Technik gegen Geisterfahrer durch autonomes Fahren

Fehlerquelle Mensch: Neue Technik gegen Geisterfahrer vorgestellt

News vom 27.06.2017 um 11:30 Uhr

Technik gegen Geisterfahrer: Ein autonomes Fahrzeug führt automatisch eine Vollbremsung durch, wenn Sie falsch fahren.

Technik gegen Geisterfahrer: Ein autonomes Fahrzeug führt automatisch eine Vollbremsung durch, wenn Sie falsch fahren.

Im Jahr 2016 kam es auf deutschen Straßen zu mehr als 2000 Meldungen über Geisterfahrer. Da diese Falschfahrten Menschen gefährden und sogar töten können, hat der Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen nun eine neue Technik vorgestellt, die potentielle Geisterfahrer mit einer automatischen Vollbremsung von dieser Straftat abhalten soll. Das Ziel? Eine Reduzierung der Unfälle durch Geisterfahrer auf Null.

Autonome Fahrzeuge sollen Geisterfahrer stoppen

Die Technik gegen Geisterfahrer funktioniert so: Bilder einer Kamera im Auto und das Navigationsgerät arbeiten zusammen und erkennen, wenn ein Autofahrer in die falsche Fahrtrichtung auf der Autobahn abbiegen will. Zunächst warnt ein Signalton den Autofahrer vor.

Reagiert er darauf nicht, löst das Fahrzeug eine Vollbremsung aus, um den Fahrer an seinem Vorhaben zu hindern. Der Fahrassistent kann laut ZF bereits bald in Serie gehen und ist ohne größeren Aufwand im Fahrzeug verbaubar.

Geisterfahrern drohen hohe Strafen

Durch eine Geisterfahrt wird der Straßenverkehr nicht selten maßgeblich gefährdet. Deshalb gilt das Fahren in die falsche Richtung als Straftat nach § 315c des Strafgesetzbuches (StGB) und wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet. Liegt Fahrlässigkeit vor, kann sich die Freiheitsstrafe auf zwei Jahre verringern. Zudem wird die Fahrerlaubnis normalerweise entzogen.

Teilautonomes Fahren auch gegen Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr

Nicht nur die Technik gegen Geisterfahrer soll die Verkehrssicherheit erhöhen, auch Handynutzern geht es an den Kragen.

Nicht nur die Technik gegen Geisterfahrer soll die Verkehrssicherheit erhöhen, auch Handynutzern geht es an den Kragen.

Neben der Technik gegen Geisterfahrer stellt ZF auch Maßnahmen bei unaufmerksamen Autofahrern vor: Eine integrierte Kamera am Rückspiegel kann den Blick des Fahrers scannen und erkennt, wenn dieser eine Zeit lang nicht auf die Fahrbahn schaut.

Ein Warnton kann dann vor Unfällen – beispielsweise durch die Nutzung eines Handys am Steuer – schützen. Der Fahrer des Wagens wird so für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr sensibilisiert.

Sollte der Fahrer auch weiterhin nicht den Blick auf die Straßen richten, löst ein Sensor aus, der durch ein Rütteln am Sicherheitsgurt eindeutige Signale an den Fahrer sendet.

Im weiteren Schritt besteht auch die Möglichkeit, dass das Auto zum Beispiel in einer Kurve selbst gegenlenkt oder ggf. ganz an die Seite fährt und anhält.

Auch die automatische Geschwindigkeitsreduktion bei Bodenwellen oder der Fahrspurwechsel bei Teilbaustellen kann durch eine von ZF vorgestellte Technikerweiterung im Auto zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Sehen Sie im Video, wie die Technik gegen Geisterfahrer funktioniert:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (13 Bewertungen, Durchschnitt: 4,31 von 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar