Spritsparreifen – Art und Reifendruck senken den Verbrauch

Von Dörte, letzte Aktualisierung am: 3. Juni 2019

Spritsparreifen: Welchen Einfluss haben Reifen auf den Spritverbrauch?

Spritsparreifen können den Kraftstoffverbrauch senken.

Spritsparreifen können den Kraftstoffverbrauch senken.

Dem Geldbeutel oder der Umwelt zuliebe achten zunehmend mehr Autofahrer auf eine sparsame Fahrweise. Neben der Anschaffung eines sparsamen Autos stehen auch Spritsparreifen hoch im Kurs. Dabei spielt es eher weniger eine Rolle, wie viel mit dem Auto gefahren wird. An der Tankstelle Kosten einzusparen oder den Schadstoffausstoß zu reduzieren, ist immer öfter Thema in allen Gesellschaftsbereichen.

Kurse wie ein „Eco-Training“ oder Tests zum Kraftstoffverbrauch unter bestimmten Bedingungen, sind heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Auch lernen bereits Fahrschüler, wie eine die eigene Fahrweise und andere Maßnahmen den Verbrauch minimieren können.

Die Reifen sind hier ein Punkt, dem besondere Bedeutung zukommt. Stimmt der Reifendruck nicht, wurden für die Jahreszeit unpassende Reifen aufgezogen oder ist die Reifenmischung nicht die richtige für das Fahrzeug, hat dies nicht nur Auswirkungen auf die Sicherheit. Auch der Spritverbrauch wird negativ beeinflusst, was höhere Kosten und eine höhere Umweltbelastung zur Folge hat.

Wie die Wahl der Reifen den Benzinverbrauch beeinflussen kann und was genau unter „Spritsparreifen“ zu verstehen ist, soll im folgenden Ratgeber beantwortet werden.

Was ist der richtige Reifen zum Spritsparen?

Energiesparreifen sind nur als Sommerreifen erhältlich.

Energiesparreifen sind nur als Sommerreifen erhältlich.

Gibt es überhaupt Spritsparreifen, die extra für diesen Zweck entwickelt wurden? Ja. Diese Reifen senken den Spritverbrauch und können dazu beitragen, dass Fahrzeuge weniger Kraft aufwenden müssen, um sich fortzuebwegen.

Jeder Reifen weist einen eigenen Widerstand auf – den sogenannten Rollwiderstand. Der Motor muss Kraft aufwenden, um diesen zu überwinden und verbraucht so Kraftstoff. Bei weniger Widerstand ist daher auch weniger Kraft aufzuwenden, um den Reifen zum Rollen zu bringen. Der Energiebedarf und so auch der Kraftstoffverbrauch sinkt. Das heißt, dass Kraftstoff gespart werden kann, wenn Reifen einen geringeren Widerstand aufweisen.

Dies wird bei den Spritsparreifen durch verschiedene Maßnahmen erreicht. Zum einen werden diese Reifen aus einer speziellen Gummimischung hergestellt, was die Oberflächenreibung minimiert und das Gewicht reduziert. Zum anderen andere ist die Maße und somit das Gewicht geringer. Darüber hinaus weisen diese Reifen durch ein angepasstes Profil eine glattere Lauffläche.

Allerdings bedeutet dies auch, dass die Reifen bei Nässe weniger gut haften und auch generell einen längeren Bremsweg aufweisen. Auf diese Begebenheiten muss sich der Fahrer einstellen und richtig reagieren können.


Wie bereits erwähnt, bedeutet ein geringerer Rollwiderstand weniger Kraftstoffverbrauch.Die wichtigen Informationen zum Rollwiderstand sind auf dem EU-Reifenlabel zu finden. Diese Angaben sind vorgeschrieben und müssen vorhanden sein. Für einen besonders geringen Rollwiderstand wird der Reifen mit der Kraftstoffeffizienzklasse A ausgezeichnet.

Spritsparende Reifen mit einem solch geringen Rollwiderstand sind nur als Sommerreifen erhältlich. Gemessen an den Witterungsverhältnissen, ist bei Winterreifen eine hohe Haftung ein sehr wichtiger Sicherheitsaspekt. Hier ist also ein höherer Rollwiderstand nützlich und sollte angestrebt werden. Da dies bei Spritsparreifen nicht in dem benötigten Maße gegeben ist, können diese auch nur im Sommer sicher verwendet werden.

Zum Spritsparen mit den richtigen Reifen sind die Energieeffizienz und der Rollwiderstand also gute Indikatoren. Der Verbrauchsunterschied kann bis zu 0,5 Liter auf 100 km betragen.

