Kfz-Versicherungsvergleich 2017: Hier finden Sie die beste Kfz-Versicherung

Autoversicherungen: Der beschwerliche Weg durch den Tarifdschungel

Vollkasko-Versicherung zahlt meist bei einem Unfall

Vollkasko-Versicherung zahlt meist bei einem Unfall

Einmal im Jahr berechnen die Versicherer ihre Tarife neu, dies geschieht jeweils zum 1. Oktober. Ab diesem Zeitpunkt lohnt sich der Kfz-Versicherungsvergleich, denn die Tarife sind dann für das neue Jahr aktuell. Die Kündigungsfrist für KFZ-Versicherungen läuft jedoch schon am 30. November aus. Wer seine Kfz-Versicherung kündigen will, der sollte dies also möglichst schnell tun. Momentan locken viele Anbieter mit attraktiven Neukunden-Verträgen. Autofahrer müssen hier jedoch vorsichtig sein: mag der Preis noch so verlockend erscheinen, wenn die Leistungen der Autoversicherung  zu gering sind, bleibt der Versicherungsnehmer im Schadensfall auf hohen Autoversicherungs-Kosten sitzen.

Wie finden Fahrzeughalter also eine zu ihren individuellen Bedürfnissen passende Kfz-Versicherung und Kaskoversicherung? Nicht alle Autoversicherungen beinhalten beispielsweise eine Unfallversicherung. Manche Autofahrer legen hierauf wert, während andere keine benötigen. Die günstigste Autoversicherung mit der besten Leistung lässt sich deswegen nicht pauschal bestimmen: Jeder Fahrzeughalter legt auf andere Dinge wert. Es kommt darauf an, herauszufinden, welche das bei Ihnen persönlich sind! Dabei soll Ihnen der vorliegende Ratgeber helfen. Denn die Frage „Wie sollte ich mein Auto versichern?“ hängt von sehr vielen Faktoren ab, in die wir Ihnen einen Einblick geben wollen.

Benutzen Sie jetzt unseren Kfz-Versicherungsvergleich

Gesetzliche Vorschriften zur KFZ-Versicherung in Deutschland

Zunächst möchten wir Sie auf die gesetzlichen Grundlagen der KFZ-Versicherung aufmerksam machen. In Deutschland muss jedes Kraftfahrzeug versichert sein; wird diese Pflicht missachtet, kommen verschiedene Sanktionen zur Anwendung. Ein Bußgeld oder sogar eine Freiheitsstrafe aufgrund von fehlender Kfz-Haftpflichtversicherung ist möglich – doch bei einem Unfall stehen Sie noch vor einem weitaus größeren finanziellen Problem. Denn wer kommt dann für den entstandenen Schaden auf? Nicht nur Ihr eigenes Auto kann von einem Totalschaden betroffen sein, sondern als Unfallverursacher müssen Sie auch für weitere entstandene Schäden aufkommen und dies kann extrem teuer sein.


Bei einem Unfall kommt es auf Ihren Versicherungsschutz an. Je nachdem, welche Autoversicherung Sie abgeschlossen haben, bezahlt die Autoversicherung, die hier als Unfallversicherung auftritt, einen bestimmten Anteil am Schaden. Autofahrer, die keine Versicherung haben, würden nicht nur leer ausgehen, sondern hätten oft auch nicht die Möglichkeiten, die entstandenen Kosten zu begleichen, da diese leicht auf einen 6-stelligen Betrag anwachsen können! Damit daher niemand nach einem Unfall Insolvenz anmelden muss und jeder Geschädigte Schadensersatz bekommt, besteht in Deutschland eine Kfz-Versicherungspflicht.

Kfz-Versicherung ist im „Pflichtversicherungsgesetz“ vorgeschrieben

Versicherungsvergleiche sind kompliziert. Aber Ersparnisse sind möglich

Versicherungsvergleiche sind kompliziert. Aber Ersparnisse sind möglich

In Deutschland existiert das sogenannte „Gesetz über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter“, auch „Pflichtversicherungsgesetz“ genannt. Es ist seit 1965 in Kraft. Es behandelt auch für das Verkehrsrecht relevante Punkte. Dort heißt es:

Der Halter eines Kraftfahrzeugs oder Anhängers mit regelmäßigem Standort im Inland ist verpflichtet, für sich, den Eigentümer und den Fahrer eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursachten Personenschäden, Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden (…) abzuschließen und aufrechtzuerhalten, wenn das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen (…) verwendet wird.

Jeder Autohalter in Deutschland muss deshalb gemäß seiner Schadensfreiheitsklasse eine Versicherungssumme einzahlen. Die Kfz-Versicherung stellt jedoch eine Solidargemeinschaft dar; d.h. alle Mitglieder zahlen regelmäßige Beiträge ein, die meisten Versicherungsnehmer müssen aber niemals Ansprüche auf finanzielle Ausgleiche stellen. Ihre Beiträge landen dann in einem gemeinsamen Topf, aus dem die Schäden reguliert werden.

Gleichzeitig sichert der Staat durch seine Gesetzgebung, dass jede in Deutschland angebotene Autoversicherung gewisse Leistungsstandards erfüllt, also beispielsweise als Unfallversicherung den Geschädigten Geld ausschüttet.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Versicherung zudem darauf, einen Versicherungsanbieter zu wählen, der seinen Sitz im Inland hat, denn auch dies verlangt das Pflichtversicherungsgesetz. Nicht verpflichtend für den Autohalter sind weitere Versicherungsleistungen, mit denen Sie Ihr Auto zusätzlich versichern können, wie z.B. die Insassenversicherung.

Ein systematischer, an Ihren Bedürfnissen und Ihrer Schadenfreiheitsklasse orientierter Kfz-Versicherungsvergleich hilft Ihnen, die Leistungen zu ermitteln, die Sie benötigen und so den richtigen Vertrag und die günstigste Autoversicherung zu finden.

Ohne Versicherungsschutz fahren ist strafbar

In Deutschland braucht jeder Fahrzeughalter eine Kfz-Haftpflichtversicherung

In Deutschland braucht jeder Fahrzeughalter eine Kfz-Haftpflichtversicherung

Doch was passiert, wenn jemand das Gesetz missachtet und keinen gesetzlichen Versicherungsschutz vorweisen kann? Auch hierzu findet sich im Pflichtversicherungsgesetz eine Angabe: laut § 6 kann eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten die Folge sein. Auch Geldstrafen von bis zu 180 Tagessätzen können vom Gericht als Strafe verhängt werden. Fährt der Autofahrer vorsätzlich ohne KFZ-Versicherung, kann sogar sein Auto eingezogen werden, wenn er gleichzeitig der Halter des Autos ist. Bei Vorsätzlichkeit der Fahrt ist das Strafmaß natürlicher höher, im Einzelfall wird dieses Delikt aber vor einem Gericht verhandelt. Fahren ohne eine KFZ-Versicherung ist somit mehr als nur eine Verkehrsordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeldbescheid und dazugehörigem Bußgeld erledigt sein würde!

Verschiedene Versicherungsarten

Um sich im Tarifdschungel der Kfz-Versicherungen zurechtzufinden, ist es sinnvoll, zunächst die einzelnen Arten von Kfz-Versicherungen zu unterscheiden. Man unterscheidet:

  • Versicherungen für verschiedene Fahrzeugtypen: für PKW, LKW, Motorrad oder Wohnmobil
  • Versicherungen mit unterschiedlichen Leistungen: Teilkasko, Vollkasko (Achtung: nur die Vollkasko-Autoversicherung schließt eine Unfallversicherung für das eigene Auto ein!)
  • Zudem ist die Kfz-Haftpflichtversicherung der obligatorische Bestandteil für jedes Kraftfahrzeug. So steht es im oben bereits erwähnten Pflichtversicherungsgesetz. Jedes Fahrzeug ist dabei in einer bestimmten Schadenfreiheitsklasse der Kfz-Haftpflicht, nach der sich die Kosten für die Kfz-Versicherung (unter anderem) berechnen.

Kfz-Versicherung fürs Wohnmobil

Bei einer Wohnwagenversicherung muss ein Halter einen Kfz-Haftpflichtvertrag abschließen. Ob dann noch Teilkasko oder Vollkaskoversicherung dazugebucht wird, ist optional. Da das Wohnmobil häufig nur wenige Monate im Jahr im Einsatz ist, wünschen sich Wohnmobilfahrer eine unkomplizierte Abwicklung der Versicherungsangelegenheiten bezüglich ihres Wohnmobils. Die Versicherer bieten dementsprechend Tarife an, die nicht nur die obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung beinhalten, sondern gleichzeitig Voll-Kasko oder Teil-Kasko. Beim Abschluss eines solchen Vertrags ist mit dem Bezahlen der Jahresprämie die Versicherung komplett – und der Halter des Wohnmobils kann sorgenlos verreisen.

Mit einem sogenannten „Saisonskennzeichen“ ist es möglich, Ihr Wohnmobil nur für einen bestimmten Zeitraum zu verwenden, z.B. während der Urlaubsmonate im Sommer. Der Vorteil besteht in einer günstigeren Prämie für die Versicherung, allerdings dürfen Sie Ihr Fahrzeug außerhalb des im Saisonskennzeichen festgelegten Zeitraums nicht benutzen. Der Versicherungsschutz besteht zwar dennoch, aber nur solange Ihr Auto nicht im öffentlichen Verkehr unterwegs ist.

Bei einer Wohnmobilversicherung muss besonders darauf geachtet werden, dass die Deckungssumme der Kfz-Versicherung hoch genug ist, um alle Schäden, die bei einem Unfall mit dem Wohnmobil entstehen, begleichen zu können. Ein Wohnmobil ist teurer als ein PKW, und deswegen ist der entstehende Schaden für den Halter viel größer. Sind Sie mit dem Wohnmobil im Ausland unterwegs, dann ist es sinnvoll, wenn Ihre Versicherung auch im Ausland Hilfe anbietet, am besten auch durch einen 24 Stunden Notruf.

Wenn Sie Ihren Erstwagen bereits versichert haben und nun eine zusätzliche Absicherung für Ihr Wohnmobil benötigen, dann lohnt es sich möglicherweise, Ihr Wohnmobil als Zweitwagen versichern zu lassen. Sie steigen dann gleich in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse ein und sparen Geld.

Kfz-Versicherung fürs Motorrad

Bei einem Unfall lohnt sich eine Vollkaskoversicherung

Bei einem Unfall lohnt sich eine Vollkaskoversicherung

Eine Motorradversicherung muss ebenfalls vom Halter abgeschlossen werden. Durch einen Versicherungsvergleich sollte eine günstige Motorradversicherung gewählt werden, die dennoch genügend Leistungen zur Schadensregulierung anbietet – entweder die gesetzliche Deckungssumme der Haftpflichtversicherung oder eine höhere Deckungssumme bis zu 100 Mio. Euro. Dies können Sie beim Abschluss des Tarifs entscheiden.

Es gibt auch hier die Möglichkeit, eine Motorrad-Vollkasko Versicherung abzuschließen, und auch Teilkasko ist möglich. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist jedoch auch für Motorräder obligatorisch.

Je nach Ihren Ansprüchen können Sie auch einen Auslandsschutz dazu buchen, oder Ihr Motorrad beim Transport auf beispielsweise einer Fähre versichern. Die Versicherer bieten auch oft eine schnelle und unbürokratische Hilfe im Schadensfall an. Bei einem Unfall mit dem Motorrad werden Ihnen so beispielsweise Reparatur erstattet, aber auch der Rückweg für Sie organisiert.

Oldtimerversicherung

Besitzer von Oldtimern fahren diese in der Regel nur selten und mit äußerster Vorsicht, zudem hängen sie meist sehr an ihren Autos und behandeln diese sehr vorsichtig. Die Kfz-Versicherer können deswegen eine Oldtimer-Versicherung recht günstig anbieten. Die Anbieter fragen aber bei einer Kfz-Versicherung Oldtimer sicherlich nach der jährlichen Fahrleistung des Oldtimers, um auszuschließen, dass das Auto vielleicht doch noch häufiger gefahren wird, als im günstigen Tarif kalkuliert.

Aber Vorsicht vor einer „Unterversicherung“ Ihres Oldtimers! Oldtimer können mit der Zeit an Wert gewinnen, weil sie beispielsweise als begehrte Sammlermodelle gelten. Es ist deswegen bei dem Abschluss einer Oldtimerversicherung angebracht, mit Ihrem Berate über die Wertsteigerung Ihres Oldtimers zu reden. Wird beispielsweise nur eine Wertsteigerung von 10 % im Schadensfall erstattet, so kann das den realen Wert Ihres Fahrzeugs unterschreiten, und im Schadensfall erhalten Sie nur einen Bruchteil des Werts Ihres Oldtimers zurück. Dies gilt auch, wenn Sie an dem Oldtimer Restaurationsarbeiten vorgenommen haben. Wenn beispielsweise die Ledersitze fachmännisch erneuert wurden, so ist damit ein Wertezuwachs Ihres Oldtimers inbegriffen, und dieser sollte sich in den Leistungen der Autoversicherung auch wiederspiegeln.

Versicherung für Anhänger

Auch die Versicherung eines Anhängers ist verpflichtend gemäß dem Pflichtversicherungsgesetz. Hier gibt es Kfz-Versicherer, die eine Kombination auf Teilkasko und Haftpflichtversicherung für Anhänger anbieten. Prüfen Sie, ob es auslangt, Ihren Anhänger mit einem Saison-Kennzeichen zu versichern. Denn wenn Sie ihn nicht regelmäßig verwenden und er die meiste Zeit in der Garage steht, so können Sie auf eine hohe Versicherungsgebühr verzichten!

