Erste Hilfe kann Leben retten

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Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort

Sofortmaßnahmen müssen bereits am Unfallort eingeleitet werden

Sofortmaßnahmen müssen bereits am Unfallort eingeleitet werden

Die ersten Minuten nach einem Unfall sind oft entscheidend für das Überleben der Unfallopfer. Für Verkehrsteilnehmer sind aus diesem Grund fundierte Kenntnisse zu den Erste-Hilfe-Maßnahmen sehr wichtig, denn sobald es zu einem Unfall mit Verletzten kommt, können durch die richtigen lebensrettenden Sofortmaßnahmen Menschenleben gerettet werden.

Aus diesem Grund müssen Autofahrer einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, bevor sie eine Fahrerlaubnis erhalten. Außerdem besteht eine Verbandskastenpflicht, so dass auch stets das notwendige Verbandsmaterial zur Versorgung der Opfer bei einem Notfall parat ist.

Die Notarzt-Nummer (112) gehört ebenfalls zum Grundwissen eines jeden Autofahrers, damit er schnellstmöglich einen Krankenwagen rufen kann. Doch bis der Notarzt eintrifft, was in Deutschland meistens nicht länger als etwa 15 Minuten dauert, sollten Unfallzeugen selbst Erste Hilfe leisten.

Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen die Notärzte und Ersthelfer bei Unfallopfern anwenden und wie Sie bei verschiedenen Unfallsituationen handeln können, lesen Sie in diesem Ratgeber.

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Selbstschutz bei einem Unfall

Erste Hilfe kann Leben retten

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Haben Sie einen Verkehrsunfall beobachtet, so kümmern Sie sich zuallererst um den Selbstschutz, um nicht selbst bei den Hilfsmaßnahmen einen Unfall zu verursachen. Ihr eigenes Fahrzeug sollten Sie etwa 10 – 20 m vom Unfallort entfernt abstellen. aktivieren Sie auch die Warnblinkanlage Ihres Autos.

Ziehen Sie Ihre Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck in etwa 100 m Entfernung zum Unfallort auf. Halten Sie sich beim Betreten der Autobahn wenn möglich nur hinter den Leitplanken auf, auch um Bußgelder wegen des Betretens der Autobahn zu vermeiden, laut Bußgeldkatalog kostet dieser Verstoß gegen das Verkehrsrecht ein Verwarngeld von 10 Euro. Ein Bußgeldbescheid kann auch drohen, wenn Sie keine Warnweste oder Warndreieck mitführten.

Rechtzeitig einen Krankenwagen rufen

Bevor Sie selbst Erste Hilfe leisten, sollten Sie den Notarzt rufen (Notarzt-Nummer: 112. Die Polizei und Feuerwehr erreichen Sie unter der Nummer 110). Noch besser ist es, diese Aufgabe einem Beobachter zu delegieren, so dass die Sofortmaßnahmen am Unfallort durch den Krankenwagen-Notruf nicht verzögert werden. Heutzutage hat fast jeder ein Handy dabei, um stets erreichbar zu sein – es ist also kein großer Aufwand, einen Krankenwagen zu rufen, der dann auch in wenigen Minuten am Unfallort sein sollte.

Hat niemand ein Handy bei sich oder ist einfach kein Empfang verfügbar, dann können Sie sich auf die Suche nach einer Notrufsäule machen. Eine solche Notrufsäule bietet Ihnen die Möglichkeit, den Notarzt zu rufen. Vom Unfallort entfernen sollten sich aber niemals alle Beteiligten gleichzeitig – es sollte auch noch jemand vor Ort bleiben, um die Verletzten mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu versorgen.

Es gehört auch zur Ersten Hilfe, die Verletzten zu trösten und sie durch ein sicherers und ruhiges Auftreten zu beruhigen. Sie beteiligen sich ebenfalls an der Hilfe, wenn Sie unbedachte Rettungsmaßnahmen von Laien verhindern! Um dazu fähig zu sein, müssen Sie aber selbst über das angemessene Vorgehen bei einem Unfall und über die korrekten lebensrettenden Erste-Hilfe-Maßnahmen informiert sein.

