Geschwindigkeitsüberschreitung, zu schnell gefahren und geblitzt – Bußgeldkatalog & Bußgeldrechner 2014

Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014
Überschreiten der zulässigen/festgesetzten Höchstgeschwindigkeit außerorts mit PKW:
...bis 10 km/h10 Euro10 Euro
...11 bis 15 km/h20 Euro20 Euro
...16 bis 20 km/h30 Euro30 Euro
...21 bis 25 km/h70 Euro70 Euro1 Punkt1 Punkt
...26 bis 30 km/h80 Euro80 Euro3 Punkte 1 Punkt
...31 bis 40 km/h120 Euro120 Euro3 Punkte 1 Punkt
...41 bis 50 km/h160 Euro160 Euro3 Punkte 2 Punkte 1 Monat1 Monat
...51 bis 60 km/h240 Euro240 Euro4 Punkte 2 Punkte 1 Monat1 Monat
...61 bis 70 km/h440 Euro440 Euro4 Punkte 2 Punkte 2 Monate2 Monate
...über 70 km/h600 Euro600 Euro4 Punkte 2 Punkte 3 Monate3 Monate

Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014
Überschreiten der zulässigen/festgesetzten Höchstgeschwindigkeit innerorts mit PKW:
...bis 10 km/h15 Euro15 Euro
...11 bis 15 km/h25 Euro25 Euro
...16 bis 20 km/h35 Euro35 Euro
...21 bis 25 km/h80 Euro80 Euro1 Punkt1 Punkt
...26 bis 30 km/h100 Euro100 Euro3 Punkte1 Punkt
...31 bis 40 km/h160 Euro160 Euro3 Punkte2 Punkte1 Monat1 Monat
...41 bis 50 km/h200 Euro200 Euro4 Punkte2 Punkte1 Monat1 Monat
...51 bis 60 km/h280 Euro280 Euro4 Punkte2 Punkte2 Monate2 Monate
...61 bis 70 km/h480 Euro480 Euro4 Punkte2 Punkte3 Monate3 Monate
...über 70 km/h680 Euro680 Euro4 Punkte2 Punkte3 Monate3 Monate

Strafen bei spezifischen Verkehrssituationen

Beschreibung
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014aktuellab 1. Mai 2014
Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigtem Bereich nicht eingehalten, sofern nicht mehr als 10 km/h zu schnell (PKW)20 Euro20 Euro
Trotz angekündigten Bahnübergängen, besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnissen oder schlechten Sichtverhältnissen Geschwindigkeit nicht angepasst100 Euro100 Euro3 Punkte1 Punkt
...mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer120 Euro120 Euro3 Punkte1 Punkt
...mit Sachbeschädigung145 Euro145 Euro3 Punkte1 Punkt
Kinder, Hilfsbedürftige und Ältere gefährdet durch zu hohes Tempo, mangelnde Bremsbereitschaft oder ungenügenden Seitenabstand80 Euro80 Euro3 Punkte1 Punkt
Ohne triftigen Grund so langsam gefahren, dass der reibungslose Verkehrsfluss behindert wurde20 Euro20 Euro
Illegale Kraftfahrzeugrennen
...als Teilnehmer400 Euro400 Euro4 Punkte2 Punkte1 Monat1 Monat
...als Veranstalter500 Euro500 Euro4 Punkte0 Punkte
Radarwarn- oder Laserstörgerät betrieben oder betriebsbereit mitgeführt75 Euro75 Euro4 Punkte1 Punkt

Mit geschlossener Ortschaften mit zu schnell gefahren.
Abzüglich 3% Toleranz sind das:

Konsequenzen mit denen Sie zu rechnen haben:

Punkte
Bußgeld
Fahrverbot

Hinweis:

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Ratgeber Geschwindigkeits­überschreitung

Deutsche Autofahrer nehmen es mit der Geschwindigkeit oftmals nicht allzu genau und Rasen kann fast schon als Volkssport angesehen werden. Denn es gibt kein anderes Vergehen, das so oft für einen Bußgeldbescheid oder ein Fahrverbot verantwortlich ist wie die Geschwindigkeitsüberschreitung und so hagelt es tagtäglich Bußgelder, Punkte oder Fahrverbote. Doch ein Vergehen gegen das Tempolimit ist kein Kavaliersdelikt und kann schnell eine teure Angelegenheit werden. Aber mit welchen Strafen müssen Temposünder rechnen? Wann droht ein Fahrverbot? Gibt es Unterschiede zwischen der Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts und Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts? Und was ist besonders für Fahranfänger wichtig, die 20, 10 oder 5km/h zu schnell gefahren sind und geblitzt wurden? Unser Ratgeber zum Thema Geschwindigkeitsüberschreitung liefert viele wichtige Informationen und Antworten.