Bei der Anhängerversicherung kommt es nicht auf die Schadenfreiheitsklasse an, die Beiträge sind immer bei 100 %. Manche Versicherungen stellen jedoch als Vertragsbedingung auf, dass das ziehende Fahrzeug beim selben Versicherer unter Vertrag steht. Die Kosten für die Anhängerversicherung sind von der Nutzung des Anhängers abhängig. Dabei ist entscheidend, ob der Anhänger privat oder gewerblich genutzt wird. Die gewerbliche Nutzung ist aufgrund der Intensität der Nutzung teurer. Auch das Modell des Anhängers ist relevant bei der Berechnung der Prämie für die Versicherung.

Kfz-Versicherung für LKW

Ein LKW kann auf verschiedene Weisen versichert werden: privat oder gewerblich sind die beiden häufigsten Kategorien. Wird die Kfz-Versicherung gewerblich eingerichtet – weil der LKW für gewerblichen Güterverkehr eingesetzt wird – so sind die Versicherungsprämien hier höher als bei der Privatnutzung. Denn bei der gewerblichen Nutzung kommt es häufiger zu Schäden, die durch die Versicherungen reguliert werden müssen.

Für die Höhe der Versicherungsprämie bei der Kfz-Versicherung für LKW kommt es auch darauf an, was im LKW transportiert wird. Gefährliche Güter können beispielsweise hohe Umweltbelastung verursachen, was sich in den Preisen für die LKW-Versicherung niederschlägt. Bei einem Diebstahl der im LKW transportierten Güter erstattet eine Autoinhaltversicherung den Schaden. Als zusätzliche Option des LKW-Versicherungstarifs macht die Autoinhaltversicherung Sinn, wenn teure Güter transportiert werden und dies regelmäßig geschieht. Bei gewerblicher Nutzung des Fahrzeugs ist ein optimaler Versicherungsschutz für den LKW äußerst wichtig, da am Bestehen des Unternehmens mehrere Existenzen hängen und im Schadensfall hohe Kosten entstehen! Deswegen sollte der Versicherungsschutz gewissenhaft überprüft und bei Bedarf ausgeweitet werden.

Insassenunfallversicherung

Laut einer Einschätzung der Stiftung Warentest lohnt sich eine Insassenunfallversicherung nicht, da die Leistungen dieser Versicherungen bereits durch die reguläre Kfz-Haftpflicht abgegolten sind. Bei einer Insassenversicherung sind alle Insassen eines Autos auf eine bestimmte Summe versichert, wenn es zu einem Autounfall kommt.

Was reguliert die Kfz-Haftpflichtversicherung?

Jeder Halter muss für sein Fahrzeug eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Die Leistungen, die diese Versicherung erbringt, betreffen diejenigen Schäden, die anderen Verkehrsteilnehmern durch den Betrieb von dem auf Sie versicherten Fahrzeugs entstanden sind. Wenn Ihnen ein Unfall passiert, und Sie für diesen verantwortlich sind, dann wird die Haftpflichtversicherung für die entstandenen Schäden einstehen.

Auch wenn Sie selbst keine Fehler in der Fahrweise begehen, kann Schaden durch Ihr Fahrzeug entstehen. Wenn Ihr Fahrzeug beispielsweise eine Ölspur hinterlässt, und andere Fahrzeuge aufgrund dessen ins Schlingern geraten, dann haften Sie – oder besser Ihre Versicherung – für die Schäden. Als Unfallversicherung zahlt sie außerdem an die Geschädigten Schadensersatz. In der Sprache des Gesetz nennt man diesen Sachverhalt „Gefährdungshaftung“.

Beachten Sie auch, dass nicht der Fahrer des Fahrzeugs über die Kfz-Versicherung versichert wird, sondern das Fahrzeug. Dies bedeutet, dass der Halter für jeden Schaden haftet, der durch sein Kfz entsteht. Oft ist der Fahrzeughalter auch der Fahrzeugfahrer. Aber wenn das Auto verliehen wird, haftet dennoch der Halter!

Eine Werkstattbindung kann die Kaskoversicherung günstiger machen

Eine Werkstattbindung kann die Kaskoversicherung günstiger machen

Bis zu welcher Summe die Kfz-Versicherung für Schäden aufkommt, das ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 4 des Pflichtversicherungsgesetzes). Kommt es zu einem Unfall mit mehreren Geschädigten, schüttet die Versicherung, um den Personenschaden zu beheben, aber höchstens 7,5 Mio. Euro aus. Hiervon sollen die Krankenhauskosten der Unfallopfer sowie anschließende Reha-Maßnahmen bezahlt werden. Kurzum: die Schadensregulierung nach einem Unfall wird durch die Leistungen der Kfz-Haftpflicht erledigt. Auch ein Schmerzensgeld bezahlt die Versicherung von diesem Geld. Zudem würde die Kfz-Versicherung auch noch eine regelmäßige Rente für die Unfallgeschädigten ausschütten, wenn diese aufgrund des Unfalls nicht mehr arbeitsfähig sind.

