Unfall mit Winterreifen im Sommer – Was droht Ihnen?

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 20. September 2019

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Mit Winterreifen im Sommer ist ein Unfall schnell geschehen. Ursächlich ist der längere Bremsweg.
Mit Winterreifen im Sommer ist ein Unfall schnell geschehen. Ursächlich ist der längere Bremsweg.

Müssen Sie Ihre Reifen jahreszeitbedingt zwingend anpassen?

Die richtige Bereifung ist nicht nur für das Fahrgefühl entscheidend, sondern auch aus Gründen der Sicherheit essentiell. Im Sommer herrschen mit Sonne und hohen Temperaturen schließlich ganz andere Witterungsbedingungen als in der nasskalten Jahreszeit, in der bisweilen Schnee fällt und das Fahren zur Rutschpartie werden kann.

Deshalb gibt es Winter- und Sommerreifen, die rechtzeitig gewechselt werden sollten, um sicher unterwegs zu sein. Doch was passiert, wenn Sie mit Ihrem Auto einen Unfall verursachen und es sind im Sommer noch die Winterreifen montiert?

Werden Sie hierfür in Deutschland besonders belangt? Gibt es eine Pflicht, in bestimmten Monaten nur mit der einen oder anderen Reifenart zu fahren? Wir erläutern es im nachfolgenden Artikel.

FAQ: Mit Winterreifen im Sommer einen Unfall verursacht

Gibt es eine Sommerreifenpflicht?

Nein, Winterreifen dürfen zwar im Sommer benutzt werde, ratsam ist das jedoch nicht.

Warum sind Winterreifen im Sommer nicht empfehlenswert?

Die Eigenschaften eines Winterreifens sind auf die kalte Jahreszeit abgestimmt. Im Sommer reagieren die Reifen ganz anders: Bei höheren Temperaturen verformt sich das Material und wird instabil. Es verändert das Fahrverhalten – vor allem in Kurven – und kann dadurch zum Unfallrisiko werden. Außerdem ist der Bremsweg mit Winterreifen im Sommer deutlich länger.

Haftet der Fahrer bei einem Unfall, wenn er im Sommer mit Winterreifen fährt?

Ihm kann zumindest ein Mitverschulden zur Last gelegt werden, mit der Folge, dass die Versicherung sich weigert, (vollständig) zu zahlen.

Warum es Sommer- und Winterreifen gibt

Oberste Prioritäten im Straßenverkehr sind die gegenseitige Rücksichtnahme und, dass niemand gefährdet oder verletzt wird. Das Fahrverhalten eines Fahrzeuges wird maßgeblich von den montierten Reifen bestimmt, da sie die Verbindung von der Karosserie zur Straße darstellen. Von ihnen hängt unter anderem ab, wie lang der Bremsweg ausfällt.

Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich ganz maßgeblich in der Zusammensetzung der Gummimischung. Ein Unfall im Sommer mit Winterreifen ist schnell geschehen, weil diese sehr weich sind und das Profil schneller abgefahren wird.

Schon aus finanziellen und sicherheitsrelevanten Aspekten ist es daher ratsam, die Bereifung saisonabhängig anzupassen. Doch gibt es hierzu auch eine gesetzliche Pflicht? Kfz-Fahrer sind in Deutschland nicht gesetzlich dazu verpflichtet, im Sommer Sommerreifen aufzuziehen, um gut voranzukommen.

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Haften Sie bei einem Unfall mit Winterreifen im Sommer?

Es wird jedoch empfohlen, folgende Regel zu berücksichtigen: Von Oktober bis Ostern fahren Sie mit speziellen, an die kalte Jahreszeit angepassten Reifen besser.

Beim Unfall mit Winterreifen im Sommer kann die Versicherung sagen: Wir zahlen nicht.
Beim Unfall mit Winterreifen im Sommer kann die Versicherung sagen: Wir zahlen nicht.

