Straßenverkehrsordnung (StVO) – Das gilt auf deutschen Straßen

Regelungen für den Straßenverkehr in Deutschland

Hier können Sie sich die Straßenverkehrsordnung (StVO) als PDF ansehen und kostenlos downloaden.

Straßenverkehrsordnung in der BRD

Die Straßenverkehrsordnung enthält Vorschriften für den Straßenverkehr in Deutschland

In der Straßenverkehrsordnung, kurz StVO genannt, finden sich zahlreiche Regeln und Vorschriften für den Straßenverkehr. Die Verordnungen gelten für alle Verkehrsteilnehmer, egal ob für Autofahrer, Fußgänger oder Radfahrer. Doch warum gibt es die Straßenverkehrsordnung überhaupt und wie ist diese inhaltlich aufgebaut? Welche bedeutenden Veränderungen gab es im Laufe der Jahrzehnte? Welches sind die wichtigsten Paragraphen der StVO Deutschland? In unserem Ratgeber haben wir uns umfangreich mit der Straßenverkehrsordnung auseinandergesetzt, beantworten alle Fragen und liefern jede Menge wichtige und interessante Fakten.

Einordnung der StVO im Straßenverkehrsrecht

Das Straßenverkehrsrecht befasst sich mit den Rechtsverhältnissen des ruhenden und fließenden Verkehrs auf der Straße. Dabei gibt es im Straßenverkehrsrecht verschiedene Rechtsverordnungen, wobei das Straßenverkehrsgesetz (StVG) quasi als Dach fungiert. Darunter bilden folgende vier Rechtsverordnungen die tragenden Säulen:

  • die Straßenverkehrsordnung (StVO)
  • die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FVZ)
  • die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
  • die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)
In der Straßenverkehrsordnung sind Verhaltensregeln enthalten, die für alle Teilnehmer am Straßenverkehr – egal ob mit Fahrzeugen oder als Fußgänger – gelten. Oder anders ausgedrückt: Die StVO legt die Regeln für sämtliche Teilnehmer am Straßenverkehr fest. In der FVZ ist hingegen der Fokus auf die Kraftfahrzeuge gerichtet. So regelt diese Verordnung, wann und unter welchen Bedingungen ein Kraftfahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen darf bzw. hierfür zugelassen ist. In der StVZO werden dagegen die technischen Vorgaben definiert, die vor allem für Kraftfahrzeuge gelten. Aber auch Fahrräder werden hier thematisiert. Zu guter Letzt die FeV. Die Fahrerlaubnis-Verordnung fasst alle Vorschriften und Bedingungen zusammen, unter denen Personen die unterschiedlichen Arten von Kraftfahrzeugen (LKW, PKW, Motorrad usw.) führen dürfen.

Anhand dieser Einstufung der StVO im Straßenverkehrsrecht wird zugleich ersichtlich, welche Themengebiete die Straßenverkehrsordnung behandelt und wie sie sich von den anderen bedeutenden Verordnungen differenziert.

Seit wann gibt es die Straßenverkehrsordnung?

StVO gibt es in Deutschland seit der Kutschenzeit

Die StVO gibt es in Deutschland seit der Zeit, als noch Kutschen fuhren

Es ist davon auszugehen, dass bereits schon zu Zeiten von Kutschen bestimmte Verkehrsregeln existiert haben, doch eine Straßenverkehrsordnung gibt es in Deutschland erst seit 1934. Die ursprüngliche Fassung der StVO wurde im Mai 1934 im Reichsgesetzblatt veröffentlicht und trat im Oktober des selben Jahres in Kraft.

Im Laufe der Zeit wurde die StVO immer wieder modifiziert und zahlreiche Neuerungen und Zusätze wurden hinzugefügt. Das war und wird auch in Zukunft notwendig sein, da der Straßenverkehr einer permanenten Veränderungen unterlegen ist. In größeren Abständen gab es immer wieder grundsätzliche Neufassungen der StVO, wie beispielsweise in den Jahren 1970, 1980, 1992, 1997, 2009 sowie 2013.

Warum gibt es die StVO?

Diese Frage werden sich vor allem Fahranfänger stellen, die vor allem während ihrer theoretischen Ausbildung die Verkehrsregeln der StVO lernen müssen. Denn die Ansammlung der Verkehrsvorschriften ist doch recht umfangreich. So kann man sich bewusst oder unbewusst schon einmal die Frage nach dem Sinn der StVO stellen und welchen Zweck sie überhaupt erfüllen soll.

  • Hauptzweck der Straßenverkehrsordnung ist die Gewährleistung eines sicheren Straßenverkehrs für alle Verkehrsteilnehmer. Die StVO soll das Leben aller Teilnehmer im Straßenverkehr schützen.
  • Darüber hinaus ist ein weiterer Sinn in der StVO darin zu sehen, dass durch die StVO-Verkehrszeichen und allen weiteren Regelungen ein verträgliches Miteinander unter den Verkehrsteilnehmern gewährleistet wird. Dieser Leitgedanke ist auch in Paragraph 1 StVO festgehalten:

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Würde es nicht die Verkehrsregeln und somit die StVO geben, würde auf den Straßen Anarchie und Chaos herrschen. Durch das staatliche Regelwerk der StVO wird sichergestellt, dass sich alle Verkehrsteilnehmer im komplexen Straßenverkehr zurechtfinden. Somit garantiert die StVO zudem auch, dass der Verkehrsablauf flüssig vonstatten geht. Um das zu erreichen, werden in der Verordnung nicht nur die Verhaltensregeln der Verkehrsteilnehmer definiert, sondern sind auch die im deutschen Verkehrsraum vorzufindenden StVO-Verkehrszeichen und deren Bedeutung vorzufinden.

Wie ist die StVO inhaltlich aufgebaut?

Inhalt der StVO

Der Inhalt der StVO gliedert sich in drei Teile

Auch wenn es seit Bestehen und Inkrafttreten der Straßenverkehrsordnung immer wieder zu Neuerungen (Novellierung) der Vorschriften kam, hat sich am systematischen Aufbau der StVO nichts geändert. Schließlich bleiben die wichtigsten Verkehrsregeln und Vorschriften, die sich grundsätzlich bewährt haben, unangetastet. Beim Blick auf die Gesetzessammlung der StVO fällt ansonsten auf, dass diese in die folgenden drei Abschnitte/Bestandteile gegliedert ist:

  • Teil I StVO: Hier sind die allgemeinen Verkehrsregeln zusammengefasst, die sich über die Paragraphen 1 bis 35 erstrecken. Als wichtigste Regelungen gelten die Straßenbenutzung selbst (Paragraph 2 StVO), die Geschwindigkeitsbegrenzung (Paragraph 3 StVO), der Abstand (Paragraph 4 StVO), das Überholen (Paragraph 5 StVO), die Vorfahrt (Paragraph 8 StVO), das Abbiegen (Paragraph 9 StVO), das Halten und Parken (Paragraph 12 StVO) sowie die Beleuchtung (Paragraph 17 StVO).
  • Teil II StVO: Hier werden die Verkehrszeichen und andere Verkehrseinrichtungen klassifiziert, wobei sich in der Straßenverkehrsordnung die Schilder insgesamt über die Paragraphen 36 bis 43 StVO erstrecken.
  • Teil III StVO: Hier werden die Durchführungs-, Bußgeld- und Schlussvorschriften deklariert, die sich über die Paragraphen 44 bis 53 StVO erstrecken.

Im Sinne der besseren Verständigung ist die Straßenverkehrsordnung für Deutschland in einer allgemein verständlichen Sprache verfasst, sodass diese für alle potentiellen Verkehrsteilnehmer am Straßenverkehr begreifbar sind. Zugleich will die klare Sprache dafür sorgen, dass auf den Straßen ein Maximum an Verkehrssicherheit herrscht.

StVO Aufbau: Die drei Teile genauer vorgestellt

Teil I StVO: Allgemeine Verkehrsregeln

  • Insgesamt gibt es in der Straßenverkehrsordnung 35 Paragraphen, die sich ausschließlich mit den allgemeinen Verkehrsregeln befassen. Dabei lässt sich folgender Aufbau erkennen: Dem Paragraph 1 StVO, der die Grundregeln für alle Verkehrsteilnehmer vorgibt, folgen wichtige Verhaltensregeln für den Fahrzeugführer (Paragraph 2 bis 19 StVO) und für den Fahrverkehr (Paragraph 2 bis 19). Darauf folgen in Teil I der StVO die Regeln für die Sicherheit des ruhenden Verkehrs (Paragraph 12 bis 14) sowie Regeln für besondere Verkehrssituationen (Paragraph 15 bis 19) wie beispielsweise Abschleppen, Panne oder Bahnübergänge. Es folgen noch Regeln für die Fahrzeugführer gegenüber bestimmten Verkehrsmitteln und -vorgängen (Paragraphen 20 bis 23) sowie Regeln für andere Verkehrsteilnehmerarten (Paragraphen 24 bis 28) wie Fußgänger oder Tiere. Zum Abschluss des ersten Teils werden die Sonderbestimmungen für die Sicherheit des Straßenverkehrs (Paragraphen 29 bis 35) behandelt.

Teil II StVO: Zeichen und Verkehrseinrichtungen

  • Der zweite Teil der Straßenverkehrsordnung Deutschland spielt in seiner Wichtigkeit und Bedeutung ebenfalls eine große Rolle. Denn hier werden in den Paragraphen 36 bis 43 die StVO-Zeichen und Verkehrseinrichtungen exakt vorgestellt, sowohl in der Form als auch Bedeutung. Mit Hilfe von Verkehrsschildern, Ampeln usw. soll ein flüssiger Verkehr und planbare Verkehrsvorgänge erzielt werden und zudem das Auftreten von kritischen Verkehrssituation vorgebeugt werden. Die StVO-Verkehrszeichen und -Einrichtungen haben die Aufgabe, die Verkehrsregeln zu unterstützen, zu verfeinern sowie optisch sichtbar für jeden Verkehrsteilnehmer zu übersetzen. Die StVO-Zeichen sind untergliedert in allgemeine Verkehrszeichen (Paragraph 39 StVO), Gefahrenzeichen (Paragraph 40 StVO), Vorschriftzeichen (Paragraph 41 StVO) und Richtzeichen (Paragraph 42 StVO). Der Paragraph 43 StVO regelt hingegen die Verkehrseinrichtungen. Es ist zu beachten, dass im zweiten Teil der StVO beispielsweise auch Fahrbahnmarkierungen sowie das blaue oder gelbe Blinklicht thematisiert werden. Zudem wird den Verkehrsteilnehmern aufgezeigt, was die Zeichen von Polizeibeamten im Straßenverkehr zu bedeuten haben.
StVo und Bußgeld

Im Teil III der StVO sind die Bußgeldvorschriften enthalten

Teil III StVO: Durchführungs-, Bußgeld- und Schlussvorschriften

  • Der dritte Teil macht die Aufgaben und Zuständigkeiten der Behörden deutlich, die im Straßenverkehr handeln. Schließlich sind es die Verkehrsbehörden, die mit verschiedenen Mitteln dafür Sorge tragen, dass ein reibungsloser Verkehr überhaupt realisiert werden kann. Sollte es zu Störungen kommen, so verdeutlicht dieser Teil, welche Instrumente in Kraft treten, um die Störungen zu beheben bzw. deren Auftreten in Zukunft zu vermeiden. Darüber hinaus klärt dieser Teil, der sich aus den Paragraphen 44 bis 53 StVO zusammensetzt, die Sonderregelungen für die Insel Helgoland.

Was waren bedeutende Veränderungen in der StVO?

Seit Bestehen der Straßenverkehrsordnung wurde diese immer mal wieder überarbeitet, sodass es zu Veränderungen kam und auch in Zukunft kommen wird. Schließlich sind auch die Straßenbenutzung und die allgemeine Verkehrssituation einer fortlaufenden Entwicklung ausgesetzt. Entsprechend beobachten Juristen und Verkehrsplaner, ob bestehende Regeln einzeln und im Zusammenwirken noch die erwünschten Wirkungen auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer haben.

Bei der Novellierung ist zu beobachten, dass manchmal nur einzelne Punkte in der StVO modifiziert oder gänzlich gestrichen werden, während im Abstand von Jahrzehnten auch immer wieder das gesamte Regelwerk überarbeitet wird.

Im Folgenden werden wir Ihnen die bedeutendsten Veränderung und Novellen in der StVO aufzeigen.

    • Neufassung der StVO 1970: Eine der größten Änderungen in der Neufassung der StVO 1970 war u.a. die Fahrtrichtungsanzeige zum Fahrspurwechsel. Zudem galt die Benutzungspflicht für Radwege, die in den 1930er Jahren eingeführt wurde, nur noch für rechtsseitige Radfahrwege. Darüber hinaus wurden diverse Piktrogramme im Straßenverkehr überarbeitet oder neu geschaffen und viele Verkehrszeichen bekamen eine neue farbliche Gestaltung.
    • Novelle der StVO 1980: Im Fokus der Novelle von 1980, die am 1. August des Jahres in Kraft trat, stand die Parkproblematik im Bereich der Innenstädte und den gesicherten Freiräumen von Anliegern. Außerdem wurden erstmals auch Behinderte durch eingeführte Zusatzeichen im Straßenverkehr berücksichtigt.
    • Novelle der StVO 1992: Mit dem Ende der deutschen Teilung und dem Beitritt der DDR am 3. Oktober 1990 zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, wurde die bundesdeutsche Straßenverkehrsordnung auf die Beitrittsgebiete (ehemalige DDR und Ost-Berlin) ausgeweitet. Die DDR hatte bis zur Wiedervereinigung die StVO des Deutschen Reiches von 1934 des öfteren geändert.
StVO-Neuerungen für Radfahrer

1997 gab es in der StVO Neuerungen, die vor allem Radfahrer betrafen

  • Novelle der StVO 1997: Diese Novelle hat sich vor allem mit der Straßenverkehrsordnung fürs Fahrrad befasst und wird somit auch als Radfahrnovelle bezeichnet. Hierbei wurden beispielsweise Tempo-30-Zonen eingeführt. Darüber hinaus ist es Radfahrern seit dieser Novelle erlaubt, Einbahnstraßen bei entsprechender Beschilderung entgegengesetzt der Fahrtrichtung zu befahren. Außerdem gab es auch Änderungen bei der Benutzung der Radwege, wobei seither nur noch Radwege mit den StVO Zeichen 237, 240 und 241 (weißes Fahrrad auf blauem Grund) benutzungspflichtig sind. Zudem können Radfahrstreifen (benutzungspflichtig) sowie Schutzstreifen (nur orientierend) auch auf der Fahrbahn eingerichtet werden und es müssen keine Radwege aus Bordstein gebaut werden.
  • Novelle der StVO 2009: Diese Novelle stand vor allem im Zeichen der Verkehrsschilder, wobei aber in der bis dato 46. StVO-Novelle, die zum 1. September 2009 in Kraft trat, zwei Schwerpunkte behandelt wurden. Zum einen sollte der Schilderwald reduziert (daher auch die Bezeichnung Schilderwaldnovelle) und zum anderen der Fahrradverkehr sicherer gemacht werden.
  • Novelle der StVO 2010: Bei dieser Änderung wurde u.a. die Winterreifenpflicht aufgegriffen und modifiziert. Demnach sind seit dem 3. Dezember 2010 M+S-Reifen (steht für „Matsch & Schnee“) bei Glatteis, Schneematsch, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte Pflicht. Diese Reifen zeichnen sich durch ein Profil aus, welches bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Kälte, Schnee und Glätte den nötigen Griff gewährleistet.
  • Neufassung der StVO 2013: Am 1. April 2013 trat die lange geplante Änderung der Straßenverkehrsordnung, der so genannten „Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung“ in Kraft. Dabei wurden bestehende Rechtsunsicherheiten endgültig beseitigt. Bei der Neufassung der StVO wurde vor allem das Bußgeld für einen Verstoß gegen die Vorschriften zum Parken und Halten angehoben, aber auch diverse andere Bußgelder wurden erhöht. Zudem wurden verschiedene StVO-Verkehrszeichen wie beispielsweise die Zeichen 150 und 153 (Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken), Zeichen 353 (Einbahnstraße) oder die Zusatzzeichen 1052-38 (schlechter Fahrbahnrand) ersatzlos gestrichen. Zugleich wurden aber auch einige neue Verkehrsschilder (u.a. Zeichen 314.1 Parkraumbewirtschaftung; Zusatzzeichen ‚Inline-Skater zugelassen‘; Zeichen 357 Durchlässige Sackgasse) in die StVO aufgenommen.

Sonderrechte in der Straßenverkehrsordnung Deutschland

In Paragraph 35 StVO wird die Befreiung von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung, was als Sonderrechte beschrieben wird, geregelt. Damit Verkehrsteilnehmer Sonderrechte für sich geltend machen können, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein; allen voran, wenn höchste Eile geboten ist, um schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden oder wenn Menschenleben zu retten sind. Aber in der Praxis gibt es noch viele andere Szenarien, in denen nicht nur Fahrzeuge des Rettungsdienstes gemeint sind. So darf beispielsweise der Winterdienst langsamer auf der Autobahn fahren, die Straßenreinigung die Gehwege befahren oder die Müllabfuhr im Halteverbot halten und parken. In all den Fällen werden Sonderrechte ausgesprochen.

StVO und Sonderrechte

Einsatzfahrzeuge haben laut StVO Sonderrechte

Werden Sonderrechte in Anspruch genommen, dann darf das aber auch nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung geschehen. Das Sonderrecht hat aber nicht zur Folge, dass andere Verkehrsteilnehmer den Weg frei machen müssen. Diese Pflicht besteht nur dann, wenn laut Paragraph 38 StVO das Wegerecht durch das Einsatzhorn und blaues Blinklicht in Anspruch genommen wird.

Sonderrechte für Privatpersonen

Dürfen auch von Privatpersonen im Straßenverkehr Sonderrechte in Anspruch genommen werden? Diese Frage werden sich schon viele Verkehrsteilnehmer gestellt haben, wobei es im Jahr 2002 vom Oberlandesgericht Stuttgart (Ss 71/02) ein aussagekräftiges Urteil hierzu gab. Demnach können auch Privatpersonen Sonderrechte in Anspruch nehmen und somit von allen denkbaren Verkehrsregeln und dem Strafenkatalog der StVO befreit werden. Hierfür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt und/oder gegeben sein:

  • Es besteht das Gebot der höchsten Eile.
  • Es ist die Gefahr einer schweren gesundheitlichen Schädigung gegeben oder es sind sogar Menschenleben in Gefahr.
  • Die tatsächliche Abwendbarkeit der Gefahr durch Eile ist gegeben.

In diesem Fall gelten dann keine geänderten Verkehrsregeln. Es darf jedoch ohne gegen die StVO zu verstoßen und zugleich straffrei bleibend beispielsweise die Fußgängerzone durchquert, auf Fußgängerwege gefahren, rote Ampeln überfahren oder von der falschen Seite aus in Einbahnstraßen gefahren werden.

An dieser Stelle sei aber explizit darauf hingewiesen, dass bei der Inanspruchnahme von Sonderrechten eine Einschränkung beachtet werden muss. Denn, auch wenn die Voraussetzung für Sonderrechte vorliegen, dürfen diese nur in dem Umfang geltend gemacht werden, die für die Zielerreichung erforderlich sind. In diesem Fall wäre es das schnellstmögliche Erreichen des Einsatzortes. Es existiert ein Übermaßverbot.

StVO: Das sind die wichtigsten Paragraphen

Natürlich ist jeder Paragraph und jede Vorschrift in der Straßenverkehrsordnung wichtig. Doch es gibt Verkehrsregeln, mit denen man als Autofahrer öfter in Kontakt steht, weil man sich einen Verstoß geleistet hat. Zudem gibt es auch Paragraphen, die von ihrer Bedeutung im Sinne der Verkehrssicherheit enorm wichtig sind, sodass eine gesonderte Vorstellung und Beschreibung unumgänglich ist. Doch welches sind denn nun die wichtigsten StVO-Paragraphen?

Paragraph 1 StVO: Inhalt und Bedeutung

Die StVO-Paragraphen

Die einzelnen Paragraphen der StVO

Der Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung erläutert die Grundregel, die für alle Verkehrsteilnehmer bindend ist. Sie lautet wie folgt:

§ 1 Grundregel StVO:

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Paragraph 3 StVO: Geschwindigkeit

Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit gehören zu den häufigsten Vergehen auf deutschen Straßen. Temposünder müssen mit hohen Bußgeldern rechnen, wobei der aus der Straßenverkehrsordnung resultierende Bußgeldkatalog auch noch Punkte in Flensburg und bei besonders schweren Verstößen ein Fahrverbot von bis zu 3 Monaten vorsieht. Bei den Geschwindigkeitsverstößen wird grundsätzlich zwischen innerorts und außerorts unterschieden, wobei das Strafmaß für die Verstöße innerorts verständlicherweise härter bestraft werden.

In der Straßenverkehrsordnung ist zum Thema Geschwindigkeit folgendes vorgeschrieben:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

(3) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen

  • innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Kraftfahrzeuge 50 km/h,
  • außerhalb geschlossener Ortschaften (…) für Personenkraftwagen sowie für andere Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 t 100 km/h.

Paragraph 4 StVO: Abstand

Ob bewusst oder unbewusst: Auf deutschen Straßen – vor allem auf Autobahnen – wird gedrängelt. Doch es bleibt nicht nur bei der Missachtung des Sicherheitsabstands, sondern zugleich wird der Vordermann mit Lichthupe oder durch das Setzen des linken Blinkers genötigt. Es gibt genügend Autofahrer, die es mit der Einhaltung des Sicherheitsabstandes zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ernst nehmen. Aber die Statistik belegt, dass gerade bei diesen Verstößen Unfälle vorprogrammiert sind. Denn, wenn der vorausfahrende Fahrer seine Geschwindigkeit (unerwartet) drosselt, kann bei einem zu geringen Abstand der Bremsweg ganz schnell zu kurz sein und es kommt zum Auffahrunfall, der besonders bei höherer Geschwindigkeit folgenschwer sein kann. Dabei ist zu beachten, dass durch die Schrecksekunde in fast allen Fällen wichtige Reaktionszeit verloren geht, die einem ein zu geringer Sicherheitsabstand keinesfalls verzeiht.

