Der Reifenwechsel – Wann Sie Ihre Räder wechseln sollten und wie es funktioniert

Reifenwechsel: Was tun bei einer Panne?

Nach einer Panne: Den Reifen selber zu wechseln ist gar nicht so einfach.

Nach einer Panne: Den Reifen selber zu wechseln ist gar nicht so einfach.

Den Anblick kennt sicher jeder Autofahrer, der häufiger auf Autobahnen unterwegs ist: Reifenreste und Gummiteile am Straßenrand. Meist sind die zerschlissenen Reifenteile und teilweise sogar ganze Reifen auf ungenügende Wartung und übermäßige Nutzung von Lkw-Reifen zurückzuführen. Doch auch der normale Pkw-Fahrer ist vor einer Reifenpanne nicht gefeit. Gerne vergessen Autofahrer die Wichtigkeit von Reifendruck und Reifenprofil. Doch spätestens beim nächsten TÜV oder der nächsten Polizeikontrolle macht sich ein achtsamer Umgang mit den Rädern bemerkbar.

Platzt an einem Lkw ein Pneu, stellen die umherfliegenden Teile eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar. Die Fahrsicherheit ist bei den meisten Lastkraftwagen durch Doppelbereifung jedoch nur geringfügig eingeschränkt.

Reifenwechsel bei einer Autopanne

Anders verhält es sich beim Pkw. Platzt eines der Räder, macht sich das meist sofort in Geschwindigkeitsverlust und unsicherer Fahrweise bemerkbar. Jeder Autofahrer fürchtet sich vor einer solchen Panne und jeden kann es erwischen. Doch wie verhält man sich bei einem unerwarteten Reifenplatzer? Wenn Sie feststellen, dass ein Autoreifen geplatzt ist, bremsen Sie nicht abrupt ab, sondern lassen Sie Ihr Fahrzeug mit Warnblinklicht auf den Standstreifen oder nächstgelegenen Standplatz ausrollen. Steigen Sie auf der fahrbahnabgewandten(!) Seite aus. Ziehen Sie die Warnweste an (auch am Tage) und stellen Sie das Warndreieck gemäß den Vorschriften auf:

  • 50 m vor dem Pannenfahrzeug innerhalb geschlossener Ortschaften,
  • 100 m auf Landstraßen,
  • 200 m auf der Autobahn,
  • vor einer Kurve, damit der nachfolgende Verkehr schon vor Kurvenabschluss gewarnt ist.

Befinden Sie sich auf der Autobahn, begeben Sie sich stets hinter die Leitplanken. Auf der Autobahn besteht ein sehr großes, kaum einschätzbares Risiko, wenn man einen Reifen selbst wechseln möchte. Verzichten Sie im Notfall auf den Reifenwechsel: Bleiben Sie lieber im geschützten Bereich hinter der Leitplanke und rufen Sie einen Pannendienst zu Hilfe (z.B. ADAC, AvD, VCD u.a.). Dieser kann die Unfallstelle besser absichern und Ihren Wagen gegebenenfalls auf den nächstgelegenen Parkplatz verbringen, um die Bereifung zu wechseln.

Reifenwechsel: Wie Sie selber einen Reifen wechseln

Wer eine Reifenpanne hat und es sich zutraut, kann einen Reifen auch selbst wechseln. Die Werkzeuge sowie ein Ersatzreifen sollten jedem Fahrzeug beiliegen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Wagens genügt. Hier können Sie entnehmen, wo sich Werkzeug und Wagenheber befinden. Ist der Wagen mit einer Notfallbereifung ausgerüstet, finden Sie diese in der Regel unter der Abdeckung im Kofferraum.

Unterschiede bei der Notfallbereifung für den Reifenwechsel

  • Ersatzreifen: vollwertiger Zusatzreifen, gleichwertig zu den bereits vorhandenen.
  • Notrad: dient nur als absolut kurzfristige Notlösung, um bis zur nächsten sicheren Stelle oder ggf. auch einer Werkstatt zu kommen. Muss so schnell wie möglich wieder ausgewechselt werden. Hiermit dürfen lediglich bis 60 oder 80 km/h gefahren werden.

