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Geschwindigkeitsüberschreitung: Bußgelder 2021

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 13. Oktober 2021

Update: Der Bundesrat hat der Kompromisslösung der Verkehrsminister zugestimmt. Auf Temposünder kommt künftig zwar kein neues Fahrverbot zu, aber teils bis zu doppelt so hohe Bußgelder. Mehr dazu erfahren Sie in unserer News “Neuer Bußgeldkatalog vom Bundesrat beschlossen: Weg frei für neue Bußgelder”.

Pkw: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts – aktuelle Bußgelder:

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFverbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h10 €eher nicht
… 11 - 15 km/h20 €eher nicht
… 16 - 20 km/h30 €eher nicht
… 21 - 25 km/h70 €1Hier prüfen
… 26 - 30 km/h80 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 31 - 40 km/h120 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 41 - 50 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h240 €21 Monat1 MHier prüfen
… 61 - 70 km/h440 €22 Monate2 MHier prüfen
über 70 km/h600 €23 Monate3 MHier prüfen
Die StVO-Novelle sieht andere Geschwindigkeitsbußgelder vor. Hier können Sie die Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße außerorts gemäß der StVO-Novelle nachlesen.
*Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.
Am 16. April 2021 wurde eine Korrektur der StVO-Novelle mit neuen Bußgeldern von Bund und Ländern ausgearbeitet. Diese neuen Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen können Sie in der nächsten Tabelle nachlesen. Sie gelten aktuell aber noch nicht.

Pkw: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts – geplante Bußgelder durch StVO-Novelle:

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFverbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h20 €eher nicht
… 11 - 15 km/h40 €Hier prüfen
… 16 - 20 km/h60 €Hier prüfen
… 21 - 25 km/h100 €1Hier prüfen
… 26 - 30 km/h150 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 31 - 40 km/h200 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 41 - 50 km/h320 €21 Monat1 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h480 €21 Monat1 MHier prüfen
… 61 - 70 km/h600 €22 Monate2 MHier prüfen
über 70 km/h700 €23 Monate3 MHier prüfen
* Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.
>>> alter Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsverstöße (außerorts)
Achtung: Diese neuen Bußgelder für eine Geschwindigkeitsüberschreitung werden aktuell noch nicht angewandt. Sie werden wahrscheinlich im November 2021 in Kraft treten. Aktuell gelten diese alten Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts.

Pkw: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts – aktuelle Bußgelder:

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h15 €eher nicht
... 11 - 15 km/h25 €eher nicht
... 16 - 20 km/h35 €eher nicht
... 21 - 25 km/h80 €1Hier prüfen
... 26 - 30 km/h100 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
... 31 - 40 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
... 41 - 50 km/h200 €21 Monat1 MHier prüfen
... 51 - 60 km/h280 €22 Monate2 MHier prüfen
... 61 - 70 km/h480 €23 Monate3 MHier prüfen
über 70 km/h680 €23 Monate3 MHier prüfen
Die StVO-Novelle sieht andere Geschwindigkeitsbußgelder vor. Hier können Sie die Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße innerorts gemäß der StVO-Novelle nachlesen.
*Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.
Am 16. April 2021 wurde eine Korrektur der StVO-Novelle mit neuen Bußgeldern von Bund und Ländern ausgearbeitet. Diese neuen Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen können Sie in der nächsten Tabelle nachlesen. Sie gelten aktuell aber noch nicht.

Pkw: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts – geplante Bußgelder durch StVO-Novelle:

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h30 €eher nicht
... 11 - 15 km/h50 €Hier prüfen
... 16 - 20 km/h70 €Hier prüfen
... 21 - 25 km/h115 €1Hier prüfen
... 26 - 30 km/h180 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
... 31 - 40 km/h260 €21 Monat1 MHier prüfen
... 41 - 50 km/h400 €21 Monat1 MHier prüfen
... 51 - 60 km/h560 €22 Monate2 MHier prüfen
... 61 - 70 km/h700 €23 Monate3 MHier prüfen
über 70 km/h800 €23 Monate3 MHier prüfen
* Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.
>>> alter Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsverstöße (innerorts)
Achtung: Diese neuen Bußgelder für eine Geschwindigkeitsüberschreitung werden aktuell noch nicht angewandt. Sie werden wahrscheinlich im November 2021 in Kraft treten. Aktuell gelten diese alten Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts.

Pkw mit Anhänger: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h15 €eher nicht
… 11 - 15 km/h25 €eher nicht
… 16 - 20 km/h70 €1Hier prüfen
… 21 - 25 km/h80 €1Hier prüfen
… 26 - 30 km/h95 €1Hier prüfen
… 31 - 40 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
… 41 - 50 km/h240 €21 Monat1 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h440 €22 Monate2 MHier prüfen
über 60 km/h600 €23 Monate3 MHier prüfen
Die StVO-Novelle sieht andere Sanktionen vor. Hier können Sie die geplanten Bußgelder gemäß der StVO-Novelle nachlesen.

Pkw mit Anhänger: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h20 €eher nicht
… 11 - 15 km/h30 €eher nicht
… 16 - 20 km/h80 €1Hier prüfen
… 21 - 25 km/h95 €1Hier prüfen
… 26 - 30 km/h140 €21 Monat1 MHier prüfen
… 31 - 40 km/h200 €21 Monat1 MHier prüfen
… 41 - 50 km/h280 €22 Monate2 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h480 €23 Monate3 MHier prüfen
über 60 km/h680 €23 Monate3 MHier prüfen
Die StVO-Novelle sieht andere Sanktionen vor. Hier können Sie die geplanten Bußgelder gemäß der StVO-Novelle nachlesen.
Weitere Bußgelder für Pkw mit Anhänger finden Sie in unserem Anhänger-Bußgeldkatalog.

Lkw über 3,5 t: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h15 €eher nicht
... 11 bis 15 km/h25 €eher nicht
... 16 bis 20 km/h70 €1Hier prüfen
... 21 bis 25 km/h80 €1Hier prüfen
... 26 bis 30 km/h95 €1Hier prüfen
... 31 bis 40 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
... 41 bis 50 km/h240 €21 Monat1 MHier prüfen
... 51 bis 60 km/h440 €22 Monate2 MHier prüfen
... über 60 km/h600 €23 Monate3 MHier prüfen
Im Zuge der StVO-Novelle ist eine Erhöhung der Bußgelder zum Spätsommer 2021 vorgesehen. Die geplanten Bußgelder finden Sie hier!

Lkw über 3,5 t: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h20 €eher nicht
... 11 bis 15 km/h30 €eher nicht
... 16 bis 20 km/h80 €1Hier prüfen
... 21 bis 25 km/h95 €1Hier prüfen
... 26 bis 30 km/h140 €21 Monat1 MHier prüfen
... 31 bis 40 km/h200 €21 Monat1 MHier prüfen
... 41 bis 50 km/h280 €22 Monate2 MHier prüfen
... 51 bis 60 km/h480 €23 Monate3 MHier prüfen
... über 60 km/h680 €23 Monate3 MHier prüfen
Im Zuge der StVO-Novelle ist eine Erhöhung der Bußgelder zum Spätsommer 2021 vorgesehen. Die geplanten Bußgelder finden Sie hier!

Weitere Bußgelder für eine Geschwindigkeitsübertretung mit dem Lkw, Bus oder Wohnmobil finden Sie in hier:

 
Außerdem: Können Sie eigentlich auch mit einem Fahrrad eine Geschwindigkeitsüberschreitung begehen?

Strafen bei spezifischen Verkehrssituationen:

Ver­stoßBuß­geldPunktePktWeitere Folgen
Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigtem Bereich nicht eingehalten, sofern nicht mehr als 10 km/h zu schnell (PKW)Geschwin­digkeit in verkehrs­beruhig­tem Bereich nicht ein­gehalten, sofern nicht mehr als 10 km/h zu schnell (PKW)20 €
geplantes Bußgeld: Inner­orts beim Rechts­abbie­gen nicht Schritt­ge­schwin­dig­keit ge­fahren (LKW)70 €1
Geschwin­digkeit trotz Bahn­übergang,
beson­deren Verhält­nissen auf Straßen oder schlech­ten Sicht­verhältnissen nicht angepasst
100 €1
... mit Gefähr­dung 120 €1
... mit Sachbe­schädigung145 €1
Kinder, Hilfsbe­dürftige und Ältere gefährdet durch zu hohes Tempo, mangelnde Bremsbe­reitschaft oder ungenü­genden Seiten­abstand80 €1
Ohne triftigen Grund so langsam gefahren, dass der reibungs­lose Verkehrsfluss behindert wurde20 €
Radarwarn- oder Laser­störgerät betrieben oder betriebs­bereit mitgeführt75 €1zusätzlich Beschlagnahme und Vernichtung des Gerätes möglichzusätz­lich Beschlag­ nahme und Ver­nich­tung des Ge­rätes mög­lich

FAQ: Geschwindigkeitsüberschreitung

Welche Bußgelder drohen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung?

Wenn Sie außerorts zu schnell gefahren sind, droht Ihnen laut Bußgeldkatalog ein Bußgeld von 10 bis 600 Euro. Sind Sie innerorts zu schnell gefahren, kostet Sie das zwischen 15 und 680 Euro Bußgeld. Ab 21 km/h zu schnell gibt es sowohl außer- als auch innerorts einen Punkt. Ein Fahrverbot droht außerorts ab 41 km/h zu viel und innerorts ab 31 km/h zu viel. Details zu den Bußgeldern für Geschwindigkeitsüberschreitungen finden Sie in unseren Geschwindigkeitstabellen.

Ab wann werden Sie bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt?

Theoretisch können Sie bereits ab 1 km/h zu schnell geblitzt werden. Je nach Blitzer und gefahrener Geschwindigkeit wird aber eine Toleranz von 3 km/h oder 3 bis 5 % der gefahrenen Geschwindigkeit abgezogen. Hier erfahren Sie mehr zum Toleranzabzug.

Wann verjährt eine Geschwindigkeitsüberschreitung?

Gemäß § 26 StVG verjährt eine Geschwindigkeitsüberschreitung nach 3 Monaten, wenn Sie innerhalb dieser Zeit keinen Bußgeldbescheid erhalten haben. Danach nach 6 Monaten. Diese Frist kann aber z. B. unterbrochen werden, wenn der Fahrer (= Täter) in dieser Zeit z. B. einen Anhörungsbogen bekommt. Hier erfahren Sie mehr über die Verjährungsfristen.

Geschwindigkeits­überschreitung nach § 3 Abs. 1, 2 & 4 StVO

Mit dem Auto bei hoher Geschwindigkeit unterwegs? Das Unfallrisiko steigt durch die Geschwindigkeitsüberschreitung.
Mit dem Auto bei hoher Geschwindigkeit unterwegs? Das Unfallrisiko steigt durch die Geschwindigkeitsüberschreitung.

Deutsche Autofahrer nehmen es mit der Geschwindigkeit oftmals nicht allzu genau und Rasen kann fast schon als Volkssport angesehen werden. Denn es gibt keine andere Ordnungswidrigkeit, die so oft für einen Bußgeldbescheid oder ein Fahrverbot verantwortlich ist wie die Geschwindigkeitsüberschreitung und so hagelt es tagtäglich Bußgelder, Punkte oder Fahrverbote.

Doch ein Verstoß gegen das Tempolimit ist kein Kavaliersdelikt und kann schnell eine teure Angelegenheit werden.

Aber mit welchen Strafen müssen Temposünder rechnen? Wann droht ein Fahrverbot? Gibt es Unterschiede zwischen der Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts und einer außerorts? Und was ist besonders für Fahranfänger wichtig, die 20, 10 oder 5 km/h zu schnell gefahren sind und geblitzt wurden? Unser Ratgeber zum Thema Geschwindigkeitsüberschreitung liefert viele wichtige Informationen und Antworten.

Was meinen Sie: Sollten Verstöße härter bestraft werden?

Welche Höchstgeschwindigkeit gilt außerorts?

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit außerorts beträgt 100 km/h
Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit außerorts beträgt 100 km/h

Der Bußgeldkatalog unterscheidet eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts und eine Übertretungen des Tempolimits außerhalb geschlossener Ortschaften. Doch welche Geschwindigkeit ist außerorts überhaupt erlaubt?

Die Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften liegt laut § 3 Absatz 3 Ziffer 2 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) bei 100 km/h (für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen), darüber hinaus gilt für Kfz-Fahrer auf Autobahnen eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.

Hierbei handelt es sich, wenn nicht durch Verkehrsschilder anders vorgegeben, um eine empfohlene maximale Geschwindigkeit, also keine fest definierte Geschwindigkeitsbegrenzung. Stehen hier jedoch Schilder, die eine maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit vorgeben, so ist diese verbindlich, die Empfehlung der Richtgeschwindigkeit ist aufgehoben. Doch viele Autofahrer halten sich nicht an die Geschwindigkeitsvorgaben, entsprechend werden diese auch häufig geblitzt – außerorts wie innerorts.

Wer bis zu 20 km/h zu schnell gefahren ist und auf der Autobahn geblitzt wurde, muss für den Verstoß laut Bußgeldkatalog zwischen 10 und 30 Euro Bußgeld zahlen. Wer noch schneller unterwegs ist, muss mit deutlich höheren Bußgeldern sowie Punkten in Flensburg rechnen.

Wird ein Fahrer außerorts mit 41 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit und mehr geblitzt, blüht ihm zudem ein Fahrverbot. In unserer Bußgeldtabelle sehen Sie im Detail die jeweils drohenden Sanktionen (Kosten, Punkte, Fahrverbote) die der Bußgeldkatalog bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts bereithält.

Spezielle Informationen zum Thema Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts:

Welche Höchstgeschwindigkeit gilt innerorts?

Alles auf einen Blick mit unserer Infografik zum Bußgeldkatalog "Geschwindigkeitsüberschreitung". Einfach auf das Bild klicken.
Alles auf einen Blick mit unserer Infografik zum Bußgeldkatalog “Geschwindigkeitsüberschreitung”. Einfach auf das Bild klicken.

Wer innerorts geblitzt wird, weil er zu schnell gefahren ist, muss im Vergleich zu einem Verstoß außerorts laut Bußgeldrechner und -katalog mit höheren Bußgeldern rechnen.

Der Grund hierfür ist, dass innerhalb geschlossener Ortschaften ein anderes Gefahrenpotenzial vorliegt als außerorts. § 3 Absatz 3 Ziffer 2 StVO schreibt innerorts eine zulässige Höchstgeschwindigkeit für Pkw, Motorrad und alle anderen Kraftfahrzeuge von 50 km/h vor.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts kann es schnell richtig teuer werden, wobei für Verkehrssünder, die bis zu 20 km/h zu schnell waren, Bußgelder zwischen 15 und 35 Euro fällig werden. Punkte oder gar ein Fahrverbot wegen geringer Geschwindigkeitsüberschreitung sieht der Bußgeldkatalog bei diesen Verstößen noch nicht vor.

Doch wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 21 km/h und mehr überschritten, steigen die Bußgelder Schritt für Schritt an und obendrein drohen Punkte in Flensburg sowie Fahrverbote.

Der Bußgeldtabelle am Anfang des Ratgebers können Sie die jeweiligen Sanktionen (Geldbuße, Punkte, Fahrverbote) aus dem Bußgeldkatalog für die Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts entnehmen.

Zu schnell gefahren und geblitzt? Innerorts wie außerorts werden durch fest installierte (stationäre) Blitzer die jeweiligen Strafen für ein Geschwindigkeitsverstöße ermittelt und geahndet – sowie durch mobile Geschwindigkeitsüberwachungen mittels Lasermessung.

Geschwindigkeitsüberschreitung in besonderen Verkehrssituationen

Der Bußgeldkatalog sieht für Geschwindigkeitsüberschreitungen aber noch weitere Sanktionen vor, die sich auf spezifische Verkehrssituationen beziehen.

Wer beispielsweise an angekündigten Gefahrenstellen wie Bahnübergängen, Kreuzungen oder auch bei schlechten Sichtverhältnissen zu schnell gefahren ist, muss mit einem höheren Bußgeld wegen unangepasster Geschwindigkeit rechnen. In dem genannten Beispielen wären es nach der aktuellen Bußgeldtabelle 100 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

Ebenfalls teuer wird es, wenn sich ein Fahrer durch zu schnelles Fahren in der unmittelbaren Nähe von Kindern, älteren oder hilfebedürftigen Menschen deren Gesundheit gefährdet. Dann drohen als Sanktion laut Bußgeldkatalog 80 Euro und ein Punkt.

Aber auch, wer mit Schneeketten zu schnell unterwegs ist und die erlaubten 50 km/h um 10 km/h überschreitet, bekommt laut Bußgeldrechner ein Bußgeld in Höhe von 20 bis 30 Euro aufgebrummt. Mit Schneeketten dürfen Sie im Übrigen weder innerorts noch außerorts schneller fahren als 50 km/h (§ 3 Absatz 4 StVO).

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung über 70 km/h droht ein Bußgeld zwischen 600 bis 680 Euro und obendrein gibt es noch zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

Um nicht geblitzt zu werden – innerorts oder außerorts – und Bekanntschaft mit den laut Bußgeldkatalog oder Bußgeldrechner drohenden Sanktionen zu machen, rüsten sich viele Autofahrer mit einem entsprechenden Radarwarner aus, was aber ebenfalls verboten ist und ein Bußgeld selbst ohne Geschwindigkeitsüberschreitung nach sich zieht. Unsere Bußgeldtabelle zeigt häufige sonstige Geschwindigkeitsvergehen und nennt die jeweiligen Sanktionen (Kosten, Punkte, Fahrverbote).

Geschwindigkeit: Regelungen durch die StVO

Eine hohe Geschwindigkeit kann die Verkehrssicherheit stark beeinflussen.
Eine hohe Geschwindigkeit kann die Verkehrssicherheit stark beeinflussen.

Zu schnelles Fahren, egal ob innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften, zählt nach Angaben des Statistischen Bundesamts zu den häufigsten Unfallursachen. Zudem sind Geschwindigkeitsüberschreitungen zugleich auch der am häufigsten registrierte Verstoß gegen durch das Verkehrsrecht vorgegebenen Verkehrsregeln – was nicht zuletzt auch den flächendeckenden Geschwindigkeitskontrollen zu verdanken ist.

Einige Pkw-Fahrer wissen oft gar nicht, wann Sie eine Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts oder außerorts riskieren.

Um Ihr Wissen zum Thema Geschwindigkeit und Höchstgeschwindigkeit aufzufrischen, finden Sie im Folgenden den § 3 StVO, der alle Regelungen zur Geschwindigkeit enthält. Demnach gilt:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

(2) Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.

(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

(3) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen

1. innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Kraftfahrzeuge 50 km/h,
2. außerhalb geschlossener Ortschaften

a) für

aa) Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t bis 7,5 t, ausgenommen Personenkraftwagen,
bb) Personenkraftwagen mit Anhänger,
cc) Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t mit Anhänger sowie
dd) Kraftomnibusse, auch mit Gepäckanhänger,

80 km/h,

b) für

aa) Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t,
bb) alle Kraftfahrzeuge mit Anhänger, ausgenommen Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t, sowie
cc) Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen,

60 km/h,

c) für Personenkraftwagen sowie für andere Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 t 100 km/h.

Diese Geschwindigkeitsbeschränkung gilt nicht auf Autobahnen (Zeichen 330.1) sowie auf anderen Straßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Sie gilt ferner nicht auf Straßen, die mindestens zwei durch Fahrstreifenbegrenzung (Zeichen 295) oder durch Leitlinien (Zeichen 340) markierte Fahrstreifen für jede Richtung haben.

(4) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt für Kraftfahrzeuge mit Schneeketten auch unter günstigsten Umständen 50 km/h.” (§ 3 StVO)

Spezielle Informationen zum Thema Fahrverbot bei Geschwindigkeitsüberschreitung:

Zu schnell unterwegs: Wann droht ein Fahrverbot?

Geschwindigkeitsüberschreitung: Neben Bußgeldern und Punkten kann auch ein Fahrverbot drohen.
Geschwindigkeitsüberschreitung: Neben Bußgeldern und Punkten kann auch ein Fahrverbot drohen.

Wer geblitzt wurde und deutlich zu schnell gefahren ist, hat sofort Angst um seinen Führerschein. Doch ab wann gibt es für Temposünder ein Fahrverbot? Und wie lange ist der “Lappen” bei welcher Geschwindigkeitsübertretung innerorts oder außerorts weg? Der Bußgeldkatalog sieht bei der Geschwindigkeitsüberschreitung klare Regelungen vor.

Bei folgenden Verstößen wird ein Fahrverbot ausgesprochen:

  • ein Monat Fahrverbot ab 31 km/h innerhalb bzw. ab 41 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften zuzüglich Bußgeld und Punkte in Flensburg
  • zwei Monate Fahrverbot ab 51 km/h innerhalb bzw. ab 61 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften zuzüglich Bußgeld und Punkte in Flensburg
  • drei Monate Fahrverbot ab 61 km/h innerhalb bzw. über 70 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften zuzüglich Bußgeld und Punkte in Flensburg

Im Folgenden finden Sie noch weitere detaillierte Sanktionen aus dem Bußgeldkatalog:

Fahrverbot: Innerorts zu schnell gefahren

Zugegebenermaßen muss ein Fahrer seit der StVO-Novelle gar nicht mal so schnell in geschlossenen Ortschaften unterwegs sein, damit er seinen Führerschein aufs Spiel setzt und ein Fahrverbot ausgesprochen bekommt. Denn wer bereits mit 21 km/h zu schnell unterwegs war, bekommt laut Bußgeldrechner den Führerschein für einen Monat abgenommen. Das wären also in einer Tempo-50-Zone 71 km/h.

Obendrein gibt es ein Bußgeld von 80 Euro sowie einen Punkt. Ebenfalls ist ein Kfz-Fahrer seinen Führerschein für einen Monat los, wenn er mit 41 bis 50 km/h zu schnell war. In diesem Fall sieht die Bußgeldtabelle zuzüglich 200 Euro Bußgeld und zwei Punkte vor. Wer die Höchstgeschwindigkeit um 51 bis 60 km/h überschreitet und geblitzt wird, muss mit zwei Monaten Fahrverbot rechnen, ab 61 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung gibt es drei Monate Fahrverbot. Hinzu kommen natürlich noch jeweils empfindliche Bußgelder sowie Punkte in Flensburg. Folgende Übersicht zeigt noch einmal, wann bei Geschwindigkeitsverstößen innerhalb geschlossener Ortschaften seit der Einführung der StVO-Novelle ein Fahrverbot ausgesprochen wird und wie hoch die übrigen Sanktionen ausfallen:

  • mit bis zu 10 km/h zu schnell geblitzt: kein Fahrverbot, 30 Euro Bußgeld, kein Punkt
  • mit 11 bis 15 km/h zu schnell geblitzt: kein Fahrverbot, 50 Euro Bußgeld, kein Punkt
  • mit 16 bis 20 km/h zu schnell geblitzt: kein Fahrverbot, 70 Euro Bußgeld, kein Punkt
  • mit 21 bis 25 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 80 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • mit 26 bis 30 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 100 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • mit 31 bis 40 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte
  • mit 41 bis 50 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 200 Euro Bußgeld, zwei Punkte
  • mit 51 bis 60 km/h zu schnell geblitzt: zwei Monate Fahrverbot, 280 Euro Bußgeld, zwei Punkte
  • mit 61 bis 70 km/h zu schnell geblitzt: drei Monate Fahrverbot, 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte
  • mit über 70 km/h zu schnell geblitzt: drei Monate Fahrverbot, 680 Euro Bußgeld, zwei Punkte

Fahrverbot: Außerorts zu schnell gefahren

Ab welcher Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts müssen Sie den Führerschein zeitweise abgeben?
Ab welcher Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts müssen Sie den Führerschein zeitweise abgeben?

Der Blick in den aktuellen Bußgeldkatalog zur Geschwindig­keitsüberschreitung außerorts verrät, dass der Führerschein seit der StVO-Novelle ab einer Geschwindigkeits­übertretung von 26 km/h und mehr eingezogen wird. Genau wie bei den Tempovergehen innerhalb geschlossener Ortschaften werden auch in dieser Bußgeldtabelle mit steigender Geschwindigkeit die Sanktionen empfindlicher.

Wer mit 41 bis 50 km/h zu schnell gefahren ist, muss ebenfalls für einen Monat seinen Führerschein abgeben, hinzu kommt noch ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro sowie zwei Punkte. Auch wer mit 51 bis 60 km/h zu schnell übers Land fährt und geblitzt wird, erhält gemäß Bußgeldkatalog ein Fahrverbot für einen Monat zuzüglich 240 Euro Bußgeld und zwei Punkte.

Zwei Monate muss ein Fahrer dagegen auf die Fahrerlaubnis verzichten, wenn er mit 61 bis 70 km/h zu schnell geblitzt wurde. Bei über 70 km/h gibt es ein Fahrverbot für drei Monate. Für die beiden letzten Fälle kommen natürlich noch ein hohes Bußgeld sowie Punkte hinzu. Folgende Übersicht verdeutlicht noch einmal, wann und für wie lange bei Geschwindigkeitsvergehen außerhalb geschlossener Ortschaften seit der Einführung der StVO-Novelle ein Fahrverbot ausgesprochen wird:

  • mit 26 bis 30 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 80 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • mit 31 bis 40 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 120 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • mit 41 bis 50 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte
  • mit 51 bis 60 km/h zu schnell geblitzt: ein Monat Fahrverbot, 240 Euro Bußgeld, zwei Punkte
  • mit 61 bis 70 km/h zu schnell geblitzt: zwei Monate Fahrverbot, 440 Euro Bußgeld, zwei Punkte
  • mit über 70 km/h zu schnell geblitzt: drei Monate Fahrverbot, 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte

Sonderfall: Geschwindigkeitsüberschreitung bei schlechten Sichtverhältnissen

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung bei Nebel und anderen Sichtbehinderungen ist besonders gefährlich.
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung bei Nebel und anderen Sichtbehinderungen ist besonders gefährlich.

Die StVO schreibt bei schlechter Sicht aufgrund von widrigen Witterungs­bedingungen wie Nebel, Regen oder Schneefall eine Geschwindigkeits­anpassung vor, um die Sicherheit im Straßenverkehr nicht zusätzlich zu gefährden. Demnach liegt dann die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei 50 km/h.

Wer trotz eingetrübter Sichtweite zu schnell fährt und dabei geblitzt oder anderweitig ertappt wird, muss neben einem Bußgeld und Punkten auch mit einem Fahrverbot rechnen.

So wird die Fahrerlaubnis für einen Monat eingezogen, wenn trotz schlechter Sicht- und/oder Straßenverhältnisse

  • die Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts bei 21 bis 50 km/h lag
  • die Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts bei 26 bis 60 km/h lag

Mit steigender Geschwindigkeit fallen auch die Sanktionen im Bußgeldkatalog höher aus und so kann der Führerschein bei 71 km/h und mehr bis zu drei Monate eingezogen werden.

Darüber hinaus kann auch dann ein Fahrverbot von einem Monat verhängt werden, wenn Fahrer innerhalb eines Jahres zweimal mit Geschwindigkeits­überschreitungen von 26 km/h oder mehr auffielen. In diesem Fall gelten sie als Wiederholungstäter. Zwar sieht der Bußgeldkatalog seit der Einführung der StVO-Novelle bei Tempoverstößen von 26 km/h ohnehin ein einmonatiges Fahrverbot vor, die Wiederholungstäterregel bleibt jedoch zunächst einmal bestehen. Welche Auswirkungen sich daraus ergeben, bleibt abzuwarten.

Wann tritt das Fahrverbot in Kraft?

Wird ein Fahrverbot ausgesprochen, bleibt die Fahrerlaubnis zwar bestehen, jedoch ist es dem Betroffenen für die Dauer des Fahrverbots verboten, Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr zu führen. Die Wirksamkeit des Fahrverbots wird bei Fahrern, die in den letzten zwei Jahren bereits ein Fahrverbot ableisten mussten, gemeinsam mit dem Bußgeldbescheid rechtskräftig. Der Führerschein muss mit Wirksamkeit für die Dauer des Fahrverbots bei der Ordnungsbehörde abgegeben werden. Mit der Abgabe des Führerscheins beginnt die Verbotsfrist, Fahrzeuge im Verkehr zu führen.

Hinweis: Betroffene können den Zeitpunkt für den Fristbeginn des Fahrverbots in einem Zeitraum von vier Monaten selbst wählen. Voraussetzung hierfür ist, dass innerhalb von zwei Jahren kein Fahrverbot ausgesprochen wurde. Dann gelten sie für die Verkehrsbehörden nämlich als Ersttäter. Wer trotz Fahrverbot ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr führt, begeht gemäß § 21 StVG eine Straftat. Dieses Vergehen wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet.

Absehen vom Fahrverbot

Höheres Bußgeld statt Fahrverbot nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung? Das ist nur im Einzelfall möglich.
Höheres Bußgeld statt Fahrverbot nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung? Das ist nur im Einzelfall möglich.

In Ausnahmefällen kann von einem Fahrverbot abgesehen werden, wobei es immer vom jeweiligen Einzelfall abhängt und ob die Begründung objektiv nachvollziehbar ist. Ein „Schema F“, mit dem sich das Fahrverbot gegen eine höhere Geldbuße eintauschen lässt, gibt es natürlich nicht.

Im Laufe der Jahre haben sich aber dennoch verschiedene Fallgruppen herauskristallisiert, in denen die Verhängung des Fahrverbots – mit oder ohne Ausgleich durch eine Erhöhung der Geldbuße – zurückgenommen wurde. Zu den Fallgruppen gehören:

  • das sogenannte Augenblicksversagen
  • die Existenzgefährdung bei Selbstständigen
  • der drohende Verlust des Arbeitsplatzes bei abhängig Beschäftigten
  • extrem langer Zeitablauf zwischen Vorfall und Urteil
  • notstandsähnliche Situationen bei der Tatbegehung
  • besondere persönliche Umstände
  • besondere Umstände des Einzelfalls bei der Tatbegehung
  • Vorliegen eines vermeidbaren Verbotsirrtums

Temposünder sollten sich darauf aber niemals verlassen, dass eine dieser Begründungen auch tatsächlich zur Aufhebung der Entscheidung führt, da Gerichte nur in Ausnahmefällen vom Fahrverbot absehen. Wer die Gefahr seiner beruflichen Existenz als Grund angibt, bekommt in der Regel den Hinweis, dass zunächst auch der Jahresurlaub eingesetzt werden kann oder alternativ auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen.

Im Einzelfall können sich Betroffene an einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht wenden. Zudem kann sich auch eine verkehrspsychologische Intensivberatung mildernd auf das wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung verhängte Fahrverbot auswirken, falls der Richter davon überzeugt ist, dass sich der Betroffene zukünftig im Straßenverkehr vorschriftsmäßig und rücksichtsvoll verhalten wird.

Geblitzt: Was nun?

Wer zu schnell gefahren ist und geblitzt wurde, wird zur Kasse gebeten. Je nachdem, ob Sie nun mit 10 km/h, mit 20 km/h oder gar mit 40 km/h zu schnell unterwegs waren, wird vom Bußgeldkatalog eine entsprechende Sanktion vorgegeben. Doch wie geht es nach dem Blitzen weiter?

Zu schnell gefahren und geblitzt: Was kommt jetzt?

Laser & Blitzer: Die Geschwindigkeitskontrolle findet mit zahlreichen Messgeräten statt.
Laser & Blitzer: Die Geschwindigkeitskontrolle findet mit zahlreichen Messgeräten statt.

Es kommt darauf an, mit welcher Methode die Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt wurde:

Wurde das Vergehen im Rahmen einer polizeilichen Verkehrskontrolle mit Laserpistole gemessen oder durch Videoaufzeichnung aus einem Auto heraus – meist auf Autobahnen der Fall – wird der Fahrer direkt danach angehalten und noch vor Ort über die Sanktionen aufgeklärt. Ein Verwarngeld (bis 55 Euro) können die Fahrer häufig schon vor Ort zahlen.

Über ein Bußgeld werden sie schriftlich in Kenntnis gesetzt. Wer nach einer Verwarnung nicht gleich bezahlen will oder kann, bekommt einen Bußgeldbescheid postalisch zugeschickt. Dann treten aber auch wie beim Bußgeld zusätzlich Gebühren und Auslagen zu den Kosten für die Geschwindigkeitsüberschreitung hinzu.

Alternativ wird zu schnelles Fahren durch stationäre Blitzer auf Film festgehalten. In diesem Fall erhält der Fahrzeughalter innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen den Bußgeldbescheid von der Verwaltungsbehörde.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung, die laut Bußgeldkatalog mit maximal 55 Euro geahndet wird, bekommt der Fahrzeughalter häufig zunächst einen Verwarnungsbogen zugeschickt. Wer dem Verstoß zustimmt und das fällige Verwarngeld innerhalb der festgelegten Frist bezahlt, muss keine weiteren Konsequenzen befürchten und die Angelegenheit darf als erledigt betrachtet werden.

Wenn der Fahrzeughalter das Verwarngeld jedoch nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist bezahlt oder mit dem Vorwurf nicht einverstanden ist, dann wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. An der Höhe der Buße ändert dieses Verfahren jedoch nichts, wobei aber zu beachten ist, dass aufgrund von Verwaltungskosten der zu bezahlende Betrag am Ende erheblich höher ausfallen kann, als das eigentliche Bußgeld für die Geschwindigkeitsüberschreitung.

Liegt die laut Bußgeldkatalog für die Geschwindigkeitsüberschreitung zu verhängende Sanktion bei mehr als 55 Euro, so erfolgt die automatische Einleitung des Bußgeldverfahrens. Dem Beschuldigten wird dann oft zunächst ein Anhörungsbogen zugesandt, in dem er sich zu dem Vorwurf äußern kann.

Spezielle Informationen zum Thema Geschwindigkeitsmessung:

Geblitzt: Wie viel Toleranz wird abgezogen?

Bei jeder Messung einer Geschwindigkeitsübertretung wird eine gewisse Toleranz gewährt.
Bei jeder Messung einer Geschwindigkeitsübertretung wird eine gewisse Toleranz gewährt.

Da die Messgenauigkeit von Blitzsystem zu Blitzsystem unterschiedlich ausfallen kann, wird vom gemessenen Wert bei der Geschwindigkeitsmessung eine Toleranz abgezogen, die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt festgelegt wird – ganz gleich, ob der Tempoverstoß durch einen Laser, Blitzer oder eine Videoaufzeichnung festgestellt wurde.

Als Faustformel können sich Autofahrer folgende Toleranz-Regelung merken:

  • Bei stationären Blitzer-Anlagen werden 3 km/h bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h abgezogen. Bei Messungen von über 100 km/h werden von der Geschwindigkeit 3 Prozent als Toleranz abgezogen.

Im Vergleich zu Videoaufzeichnungen aus fahrenden Fahrzeugen haben stationäre Blitzer grundsätzlich eine geringere Toleranz. Entsprechend fällt der Toleranz-Abzug bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung, die von einem Fahrzeug per Video festgestellt wird, meist höher aus.

Nach Angaben des ADAC können 4 bis 5 km/h bei Geschwindigkeiten von unter 100 km/h abgezogen werden, während es bei höheren Geschwindigkeiten 4 bis 5 Prozent sind. Unter Umständen und bei besonders ungenauen Messverfahren kann der Toleranz-Abzug noch größer ausfallen.

Die Grafik zeigt anhand von Rechenbeispielen welche Toleranzwerte verschiedene Methoden zur Geschwindigkeitskontrolle haben und wieviel Kilometer pro Stunde vom Messergebnis abgezogen werden können.
Die Grafik zeigt anhand von Rechenbeispielen welche Toleranzwerte verschiedene Methoden zur Geschwindigkeitskontrolle haben und wieviel Kilometer pro Stunde vom Messergebnis abgezogen werden können.

Tacho längst nicht immer ganz genau

An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass selbst bei modernen Autos die Tempoanzeige nie ganz genau funktioniert. Entsprechend kann der Blick auf den Tacho für Fahrer immer nur einen ersten Richtwert geben, wenn sie schnell die Toleranz ermitteln wollen. Generell ist es so, dass die meisten Tachos ein höhere Geschwindigkeit als die tatsächlich gefahrene anzeigen und ein paar Prozentpunkte abweichen.

Ein Tacho darf dabei auch laut Gesetz nie weniger anzeigen als die gefahrene Geschwindigkeit, was übrigens von den Fahrzeugherstellern garantiert werden muss.

Als Alternative zum Tachometer kann ein Blick auf das Navigationsgerät helfen, welches in der Regel genauere Angaben bietet und somit in Sachen Toleranz einen besseren Richtwert darstellt.

Den Toleranzabzug nehmen die Behörden jedoch selbstständig vor. Er ist entsprechend in dem jeweiligen Bußgeldbescheid aufgeführt und erfolgt nicht erst auf Hinweis durch den Beschuldigten.

Spezielle Informationen zum Thema Tachogenauigkeit:

Zu schnell unterwegs mit LKW und Omnibus

Für Lkw gelten besondere Begrenzungen bei der Geschwindigkeit.
Für Lkw gelten besondere Begrenzungen bei der Geschwindigkeit.

Die StVO sieht für eine Geschwindigkeitsüberschreitung durch LKW oder Omnibusse empfindlichere Sanktionen laut Bußgeldkatalog vor. Die Geschwindigkeit von 50 km/h in geschlossenen Ortschaften dürfen auch LKW mit einem Gesamtgewicht ab 3,5 bis 7,5 Tonnen und darüber hinaus sowie (Kraft-) Omnibusse nicht übertreten. Bei Überschreitungen von 16 bis 25 km/h innerorts droht schon ein Bußgeld in Höhe von 80 bis 95 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

Bei der geltenden Höchstgeschwindigkeit auf einspurigen Bundes- oder Landstraßen wird nach Gewichtsklassen differenziert. So dürfen kleinere LKWs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 bis 7,5 Tonnen und Omnibusse maximal 80 km/h schnell fahren, während für schwergewichtige LKWs mit mehr als 7,5 Tonnen höchsten 60 km/h erlaubt sind.

Letztere Geschwindigkeitsbegrenzung gilt übrigens auch für Omnibusse, in denen nicht für jeden Fahrgast ein Sitzplatz angeboten werden kann.

Auf Kraftfahrtstraßen oder Autobahnen, bei denen die Fahrspuren deutlich voneinander getrennt sind, liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für LKWs mit über 3,5 Tonnen sowie Omnibusse ohne Anhänger ebenfalls bei 80 km/h. Werden von Omnibussen spezielle Voraussetzungen erfüllt, wie beispielsweise das Vorhandensein von einem Geschwindigkeitsregler, dann dürfen diese auf getrennten Kraftfahrstraßen und Autobahnen auch 100 km/h fahren.

Doch genau wie bei Autofahrern halten sich längst auch nicht alle LKW- bzw. Busfahrer an die Tempovorgaben, so dass in den genannten drei Bereichen auch immer wieder Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden. Mit welchen Konsequenzen (Bußgeld, Punkte, Fahrverbot) nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung zu rechnen ist, verdeutlicht unser Bußgeldkatalog für die Geschwindigkeitsüberschreitung von LKWs und Omnibussen.

LKW & Omnibus: Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit dem LKW oder Omnibus überschritten, dann drohen folgende Sanktionen laut Bußgeldkatalog:

  • bis 10 km/h zu schnell – 20 Euro
  • 11 – 15 km/h zu schnell – 30 Euro Bußgeld
  • 16 – 20 km/h zu schnell – 80 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 21 – 25 km/h zu schnell – 95 Euro Bußgeld, ein Punkt (seit 28. April 2020: zusätzlich ein Monat Fahrverbot)
  • 26 – 30 km/h zu schnell – 140 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 31 – 40 km/h zu schnell – 200 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 41 – 50 km/h zu schnell – 280 Euro Bußgeld, zwei Punkte, zwei Monate Fahrverbot
  • 51 – 60 km/h zu schnell – 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot
  • über 60 km/h zu schnell – 680 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot

LKW & Omnibus: Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Lkw unterliegen außerorts strengeren Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Lkw unterliegen außerorts strengeren Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit dem LKW oder Omnibus überschritten, dann drohen folgende Sanktionen laut Bußgeldkatalog:

  • bis 10 km/h zu schnell – 15 Euro
  • 11 – 15 km/h zu schnell – 25 Euro; für mehr als fünf Minuten Dauer oder in mehr als zwei Fällen nach Fahrtantritt – 70 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 16 – 20 km/h zu schnell – 70 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 21 – 25 km/h zu schnell – 80 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 26 – 30 km/h zu schnell – 95 Euro Bußgeld, ein Punkt (seit 28. April 2020: zusätzlich ein Monat Fahrverbot)
  • 31 – 40 km/h zu schnell – 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 41 – 50 km/h zu schnell – 240 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 51 – 60 km/h zu schnell – 440 Euro Bußgeld, zwei Punkte, zwei Monate Fahrverbot
  • über 60 km/h zu schnell – 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot

LKW mit gefährlichen Gütern: Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von kennzeichnungspflichtigen Kraftfahrzeugen mit gefährlichen Gütern oder Omnibussen mit Fahrgästen überschritten, dann sind folgende Sanktionen möglich:

  • bis 10 km/h zu schnell – 35 Euro
  • 11 – 15 km/h zu schnell – 60 Euro, ein Punkt; für mehr als fünf Minuten Dauer oder in mehr als zwei Fällen nach Fahrtantritt – 120 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 16 – 20 km/h zu schnell – 160 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 21 – 25 km/h zu schnell – 200 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 26 – 30 km/h zu schnell – 280 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 31 – 40 km/h zu schnell – 360 Euro Bußgeld, zwei Punkte, zwei Monate Fahrverbot
  • 41 – 50 km/h zu schnell – 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot
  • 51 – 60 km/h zu schnell – 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot
  • über 60 km/h zu schnell – 760 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot

LKW mit gefährlichen Gütern: Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von kennzeichnungspflichtigen Kraftfahrzeugen mit gefährlichen Gütern oder Omnibussen mit Fahrgästen außerorts überschritten, dann können folgende Sanktionen laut Bußgeldkatalog drohen:

  • bis 10 km/h zu schnell – 30 Euro
  • bis 15 km/h zu schnell – 35 Euro; für mehr als 5 Minuten Dauer oder in mehr als zwei Fällen nach Fahrtantritt – 120 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 16 – 20 km/h zu schnell – 120 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 21 – 25 km/h zu schnell – 160 Euro Bußgeld, ein Punkt
  • 26 – 30 km/h zu schnell – 240 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 31 – 40 km/h zu schnell – 320 Euro Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • 41 – 50 km/h zu schnell – 400 Euro Bußgeld, zwei Punkte, zwei Monate Fahrverbot
  • 51 – 60 km/h zu schnell – 560 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot
  • über 60 km/h zu schnell – 680 Euro Bußgeld, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot

Zu schnell gefahren: Konsequenzen für Fahranfänger

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts: Beim Autofahren in der Stadt müssen Sie besonders aufmerksam sein.
Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts: Beim Autofahren in der Stadt müssen Sie besonders aufmerksam sein.

Gerade Fahranfänger, die sich noch in der “Bewährungszeit” befinden, sollten bedenken, dass ihnen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb der Probezeit zusätzliche Sanktionen drohen, als Autofahrern, die ihre Probezeit bereits hinter sich haben.

Mit den strengeren drohenden Konsequenzen für die Dauer der Probezeit, die zwei Jahre nach Erhalt des Führerscheins läuft, sollen vor allem junge Fahrer bzw. Fahranfänger zu einem achtsameren Fahren bewegt werden, zumal diese statistisch gesehen aufgrund der Unsicherheit und Unerfahrenheit häufig Unfälle verursachen oder durch zu schnelles Fahren auffallen.

Fahranfänger, die sich erstmals einen schwerwiegenden Verstoß (Kategorie A) oder zwei weniger schwerwiegende Verstöße (Kategorie B) leisten, müssen ein Aufbauseminar besuchen und zudem verlängert sich die Probezeit auf insgesamt vier Jahre. Doch wann drohen Fahranfängern Probezeit-Maßnahmen nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung?

Nicht nur ein Bußgeld droht bei Geschwindigkeitsübertretung: Was Fahranfänger wissen müssen

Zählt zu schnelles Fahren zur Gruppe der schwerwiegenden oder zur Gruppe der weniger schwerwiegenden Verstöße? Entscheidend dabei ist, mit welcher Geschwindigkeitsüberschreitung der junge Fahrer geblitzt wurde:

  • Bei einer Geschwindigkeitsübertretung von mehr als 20 km/h mit dem PKW oder mehr als 15 km/h mit einem LKW handelt es sich um einen A-Verstoß und entsprechend muss der Fahranfänger mit Maßnahmen rechnen.
  • Bei einer Geschwindigkeitsübertretung von nicht mehr als 20 km/h mit dem PKW oder nicht mehr als 15 km/h mit einem LKW kommen keine zusätzlichen Maßnahmen auf den betroffenen Fahranfänger zu.

Grundsätzlich können Tempoverstöße nur dann zu den vorgesehenen Maßnahmen in der Probezeit führen, wenn sie so schwerwiegend sind, dass es zu einem Eintrag im Fahreignungsregister (FAER) beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg kommt. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn

  • eine Verkehrsstraftat oder
  • eine Ordnungswidrigkeit vorliegt, die mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro sanktioniert wird.

A-Verstöße: Was sind schwerwiegende Verkehrsverstöße?

Vorsicht, Führerscheinneulinge: Eine erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung kann die Verlängerung der Probezeit bewirken.
Vorsicht, Führerscheinneulinge: Eine erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung kann die Verlängerung der Probezeit bewirken.

In der Kategorie A der schwerwiegenden Verkehrsverstöße, von denen bereits einer zu Probezeit-Maßnahmen führt, gehören etwa Verkehrsstraftaten wie:

  • Trunkenheit im Verkehr
  • Nötigung (beispielsweise durch Betätigung der Lichthupe oder dichtes Auffahren auf der Autobahn)
  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
  • gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (beispielsweise durch illegale Autorennen)

Darüber hinaus zählen auch die viele Ordnungswidrigkeiten zu den A-Verstößen wie beispielsweise:

B-Verstöße: Was sind weniger schwerwiegende Verkehrsverstöße?

In Kategorie B der weniger schwerwiegenden Verstöße, von denen erst bei zweien Probezeit-Maßnahmen zu befürchten sind, gehören beispielsweise:

  • Fahren mit ungesicherter Ladung oder Überladung
  • Fahren mit abgefahrenen Reifen
  • Mitnahme von Kindern ohne Kindersitz

Sie sollten sich nicht von der Bezeichnung “weniger schwerwiegend” täuschen lassen, da auch diese Verstöße im Einzelfall tragische Folgen haben können.

Geblitzt in der Probezeit: Welche Maßnahmen greifen?

Wer während der Probezeit durch zu schnelles Fahren aufgefallen ist, den erwarten ab 21 km/h zu schnell (A-Verstoß) spezielle Probezeit-Maßnahmen, wobei insgesamt drei Stufen zu unterscheiden sind:

  • Bei der ersten Auffälligkeit (einmal A-Verstoß oder zweimal B-Verstoß) wird die Probezeit auf insgesamt vier Jahre verlängert und zudem die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet.
  • Wer nach der Teilnahme am Aufbauseminar erneut durch einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße auffällig wird, bekommt eine Verwarnung ausgesprochen. Zudem wird dem Fahrer die freiwillige Teilnahme einer verkehrspsychologischen Beratung empfohlen, die aber nicht verpflichtend ist. Werden noch vor dem Ende des Aufbauseminars Verstöße begangen, gibt es noch keine dieser Maßnahmen. Stattdessen soll abgewartet werden, ob sich beim Fahranfänger das Verkehrsverhalten durch die Teilnahme am Aufbauseminar verbessert.
  • Wer nach Ablauf von zwei Monaten nach der Verwarnung erneut auffällig wird (einmal A-Verstoß oder zweimal B-Verstoß), bekommt die Fahrerlaubnis entzogen.
Auch wer trotz Anordnung keine Teilnahmebescheinigung für das Aufbauseminar vorlegen kann, muss damit rechnen, dass der Führerschein im Zweifel entzogen wird. Sobald die Bescheinigung vorliegt, wird die Fahrberechtigung normalerweise wieder ausgehändigt.

Raserei im Ausland: Welche Strafe bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung droht

Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten ähneln sich in Europa.
Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten ähneln sich in Europa.

Wer mit dem Auto auf Reisen ist, drückt gerne mal stärker aufs Gaspedal. Doch das sollte sich jeder Autofahrer zweimal überlegen. Nicht nur, weil das Unfallrisiko sich erhöht, sondern auch, weil im Ausland das Bußgeld-Niveau meist deutlich höher ausfällt als bei uns. Das trifft auch auf zu schnelles Fahren zu. So reißt sich der ein oder andere Urlauber mit einem Verstoß schnell ein empfindliches Loch in die Urlaubskasse.

Bußgelder für zu schnelles Fahren oft deutlich teurer

Während der Bußgeldkatalog in Deutschland für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 20 km/h maximal 70 Euro Bußgeld vorsieht, liegen die Sätze im Ausland teilweise wesentlich höher. Ein paar Beispiele gefällig?