In der Straßenverkehrsordnung ist das Thema Abstand in Paragraph 4 u.a. wie folgt geklärt:

Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

Um den Sicherheitsabstand zu bestimmen, spielt die gefahrene Geschwindigkeit eine wichtige Rolle. Denn der Abstand zum Vordermann muss dem halben Tachowert in Metern entsprechen. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h beträgt der Sicherheitsabstand 50 Meter. Auf Autobahnen oder Landstraßen dienen die Leitpfosten, die in der Regel im Abstand von 50 Metern positioniert sind, als Anhaltspunkt.

Paragraph 5 StVO: Überholen

Der Überholvorgang unterliegt einigen Regelungen, die in der StVO natürlich ausführlich aufgeführt sind. Entscheidend dabei ist, dass beim Überholen andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert noch in Gefahr gebracht werden dürfen. Entsprechend ist auf genügend Seitenabstand als auch Abstand beim Wiedereinscheren zu achten, aber auch die eigene Geschwindigkeit muss so sein, dass das Überholen flüssig erfolgt.

StVO zum Überholen

Die StVO enthält auch Regeln zum Überholen

In der Straßenverkehrsordnung lauten die Regeln zum Überholen u.a. wie folgendermaßen:

(1) Es ist links zu überholen.

(2) Überholen darf nur, wer übersehen kann, dass während des ganzen Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen ist. Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende fährt.

(3) Das Überholen ist unzulässig:

  1. bei unklarer Verkehrslage oder
  2. wenn es durch ein angeordnetes Verkehrszeichen (Zeichen 276, 277) untersagt ist.

(4) Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu den zu Fuß Gehenden und zu den Rad Fahrenden, eingehalten werden. Wer überholt, muss sich so bald wie möglich wieder nach rechts einordnen. Wer überholt, darf dabei denjenigen, der überholt wird, nicht behindern. (…)

(6) Wer überholt wird, darf seine Geschwindigkeit nicht erhöhen. Wer ein langsameres Fahrzeug führt, muss die Geschwindigkeit an geeigneter Stelle ermäßigen, notfalls warten, wenn nur so mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen das Überholen möglich ist. Hierzu können auch geeignete Seitenstreifen in Anspruch genommen werden; das gilt nicht auf Autobahnen.

Wer ein Überholverbot ignoriert oder falsch überholt, wird Bekanntschaft mit dem laut Straßenverkehrsordnung geltenden Bußgeldkatalog und Bußgeldrechner machen, wobei Verkehrssündern neben einem Bußgeld auch Punkte sowie ein Fahrverbot drohen, wenn beispielsweise bei unklarer Verkehrslage mit Gefährdung überholt wurde.

Paragraph 8 StVO: Vorfahrt

Die Vorfahrtsregelung ist im Straßenverkehr durch entsprechende Verkehrsschilder geregelt, wobei aber unter Umständen auch die bekannte Regelung „rechts vor links“ greift. Wird die Vorfahrtsregelung missachtet, wobei in der Bußgeldtabelle für Vorfahrt auch das Überfahren einer roten Ampel oder des Stoppschilds aufgeführt sind, kann das Bußgeld sehr hoch ausfallen. So ist mit einer Geldstrafe von 70 oder 90 Euro, in schwereren Fällen aber auch von 200 bis 360 Euro zu rechnen. Zudem kann je nach Verstoß maximal ein Punkt im Verkehrszentralregister eingetragen sowie ein Fahrverbot ausgesprochen werden. Die Strafen sind nicht umsonst so hoch angesetzt, da eine Missachtung der Vorfahrt schwere Unfälle verursachen kann.

Im Folgenden finden Sie einen Ausschnitt aus dem Paragraphen 8 StVO zur Vorfahrt:

(1) An Kreuzungen und Einmündungen hat die Vorfahrt, wer von rechts kommt. Das gilt nicht,

  1. wenn die Vorfahrt durch Verkehrszeichen besonders geregelt ist (Zeichen 205, 206, 301, 306) oder
  2. für Fahrzeuge, die aus einem Feld- oder Waldweg auf eine andere Straße kommen.

(1a) Ist an der Einmündung in einen Kreisverkehr Zeichen 215 (Kreisverkehr) unter dem Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren) angeordnet, hat der Verkehr auf der Kreisfahrbahn Vorfahrt. Bei der Einfahrt in einen solchen Kreisverkehr ist die Benutzung des Fahrtrichtungsanzeigers unzulässig.

(2) Wer die Vorfahrt zu beachten hat, muss rechtzeitig durch sein Fahrverhalten, insbesondere durch mäßige Geschwindigkeit, erkennen lassen, dass gewartet wird. Es darf nur weitergefahren werden, wenn übersehen werden kann, dass wer die Vorfahrt hat, weder gefährdet noch wesentlich behindert wird. Kann das nicht übersehen werden, weil die Straßenstelle unübersichtlich ist, so darf sich vorsichtig in die Kreuzung oder Einmündung hineingetastet werden, bis die Übersicht gegeben ist. Wer die Vorfahrt hat, darf auch beim Abbiegen in die andere Straße nicht wesentlich durch den Wartepflichtigen behindert werden.

Paragraph 12 StVO: Halten und Parken

Wo darf ich mit meinem Kraftfahrzeug halten und parken und wo nicht? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Halten und Parken? Die StVO gibt hierfür erst einmal grundlegende Antworten, ansonsten helfen die Verkehrszeichen und -schilder weiter. Prinzipiell sollte am rechten Seitenstreifen gehalten oder geparkt werden.

Die Regelung vom Halten und Parken durch die StVO ist natürlich auch von hoher Bedeutung, da andernfalls ein geordneter Verkehrsfluss gar nicht mehr möglich wäre. Sonst würde jeder sein Fahrzeug gerade da abstellen, wo es ihm am besten passt. Dennoch gehören Verstöße gegen Halten und Parken zu den häufigsten überhaupt, wobei sich das Bußgeld in den meisten Fällen zwischen 10 bis 35 Euro beläuft.

Stvo zum halten und parken

Regeln der StVO zum Halten und Parken

Folgender Ausschnitt aus der Straßenverkehrsordnung verdeutlicht die Regelungen zum Themenbereich Halten und Parken:

(1) Das Halten ist unzulässig

  1. an engen und an unübersichtlichen Straßenstellen,
  2. im Bereich von scharfen Kurven,
  3. auf Einfädelungs- und auf Ausfädelungsstreifen,
  4. auf Bahnübergängen,
  5. vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten.

(2) Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.

(3) Das Parken ist unzulässig

  1. vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je 5 m von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten,
  2. wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert,
  3. vor Grundstücksein- und -ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen gegenüber,
  4. über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen, wo durch Zeichen 315 oder eine Parkflächenmarkierung (Anlage 2 Nummer 74) das Parken auf Gehwegen erlaubt ist,
  5. vor Bordsteinabsenkungen.

Paragraph 21 StVO: Personenbeförderung

Der Paragraph 21 StVO ist vor allem für Familien bzw. Eltern von großer Bedeutung. Denn dieser zeigt die Regeln auf, wie viele Personen in Kraftfahrzeugen überhaupt transportiert werden dürfen. Auch ist in diesem Paragraphen geregelt, was bei der Mitnahme von Kindern im Auto zu beachten ist. Zugleich wird auch in diesem Gesetz die Straßenverkehrsordnung fürs Fahrrad thematisiert und die Frage beantwortet, was beim Transport von Kindern auf dem Fahrrad zu beachten ist.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Auszüge zur Personenbeförderung aus der StVO, wobei vor allem auch die Vorschriften aus dem Paragraphen 21a StVO zu beachten sind:

(1) In Kraftfahrzeugen dürfen nicht mehr Personen befördert werden, als mit Sicherheitsgurten ausgerüstete Sitzplätze vorhanden sind. Abweichend von Satz 1 dürfen in Kraftfahrzeugen, für die Sicherheitsgurte nicht für alle Sitzplätze vorgeschrieben sind, so viele Personen befördert werden, wie Sitzplätze vorhanden sind. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht in Kraftomnibussen, bei denen die Beförderung stehender Fahrgäste zugelassen ist. Es ist verboten, Personen mitzunehmen

  1. auf Krafträdern ohne besonderen Sitz,
  2. auf Zugmaschinen ohne geeignete Sitzgelegenheit oder
  3. in Wohnanhängern hinter Kraftfahrzeugen.

(1a) Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 91/671/EWG des Rates vom 16. Dezember 1991 über die Gurtanlegepflicht und die Pflicht zur Benutzung von Kinderrückhalteeinrichtungen in Kraftfahrzeugen (ABl. L 373 vom 31.12.1991, S. 26), der durch Artikel 1 Nummer 3 der Richtlinie 2003/20/EG (ABl. L 115 vom 9.5.2003, S. 63) neu gefasst worden ist, genannten Anforderungen genügen und für das Kind geeignet sind. Abweichend von Satz 1

  1. ist in Kraftomnibussen mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t Satz 1 nicht anzuwenden,
  2. dürfen Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr auf Rücksitzen mit den vorgeschriebenen Sicherheitsgurten gesichert werden, soweit wegen der Sicherung anderer Kinder mit Kinderrückhalteeinrichtungen für die Befestigung weiterer Rückhalteeinrichtungen für Kinder keine Möglichkeit besteht,

(1b) In Fahrzeugen, die nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, dürfen Kinder unter drei Jahren nicht befördert werden. Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, müssen in solchen Fahrzeugen auf dem Rücksitz befördert werden. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Kraftomnibusse. (…)

(3) Auf Fahrrädern dürfen nur Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden, wenn für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können. Hinter Fahrrädern dürfen in Anhängern, die zur Beförderung von Kindern eingerichtet sind, bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden. Die Begrenzung auf das vollendete siebte Lebensjahr gilt nicht für die Beförderung eines behinderten Kindes.

Paragraph 23 StVO: Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers

Stvo über sonstige Pflichten

Paragraph 23 StVO regelt die sonstigen Pflichten von Fahrzeugführern

Natürlich spielt das Thema Sicherheit bzw. Verkehrssicherheit in der Straßenverkehrsordnung eine übergeordnete Rolle, wie allein schon Paragraph 23 StVO beweist. Hier wird Fahrzeugführern aufgezeigt, was grundsätzlich beachtet werden muss, damit gefährlichen Situationen bereits im Vorfeld Einhalt geboten wird. Thematisiert werden hierbei u.a. die Sicht, Ladung, Beleuchtung, oder Telefonieren während der Fahrt. Doch in der Realität wird leider viel zu oft gegen die Vorschriften aus dem Paragraph StVO 23 verstoßen, obwohl jedem bewusst ist, dass nicht nur Bußgeld oder Punkte drohen können, sondern auch eine Gefahr für unbeteiligte Dritte bei Missachtung die Folge sein kann.

Da der Paragraph 23 StVO mit zu den wichtigsten gehört, gibt es im Folgenden entsprechende Auszüge:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. Ferner ist dafür zu sorgen, dass die vorgeschriebenen Kennzeichen stets gut lesbar sind. Vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen müssen an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern sowie an Fahrrädern auch am Tage vorhanden und betriebsbereit sein, sonst jedoch nur, falls zu erwarten ist, dass sich das Fahrzeug noch im Verkehr befinden wird, wenn Beleuchtung nötig ist (§ 17 Absatz 1).

(1a) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.

(1b) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte). (…)

(3) Wer ein Fahrrad oder ein Kraftrad fährt, darf sich nicht an Fahrzeuge anhängen. Es darf nicht freihändig gefahren werden. Die Füße dürfen nur dann von den Pedalen oder den Fußrasten genommen werden, wenn der Straßenzustand das erfordert.

Paragraph 36 StVO bis Paragraph 39 StVO: Besondere Zeichen und Weisungen

Im Straßenverkehr gibt es zusätzlich zu den StVO-Verkehrszeichen auch noch verschiedene Zeichen und Weisungen, die den Verkehrsteilnehmern vorschreiben, wie sie sich in der jeweiligen Situation zu verhalten haben. Doch dabei bekommen es die Verkehrsteilnehmer, egal ob auf der Landstraße, der Autobahn oder innerorts, mit einem regelrechten Schilderwald zu tun, wobei längst nicht jedem die verschiedenen StVO-Verkehrszeichen, Straßenverkehrsordnung Schilder und Verkehrseinrichtungen genau bekannt sind.

Deren Bedeutung wird in den Paragraphen StVO 36 (Zeichen und Verkehrseinrichtungen), StVO 37 (Wechsellichtzeichen und Dauerlichtzeichen) und StVO 38 (blaues Blinklicht und gelbes Blinklicht) beschrieben. Damit die Zeichen und Weisungen ihre Wirkung nicht verfehlen und von jedem Verkehrsteilnehmer richtig verstanden werden, ist deren Bedeutung natürlich eine Grundvoraussetzung. Bei der Straßenbenutzung wird jedem schnell auffallen, dass meist verschiedene Verkehrszeichen zusammen auftreten.

Dabei gilt folgende Grundregel: Polizist vor Ampel, Ampel vor Schild.

An dieser Stelle zudem noch der Hinweis, dass beim Verstoß gegen die Zeichen und Weisungen mitunter empfindliche Geldstrafe und andere Sanktionen wie Punkte oder Fahrverbot im Straßenverkehrsordnung Bußgeldkatalog warten.

Stvo und Polizei

Regeln der StVO über Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten

Im Folgenden finden Sie die bedeutendsten Auszüge der drei genannten Paragraphen.

36 StVO Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten:

(1) Die Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten sind zu befolgen. Sie gehen allen anderen Anordnungen und sonstigen Regeln vor, entbinden den Verkehrsteilnehmer jedoch nicht von seiner Sorgfaltspflicht.

(2) An Kreuzungen ordnet an:

  1. Seitliches Ausstrecken eines Armes oder beider Arme quer zur Fahrtrichtung: „Halt vor der Kreuzung“.Der Querverkehr ist freigegeben.Wird dieses Zeichen gegeben, gilt es fort, solange in der gleichen Richtung gewinkt oder nur die Grundstellung beibehalten wird. Der freigegebene Verkehr kann nach den Regeln des § 9 abbiegen, nach links jedoch nur, wenn er Schienenfahrzeuge dadurch nicht behindert.
  2. Hochheben eines Arms: „Vor der Kreuzung auf das nächste Zeichen warten“, für Verkehrsteilnehmer in der Kreuzung: „Kreuzung räumen“.

37 StVO Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil

(1) Lichtzeichen gehen Vorrangregeln und Vorrang regelnden Verkehrszeichen vor. Wer ein Fahrzeug führt, darf bis zu 10 m vor einem Lichtzeichen nicht halten, wenn es dadurch verdeckt wird.

(2) Wechsellichtzeichen haben die Farbfolge Grün – Gelb – Rot – Rot und Gelb (gleichzeitig) – Grün. Rot ist oben, Gelb in der Mitte und Grün unten.

An Kreuzungen bedeuten:

  • Grün: „Der Verkehr ist freigegeben“. Er kann nach den Regeln des § 9 abbiegen, nach links jedoch nur, wenn er Schienenfahrzeuge dadurch nicht behindert.
  • Grüner Pfeil: „Nur in Richtung des Pfeils ist der Verkehr freigegeben“. Ein grüner Pfeil links hinter der Kreuzung zeigt an, dass der Gegenverkehr durch Rotlicht angehalten ist und dass, wer links abbiegt, die Kreuzung in Richtung des grünen Pfeils ungehindert befahren und räumen kann.
  • Gelb ordnet an: „Vor der Kreuzung auf das nächste Zeichen warten“. Keines dieser Zeichen entbindet von der Sorgfaltspflicht.
  • Rot ordnet an: „Halt vor der Kreuzung“.(…)

(3) Dauerlichtzeichen über einem Fahrstreifen sperren ihn oder geben ihn zum Befahren frei.

  • Rote gekreuzte Schrägbalken ordnen an: „Der Fahrstreifen darf nicht benutzt werden“.
  • Ein grüner, nach unten gerichteter Pfeil bedeutet: „Der Verkehr auf dem Fahrstreifen ist freigegeben“.
  • Ein gelb blinkender, schräg nach unten gerichteter Pfeil ordnet an: „Fahrstreifen in Pfeilrichtung wechseln“.

(4) Wo Lichtzeichen den Verkehr regeln, darf nebeneinander gefahren werden, auch wenn die Verkehrsdichte das nicht rechtfertigt.

(5) Wer ein Fahrzeug führt, darf auf Fahrstreifen mit Dauerlichtzeichen nicht halten.

Stvo und Blaulicht

Die StVO sieht Sonderregelungen für Fahrzeuge mit Blaulicht vor

38 StVO: Blaues Blinklicht und gelbes Blinklicht

(1) Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.

Es ordnet an: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen“.

(2) Blaues Blinklicht allein darf nur von den damit ausgerüsteten Fahrzeugen und nur zur Warnung an Unfall- oder sonstigen Einsatzstellen, bei Einsatzfahrten oder bei der Begleitung von Fahrzeugen oder von geschlossenen Verbänden verwendet werden.

(3) Gelbes Blinklicht warnt vor Gefahren. Es kann ortsfest oder von Fahrzeugen aus verwendet werden. Die Verwendung von Fahrzeugen aus ist nur zulässig, um vor Arbeits- oder Unfallstellen, vor ungewöhnlich langsam fahrenden Fahrzeugen oder vor Fahrzeugen mit ungewöhnlicher Breite oder Länge oder mit ungewöhnlich breiter oder langer Ladung zu warnen.

39 StVO: Verkehrszeichen

(2) Regelungen durch Verkehrszeichen gehen den allgemeinen Verkehrsregeln vor. Verkehrszeichen sind Gefahrzeichen, Vorschriftzeichen und Richtzeichen. Als Schilder stehen sie regelmäßig rechts. Gelten sie nur für einzelne markierte Fahrstreifen, sind sie in der Regel über diesen angebracht.

(3) Auch Zusatzzeichen sind Verkehrszeichen. Zusatzzeichen zeigen auf weißem Grund mit schwarzem Rand schwarze Sinnbilder, Zeichnungen oder Aufschriften, soweit nichts anderes bestimmt ist. Sie sind unmittelbar, in der Regel unter dem Verkehrszeichen, auf das sie sich beziehen, angebracht. (…)

(5) Auch Markierungen und Radverkehrsführungsmarkierungen sind Verkehrszeichen. Sie sind grundsätzlich weiß. Nur als vorübergehend gültige Markierungen sind sie gelb; dann heben sie die weißen Markierungen auf.

Paragraph 49 StVO: Ordnungswidrigkeiten

Wer sich an die Regeln und Vorschriften der StVO nicht hält, wird Bekanntschaft mit der Straßenverkehrsordnung und dem Bußgeldkatalog machen. Ein Verstoß kann beispielsweise das Überfahren einer roten Ampel, das Überholen im Überholverbot, eine erhebliche Unterschreitung des Sicherheitsabstandes zum vorausfahrenden Fahrzeug oder eine Geschwindigkeitsüberschreitung sein. In Paragraph 49 StVO werden die Sanktionsbestimmungen festgelegt.

StVO: Wichtige Regeln für Fußgänger und Radfahrer

Stvo für Fußgänger

Die StVO gilt auch für Fußgänger

Fällt der Begriff Straßenverkehrsordnung oder die Kurzfassung StVO, denken viele sofort an Autofahrer bzw. Kraftfahrzeugführer. Doch die Verkehrsregeln gelten selbstverständlich auch für Fußgänger und Radfahrer, da diese aktiv am Verkehrsgeschehen teilnehmen. Denn die Verkehrsteilnahme erfolgt nicht nur durch die Straßenbenutzung der Autofahrer, sondern auch durch die Nutzung von Gehwegen, Plätzen oder Fahrradwegen durch Fußgänger oder Radfahrer.

Straßenverkehrsordnung – Fußgänger

Auch wenn die Anzahl der Verkehrsregeln oder Verkehrszeichen für Passanten im Vergleich zu denen für Kraftfahrzeuge deutlich geringer ausfallen, müssen sich Fußgänger an die Vorschriften der StVO in Deutschland halten. Vor allem der Paragraph 25 StVO („Fußgänger“) nennt die Regelungen, wobei folgende die bedeutsamsten sind:

Wer zu Fuß geht, muss die Gehwege benutzen. Auf der Fahrbahn darf nur gegangen werden, wenn die Straße weder einen Gehweg noch einen Seitenstreifen hat. Wird die Fahrbahn benutzt, muss innerhalb geschlossener Ortschaften am rechten oder linken Fahrbahnrand gegangen werden; außerhalb geschlossener Ortschaften muss am linken Fahrbahnrand gegangen werden, wenn das zumutbar ist. Bei Dunkelheit, bei schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, muss einzeln hintereinander gegangen werden.

Wer zu Fuß geht, hat Fahrbahnen unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zügig auf dem kürzesten Weg quer zur Fahrtrichtung zu überschreiten, und zwar, wenn die Verkehrslage es erfordert, nur an Kreuzungen oder Einmündungen, an Lichtzeichenanlagen innerhalb von Markierungen oder auf Fußgängerüberwegen (Zeichen 293). Wird die Fahrbahn an Kreuzungen oder Einmündungen überschritten, sind dort vorhandene Fußgängerüberwege oder Markierungen an Lichtzeichenanlagen stets zu benutzen.

Fußgänger, die sich nicht an die Regeln und StVO-Verkehrszeichen halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen. Zudem sagt der Strafkatalog der StVO aus, dass ein Passant beim Überqueren einer roten Ampel nicht nur ein Bußgeld entrichten muss, sondern im Falle eines durch ein Rotlichtverstoß verursachten Unfalls die Hauptschuld trägt.

Straßenverkehrsordnung – Fahrrad

Auch für Radfahrer sind die Verhaltensregeln hauptsächlich in der Straßenverkehrsordnung festgelegt, wobei es in den diversen Paragraphen entsprechende Hinweise für Radfahrer gibt (z.B. Paragraph 2 zur Straßenbenutzung, Paragraph 5 zum Überholen, Paragraph 9 zum Abbiegen, Paragraph 21 zur Personenbeförderung). Wer seine Rechte und Pflichten als Radfahrer – aber auch als Fußgänger – nicht kennt, für den sieht die Bußgeldtabelle verschiedene Strafen und Bußgelder vor. In der StVO-Fahrrad beziehen sich die Vorschriften insbesondere auf die Beleuchtung, Geschwindigkeit, Benutzung der Fahrstreifen, Benutzung der Schutzhelme sowie Verhalten beim Unfall. Darüber hinaus werden noch in der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) weitere Regeln festgelegt, die aber vornehmlich die technische Ausstattung des Fahrrads behandeln, die gegeben sein müssen, damit es als verkehrstauglich eingestuft werden kann.