Einige Fahrzeughersteller setzen immer mehr auf verstärkte Pneus, um auf die Notfallbereifung zu verzichten. Grund hierfür sind zum einen die große Gewichtersparnis durch das Weglassen des zusätzlichen Rades. Zum anderen wird dadurch auch mehr Platz gewonnen. Die Seitenwände sind bei diesen sogenannten Run-Flat-Reifen dermaßen verstärkt, dass ein Platzen kaum noch möglich ist. Hat der Pneu jedoch die Luft verloren, kann man auch mit einem solchen “Plattfuß” noch etwa 150 Kilometer weit bis zur nächsten Werkstatt kommen. Ein Reifenwechsel kann also kurzzeitig verzögert werden. Doch die Räder selbst sind sehr schwer und meist etwa 40 Euro teurer als ein normaler Reifen.

Der Reifenwechsel: Anleitung Schritt für Schritt

Bevor Sie mit dem Reifenwechsel beginnen, prüfen Sie, ob das Reserverad bzw. der Ersatzreifen genügend Luftdruck hat. Ist sämtliches Werkzeug zum Reifenwechsel vorhanden?

Zum Radwechsel werden benötigt:

  • Wagenheber,
  • Kreuzschlüssel
  • Drehmomentschraubenzieher
  • Reserverad/Ersatzreifen
  • ggf. Warnweste und Warndreieck (!)
  • ggf. Arbeitshandschuhe
Schritt 1:
Ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie den ersten Gang ein bzw. bei Automatikgetriebe Stellung “P”. Doppelt hält bekanntlich besser.
Schritt 2:
Lösen Sie die Radkappe, sofern vorhanden. Nutzen Sie hierzu etwa einen Schraubenzieher oder einen anderen spitzen Gegenstand.
Schritt 3:
Vor dem Aufbocken des Autos sollten Sie die Schrauben an dem defekten Autorad über Kreuz lösen, jedoch in keinem Fall schon entfernen. Eine halbe Umdrehung des Schraubenschlüssels genügt.
Schritt 4:
Bocken Sie den Wagen auf. Dazu positionieren Sie den Wagenheber unter dem Auto. Die richtige Position und Funktionsweise finden Sie in der Anleitung auf dem Wagenheber. Bocken Sie das Kfz so weit auf, dass der zu wechselnde Reifen freidrehend ist, also den Boden nicht mehr berührt. Zur Sicherheit entfernen Sie die Heberstange. Beachten Sie die Sicherheitsanweisungen auf dem Wagenheber.
Schritt 5:
Entfernen Sie die Schrauben, am besten über Kreuz. Zuletzt sollte die oberste Schraube entfernt werden.
Schritt 6:
Nehmen Sie das Rad ab. Reinigen Sie ggf. die Aufhängung und prüfen Sie bei dieser Gelegenheit auch ruhig einmal den Zustand der Bremsscheiben.
Schritt 7:
Stecken Sie das neue Rad auf, Schrauben einsetzen und leicht anziehen.
Schritt 8:
Lassen Sie über das Ventil des Wagenhebers den Wagen leicht ab, damit das Rad blockiert.
Schritt 9:
Finden Sie die Angaben zum richtigen Anzugsdrehmoment der Räder im Datenblatt zur Betriebserlaubnis. Bei Noträdern werden vom Hersteller meist besondere Drehmomentzahlen angegeben. Stellen Sie den richtigen Wert auf dem Drehmomentschlüssel ein. Der richtige Drehmoment beim Reifenwechsel wird gern vernachlässigt, ist aber von großer Wichtigkeit.
Schritt 10:
Ziehen Sie die Radschrauben über Kreuz an, bis der Drehmomentschlüssel jeweils einrastet.
Schritt 11:
Prüfen Sie bei der nächsten Gelegenheit den Reifendruck. Lassen Sie den Drehmoment nach dem Reifenwechsel in der nächsten Werkstatt prüfen (nach etwa 100 Kilometer Fahrt noch einmal).
Schritt 12:
Verstauen Sie das Werkzeug zum Reifenwechseln und den ausgewechselten Pneu. Gute Weiterfahrt!

Sehen Sie in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie einen Reifen selbst wechseln können:

Was ist zu beachten beim Reifenwechsel?

Sollten sich die Schrauben einmal nicht so leicht lösen oder aufdrehen lassen: Nutzen Sie zur Reinigung der Gewinde und/oder Schrauben niemals(!) Öle oder Fette, da sonst die Gefahr besteht, dass die Muttern nicht richtig festgezogen werden können und sich sogar selbstständig lösen. Nutzen sie lieber eine Drahtbürste zur Reinigung.

Möchten Sie den Wechsel jedoch selbst vornehmen, sollten Sie unbedingt beachten, dass Sie bei den einzulagernden Rädern die korrekte Position vermerken, also z.B. VL für “vorne links”, HR für “hinten rechts” usf. So kann beim Zurückwechseln kein Fehler passieren und die Reifen an der richtigen Position angebracht werden. Aufgrund der unterschiedlichen Abnutzung der Reifen, sind die Positionen von gebrauchten Rädern festgelegt.
Neben der Arbeitserleichterung spricht für den professionellen Reifenwechsel, dass viele Werkstätten als zusätzlichen Service anbieten, die Reifen im Werkstattlager gegen eine meist geringe Gebühr einzulagern, bis der nächste Reifenwechsel ansteht. So sparen Sie den Platz in Ihrem Keller.

Der Reifenwechsel in der Werkstatt ist stets die sicherste Variante - und günstig dazu.

Der Reifenwechsel in der Werkstatt ist stets die sicherste Variante – und günstig dazu.

Reifenwechsel in der Werkstatt

Durch die Spezialwerkzeuge in einer Werkstatt, ist ein Reifenwechsel hier natürlich schneller und vor allem sicherer vorzunehmen. Besonders wenn es um das Festschrauben geht, ist zumindest eine Nachkontrolle in einer Werkstatt die sicherste Lösung. Beim Radwechsel ist der Drehmoment auch deshalb wichtig, als ein zu großer bzw. zu geringer Abstand zwischen Radaufhängung und Rad zu schweren Schäden an der Bereifung und/oder dem Wagen und im schlimmsten Fall zum Unfall führen kann.

Spätestens jedoch, wenn der alljährliche Wechsel von Sommer- auf Winterreifen ansteht, bietet sich der Besuch in der Werkstatt an. Alle vier Reifen selbst zu wechseln wäre zwar eine günstige, aber schweißtreibende und zeitaufwendige Angelegenheit. Und heutzutage gehört der Reifenwechsel zum Standardrepertoire in jeder Werkstatt. Bei den meisten Anbietern belaufen sich die Kosten für den Reifenwechsel auf etwa 20 Euro bei einem kompletten Reifensatz (ohne Auswuchten). Der Radwechsel beim Auto bedeutet also: Reifen aufziehen zu geringen Kosten.

Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen

Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich aufgrund verschiedener Anforderungen in ihrer Konstruktion, dem Reifenprofil und in der Zusammensetzung der Gummimischung. Sommerreifen müssen besonders mit sehr trockener und sehr feuchter Witterung gut zurechtkommen. Aquaplaning müssen sie abwenden können. Aufgrund der hohen Temperaturen, denen Sommerreifen ausgesetzt sind, ist in der Mischung ein kleinerer Anteil an Naturkautschuk als in Winterreifen, damit sie fester bleiben. Ihr Profil zeichnet sich durch das Vorherrschen von Bandstrukturen aus.

Winterreifen, oder auch M+S-Reifen, müssen dagegen besonders mit matschiger, schneeiger und eisglatter Straßenbeschaffeneit zurechtkommen. Dazu ist eine insgesamt weichere Beschaffenheit nötig, die einen größeren Anteil an Naturkautschuk in der Gummimischung begründet. Diese Bereifung bleibt auch bei besonders niedrigen Temperaturen biegsam und griffig. Ihr feines, lamellenartiges Reifenprofil ermöglicht es, Schnee in die Rillen aufzunehmen und durch die Schnee-Schnee-Reibung zusätzliche Bodenhaftung zu verleihen. Je nach Region gibt es unterschiedliche Mischungen. Für mitteleuropäische Mischungen wird ein Temperaturbereich von minus 15 bis plus 15 Grad Celsius angesetzt. Skandinavische Gummimischungen sind hingegen auf minus 30 bis Null Grad Celsius ausgelegt.

M+S: Das Kürzel M und S steht für Mud and Snow, englisch für Matsch und Schnee. Die Bezeichnung dient allerdings nur in Verbindung mit dem Schneeflockensymbol als eindeutige Kennzeichnung von Winterreifen.

Wann müssen Sie zu Winterreifen wechseln?

