Halten und Parken

Bußgeldkatalog für falsches Halten

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
FahrverbotFVerbot
Halten an engen oder unübersichtlichen Stellen, in scharfen Kurven, auf Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen, im Bereich von Fußgängerüberwegen sowie bis zu fünf Meter davor, an Taxiständen, bis zu zehn Meter vor Lichtzeichen und soweit es durch Markierungen, Lichtzeichen und Verkehrsschilder untersagt ist
10 €
...mit Behinderung15 €
Halten vor oder in Feuerwehrzufahrten10 €
Halten in zweiter Reihe15 €
...mit Behinderung20 €
Nicht platzsparend gehalten10 €
In einer Nothalte- oder Pannenbucht unberechtigt halten20 €
Halten im Fahrraum von Schienenfahrzeugen20 €
...mit Behinderung30 €

Bußgeldkatalog für falsches Parken

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
FahrverbotFVerbot
Parken auf Geh- und Radwegen, an engen und unübersichtlichen Straßenstellen, im Bereich von scharfen Kurven, auf Fußgängerüberwegen sowie bis zu fünf Meter davor, bis zu zehn Meter vor Lichtzeichen, im Halteverbot, im eingeschränkten Halteverbot15 €
...mit Behinderung25 €
...länger als eine Stunde25 €
...zusätzlich mit Behinderung35 €
Parken an Engstellen und dadurch Behinderung von Rettungsfahrzeugen60 €1
Parken vor oder in Feuerwehrzufahrten35 €
...mit Behinderung von Einsatzfahrzeugen65 €1
Parken in zweiter Reihe20 €
...mit Behinderung25 €
...länger als 15 Minuten30 €
...zusätzlich mit Behinderung35 €
Parken auf Sperrflächen25 €
Unzulässiges Parken in verkehrsberuhigten Zonen10 €
...mit Behinderung15 €
...länger als 3 Stunden20 €
...zusätzlich mit Behinderung30 €
Parken im 5-Meter-Bereich von Kreuzungen und Einmündungen, vor Grundstücksein- und -ausfahrten, im Bereich von Haltestellen und Taxiständen, vor und hinter Andreaskreuzen, über Schachtdeckeln und soweit es durch Verkehrszeichen verboten ist10 €
...mit Behinderung15 €
...länger als 3 Stunden20 €
...zusätzlich mit Behinderung30 €
Parken an einer abgelaufenen Parkuhr, ohne vorgeschriebene Parkscheibe, ohne Parkschein oder unter Überschreiten der erlaubten Höchstparkdauer
...bis zu 30 Minuten10 €
...bis zu 1 Stunde15 €
...bis zu 2 Stunden20 €
...bis zu 3 Stunden25 €
...über 3 Stunden30 €
Parken auf Schwerbehinderten-Parkplatz35 €
Nicht platzsparend geparkt10 €
Parklücke einem Berechtigten weggenommen10 €
Parken in Fußgängerbereichen oder anderen Verbotszonen (PKW)30 €
...mit Behinderung35 €
...länger als 3 Stunden35 €
Parken oder Abstellen eines Fahrzeuges mit Versperren d. Abfahrtsweges eines anderen Fahrzeuges20 €
In einer Nothalte- oder Pannenbucht unberechtigt parken25 €
Parken in einem geschützten Bereich während nicht zugelassener Zeiten mit einem Kraftfahrzeug über 7,5 Tonnen des zulässigen Gesamtgewichtes oder einem Anhänger über 2 Tonnen des zulässigen Gesamtgewichtes30 €
Länger als zwei Wochen Anhänger ohne Zugfahrzeug geparkt20 €
Parken im Fahrraum von Schienenfahrzeugen25 €
...mit Behinderung35 €
Parken auf Autobahnen oder Kraftfahrtstraßen70 €1

Bußgeldkatalog für sonstige Parkverstöße

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
FahrverbotFVerbot
Beim Ein- oder Aussteigen andere Verkehrsteilnehmer gefährdet20 €
...mit Sachbeschädigung25 €
Fahrzeug verlassen ohne Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen oder Verkehrsstörungen
15 €
...mit Sachbeschädigung25 €

Bußgeldrechner Halten & Parken

Der große Ratgeber zu Halt- und Parkverboten

Parken ohne Parkschein, das absolute Halteverbot mal eben missachtet oder kurz in zweiter Spur gehalten. Was für viele nach einem Kavaliersdelikt klingt, ist natürlich nicht erlaubt und die StVO sieht mit ihrer Bußgeldtabelle für Falschparken entsprechende Geldstrafen vor. Doch mit welchem Bußgeld müssen Falschparker rechnen? Und wo ist Parken verboten und wo ist Halten verboten? Worauf ist grundsätzlich beim Parken zu achten und wann droht Falschparkern der Abschleppdienst? In unserem Ratgeber zum Thema „Halten und Parken“ beantworten wir Ihnen alle wichtigen Fragen rund um das Thema Falschparken.

Halten und ParkenWas ist Halten?

Im verkehrstechnischen Sprachgebrauch ist das Halten vom Parken zu differenzieren. Doch was ist Halten genau? Die Antwort aus dem Verkehrsrecht liefert die Definition der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung.

Definition Halten: „Halten ist eine gewollte Fahrtunterbrechung auf der Fahrbahn und auf dem Seitenstreifen, die nicht durch die Verkehrslage oder eine Anordnung, eine Verkehrsregel oder ein Verkehrszeichen veranlasst ist.“

Halten dürfen Sie immer und überall dort, wo es nicht verboten wird. Die StVO liefert verschiedene Regelungen zum Halten bzw. Halteverbot/absoluten Halteverbot. Im Sinne der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften liegt kein Halten vor, wenn man beispielsweise infolge eines Staus, vor einer roten Ampel, wegen einer Verkehrsstockung oder bei geschlossener Bahnschranke an einem Bahnübergang anhalten muss. Ein Halten liegt laut Verkehrsrecht immer nur dann vor, wenn die Fahrt freiwillig unterbrochen wird und der Fahrer sein Fahrzeug ganz bewusst und willentlich zum Stehen bringt, um es für einen kurzen oder längeren Zeitraum aus dem fließenden Straßenverkehr zu nehmen.

Was ist Parken?

Neben dem Halten gibt es aus verkehrstechnischer Sicht auch noch das Parken. Doch was ist Parken genau? Mit Parken wird der Vorgang bezeichnet, bei dem ein zugelassenes oder betriebsfähiges Fahrzeug für eine unbestimmte Zeit abgestellt wird. Parken ist überall dort gestattet, wo es nicht durch Parkverbote oder Halteverbote untersagt ist. Beim Parken ist darauf zu achten, dass man sein Fahrzeug platzsparend einparkt, damit der ohnehin schon knapp bemessene Parkraum – vor allem im Innenstadt-Bereich – besser ausgenutzt wird. Darüber hinaus muss ausreichend Platz für das Ein- und Aussteigen sowie das Rangieren gelassen werden. Bei Missachtung droht gemäß der Bußgeldtabelle ein Bußgeld. Für die genaue Beschreibung des Begriffs Parken, folgt eine Definition der StVO, wobei zugleich der Unterschied zum Halten deutlich wird. Aussteigen im Halteverbot/Parkverbot

Definition Parken: „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.“ Demnach ist es bereits ausreichend, wenn eines der beiden Kriterien erfüllt wird, um aus einem Haltevorgang einen Parkvorgang zu machen.

Wer aus seinem Fahrzeug jedoch nur aussteigt, verlässt es noch nicht. Auch wird das Fahrzeug nicht verlassen, wenn man es so im Auge behält, dass man bei Bedarf sofort wegfahren kann. Vom Verlassen ist erst dann die Rede, wenn man sich soweit vom Fahrzeug entfernt hat, dass man das Fahrzeug und den Verkehr nicht mehr im Auge behält und notfalls unverzüglich eingreifen kann. Wenn eine andere Person im Fahrzeug verbleibt, die im Bedarfsfall eingreifen und das Fahrzeug wegfahren kann, liegt ebenfalls noch kein Verlassen vor. Doch aufgepasst: Es muss auf jeden Fall die 3-Minuten-Grenze als absolute Obergrenze beachtet werden! Wer sich länger als 3 Minuten außerhalb seines Fahrzeuges aufhält oder im Fahrzeug sitzend länger stehen bleibt, der parkt.

Bußgeldkatalog Halten und Parken in der Analyse

In Großstädten ist Parkraum sehr knapp bemessen und entsprechend ist es schwierig, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Viele sehen sich daher gezwungen, die Parkregeln der StVO zu missachten. Doch Falschparker stellen für andere Verkehrsteilnehmer oftmals eine Behinderung und nicht selten auch ein gefährliches Hindernis dar. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, mit welchem Bußgeld beim falschen Halten oder Parken zu rechnen ist.

Der Bußgeldkatalog fürs falsche Halten und Parken sieht verschiedene Verstöße vor und beginnt bei 10 Euro für das nicht platzsparende Parken und endet im Bußgeldrechner mit dem Verstoß gegen das absolute Parkverbot auf Autobahnen oder Kraftstraßen, wofür es ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro sowie 1 Punkt in Flensburg gibt. Das Standard-Knöllchen für Parken im Parkverbot kostet entsprechend der Bußgeldtabelle zwischen 15 und 30 Euro. Das beliebte Halten in der zweiten Reihe wird mit einer Geldbuße ab 15 Euro bestraft, während Parken ohne Parkschein ab 10 Euro aufwärts kostet. In der Regel gibt es fürs Falschparken nur eine Geldstrafe, während Punkte (mit einer Ausnahme) oder ein Fahrverbot nicht ausgesprochen werden.

Bußgeld-Änderungen für Falschparker seit April 2013

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Verwarnungsgelder für das unberechtigte Parken (Parkzeit überschritten oder kein Parkschein) mit Kraft zum 1. April 2013 deutlich erhöht. Die alten Bußgelder lagen bis dato zwischen 5 und 25 Euro und wurden seit dem Jahr 1990 nicht mehr angepasst. Nach dem aktuellen Verkehrsrecht und Bußgelrechner müssen Falschparker, die ohne Parkschein parken, nun 10 Euro zahlen. Genauso hoch fällt das Bußgeld für das Überziehen der Parkzeit um 30 Minuten aus. Längere Parkzeitüberschreitungen werden noch teurer. Ab 3 Stunden kostet das Falschparken dann 30 Euro. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht der angepassten Bußgelder im Bußgeldkatalog:

  • Parken ohne Parkschein: Bußgeld alt 5 Euro – Bußgeld neu 10 Euro
  • Überschreitung der Parkdauer bis zu 30 Minuten: Bußgeld alt 5 Euro – Bußgeld neu 10 Euro
  • Überschreitung der Parkdauer 30 bis 60 Minuten: Bußgeld alt 10 Euro – Bußgeld neu 15 Euro
  • Überschreitung der Parkdauer bis zu 2 Stunden: Bußgeld alt 15 Euro – Bußgeld neu 20 Euro
  • Überschreitung der Parkdauer bis zu 3 Stunden: Bußgeld alt 20 Euro – Bußgeld neu 25 Euro
  • Überschreitung der Parkdauer länger als 3 Stunden: Bußgeld alt bis zu 25 Euro – Bußgeld neu bis zu 30 Euro

Zu diesem Entschluss einer Erhöhung der Bußgelder kam das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, da die alten Bußgelder nach Angaben der Länder und Kommunen keine präventive Wirkung mehr hatten. So haben Verkehrsteilnehmer bewusst auf die Zahlung der Parkgebühr bzw. den Kauf eines Parkscheins verzichtet und stattdessen das Verwarnungsgeld in Kauf genommen. Durch die Anhebung um jeweils 5 Euro will man bei den Verkehrsteilnehmern mehr Disziplin bei der Zahlung der Parkgebühren und somit auch weniger Bürokratie bei der Verfolgung von Verstößen erzielen. Das verdeutlicht zugleich, dass der Bußgeldkatalog und das Verkehrsrecht immer mal wieder überarbeitet und ein strengeres Strafmaß verankert werden kann.

Wo ist Halten verboten?

