Auffahrunfall – Was nach dem Auffahren auf ein anderes Kfz zu tun ist

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Was tun bei einem Auffahrunfall?

Was ist bei einem Auffahrunfall zu tun?

Was ist bei einem Auffahrunfall zu tun?

Auffahrunfälle sind keine Seltenheit auf Deutschlands Straßen. Denn für einen Auffahrunfall genügt es bereits, einen einzigen Moment unachtsam zu sein. Ein kurzer Blick auf das auffällige Werbeplakat und schon werden die plötzlich aufleuchtenden Bremslichter des Vorausfahrenden übersehen.

Es knallt, das Blech der Fahrzeuge verformt sich quietschend und der Schreck fährt tief in die Glieder. Nun ist guter Rat teuer. In der ersten Verwirrung ist es oft eine Herausforderung, die Gedanken zu ordnen und die richtigen Schritte einzuleiten.

Die ersten Schritte nach dem Auffahrunfall

Auch wenn es nach einem Auffahrunfall schwerfällt, die erste Regel lautet: Ruhe bewahren und vor allem Streit mit dem anderen Verkehrsteilnehmer vermeiden. Denn bei einem Unfall es gibt einiges zu erledigen.

Checkliste Auffahrunfall:

  • den Warnblinker anstellen, Warnweste überziehen und die Unfallstelle mit dem Warndreieck absichern (Abstand 100 bis 400 Meter, je nach Geschwindigkeit des Verkehrs; Bergkuppen und Kurven beachten)
  • eventuelle Personenschäden feststellen, gegebenenfalls die Ambulanz und die Polizei rufen
  • Daten wie die Adresse und Informationen zur Versicherung austauschen, gegebenenfalls durch Fotos den Unfall sowie die Schäden am Fahrzeug dokumentieren
  • wenn mit dem Auto ein Auffahrunfall im Ausland geschehen ist, den Europäischen Unfallbericht ausfüllen

Auffahrunfall: Dank Checkliste richtig reagieren

Hier finden Sie die Checkliste zum kostenlosen Download

Gerne können Sie diese Checkliste zum eigenen Gebrauch herunterladen. Im Folgenden finden Sie die Vorlage im PDF-Format zum Download:

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  • Panik am Unfallort vermeiden!
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Muss bei einem Auffahrunfall die Polizei gerufen werden?

Bei einem Auffahrunfall mit Personenschaden ist es zwingend erforderlich, die Polizei zu rufen. Liegt kein Personenschaden vor, kann darauf verzichtet werden. Automobilclubs wie der Auto Club Europa raten dennoch dazu, die Beamten zu verständigen, damit der Schaden von offizieller Stelle dokumentiert wird und so eventuelle spätere Unstimmigkeiten etwa mit der Versicherung oder den anderen Beteiligten ausgeschlossen werden können. Auch wenn in den Auffahrunfall ein Fahrzeug verwickelt ist, das in einem anderen Land zugelassen ist, sollte die Polizei herangezogen werden.

Wird auf die Anwesenheit der Beamten verzichtet, um einen drohenden Strafzettel zu vermeiden, sollte ebenfalls der bereits erwähnte Europäische Unfallbericht ausgefüllt werden. Von Handgeldern oder der Unterzeichnung eines Schuldanerkenntnisses ist grundsätzlich abzusehen.

Wer auffährt hat Schuld?

Die Schuldfrage ist bei einem Auffahrunfall nicht immer eindeutig zu klären.

Die Schuldfrage ist bei einem Auffahrunfall nicht immer eindeutig zu klären.

Die Schuldfrage bei einem Auffahrunfall ist oftmals nicht leicht zu klären. So kann sich dies beispielsweise bei Kettenunfällen schwierig gestalten. Die Ansicht, dass der auffahrende Autofahrer stets die volle Schuld am Auffahrunfall trägt, ist ebenso weit verbreitet wie falsch. In besonderen Fällen wie bei Fahrlässigkeit oder Verstößen gegen die Verkehrsregeln kann der vorausfahrende Autofahrer eine Teilschuld tragen. Beispielsweise dann, wenn er eine Vollbremsung unternimmt, weil Kleintiere über die Straße laufen, die er nicht überfahren möchte.

Geschieht an der Ampel ein „Auffahrunfall infolge Bremsens ohne zwingenden Grund und Unaufmerksamkeit“ (Auszug eines Urteils des KG Berlin-Brandenburg; AZ 12 U 70/05) kann der Vorausfahrende ebenfalls eine Teilschuld tragen. Die Schuld bei einem Auffahrunfall trägt also nicht grundsätzlich der Fahrer des auffahrenden Fahrzeugs.

Einem Auffahrunfall vorbeugen

Natürlich ist es immer besser, wenn es nicht zu einem Auffahrunfall kommt. Und alle Verkehrsteilnehmer können einiges dafür tun, das Risiko eines Auffahrunfalls zu minimieren. So ist stets der Sicherheitsabstand einzuhalten, um bei einem plötzlichen Bremsmanöver rechtzeitig anhalten zu können. Hier gilt die Faustregel: Abstand gleich halbe Tacholänge.

Bei Fahrten auf der Autobahn sollten Dritte auch beachten, dass der Abstand zwischen zwei Fahrzeugen der Sicherheitsabstand ist und die Lücke keine Einladung zum Einscheren darstellt. Zudem gilt stets: Vorausschauend fahren, und zwar sowohl für den Fahrer, der ein Fahrzeug vor sich hat, um rechtzeitig bremsen zu können, als auch für den vorausfahrenden Fahrer, damit dieser keine unerwarteten Vollbremsungen unternehmen muss, die den nachfolgenden Verkehr in Gefahr bringen.

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14 Kommentare

  1. Gündüz sagt:

    Hallo meiner Freundin ist ein Auffahrunfall passiert. Sie ist mit ca 40 km/h auf einer Hauptstraße gefahren. Vor ihr ist ein FirmenWagen gefahren. Sie haben ohne Grund ihre Geschwindigkeit mal erhöht und dann wieder gebremst. Meine Freundin hat sehr genau aufgepasst und ist deshalb auch langsamer gefahren. Auf einmal haben sie eine vollbremsung gemacht und meine Freundin ist mitotal ca. 30 km/h drauf gefahren. Sie wollte noch ausweichen und ist dann mit der Beifahrerseite reingefahren. Wer hat jetzt Schuld?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Gündüz,

      das lässt sich nicht so einfach sagen. Vermutlich hat der Fahrer des Transporters eine Teilschuld, wie hoch diese ist, sollte ein Richter feststellen. So wie Sie es beschreiben, könnte es auch ein provozierter Unfall sein. Im besten Fall wenden Sie sich an einen Anwalt. Grundsätzlich ist es nicht erlaubt, ohne ersichtlichen Grund einfach eine Vollbremsung durchzuführen. Dies verstößt gegen den Vertrauensgrundsatz.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Geissler sagt:

    Hallo
    Ich bin an einer roten Ampel auf ein bereits stehenden PKW aufgefahren.Nun bekam ich Post bon der Polizei und mir wird Fahrlässige Körperverletzung bei VU (Para.229StGB)
    und Strassenverkehrsordnung (Para.49 StVO)zur Last gelegt.
    Mit welcher Strafe muß ich rechnen??

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Geissler,

      bei der fahrlässigen Körperverletzung handelt es sich um eine Straftat, welche mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird. Das genaue Strafmaß legt ein Richter anhand der Schwere des Falls bzw. der Verletzungen fest. Gemäß Bußgeldkatalog werden bei Straftaten drei Punkte vergeben. Möglich ist auch der Entzug der Fahrerlaubnis.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Günter Breidbach sagt:

    Die Ampel an einer Kreuzung schaltet auf „grün“. Der vor mir fahrende Lieferwagen fährt an. Ich fahre ebenfalls an ( mit gesichertem Abstand) Nach ca. 3-5 m Fahrstrecke verspüre nich einem heftigen Ruck und höre einen lauten Knall. Hinter mir steht im Abstand von ca. 1,50 m ein PKW, der auf mein Fahrzeug aufgefahren ist. Der Fahrer sagt´dass ich eine Mitschuld habe, da ich gebremst habe(, was nicht zutrifft). Wir sind beide in derselben KFZ-Haftpflichtversicherung, die angedeutet hat, dass eine Mitschuld meinerseits vorliegen würde. Das hätte wohl zu bedeuten, dass ich sowohl mit meiner Selbstbeteilung ( Kasko € 300.00) als auch möglichweise mein Schadensfreiheitsrabatt neu bewertet würde. Meine Frage:
    1. Kann die Versicherung das so einfach machen ?
    2. Ist denn der Unfallgegner nicht verpflichet, so rechtzeitig zu bremsen, dass er nicht auffährt und das bei min. Geschwindigtkeit?
    Danke für Ihre Beratung vorab.
    Mfg
    Breidbach

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Günther,

      wenn ein Mitverschulden Ihrerseits vorliegt, kann die Versicherung die Selbstbeteiligung verlangen und den Schadensfreiheitsrabatt hochsetzen. Entsprechende Bestimmungen finden sich im Vertrag mit der Versicherung. Der Unfallverursacher ist verpflichtet den Mindestabstand einzuhalten, damit er rechtzeitig bremsen kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Lutz P. sagt:

    Ich bin auf der Autobahn im Stau bei Tempo ca 70/80 km/h auf das Vorderfahrzeug aufgefahren. 2 Verletzte , ich auch und 3 defekte Autos.
    Mit welcher Strafe muss ich rechnen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lutz,

      wir dürfen keine Rechtsberatung anbieten. Sie können sich an einen Anwalt wenden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Gümüs sagt:

    Halloo,
    hatte gestern einen Auffahrunfall an der Ampel.
    Vor mir wollte ein Transporter über die Kreuzung, als der genau an der Ampel war und die Ampel von grün auf gelb wechselte machte er eine Vollbremsung obwohl er die Kreuzung noch locker überqueren konnte. Nach der Vollbremsung kam der transporter zum stehen aber mit den Hinterreifen auf der anhalte Linie, daraufhin machte ich natürlich auch eine Vollbremsung, aber da leider die Straße uneben war und die Fahrbahn leichte wölbungen hatte bin ich trotz einer Vollbremsung und einhaltung von 2 Fahrzeuglängen nicht zum stehen gekommen.
    Bin dann bei ihm hinten rauf.
    Später als die Polizei kam hat sich auch raus gestellt, dass der Fahrer vom Transporter alkoholisiert unterwegs war. Er musste sein Fahrzeug abstellen und mit zur Polizeirevier. Die Polizeibeamten haben trotzdem mich als Verursacher eingestuft was ich überhaupt nicht verstehen kann:(. Habe übrigens 2 Familienangehörige Zeugen die bei mir im Fahrzeug saßen und eine unbekannte Zeugin die am Unfallort neben mir an der Ampel stand.

    Mit was muss ich da rechnen und habe ich gewinnchancen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      eine Einschätzung Ihrer Chancen dürfen wir nicht vornehmen und müssen an dieser Stelle an einen Anwalt verweisen. Grundsätzlich haben Sie als Autofahrer die Pflicht, so zu fahren, dass Sie jederzeit rechtzeitig abbremsen können.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Abdil sagt:

    Halloo,
    hatte gestern einen Auffahrunfall an der Ampel.
    Vor mir wollte ein Transporter über die Kreuzung, als der genau an der Ampel war und die Ampel von grün auf gelb wechselte machte er eine Vollbremsung obwohl er die Kreuzung noch locker überqueren konnte. Nach der Vollbremsung kam der transporter zum stehen aber mit den Hinterreifen auf der anhalte Linie, daraufhin machte ich natürlich auch eine Vollbremsung, aber da leider die Straße uneben war und die Fahrbahn leichte wölbungen hatte bin ich trotz einer Vollbremsung und einhaltung von 2 Fahrzeuglängen nicht zum stehen gekommen.
    Bin dann bei ihm hinten rauf.
    Später als die Polizei kam hat sich auch raus gestellt, dass der Fahrer vom Transporter alkoholisiert unterwegs war. Er musste sein Fahrzeug abstellen und mit zur Polizeirevier. Die Polizeibeamten haben trotzdem mich als Verursacher eingestuft was ich überhaupt nicht verstehen kann:(. Habe übrigens 2 Familienangehörige Zeugen die bei mir im Fahrzeug saßen und eine unbekannte Zeugin die am Unfallort neben mir an der Ampel stand.

    Mit was muss ich da rechnen und habe ich gewinnchancen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Abdil,

      dem Auffahrenden wird meist vorgeworfen, dass er zu schnell war oder zuwenig Abstand ließ. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Sie keine Schuld oder nur eine geringe Teilschuld trifft, sollten Sie den Gang zum Anwalt nicht scheuen. Wir dürfen leider keine Rechtsberatung durchführen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Birigt sagt:

    Hallo, ich stehe an einer Tankstelle neben einem Aut re. an der Tanksäule und fahre dann , parallel zum Eingang der Tankstelle und halte da an. Da fährt der Wagen, der vorher li. von mir stand los, ohne nach rechts oder vor sich zu sehen los und fährt mir in die Seiten tür. Er hat die Schuld vor Ort und Polizei zugegeben. Mein Auto stand. Jetzt möchte die Vericherung eine Teilschuld bei mir anzeigen. Von einem Protokoll vor Ort hat man abgesehen, weil die die Polizisten feststellten, das die Schuldfrage einwandfrei klar war. Wie will die Versicherung jetzt wegen einer Teilschuld ermitteln ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Birgit,

      die Versicherung kann ein Gutachten erstellen lassen.

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