Wer schlichtweg vergisst, die Bereifung den Temperaturen anzupassen, kann sich schnell in einen Unfall mit Winterreifen im Sommer verwickelt sehen, denn: Winterreifen verformen sich aufgrund ihrer Zusammensetzung sehr viel schneller.

Diese geringere Formstabilität führt unter anderem dazu, dass sich im Laufe der Zeit mehr Material vom Pneu löst und das Profil abreibt, sodass die Mindestprofiltiefe schnell nicht mehr vorliegt. Kommt es noch zusätzlich zu einem kleinen Regenschauer, gerät ein solches Fahrzeug schnell ins Schlingern und wird damit unkontrollierbar. Ein Zusammenstoß kann unter diesen Umständen häufig nicht vermieden werden.

Bauen Sie mit Winterreifen im Sommer einen Unfall, gefährden Sie so mitunter nicht nur Ihr eigenes Leben und das Ihrer Mitfahrer, sondern auch das von Fußgängern, Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern.

Darüber hinaus müssen Sie sich auch mit Ihrer Versicherung herumschlagen, denn diese kann sich aufgrund der nicht an den Tag gelegten notwendigen Vorsicht beim Reifenwechsel weigern zu zahlen. Schließlich kann Ihnen gegebenenfalls grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden und sich die Versicherung deshalb aus der Übernahme der Kosten herauswinden.

Grund hierfür ist der längere Bremsweg. Treten Sie auf die Bremse, kommen Sie mit Winterreifen im Sommer erst später zum absoluten Stillstand als mit den passenden Sommerreifen.

Um sich den halbjährlichen Stress mit dem Reifenwechsel zu ersparen, haben Sie die Möglichkeit, sich Allwetter- bzw. Ganzjahresreifen zu montieren. Diese sind das ganze Jahr über sicher und für die verschiedensten Wetterbedingungen geeignet. Zudem brauchen Sie nicht zwei Garnituren, was Geld sparen kann.
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30 Kommentare

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  1. Ralph sagt:

    Gibt es ein (oder mehrere) Gerichtsurteil/e, wo ein Fahrer wegen Fahrens mit Winterreifen im Sommer zu einer Geldbuße verurteilt wurde? Falls nein, kann sich meines Erachtens auch keine Versicherung aus Ihrer Haftung herauswinden. Gibt es hierfür reale Beispiele?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ralph,

      Urteile dieser Art sind uns nicht bekannt, schließlich gibt es kein Winterreifenverbot für den Sommer. Versicherungen berufen sich in solchen Fällen in der Regel auf grobe Fahrlässigkeit. Sie verweisen unter anderem darauf, dass der Bremsweg durch eine unangmessene Bereifung sehr lang wird.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Nex sagt:

    So viel Text, letztendlich aber keine Antwort auf die selbstgestellte Frage, ob man zwingend sommerreifen in Sommer fahren muss. Ständig nur „sollte“. Echt mieser Artikel.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Nex,

      es gibt keine gesetzliche Regelung zum Fahren mit Winterreifen im Sommer – aus diesem Grund lassen sich keine pauschalen Antworten geben und wir können uns lediglich auf Ratschläge beschränken.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Cris sagt:

    Interessanter Beitrag. Gibt es auch konkrete Vergleichszahlen, z.B. um wie viel stärker die Abkürzung, um wie viel länger der Bremsweh ist? Ansonsten kann ich mir unter den gemachten Aussagen relativ wenig vorstellen.
    FG,
    Cris

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Cris,

      aus Reifentests von Autoclubs geht hervor, dass der Bremsweg mit Winterreifen im Sommer sich bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h um mehr als 20 Meter verdoppelt kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Polpeter sagt:

    Okay, es gibt kein Gesetz, das das Fahren mit Winterreifen im Sommer verbietet, es gibt keine Gerichtsurteil, gibt es denn irgendeinen Beleg, dass Versicherungen dann auf grobe Fahrlässigkeit plädieren?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Polpeter,