Den Notarzt rufen und die W-Fragen beantworten

Die Notarzt-Telefonnummer ist 112. Wenn Sie diese Nummer wählen, werden Sie immer mit der zuständigen Stelle verbunden, ganz egal wo in Deutschland oder Europa sie sich befinden, und der Krankenwagen-Notruf wird veranlasst. Legen Sie sich Antworten auf die folgenden Fragen zurecht:

  • Wo ist der Unfall?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Verletzungen haben die Unfallopfer?
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Der Disponent wird alle notwendigen Informationen von Ihnen erfragen. Zu den Erste-Hilfe-Maßnahmen gehört auch, dem Helfer am anderen Ende der Leitung die notwendigen Auskünfte zum Unfallort und Unfallgeschehen zu erteilen. Deswegen legen Sie nach der Übermittlung des Notfalls nicht sofort auf, sondern beantworten Sie die Fragen zum Unfallgeschehen, die der Disponent möglicherweise noch an sie hat. Übrigens können auch Sie sich bei dieser Gelegenheit telefonisch zum weiteren Vorgehen beraten lassen. Falls beispielsweise eine Erste-Hilfe-Herzdruckmassage vorgenommen werden muss, ist die telefonische Beratung diesbezüglich möglich.

Da der Anruf einige Minuten in Anspruch nimmt, ist es vorteilhaft, wenn Sie bei einem Notfall die Aufgaben delegieren. Versuchen Sie, weitere Zeugen auf die Notwendigkeit Ihrer Hilfeleistung aufmerksam zu machen. Während des Anrufes sollten dann andere Ersthelfer bereits lebensrettende Sofortmaßnahmen bei den Unfallopfern einleiten.

Wenn Sie Zeuge eines Unfalls werden, sind sie nicht nur aus moralischen Gründen zur Hilfe verpflichtet, sondern auch aus gesetzlichen Gründen: Laut Paragraf 323 des Strafgesetzbuchs muss jeder bei einem Unfall helfen, der sich durch die Hilfeleistung nicht selbst in Gefahr bringt – ansonsten droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.

Die Verletzten aus dem Auto bergen

Nicht immer ist es den Ersthelfern möglich, die Verletzten aus einem Autowrack zu bergen. Hindert Sie beispielsweise ein Brand daran, überlassen Sie diese Aufgabe der Feuerwehr, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Ansonsten können Sie den Gurt lösen oder durchschneiden und dann den Betroffenen vorsichtig aus dem Fahrzeug ziehen.

Bildung einer Rettungskette

Eine Rettungskette besteht aus fünf Gliedern, die die Reihenfolge des Vorgehens der Ersthelfer bei einem Unfall mit Verletzten verdeutlichen sollen:

  1. Absichern, Eigenschutz
  2. Notruf (Notarzt-Telefonnummer: 112), lebensrettende Sofortmaßnahmen (z.B. stabile Seitenlage, Stillung lebensgefährlicher Blutungen)
  3. Weitere Maßnahmen der ersten Hilfe (z.B. Wundversorgung)
  4. Rettungsdienst trifft ein
  5. Verletzte Personen werden im Krankenhaus versorgt

Die ersten vier Punkte betreffen Sofortmaßnahmen am Unfallort. Berücksichtigen Sie während der ganzen Rettungsaktion Ihre eigene Sicherheit! Bei einem Unfall auf der Autobahn ist es wichtig, sich vor vorbeirasenden Autos zu schützen.

Die Rettungskette sichert eine nahtlose Versorgung der Verletzten

Die Rettungskette stellt eine schnelle Versorgung der Unfallopfer sicher

Die Rettungskette stellt eine schnelle Versorgung der Unfallopfer sicher

Während der Rettungsdienst auf dem Weg ist, sollten die Ersthelfer die lebensrettenden Sofortmaßnahmen einleiten. Diese bestehen in der Regel bei einem Verkehrsunfall zum einen aus der korrekten Lagerung der Verletzten in stabiler Seitenlage oder in der Wiederbelebung durch eine Erste-Hilfe-Herzdruckmassage sowie in der Versorgung von starken Blutungen und Schocks.

Ist der Rettungsdienst eingetroffen, führen die Helfer die Maßnahmen zur Lebensrettung auf professionelle Weise fort, auch noch, während der Transport des Opfers im Krankenhaus durchgeführt wird. Abschließend kommt das Unfallopfer zur weiteren medizinischen Versorgung ins Krankenhaus. Das Arbeitsmodell der Rettungskette ist deswegen effizient, weil es die Versorgung des Opfers ohne Unterbrechung und mit definierten Arbeitsabläufen sichert.

Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen

Bei einem Unfall mit Verletzten sollten Sie in jedem Fall einen Notarzt rufen. Bis dieser eintrifft, kümmern Sie sich um die Unfallopfer. Das Ziel der lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort, die Sie als Ersthelfer ergreifen sollten, ist die Erhaltung oder die Wiederherstellung der Vitalfunktionen des Verletzten: Bewusstsein, Atmung, und Kreislauf.

Prüfen Sie, ob die verletzte Person ansprechbar ist, z.B. indem sie die Person nach ihrem Namen fragen. Falls das Unfallopfer hierauf reagiert, können Sie nach Schmerzen und Beschwerden fragen und so zielgerichtet helfen. Häufig sieht man Verletzungen nicht sofort, suchen Sie die verletzte Person also umsichtig nach Wunden ab, um diese sofort zu behandeln.
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Ist die verletzte Person bei Bewusstsein, können Sie Ihr durch beruhigende Sätze Zuversicht vermitteln. Informieren Sie das Opfer beispielsweise darüber, dass der Krankenwagen bereits auf dem Weg ist. Schirmen Sie den Unfallschauplatz vor Schaulustigen ab, und betreuen Sie die verletzte Person, indem Sie z.B. durch ein Gespräch auf sie eingehen.

Atemkontrolle bei bewusstlosen Verletzten

Ist der Verletzte dagegen bewusstlos, prüfen Sie zunächst, ob er noch atmet. Sind Atembewegungen sichtbar, hörbar oder fühlbar? Falls ein Bewusstloser in Rückenlage liegt, kann durch das Zurückfallen der Zunge sein Atemweg blockiert werden. Überstrecken Sie leicht den Hals des Betroffenen und prüfen Sie anschließend die Atmung. Haben Sie nach 10 Sekunden keine Hinweise, dass die verletzte Person atmet, beginnen Sie sofort mit der Beatmung! Auch wenn die Atmung nicht regelmäßig und gestört ist, sollten Sie eine Beatmung mit Herzdruckmassage vornehmen.

Atmet der Bewusstlose dagegen, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage und prüfen Sie, ob Sie Wunden versorgen müssen. Da sich ein Bewusstloser nicht zu Schmerzen äußern kann, müssen Sie diesbezüglich aufmerksam sein.

Als Erste Hilfe – stabile Seitenlage

Bewusstlose sollten in die stabile Seitenlage gebracht werden, damit sie nicht an Erbrochenem ersticken. Wie man jemanden in die stabile Seitenlage bringt, das ist Lerninhalt von jedem Erste-Hilfe-Kurs. Dieses Wissen sollten Autofahrer regelmäßig auch durch praktische Übungen auffrischen, damit sie im Notfall schnell diese lebensrettende Sofortmaßnahme ergreifen können.

So bringen Sie einen Verletzten in die stabile Seitenlage:

Legen Sie den Verletzten zunächst mit ausgestreckten Beinen auf den Rücken und winkeln Sie einen Arm nach oben. Nun greifen Sie nach dem Arm, der weiter von Ihnen weg ist, und legen ihn auf die Schulter des Verletzten auf Ihrer nahen Seite. Als nächstes drehen Sie den Verletzten auf Ihre Seite, indem Sie den weiter entfernten Oberschenkel greifen und die bewusstlose Person zu sich hinüberziehen. Öffnen Sie den Mund des Verletzten leicht und wenden Sie seinen Kopf behutsam leicht nach oben, damit er atmen kann und bei Erbrechen nicht an der Flüssigkeit erstickt.

Im Video vom DRK Kreisverband Lausitz wird die Vorgehensweise noch einmal anschaulich verdeutlicht:

Eine Herzdruckmassage vergrößert die Überlebenschancen bei einem Herzstillstand immens

Zur Ersten Hilfe gehört eine Herzdruckmassage

Zur Ersten Hilfe gehört eine Herzdruckmassage

Zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen, die ein Ersthelfer am Unfallort ausführen kann, gehört auch die Herzdruckmassage. Bei einem Kreislaufzusammenbruch muss diese vorgenommen werden. Wenn die Ersthelfer sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, kann die Überlebensrate um das Dreifache gesteigert werden.

Experten vertreten heute die Meinung, dass die Herzdruckmassage der wichtigere Bestandteil der Erste-Hilfe-Maßnahmen ist; sollte also eine Beatmung nicht möglich sein, so belassen Sie es bei einer Herzdruckmassage. Die Angst, bei einer Reanimation etwas falsch zu machen, ist relativ unbegründet – auch möglicherweise nicht perfekt durchgeführte Sofortmaßnahmen können den Zustand des Verletzten verbessern und sein Leben retten!

