Halten und Parken – Bußgeldkatalog & Bußgeldrechner 2014

Bußgeldkatalog für falsches Halten

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014
Halten an engen oder unübersichtlichen Stellen, in scharfen Kurven, auf Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen, im Bereich von Fußgängerüberwegen sowie bis zu fünf Meter davor, an Taxiständen, bis zu zehn Meter vor Lichtzeichen und soweit es durch Markierungen, Lichtzeichen und Verkehrsschilder untersagt ist
10 Euro10 Euro
...mit Behinderung15 Euro15 Euro
Halten vor oder in Feuerwehrzufahrten10 Euro10 Euro
Halten in zweiter Reihe15 Euro15 Euro
...mit Behinderung20 Euro20 Euro
Nicht platzsparend gehalten 10 Euro10 Euro
In einer Nothalte- oder Pannenbucht unberechtigt halten20 Euro20 Euro
Halten im Fahrraum von Schienenfahrzeugen 20 Euro20 Euro
...mit Behinderung30 Euro30 Euro

Bußgeldkatalog für falsches Parken

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014
Parken auf Geh- und Radwegen, an engen und unübersichtlichen Straßenstellen, im Bereich von scharfen Kurven, auf Fußgängerüberwegen sowie bis zu fünf Meter davor, bis zu zehn Meter vor Lichtzeichen, im Halteverbot, im eingeschränkten Halteverbot15 Euro15 Euro
...mit Behinderung25 Euro25 Euro
...länger als eine Stunde25 Euro25 Euro
...zusätzlich mit Behinderung35 Euro35 Euro
Parken an Engstellen und dadurch Behinderung von Rettungsfahrzeugen40 Euro60 Euro1 Punkt1 Punkt
Parken vor oder in Feuerwehrzufahrten35 Euro35 Euro
...mit Behinderung von Einsatzfahrzeugen50 Euro65 Euro1 Punkt1 Punkt
Parken in zweiter Reihe20 Euro20 Euro
...mit Behinderung25 Euro25 Euro
...länger als 15 Minuten30 Euro30 Euro
...zusätzlich mit Behinderung35 Euro35 Euro
Parken auf Sperrflächen25 Euro25 Euro
Unzulässiges Parken in verkehrsberuhigten Zonen10 Euro10 Euro
...mit Behinderung15 Euro15 Euro
...länger als 3 Stunden20 Euro20 Euro
...zusätzlich mit Behinderung30 Euro30 Euro
Parken im 5-Meter-Bereich von Kreuzungen und Einmündungen, vor Grundstücksein- und -ausfahrten, im Bereich von Haltestellen und Taxiständen, vor und hinter Andreaskreuzen, über Schachtdeckeln und soweit es durch Verkehrszeichen verboten ist10 Euro10 Euro
...mit Behinderung15 Euro15 Euro
...länger als 3 Stunden20 Euro20 Euro
...zusätzlich mit Behinderung30 Euro30 Euro
Parken an einer abgelaufenen Parkuhr, ohne vorgeschriebene Parkscheibe, ohne Parkschein oder unter Überschreiten der erlaubten Höchstparkdauer
...bis zu 30 Minuten10 Euro10 Euro
...bis zu 1 Stunde15 Euro15 Euro
...bis zu 2 Stunden20 Euro20 Euro
...bis zu 3 Stunden25 Euro25 Euro
...über 3 Stunden30 Euro30 Euro
Parken auf Schwerbehinderten-Parkplatz35 Euro35 Euro
Nicht platzsparend geparkt10 Euro10 Euro
Parklücke einem Berechtigten weggenommen10 Euro10 Euro
Parken in Fußgängerbereichen oder anderen Verbotszonen (PKW)30 Euro30 Euro
...mit Behinderung35 Euro35 Euro
...länger als 3 Stunden35 Euro35 Euro
Parken oder Abstellen eines Fahrzeuges mit Versperren d. Abfahrtsweges eines anderen Fahrzeuges20 Euro20 Euro
In einer Nothalte- oder Pannenbucht unberechtigt parken25 Euro25 Euro
Parken in einem geschützten Bereich während nicht zugelassener Zeiten mit einem Kraftfahrzeug über 7,5 Tonnen des zulässigen Gesamtgewichtes oder einem Kraftfahrzeuganhänger über 2 Tonnen des zulässigen Gesamtgewichtes 30 Euro30 Euro
Länger als zwei Wochen mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug geparkt20 Euro20 Euro
Parken im Fahrraum von Schienenfahrzeugen25 Euro25 Euro
...mit Behinderung35 Euro35 Euro
Parken auf Autobahnen oder Kraftfahrtstraßen 70 Euro70 Euro4 Punkte1 Punkt

Bußgeldkatalog für sonstige Parkverstöße

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014
Beim Ein- oder Aussteigen andere Verkehrsteilnehmer gefährdet20 Euro20 Euro
...mit Sachbeschädigung25 Euro25 Euro
Fahrzeug verlassen ohne Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen oder Verkehrsstörungen
15 Euro15 Euro
...mit Sachbeschädigung25 Euro25 Euro

für Behinderung

Konsequenzen mit denen Sie zu rechnen haben:

Punkte
Bußgeld
Fahrverbot

Hinweis:

zurück

Der große Ratgeber zu Halt- und Parkverboten

Parken ohne Parkschein, das absolute Halteverbot mal eben missachtet oder kurz in zweiter Spur gehalten. Was für viele nach einem Kavaliersdelikt klingt, ist natürlich nicht erlaubt und die StVO sieht mit ihrer Bußgeldtabelle für Falschparken entsprechende Geldstrafen vor. Doch mit welchem Bußgeld müssen Falschparker rechnen? Und wo ist Parken verboten und wo ist Halten verboten? Worauf ist grundsätzlich beim Parken zu achten und wann droht Falschparkern der Abschleppdienst? In unserem Ratgeber zum Thema „Halten und Parken“ beantworten wir Ihnen alle wichtigen Fragen rund um das Thema Falschparken.

Halten und ParkenWas ist Halten?

Im verkehrstechnischen Sprachgebrauch ist das Halten vom Parken zu differenzieren. Doch was ist Halten genau? Die Antwort aus dem Verkehrsrecht liefert die Definition der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung.

Definition Halten: „Halten ist eine gewollte Fahrtunterbrechung auf der Fahrbahn und auf dem Seitenstreifen, die nicht durch die Verkehrslage oder eine Anordnung, eine Verkehrsregel oder ein Verkehrszeichen veranlasst ist.“

Halten dürfen Sie immer und überall dort, wo es nicht verboten wird. Die StVO liefert verschiedene Regelungen zum Halten bzw. Halteverbot/absoluten Halteverbot. Im Sinne der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften liegt kein Halten vor, wenn man beispielsweise infolge eines Staus, vor einer roten Ampel, wegen einer Verkehrsstockung oder bei geschlossener Bahnschranke an einem Bahnübergang anhalten muss. Ein Halten liegt laut Verkehrsrecht immer nur dann vor, wenn die Fahrt freiwillig unterbrochen wird und der Fahrer sein Fahrzeug ganz bewusst und willentlich zum Stehen bringt, um es für einen kurzen oder längeren Zeitraum aus dem fließenden Straßenverkehr zu nehmen.

Was ist Parken?

Neben dem Halten gibt es aus verkehrstechnischer Sicht auch noch das Parken. Doch was ist Parken genau? Mit Parken wird der Vorgang bezeichnet, bei dem ein zugelassenes oder betriebsfähiges Fahrzeug für eine unbestimmte Zeit abgestellt wird. Parken ist überall dort gestattet, wo es nicht durch Parkverbote oder Halteverbote untersagt ist. Beim Parken ist darauf zu achten, dass man sein Fahrzeug platzsparend einparkt, damit der ohnehin schon knapp bemessene Parkraum – vor allem im Innenstadt-Bereich – besser ausgenutzt wird. Darüber hinaus muss ausreichend Platz für das Ein- und Aussteigen sowie das Rangieren gelassen werden. Bei Missachtung droht gemäß der Bußgeldtabelle ein Bußgeld. Für die genaue Beschreibung des Begriffs Parken, folgt eine Definition der StVO, wobei zugleich der Unterschied zum Halten deutlich wird. Aussteigen im Halteverbot/Parkverbot

Definition Parken: „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.“ Demnach ist es bereits ausreichend, wenn eines der beiden Kriterien erfüllt wird, um aus einem Haltevorgang einen Parkvorgang zu machen.

