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Raser anzeigen: Wie Anwohner sich wehren können

Von Thomas R.

Letzte Aktualisierung am: 27. Februar 2024

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Leitfaden: Erfolgreich gegen Raser in verkehrsberuhigten Zonen vorgehen

Raser sind in Wohngebieten besonders gefährlich.
Raser sind in Wohngebieten besonders gefährlich.

Vielleicht kennen Sie dieses Problem: Sie sind in eine ruhige Gegend mit 30-er Zone oder Spielstraße gezogen, damit Ihre Kinder sorglos auf der Straße spielen oder sie alleine überqueren können. Allerdings gibt es dort diesen Nachbarn, der keine Kinder hat und es nicht einsieht, sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten. Oder der verkehrsberuhigte Bereich wird allgemein oft von Autofahrern benutzt, die es besonders eilig haben.

Persönliche Gespräche brachten keinen Erfolg mit sich und es sind keine Fahrbahnschweller oder Aufpflasterungen vorhanden, die die Autofahrer zum langsameren Fahren zwingen würden. Was können Sie also unternehmen, um Verkehrssünder zur Vernunft zu bringen? Wir zeigen Ihnen sechs Möglichkeiten, wie Sie erfolgreich gegen Raser in Ihrem Wohngebiet vorgehen.

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eBook “Leitfaden für Anwohner: Geschwindigkeitsüberschreitung”

Sie werden tagein tagaus von einem Raser in Ihrer Nachbarschaft tyrannisiert? Im kostenlosen eBook zum Thema “Raser” finden Sie einen Leitfaden für Anwohner inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung wie Sie gegen Raser in Ihrer Wohngegend vorgehen können. Sie erfahren, wann Sie die Polizei kontaktieren können und welche Möglichkeiten es gibt, wenn die Beamten Ihnen nicht ausreichend helfen.

Wie beantragen Sie eine verkehrsberuhigte Zone? Können Sie veranlassen, dass ein Blitzer in Ihrer Nachbarschaft aufgestellt wird? Dürfen Sie eine Blitzerattrappe aufstellen? Welche Sanktionen drohen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung?

Das eBook können Sie hier kostenlos downloaden:

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FAQ: Was tun gegen Raser in Wohngebieten und verkehrsberuhigten Zonen?

Was kann ich tun, wenn Raser verkehrsberuhigte Bereiche unsicher machen?

Sofern es dadurch zu einer Verkehrsgefährdung kommt, können Sie Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

Und wenn die Anzeige ohne Folgen bleibt – was kann ich dann unternehmen?

Wenden Sie sich an die Polizei und suchen Sie dort nach Unterstützung. Außerdem können Sie die entsprechende Zone für den Blitzermarathon vorschlagen.

Kann ich selbst gegen die Raser vorgehen, z. B. mit einer Blitzerattrappe?

Davon ist eher abzuraten. Die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten obliegt allein dem Staat. Wirkt sich Ihre Attrappe negativ auf den Verkehr aus, weil Autofahrer z. B. wegen des Blitzlichts erschrecken und einen Unfall bauen, machen Sie sich mitunter selbst strafbar.

Strafanzeige gegen zu schnelle Fahrer stellen

Wenn eine Verkehrsgefährdung durch Raser in einem verkehrsberuhigten Bereich vorliegt, sollten Sie sich zuallererst immer an die Polizei wenden. Sie können einen Hinweis geben oder den Raser anzeigen. Allerdings gestaltet sich dies schwierig, da die Anzeige in der Regel nur auf einer von Ihnen geschätzten Geschwindigkeit basiert. Die geschätzte Geschwindigkeit allein führt noch zu keinem Bußgeld. Die Strafanzeige kann aber häufigere Geschwindigkeitsmessungen in dem verkehrsberuhigten Bereich zur Folge haben.

Für die Beamten sind bei einer Strafanzeige folgende Eckdaten wichtig:

  • Ihre Personalien
  • Straße (ggf. bestimmte Hausnummer bzw. komplette Straße)
  • Uhrzeit (Wann sind die Raser besonders auffällig?)
Anzeige gegen Raser bei der Polizei stellen
Anzeige gegen Raser können Sie bei der Polizei stellen

Zudem müssen Angaben zum Täter also zum Raser gemacht werden, was in diesem Fall meist nur die Angabe des Kfz-Kennzeichens ist. Wenn andere Anwohner das zu schnell fahrende Fahrzeug auch beobachtet haben, können sie als Zeugen genannt werden.

Die Polizei schickt dann zur der genannten Uhrzeit ein Fahrzeug und misst die Geschwindigkeit. Im Regelfall wird hier nicht geblitzt, sondern der Verkehr beobachtet, um bestimmen zu können, ob Geschwindigkeitsüberschreitungen tatsächlich vorkommen. Sollten die Anschuldigungen stimmen und dort viele Raser unterwegs sein, wird der Verkehr regelmäßiger kontrolliert und zwar dann auch mit der entsprechenden Ausstattung.

Um eine Strafanzeige zu stellen, können Sie sich persönlich, per Post oder über das Internet an die Polizei wenden. Das Erstatten einer Strafanzeige ist kostenlos. Das gilt natürlich nur, wenn in der Anzeige nicht bewusst eine falsche Aussage getroffen wird. Denn das könnte zu einer Anzeige gegen den Antragsteller führen.

Persönlich Anzeige erstatten

Die Strafanzeige gegen Raser kann in Deutschland bei jeder beliebigen Polizeidienststelle eingereicht werden. Bestenfalls wendet sich die betroffene Person an die zuständige Polizeistation. Damit ist die Wache gemeint, die sich in dem Wohnort oder in dem Bezirk befindet, in dem der Anzeigeerstatter wohnt. Grundsätzlich sind alle Polizisten dazu verpflichtet, eine Anzeige bei Verdacht auf eine Straftat entgegenzunehmen.

Per Post Anzeige erstatten

Wenn Sie den Raser anzeigen möchten, können Sie das auch schriftlich tun. Dabei wenden Sie sich entweder direkt an die Polizei oder an die Staatsanwaltschaft, die den Sachverhalt dann an die zuständige Polizeidienststelle weiterleitet. Wichtig bei der schriftlichen Mitteilung ist die Angabe des Absenders, da Dokumente mit einem anonymen Absender normalerweise nicht berücksichtigt werden. Das beobachtete Fehlverhalten sollte in dem Brief genau beschrieben werden. Dazu gehört auch Ort, Uhrzeit und Datum des Vergehens.

Online Anzeige erstatten

Bei einem nicht akuten Vergehen ermöglicht die Polizei, online Anzeige zu stellen. Unter der jeweiligen Webseite des Bundeslandes finden sich Hinweise zur Erstattung der Strafanzeige. Zudem kann ein passendes Formular ausgewählt werden. Dort muss der Tatort, die Tatzeit und eine Beschreibung der Tat eingegeben werden. Allerdings gibt es nicht in allen Bundesländern sogenannte Internetwachen. In den folgenden Bundesländern ist eine Anzeige gegen Raser online möglich:

  • Baden-Württemberg
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
In folgenden Bundesländern gibt es folglich keine entsprechenden Webseiten: Bayern, Bremen, Saarland, Thüringen

Eine Strafanzeige hat keine Konsequenzen nach sich gezogen?

Sie können Raser bei der Polizei melden, damit sie Messungen vornimmt.
Sie können Raser bei der Polizei melden, damit sie Messungen vornimmt.

Wenn eine Anzeige nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat und die Fahrer weiterhin ungestört durch Ihre Straße rasen, müssen Sie noch nicht resignieren oder sich gar zu voreiligen Schritten gegen die Raser hinreißen lassen. Immerhin gibt es weitere Mittel, die Sie ausschöpfen können, um den Rasern das Handwerk zu legen. Welche dies sind, werden wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen.

Flugblätter verteilen und Aufmerksamkeit erlangen

Handelt es sich bei den zu schnell fahrenden Personen im verkehrsberuhigten Bereich um direkte Anwohner, können auch andere Maßnahmen ergriffen werden. Die Nachbarn, die dieses Verhalten beobachtet haben, können gemeinsam Flugblätter erstellen. Die Flugblätter können die Sachlage schildern und zudem an das Gewissen der Raser appellieren, indem auf die Gefahr, die von ihnen ausgeht, hingewiesen wird. Die Täter werden sich auf diese Weise hoffentlich bewusst, dass sie Kinder gefährden und unterlassen dieses Verhalten.

Tipp: Eine objektive Formulierung führt in jedem Fall eher zu einem Erfolg als ein persönlicher Angriff. Auch wenn der Ärger noch so groß ist, sollten auf den Blättern deshalb keine Namen stehen. Denn das kann unter Umständen sogar zu einer Strafanzeige gegen die Flugblattersteller führen.

Antrag verkehrsberuhigter Bereich

Wenn Raser ein Problem sind, kann ein verkehrsberuhigter Bereich sie u. U. stoppen.
Wenn Raser ein Problem sind, kann ein verkehrsberuhigter Bereich sie u. U. stoppen.

Eine weitere Möglichkeit gegen Raser vorzugehen, ist es, einen Bürgerantrag an die kommunale Volksvertretung zu stellen. Auf diese Weise können Sie eine Verkehrsberuhigung beantragen. In Ihrem Antrag können Sie den Bau von Fahrbahnschwellen, Plateaupflastern oder Teilaufpflasterungen vorschlagen. Erstere werden, je nach Herkunft, auch als Berliner Kissen, Kölner Teller oder Krefelder Kissen bezeichnet.

Diese Maßnahmen zwingen die Autofahrer zum langsameren Fahren. Handelt es sich bei der betroffenen Straße um keine verkehrsberuhigte Zone, kann der Antragsteller auch eine Verkehrsberuhigung durch die Einrichtung einer Spielstraße beantragen.

Die zuständige Behörde hat dabei je nach Ort und Bundesland variierende Namen. Damit Klarheit darüber herrscht, wie die kommunale Volksvertretung im eigenen Ort heißt, sind die Namen im Folgenden aufgelistet:

  • Berlin: Abgeordnetenhaus
  • Hamburg, Hansestädte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (außer Bremen): Bürgerschaft
  • Schleswig-Holstein, Brandenburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern: Gemeindevertretung
  • Hessen, Brandenburg, Bremerhaven: Stadtverordnetenversammlung
  • Marktgemeinden (in Bayern): Marktgemeinderat
  • Verbandsangehörige Ortsgemeinden in Rheinland-Pfalz: Rat der Stadt oder Rat der Gemeinde
  • Bremen: Stadtbürgerschaft
  • Sonstige Städte: Stadtvertretung oder Stadtrat
  • Sonstige Gemeinden: Gemeinderat oder Ratsversammlung

In großen Städten, wie beispielsweise Berlin, beschäftigen sich die Bezirksämter mit Angelegenheiten bezüglich Spielstraßen und verkehrsberuhigten Bereichen. Hier ist z. B. der Fachbereich Tiefbau für den Bau einer Fahrbahnschwelle oder Aufpflasterung verantwortlich, die ein wirksames Mittel gegen Raser sind. Wer Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung beantragen möchte, dem empfehlen die Mitarbeiter des Fachbereichs zunächst einen formlosen Antrag zu stellen.

Der Antrag sollte folgende Punkte beinhalten:

  1. Welche Straße ist betroffen?
  2. Welche Maßnahmen sollen eingeleitet werden? (Bau von verkehrsberuhigenden Elementen, Antrag Spielstraße)
  3. Warum sollen diese Maßnahmen realisiert werden? (Gefährdung von Anwohnern und vor allem Kindern)

Der Fachbereich Tiefbau prüft dann die angegebene Straße. Nicht jede Straße ist bezüglich ihrer Beschaffenheit als verkehrsberuhigte Zone geeignet. Da der Schwellenbau teuer ist, muss das zuständige Amt ermitteln, ob dafür genug Geld vorhanden ist. Zudem muss gewährleistet werden, dass Krankenwagentransporte ohne Probleme möglich sind.

Neben dem Antrag an die kommunale Volksvertretung empfiehlt es sich, den zuständigen Verkehrsreferenten schriftlich zu kontaktieren. Dieser wird von jeder Kommune aus dem Kreis der Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Der Antrag kann zudem durch den Arbeitskreis Verkehr aus der lokalen Agenda unterstützt werden. Die dort tätigen Personen haben meist einen guten Kontakt zu den Stadt- und Gemeinderäten und dem Bürgermeister und können Ihnen bei dem Raser-Problem helfen.

4. Über die Presse Druck auf die Ortsgemeinde ausüben

Anwohner können ihre Straße wegen der Raser zum Blitzmarathon vorschlagen.
Anwohner können ihre Straße wegen der Raser zum Blitzmarathon vorschlagen.

Wenn es zu keiner Besserung der Verkehrslage kommt, kann Druck auf die Ortsgemeinde ausgeübt werden. Dies kann durch die Kontaktaufnahme mit der örtlichen Presse erfolgen. Dadurch werden außerdem mehr Bürger auf den Tatbestand aufmerksam gemacht, die sich zusätzlich am Bürgerantrag gegen die Raser beteiligen. Je mehr Personen sich daran beteiligen, desto eher gibt es Hoffnung für eine Verkehrsberuhigung. Ein weiterer drastischer Schritt wäre eine Klage gegen die Ortsgemeinschaft, sofern keine Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vorgenommen werden.

5. Vorschlag für Blitzmarathon

Bürger können sich bundesweit insofern in die Bestrafung von Rasern einbringen, dass sie Straßen für das Aufstellen von Geschwindigkeitsmessgeräten über ein Online-Formular vorschlagen. Die Polizei publiziert dann die zehn am häufigsten genannten Straßen auf ihrer Webseite. Um einen Erfolg zu erzielen, müssen also sehr viele Anwohner dazu animiert werden, die betroffene Straße vorzuschlagen. Dies kann beispielsweise in Verbindung mit Flugblättern geschehen. Wird ein Blitzmarathon durchgeführt, dauert er über mehrere Stunden an.

6. Sonderfall Bayern: Zweckverbände

In Bayern organisieren die Kommunen die Ausleihe von Überwachungspersonal samt entsprechender Gerätschaft seit Jahren gemeinschaftlich über sogenannte Zweckverbände, an die sich die Bürger wenden können, um gegen Raser in ihrem Wohngebiet vorzugehen. Die im Verband zusammengeschlossenen Gemeinden des fränkischen Landkreises schicken Mitarbeiter, die von einer privaten Sicherheitsfirma ausgeliehen wurden, mit mobiler Überwachungstechnik auf Temposünderjagd. Das Mietpersonal erhalte zuvor dieselbe Schulung wie reguläre Behördenangestellte, die Geschwindigkeitsüberschreitungen messen.

Raser selbst bestrafen?

Auf keinen Fall sollten Anwohner selbst gegen die Raser vorgehen.
Auf keinen Fall sollten Anwohner selbst gegen die Raser vorgehen.

Manche Bewohner fühlen sich den gefährlichen Fahrern so hilflos ausgeliefert, dass sie sie selbst zur Vernunft bringen möchten. Das ist allerdings eine schlechte Idee. Wer beispielsweise einen Gegenstand auf der Straße platziert, um die Person zum langsameren Fahren zu zwingen, greift ordnungswidrig in den Straßenverkehr ein. Wird dadurch tatsächlich jemand gefährdet oder kommt es zu einer Sachbeschädigung, drohen laut dem Strafgesetzbuch (§ 315b) eine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe.

Wenn es überhaupt keine Möglichkeit gibt, die Raser zur Vernunft zu bringen, versuchen manche Anwohner sie direkt zu konfrontieren. Dabei können die Emotionen natürlich überkochen, insbesondere wenn es in einer verkehrsberuhigten Zone zur Gefährdung eines Kindes kam. Allerdings ist es keine Lösung, den Fahrer zum Anhalten zu zwingen, ihn anzuschreien oder sogar zu beleidigen. Der Raser kann daraufhin selbst eine Anzeige wegen Nötigung oder Beleidigung erstatten.

Die Aufstellung von selbstgebauten Attrappen von Geschwindigkeitsmessgeräten im eigenen Garten ist rechtlich erlaubt. Wenn die Attrappe allerdings Auswirkungen auf den Straßenverkehr hat, wird es brenzlig. Die Nachbildung darf auf keinen Fall ein Blitzlicht aussenden, denn dies könnte vorbeifahrende Fahrzeuge blenden. Der Autofahrer könnte sich erschrecken und einen Unfall verursachen. Er kann den Inhaber des vermeintlichen Messgerätes dann verklagen. Führt das Blitzlicht zu einem Unfall im Verkehr, stellt das einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und somit eine Straftat dar. Die Straftat hat eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe als Folge.

Es ist also nicht sinnvoll, unverantwortliche Fahrer selbst bestrafen zu wollen. Die Person, die zu schnelle Autofahrer drosseln will, sollte sich lieber an den Leitfaden zum Kampf gegen Raser in Spielstraßen und verkehrsberuhigten Bereichen halten, um nicht selbst eine Anzeige zu riskieren.

Über den Autor

Autor
Thomas R.

Thomas hat einen Abschluss in Politikwissenschaften von der Universität Jena. Er gehört seit 2018 zum Team von bussgeldkatalog.org und verfasst News und Ratgeber zu verschiedenen Themen im Verkehrsrecht.

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60 Kommentare

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  1. Christian
    Am 26. Mai 2022 um 5:13

    Die Anwohner bei uns kämpften auch viele Jahre für eine Umgehung. Jetzt haben wir 30 im Ort mit Hinweis auf Lärmschutz und an den Ortseingängen Anlieger. Die Umgehung ist lange gebaut und bringt wenig. Die Leute haben spaß auch nachts durch den Ort zu rasen. Das knattern scheint für die Fahrer*Innen großartig zu sein und alle Leute sollen doch mitbekommen was sie für tolle Sachen habe.
    Die Gesetze wurden in Deutschland in den letzten 70 Jahren leider aus der Sicht von Großkonzernen und partikularen Einzelinteressen gemacht.

    Ich hoffe sehr im Interesse von Mensch und Umwelt, dass sich auch in diesem Bereich ein prosoziales denken ausbreitet.

    Bitte schreiben sie e-mails, twitter, facebook usw. an Politiker*Innen (lokal wie Bund).

  2. Silke M
    Am 2. Januar 2022 um 15:33

    Ich wohne in einer verkehrsberuhigten Zone in der sich mehr als 90% der Autofahrer/innen nicht an die Schrittgeschwindigkeit halten, da sind Geschwindigkeiten ab 50 und drüber gar nichts.
    Weder bei der zuständigen Polizei, geschweige beim Landkreis ist man bereit gegen die Rowdys vorzugehen.
    Es gab 1x eine 45 minütige Kontrolle, bei der etliche Verstöße festgestellt und auch geahndet wurden. Und es hing eine Woche lang ein Seitenradarmessgerät an einer Laterne, doch gebracht hat das alles gar nichts. Offenbar muss erst ein Kind schwer verletzt oder getötet werden, bevor man den Rasern endlich die Fahrerlaubnis entzieht.

  3. Anton
    Am 29. November 2021 um 18:39

    Ich hatte gehofft, dass mit der Regierungsbeteiligung der Grünen sich etwas Grundsätzliches im Verkehr ändert was zumindest die Sicherheit betrifft. Es wäre einfach die Bußgelder auf ein schweizerisches Niveau zu heben und mehr autarke Kontrollanhänger anzuschaffen. Es würde sogar den finanzschwachen Kommunen helfen. Aber was passiert: Die FDP macht aber nun weiter Politik für Gesetzesbrecher. Wir haben hier in NRW nahezu täglich in unserer Straße Fahrzeugführer, die den Straftatbestand des illegalen KfZ-Rennens erfüllen und das in der 30 Zone! Die Politik und das OA schauen aber weg. Wie überall in Deutschland. Ich werde nie wieder Grün wählen!

  4. Kai M.
    Am 3. September 2021 um 14:43

    wir wohnen seit 22 Jahren in einer Spielstraße (100 Meter) und haben alles was hier aufgeführt ist und nur denkbar möglich ist gegen die Raserei unternommen, in Onlineanzeigen haben wir an nur einem Tag 12 Videodateien von Fahrzeugen angehängt, die die 100 Meter in 5-9 Sekunden “durchfahren”, das ist das 10-fache des Zulässigen – NICHTS, alle 12 Anzeigen wurden ergebnislos von der Staatsanwaltschaft niedergelegt.
    Unsere Stadt weisst Spielstrassen sogar als offizielle Umleitungen aus, und dann geht’s erst richtig rund.
    Wir selber werden immer wieder angehupt und angeblitzt wenn wir 4-7 km/h fahren, auch die dann erfolgten Strafanzeigen wegen Nötigung (Straftatbestand, bis 2 Jahre Haft) wurden ausnahmslos alle ergebnislos eingestellt. Die Kommune droht uns inzwischen für jedes weitere Beschwerdeschreiben ein Bussgeld i.H.v. 63 EUR an.
    Ist das noch normal, wir wären nicht die ersten, die Deutschland aufgrund dieser Tatsachen verlassen.

  5. Bea. W
    Am 5. Juni 2021 um 12:17

    Hallo an alle betroffenen. Wir wohnen an einer langgezogenen Staße, aber noch innerhalb der Ortschaft.
    Mit reden ist da nix, die Motoradfahrer und Protzautos sind so schnell, die können nicht mal bremsen. Das sieht man regelmäßig an Tod gefahrenen Igeln, Hasen und Katzen. Ich habe heute erst wieder eine Geliebte Katze verloren. Und das Arschloch hat nicht mal angehalten, obwohl es einen lauten Knall gab.
    Es gibt auch Autofahrer, die dann über so ein Tier drüber fahren, was ich heute nur verhindern konnte, weil ich selbst auf der Straße zur Katze gelaufen bin. Wie gesagt, innerhalb Ortschaft wo 50 normal wären, wird schon an der Kreuzung Gas gegeben, als gäbe es ein Wettrennen. Auch die die reinfahren bremsen nicht beim Ortschild. Ich habe solche rücksichtslosen Fahrer einfach satt.
    Bin selbst Autofahrer. Ich hoffe solche Idioten werden mal richtig in irgendeiner Weise bestraft.
    Und hoffentlich hat der Fahrer von heute einen richtig großen Schaden an seinem Protzauto.

  6. Spießer
    Am 4. Juni 2021 um 19:59

    Ich sehe, ich bin bei weitem nicht der einzige.
    Wohne selbst in einem verkehrsberuhigten Bereich. Die Geschwindigkeiten die hier gefahren werden sind Wahnsinn, 60-80 km/h keine Seltenheit.
    Fremde, Anwohner, Kinderlos, mit Kinder, Post, Pflegedienste, 90 Prozent rasen durch. Ich frage mich was diese Leute im Hirn haben, viel kann es nicht sein. Zeitersparnis 20-30 Sekunden.
    Meine Kinder haben Verbot das Grundstück alleine zu verlassen. Lebensgefahr!!
    Einfach nur traurig dieses Land, dieses Volk.

    • Inge
      Am 1. September 2021 um 15:45

      Kann ich zu 100% bestätigen. Wir wohnen an der Zufahrtstraße eines Altenheims. Das Heim hat die Premiumendlage an einer Sackgasse. Wir wohnen mit unseren Kindern an der Rennstrecke dorthin. Das Altenheim ist später entstanden und ich muss sagen, dass die Verkehrssicherheit durch das Gewerbe sehr stark nachgelassen hat. Junge Männer, die morgens um sechs ihre Frauen mit quietschenden Reifen zur Arbeit bringen und wieder wegrasen, Pflegedienstraser, Essensschwerlastverkehr, der durch die Spielstraße brettert usw.. Ich würde so ein Gewerbe in Zukunft eher im Gewerbegebiet sehen. Besonders ätzend sind auch die sonntäglichen Besucher der Boomergeneration, denen die Verkehrsregeln in ihren SUVs ebenfalls egal sind. Unsere Gesellschaft ist am Ende. Überall nur Rücksichtslosigkeit!

  7. Ralf X
    Am 24. April 2021 um 6:51

    Das Hauptproblem sehe ich darin, dass auch die massivsten Geschwindigkeitsüberschreitungen als OWI’s gelten. Egal ob doppelte oder dreifache Überschreitung, es bleiben immer OWI’s. Wenn es ab einer festzulegenden Überschreitung, z.B. bei dreifacher Überschreitung (in 30er Zone 90 km/h) eine Straftat wäre, dann hätte der Bürger gegenüber Polizei und Verwaltung eine viel bessere Position! Denn bei einer Straftat muss die Exekutive aktiv werden.

    • Inge
      Am 1. September 2021 um 15:35

      Da haben sie recht. Dank der OWis kann man als Betroffener an sich aufgeben. Unsere Verwaltung und Kommunalpolitik sind hoffnungslos überfordert. Beide schieben sich seit Jahren den schwarzen Peter zu. Da die Kommune auch ziemlich mittellos ist, sind bauliche Maßnahmen, wie Schwellen, in den nächsten Jahren nicht umsetzbar. Ich hatte mal BMW, VW und Co. wegen einer finanziellen Unterstützung für die Schwellen angeschrieben, schließlich verdienen die an den Proletenmodellen gut, aber natürlich keine Antwort erhalten.

  8. Silke M
    Am 24. Februar 2021 um 15:44

    Ich wohne auch in einer verkehrsberuhigten Zone in der die erlaubte Schrittgeschwindigkeit von mehr als 90 % der Autofahrer/innen extrem missachtet wird, eine schriftliche Beschwerde brachte gar nichts, denn es wurde einfach abgestritten, dass hier gerast wird und deshalb wird auch keine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt, Im November vergangenen Jahres wurde ein Nachbar von mir von einem alten Autofahrer angefahren, der statt der Schrittgeschwindigkeit 30 fuhr und so blöd war vor der Polizei zu äußern, dass er hier immer 30 fährt, was ein ganz klares Zeichen dafür war, dass er das Verkehrsschild nicht verstanden hat. Denn auf dem steht sogar in Schriftform drauf, dass nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. Der alte Autofahrer wird wohl seinen Führerschein abgeben müssen. Bei einer Messung mit dem Gerät, das die Geschwindigkeit anzeigt war die höchste gemessene Geschwindigkeit 132 km/h! Ermittelt wurde der Raser leider nicht, denn das Gerät speichert ja nur die gefahrene Geschwindigkeit. Man darf gar nicht daran denken, wenn dem bei 132 km/h ein Kind vors Auto gelaufen wäre.

  9. Kowalski
    Am 30. Januar 2021 um 15:18

    Die hier beschriebenen Fälle hinsichtlich der Untätigkeit der Behörden sind bundesweit gleich. Dort wo es einach ist in einer Stunde hunderte von Autofahrern zu blitzen wird von den Behörden schön abkassiert (z.B. auf der Autobahn, oder auf Bundesstraßen – aber wen juckts, wenn dort jemand 10 km zu schnell fährt. Das macht beim heutigen Verkehrsaufkommen keinen Unterschied). Wo aber nichts unternommen wird, ist eben in den sog. “verkehrsberuhigten Zonen”. Deshalb fühlen sich auch Raser so sicher.

    Man kann nicht mit ihnen reden und sie so zur Vernunft bewegen. Wäre auch unlogisch, denn wenn es sich um vernunftbegabte Autofahrer handeln würde, so würden sie ja nicht rasen. Das Problem ist aber, dass wir in einem sozialen Gefüge durch gewisse Grundregeln miteinander auskommen müssen. Anders ist ein Zusammenleben nicht möglich (und gegenseitige Rücksichtnahme ist eigentlich in diesem Zusammenhabg selbstverständlich).
    Es muss also jedem (wie gesagt “vernunftbegabtem”) Menschen klar sein, dass alles was er/sie außerhalb seines/ihres Hauses tut, sich auf andere Menschen und die Umwelt in gewissem Maße auswirkt. Nun kann man natürlich nicht jedem Menschen die Intelligenz zusprechen diese Zusammenhänge überhaupt zu verstehen. Was aber jedem Menschen klar sein sollte -auch jenen mit eher schlichtem Gemüt- ist, dass er/sie nicht allein auf der Welt sind und man sich deshalb auch nicht benehmen kann als wäre es so. Wem das nicht einleuchtet, der ist schlichtweg nicht gesellschaftsfähig und hat eigentlich in einem sozialen Gefüge keinen Platz. Daher bleibt nur eine Konsequenz, wenn reden nicht hilft und auch die Behörden sich nicht die Mühe machen etwas zu unternehmen: Die gute alte “harte Tour”. In früheren Zeiten haben das die Bewohner einer Gemeinde nämlich einfach selbst geregelt. Dem Störenfried wurde nahegelegt, dass er aufgrund seines Verhaltens in dieser Gemeinde nicht erwünscht ist und er doch bitte woanders hinziehen solle, da man sonst nicht für seine Sicherheit garantieren könne und ihm am Ende noch etwas passiert. Und das möchte doch niemand, oder? ;)

    Wenn auch dies nicht nützt und der Raser sich aus unerfindlichen Gründen für unantastbar hält, einfach mal rausfinden wo er in seiner Freizeit so hinfährt.(entfernt von der Redaktion) Ihr werdet sehen, diese gute alte Methode hilft immer und danach ist Ruhe. Bei mehreren Rasern muss man das natürlich bei all diesen Störenfrieden machen. Kompliziert, aber nicht unmöglich.

    Sollte man nicht genügend “Mitstreiter” finden um den Störenfried zur Rechenschaft zu ziehen, so sind zumindest der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt.: Rausfinden wo der Übeltäter sonst noch so hinfährt und irgendwo -(entfernt von der Redaktion) Auch in diesem Fall schadet es nicht eine anonymisierte Nachricht hinter den Scheibenwischer zu klemmen, mit dem freundlich gemeinten Hinweis er/sie möge doch künftig in der Max-Mustermann-Sraße bitte langsamer fahren. Ihr werdet sehen: DAS hilft definitiv. Ich spreche aus eigener Erfahrung und beide hier aufgeführten Beispiele kamen bereits erfolgreich zur Anwendung. Daher kann ich den Verfassern dieser Webseite auch eher weniger beipflichten bzgl. der Behauptung, dass es sich bei Bestrafung des Übeltäters um -ich zitiere- ” eine schlechte Idee” handeln soll. Im Gegenteil: Das ist die einzig gute Idee hier auf der Seite und -noch wichtiger- die einzig wirksame. Ich wünsche diesbezüglich gutes Gelingen!

  10. Maik B.
    Am 30. November 2020 um 14:30

    Durch unsere Ortschaft, Kleingesee in Oberfranken geht eine kerzengerade Strasse (Weinstrasse).
    14 Tage lang war das Verkehrsmessgerät aufgestellt – die Ergebnisse belegen schwarz auf weiß was man bisher dachte:

    52% der Fahrzeuge fahren schneller als 50km/h (in einer Tempo 30 Zone wohlgemerkt !) – den Pokal hat einer mit 83km/h abgeräumt.

    In diesem Fall ist auch kein Unterschied Ortsfremde oder Anwohner festzustellen – es scheint nahezu allen komplett egal zu sein.
    Man kann anscheinend machen was man will.

    Einfach nur traurig.

  11. Lars W.
    Am 27. August 2020 um 13:07

    Wenn Unfälle nicht mit der Ursache “erhöhte Geschwindigkeit” deklariert werden, kann das politischen Gremium nicht reagieren. Das Glück für das Gremium ist, dass es kaum die Ursache “erhöhte Geschwindigkeit” in der 30 Zone gibt. Bei uns in der 30 Zone ist ein sog. Sportwagen aus der Kurve geflogen und hat einen jungen Baum, der hinter dem Gehweg stand, umgepflügt. Die jungen Leute mussten aus dem 80k € teuren Sportwagen herausgeschnitten werden. Ich bin sogar zur der Polizei als Zeuge gegangen und habe dort mtgeteilt, dass ich diesen Wagen als notorischen Raser kenne. Ich habe den Unfall aber nicht mit eigenen Augen beobachtet. Was kam raus: Angeblich ein internistischer Notfall. Deswegen passiert hier in unserer 30 Zone seit sieben Jahren nichts. Insgesamt gab es drei weitere Unfälle mit Personenschäden, die aber nicht als erhöhte Geschwindigkeit deklariert werden. Meistens ist es so, wie es in der Zeitung steht: Wagen kam aus ungeklärter Ursache von der Straße ab. So wird sich nie was ändern. Das ganze System ist total verrückt. Meine Kinder dürfen erst alleine raus, wenn sie älter sind. So haben wir uns unser Leben in Deutschland nicht vorgestellt. Ich finde es muss ein elektronische Begrenzung in die Fahrzeuge. Ist technisch möglich. Aber in Deutschland muss man eher wegziehen, anstatt Dinge zum Positiven ändern.

  12. Lars W
    Am 27. August 2020 um 11:52

    Ich kann den beiden letzten Kommentatoren nur zustimmen. Jede Industrienanlage, jedes Gerät ist durch Verordnungen gegen Lärm gezügelt. Nur beim Straßenverkehr machen so einige mit Ihren Fahrzeugen was sie wollen und werden seit Jahren verschont. Keine staatliche Institution bringt uns Lärmgeplagten Linderung. Es gibt kaum Möglichkeiten die Auspuffe zu begrenzen, da viele sogar legal laut sind. Für mich ist das extremste und schädlichste Lobbyarbeit. Ich sehe aktuell nur eine Möglichkeit: Die Lärmopfer müssen sich wehren. Mein Vorschlag: Die Auspuffgangster mit den eigenen Mitteln schlagen. In jedem Ort sollten sich die Menschen zusammentun und Fahrzeuge, wie Motorräder auf Leihbasis organisieren, die sehr laut sind. Im Netz findet man sofort die lautesten Modelle. Mit diesen Modellen am besten nachts durch die ruhigen Wohnstraßen der Politiker fahren. Ich denke, wenn in jedem Ort die Verantwortlichen am eigenem Leib spüren, was in den letzten Jahren schiefgelaufen ist, so wird sich einiges ändern. Dann dauert es noch ein paar Jahre bis das Lärmvirus ausgemerzt ist.

    P.S.: Corona hat beim Beginn des Lockdowns mehr für die Lärmopfer gemacht, als alle bisherigen Maßnahmen. Traurig, oder ?

  13. Mario
    Am 21. Juli 2020 um 10:40

    Und was ist mit den Raudis die in einer 30er Zone extra Gas geben und auf Fußgänger darauflos fahren? Typen die sogar noch einen 20Tonner fahren?
    Neulich hat er fast meine Frau überfahren.

  14. Tom
    Am 3. Juli 2020 um 11:12

    Willkommen im Club,
    wir wohnen seit 22 Jahren in einer verkehrsberuhigten Zone, 3 Meter breit, keine Gehwege, Teilstrecken von 40-70 Metern. Bei 4-7 km/h müssten Fahrzeuge + Radfahrer 6-10 Sek. für diese Abschnitte benötigen. Tatsächlich sind es aber 1-4 sec.

    Zählen kann jeder, denn Geschwindigkeit = Weg / Zeit.

    Die gefahrene Geschwindigkeit beträgt i.d.R. 25-45 km/h. Paketdienste, Sozialdienste und städtische Versorgungsfahrzeuge sind die schnellsten. Aber auch von den in über 20 Jahren beobachteten ca. 30-40 Polizeifahrzeugen hielt sich nicht ein einziges an 4-7 km/h.
    Was wir unternommen haben:
    – die rasenden Nachbarn angesprochen: Ablehnung, „..20 km/h ist langsam genug…nix los hier“
    – freundliche Flyer verteilt: keine Reaktion
    – Ordnungsamt 12-15 angeschrieben: nicht zuständig, kein Unfallschwerpunkt, ignoriert
    – Polizei angeschrieben: kein Unfallschwerpunkt, Zeitmangel
    – gegen namentlich bekannte Raser 14x Strafanzeige gestellt, Polizei lädt Raser als Zeugen der dann sein Aussageverweigerungsrecht anwendet, alle Anzeigen ergebnislos eingestellt, anschließend Häufung von Sachschäden = Strafanzeige = niedergelegt,
    – 6 (sechs) x Dienstaufsichtsbeschwerde als Einschreiben mit Rückschein und Kopie an örtliche Presse, gegen rasende Polizeifahrzeuge parallel bei der obersten Polizei Kreisdienststelle und dem Landesinnenminister gestellt. Die erste Beschwerde 1998 wurde eingangsbestätigt, keine weitere Reaktion.
    Stadtvertreter angeschrieben – keine Reaktion
    Verkehrswacht angeschrieben – Eingangsbestätigung, keine Reaktion
    Die jährlichen 4-5 Verkehrstoten /100.000 Einwohner in unserer Kreisstatt, ergeben das 15-20 fache der Städte Bonn Dresden oder Münster. Statistisch verschwinden die Toten hier in der Kreisstatistik. Allen örtlichen Vertreter von Stadt, Land und Bund, Presse und Verbände haben wir die Fakten mitgeteilt, 2 Antworten des Bedauerns und 43 x Schweigen waren die Reaktion.
    Unter vier Augen, ohne Zeugen gesteht jede/r einzelne Zuständige, dass die örtliche Situation unhaltbar sei, aber jede Öffentlichkeit wird strikt vermieden und auch verleugnet.
    Fazit: 42 niedergelegte Strafanzeigen (100%), jeweilige Kosten genau 249,23€ für Gebühren, Zeit, Vergeltungsschäden – in 22 Jahren. Es lohnt nicht!
    Was unterscheidet dieses Land von einer korrupten Bananenrepublik?

  15. Heinz-Jörg
    Am 26. Juni 2020 um 15:35

    Schön lesbare Tips, doch leider zahnlos. Wenn der Raser rasen will, dann macht er das. Selbsthilfe verboten, so wird man hier zum Dummerjahn erzogen. Hier in dem Land kann doch jeder machen was er will, siehe Stuttgart.

  16. Sauerampfer
    Am 3. Juni 2020 um 16:26

    Leider, leider sieht es so aus, als ob man sowohl den Rasern als auch den Lärmfuzzis ungeschützt ausgesetzt bleibt.
    Gibt es nicht überkommunal die Möglichkeit eine Klage anzustrengen? Es muss doch auch eine Stadtverwaltung , die sich nicht darum bemüht, das Grundrecht ihrer Bürger auf Unversehrtheit zu schüzten, mal aus ihrer Lethargie geweckt werden können.
    (Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art. 2: “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.”)
    Jede immissionsschutzrechtlich zu beurteilende Anlage darf im Industriegebiet max. 70 dB (A) verursachen und dort lebt ja eigentlich niemand.
    In Kerngebieten ( also in Dörfern und Städten) sind es nachts sogar nur 45 dB (A) .
    Lt. Aussage im Spiegel (21.05.2020) will die Länderkammer einen Maximalwert von 80 Dezibel (db/A) durchsetzen, das entspricht in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkw. Scheuer lehnt auch das ab, wenn er sich gegen neue Verbote ausspricht. Die anderen Verbote sind die Sonntagsfahrverbote.
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    Es werden aufwändige Schallschutzwände gebaut, die wiederum wir alle zahlen und gleichzeitig wird einigen wenigen erlaubt die Menschheit mit Lärm und Raserei zu terrorisieren und das auch noch durch einen Minister bestätigt.

  17. Hornisse
    Am 17. April 2020 um 20:37

    Nur was tun wenn neben dem zu schnellen fahren auch noch Lärmbelästigung dazu kommt. Seit mehreren Tagen beobachte ich akustisch das auch zu später Stunde ein Wagen mit Vollgas und wie mir scheint frisiertem Auspuff durch eine 30er Zone brettert. Heute Nachmittag sah ich den Wagen durch die Strasse fahren. Dunkelgelber Sportwagen (vermute Ferrari) – KENNZEICHEN bekannt – fährt übervorsichtig über Bodenwelle und nach dem passieren hört man nur noch überlauten Auspuff und das wars. Was nützt mir da Blitzermarathon o.ä. Der wird geblitzt -wenn überhaupt- zählt 70 € kassiert vielleicht Punkt aber belästigt mit Lärm weiterhin die Ortschaft. Ich bin Motorradfahrer und einiges gewohnt aber das übersteigt alles. Also was tun????

  18. Mohrli
    Am 13. Februar 2020 um 11:26

    Hallo zusammen,auch uns geht es so seid 3,5 Jahren kämpfe ich gegen Bürgermeister,Ordnungsamt und Polizei.Bei und ist es so das die Straßenbreite ca 3,20m mit abgesenkten Bürgersteigen jetzt mit einer weißen Linie von der Straße getrennt damit die Autos nicht zu weit auf dem Gehweg parken.Die Gemeinde hat unsere Straße als Entlastungsstraße deklariert (was versteht man darunter).Frage wie kann man eine 30 Zone als Entlastungsstraße ausrufen und den ganzen Verkehr durch die enge Straße laufen lassen ohne Rücksicht auf die Anwohner bei uns ist der Gehweg noch kein 0,80m breit ich kann dem Busfahrer die Hand schütteln wenn er nicht gerade zu schnell ist.Nach mehreren Messungen bekammen wir von der Polizei die Antwort 35- 40 wäre noch im Rahmen was wir wollten man kann Autofahrer nicht erziehen dann sind die Messungen immer an Brückentagen und Verkehrsruhigen Stunden,wir fühlen uns veräppelt.
    Mache jetzt Schluß sonst werd ich wieder sauer aber wir machen weiter!

  19. anna
    Am 11. Dezember 2019 um 13:38

    Hallo
    Seid 2 Jahren habe ich mit der Gemeinde zu tun, da in unserer recht breiten 30er Zone konsequent schneller gefahren wird….zumeist ( nicht immer ) handelt es sich um Autos, LKW und Transporter, die geschlossene Schranken umgehen wollen…oder auch um Autofahrer,die aus ihren ruhigeren Seitenstrassen raus gefegt kommen und nicht darauf achten, dass es sich um eine 30er Zone handelt…unsere Strasse ist an manchen Stellen leider auch schwer als 30er Zone zu erkenen…
    Die Gemeinde hat sich zunächst insoweit Mühe gegeben alsadss sie für die Autofharer eine Zeitlang Geschwindigkeitserinnerungen aufgestellt haben, aber kamen zurück mit dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Kraftfaher deutlich unter 50km/h gefahren ist !!!!!!
    Wohlgemerkt 50km/h, was hier noch als absolute Toleranz gewertet wurde….HAMMER! Mein Einwurf, dass so etwas ja wohl nicht zu tolerieren sei, wurde u.a. mit folgender Aussage des Ortnungsamtes quitiert:”Sie müssen aufpassen, dass wir die 30 er Zone nicht wieder zur 50er Zone machen.”
    Soviel zur Hilfe der Gemeinde.
    Blitzerkontrollen sind angeblich an den Stellen nicht möglich, an denen es besonders wichtig wäre….: Hier, wo es abschüssig ist, stehen Bäume, und da kann man nicht messen, da es zu Verfälschungen der Werte kommen könnte.
    Leider werden Kontrollen ja auch im Radio oder Netz veröffentlicht…und so geben Messungen, die dann und wann durchgeführt werden, leider auch ein falsches Bild wieder.
    Mein Problem ist hier, auch wenn ich mir die Probleme der anderen Betroffenen anschaue, dass man als Betroffener tausend Instanzen aktivieren muss, um irgendwann mal , wenn man Glück hat, sein Recht auf 30km/h durchzusetzen…
    Ich frage mich, warum der Gesetzgeber Geschwindigkeitsüberschreitungen so lasch bestraft…..oder gar nicht…oder was auch immer.
    Warum wird in 30 er Zonen und auch in Innenstädten oder Autobahnen, nicht viel öfter geblitzt und zur Kasse gebeten….so wie in der Schweiz.
    Ist mir ein Rätsel.
    Vor allem muss man dann sagen, dass unsere neugewählte Bürgermeisterin beim Umweltausschuss sagte:”Ich weiss gar nicht, warum Sie sich alle aufregen, wir wohnen auch in der 30er Zone, da fahren auch alle schneller.”
    Tolle Bürgermeisterin!
    Über Hindernisse auf der Strasse wurde auch schon gesprochen…aber es verlief alles im Sande.
    Ich bin ein bisschen verzweifelt, denn ich komme so gar keinen Schritt weiter und werde immer vertröstet, dass ich noch zu warten habe…in gut 6 Jahren würde sich in unserem Ort sicher was tun…
    In diesem Sinne
    Schöne Grüsse

  20. Dajosl
    Am 21. August 2019 um 11:26

    Ich war gestern bei der Polizei zu ebenjenem Sachverhalt und wurde sehr freundlich behandelt.
    Vor allem meine Unsicherheit in Sachen “ich will nicht meckern” wurde mir gleich genommen mit dem Argument: wenn ein Kind tot gefahren wird, fragen wieder alle, warum keiner was gemacht hat.