Viele Ersthelfer haben bei der Durchführung einer Herzdruckmassage auch Angst, dass Sie die bewusstlose Person verletzen. Experten raten aber, die Herzdruckmassage bei einem Herzstillstand dennoch durchzuführen, da eine gebrochene Rippe bei einer Reanimation eine annehmbare Konsequenz ist.

Herzdruckmassage und Beatmung abwechseln

Wenn die bewusstlose Person also nicht normal atmet, bringen Sie sie nicht in die stabile Seitenlage, sondern führen Sie eine Herzdruckmassage durch. Bitte veranlassen Sie gleichzeitig einen Notruf! Im Rhythmus 30 Mal einen Stoß auf den Brustkorb und zwei Mal eine Atemspende reanimieren Sie den Bewusstlosen anschließend, bis der Notarzt eintrifft und sich um den Verletzten kümmert.

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Sie sollten etwa 100 Mal in der Minute auf die Mitte des Oberkörpers drücken und hierbei soviel Druck ausüben, dass der Oberkörper etwa fünf bis sechs Zentimeter eingedrückt wird. Experten raten dazu, lieber zu fest als zu sanft zu drücken. Auch wenn es anstregend ist – unterbrechen Sie diese Sofortmaßnahme nicht, bis der Notarzt da ist. Ein zweiter Helfer kann zwischendurch die Herzdruckmassage und die Beatmung übernehmen, falls man irgendwann zu erschöpft dafür ist.

Verschiedene Arten der Beatmung

Bei der Beatmung unterscheidet man zwischen der Mund-zu-Nase Beatmung und der Mund-zu-Mund-Beatmung. Normalerweise ist eine Mund-zu-Nase-Beatmung empfehlenswert, da bei der Mund-zu-Mund-Beatmung sehr viel Luft in den Magen gelangt, was zum Erbrechen der bewusstlosen Person führen kann. Entfernen Sie vor der Beatmung etwaige Fremdkörper aus dem Mundraum. Halten Sie sich aber nicht zu lange hiermit auf, die Beatmung muss so schnell wie möglich durchgeführt werden!

Wenn die Atmung während dieser Erste-Hilfe Maßnahme wieder einsetzt, unterbrechen Sie die Atemspende und die Herzdruckmassage, und bringen Sie die bewusstlose Person in die stabile Seitenlage. Bis der Notarzt eintrifft, kontrollieren Sie engmaschig die Atmung und den Puls der verletzten Person und starten Sie gegebenenfalls erneut eine Beatmung.

Im Video vom Sender H1 Hannover sehen Sie, wie eine Herzdruckmassage ablaufen sollte:

Erste-Hilfe-Beatmung bei Kindern

Falls Kinder beatmet werden müssen, so beobachten Sie während der Beatmung den Brustkorb des Kindes. Sie dürfen nicht zu viel Atemluft in die Lunge des verletzten Kindes pusten, da dessen Lunge noch sehr klein ist. Dies gilt insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder. Beatmen Sie das Kind, in dem Sie etwa eine Sekunde lang Luft in die Lunge pusten. Dabei sollte sich der Brustkorb vom beatmeten Kind leicht heben und senken. Nach fünf Atemzügen nehmen Sie erneut eine Atemkontrolle vor und bringen das Kind in die stabile Seitenlage, sofern die Beatmung erfolgreich war; ansonsten folgt im nächsten Schritt eine Herzdruckmassage.

Wenn Kinder beatmet werden müssen, ist die Hemmschwelle beim Drücken des Oberkörpers besonders hoch; aber eine gebrochene Rippe kann wieder heilen. Hier liegt ein Notfall vor. Es geht darum, die Kinder vor dem Tod durch einen Herzstillstand zu bewahren.

Erste Hilfe bei Knochenbrüchen

Einen Knochenbruch bei einem Verkehrsunfall erkennen Sie an den starken Schmerzen des Betroffenen oder an der unnatürlichen Haltung seiner Gliedmaßen. Auf keinen Fall darf die Bruchstelle bewegt werden, da dies zu immensen Schmerzen führt oder aber die Verletzung noch verschlimmert. Benutzen Sie eine Wundauflage aus Ihrem Verbandskasten und decken sie behutsam die Wunde ab. Anschließend können Sie die Verletzung kühlen, um dem Opfer eine Linderung der Schmerzen zu verschaffen. Warten Sie so das Eintreffen des Notarztes ab. Von Hilfsmaßnahmen wie dem Schienen eines gebrochenen Knochens ist abzuraten.