Werfen wir einen Blick in die Schweiz. Hier muss ein Fahrer mindestens 155 Euro zahlen, wenn er 20 km/h schneller fährt als erlaubt. Doch auch im beliebten Urlaubsland Italien werden Geschwindigkeitsüberschreitungen deutlich härter sanktioniert als hierzulande. Es werden mindestens 170 Euro aus der Urlaubskasse fällig. Wenn man sich bei Dunkelheit zum Rasen verleiten lässt, fällt das Bußgeld in Italien noch einmal um ein Drittel höher aus.

Europäische Bußgeld-Spitzenreiter bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung sind aber wieder einmal die skandinavischen Länder. So werden in Schweden mindestens 250 Euro, in Norwegen sogar 375 Euro Bußgeld fällig. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Österreich kann bei mehr als 50 km/h ebenfalls schon mal empfindliche Bußgelder nach sich ziehen. Entsprechend sollten Sie sich immer mit den wichtigsten nationalen Verkehrsvorschriften des Urlaubslandes vertraut machen, bevor Sie die Reise antreten. So können Sie unliebsame Überraschungen und Stress vermeiden.

Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitungen Ausland

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen im europäischen Ausland:

Land20 km/h zu vielmehr als 50 km/h zu viel
BelgienBußgeld ab 115 €ab 300 €
BosnienBußgeld ab 50 €ab 200 €
BulgarienBußgeld ab 25 €ab 300 €
DänemarkBußgeld ab 135 €ab 300 €
DeutschlandBußgeld ab 60 €ab 240 €
EstlandBußgeld bis 120 €ab 800 €
FinnlandBußgeld von 200 €ab 14 Tagessätze
FrankreichBußgeld ab 135 €1.500 €
GriechenlandBußgeld von 100 €350 €
GroßbritannienBußgeld ab 115 €bis 2.900 €
IrlandBußgeld ab 80 €ab 80 €
IslandBußgeld ab 110 €ab 400 €
ItalienBußgeld ab 175 €ab 545 €
KroatienBußgeld ab 65 €ab 400 €
LettlandBußgeld ab 20 €ab 240 €
LitauenBußgeld ab 12 €ab 450 €
LuxemburgBußgeld ab 50 €ab 145 €
MaltaBußgeld ab 70 €ab 70 €
MazedonienBußgeld ab 20 €ab 300 €
MontenegroBußgeld ab 60 €ab 100 €
NiederlandeBußgeld ab 170 €abhängig vom Einkommen
NorwegenBußgeld ab 480 €ab 1.000 €
ÖsterreichBußgeld ab 30 €bis 2.180 €
PolenBußgeld ab 25 €ab 100 €
PortugalBußgeld ab 60 €ab 120 €
RumänienBußgeld ab 120 €ab 270 €
SchwedenBußgeld ab 230 €ab 390 €
SchweizBußgeld ab 160 €ab 60 Tagessätze
SerbienBußgeld ab 25 €ab 50 €
SlowakeiBußgeld ab 35 €ab 350 €
SlowenienBußgeld ab 80 €ab 500 €
SpanienBußgeld ab 100 €ab 600 €
TschechienBußgeld ab 40 €ab 195 €
TürkeiBußgeld ab 40 €ab 80 €
UngarnBußgeld bis 95 €ab 190 €
ZypernBußgeld ab 35 €ab 85 €

Quelle: ADAC (Stand: März 2019)

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann im Ausland zu weit höheren Bußgeldern führen.
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann im Ausland zu weit höheren Bußgeldern führen.

Geschwindigkeiten: Wie schnell darf man im Ausland fahren?

Während auf deutschen Autobahnen auf vielen Abschnitten keine Höchstgeschwindigkeit festgelegt ist, sieht es auf dem Rest des Kontinents doch deutlich anders aus und genau wie beim Bußgeldkatalog zur Geschwindigkeitsüberschreitungen herrschen auch hier teils strengere Regeln.

In Norwegen gilt mit minimaler Ausnahme auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, während die Beschilderung in Schweden höchstens 110 oder 120 km/h erlauben. Der Vergleich zeigt, dass die Höchstgeschwindigkeit für Pkw auf der Autobahn in den meisten Ländern (beispielsweise Belgien, Niederlande, Portugal, Schweiz, Spanien, Türkei) bei 120 km/h liegt.

Viele weitere Länder gestatten dagegen auch eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Fahranfänger, die noch in der Probezeit sind und entsprechend noch keine zwei Jahre Fahrerfahrung haben, sollten sich besonders in Frankreich in Acht nehmen. Denn dort dürfen Fahranfänger auf Autobahnen höchsten 110 km/h fahren.

Auf Landstraßen gilt dagegen in vielen Ländern eine Höchstgeschwindigkeit von 80 oder 90 km/h, während innerhalb von Ortschaften ein Tempo von 50 km/h über die Ländergrenzen hinweg nahezu Standard ist. Werden Sie auf einer Landstraße geblitzt, so erhalten Sie niedrige Sanktionen als innerhalb einer geschlossenen Ortschaft.

Bußgeld bei Geschwindigkeitsüberschreitung: Schnell zahlen kann Rabatte bringen

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal im Ausland beim zu schnellen Fahren erwischt und geblitzt wurde, kann zum Teil bei direkter Zahlung vor Ort oder zeitnaher Bezahlung einen Rabatt auf die Geldbuße bekommen.

Ein gutes Beispiel ist Italien, wo nur die Mindestbuße zahlen ist, wenn binnen 60 Tagen gezahlt wird. Nach einer Geschwindigkeitsüberschretung in Frankreich gibt es dagegen einen Rabatt auf die Buße, wenn der Betroffene diese innerhalb von 15 Tagen ausgleicht. Spanien und Griechenland stellen schnell zahlenden Verkehrssündern die größten ‘Ersparnisse’ in Aussicht. So gibt es 50 Prozent Nachlass, wenn Sie innerhalb von 10 Tagen (Griechenland) bzw. 20 Tagen (Spanien) das Bußgeld begleichen.

Statistik: Verkehrsunfälle durch zu schnelles Fahren

Die Geschwindigkeitsüberschreitung zählt zu den häufigsten Unfallursachen.
Die Geschwindigkeitsüberschreitung zählt zu den häufigsten Unfallursachen.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung stellt die häufigste Ordnungswidrigkeit dar. Das betrifft sowohl männliche als auch weibliche Autofahrer, wobei Männer doch fast viermal so viele Verstöße begehen wie Frauen. Das belegen auch die alljährlichen Zahlen und Statistiken vom Kraftfahrt-Bundesamt.

  • Häufigste Ordnungswidrigkeit bei Männern: Geschwindigkeitsüberschreitung (2.117.000 Verstöße)
  • Häufigste Ordnungswidrigkeit bei Frauen: Geschwindigkeitsüberschreitung (626.00 Verstöße)

Doch auch wenn vielen Autofahrer das Tempolimit innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften ein Dorn im Auge ist und eine lästige Angelegenheit darstellt, gibt es gleich mehrere gute Gründe, warum eine begrenzte Höchstgeschwindigkeit sinnvoll ist.

Zu schnelles Fahren ist eine der häufigsten Unfallursachen. So wurde allein im Jahr 2015 unter allen Verkehrsunfällen mit Personenschaden 47.024 auf nicht angepasste Geschwindigkeiten zurückgeführt. Das entspricht etwa 12,8 Prozent.

Deutlich schlimmer sieht es beim Tatbestand der Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn aus, wo fast jeder zweite Verkehrstote auf eine solche zurückzuführen ist. Aber auch beim Blick auf die Unfallstatistik ohne Todesfolge fällt auf, dass eine Missachtung der Höchstgeschwindigkeit häufig die Ursache für Verkehrsunfälle ist.

Allein die Daten des Statistischen Bundesamtes und des KBA verdeutlichen, dass eine Geschwindigkeitsüberschreitung zu den Hauptursachen für Straßenverkehrsunfälle zählen. Entsprechend ergeben sich auch der Sinn und die Daseinsberechtigung eines Tempolimits.

Wie aus weiteren Berichten zur Unfallentwicklung auf deutschen Straßen hervorgeht, ist vor allem bei jüngeren Verkehrsteilnehmern zwischen 18 und 24 Jahren das Unfallrisiko fast doppelt so hoch wie in allen Altersgruppen. Wobei auch hier die erhöhte Geschwindigkeit eine Hauptunfallursache ist.

Bußgeldrechner für Geschwindigkeitsüberschreitung

575 Kommentare

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  1. stefan sagt:

    Hallo
    ich bin heute mit dem Motorrad auf der Landstraße an einem Aussiedlerhof (ohne Ortsschild eventuell Grünen Namenschild mit 100 geblitzt worden erlaubt sind 70.
    ist das innerorts oder Ausserorts und was erwartet mich?
    stefan

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Stefan,

      normalerweise gilt auf einer Landstraße die Bußgeldtabelle zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts, dort zöge eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h ein Bußgeld von 80 Euro sowie einen Punkt nach sich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Britta sagt:

    Hallo,

    ich wurde am Samstag am Ortseingang mit 80 Km/h geblitzt. Leider ist es nicht das erste Mal. Im Oktober letzten Jahres wurde ich außerorts mit 110 km/h in einer 70er Zone geplitzt (120 Euro, 1 Punkt, kein Fahrverbot).

    Womit muss ich jetzt rechnen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Britta,

      bei einer erneuten Geschwindigkeitsüberschreitung ab etwa 26 km/h können Sie ein Fahrverbot von 1 Monat zusätzlich zu den üblichen Strafen laut Bußgeldkatalog erhalten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. karayilan sagt:

    hallo wollte mal fragen mein Mann ist gesschlossene ortsschafft 65kmh zu schnell gefahren und erlaubt waren 80 kmh festegestellte geschwindikleit nach Toleranzabzug 145kmh mit was fur einer straffe muss er rechnen ;(

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      laut Bußgeldtabelle fällt ein Bußgeld von 480 € an, dazu kommen 2 Punkte und 3 Monate Fahrverbot.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Karin sagt:

    Hallo,
    ich bin mit dem Auto von meinem Sohn innerhalb geschl. Ortschaft mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 33 km/h geblitzt worden. Jetzt hat mein Sohn einen Zeugenbefragungsbogen erhalten. Darauf besteht die Möglichkeit von einem Zeugenaussageverweigerungsrecht gebrauch zu machen.
    Ist eine Verweigerung der Aussage sinnvoll ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Karin,

      für eine detaillierte rechtliche Beratung sollten Sie sich an einen Anwalt wenden. Ein Zeuge muss keine Angaben machen, er ist jedoch verpflichtet, eine wahrheitsgemäße Aussage zu machen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Iwan sagt:

    Hallo, wurde Heute von einem Mobilen Blitzer erwischt den die ungefähr 500 m vor einem festen Blitzer aufgestellt haben. Dürfen die dass überhaupt? Das war eine 100 Zone außerorts bin 140 km/h mit Tempomat gefahren, was erwartet mich da? Bin nicht in der Probezeit aber hab noch eine Überschreitung Innerorts nach Toleranz 33 km/h zu schnell, da ist das SOS Vehrkersrecht dran.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Iwan,

      gemäß Bußgeldtabelle fällt ein Bußgeld von 120 Euro an, außerdem erhalten Sie einen Punkt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Kai sagt:

    Hallo,

    ich wurde vor ein paar Tagen innerorts in Berlin mit etwa 40 km/h zu viel geblitzt. Der Blitzer befand sich in einem Polizeifahrzeug (normaler Streifenwagen) und dieser stand auf dem Bürgersteig/Radweg (mit Bordstein), wo Park- oder Halteverbot herrscht. Ist das rechtens? Lohnt hier evtl. Einspruch?