Neben den Personenschäden kommt die Kfz-Versicherung auch für die Sachschäden auf. Wenn beim Unfall beispielsweise auf der Autobahn eine Leitplanke zerstört wurde, wird die Kfz-Versicherung die Kosten hierfür tragen. Auch die Fahrzeuge der anderen Geschädigten werden auf Kosten der Kfz-Versicherung repariert. Der Unfallverursacher kann dies jedoch nicht in Anspruch nehmen: sein Fahrzeug wird nicht auf die Kosten der Kfz-Versicherung repariert! Hierzu ist es nötig, eine andere Art der Autoversicherung abgeschlossen zu haben, nämlich eine Vollkasko-Versicherung. Diese bietet auch dem Fahrer selbst eine Kfz-Unfallversicherung.

Das Auto versichern: Kosten der Kfz-Versicherung

Bei der Entscheidung für eine Kraftfahrzeugversicherung spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle. Doch zu sehr sparen lohnt sich nicht unbedingt, da dann die Leistungen im Schadensfall zu gering sein können. Schließlich sinken dieses Jahr zwar die Preise für Neukunden, doch das lässt sich nicht so recht mit der Tatsache verbinden, dass die Unfallanzahl in letzter Zeit anstieg und somit für die Kfz-Versicherer höhere Kosten anfielen! Der Zweifel am ausreichendem Umfang der erbrachten Leistungen dieser Autoversicherungen drängt sich auf.

Die Beiträge, die die Beitragszahler an ihre Kfz-Haftpflichtversicherung abgeben müssen, sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Somit können die Preise für die Kraftfahrzeugversicherung sehr stark divergieren.

Damit Ihnen die Vertragswahl leichter fällt, zeigen wir Ihnen im Folgenden, nach welchen Richtlinien die Versicherungsanbieter ihre Preisgestaltung vornehmen. Vor der Wahl eines bestimmten Tarifs sollten Sie am besten immer einen Kfz-Versicherungsvergleich vornehmen, der die Kosten und auch die Leistungen für die Autoversicherung in den Blick nimmt.

Schadenfreiheitsklasse bedingt die Versicherungsprämie

Sind Sie auf der Suche nach einem Vertrag, so beachten Sie, dass je nach Schadensklasse unterschiedliche Beitragssätze fällig werden. Je länger Sie allerdings ohne Unfälle mit Ihrem Fahrzeug fahren, desto stärker sinkt Ihre Versicherungsprämie. Das bedeutet wiederum, dass auch die Gebühr für die Kfz-Versicherung sinkt. Seit 1994 sind die Beitragssätze für die einzelnen Schadensklassen nicht mehr einheitlich, sondern unterscheiden sich in jeder Versicherung, was Sie berücksichtigen sollten, bevor Sie einen Vertrag wechseln. Bei der Wahl einer Kfz-Versicherung müssen Sie aufgrund desssen vergleichen, wie hoch die Kosten Ihrer Schadensfreiheitsklasse entsprechend ausfallen.

Die Schadenfreiheitsklasse der Kfz-Haftplichtversicherung

Es gibt verschiedene Schadenfreiheitsklassen in Deutschland. Hier sind die verbreitesten, jedoch nicht alle möglichen. Die meisten Autoversicherungen nutzen diese Abkürzungen:

TatbestandBußgeldPunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
Abstandsverstoß bei weniger als 80 km/h25 €eher nicht
...mit Gefährdung30 €eher nicht
...mit Sachbeschädigung35 €eher nicht
Abstandsverstoß mit mehr als 80 km/h
...Abstand weniger als 5/10 des halben Tachowertes75 €1Hier prüfen
...Abstand weniger als 4/10 des halben Tachowertes100 €1Hier prüfen
...Abstand weniger als 3/10 des halben Tachowertes160 €1 Hier prüfen
...Abstand weniger als 2/10 des halben Tachowertes240 €1 Hier prüfen
...Abstand weniger als 1/10 des halben Tachowertes320 €1 Hier prüfen
Abstandsverstoß mit mehr als 100 km/h
...Abstand weniger als 5/10 des halben Tachowertes75 €1Hier prüfen
...Abstand weniger als 4/10 des halben Tachowertes100 €1Hier prüfen
...Abstand weniger als 3/10 des halben Tachowertes160 €21 Monat1 MHier prüfen
...Abstand weniger als 2/10 des halben Tachowertes240 €22 Monate2 MHier prüfen
...Abstand weniger als 1/10 des halben Tachowertes320 €23 Monate3 MHier prüfen
Abstandverstoß mit mehr als 130 km/h
... Abstand weniger als 5/10 des halben Tachowertes100 €1Hier prüfen
...Abstand weniger als 4/10 des halben Tachowertes180 €1Hier prüfen
...Abstand weniger als 3/10 des halben Tachowertes240 €21 Monat1 MHier prüfen
...Abstand weniger als 2/10 des halben Tachowertes320 €22 Monate2 MHier prüfen
...Abstand weniger als 1/10 des halben Tachowertes400 €23 Monate3 MHier prüfen