Bei einer Verletzung an der Wirbelsäule verändern Sie auf keinen Fall die Lage des Betroffenen, da dies zu Verschlimmerungen der Verletzung führen kann.

Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen

Wenn Sie einen Unfall beobachten, sollten Sie den Notarzt rufen

Wenn Sie einen Unfall beobachten, sollten Sie den Notarzt rufen

Kommt es bei einem Autounfall beispielsweise zu Explosionen oder Bränden, so sind die Verbrennungen der Unfallopfer schnellstmöglich zu versorgen. Als Sofortmaßnahme ist das Entfernen der verbrannten Kleidung und das Kühlen der Wunden anzusehen. Wenn die Kleidung mit der Brandwunde verkrustet ist, ziehen Sie diese jedoch nicht aus.

Bei großen verbrannten Arealen darf aber nicht ganzflächig gekühlt werden, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Mit einem Verbandtuch können sie verbrannte Stellen abdecken und vor Infektionen schützen. Entfalten Sie das Verbandtuch vorsichtig und fassen Sie es nur am Rand an, um es möglichst keimfrei zu halten. Bringen Sie bewusstlose Opfer in die stabile Seitenlage. Bei einem Atemstillstand ist eine Herzdruckmassage mit Beatmung durchzuführen.

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Anlegen eines Druckverbands

Zunächst wird auf die stark blutende Wunde eine Wundauflage gelegt. Anschließend gehen Sie mit einem Verband ein paar mal um die Wunde; als nächstes legen Sie ein Druckpolster auf, welches beispielsweise aus einem Stück noch zusammengerollten Verband besteht. Wickeln Sie dann mit dem Verband erneut um das Polster und fixieren Sie den Verband schließlich. Die notwendigen Verbandsmaterialien finden Sie in Ihrem Verbandskasten; im Verbandspäckchen ist bereits eine Wundauflage und ein Verband enthalten.

Allgemein gilt bei der Wundversorgung:

  • Berühren Sie keinesfalls die Wunde.
  • Tragen Sie bei der Versorgung medizinische Handschuhe.
  • Entfernen Sie nur größere Fremdkörper, die in der Wunde sind.
  • Benutzen Sie keine Sprays, Desinfektionsmittel oder ähnliches.
  • Lagern Sie die verbundenen Körperteile, soweit möglich, hoch, so dass der Blutverlust etwas eingeschränkt wird.

Die Wundversorgung, die ein Ersthelfer vornimmt, ist nur provisorisch. Der Arzt wird die Verletzung später noch einmal begutachten und versorgen. Als Ersthelfer verfolgt man bei der Wundversorgung lediglich das Ziel, die Wunde vor Infektionen zu schützen, dem Verletzten etwas Schmerzlinderung zu verschaffen, und die Blutung zu stillen.

Lebensrettende Sofortmaßnahmen bei einem Schock

Wenn es zu einem starken Blutverlust kommt, aber auch durch die psychische Belastung nach einem Unfall, kann es zu einem Schock kommen, dessen Folgen durch passende Erste-Hilfe-Maßnahmen gemildert werden können. Hat der Verletzte eine kalte, schweißnasse, blasse Haut, wirkt unruhig und nervös, zittert und verhält sich teilnahmslos und verwirrt, so kann dies auf einen Schock hinweisen.

Sprechen Sie den Betroffenen an, um ein Abgleiten in die Bewusstlosigkeit zu verhindern. Der Betroffene soll sich hinlegen und die Beine hochlegen, um eine drohende Bewusstlosigkeit zu verhindern. Am besten, Sie schirmen die betroffene Person vom unruhigen Unfallgeschehen um ihn herum ab. Kommt es doch zu einer Bewusstlosigkeit, so prüfen Sie regelmäßig die Atmung, und lagern Sie den Verletzten in stabiler Seitenlage oder aber nehmen Sie eine Wiederbelebung vor.

Erste-Hilfe: Helm abnehmen oder nicht?