Stvo für Radfahrer im Detail

Die StVO für Radfahrer

Folgende Übersicht nennt die wichtigsten Regeln der Straßenverkehrsordnung Fahrrad:

  • Angetrunken oder betrunken sollte man das Fahrrad besser schieben. Wer die zulässige Promillegrenze überschreitet, muss laut Bußgeldtabelle und Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld rechnen. Im schlimmsten Fall wird ein Fahrverbot ausgesprochen und der Führerschein eingezogen.
  • In der Regel ist das Radfahren in der Fußgängerzone verboten. Ist allerdings ein entsprechendes Zusatzschild angebracht, ist es wiederum erlaubt. Dabei gilt die Ausnahmegenehmigung erst nach dem Ende der Ladenöffnungszeiten.
  • Das Fahren in eine Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung ist verboten. Aber auch hier kann durch ein Zusatzschild „Fahrrad frei“ ein Sonderrecht für Radfahrer verordnet werden und es darf ausnahmsweise entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf der Straße gefahren werden.
  • Genau wie beim Führen eines Kraftfahrzeuges ist auch auf dem Fahrrad das Telefonieren verboten. Hier drohen laut Strafkatalog StVO Bußgelder von 25 Euro.
  • Das Tragen von Schutzhelmen ist für Radfahrer in der Straßenverkehrsordnung Fahrrad nicht vorgeschrieben. Im Sinne der Verletzungsminimierung sollte aber nicht darauf verzichtet werden.

Wie sieht die StVO für Österreich aus?

Neben der StVO Deutschland, die hierzulande bundesweit gilt, gibt es auch in Österreich eine StVO, die sog. StVO-Österreich. Diese regelt – ähnlich wie das Pendant in Deutschland – zusammen mit einer Reihe anderer Gesetze und Verordnungen, wie beispielsweise dem Kraftfahrgesetz (KFG) oder Führerscheingesetz (FSG), das Straßenverkehrsrecht für alle Verkehrsteilnehmer in Österreich. Die StVO-Österreich wurde 1960 beschlossen und ist am 1. Januar 1961 in Kraft getreten.

Der Inhalt, Aufbau und die Regelungen der StVO-Österreich sind zur StVO-Deutschland sehr ähnlich und es gibt nur minimale Unterschiede. So werden die Vorschriften für alle Verkehrsteilnehmer aufgezeigt, wobei vor allem die Fahrregeln (Vorfahrt, Überholen, Geschwindigkeitsbegrenzung, Fahrstreifenwechsel, Rechtsfahrgebot usw.) und die Bedeutung der Lichtzeichen und Verkehrszeichen thematisiert werden.

32 Kommentare

  1. Klaus S. sagt:

    Hallo
    Meine Frage lautet welcher Abstand muss beim aufstellen
    eines Blitzgerät der Abstand hinter einen jeweiligen
    Verkehrsschild stehen.Es Bestand eine Streitfrage unter Freunden.
    Nach meinen Wissen müssen es 200m nach dem Schild sein.
    Gibt es hierzu einen & in der StvO oder wo kann ich dazu
    eine Aussage finden.
    Mit besten Dank Ihr
    Klaus S.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Klaus,

      in der StVO gibt es hier keine Vorschriften. Die Bundesländer haben oft Regelwerke für das Aufstellen von Blitzern, und dies ist auch von der Bauweise der jeweiligen Blitzer abhängig. Es gibt aber keine einheitlichen Gesetze dafür.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Egon A. sagt:

    Meine Frage : Darf ein Handwerker überall am Straßenrand seinen zweiachsigen Pkw-Anhänger dauernd abstellen ?
    Wie ich weiss, dürfen Wohnwagen nicht ständig am Straßenrand abgestellt werden.
    Für Ihre Antwort möchte ich im voraus danken.
    Egon A.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Egon,

      Anhänger ohne Zugfahrzeug dürfen nicht länger als zwei Wochen an einer Stelle geparkt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Gerhard F. sagt:

    Frage:
    Enkelsohn, 13 Jahre (also nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis), restauriert altes 25 km-Mofa (50-er HERKULES), nicht angemeldet; privates Testgelände ist nur über öffentlichen Verkehrsraum ca. 500m zu erreichen; darf er das Mofa im Fahrrad-Tretbetrieb,also mit abgeschaltetem Motor im öffentl. Verkehr bewegen????????? Oder muß das Gerät grundsätzlich geschoben werden?

    Vorab v.D. für Ihre Antwort

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Gerhard,

      er darf es bewegen, wenn es sich um Privatgelände handelt, da hier in der Regel nicht die StVO gilt, die eine Fahrerlaubnis bzw. Prüfbescheinigung für dieses Mofa reglementiert. Privatgelände ist es u.a. immer dann, wenn es durch eine Schranke oder einen Zaun so abgesperrt ist, dass dieses Gelände nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist. So ist ein Parkplatz von einem Lebensmittelladen z.B. kein Privatgelände im Sinne der StVO.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Schmitz sagt:

    Hallo,
    wo findet man Hinweise zu Verhalten auf Fahrradstraßen insbesondere Überholen von Fahrrädern durch PKW´s?

    Für Ihre Antwort Danke im voraus!.
    Johannes FJ

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Schmitz,

      das Zeichen 244.1, welches die Fahrradstraße kenntlich macht, ist in der Anlage 2 StVO geregelt. Sollten PKW zugelassen sein, gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, müssen PKW die Geschwindigkeit weiter verringern. Ansonsten gelten dieselben regeln, wie sonst auch. Das Nebeneinanderfahren der Fahrräder ist im übrigen erlaubt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Gabriela sagt:

    Was passiert wenn ich trotz Fahrverbot (wegen Alkohol ) nüchtern auf dem Fahrrad erwischt werde?
    Darf ich trotz Fahrrad-Fahrverbot das Fahrrad schieben um damit Zeitungen auszutragen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Gabriela,
      in diesem Fall müssen Sie mit einem Bußgeld und ggf. Punkten in Flensburg rechnen. Normalerweise dürfte es jedoch kein Problem sein, das Fahrrad zu schieben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Coletta sagt:

    Hallo,

    Folgende Situation: Es gibt hier eine Straße die für etwa 1 km zur Landstraße wird und zwei Orte verbindet. Beidseitig dieser Straße existieren Fuß-/Radwege, Fußgänger und Radfahrer müssen sich diese teilen. Trifft hier die Regelung zu, dass man auf der Seite des entgegenkommenden Verkehrs, also auf der linken Seite laufen muss oder gilt dies generell nur auf Straßen außerhalb von Ortschaften OHNE zusätzlichen Gehweg? Was, wenn mein Ziel auf der rechten Seite der Straße liegt und ich dann nach Benutzung einer der wenigen entsprechenden Übergangsstelle noch 100 Meter auf dieser Seite laufen muss?