    Vielen Dank im Voraus!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kai,

      Einspruch lohnt sich, wenn das Messergebnis von dem zu erwartenden Wert massiv abweicht; dann ist der Blitzer falsch justiert oder nicht angemessen gewartet worden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. manfred sagt:

    wer kennt sich mit Verjährung von Bußgeldern in Australien und Neuseeland
    aus? … der ADAC hatte jedenfalls keine Ahnung!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Manfred,

      wird ein Bußgeldbescheid ausgestellt, sollte man nicht mit einer schnellen Verjährung des Bußgeldes rechnen. Im Gegenteil kann das Bußgeld ansteigen, weil weitere Gebühren dazu kommen, wenn man lange Zeit erfolglos an den Betroffenen appelliert, doch nun zu bezahlen. Letztendlich kann ein Vollstreckungsverfahren drohen, lange bevor das Bußgeld verjähren würde.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Henrike sagt:

    Hallo!
    Blöder weise bin ich vor zwei Wochen zum dritten mal in 11 Jahren zu schnell gefahren und geblitzt worden. Außerhalb der Ortschaft mit ca. 40/43 km/h zu viel. Ich bin schon Anfang Februar an der gleichen Stelle mit 9 km/h zu viel geblitzt worden. Was kommt auf mich zu und welche Möglichkeiten habe ich? Ich bin beruflich auf meinen Führerschein angewiesen. Naja, Dummheit wird nun mal bestraft…
    Danke für eine Rückmeldung

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Henrike,

      eine Wiederholungstat liegt hier noch nicht vor, denn die zweite Geschwindigkeitsüberschreitung lag unterhalb der Grenze 26 km/h. Weitere Konsequenzen als jene aus dem Bußgeldbescheid kommen also nicht auf Sie zu. Sobald Sie innerhalb von 12 Monaten zweimal eine Geschwindigkeitsüberschreitung von über 26 km/h begehen, müssen Sie mit einem Fahrverbot von 1 Monat rechnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Jeffrey sagt:

    Hallo, habe mal ne Frage wegen meiner Freundin sie hat erst ihren Führerschein vor 3 Monaten bekommen und wurde in der 30zone mit 27kmh zuviel geblitzt schon Abzug der Toleranz. Was kommt denn auf sie zu?
    Lg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jeffrey,

      neben den Sanktionen aus der Bußgeldtabelle wird die Probezeit verlängert und Ihre Freundin muss auch ein kostenpflichtiges Aufbauseminar besuchen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Merle sagt:

    Hallo, ich bin jetzt im 4. Jahr der Probezeit.
    Habe 2012 eine Verlängerung, wegen einer bei Rot überfahrener Ampel bekommen.

    Wurde jetzt in 2015 erneut innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 23 km/h geblitzt. Habe daraufhin einen Brief von der Bußgeldstelle bekommen, musste Strafe zahlen & mir wurde vermittelt, dass ich bei einem erneuten A-Verstoß meinen Führerschein entzogen bekomme!
    Der letzte Blitzer war mit dem Auto meiner Mutter.
    Nun ist meine Mutter letztens in der 80 Zone, außerorts, mit geschätzt 130 geblitzt worden.
    Und prompt bekomme ich einen Brief, dass ich die Fahrerin gewesen sein soll! Meine Mutter & ich sehen uns sehr ähnlich, muss ich dazu sagen.

    Was soll ich nun machen?! Wenn die netten Menschen der Bußgeldstelle nicht anerkennen, dass ich es nicht gewesen bin!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Merle,

      in Deutschland gilt eine strikte Fahrerhaftung. Das bedeutet, dass bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit wie einer Geschwindigkeitsüberschreitung immer Beweise vorliegen müssen, anhand derer man den Fahrer eindeutig identifizieren kann. Ist dies nicht möglich, darf das Bußgeld nicht verhängt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Heymer sagt:

    Ich habe die Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften, 80 km/h erlaubt, um 47 km/h überschritten. Nun erwartet mich ein Fahrverbot von 1 Monat und eine Geldstrafe. Habe ich Einfluß auf den Zeitraum wann ich den Führerschein abgeben muß?
    MfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      ja, Sie können – innerhalb gewisser Grenzen – mit der zuständigen Behörde ausmachen, in welchem Zeitraum Sie Ihren Führerschein abgeben werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Michaela sagt:

    Hallo, gibt es einen Unterschied bei den Bußgeldern zwischen Außerorts und der Autobahn?
    Bin dort bei Baustellenbeginn mit 24 km//h zuviel geblitzt worden. Direkt am 80iger Schild! Darf der Blitzer eigentlich direkt am Schild aufgebaut sein?
    Nach welcher Vorgabe werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen gesetzt? Ein paar Kilometer weiter ist nämlich eine Baustelle nur auf 100 km/h begrenzt, da fahre ich freiwillig 80 km/h.

    Mit freundlichen Grüßen

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Michaela,

      die Begrenzungen für außerorts gelten auch auf der Autobahn.
      Die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden dort gesetzt, wo eine erhöhte Geschwindigkeit die Gefahr zu Unfällen birgt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Peter W. sagt:

    Habe gerade auch dank Ihrer Website herausgetüfftelt, dass mein aktueller
    Bußgeldbescheid für 28 km/h zuviel außerhalb geschlossener Ortschaften bei Wiederholungs- und Beharrlichkeitstatbestand mit 170,-€ Bußgeld und 1 Monat Fahrverbot plus 1 Punkt in Flensburg wohl kaum erfolgreich angefochten werden kann.

    Aber für die Zukunft: muss ich denn nun bei jedem Blitzen schon bei der ge-
    ringsten Überschreitung immer wieder mit dem Beharrlichkeitsvorwurf und also
    wieder mit Fahrverbot und Bußgeld, welches über den normalen Regelsatz
    hinausgeht, rechnen? Oder gibt es eine leicht einprägsame Faustregel, die
    einen vor diesen Unannehmlichkeiten bewahrt (z.B. Überschreite nie mehr
    als mit 20 km/h, dann bist du jenseits von gut und böse)?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Peter,

      der Vorwurf der Beharrlichkeit wird normalerweise erst dann gemacht, wenn ein Fahrer zwei Mal innerhalb eines Jahres eine Geschwindigkeitsüberschreitung von ab etwa 26 km/h begeht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Antonio sagt:

    Hey,
    Wurde vor 4 Tagen geblitzt und zwar auf der Autobahn +Baustelle 80km/h waren erlaubt, 120km/h bin ich gefahren ohne Toleranz Abzug was wird nun auf mich zukommen ??

  15. Rainer sagt:

    Hallo,

    ich wurde heute in einer 70er Zone geblitzt, in der normalerweise Tempo 100 erlaubt sind (normale Landstraße außerorts). Da es sich um mobile Temposchilder handelte und diese am selben Tage wieder abgebaut wurden, gehe ich davon aus, dass diese nur zum Zwecke der Geschwindigkeitskontrolle aufgebaut wurde.
    Ist sowas überhaupt zulässig und kann man gegen so eine ‘Wegelagerei’ Einspruch erheben?

    Mfg

    Rainer

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Rainer,

      der Gesetzgeber hat grundsätzlich auf allen öffentlichen Straßen die Möglichkeit, Geschwindigkeitskontrollen aufzustellen, bzw. Geschwindigkeitsbegrenzungen festzulegen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Uwe sagt:

    Hallo,
    Wurde neulich innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit 30 kmh zu viel geblitzt. nun wollte ich wissen welche strafe auf mich zukommt, da ich noch in der probezeit bin.
    mfg

    Uwe

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Uwe,

      neben den üblichen Sanktionen aus der Bußgeldtabelle müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Probezeit um zwei Jahre verlängert wird, zudem müssen Sie ein kostenpflichtiges Aufbauseminar besuchen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Marcel sagt:

    Hallo,

    ich habe mein Führerschein jetzt seit 5 Monaten und wurde gerade in Weilerswist Derkum bei 50 km/h ungefähr mit 75 geblitzt wurden.
    Der Blitzer stand vor einem 70er Schild.
    Ich wurde jetzt das erste mal geblitzt, was kann mich erwarten?

    Mit freundlichem Gruß

    Marcel

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marcel,

      Sie haben einen A-Verstoß begangen, der in der Probezeit dazu führt, dass diese verlängert wird und Sie ein kostenpflichtiges Aufbauseminar besuchen müssen.
      Zudem fällt auch ein Bußgeld an.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Robin sagt:

    Guten Tag,

    ich wurde heute in Rostock auf dem Zubringer an der Staftautobahn in der 80 Zone von einem mobilen Gerät geblitzt

    Ich weiß leider nicht wie schnell ich war (ca.110 -120 kmH)

    Zählt der Zubringer als Innerorts oder als außerorts? Es handelt sich um die B103 von Warnemünde Richtung Brandenburg.Meines Erachtens nach handelt es sich hier um eine Kraftfahrstraße und zählt somit als außerorts, auch wenn sie durch die Stadt verläuft.

    Hintergrund der Frage ist das evtl anstehende Fahrverbot wenn es als innerorts gelten sollte.

    Danke im Voraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Robin,

      das Kammergericht Berlin hat in einem Fall entschieden, dass eine innerstädtische Autobahn bzw. eine Stadtautobahn als innerorts gilt (AZ 3 W S (B) 158/04). Bereits Urteile davor entschieden gleich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. Marion H.-K. sagt:

    Hallo und guten Tag,
    ich habe heute einen Zeugenfragebogen mit Foto erhalten.
    Vorwurf: Tatzeit 01.07.2015, 21km/h zu schnell, ausserhalb geschlossener Ortschaft.
    Nun bin ich gestern erneut geblitzt worden. Ich schätze 8-9- km/h bei Erreichen des Ortseingangsschilds.
    Was erwartet mich?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marion,

      das erste Vergehen wird vermutlich mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Das zweite Vergehen – sofern es innerorts stattfand – kostet Sie 15 Euro. Weitere Informationen finden Sie in der Bußgeldtabelle unter “Bußgeldkatalog” auf dieser Seite.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. s.Marazzi sagt:

    Hallo
    Ich wurde mit 42 zu schnell auf der Autobahn geblitzt.Heisst ausserorts.1 monat bilettentzug und 350 euro strafe.Erläuterung:

    Da sie mehrer Geschwindigkeitsregelnde Verkehrsschilder passiert hatten,wurde wegen vorsätzlicher begehensweise das bussgeld erhöht.sprich von 160 Euro auf 320 Euro verdoppelt.Finde ich ganz schön viel!!!!
    ich habe nix bemerkt.

    Kann da was dagegen machen??
    Vielen Dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      im Grunde hat die Behörde richtig gehandelt. Das Bußgeld darf in diesem Falle verdoppelt werden, wenn mehrere Schilder auf die Höchstgeschwindigkeit hinwiesen. Falls Sie jedoch keine Vorstrafen besitzen, ist die Chance hoch, gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einzulegen. Hierfür sollten Sie jedoch einen Anwalt konsultieren, der Ihnen möglicherweise besser helfen kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Thomas M sagt:

    Hallo, wurde vor ein paar Monaten mit 43 zu schnell in der Ortschaft (Thüringen) geblitzt, Geldstrafe 3 Punkte und 1 Monat Führerschein weg innerhalb von 4 Monaten abzugeben.
    Bevor ich den Führerschein abgegeben habe wurde ich Ausserorts (Hessen) in einer 30 Zone mit 30 zu schnell nochmals geblitzt. Weis nimmer genau aber bin der Meinung es war eine Baustelle und ansonst ist dort 70 erlaubt ..
    Was wird jetzt in der Regel auf mich zu kommen, oder sollte man doch evt. den Anwalt einschalten und somit Einspruch einlegen ?
    MfG Thomas

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Thomas,

      da Sie nun zweimal innerhalb 12 Monate mit über 25 km/h geblitzt wurden, wird sich das Fahrverbot wohl auf zwei Monate ausweiten. Ein Anwalt kann Ihnen helfen, das Fahrverbot in ein höheres Bußgeld zu wandeln. Falls Sie vorher keine anderweitigen Verstöße gegen das Verkehrsrecht begangen haben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass dieses Verfahren klappt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Aaron sagt:

    Hallo. ich habe einen Unfall in einer Kurve verursacht, indem ich bei leichtem Nieselregen aus meiner Fahrbahnspur rausgerutscht bin. Die ausgeschilderte max. Geschwindigkeit betrag auf der Strecke 100 km/h. Ich bin jedoch nur max. 70 gefahren. Trotzdem wird mir jetzt nachgesagt ich hätte mich der Geschwindigkeit, trotz besonderen Verhältnissen auf Straßen oder schlechten Sichtverhältnissen nicht angepasst und muss, da ein Sachschaden vorliegt, 100 Euro zahlen, da ich noch in der Probezeit bin, ein Aufbauseminar machen und würde einen Punkt bekommen.
    Wäre es sinnvoll dagegen Einspruch zu erheben?