Wer aus seinem Fahrzeug jedoch nur aussteigt, verlässt es noch nicht. Auch wird das Fahrzeug nicht verlassen, wenn man es so im Auge behält, dass man bei Bedarf sofort wegfahren kann. Vom Verlassen ist erst dann die Rede, wenn man sich soweit vom Fahrzeug entfernt hat, dass man das Fahrzeug und den Verkehr nicht mehr im Auge behält und notfalls unverzüglich eingreifen kann. Wenn eine andere Person im Fahrzeug verbleibt, die im Bedarfsfall eingreifen und das Fahrzeug wegfahren kann, liegt ebenfalls noch kein Verlassen vor. Doch aufgepasst: Es muss auf jeden Fall die 3-Minuten-Grenze als absolute Obergrenze beachtet werden! Wer sich länger als 3 Minuten außerhalb seines Fahrzeuges aufhält oder im Fahrzeug sitzend länger stehen bleibt, der parkt.

Bußgeldkatalog Halten und Parken in der Analyse

In Großstädten ist Parkraum sehr knapp bemessen und entsprechend ist es schwierig, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Viele sehen sich daher gezwungen, die Parkregeln der StVO zu missachten. Doch Falschparker stellen für andere Verkehrsteilnehmer oftmals eine Behinderung und nicht selten auch ein gefährliches Hindernis dar. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, mit welchem Bußgeld beim falschen Halten oder Parken zu rechnen ist.

Der Bußgeldkatalog fürs falsche Halten und Parken sieht verschiedene Verstöße vor und beginnt bei 10 Euro für das nicht platzsparende Parken und endet im Bußgeldrechner mit dem Verstoß gegen das absolute Parkverbot auf Autobahnen oder Kraftstraßen, wofür es ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro sowie 1 Punkt in Flensburg gibt. Das Standard-Knöllchen für Parken im Parkverbot kostet entsprechend der Bußgeldtabelle zwischen 15 und 30 Euro. Das beliebte Halten in der zweiten Reihe wird mit einer Geldbuße ab 15 Euro bestraft, während Parken ohne Parkschein ab 10 Euro aufwärts kostet. In der Regel gibt es fürs Falschparken nur eine Geldstrafe, während Punkte (mit einer Ausnahme) oder ein Fahrverbot nicht ausgesprochen werden.

Bußgeld-Änderungen für Falschparker seit April 2013

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Verwarnungsgelder für das unberechtigte Parken (Parkzeit überschritten oder kein Parkschein) mit Kraft zum 1. April 2013 deutlich erhöht. Die alten Bußgelder lagen bis dato zwischen 5 und 25 Euro und wurden seit dem Jahr 1990 nicht mehr angepasst. Nach dem aktuellen Verkehrsrecht und Bußgelrechner müssen Falschparker, die ohne Parkschein parken, nun 10 Euro zahlen. Genauso hoch fällt das Bußgeld für das Überziehen der Parkzeit um 30 Minuten aus. Längere Parkzeitüberschreitungen werden noch teurer. Ab 3 Stunden kostet das Falschparken dann 30 Euro. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht der angepassten Bußgelder im Bußgeldkatalog:

Zu diesem Entschluss einer Erhöhung der Bußgelder kam das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, da die alten Bußgelder nach Angaben der Länder und Kommunen keine präventive Wirkung mehr hatten. So haben Verkehrsteilnehmer bewusst auf die Zahlung der Parkgebühr bzw. den Kauf eines Parkscheins verzichtet und stattdessen das Verwarnungsgeld in Kauf genommen. Durch die Anhebung um jeweils 5 Euro will man bei den Verkehrsteilnehmern mehr Disziplin bei der Zahlung der Parkgebühren und somit auch weniger Bürokratie bei der Verfolgung von Verstößen erzielen. Das verdeutlicht zugleich, dass der Bußgeldkatalog und das Verkehrsrecht immer mal wieder überarbeitet und ein strengeres Strafmaß verankert werden kann.

Wo ist Halten verboten?

Um den Verkehrsfluss nicht zu behindern, ist es wichtig, dass jeder Autofahrer auf die Frage „Wo ist Halten verboten?“ die genaue Antwort kennt. Die StVO (§ 12) sieht zentrale Bestimmungen vor, in denen durch Verkehrszeichen das Halteverbot/absolute Halteverbot vorgeschrieben ist. Doch auch unabhängig von Verkehrszeichen sollten Sie sich folgende Regeln merken, in denen das Halten verboten ist:

Das Halten ist unzulässigUnzulässige Haltestellen

Zudem gibt es noch sonstige Halte- und Parkverbote:

Wo ist Parken verboten?

Parken im Straßenverkehr sorgt regelmäßig für Ärger. Und wohl jeder Autofahrer hat schon einmal fürs Falschparken einen Strafzettel erhalten. Kein Wunder, kennt doch der Straf- und Bußgeldkatalog nicht weniger als 1.324 Tatbestände fürs Falschparken. Doch wo ist Parken verboten? Folgende Übersicht hilft – und vor allem notorische Falschparker sollten aufmerksam weiterlesen.

Das Parken ist unzulässig

Überall, wo ein Halteverbot (eingeschränktes oder absolutes Halteverbot) angeordnet ist, darf auch nicht geparkt werden.

Parkverbote für LKWs

Darüber hinaus gilt laut der StVO für LKW-Fahrer innerorts sowie in anderen besonderen Gebieten ein Parkverbot. Folgende Übersicht zeigt, wo für schwere Fahrzeuge über 7,5 Tonnen und Anhänger über 2 Tonnen innerorts und anderen geschützten Gebieten das Parken verboten ist:

Zudem ist hier das regelmäßige Parken in der Zeit zwischen 22.00 und 6.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig. Diese Regelung gilt laut Verkehrsrecht nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen sowie für Linienomnibusse an Endhaltestellen. Für Kraftfahrzeuganhänger gibt es noch eine weitere Regel für das Parkverbot. So dürfen Kraftfahrzeuganhänger ohne Zugfahrzeug nicht länger als zwei Wochen geparkt werden. Diese Regelung gilt jedoch nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen.

Halteverbot/Parkverbot durch Verkehrszeichen

Zudem gibt es noch verschiedene Verkehrszeichen, an denen Halten bis zu 10 Metern davor verboten ist, wenn die Schilder dadurch verdeckt werden:

Grundsätze beim Parken

Damit das Falschparken der Vergangenheit angehört und Sie nicht einen Strafzettel für Falschparken bekommen, sollte Sie die grundlegenden Regeln, die für das Parken gelten, berücksichtigen und sich stets daran halten. Das schont die eigenen Nerven, den Geldbeutel und letztendlich kommt es auch anderen Verkehrsteilnehmern entgehen.

Typische Irrtümer rund um das Thema Halt- und Parkverbot

Irrtum zum HalteverbotWer hat sich nicht schon über einen Strafzettel für Falschparken geärgert? Gerade beim Halten oder Parken seines Autos oder Motorrads läuft man schnell Gefahr, ein Bußgeld bzw. einen Bußgeldbescheid zu erhalten. Immerhin führt das Falschparken die Rangliste der häufigsten Verkehrssünden an. Ganz egal, ob man nun ein Knöllchen für Parken ohne Parkschein oder Parkscheibe bzw. in Parkverbots- und Halteverbotszonen hat. Auch wenn die Parkuhr abgelaufen ist, kennen die Ordnungshüter kein Pardon und brummen den Falschparker ein Bußgeld auf. Im § 12 der StVO, der sich mit „Halten und Parken“ befasst, sind nicht weniger 1.324 Tatbestände zum Thema Falschparken in Deutschland rechtlich definiert. Als normaler Autofahrer ist es schier unmöglich, all die Falschpark-Möglichkeiten zu kennen. Aber bekanntermaßen schützt Unwissenheit vor Strafe nicht. Dabei liefern Parkregeln immer wieder Anlass für heftige Diskussionen unter Verkehrsteilnehmern. Das ist vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass es viele Irrtümer zum Parken gibt. Im Folgenden werden wir Ihnen die 14 typischen und prominentesten Park-Irrtümer nennen und für Aufklärung sorgen.