Um den Verkehrsfluss nicht zu behindern, ist es wichtig, dass jeder Autofahrer auf die Frage „Wo ist Halten verboten?“ die genaue Antwort kennt. Die StVO (§ 12) sieht zentrale Bestimmungen vor, in denen durch Verkehrszeichen das Halteverbot/absolute Halteverbot vorgeschrieben ist. Doch auch unabhängig von Verkehrszeichen sollten Sie sich folgende Regeln merken, in denen das Halten verboten ist:

Das Halten ist unzulässigUnzulässige Haltestellen

  • an engen und an unuebersichtlichen Straßenstellen
  • im Bereich von scharfen Kurven
  • auf Einfädelungsstreifen und auf Ausfädelungsstreifen
  • auf Bahnübergängen
  • vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten
  • soweit es durch Verkehrszeichen verboten ist

Zudem gibt es noch sonstige Halte- und Parkverbote:

  • Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ist jedes Halten, auch auf dem Seitenstreifen, verboten.
  • Fahrzeugführer dürfen bis zu 10 Meter vor einem Lichtzeichen nicht halten, wenn es dadurch verdeckt wird.
  • Fahrzeugführer dürfen auf Fahrstreifen mit Dauerlichtzeichen nicht halten.

Wo ist Parken verboten?

Parken im Straßenverkehr sorgt regelmäßig für Ärger. Und wohl jeder Autofahrer hat schon einmal fürs Falschparken einen Strafzettel erhalten. Kein Wunder, kennt doch der Straf- und Bußgeldkatalog nicht weniger als 1.324 Tatbestände fürs Falschparken. Doch wo ist Parken verboten? Folgende Übersicht hilft – und vor allem notorische Falschparker sollten aufmerksam weiterlesen.

Das Parken ist unzulässig

  • vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je 5 Meter von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten
  • wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert
  • vor Grundstücksein- und -ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen (auch ihnen gegenüber)
  • über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen, wo durch Zeichen 315 oder eine Parkflächenmarkierung das Parken auf Gehwegen erlaubt ist
  • vor Bordsteinabsenkungen
  • soweit es durch Verkehrszeichen verboten ist

Überall, wo ein Halteverbot (eingeschränktes oder absolutes Halteverbot) angeordnet ist, darf auch nicht geparkt werden.

Parkverbote für LKWs

Darüber hinaus gilt laut der StVO für LKW-Fahrer innerorts sowie in anderen besonderen Gebieten ein Parkverbot. Folgende Übersicht zeigt, wo für schwere Fahrzeuge über 7,5 Tonnen und Anhänger über 2 Tonnen innerorts und anderen geschützten Gebieten das Parken verboten ist:

  • in reinen und allgemeinen Wohngebieten
  • in Sondergebieten, die der Erholung dienen
  • in Kurgebieten
  • in Klinikgebieten

Zudem ist hier das regelmäßige Parken in der Zeit zwischen 22.00 und 6.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig. Diese Regelung gilt laut Verkehrsrecht nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen sowie für Linienomnibusse an Endhaltestellen. Für Kraftfahrzeuganhänger gibt es noch eine weitere Regel für das Parkverbot. So dürfen Kraftfahrzeuganhänger ohne Zugfahrzeug nicht länger als zwei Wochen geparkt werden. Diese Regelung gilt jedoch nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen.

Halteverbot/Parkverbot durch Verkehrszeichen

Zudem gibt es noch verschiedene Verkehrszeichen, an denen Halten bis zu 10 Metern davor verboten ist, wenn die Schilder dadurch verdeckt werden:

  • Andreaskreuz (Zeichen 201): Bis zu 10 Metern vor diesem Zeichen dürfen Fahrzeugführer nicht halten, wenn es dadurch verdeckt wird. Fahrzeugführer dürfen vor und hinter dem Andreaskreuz a) innerhalb geschlossener Ortschaften bis zu je 5 Meter, b) außerhalb geschlossener Ortschaften bis zu je 50 Meter nicht parken.
  • Vorfahrt gewähren (Zeichen 205): Bis zu 10 Metern vor diesem Zeichen dürfen Fahrzeugführer nicht halten, wenn es dadurch verdeckt wird.
  • Halt. Vorfahrt gewähren. (Zeichen 206): Bis zu 10 Metern vor diesem Zeichen (Stoppschild) dürfen Fahrzeugführer nicht halten, wenn es dadurch verdeckt wird.
  • Kreisverkehr (Zeichen 215): Innerhalb des Kreisverkehrs darf der Fahrzeugführer nicht auf der Fahrbahn halten.
  • Haltestelle (Zeichen 224): Bis zu 15 Metern vor und hinter diesem Zeichen dürfen Fahrzeugführer nicht parken.
  • Taxenstand (Zeichen 229): An Taxenständen gilt ein Halteverbot, ausgenommen für betriebsbereite Taxen.
  • Halteverbot (Zeichen 283): Beim Halteverbot (absolutes Halteverbot) dürfen Fahrzeugführer auf der Fahrbahn nicht halten.
  • Eingeschränktes Halteverbot (Zeichen 286): Beim eingeschränkten Halteverbot dürfen Fahrzeugführer nicht länger als 3 Minuten auf der Fahrbahn halten, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen.
  • Beginn eines eingeschränkten Halteverbots für eine Zone (Zeichen 290.1): Innerhalb der gekennzeichneten Zone dürfen Fahrzeugführer nicht länger als 3 Minuten halten, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen.
  • Fußgängerüberweg (Zeichen 293): Auf Fußgängerüberwegen sowie bis zu 5 Metern davor ist Fahrzeugführern das Halten verboten.
  • Fahrstreifenbegrenzung und Fahrbahnbegrenzung (Zeichen 295): Auf der Fahrbahn ist das Parken verboten, wenn zwischen dem abgestellten Fahrzeug und der Fahrstreifenbegrenzungslinie kein Fahrstreifen von mindestens 3 Metern mehr verbleibt.
  • Pfeilmarkierungen (Zeichen 297): Auf der mit Pfeilen markierten Strecke der Fahrbahn dürfen Fahrzeugführer nicht halten.
  • Sperrfläche (Zeichen 298): Sperrflächen dürfen Fahrzeugführer nicht benutzen. Entsprechend ist das Halten sowie Parken verboten.
  • Grenzmarkierung (Zeichen 299): Innerhalb einer Grenzmarkierung für Halt- oder Parkverbote dürfen Fahrzeugführer nicht halten oder parken.
  • Vorfahrtstraße (Zeichen 306): Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Fahrzeugführer auf Fahrbahnen von Vorfahrtstraßen nicht parken.
  • Parken auf Gehwegen (Zeichen 315): Auf Gehwegen dürfen Fahrzeugführer mit Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 2,8 Tonnen nicht parken. Sie dürfen auch nicht entgegen der angeordneten Aufstellungsart des Zeichens oder entgegen Beschränkungen durch Zusatzzeichen parken.
  • Beginn eines verkehrsberuhigten Bereichs (Zeichen 325.1): Außerhalb der dafür gekennzeichneten Fläche dürfen Fahrzeugführer nicht parken, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen und zum Be- oder Entladen.
  • Nothalte- und Pannenbucht (Zeichen 328): Nur im Notfall oder bei einer Panne ist das Halten in einer Nothalte- und Pannenbucht gestattet.
  • Leitlinien Schutzstreifen für Radfahrer (Zeichen 340): Auf durch Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr dürfen Fahrzeugführer nicht parken.
  • Feuerwehrzufahrt: Vor und in amtlichen gekennzeichnete Feuerwehrzufahrten (DIN 4066) ist das Halten unzulässig.

Grundsätze beim Parken

Damit das Falschparken der Vergangenheit angehört und Sie nicht einen Strafzettel für Falschparken bekommen, sollte Sie die grundlegenden Regeln, die für das Parken gelten, berücksichtigen und sich stets daran halten. Das schont die eigenen Nerven, den Geldbeutel und letztendlich kommt es auch anderen Verkehrsteilnehmern entgehen.

  • Zum Parken ist generell der rechte Seitenstreifen zu benutzen. Dazu zählen auch die entlang der Fahrbahn angelegten Parkstreifen, wenn diese dazu hinlänglich befestigt sind. Andernfalls ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. In der Regel gilt dieser Grundsatz auch für die Fahrzeugführer, die nur halten wollen. Zumindest muss auch das Halten auf der rechten Seite der rechten Fahrbahnseite erfolgen.
  • Zweite Reihe ParkenDas Parken bzw. Halten in zweiter Spur ist besonders beliebt, zumal man sich die Suche nach einem Parkplatz sowie die meist anfallenden Parkkosten für die Parkuhr spart. Doch natürlich ist das Halten in der zweiten Spur verboten, zumal durch dieses egoistische Parkverhalten der Verkehrt enorm gestört und beeinträchtigt werden kann. Lediglich Taxen dürfen neben anderen Fahrzeugen, die auf dem rechten Fahrbahnrand oder Seitenstreifen halten oder parken, Fahrgäste ein- oder aussteigen lassen. Voraussetzung ist jedoch, dass es die Verkehrslage zulässt und weder andere Verkehrsteilnehmer behindert, noch die Fahrgäste beim Ein- oder Aussteigen einer Gefahr ausgesetzt werden.
  • Es gibt Ausnahmesituationen, in denen auch auf der linken Seite gehalten und geparkt werden darf. Das ist sowohl in Einbahnstraßen als auch auf Straßen, auf denen auf der rechten Seite Schienen liegen. Im Fahrraum von Schienenfahrzeugen darf nicht gehalten werden.
  • Wenn das Parken auf dem Gehweg erlaubt ist, so dürfen Sie hierzu nur den rechten Gehweg bzw. in Einbahnstraßen den rechen oder linken Gehwege benutzen.
  • Es ist darauf zu achten, dass platzsparend geparkt wird. Das gilt in der Regel auch für das Halten.
  • An frei gewordenen Parklücken kommt es immer wieder zu Streitereien, wenn zwei Fahrzeugführer das Anrecht auf den Parkplatz für sich beanspruchen. Während man ein Stück nach vorne fährt, um dann rückwärts einzuparken, hat sich nicht selten ein anderer Fahrzeugführer die Parklücke „geschnappt“ und ist vorwärts reingefahren. Doch wer hat Vorrang, was sagt die StVO in dieser typischen Situation? Vorrang an einer Parklücke hat derjenige, der sie zuerst unmittelbar erreicht hat. Der Vorrang bleibt auch dann erhalten, wenn der Berechtigte an der Parklücke vorbeifährt, um rückwärts einzuparken oder wenn sonstige Fahrbewegungen ausgeführt werden, um in die Parklücke einzufahren. Dies gilt entsprechend für Fahrzeugführer, die an einer freiwerdenden Parklücke warten.

Typische Irrtümer rund um das Thema Halt- und Parkverbot

Irrtum zum HalteverbotWer hat sich nicht schon über einen Strafzettel für Falschparken geärgert? Gerade beim Halten oder Parken seines Autos oder Motorrads läuft man schnell Gefahr, ein Bußgeld bzw. einen Bußgeldbescheid zu erhalten. Immerhin führt das Falschparken die Rangliste der häufigsten Verkehrssünden an. Ganz egal, ob man nun ein Knöllchen für Parken ohne Parkschein oder Parkscheibe bzw. in Parkverbots- und Halteverbotszonen hat. Auch wenn die Parkuhr abgelaufen ist, kennen die Ordnungshüter kein Pardon und brummen den Falschparker ein Bußgeld auf. Im § 12 der StVO, der sich mit „Halten und Parken“ befasst, sind nicht weniger 1.324 Tatbestände zum Thema Falschparken in Deutschland rechtlich definiert. Als normaler Autofahrer ist es schier unmöglich, all die Falschpark-Möglichkeiten zu kennen. Aber bekanntermaßen schützt Unwissenheit vor Strafe nicht. Dabei liefern Parkregeln immer wieder Anlass für heftige Diskussionen unter Verkehrsteilnehmern. Das ist vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass es viele Irrtümer zum Parken gibt. Im Folgenden werden wir Ihnen die 14 typischen und prominentesten Park-Irrtümer nennen und für Aufklärung sorgen.

