Sie wurden innerorts geblitzt: Das sind die Sanktionen

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Was passiert, wenn Sie innerorts zu schnell fahren?

Was passiert, wenn Sie innerorts geblitzt werden?

Was passiert, wenn Sie innerorts geblitzt werden?

Wenn Sie innerorts zu schnell gefahren und geblitzt wurden, müssen Sie mit höheren Sanktionen rechnen, als wenn Sie außerorts einen Geschwindigkeitsverstoß begehen, da in der Stadt die Gefahr größer ist, einen Unfall zu verursachen und somit Menschen zu verletzen oder sogar zu töten. Bereits ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 10 km/h wird das Zu-Schnell-Fahren innerorts „bestraft“.

Werden Sie geblitzt, weil Sie innerorts zu schnell fahren, müssen Sie mit einem Bußgeld zwischen 15 Euro und 680 Euro rechnen, je nach Höhe Ihrer Geschwindigkeitsüberschreitung. Laut Bußgeldkatalog können Sie außerdem bis zu zwei Punkte in Flensburg und unter Umständen mehrmonatige Fahrverbote bekommen. Die Punkte verfallen erst nach fünf Jahren wieder.

Welches Bußgeld wird für innerorts Zu-Schnell-Fahren verhängt?

Kosten für Blitzer

Die Kosten für Blitzer sind je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:

Innerorts geblitzt: Welche Kosten und weitere Sanktionen kommen auf Sie zu?

Mit welchem Bußgeld müssen Sie rechnen, wenn Sie innerorts geblitzt werden?

Mit welchem Bußgeld müssen Sie rechnen, wenn Sie innerorts geblitzt werden?

Der Toleranzabzug innerorts beträgt 3 km/h für Radar-, Laser- und Lichtschrankenmessverfahren und 5 % oder mindestens 5 km/h für Provida. Die Toleranz soll mögliche geringe Ungenauigkeiten bei der Messung des Blitzers berücksichtigen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Ungenauigkeiten tatsächlich vorliegen. Wenn nicht-geeichte Messgeräte verwendet werden, sind die Toleranzen höher.

Das „Blitzen“ ist, ob innerorts oder außerorts, ein A-Verstoß. Ziel des Blitzers ist es, die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer zu überprüfen und im Notfall zu sanktionieren, sodass die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet ist und eine Gefährdung durch eine Geschwindigkeitsüberschreitung gemindert werden kann. Allgemein hängt die Höhe des Bußgeldes davon ab, mit welcher Geschwindigkeit Sie tatsächlich gefahren sind. Grundsätzlich bleiben die Sanktionen gleich, ob Sie in einer 30er- oder in einer 50er-Zone unterwegs sind. Wenn Sie zu schnell fahren und innerorts geblitzt werden, ab wann wird ein Fahrverbot gegen Sie verhängt?

Der Bußgeldkatalog schreibt folgende Bußgelder, Punkte und Fahrverbote für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb einer Ortschaft fest:

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h15 €eher nicht
... 11 - 15 km/h25 €eher nicht
... 16 - 20 km/h35 €eher nicht
... 21 - 25 km/h80 €1Hier prüfen
... 26 - 30 km/h100 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
... 31 - 40 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
... 41 - 50 km/h200 €21 Monat1 MHier prüfen
... 51 - 60 km/h280 €22 Monate2 MHier prüfen
... 61 - 70 km/h480 €23 Monate3 MHier prüfen
über 70 km/h680 €23 Monate3 MHier prüfen
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Es gibt außerdem spezifische Verkehrssituationen, bei denen andere Sanktionen verhängt werden, wenn ein Geschwindigkeitsverstoß vorliegt:

  • Wenn Sie in einem verkehrsberuhigten Bereich die Schrittgeschwindigkeit nicht einhalten. Sofern Sie nicht mehr als 10 km/h zu schnell gefahren sind, beträgt das Bußgeld 20 Euro.
  • Wenn Sie die Geschwindigkeit trotz Bahnübergang, besonderen Verhältnissen auf Straßen oder schlechten Sichtverhältnissen nicht anpassen, erhalten Sie 100 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Wenn dabei eine Gefährdung vorliegt, erhöht sich das Bußgeld auf 120 Euro, auf 145 Euro, wenn Sie eine Sachbeschädigung verursacht haben.
  • Wenn Sie durch zu hohe Geschwindigkeit, mangelnde Bremsbereitschaft oder ungenügenden Seitenabstand Kinder, Hilfsbedürftige und Ältere gefährden, müssen Sie mit einem Bußgeld von 80 Euro und einem Punkt rechnen.

