Die Radfrage – Bereifung bestimmt Gefahren im Straßenverkehr

News vom 26.10.2017 um 13:06 Uhr

Wird mit der falschen Bereifung gefahren, sind Winter und Sommer gleichermaßen gefährlich.

Wird mit der falschen Bereifung gefahren, sind Winter und Sommer gleichermaßen gefährlich.

Wie mindestens zweimal im Jahr ist es bald wieder soweit. Die alte Bereifung muss ab und die Anderen dran. Der Wechsel der Jahreszeiten bestimmt viel bei einem Fahrzeug, auch die Bereifung. Um mögliche Gefahren für Insassen und andere Verkehrsteilnehmer so minimal wie möglich zu halten, muss die Bereifung den Vorschriften für Verkehrssicherheit entsprechen.

Sommerreifen, Winterreifen, Ganzjahresreifen

Die Entscheidung, welche Art der Bereifung die sicherste Wahl sind, ist immer wieder schwierig. In erster Linie bestimmen die Temperaturen, ob Sommer- oder Winterreifen die richtige Wahl sind. Aber auch die Region in der das Auto gefahren werden soll, ist von entscheidender Bedeutung. Denn die Leistungsfähigkeit ist nicht vom Kalendermonat abhängig, sondern von den Temperaturen und den Straßenverhältnissen. Die Markierungen am Reifen enthalten ebenfalls wichtige Informationen zum Rad.

Die Tauglichkeit von Reifen ist in der Zulassungsbescheinigung von Fahrzeug bzw. Reifen verzeichnet. Dort sind die Informationen über die optimalen Laufbedingungen für die Bereifung zu finden. So können Gefahren, die durch falsche Handhabung entstehen, vermieden werden.

Sommerreifen werden bei zu niedrigen Temperaturen spröde und sind dann nicht mehr so leistungsfähig, wie bei Sommertemperaturen. Gummi und Profil sind sehr temperaturempfindlich und müssen deswegen auf einen bestimmten Temperaturbereich festgelegt sein. Auch die Mindestprofiltiefe muss eingehalten werden.

Fabrikneue Bereifung hilft gegen Gefahren, jedoch muss die Montage fachgerecht durchgeführt werden

Fabrikneue Bereifung hilft gegen Gefahren, jedoch muss die Montage fachgerecht durchgeführt werden

Die spezielle Gummimischung von Winterreifen sorgt auch bei niedrigen Temperaturen für einen geschmeidigen Gummi. Dadurch sind Straßenhaftung und Fahrsicherheit auch bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt noch in einem ausreichenden Maß gegeben.

Ganzjahresreifen stehen in der Kritik, die schlechtesten Eigenschaften beider Reifenarten zu vereinen. Dabei muss nur ein Kompromiss gefunden werden, um möglichst viele wichtige Materialeigenschaften unabhängig von der Temperatur zu erhalten. Sie eignen sich am ehesten, wenn ein Fahrzeug nur über kurze Stecken, wie in der Stadt, gefahren wird.

Die falsche Bereifung kann Gefahren erzeugen

Wenn die Bereifung nicht für die entsprechende Jahreszeit optimiert ist, entsteht das größte Gefahrenpotenzial bei Bremsmanövern. Die reduzierte Haftung durch zu weichen oder zu harten Gummi verlängert den Bremsweg oder kann die Bremswirkung vollständig aufheben. Schwerwiegende Sanktionen drohen den Personen, die mit unsicheren Reifen erwischt werden. Der Bußgeldkatalog verhängt Bußen von 60 € bis 100 € und einen Punkt in Flensburg, wenn die Bereifung nicht den Wetterumständen angemessen sind. Genaueres in der folgenden Tabelle:

OrdnungswidrigkeitBußgeldPunkte
Fahren ohne Winterreifen 60 €1
mit Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer 80 € 1
mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer100€1

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (22 Bewertungen, Durchschnitt: 4,60 von 5)
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