  • Halten oder Parken? Da gibt es keinen Unterschied Und ob. Wie eingangs des Ratgebers Bußgeldkatalog Falschparken aufgezeigt, unterscheidet die StVO zwischen „halten“ und „parken“. Das „freiwillige Abstellen meines Fahrzeugs“ auf einer Straße ist gestattet, wenn man beispielsweise schnell zum Bäcker oder in den Kiosk will. Entscheidend ist, dass es nicht länger als 3 Minuten dauert. Dauert es länger, gilt das Fahrzeug als „geparkt“. Auch wenn das Fahrzeug nur für 1 Minute auf der Straße steht, aber der Fahrer sich nicht mehr in der Nähe befindet, wird aus dem „Halten“ ein „Parken“. Ein weiteres Indiz, das aus „Halten“ „Parken“ wird, ist ein abgeschlossenes Auto und wenn der Fahrzeugführer verschwunden ist.
  • Auf dem Gehweg kurz zu halten ist erlaubt Fahrzeuge dürfen nur dann auf Gehsteigen abgestellt werden, wenn es die Verkehrsschilder auch erlauben. Ansonsten gilt auf Gehwegen grundsätzlich ein Halteverbot. Vielen Autofahrern ist dieser Fakt gar nicht bewusst. Darüber hinaus ist das Fahren auf dem Gehweg – egal ob mit Auto, Motorrad, Roller usw. – nur im Notfall erlaubt.
  • Halteverbote sind durch entsprechende Schilder gekennzeichnet Ein weit verbreiteter Irrglaube. Zwar wird im Straßenverkehr berechtigterweise häufig über den ausufernden Schilderwald lamentiert, doch in Sachen Halte- oder Parkverbot kann man nicht erwarten, dass jedes Verbot per Verkehrsschild ausgewiesen ist. Es gibt feste Regeln, die aussagen, ‘Wo ist Parken verboten?’ bzw. ‘Wo ist Halten verboten?’. So dürfen Fahrzeuge beispielsweise generell nicht in unübersichtlichen Stellen wie Straßenkuppen, scharfen Kurven oder an unübersichtlichen Straßenstellen abgestellt werden. An diesen Stellen herrscht selbst ohne ein Schild ein absolutes Halteverbot. Wenn man durch die Verkehrssituation zum Anhalten gezwungen wird, spricht die StVO vom „verkehrsbedingten Anhalten“, das als „warten“ gilt und in Ordnung ist. Wer jedoch sein Fahrzeug vor dem Kiosk abstellt, damit der Beifahrer schnell etwas besorgen kann, kann sich nicht auf das „Warten“ berufen. In dieser Situation ist wieder die Rede vom „Halten“.
  • Behindertenparkplätze dürfen nur von Behinderten benutzt werden Diese Aussage ist falsch. Denn auch wer keinen Behindertenausweis hat, darf sein Fahrzeug auf einem Behindertenparkplatz abstellen, aber nur zum „Halten“. Dabei darf aber die maximale Zeitdauer von 3 Minuten nicht überschritten werden und zugleich muss sich der Fahrer in der Nähe befinden. Außerdem muss der Behindertenparkplatz sofort geräumt werden, wenn ein Autofahrer mit Behindertenausweis kommt und Anspruch auf den Parkplatz erhebt.
  • Parkplatz reserviertParkplatz reservieren ist erlaubt Gerade in Städten ist der Parkraum knapp und so sind die Nerven aller Autofahrer sehr angespannt, wenn man ewig um den Block fahren muss, bis man endlich einen Parkplatz gefunden hat. Wie praktisch, wenn man einen Beifahrer im Auto hat, der schnell aussteigen und einen Parkplatz reservieren kann, wenn der Fahrer dort nicht direkt hineinkommt. Aber auch das ist nicht erlaubt und kann als Nötigung gewertet werden, wenn man einen anderen Verkehrsteilnehmer daran hindert, den Parkplatz zu besetzen. Auch das beliebte Sperren einer Parkbucht mit Stühlen und Flatterband ist nicht in Ordnung, zumal man für diese Fälle (vor allem bei Umzügen) eine Sondernutzungserlaubnis beantragen bzw. einholen muss. Wer sich von solchen Parkplatz-Reservierungen behindert fühlt, darf Stühle und Flatterband eigenhändig wegräumen.
  • Pfeile unter Halteverbotsschild zeigen die Straßenseite an Hierbei handelt es sich um einen sehr verbreiteten Irrtum. Die Pfeile auf einem Schild für Halteverbot beziehen sich auf den Anfang und das Ende des Verbots. Der Pfeil nach links bedeutet, dass für den Bereich „ab hier“ das Halteverbot (absolute Halteverbot) gilt, während der Pfeil nach rechts mit „bis hier“ zu deuten ist.
  • Fahrzeuge können ohne Zeitbeschränkung in einer Parklücke stehen Im Grunde genommen ist diese Aussage richtig – vorausgesetzt, das Fahrzeug ist zugelassen. Dann darf es im öffentlichem Straßenraum auch abgestellt werden. Gibt es keine entsprechenden Schilder für ein Halte- oder Parkverbot bzw. keine festgelegte Höchstparkdauer, kann man sein Fahrzeug ohne zeitliche Begrenzung an gleicher Stelle parken. ABER, jeder muss seiner sogenannten Sorgfaltspflicht nachkommen und regelmäßig nachschauen und ein Auge auf das Fahrzeug werfen. Schließlich können im öffentlichen Verkehrsraum jederzeit (kurzfristige und temporäre) Parkverbote eingerichtet werden, ganz gleich ob bei einer neuen Baustelle oder für einen Umzug. Nach 48 Stunden entfalten solche Beschilderung auch gegen bereits geparkte Fahrzeuge ihre Rechtskraft. Daher lautet die Empfehlung, alle zwei Tage eine Kontrolle durchzuführen. Für Wohnwagen oder Anhänger gibt es dagegen eine Zeitbeschränkung. Sie dürfen maximal zwei Wochen am Stück an ein und derselben Stelle im öffentlichen Straßenraum stehen.
  • Der Parkplatz gehört dem, der zuerst drin steht Was erstmal logisch klingt, sieht in der Realität aber ganz anders aus. Dabei handelt es sich zudem um einen typischen Streifall im täglichen ‘Kampf’ um freie Parkplätze. Es ist ein Ärgernis, wenn man eine freie Parklücke sieht und am davorstehenden Fahrzeug hält, um dann rückwärts einzuparken. Doch kaum will man einparken, fährt ein anderes Fahrzeug vorwärts in die Lücke und schnappt einem den Parkplatz vor den Augen weg. Doch hier sieht die StVO eine ganz klare Regelung. So hat immer derjenige Anspruch auf eine leere Parklücke, der sich aufstellt um rückwärts einzuparken.
  • Ich kann parken wie ich will Dieser Irrtum steht im krassen Gegensatz zu den Grundsätzen des Parkens. Denn jeder sollte platzsparend parken. Dies gilt in der Regel auch für das Halten. Wer rücksichtslos parkt und andere Fahrzeuge behindert, muss damit rechnen, dass er abgeschleppt wird. Dabei liegt es im Ermessen des Ordnungshüters, wann ein Fahrzeug nicht platzsparend abgestellt wird und der Falschparker einen Strafzettel bekommt. Feste Angaben in Zentimeter oder eine gewisse Trennlinie gibt es nicht, vielmehr hängt das vom jeweiligen Einzelfall ab. Wer beim Parken zu anderen Fahrzeugen zu wenig Platz lässt, dem drohen für das Falschparken Kosten bzw. ein Bußgeld zwischen 10 und 15 Euro. Genaue Angaben können dem Bußgeldkatalog Falschparken entnommen werden.
  • Taxen dürfen überall halten Viele glauben, dass Taxifahrer überall halten dürfen. Dem ist aber nicht so. Zwar gelten für Taxen Sonderrechte, aber auch hier gibt es Beschränkungen. Das Halten in zweiter Spur zur Hauptverkehrszeit auf einer vielbefahrenen Straße, damit der Fahrgast aus- bzw. einsteigen kann, ist beispielsweise laut StVO nicht erwünscht. Nur wenn es die Verkehrslage zulässt, dürfen Taxen in zweiter Reihe halten.
  • Aussehen der Parkscheibe ist egal Falsch! Die StVO schreibt ein genaues Muster für die Parkscheibe vor. So muss diese 15 Zentimeter hoch, 11 Zentimeter breit und zudem in der Farbe Blau gehalten sein. Die Parkscheibe darf dagegen weder mit Werbung bedruckt sein noch eine andere Farbe aufweisen. Bei Zuwiderhandlung muss mit einem Strafzettel gerechnet werden.
  • Überschreiten der Parkscheindauer ist teurer, als ohne Parkschein zu parken An dieser Stelle sei auf den Bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog verwiesen, wonach „die Regelsätze für die Verwarnungs- und Bußgelder gleich sind“. Mit die teuersten Parkverstöße sind das Belegen eines Bewohnerparkplatzes oder Behindertenparkplatzes für mehr als drei Stunden ohne einen entsprechenden Berechtigungsnachweis. In diesem Fall würden sich die Kosten für das Falschparken  auf 35 Euro belaufen. Zu den ‘günstigeren’ Falschparken Kosten im Bußgeldkatalog zählt es, wenn ein Parkschein für weniger als 30 Minuten überzogen wurden. Hierfür werden 10 Euro fällig.
  • Motorräder dürfen auf Bürgersteigen parken Nein, hier kennt die StVO kein Pardon. Nicht umsonst gilt der § 12 Absatz 4 der StVO „für alle Fahrzeuge“. Dort heißt es zum Thema Parken: „Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen zu benutzen, wenn er dazu ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. Das gilt in der Regel auch für den, der nur halten will; jedenfalls muss man auch dazu auf der rechten Fahrbahnseite am rechten Rand bleiben.“
  • Krafträder haben in Parkbuchten nichts zu suchen Vielen Autofahrern ist es verständlicherweise ein großer Dorn im Auge, wenn vergleichsweise kleine Motorräder, Mopeds und andere Krafträder in einer Parkbucht stehen und den größeren Autos die ohnehin schon rar gesäten Parkplätze wegnehmen. Doch die Zweiräder stehen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu Recht da. Denn auch hier gibt es eine klare Regelung, wonach Krafträder in Parkbuchten geparkt werden dürfen – vorausgesetzt es gibt keine besondere Beschilderung, die nur Autos das Parken erlaubt.