Sie erhalten nicht nur ein Bußgeld, wenn Sie innerorts geblitzt wurden, auch das Langsam-Fahren wird sanktioniert.

Sie erhalten nicht nur ein Bußgeld, wenn Sie innerorts geblitzt wurden, auch das Langsam-Fahren wird sanktioniert.

Darüber hinaus ist das Mitführen oder Betreiben von Radarwarn- oder Laserstörgerät verboten und wird mit 75 Euro und einem Punkt sanktioniert. Zusätzlich ist es möglich, dass das Gerät beschlagnahmt und vernichtet wird.

Nicht nur eine Geschwindigkeitsüberschreitung wird sanktioniert, sondern auch eine Geschwindigkeitsunterschreitung. Wenn Sie demnach ohne triftigen Grund so langsam fahren, dass der Verkehrsfluss behindert wird, können Sie auch ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro erhalten.

Wer innerhalb von einem Jahr mehr als einmal mit 25 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung fährt, gilt als ein Wiederholungstäter und wird schärfer sanktioniert. Je nach Geschwindigkeit kann unter Umständen ein mehrmonatiges Fahrverbot verhängt werden. In besonders schweren Fällen kann der Verkehrssünder zu einer MPU geladen werden.

Wurden Sie innerorts geblitzt während der Probezeit? Eine Verlängerung wird erst ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h verhängt. Die Verlängerung der Probezeit beträgt in der Regel zwei Jahre. Unter Umständen kann Ihnen ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet werden.

Sind Sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu schnell innerorts gefahren, wird in der Regel eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet. Bei der MPU wird die allgemeine Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr festgestellt. Je nach Ergebnis kann der Führerschein vorübergehend oder dauerhaft entzogen werden.

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Wie können Sie sich gegen einen Bußgeldbescheid wehren?

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid bekommen, weil Sie innerorts geblitzt wurden, können Sie mit Hilfe eines Anwalts Einspruch einlegen.

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid bekommen, weil Sie innerorts geblitzt wurden, können Sie mit Hilfe eines Anwalts Einspruch einlegen.

Laut einer Studie der VUT-Sachverteidigengesellschaft aus dem Jahr 2013 waren nur 44 Prozent von 15.000 erlassenen Bußgeldbescheiden und ähnlichen Vorgängen fehlerfrei. Deshalb sollten Sie denBußgeldbescheid genau prüfen, wenn Sie diesen erhalten. Diese zwei Aspekte müssen zunächst geprüft werden:

  • Waren Sie zu der Zeit am angegebenen Ort?
  • Ist das angegebene Kennzeichen Ihres?

Wenn Sie Zweifel an der Richtigkeit des Bußgeldbescheides haben, können Sie innerhalb von zwei Wochen bei der zuständigen Bußgeldbehörde schriftlich Widerspruch einlegen. Das sind die häufigsten Fehler bei einem Bußgeldbescheid:

  • Der Fahrer ist auf dem Blitzerfoto nicht eindeutig zu erkennen, da dieses unscharf ist.
  • Wenn der Blitzer falsch aufgestellt ist und deshalb Messfehler verursacht.
  • Wenn der Blitzer von einem ungeschulten Beamten aufgestellt wurde und die Messung deshalb falsch sein könnte.
  • Wenn der Blitzer zum Tatzeitpunkt nicht geeicht wurde.
Wenn die Frist von zwei Wochen verstrichen ist, ist der Bußgeldbescheid wirksam und Sie können nicht mehr dagegen Einspruch einlegen.

Nachdem Sie den Widerpruch eingelegt haben, können Sie Akteneinsicht verlangen. Grundsätzlich sind jedoch nur Anwälte dazu berechtigt, Akteneinsicht zu bekommen. Wenn Sie der Auffassung sind, dass Sie fälschlicherweise innerorts geblitzt wurden oder wenn die Sanktionierung sehr hoch ist und Sie z. B. ein Fahrverbot auferlegt bekommen, dann sollten Sie einen Anwalt für Verkehrsrecht konsultieren, um rechtliche Schritte gegen den Bußgeldbescheid einzuleiten. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie das Auto gar nicht gefahren haben oder die Messung fehlerhaft war.

Dagegen sollen Sie keinen Anwalt beauftragen, wenn Sie tatsächlich zu schnell gefahren sind und innerorts geblitzt wurden. Als Autofahrer müssen Sie die Kosten für diesen vorfinanzieren und bleiben auf diesen sitzen, wenn Sie verlieren.
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