Die Schadenfreiheitsklasse ist ein Element, das bei der Berechnung der Kosten für Versicherungstarife einer Autoversicherung berücksichtigt wird. Sie wird aber nicht nur für die Kfz-Haftpflichtversicherung genutzt, sondern auch für die Vollkasko-Versicherung. Bei einem Kfz-Versicherungsvergleich ist die Kenntnis ihrer eigenen Schadensklasse daher hilfreich.

Einfluss des Punktekontos auf den Versicherungsbeitrag

Ob jemand in Flensburg Punkte gemacht hat, auch dies kalkulieren die Versicherer in die Preise für seine Autoversicherung. Hat jemand bereits mehrere Punkte, so steigt sein Beitragssatz für die Kraftfahrzeugversicherung. Denn für eine Kfz-Unfallversicherung ist das Fahrverhalten des Antragstellers natürlich relevant. Gleichzeitig ist auch Menge an gefahrenen Kilometern pro Jahr maßgeblich. Dabei gehen die Versicherer davon aus, dass jemand, der nur wenig fährt, auch in weniger Unfälle verwickelt ist.

Autoversicherung: Zweitwagen bekommt bessere Schadenfreiheitsklasse

Wenn Sie einen Zweitwagen versichern wollen, hat die Schadensklasse Ihres Erstwagens hierauf Einfluss! Sie können damit rechnen, dass Ihnen für den Zweitwagen eine Einstufung in eine günstige Schadensklasse vorgeschlagen wird, wenn dieser ausschließlich von einem Halter gefahren wird, der bislang in einer guten Schadensklasse war. Doch bei einem Unfall werden bei dieser Zweitwagenversicherung oft auch beide Wagen hochgestuft!

Fahranfänger zahlen mehr für die Haftpflichtversicherung, Auto-Vollkasko und Teilkasko

Seit 1994 haben die Kfz-Versicherer in Deutschland mehr Möglichkeiten bei der Berechnung ihrer Tarife als vorher. Seitdem werden für die Einstufung eines Versicherungsnehmers in einem bestimmten Tarif noch weitere Posten relevant. So spielt das Alter des Fahrzeughalters eine Rolle bei den Kosten für eine Autoversicherung. Junge Fahranfänger müssen mehr bezahlen, als jemand, der schon einige Jahre Erfahrung am Steuer hat. Denn Unfälle treten aufgrund der geringeren Erfahrung bezüglich der Fahrpraxis bei jungen Autofahrern gehäuft auf; die Unfallversicherung muss dementsprechend häufiger einspringen, was höhere Kosten für die Schadensregulierung nach sich zieht. Deswegen gibt es für Fahranfänger eine eigene Schadensfreiheitsklasse.

Vertragsstrafe bei falschen Angaben

Bei einer Teilkasko- oder Vollkasko-Autoversicherung ist es auch von Bedeutung, wo das Auto abgestellt wird. In der eigenen Garage ist es besser aufgehoben als auf der Straße, somit sinkt in diesem Fall der Beitragssatz. Bei falschen Angaben beim Abschluss der Autoversicherung werden Vertragsstrafen fällig, oft muss dann eine ganze Jahresprämie zusätzlich bezahlt werden!

Bei der Versicherung: Auto-Modell kann Preis beeinflussen

Die Schadenfreiheitsklasse ist übertragbar

Die Schadenfreiheitsklasse ist übertragbar

Nicht allein die Schadensklasse bestimmt den Preis, den die Kfz-Unfallversicherung für ihre Versicherungsprämie festlegt. In die komplexen Berechnungen zur Höhe der Preise werden neben der Schadensklasse noch weitere Posten eingegliedert. Welche das sind und aus welchem Grund sie relevant für die Versicherer sind, das erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Ein Posten bei der Berechnung der Kosten für Autoversicherungen ist der Ort, an dem das Fahrzeug zugelassen wurde, die sogenannte „Regionalklasse“. An bestimmten Orten treten statistisch gesehen häufiger Unfälle auf, gerade was Vandalismus betrifft. Dann steigt der Beitragssatz für den Autohalter.