    LG Aaron

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Aaron,

      laut Rechtsdienstleistungsgesetz dürfen wir keine außergerichtlichen Rechtsberatungen geben. Vielerlei Anwälte bieten kostenlose Erstberatungen an, bei denen Sie eine erste Einschätzung über Ihren Fall bekommen. Vielleicht ist dies möglicherweise eine Option für Sie.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. Annika R. sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage: Bei der ,,Ein-Jahresregel” kann es ja bei Wiederholung zu einem Führerscheinentzug kommen.
    meine Frage: Welches Datum gilt hier? Das von dem Tag, an dem man geblitzt wurde? Oder der Tag an dem man den verstoß schriftlich zugegeben hat?
    MfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Annika,

      es kommt nicht zum Führerscheinentzug, sondern zu einem Fahrverbot. Wichtig ist hierbei der Tag, an dem das Urteil rechtskräftig wurde; also entweder zwei Wochen nach Erhalt des Bußgeldbescheides oder – wenn Sie Einspruch eingelegt haben – an dem Tag, an dem das letztendliche Urteile gefallen ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  24. Andreas sagt:

    Ich wurde an einem frühen Sonntagmorgen außerorts an einer geschwindigkeitsreduzieten Stelle mit 35km/h zuviel geblitzt. Ich dachte, ich käme laut Bußgeldkatalog mit einem Strafpunkt davon. Falsch gedacht. Beim Mitführen eines Anhängers gelten andere Werte, deshalb 2 Punkte und Fahrverbot. Das sollte man hier vielleicht auch mal deutlich erwähnen und die Tabelle ergänzen.

  25. selim sagt:

    ich wurde heute morgen geblitz
    ich war ca 30 – 35 kmh zur schnell inder 50 zone innerorts
    was kmmt auf mich zu ?
    mit was muss ich rechnen ??
    kriege ich ein fahrverbot oder nicht ???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Selim,

      bitte nutzen Sie die Bußgeldtabelle oder den Bußgeldrechner. Das Bußgeld variiert, je nach richtiger Differenz zwischen 100 und 160 Euro. Es können ein bis zwei Punkte dazukommen und vielleicht auch ein Fahrverbot.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Heinrich K. sagt:

    Ich bin auf der Autobahn (nach Abzug der Toleranz) 97 km/h anstatt der erlaubten 80km/h gefahren. Fahrzeug PKW mit Anhänger.

    Habe jetzt Bußgeld von 70€ plus Gebühren bekommen. Laut Bußgeldkatalog sind dafür 30€ vorgesehen. Spielt der Anhänger eine Rolle bei der Bemessung des Bußgeldes?

    Einen Anhörungsbogen zur Feststellung der Personalien hatte ich ausgefüllt und per Mail zurückgeschickt.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Heinrich,

      in der Tat spielt der Anhänger eine Rolle. Unter dem Abschnitt “Anhänge” auf dieser Seite finden Sie die entsprechenden Bußgelder.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  27. Justi sagt:

    Hallo,
    ich wurde vor längerer Zeit mit 1,62 %o angehalten (damals keine Probezeit), musste meinen Führerschein abgeben und eine MPU machen. Ich habe vor ~4 Monaten meinen Führerschein wieder bekommen (bzw bekommt man ja den alten nicht zurück, sondern einen neuen). Nun wurde ich auf der Autobahn mit ~150 km/h statt der erlaubten 100 km/h geblitzt. Soweit ich weiß habe ich ja dann aktuell wieder Probezeit. Mit was, vor allem was für einen Fahrverbot muss ich rechnen? Kann mir der FS jetzt auch komplett abgenommen werden?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      die Probezeit läuft bis zur Entziehung der Fahrerlaubnis, setzt aus und wird fortgesetzt, sobald Sie die Fahrerlaubnis neuerteilt bekommen haben. War das Alkoholdelikt Ihr erster A-Verstoß, verlängert sich die Probezeit auf insgesamt vier Jahre. Wenn Sie jedoch vor der Entziehung keine Probezeit hatten, beginnt auch keine neue Probezeit für Sie nach der Neuerteilung. Da wir leider nicht ganz nachvollziehen können, wo genau das Problem liegt, verweisen wir auf unseren Ratgeber zur Probezeit: https://www.bussgeldkatalog.org/probezeit/

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Justi sagt:

        Danke schonmal für die Antwort. Hatte es woanders falsch gelesen und gedacht dass auch bei Wiedererteilung eine Probezeit beginnt, aber dem ist wohl nicht so. Ich hatte bei der Entziehung keine Probezeit mehr.
        Also gehe ich davon aus, dass entweder

        …31 – 40 km/h 120 € 1 (1 Monat)*
        oder
        …41 – 50 km/h 160 € 2 1 Monat

        Anwendung findet. Oder kann der Alkoholverstoß sich trotzdem auch die Geschwindigkeitsübertretung auswirken?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo noch mal,

          da Sie anfangs schrieben, dass es sich wahrscheinlich um eine Differenz von 50 km/h handelt, müssen Sie mit einem Bußgeld von 160 Euro rechnen. Dazu kommen zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Die Strafe, die Sie davor zitieren, hat ein Sternchen. Unter der Tabelle finden Sie also folgendes: “*Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.”. Dies findet bei Ihnen keine Anwendung. Die zuständige Bußgeldbehörde kann die Strafe jedoch noch einmal individuell erhöhen, da Sie beispielsweise kein Ersttäter mehr sind. Dies können wir aber leider nicht vorhersagen.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. Günter sagt:

    Bin außerhalb geschl. Ortschaft wo auf 70 km/h beschränkt ist mit 105-110 kmh gefahren. Fahre seit über 30 Jahren ohne das ich geblitzt wurde.
    Was erwartet mich hier. Ich habe Familie und brauch den Führerschein zur Arbeitsstelle

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Günter,

      das Bußgeld können Sie in der Tabelle des Textes entnehmen: 80 bis 120 Euro und ein Punkt in Flensburg.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  29. Ben Meierle sagt:

    Hallo,

    ich habe folgendes Problem.

    Ich bin kürzlich aufgrund von erhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden. Halter(in) des Fahrzeugs ist meine Oma (väterlicherseits, selber Nachname, wohnt in einem anderen Ortsteil als ich). Es drohen 160€, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot. Ich bin mit diesem Fahrzeug bis dato zwar noch nie auffällig geworden, allerdings habe ich bereits 5 Punkte, welche ich überwiegend mit einem auf meinen Vater zugelassenen Wagen „gesammelt“ habe. Ich bin also generell schon bekannt. Jetzt ist meine Frage, inwiefern es sinnig wäre, wenn meine Oma einfach angäbe, sie kenne den Fahrer nicht bzw. wisse nicht, wer zum Tatzeitpunkt das Fahrzeug gefahren ist. Und können Sie mir eventuell zu einem weiteren Vorgehen raten, durch das sich ein Verlust des Führerscheins vermeiden lässt? Dass ich im Grunde ein ganz anderes Problem habe, ist mir durchaus bewusst, nur jetzt gilt es erst mal, aus beruflichen Gründen den Führerschein zu behalten.

    Vielen Dank.

    Ben

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ben,

      wir können Ihnen hier keine Anleitung zur Umgebung der Punkteregelung geben. Dieses System soll Wiederholungstäter dazu erziehen, sich an die Regeln zu halten. Dies ist nicht mehr gegeben, wenn Sie die Schuld nicht auf sich nehmen. Sollte Ihre Großmutter dabei mitmachen, ist dieser Artikel vermutlich interessant für Sie: https://www.bussgeldkatalog.org/fahrtenbuch/. Möglicherweise ist dies noch möglich, um einen Punkt abzubauen: https://www.bussgeldkatalog.org/punkteabbau/. Dazu sollten Sie sich aber mit Ihrer Bußgeldstelle in Verbindung setzen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  30. Patrick sagt:

    Hallo
    Wurde heute aus einem Fahrzeug raus geblitzt worden. Innerorts.
    Erlaubt waren 50 Km/h, au dem Tacho standen 71 km/h
    Zudem war ich auf der kurzen Strecke nicht angeschnallt.
    Was kann hier auf mich zukommen? (Mit Gebühren )?

    Kann das Landratsamt eine Strafe zwecks nicht anschnallen vergeben?

    Vielen dank und viele Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Patrick,

      in diesem Fall besteht die sogenannte Tateinheit, Sie müssen also nur das teurere Bußgeld bezahlen. Die gebühren tragen maximal ca. 30 Euro.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  31. Manu sagt:

    Ich habe auch mal eine Frage, letztes Jahr im Mai 2014 wurde ich per Laser “überführt” weil ich statt 60km/h ca. 90km/h drauf hatte, ausserorts.
    Jetzt bin ich heute in einen Blitzer gefahre mit 120-125km/h statt der erlaubten 80km/h.

    Ich wollte jetzt mal wissen, zählt mein Verhalten zu einer Ordnungswidrigkeit und stimmt es auch, dass jeder Verstoss separat behandelt wird im Bezug auf den Punkteverfall?
    Wenn ja, würde das ja bedeuten, dass mein 1. Punkt von 2014 nächstes Jahr wieder weg wäre? Oder habe ich jetzt durch die neue Ordnungswidrigkeit, wenns denn überhaupt noch eine war die Punkte erhöht und wenn ja bis wann verfällt dann der erste Punkt??

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Manu,

      seit der Punktereform im Mai 2014 verfallen die Punkte unabhängig voneinander. Ihr Punkt aus Mai 2014 müsste demnach im Oktober 2016 verjährt sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  32. Dash sagt:

    Hallo.
    Ich wurde die Tage mit meinem Motorrad innerorts bei erlaubten 30km/h mit 41 erwischt. Ist mein erstes Foto (was nicht von Starren Kameras aufgenommen wurde sondern von einem Blitzerwagen der Stadt) aber da dies mein erstes Foto ist stellt sich mir die Frage, wenn ich noch mal mit unter 20 km/h geblitzt werde, hat das wieder nur das Bußgeld zur folge oder habe ich dann noch irgendwelche Zusatzauflagen (Aufbauseminar, Probezeit aufgestockt,…)?

    Liebe Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      da es sich so liest, als ob Sie sich in der Probezeit befinden, beantworten wir Ihnen die Frage aufgrund der hier stehenden Informationen wie folgt: Erst ab einer Differenz von 21 km/h und mehr wird die Probezeit verlängert und ein Aufbauseminar angeordnet. Sollte Sie jedoch mehrmals im Verkehr auffallen, kann die zuständige Bußgeldstelle das Bußgeld auch erhöhen und weitere Schritte einleiten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  33. Sarah sagt:

    Ich wurde gestern von der Polizei angehalten – Bin außerorts (100 km/h erlaubt) 36 km/h (Toleranz bereits abgezogen) zuviel gefahren. Bislang habe ich noch keine Punkte in Flensburg. Muss ich mit einem 1-monatigen Fahrverbot rechnen, weil es so knapp an der Grenze zu den 41 km/h zuviel ist?

    Im Voraus vielen Dank für eine Antwort!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sarah,

      solange Sie keine Differenz von 41 km/h oder mehr verursacht haben, müssen Sie auch mit keinem Fahrverbot rechnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  34. Mladen sagt:

    Hallo,

    ich wurde im Februar in einer 30er Zone mit 63 geblitzt und werde nach längerem hin und her meinen Führerschein für vier Wochen abgeben (ist aber noch nicht passiert). Nun wurde ich heute von einem Videowagen angehalten. Ausserorts habe ich die Geschwindigkeit um 52 km/h überschritten (Bin vorher übrigens 14 Jahre Punktefrei gefahren und nicht auffallend gewesen)

    Meine Frage: Womit muss ich rechnen? Wird das als eine Strafe gewertet, da ich beide Fahrverbote innerhalb eines Jahres erhalten habe oder wird das unabhängig voneinander gewertet?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Madlen,

      in der Tat gelten Sie als Wiederholungstäter, da Sie zwei Mal mit mehr als 26 km/h zu schnell gefahren sind. Die Folgen hierfür werden im Einzelfall entschieden, in der Regel gibt es dafür ein zusätzliches Fahrverbot.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  35. Hans sagt:

    Hallo,

    ich wurde auf der A8 (Stuttgart-Möhringen) geblitzt mit 39km/h zu schnell (nach Toleranzabzug) nur wenige Meter nach einer elektronischen Anzeige mit Tempolimit 60 wegen Unfall.
    Davor war auf allen Anzeigen Tempolimit 100 (ohne Unfall) angeschrieben.
    Für mich kam das Tempolimit 60 sozusagen unerwartet und ich bin nicht ausreichend früh vom Gas gegangen, zumal die dreispurige und um die Zeit sehr wenig befahrene Autobahn auf lange Strecke gut einzusehen war.
    Eine Unfallstelle gab es erst mindestens 7 km später. Das Tempolimit auf den Anzeigen war davor wieder auf 100 erhöht. Der Verkehr konnte auf zwei Spuren ohne Stocken passieren.
    Lohnt es sich nun, im Anhörungsbogen zu dem eingeleiteten Bußgeldverfahren den Sachverhalt wie oben zu schildern, um die die Strafe zu reduzieren? Oder könnte man mir daraus sogar einen Vorsatz unterstellen und die Strafe erhöhen?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hans,

      das Rechtsdienstleistungsgesetz verbietet es uns, außergerichtlich individuelle Rechtsberatungen zu geben. Sie können nach Erhalt des Bußgeldbescheides innerhalb von vierzehn Tagen einen Einspruch einlegen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  36. Uysal sagt:

    Ich habe 50 er Zone mit 94 km gefahren. Ich kriege 1 Monat Fahrverbot und 200€.Meine Frage Polizei hat gesagt wenn ich mehr bezahlen ich kriege keine Fahrverbot ist das möglich?