Statistiken zum Falschparken

Wer mit dem Auto, Motorrad oder sonstigem Fahrzeug unterwegs ist, macht auch immer wieder Fehler. Angesichts der Fülle von Verkehrsregeln und zahlreichen Verkehrsschilder ist das auch kein Wunder. Wer Pech hat, macht Bekanntschaft mit dem jeweiligen Bußgeldkatalog und muss eine Geldstrafe zahlen, bekommt Punkte in Flensburg oder erhält sogar ein Fahrverbot. Das Falschparken ist dabei das häufigste Delikt und so führen die Strafzettel für Falschparken die Liste der häufigsten kostenpflichtigen Fehler der Autofahrer ganz klar an. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt über alle Bußgelder und Strafzettel eine ganz genaue Statistik und folgende Übersicht zeigt, wofür die Ordnungshüter am meisten Strafzettel verteilen.

Falschparken als häufigstes Verkehrsdelikt

Im Ranking der kostenpflichtigen Fehler der Autofahrer liegen die Falschparker mit Abstand auf dem 1. Platz. Für kein anderes Vergehen werden von den Ordnungshütern so viele Knöllchen verteilt wie für das Falschparken. Ob es sich dabei nun um das Parken ohne Parkscheibe oder Parkschein, das Halten bzw. Parken in einer Halte- oder Parkverbotszone oder um eine abgelaufene Parkuhr handelt – diese Ordnungswidrigkeit lässt die Staatskassen richtig klingeln. Wie viel Geld jedes Jahr durch Falschparken eingenommen werden, lässt sich nur schwer schätzen, zumal ein Parkvergehen mit Strafen von 10 bis 35 Euro nicht in Flensburg erfasst wird. Doch es sind mehrere Millionen Strafzettel, die jedes Jahr wegen Falschparken verteilt werden.

Verkehrsdelikte: Übersicht der häufigsten Strafen im Straßenverkehr

Fast jeder Autofahrer hat schon das ein oder andere Verkehrsdelikt begangen. Dass das Falschparken dabei mit Abstand der häufigste Fehler ist, wurde bereits erläutert. Doch was kommt danach? Folgende Übersicht klärt auf:

Knöllchen-Atlas: Städte mit den meisten Strafzetteln für Falschparker

Gerade in größeren Städten wird das mobile Leben immer schwerer und Parkplätze sind echte Mangelware. Viele wissen sich nicht anders zu helfen und missachten die Regeln. So wird das Auto gerade dort abgestellt bzw. geparkt, wo eben Platz ist, egal ob es sich um ein Parkverbot oder absolutes Halteverbot handelt. Der Knöllchen-Atlas gibt Auskunft, in welchen 25 deutschen Städten die meisten Falschparker und Parksünder unterwegs sind.Eine Studie des „Zeit-Magazins“ hat für das erste Halbjahr 2009 eine Untersuchung in Städten mit mindestens 100.000 Einwohnern durchgeführt und ein Ranking erstellt, in welchen Städten am meisten Strafzettel für Falschparken verteilt wurden.

Top 25: Städte mit dem höchsten Strafzettel-Aufkommen für Falschparken

Hotspots Falschparker Aus der vollständigen Statistik kann zudem geschlossen werden, dass es beispielsweise in Hildesheim doppelt so viele Parkplätze gibt wie in Darmstadt. In Neuss ist dagegen das Angebot an Parkplätzen dreimal so hoch wie in Magdeburg, während Köln für seine Autofahrer nur die Hälfte an Parkplätzen zur verfügung stellt wie Siegen zu bieten hat. So kamen in Köln 110 Strafzettel auf 100 gemeldete PKWs, in Siegen waren es 55.Das teuerste Pflaster für Falschparker in Deutschland ist dagegen Offenbach. Keine andere deutsche Stadt weist solch eine hohe Strafzettel-Quote für Falschparker auf wie die hessische Metropole. So wurden in den ersten sechs Monaten 2009 satte 127 Knöllchen auf 100 gemeldete Fahrzeuge verteilt. In Hildesheim herrschen dagegen paradiesische Zustände, wurden hier doch im gleichen Zeitraum lediglich 14 Knöllchen pro 100 Autos geschrieben.

