Volle Fahrt in Richtung JVA: Freiheitsstrafe für illegale Autorennen in Planung

News vom 01.06.2017 um 9:06 Uhr

Freiheitsstrafe: Illegale Autorennen sollen fortan härter bestraft werden.

Freiheitsstrafe: Illegale Autorennen sollen fortan härter bestraft werden.

Der Deutsche Bundestag wird heute über einen Gesetzentwurf beraten, der eine Freiheitsstrafe für illegale Autorennen vorsieht. Unter anderem soll die bloße Teilnahme an einer solchen Veranstaltung mit bis zu zwei Jahren Freiheitsentzug geahndet werden. Auch Raser müssen mit einer deutlich härteren Bestrafung als bisher rechnen. Ein entsprechendes Gesetz könnte noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

Freiheitsstrafe für illegale Autorennen: Bundesregierung will Gesetz auf den Weg bringen

Illegale Autorennen führen nicht selten zu schwerwiegenden Unfällen. Dieser Umstand ist auch der Politik nicht verborgen geblieben: Der Bundesrat setzt sich in einer Initiative für Freiheitstrafen bei der Teilnahme an illegalen Autorennen ein und legt einen entsprechenden Gesetzentwurf vor.

Am heutigen Donnerstag wird dieses Thema in der ersten Lesung im Deutschen Bundestag beraten. Ulrich Lange, verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dazu:

Illegale Autorennen und Raser, die leichtsinnig Menschenleben gefährden, sind nicht hinnehmbar. Daher ist es richtig, hier ein klares Zeichen der Abschreckung zu setzen.

Der Gesetzentwurf sieht als Form dieser Abschreckung für die Teilnehmer eine Freiheitsstrafe für illegale Autorennen von bis zu zwei Jahren vor. Kommt es zu einer Gefährdung anderer, sind fünf Jahre vorgesehen.

Wer den Tod eines Menschen durch ein illegales Autorennen verursacht oder einen Menschen schwer verletzt, muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bis zu zehn Jahren rechnen.

Auch Rasern soll eine Freiheitsstrafe drohen

Doch nicht nur durch überhöhte Geschwindigkeit bei Autorennen steigt das Unfallrisiko enorm: Auch Raser, welche die zulässige Geschwindigkeit weit überschreiten, verursachen immer wieder Unfälle. Daher erklärt Lange weiter:

Der Gesetzentwurf des Bundesrates geht in die richtige Richtung. Wir werden aber noch wichtige Änderungen vornehmen. Meines Erachtens sollten auch Fahrer, die alleine – also ohne Renngegner – in ähnlich gefährlicher Art und Weise über die Straßen rasen, genauso bestraft werden.

Konkret soll bei einer erheblichen, grob fahrlässigen oder rücksichtslosen Übertretung des Tempolimits eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren möglich sein. Details werden heute im Bundestag beraten. Der Entwurf soll am 21. Juni vor dem Rechtsausschuss diskutiert werden.

Übrigens: Der Gesetzentwurf zur Freiheitsstrafe für illegale Autorennen wird auch vom Bundesverkehrsministerium unterstützt.

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