Zu den Erste-Hilfe-Regeln zählt: Bei Motorradfahrern sollten Sie am besten zu zweit versuchen, den Helm abzunehmen, um Maßnahmen zur Wiederbelebung durchzuführen. Das Helm-Abnehmen bei einem Unfall kann jedoch dazu führen, dass Verletzungen an der Halswirbelsäule akut werden, da die Stützung durch den Helm entfällt. Deswegen müssen Sie hier äußerst vorsichtig vorgehen.

Nicht immer ist die Bergung der Verletzung möglich, dann verzögern sich die Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nicht immer ist die Bergung der Verletzung möglich, dann verzögern sich die Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einer der Ersthelfer kniet oberhalb des Kopfes des verletzten Helmträgers. Er stabilisiert den Hals, indem er mit beiden Händen Unterkiefer und Helm in den Griff nimmt. Ein weiterer Ersthelfer platziert sich währenddessen seitlich zum Verletzten und klappt vorsichtig das Visier des Helmes hoch. Anschließend öffnet er den Kinnriemen des Helmes. Wenn er den Bereich so weit wie möglich freigemacht hat, übernimmt er die Sicherung der Halspartie, und der oberhalb des Kopfes des Verletzten knieende Helfer zieht vorsichtig den Helm nach oben und entfernt ihn somit vom Kopf.

Dabei achtet er darauf, den Kopf vorsichtig auf den Boden zu legen. Halten Sie den Kopf weiterhin so gestützt, auch während einer Erste-Hilfe-Beatmung. Soll die verletzte Person in die stabile Seitenlage gebracht werden, so stützen Sie auch währenddessen den Kopf und drehen ihn sehr vorsichtig zur Seite, damit etwaige Verletzungen an der Halswirbelsäule sich nicht verschlimmern.

Falls Sie als Ersthelfer alleine sind, wechseln Sie beim Motorradhelm abnehmen immer zwischen den beiden Positionen oberhalb des Kopfes des Verletzten und seitlich des Verletzten.

Ausrüstung aus dem Verbandskasten

In Deutschland besteht die Pflicht, dass Autofahrer in Ihrem Kfz einen Verbandskasten besitzen. Die Ausrüstung, die Sie in diesem finden, kann nützlich bei der Durchführung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen sein:

  • Erste-Hilfe-Decke: Mit einer Rettungsdecke können Sie verletzte Personen vor der Auskühlung, Nässe, Sonneneinstrahlung oder Wind schützen. Um eine Person vor Kälte zu schützen, muss die silberne Seite der Erste-Hilfe-Decke nach innen gewendet werden. Wickeln Sie hierbei die ganze Person ein, lassen Sie jedoch das Gesicht frei. Für den Sonnenschutz muss die goldene Seite innen sein, so dass man von außen die silberne Seite sieht.
  • In dem Verbandskasten finden Sie Mullverbände, Pflaster sowie eine Schere. Mit dieser Ausrüstung können Sie nicht nur kleinere Wunden versorgen, sondern bei starken und lebensbedrohlichen Blutungen auch einen Druckverband anlegen.
  • Mit den beigefügten medizinischen Handschuhen schützen Sie sich und das Opfer vor Infektionen der Wunde.
  • In einem Verbandskasten ist auch eine Broschüre zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu finden. Falls die Ersthelfer bei einem Unfall kurz aus dem Konzept geraten und beispielsweise nicht mehr wissen, wie die stabile Seitenlage durchgeführt wird, kann ein Blick in die Broschüre ihnen helfen, denn sie erhält eine Anleitung „Erste Hilfe“ in anschaulichen Bildern. Beachten Sie jedoch, dass in der Regel bei einem Notfall keine Zeit für das ausführliche Studieren von Erste-Hilfe-Anleitungen ist. Der regelmäßige Besuch von Erste-Hilfe-Kursen ist notwendig, damit Sie stets auf das notwendige Wissen zurückgreifen können!

Anleitung zur Ersten Hilfe erhalten Sie in einem Erste-Hilfe-Kurs. Jeder Führerscheininhaber sollte vor dem Erwerb seiner Fahrerlaubnis einen solchen gemacht haben. Auffrischungskurse sind empfehlenswert, wenn das Wissen zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen nach einigen Jahren nicht mehr unmittelbar aufgerufen werden kann. Auch wenn Sie im Falle eines Unfalls zu nervös sind, um die lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort einzuleiten: Einen Notarzt rufen und somit helfen kann und sollte jeder, der Zeuge eines Unfalls wird.

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