      Ihre Versicherung z (und nicht ein Gericht) entscheidet zunächst, wann grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • anonym sagt:

        Das Zauberwort ist aber das “zunächst”, wenn keinerlei Pflicht dazu besteht, kann eine Versicherung das gerne versuchen, wird am Ende aber nie damit durchkommen. Auch wenn es unüblich ist, die eigene Versicherung zu verklagen, besteht diese Möglichkeit nunmal.
        Zudem wurde auf die Frage nicht geantwortet. Gibt es einen Beleg, dass Versicherungen auf grobe Fahrlässigkeit plädieren oder wird hier nur die Möglichkeit eben jener in den Raum geworfen?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo ananym,

          in der Regel haben Versicherungen ein Interesse daran, bei Fahrlässigkeit nicht zu zahlen und werden entsprechende Möglichkeiten ausschöpfen.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. mottek sagt:

    wenn ich die ganze Diskussion verfolge zu dem aufgerufenen Thema, dann besteht keine klare Aussage.
    Es wäre jetzt doch an Bussgeldkatalog.org Versicherungen zu dem Umgang mit dem Thema zu befragen.

    Sonst ist das auch wieder so ein “Ratgeber” …. !

  6. noname sagt:

    Wirklich? Alles ihre meinung, kein fakt. Was ich weiss ist es gibt 7 ‘klasse’ fur nasshaftung. Heisst das bei ihre logik das klasse F oder G ist auch eine moglicher aussen weg fur die Versicherungen und wir sind nur wirklich sicher mit klasse A? Unsinn und Quatsch

  7. annonym sagt:

    wenn mann im sommer mit winterreifen fährt und es kommt zu einem unverschuldeten unfall was kann passieren

  8. Fridel sagt:

    Immer bedenken: es dient der der Sicherheit stets mit der richtigen Bereifung zu fahren. Es geht schließlich auch um die eigene Gesundheit.

    • Tom sagt:

      Es kommt vor das man bei 14 Grad losfährt und dann durch einen Wettersturz auf 5 Grad mit der Temperatur abstürzt. Muss ich dann zwischendurch wechseln? Also wir deutschen sind einfach nur bekloppt mit unseren ganzen Vorschriften Wahn. Früher sind wir nur mit Sommerreifen gefahren und da gab es noch richtig viel Schnee und alles war kein Problem. Bis wieder einer mit tollen Vorschriften kommt und alles dreht am Rad. Das ist im Beruf so und Privat mittlerweile auch.

  9. NAK sagt:

    Wer sagt überhaupt was ein Winterreifen ist oder nicht? Ganzjahresreifen müssen ja jetzt dei M&S und das Schneeflockesymbol haben. Wo besteht dann noch der Unterschied? Somit könnte es auch ein Ganzjahresreifen sein.

  10. Tom sagt:

    Moin.
    Mal unabhängig davon was Versicherungen im Schadensfall wirklich tun werden….
    wenn sich ein Unfall ereignet, der durch die angemessene Bereifung eindeutig hätte verhindert werden können…,
    und man hat durch eben diesen Unfall jemanden irreparabel geschädigt,
    dann wird euch dieses Wissen den Rest des Lebens begleiten.
    Und den Geschädigten erst recht.

    Und das einfach nur weil man keinen Bock auf Reifenwechsel oder Ganzjahresbereifung hat?
    Reifensuche fürs Motorrad ist noch deutlich schwieriger, da es so gut wie kaum Reifenmodelle für den Winter gibt.
    Und hier sorgen bereits 3Grad Temperaturunterschied dafür, ob sich der Reifen quasi wegrubbelt oder Grip hat.
    Dagegen ist die Autosocke Spaßkram.

    Sorry, da fehlt mir das Verständnis.