Geschwindigkeitsüberschreitung

Höchstgeschwindigkeit außerorts

Der Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsüberschreitung unterscheidet, ob man innerorts oder außerorts zu schnell gefahren ist. Doch welche Geschwindigkeit ist außerorts überhaupt erlaubt? Die Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften liegt laut StVO bei 100 km/h, darüber hinaus gilt für KFZ-Fahrer auf Autobahnen eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Hierbei handelt es sich, wenn nicht durch Verkehrsschilder anders vorgegeben, um eine empfohlene maximale Geschwindigkeit, also keine definierte maximal zulässige Geschwindigkeit. Doch viele Autofahrer halten sich nicht an die Geschwindigkeitsvorgaben, entsprechend werden diese Autofahrer auch häufig geblitzt – außerorts wie innerorts.

Wer bis zu 20 km/h zu schnell gefahren ist und geblitzt wurde, muss für das Vergehen laut Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts zwischen 10 und 30 Euro Geldstrafe zahlen. Wer noch schneller unterwegs ist, muss mit deutlich höheren Bußgeldern sowie Punkten in Flensburg rechnen. Ab 41 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit wird nicht nur geblitzt, außerorts blüht dem Fahrer dann auch ein Fahrverbot. In unserer Bußgeldtabelle sehen Sie im Detail das jeweilige Strafmaß (Kosten, Punkte, Fahrverbote) für den Bußgeldkatalog Höchstgeschwindigkeit außerorts.

Höchstgeschwindigkeit innerorts

Wer innerorts geblitzt wird, weil er zu schnell gefahren ist, muss im Vergleich zum Vergehen außerorts laut Bußgeldrechner mit höheren Bußgeldern rechnen. Der Grund hierfür ist, dass innerhalb geschlossener Ortschaften ein anderes Gefahrenpotential vorliegt als außerorts. Die StVO schreibt als zulässige Höchstgeschwindigkeit für PKWs innerorts 50 km/h vor.

Zu schnell gefahren und geblitzt? Innerorts werden Geschwindigkeitsvergehen durch fest installierte Blitzer (stationäre Blitzer) sowie durch mobile Geschwindigkeitsüberwachungen mittels Lasermessung festgestellt. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts kann es schnell richtig teuer werden, wobei für Verkehrssünder, die bis zu 20 km/h zu schnell waren, Bußgelder zwischen 15 und 35 Euro fällig werden. Punkte oder gar ein Fahrverbot sieht der Bußgeldkatalog bei diesen Vergehen noch nicht vor. Doch wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 21 km/h und mehr überschritten, werden die Bußgelder sprunghaft teurer und obendrein gibt es Punkte in Flensburg. Ab 31 km/h zu schnell innerorts winkt dann das Fahrverbot, welches mindestens für einen Monat ausgesprochen wird. Aus der Bußgeldtabelle können Sie das jeweilige Strafmaß (Kosten, Punkte, Fahrverbote) für den Bußgeldkatalog Höchstgeschwindigkeit innerorts entnehmen.

Höchstgeschwindigkeit und sonstige Strafen

geschwindigkeitsüberschreitungDer Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsüberschreitungen sieht aber noch jede Menge weitere Strafen vor, die sich auf spezifische Verkehrssituationen beziehen. Wer beispielsweise an angekündigten Gefahrenstellen wie Bahnübergängen, Kreuzungen oder auch bei schlechten Sichtverhältnissen zu schnell gefahren ist, muss mit einem höheren Bußgeld rechnen. In den genannten Beispielen wären es nach der aktuellen Bußgeldtabelle 100 Euro sowie 1 Punkt. Ebenfalls teuer wird es, wenn man durch zu schnelles Fahren in der unmittelbaren Nähe von Kindern, älteren oder hilfsbedürftigen Menschen deren Gesundheit gefährdet. Dann lautet das Strafmaß im Bußgeldkatalog 80 Euro und 1 Punkt. Aber auch wer mit Schneeketten zu schnell unterwegs ist und die erlaubten 50 km/h um 10 km/h überschreitet, bekommt laut Bußgeldrechner ein Bußgeld in Höhe von 15 bis 20 Euro aufgebrummt. Werden über 60 km/h zu schnell gefahren, wird man mit 600 bis 680 Euro zur Kasse gebeten und obendrein gibt es noch 2 Punkte und drei Monate Fahrverbot. Um nicht geblitzt (innerorts oder außerorts) zu werden und Bekanntschaft mit dem Bußgeldkatalog oder dem Bußgeldrechner zu machen, rüsten sich viele Autofahrer mit entsprechenden Radarwarner aus, was aber ebenfalls verboten ist und eine Geldstrafe nach sich zieht. Folgende Bußgeldtabelle zeigt häufige sonstige Geschwindigkeitsvergehen und nennt das jeweilige Strafmaß (Kosten, Punkte, Fahrverbote).