Seit 2010 ist der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben. §2 Abs.3a StVO legt seit Dezember 2010 folgendes fest:

“Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit [M+S-Reifen] gefahren werden,”

Beachten Sie die Angaben auf der Reifenseite zu Größe, Herstellungsjahr, Reifentyp.

Beachten Sie die Angaben auf der Reifenseite zu Größe, Herstellungsjahr, Reifentyp.

Sind Sie bei Schneematsch und Eisglätte mit dem Kfz unterwegs, müssen Sie Winterreifen aufgezogen haben, ansonsten droht Ihnen laut Bußgeldkatalog für Reifen ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Wenn Sie in Gebieten wohnen, in denen regelmäßig die Straßen geräumt werden können bzw. nur wenig Schnee fällt, besteht diese Pflicht nur bei den entsprechenden Witterungsverhältnissen. Können Sie im Winter auf Ihr Auto verzichten und lassen es bei entsprechendem Wetter einfach stehen, sind Winterreifen für Sie nicht Pflicht.

Bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius sollten Sie die Sommerreifen wechseln (Empfehlung der Hersteller), da diese dann zunehmend verhärten und nicht mehr ausreichende Fahrsicherheit bieten.

Obligatorischer Reifenwechsel: Wann müssen Sie Reifen tauschen?

Es gibt drei Faktoren, die bestimmen, ob Sie einen Satz neuer Räder an Ihrem Fahrzeug anbringen (lassen) müssen: Reifenschäden, Abnutzung und Überalterung.

Reifenschäden können aus vielfältigen Gründen entstehen, insbesondere durch den falschen Reifendruck. Daneben stehen schräges Auffahren auf eine Bordsteinkante, Abrieb und Erhitzung bei “Kavaliersstarts”, falsche Lagerung, der Kontakt mit Öl, Benzin oder anderen Chemikalien, die den Reifen porös machen können. Reifenschäden können erst unsichtbar sein für das Auge. Bei bereits sichtbaren Reifenschäden sollten die Pneus gewechselt werden: Risse, Beulen und eingefahrene Fremdkörper.

Reifenschäden, bei denen der Reifen dringend gewechselt werden sollte:

  • Risse: weisen auf poröses Gummi hin,
  • Beulen: verweisen auf Beschädigung der inneren Reifenstruktur,
  • eingefahrene Fremdkörper (z.B. Nägel): schleichender Luftverlust, Eindringen von Feuchtigkeit führt zum Rosten der Stahlfäden im Reifenmantel.

Auch bei zu weit fortgeschrittener Abnutzung sollte ein Reifen gewechselt werden. Wie abgenutzt ein Reifen ist, lässt sich an der Profiltiefe erkennen. Bei ausgeprägteren Profilen ist die Fahreigenschaft natürlich besser als bei Reifen mit wenig Profil. Bei weiter abgefahrenen Reifen erhöht sich die Gefahr von Aquaplaning. Die in der EU gesetzlich festgelegte Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimeter.

Empfehlung für

  • Sommerreifen: Wechsel ab 2 mm Profiltiefe
  • Winterreifen: Wechsel ab 4 mm Profiltiefe

Die Bereifung kann auch trotz ausreichender Profiltiefe oder sogar im unbenutzten Zustand nicht mehr verkehrstüchtig sein. Grund hierfür ist die Überlagerung und z.T. auch eine falsche Lagerung. Als Grundsatz können Sie sich merken, dass ein Sommerreifen nie älter als acht, ein Winterreifen nie älter als sechs Jahre sein sollte. Zehn Jahre sollten in keinem Fall überschritten werden. Bei zunehmendem Alter eines Reifens wird die Gummimischung hart und porös, der Reifenmantel kann brechen.

Woran Sie erkennen, wie alt Ihre Reifen sind:
Das Alter Ihrer Reifen können Sie der sogenannten DOT-Nummer auf der Reifenseite entnehmen. Eine DOT-Nummer sieht z.B. so ausDOT GFJ 988 0109

Das Alter des Reifens lässt sich in den letzten 4 Ziffern (0109) ablesen: 01 steht für den Monat, hier Januar, 09 für das Jahr 2009. Die Angabe des Produktionsjahres in dieser Form ist erst seit dem Jahr 2000 geregelt.

Was muss bei neuen Reifen beachtet werden?