Statistiken zum Falschparken

Wer mit dem Auto, Motorrad oder sonstigem Fahrzeug unterwegs ist, macht auch immer wieder Fehler. Angesichts der Fülle von Verkehrsregeln und zahlreichen Verkehrsschilder ist das auch kein Wunder. Wer Pech hat, macht Bekanntschaft mit dem jeweiligen Bußgeldkatalog und muss eine Geldstrafe zahlen, bekommt Punkte in Flensburg oder erhält sogar ein Fahrverbot. Das Falschparken ist dabei das häufigste Delikt und so führen die Strafzettel für Falschparken die Liste der häufigsten kostenpflichtigen Fehler der Autofahrer ganz klar an. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt über alle Bußgelder und Strafzettel eine ganz genaue Statistik und folgende Übersicht zeigt, wofür die Ordnungshüter am meisten Strafzettel verteilen.

Falschparken als häufigstes Verkehrsdelikt

Im Ranking der kostenpflichtigen Fehler der Autofahrer liegen die Falschparker mit Abstand auf dem 1. Platz. Für kein anderes Vergehen werden von den Ordnungshütern so viele Knöllchen verteilt wie für das Falschparken. Ob es sich dabei nun um das Parken ohne Parkscheibe oder Parkschein, das Halten bzw. Parken in einer Halte- oder Parkverbotszone oder um eine abgelaufene Parkuhr handelt – diese Ordnungswidrigkeit lässt die Staatskassen richtig klingeln. Wie viel Geld jedes Jahr durch Falschparken eingenommen werden, lässt sich nur schwer schätzen, zumal ein Parkvergehen mit Strafen von 10 bis 35 Euro nicht in Flensburg erfasst wird. Doch es sind mehrere Millionen Strafzettel, die jedes Jahr wegen Falschparken verteilt werden.

Verkehrsdelikte: Übersicht der häufigsten Strafen im Straßenverkehr

Fast jeder Autofahrer hat schon das ein oder andere Verkehrsdelikt begangen. Dass das Falschparken dabei mit Abstand der häufigste Fehler ist, wurde bereits erläutert. Doch was kommt danach? Folgende Übersicht klärt auf:

  • Platz 1: Falschparken
  • Platz 2: Geschwindigkeitsübertretungen/Tempovergehen
  • Platz 3: Missachtete Vorfahrt
  • Platz 4: Zu geringer Sicherheitsabstand (meist auf Autobahnen)
  • Platz 5: Riskantes/falsches Überholmanöver
  • Platz 6: Alkohol am Steuer/Drogen am Steuer
  • Platz 7: Falsches Abbiegen
  • Platz 8: Ein- und Ausfahren oder Wenden auf Autobahnen
  • Platz 9: Falsch gesicherte Ladung/überladene Fahrzeuge
  • Platz 10: Technische Mängel am Fahrzeug (bspw. falsche Bereifung)

Knöllchen-Atlas: Städte mit den meisten Strafzetteln für Falschparker

Gerade in größeren Städten wird das mobile Leben immer schwerer und Parkplätze sind echte Mangelware. Viele wissen sich nicht anders zu helfen und missachten die Regeln. So wird das Auto gerade dort abgestellt bzw. geparkt, wo eben Platz ist, egal ob es sich um ein Parkverbot oder absolutes Halteverbot handelt. Der Knöllchen-Atlas gibt Auskunft, in welchen 25 deutschen Städten die meisten Falschparker und Parksünder unterwegs sind.Eine Studie des „Zeit-Magazins“ hat für das erste Halbjahr 2009 eine Untersuchung in Städten mit mindestens 100.000 Einwohnern durchgeführt und ein Ranking erstellt, in welchen Städten am meisten Strafzettel für Falschparken verteilt wurden.