Geschwindigkeit: Regelungen durch die StVO

Zu schnelles Fahren, egal ob innerhalb geschlossener Ortschaften oder außerhalb geschlossener Ortschaften, ist nach Angaben des ADAC die häufigste Unfallursache. Da ist es wenig verwunderlich, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen zugleich auch der häufigste Verstoß gegen das Verkehrsrecht bzw. die Verkehrsregeln sind. Umso erschreckender ist es, dass viele PKW-Fahrer oft gar nicht wissen, welche Höchstgeschwindigkeiten erlaubt sind. Um sein Wissen zum Thema Geschwindigkeit / Höchstgeschwindigkeit aufzufrischen, finden Sie im Folgenden den § 3 der StVO, der sich mit der Geschwindigkeit befasst.

Demnach gilt:

  1. Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegen kommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.
  2. Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.
    • 2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.
  3. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen:
        - innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Kraftfahrzeuge:

    50 km/h

      - außerhalb geschlossener Ortschaften

    • 3a) für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t bis 7,5 t, ausgenommen Personenkraftwagen, Personenkraftwagen mit Anhänger, für Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t mit Anhänger sowie Kraftomnibusse, auch mit Gepäckanhänger: 80 km/h,
    • 3b) für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t, alle Kraftfahrzeuge mit Anhänger, ausgenommen Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t, sowie Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen: 60 km/h,
    • 3c) für Personenkraftwagen sowie für andere Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 t: 100 km/h.
  4. Diese Geschwindigkeitsbeschränkung gilt nicht auf Autobahnen sowie auf anderen Straßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Sie gilt ferner nicht auf Straßen, die mindestens zwei durch Fahrstreifenbegrenzung oder durch Leitlinien markierte Fahrstreifen für jede Richtung haben.
  5. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt für Kraftfahrzeuge mit Schneeketten auch unter günstigsten Umständen 50 km/h.

Zu Schnell: wann droht ein Fahrverbot?

fahrverbotWer geblitzt wurde und deutlich zu schnell gefahren ist, hat sofort Angst um seinen Führerschein. Doch ab wann gibt es für Temposünder ein Fahrverbot? Und wie lange ist der Lappen bei welcher Geschwindigkeit weg? Der Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung sieht klare Regelungen vor und so wird bei folgenden Vergehen ein Fahrverbot ausgesprochen:

Im Folgenden finden Sie noch weitere detaillierte Strafmaßnahmen aus dem Bußgeldkatalog.

Fahrverbot: Innerorts zu schnell gefahren

innerorts autofahrenZugegebenermaßen muss man schon ziemlich schnell in geschlossenen Ortschaften fahren, damit man seinen Führerschein aufs Spiel setzt und ein Fahrverbot ausgesprochen bekommt. Denn erst wer mit 31 km/h zu schnell unterwegs war, bekommt laut Bußgeldrechner den Führerschein für einen Monat entzogen. Das wären also in einer 50-Zone satte 81 km/h. Obendrein gibt es ein Bußgeld von 160 Euro sowie 2 Punkte. Ebenfalls ist man seinen Führerschein für einen Monat los, wenn man mit 41 bis 50 km/h zu schnell war. In diesem Fall sieht die Bußgeldtabelle zuzüglich 200 Euro Bußgeld und 2 Punkte vor. Wer die Höchstgeschwindigkeit um 51 bis 60 km/h überschreitet und geblitzt wird, muss mit zwei Monaten Fahrverbot rechnen, ab 61 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung gibt es drei Monate Fahrverbot. Hinzu kommen natürlich noch jeweils empfindliche Geldstrafen sowie Punkte in Flensburg. Folgende Übersicht zeigt noch einmal, wann bei Geschwindigkeitsvergehen innerhalb geschlossener Ortschaften ein Fahrverbot ausgesprochen wird und wie es ausfällt:

Fahrverbot: Außerorts zu schnell gefahren

außerorts autofahrenDer Blick in den aktuellen Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts verrät, dass der Führerschein ab einer Geschwindigkeitsübertretung von 41 km/h und mehr eingezogen wird. Genau wie bei den Tempovergehen innerhalb geschlossener Ortschaften wird auch in der Bußgeldtabelle mit steigender Geschwindigkeit das Strafmaß intensiver. Wer mit 41 bis 50 km/h zu schnell gefahren ist, muss für einen Monat seinen Führerschein abgeben, hinzu kommt noch ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro sowie 2 Punkte. Auch wer mit 51 bis 60 km/h zu schnell übers Land fährt und geblitzt wird, erhält ein Fahrverbot gemäß Bußgeldrechner für einen Monat zuzüglich 240 Euro Bußgeld und 2 Punkte. Zwei Monate muss man dagegen auf die Fahrerlaubnis verzichten, wenn man mit 61 bis 70 km/h zu schnell  geblitzt wurde. Bei über 70 km/h gibt es ein Fahrverbot für drei Monate. Für die beiden letzten Fälle kommen natürlich noch hohe Geldstrafe sowie Punkte hinzu. Folgende Übersicht verdeutlicht noch einmal, wann und für wie lange bei Geschwindigkeitsvergehen außerhalb geschlossener Ortschaften ein Fahrverbot ausgesprochen wird:

Sonderfall: Geschwindigkeitsüberschreitung bei schlechten Sichtverhältnissen

autofahren bei nebel auf straßeDie StVO schreibt bei schlechter Sicht aufgrund von widrigen Wetterbedingungen wie Nebel, Regen oder Schnellfall eine Geschwindigkeitsanpassung vor. Demnach liegt dann die Höchstgeschwindigkeit bei 50 km/h. Wer trotz eingetrübter Sichtweite zu schnell fährt und geblitzt wird, muss neben einem Bußgeld und Punkten auch mit einem Fahrverbot rechnen. So wird die Fahrerlaubnis für einen Monat eingezogen, wenn

Mit steigender Geschwindigkeit fällt auch das Strafmaß im Bußgeldkatalog höher aus und so kann der Führerschein bei 71 km/h und mehr bis zu drei Monate eingezogen werden.

Darüber hinaus kann auch dann ein Fahrverbot verhängt werden, wenn Fahrer innerhalb eines Jahres zweimal mit Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 25 km/h auffallen. Zudem kann ein Fahrverbot verhängt werden, wenn man dreimal innerhalb eines Jahres als Temposünder Punkte bekommen hat. In beiden Fällen spielt es dann auch keine Rolle, wenn einzelne Vergehen nicht zum Führerscheinentzug geführt hätten.

Wann tritt Fahrverbot in Kraft?

Wird ein Fahrverbot ausgesprochen, bleibt die Fahrerlaubnis zwar bestehen, jedoch ist es dem Betroffenen für die Dauer des Fahrverbots verboten, Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr zu führen. Die Wirksamkeit des Fahrverbots wird mit dem Bußgeldbescheid rechtskräftig, wobei der Führerschein nach Wirksamkeit für die Dauer des Fahrverbots bei der Ordnungsbehörde abgegeben werden muss. Mit der Abgabe des Führerscheins beginnt die Verbotsfrist. Folgendes Beispiel verdeutlicht den Vorgang: Wird der Führerschein am 7. Mai 2013 abgeben, dann endet das einmonatige Fahrverbot am 7. Juni 2013 um 24 Uhr.

Hinweis: Betroffene können den Zeitpunkt für den Fristbeginn des Fahrverbots in einem Zeitraum von vier Monaten selber wählen. Voraussetzung hierfür ist, dass innerhalb von zwei Jahren kein Fahrverbot ausgesprochen wurde. Wer trotz Fahrverbot ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr führt, begeht gemäß §21 StVG eine Straftat. Dieses Vergehen wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer hohen Geldstrafe geahndet.

Absehen von Fahrverbot

In Ausnahmefällen kann von einem Fahrverbot abgesehen werden, wobei es immer vom jeweiligen Einzelfall abhängt und ob man die richtige Begründung parat hat. Ein klassische Muster nach „Schema F“, mit dem sich das Fahrverbot gegen eine höhere Geldbuße eintauschen lässt, gibt es natürlich nicht.

Im Laufe der Jahre haben sich aber dennoch verschiedene Fallgruppen herauskristallisiert, in denen die Verhängung des Fahrverbots – mit oder ohne Ausgleich durch eine Erhöhung der Geldbuße – zurückgenommen wurde. Zu den Fallgruppen gehört:

Temposünder sollten sich darauf aber niemals verlassen, da Gerichte nur in Ausnahmefällen vom Fahrverbot absehen. Wer die Gefahr seiner beruflichen Existenz als Grund angibt, bekommt in der Regel den Hinweis, dass man zunächst seinen Jahresurlaub einsetzen sollte oder alternativ auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen hat. Im Einzelfall kann man sich an einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht wenden. Zudem kann sich auch eine verkehrspsychologische Intensivberatung mildernd auf das Fahrverbot auswirken, falls der Richter davon überzeugt ist, dass sich der Betroffene zukünftig im Straßenverkehr vorschriftsmäßig und rücksichtsvoll verhalten wird.

Geblitzt: Was nun?

Wer zu schnell gefahren ist und geblitzt wurde, wird zur Kasse gebeten. Je nachdem, ob Sie nun mit 10 km/h zu schnell, mit 20 km/h zu schnell oder gar mit 40 km/h zu schnell unterwegs waren, wird vom Bußgeldkatalog die Strafe geregelt. Doch wie geht es nach dem Blitzen weiter?

Zu schnell gefahren und geblitzt: Was kommt jetzt?

geschwindigkeitskontrolleEs kommt darauf an, mit welcher Methode die Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt wurde. Wurde das Vergehen im Rahmen einer polizeilichen Verkehrskontrolle mit Laserpistole gemessen oder wurde man durch Videoaufzeichnung aus einem Auto – meist auf Autobahnen der Fall – erwischt, wird man direkt angehalten und noch vor Ort zur Zahlung eines Bußgeldes aufgefordert. Wer nicht gleich bezahlen will oder kann, bekommt einen Bußgeldbescheid postalisch zugeschickt.

Alternativ wird zu schnelles Fahren durch stationäre Blitzer bildlich festgehalten. In diesem Fall erhält der Fahrzeughalter innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen den Bußgeldbescheid von der Verwaltungsbehörde.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung, die laut Bußgeldkatalog mit maximal 35 Euro geahndet wird, bekommt der Fahrzeughalter einen Verwarnungsbogen zugeschickt. Wer dem Verstoß zustimmt und das fällige Bußgeld innerhalb der festgelegten Frist bezahlt, muss keine weiteren Konsequenzen befürchten und die Angelegenheit darf als erledigt betrachtet werden. Wenn der Fahrzeughalter das Bußgeld jedoch nicht innerhalb der vorgeschrieben Frist bezahlt oder mit dem Vorwurf nicht einverstanden ist, dann wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. An der Höhe des Bußgeldes ändert dieses Verfahren jedoch nichts, wobei aber zu beachten ist, dass aufgrund von Verwaltungskosten der zu bezahlende Betrag am Ende erheblich höher ausfallen kann, als das eigentliche Bußgeld für die Geschwindigkeitsüberschreitung.

Geblitzt: Wie viel Toleranz wird abgezogen?

Da die Messgenauigkeit von Blitzsystem zu Blitzsystem unterschiedlich ausfallen kann, wird vom gemessenen Wert bei der Geschwindigkeitsmessung eine Toleranz abgezogen, die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt festgelegt wird – ganz gleich, ob der Tempoverstoß durch einen Laser, Blitzer oder Videoaufzeichnung festgestellt wurde.

Als Faustformel können sich Autofahrer folgende Toleranz-Regelung merken:

Im Vergleich zu Videoaufzeichnungen aus fahrenden Fahrzeugen haben stationäre Blitzer grundsätzlich eine geringere Toleranz, die bereits bei jedem Blitzer einkalkuliert ist. Entsprechend fällt der Toleranz-Abzug bei Geschwindigkeitsvergehen, die von einem Fahrzeug per Video festgestellt werden, größer aus. Nach Angaben des ADAC können 4 bis 5 km/h bei Geschwindigkeiten von unter 100 km/h abgezogen werden, während es bei höheren Geschwindigkeiten 4 bis 5 Prozent sind. Unter Umständen und bei besonders ungenauen Messverfahren kann der Toleranz-Abzug noch größer ausfallen.

Hinweis: Tacho längst nicht immer ganz genau

An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass selbst bei modernen Autos die Tempoanzeige nie ganz genau funktioniert. Entsprechend kann der Blick auf den Tacho für Fahrer immer nur einen ersten Richtwert geben, wenn man schnell die Toleranz ermitteln will. Generell ist es so, dass die meisten Tachos ein höhere Geschwindigkeit als die tatsächlich gefahrene anzeigen und es ein paar Prozentpunkte Abweichungen gibt. Ein Tacho darf dabei auch laut Gesetz nie weniger anzeigen als die gefahrene Geschwindigkeit, was übrigens von den Fahrzeugherstellern garantiert werden muss.

Als Alternative zum Tachometer kann ein Blick auf das Navigationsgerät helfen, welches in der Regel genauere Angaben bietet und man somit in Sachen Toleranz einen besseren Richtwert bekommt.

Zu schnell mit LKW und Omnibus

lkw und omnibus geschwindigkeitHöchstgeschwindigkeit für LKW und Omnibus

Die StVO sieht für LKWs und Omnibusse empfindlichere Strafe im Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung vor. In geschlossenen Ortschaften dürfen LKWs mit einem Gesamtgewicht ab 3,5 bis 7,5 Tonnen und darüber hinaus sowie (Kraft-) Omnibusse maximal 50 km/h fahren. Bei Überschreitungen von 16 bis 25 km/h innerorts droht schon ein Bußgeld in Höhe von 80 bis 95 Euro sowie 1 Punkt in Flensburg.

Bei der geltenden Höchstgeschwindigkeit auf einspurigen Bundes- oder Landstraßen wird nach Gewichtsklassen differenziert. So dürfen kleinere LKWs mit einem zulässigem Gesamtgewicht von 3,5 bis 7,5 Tonnen und Omnibusse maximal 80 km/h schnell fahren, während für schwergewichtige LKWs mit mehr als 7,5 Tonnen höchsten 60 km/h erlaubt sind. Letzte Geschwindigkeitsbegrenzung gilt übrigens auch für Omnibusse, in denen nicht für jeden Fahrgast ein Sitzplatz angeboten werden kann.

Auf Kraftfahrtstraßen oder Autobahnen, bei denen die Fahrspuren deutlich voneinander getrennt sind, liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für LKWs mit über 3,5 Tonnen sowie Omnibusse ohne Anhänger bei 80 km/h. Werden von Omnibussen spezielle Voraussetzungen erfüllt, wie beispielsweise ein Geschwindigkeitsregler, dann dürfen diese auf getrennten Kraftfahrtstraßen und Autobahnen auch 100 km/h fahren.

Doch genau wie bei Autofahrern halten sich längst auch nicht alle LKW- bzw. Busfahrer an die Tempovorgaben, so dass in den genannten drei Bereichen auch immer wieder Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden. Mit welchen Konsequenzen (Bußgeld, Punkte, Fahrverbot) die Sünder zu rechnen haben, verdeutlicht folgender Bußgeldkatalog für die Geschwindigkeitsüberschreitung von LKWs und Omnibussen.

LKW / Omnibusse Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit dem LKW oder Omnibus überschritten, dann gibt es folgende Strafen

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt)

LKW / Omnibusse Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit dem LKW oder Omnibus überschritten, dann gibt es folgende Strafen

*Ein Fahrverbot wird ausgesprochen, wenn es innerhalb eines Jahres zu zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen mit 26 km/h oder mehr gekommen ist. Als Stichtag gilt die Rechtskräftigkeit des Bescheides (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt)

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt)

LKW mit gefährlichen Gütern Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von kennzeichnungspflichtigen Kraftfahrzeugen mit gefährlichen Gütern oder Omnibussen mit Fahrgästen überschritten, dann gibt es folgende Strafen

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt)

LKW mit gefährlichen Gütern Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von kennzeichnungspflichtigen Kraftfahrzeugen mit gefährlichen Gütern oder Omnibussen mit Fahrgästen überschritten, dann gibt es folgende Strafen

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt)

Zu schnell gefahren: Konsequenzen für Fahranfänger

Gerade Fahranfänger, die sich noch in der Probezeit befinden, sollten bedenken, dass ihnen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung eine härtere Strafe droht, als Autofahrern, die ihre Probezeit hinter sich haben. Mit den für die Probezeit, die zwei Jahre nach Erhalt des Führerscheins läuft, härteren Sanktionen sollen vor allem junge Fahrer bzw. Fahranfänger zu einem achtsameren Fahren bewegt werden, zumal diese statistisch gesehen oftmals schwere Unfälle verursachen oder durch zu schnelles Fahren auffallen. Fahranfänger, die sich ein schwereres Vergehen (Katalog A) oder zwei weniger schwere Vergehen (Katalog B) leisten, müssen ein Aufbauseminar besuchen und zudem verlängert sich die Probezeit. Doch wann drohen Fahranfängern Probezeit-Maßnahmen in Bezug auf Geschwindigkeitsüberschreitungen?

Geschwindigkeitsübertretung: Was Fahranfänger wissen müssen

Zu schnelles Fahren gehört sowohl zur Gruppe der schwerwiegenden als auch zur Gruppe der weniger schwerwiegenden Vergehen. Entscheidend dabei ist, mit welcher Geschwindigkeitsüberschreitung man geblitzt wurde.

Grundsätzlich können Tempoverstöße nur dann zu den besonderen vorgesehenen Maßnahmen für die Probezeit führen, wenn sie so schwerwiegend sind, dass es zu einem Eintrag im Verkehrszentralregister beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg kommt. Das ist immer dann der Fall, wenn

A-Delikte: Was sind schwerwiegende Verkehrsverstöße?

Im Katalog A der schwerwiegenden Vergehen, von denen bereits ein Verstoß zu Probezeit-Maßnahmen führt, gehören Verkehrsstraftaten wie beispielsweise:

Darüber hinaus zählen auch die meisten Ordnungswidrigkeiten zu den A-Delikten wie beispielsweise:

B-Delikte: Was sind weniger schwerwiegende Verkehrsverstöße?

Im Katalog B der weniger schwerwiegenden Vergehen, von denen erst zwei Verstöße zu Probezeit-Maßnahmen führen, gehören Verkehrsvergehen wie beispielsweise:

Hinweis: Man sollte sich nicht von der Bezeichnung „weniger schwerwiegend“ täuschen lassen, da auch diese Verstößen im Einzelfall tragische Folgen haben können.

Geblitzt in der Probezeit: Welche Maßnahmen greifen?

Wer während der Probezeit durch zu schnelles Fahren aufgefallen ist (einmal mit mehr als 20 km/h bzw. zweimal mit weniger als 20 km/h), den erwarten spezielle Probezeit-Maßnahmen, wobei man insgesamt drei Stufen unterscheiden kann.

Wer trotz Anordnung keine Teilnahmebescheinigung am Aufbauseminar vorlegen kann, muss damit rechnen, dass der Führerschein entzogen wird.

Raserei im Ausland: Welche Strafen blühen?

Wer mit dem Auto auf Reisen ist, drückt gerne mal stärker aufs Gaspedal. Doch das sollte sich jeder Autofahrer zweimal überlegen. Nicht nur, weil das Unfallrisiko erhöht wird, sondern auch, weil im Ausland das Bußgeld-Niveau meist deutlich höher ausfällt als bei uns. Das trifft auch auf zu schnelles Fahren zu. So reißt man sich mit einem Verstoß schnell ein empfindliches Loch in die Urlaubskasse.

Bußgelder für zu schnelles Fahren oft deutlich teurer

bußgelder in europaWährend der Bußgeldkatalog in Deutschland für zu schnelles Fahren mit 20 km/h maximal 35 Euro Bußgeld vorsieht, liegen die Sätze im Ausland teilweise wesentlich höher. Ein paar Beispiele gefällig? Werfen wir einen Blick in die Schweiz. Hier muss man mindestens 145 Euro zahlen, wenn man 20 km/h schneller fährt als erlaubt. Doch auch im beliebten Urlaubsland Italien werden Geschwindigkeitsüberschreitungen deutlich härter bestraft als hierzulande, werden doch ab 170 Euro aus der Urlaubskasse fällig. Wenn man sich bei Dunkelheit zum Rasen verleiten lässt, fällt das Bußgeld in Italien noch einmal um ein Drittel höher aus. Europäische Bußgeld-Spitzenreiter bei Tempovergehen sind aber wieder einmal die skandinavischen Länder. So werden in Schweden mindestens 290 Euro, in Norwegen sogar ab 480 Euro Bußgeld fällig. Entsprechend sollte man sich immer mit den wichtigsten nationalen Verkehrsvorschriften des Urlaubslandes vertraut machen.

Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitungen Ausland

Im Folgenden finden Sie die europäische Bußgeldtabelle und eine Übersicht der Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen im europäischen Ausland.

(Quelle: ADAC, Stand 03.2013)

Geschwindigkeiten: Wie schnell darf man im Ausland fahren?