    Regards

  11. joe sagt:

    Hallo, Sicherheit geht vor!
    Ich wechsle alle 14 Tage meine Pneus und nehme dabei immer nur den Testsieger in Sachen Bremsweg.

    Fällt den Sicherheitsfreaks etwas auf?
    Wenn ihr einen Autounfall vermeiden wollt, dann bleibt auf dem Sofa hocken!
    Bei jeder Fahrt geht ihr ein Risiko ein. Wie hoch das Risiko ist, ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Die Reifen sind nur ein Teil davon.
    Die gesetzliche Mindestprofiltiefe ist (meines Wissens) 1,6 mm. Wenn irgendein Hans-Wurst 4 mm für Winterreifen vorschlägt, mag das besser sein, wenn es mal richtig Schnee hat. Ich sehe schon ein, dass 1,6 mm knackig ist, wenns mal richtig Shnee hat. Aber was, wenn ein Franz-Wurst 5 mm als Mindestprofiltiefe empfiehlt (was mit Sichereit noch sicherer ist)? Soll ich dem dann glauben oder vielleicht zur Sicherheit noch 1 mm draufpacken? (Vorsicht! Mein neuer Winterreifen hatte nur 8 mm!). Oder soll ich nach einem Reifen mit neu 10 mm suchen?

    Zu meiner Kindheit gab es noch Spikes-Reifen als ganz normale Winterreifen. Die waren klasse in punkto Sierheit und haben auch prima lange gehalten.
    Die Spikes-Reifen hat man dann aber verboten, weil die Straßen dadurch schneller kaputtgegangen sind. Die Sicherheit stand bei dem Verbot nicht so sehr im Vordergrund.

    Genauso muss man das mit einer übertriebenen Mindestprofiltiefe sehen. Man muss einfach abwägen, wie weltweiter Reifenmüll und persönliche Sicherheit bei jedem Wetter im Verhältnis stehen.
    Besser, ich lasse mein Auto an zwei Schneetagen im März stehen und fahre die alten Winterreifen im Sommer noch runter.
    So oder so muss ich auch im Sommer meine Fahrweise an die Reifen anpassen. Mit 3 mm Winterreifen kann ich vermutlich mindestens genausogut durch eine Pfütze oder Spurrillen fahren, als wenn ich die besten Sommerreifen mit 2 mm Restprofil habe.

    Wichtig ist: vorsichtig fahren, wenn’s geht mal Bremstest machen um zu sehen was Sache ist, wenn’s sein soll mal 2 Stunden später fahren oder mal ganz zuhause bleiben.

  12. Walter sagt:

    @ Tom: “Und das einfach nur weil man keinen Bock auf Reifenwechsel oder Ganzjahresbereifung hat?”
    Was nun – Sommerreifen oder Ganzjahresreifen.
    Ganzjahresreifen sind laut ADAC im Winter deutlich schlechter als Winterreifen. Also Problem vom Sommer nur in den Winter verschoben. Und im Sommer sind sie oft auch nicht viel besser als Winterreifen.
    Siehe:
    adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/ganzjahresreifen-test/
    Sommerreifen sind durch die idiotische Gesetzgebung nicht möglich. Wenn Du z.B. übers Fichtelgebirge im Sommer fährst ist es normalerweise immer schön warm – und spätestens wenn Du danach etwas nördlicher oder südlicher fährst wird es richtig heiss. Aber es gibt eben immer wieder mal Sommer wo es im Fichtelgebrige im August plötzlich schneit. Also gibt es für rechtlich legale Fahrten nur die Optionen Ganzjahresreifen oder Winterreifen. Ansonsten verstößt man eindeutig gegen das Gesetzt – und dann hat man mit absoluter Sicherheit im Falle eines Unfalls schlechte Karten. Ohne Unfall das Risiko eines Busgeldes.
    Hier hat es der Gesetztgeber einfach an jeglichen Augenmaß fehlen lassen. Eine vernünftige Gesetztgebung wäre gewesen, “wer in den Monaten Oktober bis April nicht mit entsprechenden Reifen bei Schnee, Eis….. fährt, verstößt gegen die ….”.
    Mit so einer Gesetztgebung könnte man im Sommer mit Sommerreifen fahren und wüßte, dass man in einem gewissen Zeitraum bei Schnee mit Winterreifen fahren muss. Und in den Übergangszeiten würden die Leute bei längeren Winter eben die Winterreifen länger drauf lassen und bei früher einsetzten Schnee eher drauf packen.