  37. Daniela A. sagt:

    Hallo.
    bin gestern auf der Autobahn mit 140 wo 100 erlaubt waren geblitzt worden. Habe meinen Führerschein schon seit 2006.
    Mit welcher Strafe muss ich rechnen mit Toleranzabzug?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Daniela,

      sofern Sie sich nicht innerorts befanden (auf einer Stadtautobahn) fallen für Sie ein Punkt in Flensburg und 120 Euro Bußgeld.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  38. Karsten M. sagt:

    Hallo liebes Bußgeld-Team, ich wurde gestern mit meinen geschlossenen Kastenwagen (Gesamtgewicht 3 Tonnen und LKW Zulassung ) innerorts in einer 30 Zone mit 60 geblitzt.
    Wird hier nach LKW oder PKW berechnet?

    Mit welcher Strafe ist zu rechnen ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Karsten,

      Sie müssen mit der Strafe für Pkw rechnen, wenn Ihr Pkw (evtl. mit Anhänger) unter 3,5 Tonnen zGM beträgt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  39. Stefan sagt:

    bin innerhalb eines Jahr schon 2mal ausserorts(26km/h zu schnell) geblitzt worden.
    Muss mein Führerschein für1Monat abgeben.
    Wurde jetzt ein drittes mal geblitzt, wieder ausserorts 26km/h zu schnell.
    Was kommt auf mich zu?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Stefan,

      die Bußgeldbehörde darf die Maßnahmen individuell je nach Fall abgeben. Aus diesem Grund kann sich beispielsweise das Bußgeldkatalog erhöhen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  40. Simone sagt:

    Hallo liebes B.Team, ich bin zu schnell gefahren ? wurde außerorts innerhalb von zwei Wochen geblitzt einmal mit 133 und einmal mit 121 (Toleranz ) schon abgezogen auf einer 80 iger Autobahnstrecke. Was könnte an Strafe auf mich drauf zu kommen ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Simone,

      für die erste Überschreitung drohen ein Bußgeld von 240 Euro, 2 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Für den zweiten Verstoß drohen ebenfalls 2 Punkte und ein Monat Fahrverbot sowie ein Bußgeld von 160 Euro. Da Sie allerdings innerhalb eines Jahres zweimal um mehr als 26 km/h zu schnell gefahren sind, können Sie als Wiederholungstäter eingestuft werden. Dafür kann ein zusätzlicher Monat Fahrverbot oder ein höheres Bußgeld verhängt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  41. Mike sagt:

    Grüße sie,

    ich wurde am Ende einer 80er Zone, die innerhalb von 10 Metern in eine 60er Zone übergeht, geblitzt..Der Blitzer an sich stand kurz nach dem 60er Schild..
    Ist das zulässig, noch dazu in einer Kurve, so dass das 60er Schild tatsächlich erst sehr spät zu bemerken ist..?
    Merci und MFG
    Mike

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Mike,

      je nach Bundesland gelten verschiedene Regelungen zum nötigen Abstand. Es könnte sich also lohnen, die Bestimmungen für das entsprechende Bundesland zu ermitteln.

      Hallo William,

      wir können uns die Höhe des Bußgeldes nicht erklären – zwar können Bearbeitungsgebühren von bis zu 28,50 erhoben werden, doch auch dann kämen keine 200 Euro Bußgeld zusammen. Es empfiehlt sich, einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  42. Uwe sagt:

    Hallo Bußgeld-Team,

    ich wurde heute in einer 80iger Zone auf der Autobahn mit 110 km/h geblitzt.
    Was kommt da so auf mich zu?
    Besten Dank und viele Grüße
    Uwe

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Uwe,

      für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h außerorts müssen Sie mit einem Punkt in Flensburg und einem Bußgeld von 80 Euro rechnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  43. Wolfgang h. sagt:

    Heute bekam ich einen Anhörungsbogen. 90kmh statt 60km in einer Baustelle auf der Autobahn gefahren. Ich habe schon 4 Punkte, was habe ich zu erwarten? Danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wolfgang,

      wir gehen davon aus, dass Sie außerorts fuhren. In diesem Fall würden bei einer Überschreitung von 30 km/h 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg anfallen. Sollten Sie innerhalb der letzten 12 Monate bereits einmal um mehr als 26 km/h zu schnell gefahren sein, kann auch ein Monat Fahrverbot verhängt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  44. Simone sagt:

    Hallo, ich hab da mal noch eine Frage. Ich wurde geblitzt auf der Autobahn bei angeblichen Tempolimit von 80 kmh , aber an diesem bestimmten Feststellungsort (km x) sind keine 80 kmh Limit. Nun meine Frage , kann ich dagegen Einspruch einlegen oder ist das nicht bindend dieser bestimmte Feststellungsort? LG Simone

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Simone,

      grundsätzlich können Sie gegen einen jeden Bußgeldbescheid innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen. Ob dies in Ihrem Fall sinnvoll ist, kann Ihnen ein Anwalt sagen – wir dürfen keine Rechtsberatung anbieten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  45. R. A. Adil sagt:

    Hallo.
    bin gestern auf der B3 mit 140 wo 100 erlaubt waren geblitzt worden. Habe meinen Führerschein schon seit 2010.

    Ich habe auch (2 Punkte Alte Punkt System) (1 Punkt Neue punkt system) im Flensburg von Feb 2014.

    Mit welcher Strafe muss ich rechnen mit Toleranzabzug? und wenn kommt noch ein punkt von gestern dann wie lange bleibt diese punkten im Flensburg?

    mfg
    Adil

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      Sie müssen mit einem zusätzlichen Punkt und einem Bußgeld von 120 Euro rechnen. Da Sie insgesamt vier Punkte in Flensburg haben werden, bekommen Sie vom Kraftfahrt-Verkehrsamt eine Ermahnung und einen Hinweis auf ein Fahreignungsseminar – mit diesem können Sie einen Punkt abbauen.
      Informationen zu den Verjährungsfristen von Punkten finden Sie hier: https://www.bussgeldkatalog.org/punkteverfall/

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • R.A.Adil sagt:

        Sie meinen bekomme ich ingesamt 4 punkten in Flensburg? Weil von alte punkte system ich habe 2 punkten und es wird zur 1 umgerechnet wegen neue system… dazu kommt noch ein punkt von diese jahr… so ingesamt 2 punkten in Flensburg oder ich habe falsch verstanden?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo,

          da haben wir Sie missverstanden (wir gingen von zwei “alten” und einem “neuen” Punkt aus). In diesem Fall sollten Sie tatsächlich nu zwei Punkte in Flensburg haben.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  46. Mirek sagt:

    Hallo,
    ich habe dieses Jahr meinen Führerschein abgeben müssen, weil ich
    auf der Autobahn zu dicht aufgefahren bin (allerdings ist jemand vor
    mir auf die Spur gezogen, so dass der Mindestabstand nicht eingehalten
    wurde). Jetzt wurde ich auf der Autobahn geblitzt. Ich bin ca. 105
    km/h bei 100 erlaubten gefahren und plötzlich hat es geblitzt kurz
    darauf habe ich ein 60 km/h Schild gesehen. Ich kann nicht sagen ob
    noch 100, 80 oder 60 gewesen ist. Was kann mir blühen, wenn ich im
    schlimmsten Fall 41 – 50 km/h zu schnell gewesen bin? Es war gegen
    1:30 Uhr auf der A46 bei Wuppertal. Noch habe ich keinen Bescheid
    bekommen, aber da ich in meinem Beruf auf das Auto angewiesen bin
    möchte ich meinem Arbeitgeber sobald wie möglich bescheid geben.
    Vielen Dank.

    Leider finde ich nirgends eine Antwort für diesen Fall.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Mirek,

      gemäß Bußgeldtabelle drohen Ihnen bei einer Überschreitung von 41 – 50 km/h außerorts zwei Punkte in Flensburg, 160 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  47. buki sagt:

    Hallo,
    ich wurde mit 81km/h innerorts in einer 50 km/h zone geblitzt ich bin mir nicht sicher was auf mich zukommt da es auf diversen anderen seiten anders beschrieben ist. könnte man da ggf. etwas machen um ihn anzufechten ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Buki,

      je nach Toleranzabzug müssen Sie meinen einem Punkt und 100 Euro Bußgeld, oder mit 2 Punkten, 160 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot rechnen. Bei der Frage, ob sich ein Einspruch lohnt, kann Ihnen ein Rechtsanwalt weiterhelfen – wir dürfen leider keine Rechtsberatung anbieten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  48. Frederik sagt:

    Hallo

    Ich habe vor Kurzem auf einer zweispurigen Landstraße eine Polizeistreife mit 155 km/h statt 120 überholt. Kann ich hierfür angezeigt werden, auch wenn meine Geschwindigkeit nicht gemessen wurde?

    Danke im Voraus!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Frederik,

      wenn es keine Beweismittel gibt, wird es schwierig Ihnen den Geschwindigkeitsverstoß nachzuweisen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  49. Florian sagt:

    Hallo,
    ich wurde innerhalb von 12 Monaten zwei mal mit mehr als 25km/h (26 & 27km/h) zuviel geblitzt und sitze gerade meine 1 Monatige Strafe ab.
    Am Wochenende darf ich meinen Führerschein wieder abholen und mir stellt sich nun die Frage, mit welchen Strafen muss ich rechnen wenn ich wieder gelitzt werde… Ich fahre ca 35000 km im Jahr und die Wahrscheinlichkeit, das man mal ein Schild übersieht ist nicht gerade gering…
    Gibt es hier eine klare Regelung mit welchen Strafen ich rechnen kann wenn ich 7-20km/h, 21-26 km/h oder noch schneller unterwegs bin? Oder ist das reine Ermessenssache der zuständigen Stelle?

    Schon jetzt vielen Dank für Ihre Antwort

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Florian,

      in der Tat liegt dies im Ermessen der Behörden. Die Wiederholungstäterregel greift erst, wenn sie mehr als zwei Mal um mehr als 25 km/h zu schnell fahren. Allerdings kann auch bei geringeren Verstößen der Tatbestand der Beharrlichkeit geltend gemacht werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Jürgen S. sagt:

        In Einzelfällen sind Richter bei “besonders unbelehrbaren” Verkehrsteilnehmern auch schon von Vorsatz geahndet und diesen in das Urteil mit einbezogen.
        Das bedeutet grundsätzlich eine höher Strafe, als der Bussgeldkatalog vorsieht.
        Manchmal ist man dann laut Urteil “zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht geeignet” und man darf den Führerschein für mehrere Monate abgeben.
        Ist man sich also eines Verstoßes sicher und hat bereit mehreres “auf dem Kerbholz”, sprich: in Flensburg, sollte man immer etwas vorsichtiger sein und einen Gerichtsbeschluss vermeiden.
        Ein Fahrerlaubnisentzug passieren kann nämlich theoretisch schon einem Verkehrsteilnehmer der “dauernd und ohne Rücksicht auf geltende Vorschriften und trotz mehrfacher Ahndung durch die zuständigen Behörden” immer wieder verkehrs- und vorschriftswidrig parkt.

  50. Daniel K. sagt:

    Guten Tag!
    Ich bin einmal im alten jahr am 31.12.2015 geblitzt worden innerorts wo 50 erlaubt wahren mit 15 kmh zu viel das war im Sauerland oberhundem.
    und heute am 12.012016 bin ich auch innerorts gebltzt worden mit ca 10 kmh zu viel.in Herne. das sind zwei verschiedene Sachen mit was kann ich da rechnen???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Daniel,

      für den ersten Verstoß müssen Sie mit einem Bußgeld von 25 Euro rechnen, für den zweiten verstoß mit einem Bußgeld von 10 Euro.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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Geschwindigkeitsüberschreitung: Bußgelder 2021
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