    Zum Thema “freundliches Gespräch”: das haben wir natürlich im Vorfeld versucht (es handelt sich um Mitarbeiter einer Firma).
    Wir haben mit der Firma gesprochen, einzelne Fahrer aufgehalten und angesprochen und sind jedes Mal ganz frech angegangen worden.
    Ganz ehrlich, ich möchte mich da nicht selbst in Gefahr begeben, wo ich doch nichts falsch gemacht habe.

    Noch eine Bemerkung: ich wurde von der Polizei hierauf hingewiesen: [Link von der Redaktion entfernt]

    Man kann also auch in Bayern online Anzeige erstatten.

  21. Silke O.
    Am 5. August 2019 um 21:23

    Hallo.
    Ich wohne in der Nähe einer Grundschule, in einer 30ger Zone ohne Radweg. Hier rasen die Autos auch morgens zur Schulzeit mir mehr als 50kmh… meistens mit Kinder im Auto.
    Der Satz aus den obigen Text:
    “Allerdings gibt es dort diesen Nachbarn, der keine Kinder hat und es nichteinsieht, sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten”, ist totaler Blödsinn- ich hoffe das weiß die Autorin. Meine Nachbarin knallt morgens mit 60-70 durch die Straße, wenn sie ihr Kind 500m weiter zur Schule fahren muss.
    … ich bin die kinderlose Nachbarin und habe dafür überhaupt kein Verständnis.

  22. Alex
    Am 27. Juni 2019 um 8:54

    Wir sind vor 4 Jahren aus einem Gewerbegebiet in eine 30er Zone mit einem zusätzlichen Verbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gezogen,
    in der Hoffnung hier Ruhe zu bekommen.
    Die umliegenden Handwerker und andere Gewerbetreibende ignorieren dies aber. Drauf angesprochen wird man angepöbelt, beleidigt als Dorf Sheriff, etc. beschimpft!
    Die Sache mit den LKW konnte ich zur Anzeige bringen….dafür wird umso mehr mit den Fahrzeugen der Sprinter Klasse, stellenweise auch mit Anhänger hier mit 50-60 gefahren. Der Verkehrs Ordnungsdienst unserer Stadt reagiert weder auf Anrufe noch auf 3 Mails.
    Ich habe dort extra auf eine Uhrzeit hingewiesen wo die Verstösse am häufigsten sind,
    das ein bloßes anhalten dieser Fahrzeuge ja ausreichen würde,
    da bei den Fahrzeugen mit Anhänger ja nur der Fahrtenschreiber ausgewertet werden müsste…..!!
    Wenn für die 45 Meter an unserer Einfahrt vorbei nur 2-3 Sekunden benötigt werden….ist das zu schnell.
    Da brauche ich kein Blitzer.
    Aber, nichts passiert hier.

  23. Straßenfeger
    Am 6. Juni 2019 um 10:08

    Ich frage mich immer warum ein fester Blitzer nur etwa 10 Meter braucht um rechtskräftig zu blitzen, und ein mobiler Blitzer 150 Meter. An der Technik kann es nicht liegen!
    Es hilft tatsächlich nur, innerorts die Autos versetzt auf der Straße zu parken.
    Komisch, wenn der Gesetzgeber zuerst was anordnet (30 km/h) und dann die Anwohner lächerlich macht die nur versuchen wollen, dass diese Vorgabe auch wirklich eingehalten wird.

  24. William W.
    Am 1. Juni 2018 um 14:44

    Hier auf Nordstrand gibt es viele die das Gesetz in eigener Hand nehmen und rasen. Die Straßen auf Nordstrand sind schon recht eng, aber es wird wie wild gerast. An der Schule steht von 07:00 bis 14:00 Uhr 30 km/h, nix da, teilweise fahren die hier über 60 km/h. Aber es wird hier auch nicht kontrolliert. Die Raser sind Einheimische so wie Urlauber. Wann wird hier mal eine Blitzersäule an mehrere Stellen aufgebaut damit die Raserei aufhört.

  25. Caren K.
    Am 15. Januar 2018 um 10:28

    Hallo,
    ich bin in der gleichen Situation wie die Mehrheit der Verfasser. 30iger Zone, kein Fußweg, Altenheim in unmittelbarer Nähe. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 50km/h und mehr. Die Ignoranz ( oder doch ehr Arroganz ) der Autofahrer ist so groß, dass sie in Teilen mit überhöhter Geschwindigkeit auf dich zu jagen und dich nötigen, auf die Berme zu springen. Dies ist nicht nur mir, sondern auch anderen Personen ( Nachbarn, Freunden ), passiert. Auch diese häufig verwendete Argument: man könne die Geschwindigkeit nicht abschätzen, kenne ich zur genüge. Ich denke, jeder kann gravierende Unterschiede erkennen ! Jetzt mal eine Frage, wenn man sich an den ” Leitfaden ” hält, allerdings erfolglos bleibt, wer ist dann – falls es doch zu einem Unfall kommt – neben dem Autofahrer, in die Haftung zu nehmen. Man verweist ja auf eine Gefahrenquelle und wenn diese, von Seiten der Kommune, Polizei… , gekonnt ignoriert wird, gibt es da nicht eine Art der ” Mitschuld ” ?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 31. Januar 2018 um 17:44

      Hallo Caren,

      wir dürfen an dieser Stelle keine kostenlose Rechtsberatung anbieten. Aus diesem Grund müssen wir Sie an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht verweisen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. SmoF
    Am 28. Juli 2017 um 17:55

    Wir sind die einzigen Anwohner an einem asphaltierten Weg, der vor ein paar Jahren am Ende unseres Grundstücks zum Wirtschaftsweg umgewidmet wurde.

    Ob Nachbarn, Betrunkene, “Drogisten” oder eilige “Abkürzer” – hier fühlen sie sich aufgrund der sie umgebenden Natur als einziges Lebewesen auf diesem Planeten.

    Die gefahrenen Geschwindigkeiten sind unfassbar:
    Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ältere Spaziergänger, Mütter mit Kinderwagen oder Kinder auf Ponies zum Opfer dieser ignoranten Rennfahrer-in-spe werden.

    Wie auch bei einigen meiner Vorredner interessiert das unsere Gemeindekasperl noch nicht mal am Rande.
    Einer der schlimmsten Raser befährt zudem tagtäglich mit schweren LKW den eigentlich verbotenen Weg.
    Zuständig für die Bezahlung im Falle einer notwendigen Instandsetzung des Weges durch die Gemeinde wären … WIR.

    Das macht bitter und nimmt jegliches Vertrauen in die, die uns Normalbürger verwalten.
    Wir fühlen uns machtlos … und die Täter werden gepampert.
    Wir haben von Ordnungsamt über Polizei, Bürgermeister und Presse alle Schritte ergebnislos durchlaufen.
    Bunte Blümchen, Windräder … alles, was auf die Anwesenheit von Kindern hinweist wurde getan.
    Ergebnislos.