    @ Busgeldkatalog:
    Angesichts der Tatsache, dass Ganzjahresreifen quasi sehr häufig die schlechten Eigenschaften der Sommer- und Winterreifen geerbt haben, frage ich mich ob eine Versicherung nicht auch behaupten könnte, bei Ganzjahresreifen zahlt sie nicht.

  13. Burgi sagt:

    Also um es kurz zu fassen, – nein es gibt dazu kein richtungsweisendes Urteil.

  14. V.T. sagt:

    Das ist doch alles Mumpitz. Wenn ich also im März bei 20° C einen Unfall mit Winterreifen habe dann ist das fahrlässig weil sich der Bremsweg verlängert?

  15. an onym sagt:

    @Joe: richtig. alles richtig.

    der Bericht ist einfach nur meinungsmache.
    Zitat: “…Diese geringere Formstabilität führt unter anderem dazu, dass sich im Laufe der Zeit mehr Material vom Pneu löst und das Profil abreibt, sodass die Mindestprofiltiefe schnell nicht mehr vorliegt. Kommt es noch zusätzlich zu einem kleinen Regenschauer, gerät ein solches Fahrzeug schnell ins Schlingern und wird damit unkontrollierbar. Ein Zusammenstoß kann unter diesen Umständen häufig nicht vermieden werden….”

    logisch! weniger Profil == höheres Risiko.
    das hat aber nun überhaupt nichts damit zu tun, ob es Sommer oder Winterreifen sind.
    Bremsweg bei Winterreifen:

    Zitat: “…bussgeldkatalog.org sagt:
    22. Mai 2018 um 10:57 Uhr
    Hallo Cris,
    aus Reifentests von Autoclubs geht hervor, dass der Bremsweg mit Winterreifen im Sommer sich bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h um mehr als 20 Meter verdoppelt kann.
    Die Redaktion von bussgeldkatalog.org
    …”
    das erschließt sich mir nicht. Winterreifen haben eine weichere Gummi Mischung. Haften also besser auf der Straße. siehe auch Formel 1. sollten also auch einen kürzeren Bremsweg haben. oder zumindest gleich gut sein.
    ich fahre das ganze jahr mit Winterreifen und habe keine angst … ;o)

  16. joe sagt:

    @ an onym: ich habe beruflich viel mit Reibung, Reibwerten und Verschleiß zu tun. Ichsehe das auch so: ein Winterreifen mit weicherer Gummimischung muss auch im Sommer einen höheren Reibwert/kürzeren Bremsweg haben, als ein Sommerreifen. Und das bei Trockenheit und auch bei Nässe (bei vergleichbarer Profiltiefe).
    Wenn jemand behauptet, dass das anders wäre, würde ich zuerst einmal Dummdreistheit unterstellen. Wenn er mir Fakten auf den Tisch legt, bin ich mir sicher, dass ich den Fehler bei Durchsicht der Unterlagen/Versuchsbedingungen finden würde und mit einem neuen ehrlichen Bremsversuch den Fehler entlarven würde.
    Auf der anderen Seite weiß natürlich jeder, dass Winterreifen im Sommer schneller verschleißen, als Sommerreifen. Das habe ich auch gewusst, bis ich das wirklich ausprobiert habe. Meinen letzten Winterreifensatz habe ich einfach draufgelassen bis er runtergefahren war. Er hat 36.000 km gehalten. Die Sommerreifen zuvor (die ich nur im Sommer gefahren hatte), hatten insgesamt nur 33.000 km gehalten. Kann sein, dass die schmälere Reifenbreite der Winterreifen einen Einfluss hatte (?). Aber ich bin inzwischen überzeugt, dass moderne Winterreifen auch im Sommer nicht spürbar schneller verschleißen, als Sommerreifen.
    Bei meinem neuen Auto mit dem Reifen-Luftdruck-Kontroll-Schnickschnack werde ich mir einen zweiten Felgensatz sparen und werde durchgehend mit Winterreifen (auf Stahlfelgen) fahren. Dadurch spare ich 2x jährlich Reifenwechsel, einen Felgensatz und die Lufdruck-Kontroll-Geldmacherei. Das Einzige, was mich dabei belastet, ist die dumpfbackige Nachplapperei von Halbwahrheiten oder kommerziell getriebenen Falschaussagen, die nur mit viel Aufwand zu entkräften sind.
    Ich berichte in zwei Jahren wieder, ob sich mein Konzept bewährt hat :-)