Während auf deutschen Autobahnen auf vielen Abschnitten keine Höchstgeschwindigkeit festgelegt ist, sieht es auf dem Rest des Kontinents doch deutlich anders aus und genau wie beim Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitungen herrschen auch hier strengere Regeln. In Norwegen gilt mit minimaler Ausnahme auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, während die Beschilderung in Schweden höchstens 110 oder 120 km/h erlauben. Der Vergleich zeigt, dass die Höchstgeschwindigkeit für PKWs auf der Autobahn in den meisten Ländern (beispielsweise Belgien, Niederlande, Portugal, Schweiz, Spanien, Türkei) bei 120 km/h liegt, viele weitere Länder gestatten dagegen auch eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Fahranfänger, die noch in der Probezeit sind und entsprechend noch keine zwei Jahre Fahrerfahrung haben, sollten sich besonders in Frankreich in Acht nehmen. Denn dort dürfen Fahranfänger auf Autobahnen höchsten 110 km/h fahren.

Auf Landstraßen gilt dagegen in vielen Ländern eine Höchstgeschwindigkeit von 80 oder 90 km/h, während innerhalb von Ortschaften ein Tempo von 50 km/h nahezu Standard ist.

Bußgeld: Schnell zahlen kann Rabatte bringen

bußgeld zahlenWer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal im Ausland beim zu schnellen Fahren erwischt und geblitzt wurde, kann bei direkter Zahlung vor Ort oder zeitnaher Bezahlung einen Rabatt auf die Geldbuße bekommen. Ein gutes Beispiel ist Italien, wo man nur die Mindestbuße zahlen muss, wenn binnen 60 Tagen gezahlt wird. In Frankreich gibt es dagegen einen Rabatt auf die Geldstrafe, wenn man diese innerhalb von 15 Tagen ausgleicht. Spanien und Griechenland stellen schnellzahlenden Verkehrssündern die größten ‘Ersparnisse’ in Aussicht. So gibt es 50 Prozent Nachlass, wenn man innerhalb von 10 Tagen (Griechenland) bzw. 20 Tagen (Spanien) sein Bußgeld begleicht.

Statistik: Verkehrsunfälle durch zu schnelles Fahren

unfälle durch hohe geschwindigkeitZu schnelles Fahren stellt die häufigste Ordnungswidrigkeit dar. Das betrifft sowohl männliche als auch weibliche Autofahrer, wobei Männer doch fast viermal so viele Verstöße begehen wie Frauen. Das belegen auch die Zahlen und Statistiken vom Kraftfahrt-Bundesamt.

Doch auch wenn für viele Autofahrer das Tempolimit innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften ein Dorn im Auge ist und eine lästige Angelegenheit darstellt, gibt es gleich mehrere gute Gründe, warum eine begrenzte Höchstgeschwindigkeit sinnvoll ist. geschwindigkeitsüberschreitung als unfallursache

Zu schnelles Fahren ist eine der häufigsten Unfallursachen. So wurde allein im Jahr 2012 bei allen tödlich verunglückten Fahrern in 37 Prozent der Fälle eine überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache festgestellt. Noch deutlich schlimmer sieht es auf den Autobahnen aus, wo fast jeder zweite Verkehrstote auf Geschwindigkeitsüberschreitung zurückzuführen ist. Aber auch beim Blick auf die Unfallstatistik ohne Todesfolge fällt auf, dass eine Missachtung der Höchstgeschwindigkeit häufig die Ursache für Verkehrsunfälle ist. So waren im Jahr 2012 von insgesamt 362.993 Fahrern fast 50.000 durch zu hohes Tempo verunglückt. Erfreulich dabei ist, dass im Vergleich zum Jahr 2009 die Zahl gesunken ist. Damals waren es noch ungefähr 56.000.

Allein diese Werte des Statistischen Bundesamtes verdeutlichen, dass zu schnelles Fahren bzw. Geschwindigkeitsüberschreitungen die Hauptursache für Verletzungen von Personen bei Unfällen im Jahr 2012 sind. Entsprechend ergeben sich auch der Sinn und die Daseinsberechtigung eines Tempolimits.

Wie aus weiteren Berichten zur „Unfallentwicklung auf deutschen Straßen“ hervorgeht, ist vor allem bei jüngeren Verkehrsteilnehmern zwischen 18 und 24 Jahren das Unfallrisiko fast doppelt so hoch wie in allen Altersgruppen. Wobei auch hier die erhöhte Geschwindigkeit die Hauptunfallursache ist.