Um sich für den richtigen Spritsparreifen entscheiden zu können und so auch ein paar Euro mehr zu sparen, lohnt sich immer ein Vergleich zwischen den einzelnen Herstellern und Anbietern. Der ADAC und auch Fachmagazine führen solche Vergleiche in regelmäßigen Abständen durch.

Auch der Reifendruck kann beim Spritsparen helfen

Ein höherer Reifendruck hilft, den Verbrauch zu reduzieren.

Ein höherer Reifendruck hilft, den Verbrauch zu reduzieren.

Wer zufrieden mit seinen Reifen ist oder nicht auf den Sicherheitsaspekt verzichten möchte, kann den Kraftstoffverbrauch durch die Reifen auch anders minimieren. Nicht nur die Art des Reifens kann den Spritverbrauch beeinflussen, auch der Reifendruck ist hierbei von Bedeutung.

Ist der Reifendruck zu niedrig, wird mehr Energie benötigt um das Fahrzeug zu bewegen. Hier steigt der Rollwiderstand, was zu dem erhöhten Energiebedarf führt. Der ADAC empfiehlt daher, darauf zu achten, dass es zu keinem Minderdruck kommt. Denn schon 0,2 bar zu wenig, können den Verbrauch um etwa ein Prozent erhöhen.

Daher hat ein hoher Reifendruck auf den Kraftstoffverbrauch eine positive Wirkung. Es ist auch schon aus Sicherheitsgründen ratsam, den Luftdruck regelmäßig zu überprüfen. Kommt nun auch der Aspekt der Kosteneinsparung hinzu, lohnt es sich umso mehr.

Die Herstellerangaben und Empfehlungen zum Reifendruck sollten hierbei auch beachtet werden. Diese Informationen befinden sich üblicherweise entweder auf der Innenseite des Tankdeckels oder innen an der Fahrertür. Auch die Bedienungsanleitung des Kfz sollte bzw. muss diese Informationen enthalten, da die Angaben verpflichtend sind.

Um durch den Reifendruck den Verbrauch zu reduzieren, kann der vom Hersteller angegebene optimale Wert noch etwas erhöht werden. Das sollte jedoch maximal 0,2 bar betragen. Neben der Reduzierung des Energiebedarfs und somit des Kraftstoffverbrauchs hat ein etwas höherer Reifendruck auch den Vorteil, dass sich auch der Verschleiß minimiert.

Aber Achtung: Zu hoch sollte der Druck auch bei Spritsparreifen nicht gewählt werden. Denn dies verringert die Haftung der Reifen, zum Beispiel bei Nässe oder Schnee. Somit steigt auch das Unfallrisiko oder die Wahrscheinlichkeit, dass ein Reifen platzt. Beides beeinträchtigt die Sicherheit im Straßenverkehr. Ein zu hoher Reifendruck, bei Spritsparreifen und allen anderen Reifen auch, wirkt sich daher eher negativ aus.

Zusammenfassung: Welchen Einfluss Reifen auf den Verbrauch haben

Ein niedriger Rollwiderstand bei Reifen senkt den Verbrauch.

Ein niedriger Rollwiderstand bei Reifen senkt den Verbrauch.

Durch die speziellen Spritsparreifen sind Einsparungen beim Verbrauch möglich. Auch der richtig gewählte Reifendruck kann sich positiv an der Tankstelle bemerkbar machen. Zusammenfassend sind nachfolgend nochmal die wichtigsten Hinweise aufgeführt:

  • Spritsparreifen werden auch Leichtlaufreifen, Energy-Reifen, Energiereifen oder Eco-Reifen genannt
  • Die Gummimischung und der Aufbau von Spritsparreifen vermindert den Rollwiderstand
  • Der Rollwiderstand wird auf dem EU-Reifenlabel angezeigt. Reifen mit besonders niedrigem Widerstand erhalten die Kraftstoffeffizienzklasse A
  • Der Verbrauchsunterschied kann bis zu 0,5 Liter auf 100 km betragen
  • Aufgrund ihrer Beschaffenheit sind Spritsparreifen nur als Sommerreifen erhältlich
  • Der richtige Reifendruck verringert den Spritverbrauch
  • Ein geringer Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und somit den Verbrauch
  • Ein zu hoher Reifendruck kann gefährlich werden
  • Ein Luftdruck von maximal 0.2 bar über der Empfehlung des Herstellers ist ratsam
Ein sparsames Auto, die vorausschauende Fahrweise und die richtigen Reifen beziehungsweise der richtige Reifendruck können den Verbrauch positiv beeinflussen. Einige Fahrer setzten jedoch auch auf das Motortuning und auch auf das sogenannte Eco-Tuning. Spritsparreifen zählen jedoch nicht zum Tuning.
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