicherung oder eines Automobilclubs nachdenken. Ob Sie Hilfe nach einer Autopanne benötigen, Ihr Auto abgeschleppt oder geborgen werden muss – in Deutschland oder dem Rest Europas – für zehn bis fünfzehn Euro im Jahr erhalten Sie bereits eine solche Pannenversicherung und können auch im Ausland auf die benötigte Unterstützung bauen, wenn Ihnen z. B. ein Reifen geplatzt ist.
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