Wer mit 120 km/h zu schnell unterwegs ist, muss womöglich vor Gericht

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 11. März 2020

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Wenn ein Tempoverstoß nicht mehr als Ordnungswidrigkeit gewertet wird

Sie sind 120 km/h oder mehr zu schnell gefahren? Dafür könnten Sie vor Gericht landen.
Sie sind 120 km/h oder mehr zu schnell gefahren? Dafür könnten Sie vor Gericht landen.

Überhöhte Geschwindigkeit in Kombination mit einem zu geringen Sicherheitsabstand kann schnell zu einem Unfall führen. Geringe Verstöße werden oft nur mit einem Verwarnungsgeld sanktioniert. Einige Autofahrer lassen sich allerdings nicht einmal von den hohen Geldbußen abschrecken, die bei gravierenden Tempoverstößen drohen. Unter Umständen müssen diese ihren Führerschein dann sogar für ein Fahrverbot abgeben.

Doch die Folgen können noch weitaus drastischer ausfallen als ein Bußgeld und Punkte in Flensburg: Fahren Sie zum Beispiel 120 km/h zu schnell etwa auf der Autobahn, warten Sie womöglich vergebens auf einen Bußgeldbescheid. Stattdessen könnten Sie in so einem Fall Post von der Staatsanwaltschaft bekommen.

FAQ: Die Geschwindigkeit um 120 km/h überschritten

Welche Sanktionen sieht der Bußgeldkatalog für 120 km/h zu schnell vor?

Wenn Sie 120 km/h schneller fahren als erlaubt, müssen Sie innerorts mit 680 und außerorts mit 600 Euro Bußgeld rechnen. Unabhängig davon, wo Sie die Geschwindigkeitsüberschreitung begangen haben, werden zwei Punkte in Flensburg eingetragen und Sie müssen den Führerschein für ein dreimonatiges Fahrverbot abgeben.

Kann das Bußgeld auch höher ausfallen?

Ja, wenn die Behörde von Vorsatz ausgeht, darf sie das Bußgeld verdoppeln. Dann werden für so einen Verstoß, den Sie außerorts begangen haben, 1200 Euro fällig. Innerorts sind es sogar 1360 Euro. Die Nebenfolgen sind dieselben.

Kann mir eine Straftat vorgeworfen werden?

Ja, Ihnen kann bspw. ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen vorgeworfen werden. Mehr dazu und zur möglichen Strafe lesen Sie hier.

Bußgeldtabelle: 120 km/h zu schnell gefahren

Ver­stoßBuß­geldPunk­teFahr­ver­botLohnt ein Einspruch?
120 km/h oder mehr zu schnell außer­orts600 € / 1.200 €*23 Monate3 MHier prüfen
120 km/h oder mehr zu schnell inner­orts680 €/ 1.360 €*23 Monate3 MHier prüfen
* Die Regel­buße, die der Bußgeld­katalog vorsieht, kann bei Vorsatz verdoppelt werden. Ein Vorsatz ist in der Regel anzunehmen, wenn ein Fahrer bei einer Geschwindig­keits­über­schreitung mehr als doppelt so schnell fährt wie örtlich erlaubt
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Bußgeldrechner: Das Tempo um 120 km/h überschritten

Hinweis: Dieser Rechner bezieht sich auf den neuen Bußgeldkatalog, der seit Inkrafttreten der StVO-Novelle galt. Hinweise zu den alten Sanktionen finden Sie in den Bußgeldtabellen, die wir auf unserer Seite zur Verfügung stellen.

120 km/h zu schnell: Eine Strafe ist sogar nach Strafgesetzbuch denkbar

120 km/h zu schnell können als Straftat gewertet werden.
120 km/h zu schnell können als Straftat gewertet werden.

Wer etwa 120 km/h oder mehr zu schnell fährt, überschreitet die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Regel weit. In der Tat ist dann eine Anklage nach Strafgesetzbuch (StGB) möglich. Diese könnte auf zweierlei Tatbeständen fußen:

  • Der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen nach § 315d Abs. 1 Nr. 2 StGB
  • Nicht angepasster Geschwindigkeit sowie grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Verhalten nach § 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB

Sollten Sie also 120 km/h zu schnell gefahren sein und Sie erhalten eine Anklage wegen einer der zuvor genannten Punkte, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Verkehrsrecht wenden. Dieser kann vor Gericht versuchen, eine möglichst geringe Strafe für Sie zu erreichen. Denn bei so einer Straftat sind bis zu zwei Jahre Gefängnis möglich. Alternativ können die Richter eine Geldstrafe verhängen.

Übrigens werden Verkehrsstraftaten in aller Regel mit drei Punkten in Flensburg bestraft. Das Gericht darf etwa bei 120 km/h zu schnell außerdem die Entziehung der Fahrerlaubnis anordnen. Diese erhalten Sie dann nicht automatisch zurück, sondern müssen diese bei Ablauf der dazugehörigen Sperrfrist neu beantragen. Dies kann an eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) geknüpft sein.

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Glück gehabt – Die Geschwindigkeitsüberschreitung wird als Ordnungswidrigkeit gewertet

Wenn Sie 120 km/h zu schnell außerorts fahren, kostet Sie das mindestens 600 Euro Bußgeld.
Wenn Sie 120 km/h zu schnell außerorts fahren, kostet Sie das mindestens 600 Euro Bußgeld.

Werfen Ihnen die Behörden weder ein illegales Straßenrennen, noch grob verkehrswidriges Verhalten vor, kommt eine Sanktionierung laut aktuell geltendem Bußgeldkatalog in Frage. Dieser sieht die gleichen Geldbußen für Tempoverstöße ab 70 km/h über dem Limit vor – egal, ob Sie 120 km/h oder 130 km/h zu schnell gefahren sind.

Bei solchen Geschwindigkeitsüberschreitungen drohen innerhalb von geschlossenen Ortschaften 680 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg sowie drei Monate Fahrverbot. Außerorts sind es 600 Euro Bußgeld. Die Nebenfolgen sind dieselben. Allerdings hat die Bußgeldstelle die Möglichkeit, die Bußgelder, die lediglich Regelsätzen entsprechen, zu erhöhen.

Bei Vorsatz darf sie diese sogar verdoppeln. Wenn Sie also bspw. 120 km/h zu schnell fahren, können die Bußgelder auf 1200 (außerorts) bzw. 1360 Euro (innerorts) erhöht werden.

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