  17. Geoff sagt:

    Da gibt es keine Gesetz wegen winterreifen fahren in Sommer aber wenn einen Unfall passiert, würde der der Winterreifen drauf hat,wahrscheinlich als erstes beschuldigt werden. Genau so wenn mit Sommerreifen in Winter gefahren wird.es wird eher nachdem was eine Gutachten zu dem Unfall geschrieben wird beurteilt. Meistens zum Gunsten des empfohlenen Season Reifen. Mann hat es oft genug in Berichte gelesen. Meine Meinung nach sollte wegen die geprüfte test Ergebnisse,auf die Empfehlung autoreifen Hersteller achten.

  18. Jürgen sagt:

    Winterreifen sind für den Winter da , Neoprenanzüge zum Tauchen , man kann auch Neoprenanzügen im trockenen tragen, sinn macht es auch keinen ! Kommt es nsch einem Unfall zu einem Versicherungsfall und da wird immer ein Gutachter eingesetzt und dieser stellt den Gebrauch der Winterreifen bei hohen Temperaturen fest und errechnet, das mit Sommerreifen der Bremsweg ausgereicht hätte, kann die Versicherung einen Teil der Leistungen Streichen , auch ohne Urteil !
    Winterreifen im Sommer abzufahren um die letzten 2 mm Profil abzufahren ist fahrlässig ! In Italien müssen
    von Mai bist Oktober winterreifen mit dem für Sommerreifen erforderlichen Geschwindigkeitsindex benutz werden ,
    bei nichtbeachten auch ohne Unfall sind knapp 2000 Euro und Beschlagnahme des Fahrzeugs möglich !

  19. Holy Moly sagt:

    @Walter
    Ich kann mir rechtlich nicht vorstellen wenn du einen “Allwetter Reifen” aufziehst das die Versicherung bei einem Unfall auf die Reifentest schaut!
    Weil rechtlich gesehen gelten sie ja wie beschrieben als Allwetterreifen, wenn Mindestprofiltiefe nicht der gesetzlichen norm entspricht schauts natürlich wieder anders aus oder du irgendwelche chinesischen no names aufziehst.

    @Busgeldkatalog
    Komme zwar aus dem Alpen-Nachbarland würde aber trotzdem wissen wie es bei euch gesetzlich geregelt ist.

    Servas Holy Moly

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Holy Moly,

      in der Regel ist der Fahrer bei rechtskonformen Allwetterreifen komplett abgesichert. Bei Zweifeln ist beim Versicherer direkt nachzufragen, ob und wann es Ausnahmen geben kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Jürgen M. sagt:

    Waren bei heissen Temperaturen auf dem ADAC Trainingsplatz. Meine Kollegin mit abgefahrenen Winterreifen hatte einen besseren Bremsweg bei nasswarmen Fahrbelag als ich mit neuen Sommerreifen. Auch beim Ausweichmanöver schnitt der Alte Winterreifen bei warmen Temperaturen besser ab????? Jetzt bin ich Vielfahrer und hab bestimmt schon über eine Million km geschruppt aber ich konnte bei weitem nicht mit der Kollegin mithalten.