Top 25: Städte mit dem höchsten Strafzettel-Aufkommen für Falschparken

  • Offenbach: 127 (Anzahl der Strafzettel pro 100 angemeldeter PKW)
  • Köln: 110
  • Ulm: 109
  • Mainz: 98
  • Frankfurt: 96
  • Kassel: 92
  • Hannover: 89
  • Berlin: 86
  • Potsdam: 85
  • München: 84
  • Lübeck: 83
  • Heidelberg: 83
  • Trier: 81
  • Mannheim: 81
  • Stuttgart: 80
  • Koblenz: 80
  • Karlsruhe: 78
  • Rostock: 77
  • Duisburg: 70
  • Erlangen: 70
  • Pforzheim: 70
  • Düsseldorf: 68
  • Wiesbaden: 66
  • Freiburg: 66
  • Ludwigshafen: 63

Hotspots Falschparker Aus der vollständigen Statistik kann zudem geschlossen werden, dass es beispielsweise in Hildesheim doppelt so viele Parkplätze gibt wie in Darmstadt. In Neuss ist dagegen das Angebot an Parkplätzen dreimal so hoch wie in Magdeburg, während Köln für seine Autofahrer nur die Hälfte an Parkplätzen zur verfügung stellt wie Siegen zu bieten hat. So kamen in Köln 110 Strafzettel auf 100 gemeldete PKWs, in Siegen waren es 55.Das teuerste Pflaster für Falschparker in Deutschland ist dagegen Offenbach. Keine andere deutsche Stadt weist solch eine hohe Strafzettel-Quote für Falschparker auf wie die hessische Metropole. So wurden in den ersten sechs Monaten 2009 satte 127 Knöllchen auf 100 gemeldete Fahrzeuge verteilt. In Hildesheim herrschen dagegen paradiesische Zustände, wurden hier doch im gleichen Zeitraum lediglich 14 Knöllchen pro 100 Autos geschrieben.

Tipps: So wehren Sie sich gegen Strafzettel für Falschparken

Wo ist Parken verboten? Wo ist Halten verboten? Wenn Sie genau wissen, was erlaubt und was verboten ist, heißt das noch lange nicht, dass nicht plötzlich doch ein Bußgeldbescheid ins Haus flattert. Schließlich machen auch Ordnungshüter dann und wann Fehler und notieren sich versehentlich ein falsches Nummernschild. Oder was ist, wenn jemand anderes mit Ihrem Auto unterwegs war und das Parkvergehen begannen hat? So kann es passieren, dass Sie einen Strafzettel für falsches Parken bekommen, obwohl Sie sich sicher sind, dass der Verweis der Ordnungshüter gegen Sie unberechtigt ist. Doch wie kann man sich gegen einen Strafzettel wehren?

Hier gibt es verschiedenen Szenarien:

  • Wenn Sie der Fahrzeughalter sind, sollten Sie das Bußgeld schnell bezahlen oder alternativ auf dem Anhörungsbogen einen Protest anmelden. Wird das Verwarnungsgeld nicht innerhalb von einer Wochen bezahlt, wird gegen Sie ein Bußgeldverfahren eingeleitet und der ganze Spaß wird am Ende nur noch unnötig teurer.
  • Haben Sie mit einem fremden Auto im absoluten Halteverbot gehalten oder ein sonstiges Parkverbot missachtet und wurden verwarnt, dann landet das Knöllchen grundsätzlich beim Fahrzeughalter. Sie als eigentlicher Täter bekommen davon erstmal gar nichts mit. Doch das heißt natürlich nicht, dass Sie mit einem blauen Auge davon gekommen sind. Schließlich haftet immer der Fahrzeugführer und nicht der Fahrzeughalter für das Vergehen. Wenn Sie vom Halter jedoch nicht benannt werden, riskiert er, dass die Kosten des Verfahrens von ihm getragen werden müssen.
  • Eher selten, aber keinesfalls ausgeschlossen, ist das Szenario, dass den Ordnungshütern beim Notieren des KFZ-Zeichens ein Dreher unterläuft und die versehentlich ein falsches Nummernschild aufschreiben. Die Folge ist, dass Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, in dem Ihnen das Falschparken vorgeworfen wird. Wenn es sich offensichtlich um einen Fehler seitens der Ordnungshüter handelt, müssen Sie das Bußgeld aber nicht zahlen. Denn auf dem Strafzettel wird neben dem Nummernschild auch noch die Automarke vermerkt. Meist fällt hierbei der Fehler auf. Am besten Sie kontaktieren die entsprechende Dienststelle (Telefonnummer ist auf dem Bußgeldbescheid angegeben) und schildern den Fall. Das Verfahren wird dann eingestellt und der eigentliche Falschparker hatte großes Glück gehabt.

Bußgelder im Ausland: Parken im Parkverbot

Im europäischen Ausland wird das Falschparken natürlich auch mit einem Bußgeld geahndet, wobei es doch eine beachtliche Spannweite der Geldstrafen gibt. Traditionell ist der Bußgeldkatalog oder Bußgeldrechner in Skandinavien besonders streng und so werden hier für das Parken im Parkverbot mit die höchsten Bußgelder erteilt. Spitzenreiter ist Norwegen, wo die Kosten für Falschparken  bei 90 Euro anfangen. Aber auch in Dänemark wird man ordentlich zur Kasse gebeten, kostet ein Parkverstoß hier doch ab 70 Euro. Zudem ist Irland für Falschparker ein teures Pflaster, beginnen auf der grünen Insel die Bußgelder für das Parken im Parkverbot bei 40 Euro. Günstiger kommt man dagegen in Frankreich, Österreich oder der Slowakei weg, wo die Geldstrafen bei 10 Euro anfangen, aber natürlich abhängig vom jeweiligen Vergehen noch deutlich teurer werden können.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Bußgelder für das Falschparken, die im europäischen Ausland gelten.