    Auf jeden schließlich durch Anzeige vergrämten Straßenrowdy erscheinen zwei neue.
    Wir wissen schon längst keinen Rat mehr.

  27. Unfähigkeit der Politik
    Am 29. März 2017 um 18:52

    Nach eigener Aussage der Polizei werden in wohnberuhigten Zonen (Wohn-Spielstrasse) keine Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Zur Begründung wurde angegeben das es keine definierte Geschwindigkeit in diesen Bereichen gibt. Daher gibt es vor Gericht keinen Tatbestand. Hier ist die Politik gefordert und muss eine max. Geschwindigkeit vorgeben. Z.B. 6 km/h.
    Ohne eine derartige Definition wird nichts unternommen.

  28. Autofahrerin
    Am 2. Februar 2017 um 14:42

    Welche Chance haben wir noch, wenn der Bürgermeister schweigt, das Ordnungsamt Ignoranz zeigt und die regionale Zeitung nicht – wie zugesagt – eine unabhängige Prüfung vor Ort durchführt, sondern lediglich das Ordnungamt befragt? Nachdem wir uns hilfesuchend an die zuständigen Behörden wendeten, um endlich die Einhaltung der Geschwindigkeit regelmäßig zu kontrollieren und damit eine Verkehrsberuhigung zu erwirken, teilte uns nun ein Angestellter der Stadt mit, dass wir die Füsse still halten sollten, da wir auf der schwarzen Liste stehen !!!! In den vergangenen 2 Jahren erfolgte viel email-Verkehr mit den Behörden, was zwar dazu führte, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt wurde, aber die Einhaltung nicht überwacht wird. 1 – 2 Blitzaktionen im Jahr, die jedoch realitätsfremd sind, da die Ankündigungen in den Medien und sozialen Netzwerken die Autofahrer warnten. Kaum waren die Blitzaktionen beendet, wurde wieder gerast. Wir wohnen in der Ortsmitte an einer Durchgangsstraße, die durch eine neu gebaute Umgehungsstraße entlastet werden sollte. Leider ist dies nicht so, so dass täglich mindesten 5 – 6 tausend Fahrzeuge durch den Ort fahren. Die Geschwindigkeit ist in der Ortmitte auf 30 berenzt, was jedoch nur von Wenigen eingehalten wird. Fahren wir als Anwohner 30, werden wir entweder angehupt oder überholt!! Es gibt ein LKW-Fahrverbort über 7,5 t, was täglich massenhaft mißachtet wird. Es gibt anstatt einer Ampel seit kurzem einen überfahrbaren Kreisel (für Bus gedacht), der von vielen einfach “überrast” und als Überholmanöver genutzt wird. Es wird mit weit überhöhter Geschwindigkeit tagsüber, vor allem auch in den Abend- Nacht und frühen Morgenstunden durch den Ort gerast, was zu Ruhestörungen, starker Gefährdung auf schmalen Gehwegen für Fußgänger und Schulkinder sowie gefährliches Ein- und Ausfahren in die Hofeinfahren führt. Leider beruft sich das Ordnungsamt stets auf die Statistiken der “angemeldeten” Blitzaktionen, so dass man von “EINZELFÄLLEN” spricht. Dazu kommt noch, dass 20 % Überschreitungen von vorneherein einkalkuliert werden. Ein fest installierter Blitzer ist somit nicht relevant. Wir haben die zuständigen Herren zu uns eingeladen, um sich ein realistisches Bild zu machen, doch es besteht leider keinerlei Interesse. Was können wir noch tun? Dass man versuchte, uns einzuschüchtern mit dem Hinweis, auf der schwarzen Liste zu stehen, soll uns wahrscheinlich davon abhalten, weitere Schritte zu gehen. Vielen Dank für einen Tipp.

    • Gesetzestreuer
      Am 14. März 2018 um 22:26

      Hallo, was hat denn der Gemeindemitarbeiter mit “schwarzer Liste” gemeint? Hat er gedroht ?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 6. Februar 2017 um 14:28

      Hallo,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung anbieten und verweisen an dieser Stelle daher an einen Anwalt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  29. Lutz K.
    Am 23. Februar 2016 um 20:46

    Leider hilft ihr Leitfaden in Schleswig-Holstein speziell in Lübeck nicht. Hier wurde mehrfach, durch Gespräche, einschalten der Behörden und örtlichen Polizei versucht, eine Massnahme gegen nächtliche Ruhestörungung in der Ortsdurchfahrt Groß Steinrade, durch Raser zu erwirken. Das Resultat war gleich null, da sogar die Polizeibeamte, bei dem Versuch eine Anzeige zu erstatten, sich vor die Raser stellten….Und wir befinden uns nicht in Sachsen….

  30. Genervter Anwohner
    Am 10. Februar 2016 um 14:53

    Wir wohnen im Landkreis München in einer 30er-Zone, an die vorgeschriebene Geschwindigkeiten halten sich die wenigsten, drastische Überschreitungen sind an der Tagesordnung, doch weder die Polizei (wir haben schon mehrfach das blitzende Personal angesprochen im Ort und gebeten, doch mal eine Messung durchzuführen, das wurde abgelehnt, das läge nicht im Ermessen des Polizeibeamten) noch die Gemeinde interessiert´s (hier wird behauptet, dass man das geprüft habe und keine nennenswerten Überschreitungen gegeben seien).

    Gestern dann habe ich wieder mal einen Polizisten von der Verkehrsüberwachung angesprochen, der auf der Hauptstraße geblitzt hat. Das war das erste mal, dass ich mich ernst genommen gefühlt habe – und – man mir gesagt hat, was ich genau tun soll, damit was passiert. Der Polizist sagte, dass er das am nächsten Tag auch in der Dienststelle abklären würde und eine Messung vornehmen würde (habe ihm angeboten, dass er sich auch gerne in unsere Einfahrt stellen kann, auf das Angebot kommt er zurück, viele Bürger seien ja froh, wenn sie endlich mal eine Kontrolle durchführen, meinte er), ich soll aber eine Unterschriftensammlung samt Anschreiben mit Antrag auf Geschwindigkeitskontrollen an das Bayr. Innenministerium schicken, diese werde dann eine Messung anordnen. Für Gemeinden und auch die örtliche Polizei sei sowas ja mit Arbeit verbunden, die man gerne vermeidet, mit dem Antrag beim Innenministerium kommt aber keiner aus, zumal man sich im Innenministerium nicht irgendwann Vorwürfe machen lassen möchte (… muss erst was passieren…). Den Entwurf habe ich schon fertig, ich werde ihn heute mal mit einigen Nachbarn besprechen, ob es noch Ergänzungs- oder Änderungswünsche gibt, dann geht das Schreiben zügig raus.

    Was das Thema “Raser ansprechen” anbelagt, so würde ich auch davon abraten, allein der Fingerzeig auf das 30er-Schild führt oftmals dazu, dass man z.B. den Stinkefinger gezeigt bekommt, wüst beschimpft wird und dann erst recht noch mehr Gas gibt. Unsere Straße ist auch ein gerne genutzer Schleichweg zur Umgehung der Ampeln auf der Hauptstraße, der Verkehr wird dadurch immer stärker. Unseren Nachbarssohn habe ich schon mehrfach gerade noch rechtzeitig von der Straße runtergezogen. Wirklich prikelnd finde ich das nicht, aber mit etwas Glück kommt ja jetzt Bewegung ins Spiel.

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