  21. Stefan sagt:

    Ich fahre schon seit 1998 Jahren durchgängig mit Winterreifen. (Dunlop Winter Sport…)
    Im Sommer ist es auch mal nass / schmierig: Hier punkten die Winterreifen eindeutig
    beim Bremsen und Lenken!
    Wenn die Winterreifen Neu sind (ein paar Wochen), dann tendiert der Bremsweg bei
    hohen Temperaturen dazu, gefühlt etwas länger zu sein.
    Aber die meiste Zeit der Nutzung sind die Reifen ALT!
    Lebensdauer / Abrieb: Kein wesentlicher Unterschied feststellbar, Laufleistung
    bei mir mit Dunlop auf einem Golf 4/5: 60-100 km.
    Ich denke, das Thema ist bei der erreichten Qualität der Reifen nur noch
    Umsatzgetrieben, letztlich zum Schaden unserer Erde!

  22. Anton sagt:

    Bei einem Fahrsicherheitstraining, gesponsert von einem gelben Autmobilclub, wurden den Teilnehmern ein Rätsel gestellt:

    Ein Fahrzeug wurde von einem der Prüfer gefahren, Vollbremsung auf der “Eisfläche”. Fahrzeug rutschte glatt hinten raus, blieb dann quietschend stehen.
    Das Auto wurde dann stehen gelassen (!), er nahm ein weiteres Fahrzeug, und fuhr ebenso stark beschleunigt auf die Eisfläche.
    Während der Besitzerin des ersten Fahrzeugs und den anderen Teilnehmern das Herz stehen blieb, bremste er voll, blieb dann auf dem zweiten Drittel der Eisfläche stehen, stieg grinsend aus und fragte alle Teilnehmer, was da jetzt passiert sei.
    Vorneweg: Es kam keiner drauf.

    Antwort:
    Das erste Fahrzeug hatte tiefprofilige Sommerreifen drauf, das zweite abgefahrene Winterreifen.

    Erklärung: Was im Sommer passieren kann, ist dass ein kurzer Regenguss entsteht und die Straße durch Staub, Pollen und sonstigen sich trocken angesammelter Dreck in eine Rutschfläche verwandelt, er verglich das mit Schneematsch.
    Eine Situation, auf die ein Winterreifen eindeutig besser reagiert, da er durch die weichere Mischung besseren Grip, bzw. durch seine Beschaffenheit die Nässe und den Dreck besser wegtransportieren kann.

    Schlussendlich gab es nur zwei Einschränkungen:
    1) Ein Winterreifen hilft auch dann nicht mehr, wenn er glatt ist
    2) Bis Temperaturen bis etwa 25 Grad ist ein Winterreifen immer noch eine gute Wahl, da er bei Nässe deutlich besser sein kann. Bei einer Gradzahl jenseits der 30 ist er allerdings definitiv zu weich und schrubbt sich nur noch ab.

    Wohlgemerkt, eine offizielle Aussage! Allerdings bin ich teilweise auf Inhalte gestoßen, die einem erzählen wollen, dass Winterreifen bei “zweistelligen Temperaturen” (!!!) zu weich würden und eine Gefahr darstellten.

    Also: ab 7 Grad Winter drauf, in der Mittagspause dann vorm Pommes holen die Sommerreifen drauf und nachmittags vor dem Feierabend dann wieder die Winterreifen montieren, damit auf dem Heimweg bei 9 Grad auch keine Versicherung meckern kann.

    Da kann jetzt jeder davon halten, was er möchte, letztendlich kommt es auf einen gesunden Menschenverstand an (den man nicht immer voraussetzen darf).

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