Bußgeldkatalog für Parken im Parkverbot in...
Bußgeld
Belgienab 55 Euro
Bulgarienab 5 Euro
Dänemarkab 70 Euro
Finnland20 bis 80 Euro
Griechenlandab 40 Euro
Irlandab 40 Euro
Italienab 40 Euro
Luxemburgab 25 Euro
Niederlandeab 90 Euro
Norwegenab 90 Euro
Österreichab 20 Euro
Polenab 25 Euro
Portugalab 30 Euro
Schwedenab 20 Euro
Schweizab 35 Euro
Spanienbis 200 Euro
Tschechienab 60 Euro
Türkeiab 25 Euro
Ungarnbis 165 Euro
(Quelle: ADAC)

An dieser Stelle sei geraten, dass Sie sich vor Reiseantritt kurz mit den jeweiligen Verkehrsregeln und dem entsprechenden Bußgeldkatalog des jeweiligen Landes vertraut machen. Zwar gibt es im Ausland weitestgehend die gleichen Regeln und auch viele identische Verkehrsschilder, aber es kann nicht schaden, wenn Sie immer und überall wissen, wo das Parken und wo das Halten verboten ist.

Häufiges Falschparken: Droht ein Führerscheinentzug?

Notorisches Falschparken geht nicht nur ordentlich ins Geld, sondern kann auch dazu führen, dass der Führerschein eingezogen wird. Zwar gibt es keine feste Regelung, ab wie vielen Parkverstößen der Lappen weg ist, doch wer es übertreibt, muss mit drakonischen Konsequenzen rechnen. Generell droht der Führerscheinverlust, wenn das Verhalten verdeutlicht, dass man sich „vorsätzlich und dauerhaft über die Verkehrsordnung“ stellt. Das kann beispielsweise auch bei sehr häufig auftretenden Parkverstößen der Fall sein. So wurde in einem Fall einem Autofahrer der Führerschein entzogen, weil dieser binnen 3 Jahren 120 Parkvergehen begangen hatte.

Die Fahrerlaubnisbehörde hat angesichts dieser Häufigkeit von Strafzetteln fürs Falschparken eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet, doch der Fahrer legte nicht das erforderliche positive MPU Gutachten vor. Als Konsequenz wurde die Fahrerlaubnis von der Behörde entzogen, wogegen der notorische Falschparker vor Gericht zog. Das Gericht hat sich der Fahrerlaubnisbehörde angeschlossen und argumentierte, dass auch beharrliche Verstöße gegen Parkregeln einen Zweifel an der Fahreignung darstellen und durchaus Anlass für den Führerscheinentzug geben können.

Falschparken und Abschleppen

Viele glauben, dass das Missachten vom Parkverbot ein Kavaliersdelikt ist. Weit gefehlt, denn vor allem wenn der Abschleppwagen kommt, kommt einem das dreiste Verhalten teuer zu stehen. Doch wann werden Falschparker überhaupt abgeschleppt?

In den Innenstädten sind Parkplätze sehr knapp und die Gebühren in den Parkhäusern in der Regel teuer. Manche Kraftfahrzeugführer nehmen es daher mit der StVO nicht sonderlich genau und stellen das Auto kurzerhand ins Halteverbot (absolute Halteverbot) oder schrecken auch nicht vor fremden Kunden- oder Privatparkplätzen zurück. Falschparker müssen in diesem Fall aber nicht nur mit einem Strafzettel rechnen, sondern nicht selten wird als letzte Konsequenz der Abschleppdienst gerufen und es kommen noch einmal hohe Abschleppkosten hinzu.

Wer darf den Abschleppdienst rufen?

Der Abschleppdienst kann grundsätzlich von der Polizei als auch von kommunalen Ordnungshütern bestellt werden, aber auch private Eigentümer eines Grundstücks haben das Recht. Wenn die Zufahrt zum Grundstück oder zur Garage versperrt ist oder der eigene Stellplatz zugeparkt ist, fällt es schwer, gelassen zu bleiben. Die Polizei kann da nicht weiterhelfen, da es sich um eine Privatsache handelt. Wenn der Falschparker, der mit seinem Fahrzeug eine eindeutige Behinderung darstellt, nach einer angemessenen Wartezeit nicht erscheint, kann man einen Abschleppdienst bestellen. Dennoch sollte die Polizei darüber informiert werden.

Wann droht Falschparkern das Abschleppen?

Beim Abschleppen gilt grundsätzlich das Opportunitätsprinzip. Das bedeutet nichts anderes, als das es im Ermessen der zuständigen Behörde liegt, ob ein wild parkendes Auto auch tatsächlich abgeschleppt werden soll. Doch dieser Ermessensspielraum schrumpft gewaltig, wenn folgende Parkvergehen vorliegen:

  • Parken vor Feuerwehrausfahrten
  • Parken auf Behindertenparkplätzen
  • Parken vor Ein- und Ausfahrten
  • Parken im absoluten Halteverbot
  • Wenn durch das Parken andere Verkehrsteilnehmer ein- und ausgesperrt werden

Beim Parken im absoluten Halteverbot ist ein Abschleppen auch ohne konkrete Behinderung möglich, da bereits die so genannte „negative Vorbildwirkung“ oder eine Funktionsbeeinträchtigung des Verkehrsraums ausreichend sind.

Vorsicht beim illegalen Parken auf Kundenparkplätzen

Darüber hinaus laufen auch Autofahrer, die auf den großen Parkplätzen vor Einkaufsmärkten widerrechtlich parken, ohne dort einkaufen zu wollen, verstärkt Gefahr, dass das Auto nach der Rückkehr nicht mehr aufzufinden ist. Die Ladenbetreiber verdeutlichen durch Beschilderung, dass das Parken auf ihren Parkplätzen ausschließlich für Kunden und auch nur für einen bestimmten Zeitraum gestattet ist. Um sich gegen unverbesserliche Falschparker zu wehren, schließen die Ladenbesitzer immer häufiger Verträge mit Abschleppunternehmen ab. Diese überwachen den Parkplatz und entfernen unberechtigt parkende Fahrzeuge und nehmen sie meist auf dem eigenen Betriebsgelände in Verwahrung. In diesem Fall ist es unerheblich, ob das Abschleppen verhältnismäßig ist oder nicht, zum Beispiel weil noch genügend andere Parkplätze frei waren oder der Einkaufsmarkt / Betrieb überhaupt nicht geöffnet hatte. Entscheidend ist, an welche Bedingungen das Parken auf den Stellplätzen geknüpft ist. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Abschleppdienste das Fahrzeug nur gegen Zahlung einer saftigen Gebühr wieder rausrücken. Hier ist mit Kosten von bis zu 250 Euro zu rechnen.

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