Tipps: So wehren Sie sich gegen Strafzettel für Falschparken

Wo ist Parken verboten? Wo ist Halten verboten? Wenn Sie genau wissen, was erlaubt und was verboten ist, heißt das noch lange nicht, dass nicht plötzlich doch ein Bußgeldbescheid ins Haus flattert. Schließlich machen auch Ordnungshüter dann und wann Fehler und notieren sich versehentlich ein falsches Nummernschild. Oder was ist, wenn jemand anderes mit Ihrem Auto unterwegs war und das Parkvergehen begannen hat? So kann es passieren, dass Sie einen Strafzettel für falsches Parken bekommen, obwohl Sie sich sicher sind, dass der Verweis der Ordnungshüter gegen Sie unberechtigt ist. Doch wie kann man sich gegen einen Strafzettel wehren?

Hier gibt es verschiedenen Szenarien:

Bußgelder im Ausland: Parken im Parkverbot

Im europäischen Ausland wird das Falschparken natürlich auch mit einem Bußgeld geahndet, wobei es doch eine beachtliche Spannweite der Geldstrafen gibt. Traditionell ist der Bußgeldkatalog oder Bußgeldrechner in Skandinavien besonders streng und so werden hier für das Parken im Parkverbot mit die höchsten Bußgelder erteilt. Spitzenreiter ist Norwegen, wo die Kostenfür Falschparken  bei 90 Euro anfangen. Aber auch in Dänemark wird man ordentlich zur Kasse gebeten, kostet ein Parkverstoß hier doch ab 70 Euro. Zudem ist Irland für Falschparker ein teures Pflaster, beginnen auf der grünen Insel die Bußgelder für das Parken im Parkverbot bei 80 Euro. Günstiger kommt man dagegen in Frankreich, Österreich oder der Slowakei weg, wo die Geldstrafen bei 10 Euro anfangen, aber natürlich abhängig vom jeweiligen Vergehen noch deutlich teurer werden können.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Bußgelder für das Falschparken, die im europäischen Ausland gelten.

Bußgeldkatalog für Parken im Parkverbot in...
Bußgeld
Belgienab 50 Euro
Bulgarienab 40 Euro
Dänemarkab 70 Euro
Finnland10 bis 40 Euro
Griechenland35 bis 65 Euro
Irlandab 80 Euro
Italienab 35 Euro
Luxemburgab 25 Euro
Niederlandeab 50 Euro
Norwegenab 90 Euro
Österreichab 10 Euro
Polenab 25 Euro
Portugalab 30 Euro
Schwedenab 40 Euro
Schweizab 25 Euro
Spanienbis 90 Euro
Tschechien50 bis 90 Euro
Türkeiab 30 Euro
Ungarnab 10 Euro
(Quelle: ADAC)

An dieser Stelle sei geraten, dass Sie sich vor Reiseantritt kurz mit den jeweiligen Verkehrsregeln und dem entsprechenden Bußgeldkatalog des jeweiligen Landes vertraut machen. Zwar gibt es im Ausland weitestgehend die gleichen Regeln und auch viele identische Verkehrsschilder, aber es kann nicht schaden, wenn Sie immer und überall wissen, wo das Parken und wo das Halten verboten ist.

Häufiges Falschparken: Droht ein Führerscheinentzug?

Notorisches Falschparken geht nicht nur ordentlich ins Geld, sondern kann auch dazu führen, dass der Führerschein eingezogen wird. Zwar gibt es keine feste Regelung, ab wie vielen Parkverstößen der Lappen weg ist, doch wer es übertreibt, muss mit drakonischen Konsequenzen rechnen. Generell droht der Führerscheinverlust, wenn das Verhalten verdeutlicht, dass man sich „vorsätzlich und dauerhaft über die Verkehrsordnung“ stellt. Das kann beispielsweise auch bei sehr häufig auftretenden Parkverstößen der Fall sein. So wurde in einem Fall einem Autofahrer der Führerschein entzogen, weil dieser binnen 3 Jahren 120 Parkvergehen begangen hatte.