    MfG Coletta

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Coletta,

      generell geht, dass als Fußgänger auf der Straßenseite des entgegenkommenden Verkehrs gelaufen werden muss, um selbst den Verkehrs im Blick zu haben und nicht die fahrenden Autos im Rücken zu haben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Isabelle sagt:

    Bei uns in der Stadt gibt es einen Autofahrer (ca. 30 Jahre, alter VW Kombi), der es darauf anlegt Unfälle zu provozieren, u.a. um wahrscheinlich Geld von der Versicherung zu kassieren. Er setzt keinen Blinker vor dem Spurwechsel, erzwingt sich die Vorfahrt, bremst urplötzlich mitten auf der stark befahrenen Straße auf Null kmh ab in der Hoffnung der Hintermann fährt ihm ins Auto (i.d.R. ist der Schuld, der auf den Vordermann drauf fährt…). Als ich der Polizei dieses Fahrverhalten des Verkehrsteilnehmers mitteilte, haben die Polizisten nur gegrinst bzw. mich ausgelacht und hatten nicht die Absicht etwas zu unternehmen. Mit welcher Begründung kann ich diesen unfallprovozierenden und fahrlässig handelnden Verkehrsteilnehmer anzeigen? Ihm müsste unbedingt der Führerschein entzogen werden, zumindest temporär.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Isabelle,

      unter Umständen stellt das von Ihnen beschriebene Verhalten einen Nötigung im Straßenverkehr dar.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Boeckers sagt:

    Hallo, meine Frage:
    ist das Abstellen von z.B. Müllbehältern mitten auf Geh- oder Radwegen durch die Mitarbeiter der Müllabfuhr rechtens oder stellt so etwas einen Verstoß gegen die StVO dar und ist damit Bußgeldpflichtig?

    M. Boeckers

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Boeckers,

      in der Regel dürfen Mülltonnen nur am Entsorgungstag auf dem Gehweg abgestellt werden. Doch jede Gemeinde regelt das unterschiedlich. Wenden Sie sich an das für Ihre Region zuständige Ordnungsamt, um sich genauer zu informieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Sylvia sagt:

    Liebes Team,

    ich habe eine Frage bzgl eines 50er Rollers. Und zwar wollte ich wissen ob ich mit diesem auf Landwirtschaftswegen und auf Radwegen fahren darf? Und wenn nein und ich es doch tue mit welcher Strafe muss ich rechnen?
    Danke und Grüße
    Sylvia

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sylvia,
      mit einem solchen Roller dürfen Sie in der Regel weder Landwirtschafts- noch Radwege befahren. Das Bußgeld liegt normalerweise zwischen 10 und 15 Euro, wenn Sie es trotzdem tun.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Werner sagt:

    Hallo bussgeldkatalog.org

    was sagt RNr.31a zu StVO § 39

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Werner,

      § 39 der StVO erklärt und regelt die Verkehrszeichen. diese werden in dem Paragraphen genauer erläutert.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. buri sagt:

    hallo hab ne komplizierte frage .. unzwar wenn ich bei wohnanlage meine eltern parke und beim parkplatz genau zwischen den streifen bin aber eine fremde auto im meinem bereich also über der streifen ist was muss ich tun bzw mit welchen voraussetzungen muss ich rechnen? .. (zwischen den autospiegeln sind max 2-3 cm abstand).. würde mich auf eine positive antwort freuen .. viel dank nochmals..

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo buri,

      wenn Sie innerhalb der Parkstreifen stehen und dort ordnungsgemäß parken, sollte kein Bußgeld für „Stehen im Park-oder Halteverbot“ drohen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Dieter B. sagt:

    Hallo, habe folgende frage: darf man ein auto führen bzw. steuern während der fahrer mit sauerstoff versorgt wird, weil er an der lungenkrankheit copd erkrankt ist.

    gruß d. butzen

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Dieter B.,

      sofern der Betroffene auch mit Sauerstoff fähig ist, ein Fahrzeug zu führen, steht dem Nichts im Wege. Allerdings kann von den Behörden bei einer Kontrolle ein ärtzliches Gutachten zum Nachweis der Eignung verlangt werden. Sie können sich diesbezüglich auch bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde über die Voraussetzungen informieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Anonym sagt:

    Hallo,

    2 Fahrzeuge kommen sich entgegen und wollen beide auf die Hauptstraße einfahren. Das Fahrzeug 1 möchte nach rechts abbiegen, hat das Verkehrszeichen 205 und einen abgesenkten Bordstein vor sich. Das Fahrzeug 2 muss nach links, hat das Verkehrszeichen 205, aber KEINEN abgesenkten Bordstein vor sich. Welches Fahrzeug darf als erstes auf die Kreuzung einfahren?

    Vielen Dank & mfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anonym,

      in diesem Fall dürfte der abgesenkte Bordstein stärker wirken als der Vorrang des Rechtsabbiegers. Nach unserem Verständnis müsste in dem Fall also der Fahrer, der aus der Einfahrt kommt, dem anderen Vorfahrt gewähren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Roberto H. sagt:

    Bin Rollstuhlfahrer .
    Wo ist das parken erlaubt ?
    In Garz/RÜG wird gerne , auf dem Bürgersteig geparkt .

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Roberto H.,

      für Rollstuhlfahrer, die nicht im Besitz eines Behindertenparkausweises sind, gelten in Bezug auf Parken und Halten die gleichen Vorschriften wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Besitzen Sie einen solchen Ausweis, dürfen Sie Behindertenparkplätze benutzen und auch weitere Parkerleichterungen in Anspruch nehmen. Sie können im Ratgeber unter https://www.bussgeldkatalog.org/halten-parken/behindertenparkausweis/ nachlesen, welche dies sind.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. Martina sagt:

    Ich wohne in einer Sackgasse. Die Straße beginnt mit einer Steigung, die bei Schneefall sehr schlecht befahrbar ist. Geräumt wird weder von der Gemeinde noch von Anwohnern. Die Straße wird von Eltern und Kindern zur Schlittenfahrt genutzt. Erstens wird die Straße dadurch noch glatter und zweitens ist die Steigung hinter einer Kurve. Als Autofahrer sieht man die Kinder erst sehr spät. Ich denke hier an paragraph 31 der Stvo. Greift der in diesem Fall? Und wenn ja, wer ist für die Einhaltung dessen zuständig? Polizei ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Martina,

      da liegen Sie richtig. Wenn es nicht ausdrücklich erlaubt wird, ist die Schlittenfahrt auf der Fahrbahn nicht zulässig. Zuständig sind die üblichen Ordnungsbehörden: Polizei und Ordnungsamt. Ggf. können Sie dort nachfragen, wie Sie sich verhalten sollen. Sinnvoll ist es sicher auch, mit den Nachbarn über die Gefahrenquelle zu sprechen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Justen F. sagt:

    Fahre einen Großraumtransporter mit folgenden Abmessungen (Breite 2.50, Länge 16,50, Höhe der Ladung bis 4,30m) mit einer Dauergenehmigung für Überlänge und Überhöhe nach §46 StVO. Nun ist es so das in letzter Zeit gewisse Behörden die Sperrzeiten kontrollieren und dieses Vergehen auch mit einem Punkt in Flensburg versehen wird. Die Sperrzeit bezieht sich nur auf die Höhe des Transportes (über 4m ). Das Gesamtgewicht ist unter 40 Tonnen wodurch eine Durchschnittgeschwindigkeit von 80 km/h eingehalten werden kann.
    Meine Frage: In den Sperrzeiten sind die Durchfahrtshöhen auf den vorgegebene Strecken auch nicht geringer als ausserhalb der Sperrzeiten (vorgeschriebene Strecken ) wieso kommt es dann zu diesem Verbot?, und gibt es für diesen Transport noch eine andere Genehmigung um die Sperrzeit zu umgehen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Justen,

      auf Grund der Höhe des Großraumtransporters gelten auch für ihn die Sperrzeiten. Weitere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Behörde.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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