Auch das Modell des Fahrzeugs ist relevant für die Höhe der Prämie. Hier spielen ebenso statistische Erwägungen eine Rolle, beispielsweise wenn bekannt ist, dass bei einem bestimmten Modell ein bestimmter Schaden häufiger als üblich zu erwarten ist. Aufschluss hierüber geben die Kfz-Versicherungsklassen, auch unter dem Begriff „Typklassen“ geläufig.

Kfz-Versicherungsklassen 2017

Die Autoversicherungen lassen jedes Jahr abschätzen, wie hoch die Reparaturkosten von einzelnen Fahrzeugmodellen sind und ordnen diese dann in eine Typklasse (auch Kaskoklasse oder Haftpflichtklasse genannt) ein. Die Versicherungsklassen für Kfz bedingen also maßgeblich die Höhe der Versicherungsprämie für ein Auto. Ein Halter eines Oldtimers kommt dabei vergleichsweise günstig weg und wird in eine günstige Autoversicherungstypklasse eingeordnet. Schließlich werden Oldtimer nicht mehr oft gefahren und von ihren Besitzern sehr gut in Schuss gehalten. Aus diesem Grund können Kfz-Versicherungen für Oldtimer recht günstig sein!

Typklassen-Neueinstufung kann teuer sein

Was gibt es, passend zur aktuellen Kündigungsfrist der Kfz-Versicherer, neues bezüglich der Versicherungsklassen PKW in Deutschland? Zum Jahr 2015 hat sich für 26 Prozent aller Fahrzeuge in Deutschland etwas in den Versicherungsklassen bezüglich der Kfz-Haftpflicht geändert – 12 Prozent haben sich verbessert, wurden also in eine vorteilhaftere und günstigere Versicherungsklasse eingestuft. 14 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland allerdings finden sich nun in einer schlechteren Typklasse wieder, was mit einer höheren Versicherungsprämie verbunden ist.

Für die Halter der herabgestuften Autos kann sicher ein Wechsel von der Teilkasko in die Vollkasko-Versicherung durchaus lohnen! Denn es gibt für Vollkasko, Teilkasko und Haftpflichtversicherung unterschiedliche Kategorien bei den Typklassen. Damit einher geht, dass einem Fahrzeugmodell, das in der Teilkasko-Kategorie hinabgestuft wurde, eventuell in der Vollkasko-Kategorie keine teurere Typklasse zugewiesen wurde. So kann eine Teilkasko-Versicherung sich schlichtweg nicht lohnen, da Vollkasko nur wenige Euro teurer wäre.

Bei Erhöhung der Prämie gilt ein Sonderkündigungsrecht

Wird Ihr Fahrzeug nun in eine schlechtere Typenklasse eingestuft, so gehen damit eventuell höhere Versicherungsbeiträge einher. Für Verbraucher bedeutet das, dass ihnen ein Sonderkündigungsrecht ihres Kfz-Vertrages gewährt wird und ein Versicherungswechsel auch außerhalb der Kündigungsfrist machbar ist. Ob sich dies lohnt, muss der Einzelfall zeigen. Immerhin verwenden alle Versicherer die Typenklassen und erhöhen dementsprechend die Preise.

Kaskoversicherung: Optional für Autofahrer

Autofahrer benötigen nicht zwingend eine Kaskoversicherung. Sie lohnt sich jedoch für die meisten, da sie finanzielle Risiken reguliert, die Autofahrer sonst alleine schultern müssen. Zunächst wollen wir Ihnen den Unterschied Vollkasko/Teilkasko darlegen, um Ihnen die Entscheidung für oder gegen eine Kaskoversicherung zu erleichtern.

Was ist Teilkasko? Was zahlt die Teilkasko?

Was geschieht bei Schäden, die z.B. durch den Diebstahl des Fahrzeugs entstehen, durch Unwetterschäden, oder bei  Schäden am Auto aufgrund von Feuer und Explosionen? In diesem Fall ist es nützlich, eine Teilkasko-Versicherung abgeschlossen zu haben. Eine Teilkasko-Versicherung ist nicht verpflichtend; es liegt hier eine freiwillige Versicherungsleistung vor. Sie stellt eine Ergänzung zu der Kfz-Haftpflicht-Versicherung dar, bei der die Schadensregulierung auch auf das eigene Auto ausgeweitet wird.

Die Leistungen der Teilkaskoversicherung müssen genau geprüft werden

Die Leistungen der Teilkaskoversicherung müssen genau geprüft werden

Hierunter fallen auch Schäden, die durch Marderbisse oder Schmorbrände im Auto aufgrund fehlerhafter Verkabelung entstehen, durch Sturmschaden oder Hagelschaden. Jeder Tarif ist hier oft nur in Nuancen unterschiedlich; lesen Sie also vor dem Vertragsabschluss einer Teilkaskoversicherung genau den Vertrag, um festzustellen, welche Leistungen durch die jeweilige Kraftfahrzeugversicherung abgedeckt werden, und welche Ihre Teilkaskoversicherung nicht anbietet.