Die Fahrerlaubnisbehörde hat angesichts dieser Häufigkeit von Strafzetteln fürs Falschparken eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet, doch der Fahrer legte nicht das erforderliche positive MPU Gutachten vor. Als Konsequenz wurde die Fahrerlaubnis von der Behörde entzogen, wogegen der notorische Falschparker vor Gericht zog. Das Gericht hat sich der Fahrerlaubnisbehörde angeschlossen und argumentierte, dass auch beharrliche Verstöße gegen Parkregeln einen Zweifel an der Fahreignung darstellen und durchaus Anlass für den Führerscheinentzug geben können.

Falschparken und Abschleppen

Viele glauben, dass das Missachten vom Parkverbot ein Kavaliersdelikt ist. Weit gefehlt, denn vor allem wenn der Abschleppwagen kommt, kommt einem das dreiste Verhalten teuer zu stehen. Doch wann werden Falschparker überhaupt abgeschleppt?

In den Innenstädten sind Parkplätze sehr knapp und die Gebühren in den Parkhäusern in der Regel teuer. Manche Kraftfahrzeugführer nehmen es daher mit der StVO nicht sonderlich genau und stellen das Auto kurzerhand ins Halteverbot (absolute Halteverbot) oder schrecken auch nicht vor fremden Kunden- oder Privatparkplätzen zurück. Falschparker müssen in diesem Fall aber nicht nur mit einem Strafzettel rechnen, sondern nicht selten wird als letzte Konsequenz der Abschleppdienst gerufen und es kommen noch einmal hohe Abschleppkosten hinzu.

Wer darf den Abschleppdienst rufen?

Der Abschleppdienst kann grundsätzlich von der Polizei als auch von kommunalen Ordnungshütern bestellt werden, aber auch private Eigentümer eines Grundstücks haben das Recht. Wenn die Zufahrt zum Grundstück oder zur Garage versperrt ist oder der eigene Stellplatz zugeparkt ist, fällt es schwer, gelassen zu bleiben. Die Polizei kann da nicht weiterhelfen, da es sich um eine Privatsache handelt. Wenn der Falschparker, der mit seinem Fahrzeug eine eindeutige Behinderung darstellt, nach einer angemessenen Wartezeit nicht erscheint, kann man einen Abschleppdienst bestellen. Dennoch sollte die Polizei darüber informiert werden.

Wann droht Falschparkern das Abschleppen?

Beim Abschleppen gilt grundsätzlich das Opportunitätsprinzip. Das bedeutet nichts anderes, als das es im Ermessen der zuständigen Behörde liegt, ob ein wild parkendes Auto auch tatsächlich abgeschleppt werden soll. Doch dieser Ermessensspielraum schrumpft gewaltig, wenn folgende Parkvergehen vorliegen:

Beim Parken im absoluten Halteverbot ist ein Abschleppen auch ohne konkrete Behinderung möglich, da bereits die so genannte „negative Vorbildwirkung“ oder eine Funktionsbeeinträchtigung des Verkehrsraums ausreichend sind.

Vorsicht beim illegalen Parken auf Kundenparkplätzen

Darüber hinaus laufen auch Autofahrer, die auf den großen Parkplätzen vor Einkaufsmärkten widerrechtlich parken, ohne dort einkaufen zu wollen, verstärkt Gefahr, dass das Auto nach der Rückkehr nicht mehr aufzufinden ist. Die Ladenbetreiber verdeutlichen durch Beschilderung, dass das Parken auf ihren Parkplätzen ausschließlich für Kunden und auch nur für einen bestimmten Zeitraum gestattet ist. Um sich gegen unverbesserliche Falschparker zu wehren, schließen die Ladenbesitzer immer häufiger Verträge mit Abschleppunternehmen ab. Diese überwachen den Parkplatz und entfernen unberechtigt parkende Fahrzeuge und nehmen sie meist auf dem eigenen Betriebsgelände in Verwahrung. In diesem Fall ist es unerheblich, ob das Abschleppen verhältnismäßig ist oder nicht, zum Beispiel weil noch genügend andere Parkplätze frei waren oder der Einkaufsmarkt / Betrieb überhaupt nicht geöffnet hatte. Entscheidend ist, an welche Bedingungen das Parken auf den Stellplätzen geknüpft ist. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Abschleppdienste das Fahrzeug nur gegen Zahlung einer saftigen Gebühr wieder rausrücken. Hier ist mit Kosten von bis zu 250 Euro zu rechnen.