Wichtig ist: Auf allen Rädern sollten dieselben Reifen aufgespannt sein. Um die Fahrsicherheit beizubehalten, sollten bei einem Radwechsel daher im Idealfall alle Räder gewechselt werden. Unterschiedlich abgenutzte Reifen stellen für die Mobilität des Wagens eine großes Sicherheitsrisiko dar. Das eigentlich Teure beim Reifenwechsel ist am Ende der Kauf von einem Satz neuer Räder. Sie können jedoch zur Kostenersparnis auch neue Reifen auf Ihre Felgen aufziehen lassen.

Wichtig ist, dass Sie in jedem Fall vor Kauf eines neuen Reifensatzes einen Blick in die Betriebsanleitung Ihres Pkws riskieren. Nur wenn die neuen Reifen der dort angegebenen Größe entsprechen, bleibt Ihr Fahrzeug betriebsbereit. Die falsche Größe der Reifen wird als gravierender Mangel gewertet. Sie müssen bei einer Kontrolle mit einem Bußgeld und Punkten rechnen. Zusätzlich kann der Versicherungsschutz entfallen. Auch die Erteilung der TÜV-Plakette wird im schlimmsten Fall verweigert. Vergleichen Sie die Angaben im Handbuch Ihres Wagens mit den Angaben auf der Reifenflanke. Die Reifengröße ist auf der Seite des Reifens eingeprägt.

Bsp. für die Angabe der Reifengröße:

  • 175/70 R 13 82 T

Diese Zahl steht für: Breite (175 mm), Serie (70), Radialreifen (R), Felgendurchmesser (13 Zoll), Tragfähigkeitskennzahl (82), Geschwindigkeitssymbol (T)

Beachten Sie bei neuen Reifen: Nach dem Wechsel sollten Sie auf den ersten zirka 300 Kilometern recht vorsichtig fahren. Oft ist auf der Oberfläche von Autoreifen eine Schutzschicht aus Wachs und anderen Schutzmitteln aufgetragen, die der Alterung der Reifen entgegenwirkt. Erst nachdem diese Schicht abgefahren ist, können die Reifen Ihren Grip richtig entwickeln. Auch der Luftdruck sollte in den ersten Wochen noch etwas höher eingestellt sein.

Neue Reifen: Nicht der Wechsel ist teuer, sondern ein Satz neuer Räder.

Neue Reifen: Nicht der Wechsel ist teuer, sondern ein Satz neuer Räder.

Ähnlich wie bei großen Elektrogeräten finden sich auch im Reifenhandel seit 2012 Labels, die zur Übersichtlichkeit dienen sollen. Dabei werden Angaben wie Geräuschentwicklung, Bremsverhalten bei Nässe und der Rollwiderstand (Auswirkung auf CO2-Ausstoß) angegeben und dem Käufer so eine grobe Übersicht ermöglicht.

Reparatur von Reifen

Wenn das Innere des Reifens und ebenso seine Struktur noch nicht beschädigt sind, ist eine Ausbesserung der Bereifung möglich. Zu diesem Zwecke werden Gummistücke eingesetzt bzw. vulkanisiert. Dieser Prozess sollte jedoch zeitnah stattfinden. Grundsätzlich dürfen Reifen nur von Fachpersonal repariert werden. Die Ersparnis durch aufbereitete Reifen ist jedoch zu vernachlässigen, wenn man die Sicherheit zur Grundlage nimmt. Im Zweifel ist der Komplettwechsel immer die sicherste Alternative.

Bei Motorrad-Reifenwechsel: Tipps bekommen Sie in speziellen Motorradwerkstätten. Anders als beim Auto ist der Reifenwechsel am Motorrad, ähnlich wie bei einem Fahrrad, wesentlich komplizierter. Während beim Reifen insbesondere Kraft vonnöten ist, ist beim Motorrad speziell beim Wechsel des Hinterreifens auch auf die Technik zu achten.
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1 Kommentar

  1. Bernd W. sagt:

    Wie verhält es sich, wenn bei einem Ford Transit (Personentransport) in einem Reifen ein Nagel steckt. Nagel wurde entfernt und Vulkanisiert. Ein Polizist (Privat) meinte, dass diese Methode bei Fahrzeugen die für Personentransporte (Behinderte) genutzt werden eine Reifenreperatur nicht möglich ist, sondern der komplette Reifen getauscht werden muß.

    Laufleistung des Wintereifens bis zum Schaden war 7.500 KM.

    Danke für Antwort und Mühe.

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