Amtsgericht München: Fahrverbot wegen Beleidigung und wiederholter Nötigung

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →
News vom 30.08.2017 um 12:52 Uhr

Ein Fahrverbot wegen Beleidigung im Straßenverkehr kann zusätzlich zur Geldstrafe angeordnet werden.

Ein Fahrverbot wegen Beleidigung im Straßenverkehr kann zusätzlich zur Geldstrafe angeordnet werden.

München – Ein anderer Autofahrer nimmt Ihnen die Vorfahrt oder klaut Ihnen den letzten Parkplatz: In Stresssituationen fällt es vielen Autofahrern schwer, Ruhe zu bewahren. Bei so manchem entlädt sich die Wut dann in einer Schimpftirade, andere zeigen der gegnerischen Partei den Stinkefinger oder machen die bekannte Scheibenwischer-Geste. Gedanken über mögliche Folgen machen sich die Betroffenen aber häufig nicht. Das kann gefährlich werden, wie ein Urteil des Amtsgerichtes München belegt. Ein Rentner erhielt nicht nur eine Geldstrafe, sondern auch ein Fahrverbot wegen Beleidigung und Nötigung im Straßenverkehr.

Fahrverbot wegen Beleidigung für aggressiven Rentner

Folgender Fall wurde vor dem Amtsgericht München verhandelt (Az.: 942 Cs 412 Js 230288/15): Ein 72-jähriger Rentner wollte auf die Gegenfahrbahn wechseln, da ein anderer Pkw seinen Fahrstreifen blockierte. In diesem Moment kam ihm ein Radfahrer entgegen. Der Autofahrer fuhr auf diesen direkt zu und drohte ihm damit, ihn umzufahren. Des Weiteren beschimpfte er den Fahrradfahrer.

Der aggressive Rentner wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.600 Euro verurteilt. Des Weiteren wurde ihm vom Gericht ein einmonatiges Fahrverbot wegen Beleidigung und Nötigung auferlegt. Die Richterin erklärte, dass in diesem Fall härtere Sanktionen verhängt wurden, da der Angeklagte bereits im Vorhinein schon zwei Mal wegen Nötigung im Straßenverkehr verurteilt worden war.

Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr

Beleidigungen und Nötigung im Straßenverkehr sind keineswegs ein Kavaliersdelikt. Wird einem anderen Verkehrsteilnehmer Gewalt angedroht, können eine Geld- bzw. Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, die Entziehung der Fahrerlaubnis, ein Fahrverbot sowie drei Punkte in Flensburg angeordnet werden. Geldstrafen können auch bei Beleidigungen erhoben werden. Ein Fahrverbot wegen Beleidigung ist zusätzlich als Nebenstrafe denkbar. In manchen Fällen kann der Gegner auch Schmerzensgeld einfordern.

Im folgenden Beitrag des MDR-Magazins „Hier ab vier“ wird näher auf die Ursachen und Folgen von Stress und Aggressionen im Straßenverkehr eingegangen:

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (38 Bewertungen, Durchschnitt: 4,21 von 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2018 des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.