Aber nicht immer greift der Versicherungsschutz bei Teilkasko. Vandalismus beispielsweise ist nicht abgedeckt, und die Teilkasko ist auch keine vollwertige Unfallversicherung: denn das eigene Auto wird bei Schäden in einem Unfall nicht auf Kosten der Kfz-Versicherung repariert. Ob eine Teilkasko sinnvoll ist, ist also ausführlichen Überlegungen wert.

Teilkasko: Selbstbeteiligung und Werkstattsbindung verringern die Versicherungskosten

Eine günstigere Versicherungsprämie können Sie verhandeln, wenn Sie bei Unfallschäden eine Selbstbeteiligung zur Behebung von Schäden zahlen, oder sich verpflichten, Schäden in bestimmten Werkstätten beheben zu lassen, die eine Kooperation mit Ihrer Autoversicherung abgeschlossen haben.

Die Kosten für eine Teilkaskoversicherung berechnen sich nach ähnlichen Merkmalen wie bei der Kfz-Versicherung. Auch hier müssen gerade junge Fahrer mit hohen Prämien rechnen. Waren in den vergangenen zwei Jahren bereits Teilkaskoschäden am Auto vorhanden, steigen die Kosten für den Tarif. Die Schadenfreiheitsklasse der Kfz-Versicherung spielt jedoch bei der Teilkasko-Versicherung keine Rolle. Eine Alternative für eine Teilkasko-Versicherung kann auch ein Kfz-Schutzbrief sein. In einem Schutzbrief ist festgelegt, bei welchen Leistungen der Anbieter dem Autofahrer hilft, z.B. bei Pannen oder Diebstahl.

Was beeinhaltet Teilkasko?

Was deckt Teilkasko ab? In der Regel sind es diese Punkte, jedoch gibt es in den Vertragsbedingungen manchmal noch weitere Einschränkungen:

  • Marderschäden
  • Schäden in der Verkabelung (Schmorbrände)
  • Glasbruch
  • Wildunfälle
  • Sturmschäden
  • Überschwemmungen
  • Blitzschlag
  • Feuerschäden
  • Explosionen
  • Einbruchschäden

Vollkasko: Auto ist rundum abgesichert

Wer zahlt, wenn bei einem Unfall Ihr eigenes Auto beschädigt wurde, und Sie selbst als Unfallverursacher gelten?  Hier zahlt Ihre Vollkasko-Versicherung. Sie ist eine weitere Art der Autoversicherung und hat zusätzlich die Leistungen einer Teilkaskoversicherung. Auch die Vollkasko-Versicherung ist ein freiwilliger Bestandteil der Versicherungen für das Auto. Anders als bei einer Teilkasko-Versicherung können Sie hier Ihre Schadenfreiheitsklasse geltend machen, um einen günstigen Vertrag für die Kfz-Versicherung auszuhandeln.

Die Kosten für die Kfz-Versicherung lassen sich nicht pauschal vergleichen

Die Kosten für die Kfz-Versicherung lassen sich nicht pauschal vergleichen

Die Vollkasko-Versicherung deckt mehr Schäden ab, als eine Teilkasko-Versicherung. Sie ist aber auch meistens teurer. Eine Vollkasko-Versicherung lohnt sich also nicht für jeden Autofahrer! Aber sie beinhaltet eine Kfz-Unfallversicherung, mit der die meisten Schadensfälle abgedeckt sind.

Wer beispielsweise einen Neuwagen erwirbt, sollte erwägen, diesen durch eine Vollkasko-Versicherung zu versichern, da hier im Notfall (z.B. bei einem Totalschaden) die Schadensregulierung der Autoversicherung einen äußerst teuren Schaden behebt. Vollkasko-Versicherungen beheben auch ihre Angst vor Vandalismus: Die Vollkasko-Leistung beinhaltet auch die Reparatur von durch Vandalismus beschädigten Autos.

Ist Vollkasko sinnvoll? Sie sollten hier vergleichen, ob eine Vollkasko-Versicherung für Sie nicht nur ein wenig teurer als die Teilkasko-Option ist. Denn nach vielen Jahren in Teilkasko ohne Schaden kann sich der Wechsel in die Vollkasko-Versicherung lohnen, da Sie dann bereits in einer günstigen Schadenfreiheitsklasse sind – die Sie bei der Teilkaskoversicherung nicht gelten machen können, die jedoch bei der Vollkaskoversicherung zu günstigeren Beiträgen führen kann.

Vollkasko oder Teilkasko?

Vollkasko schließt die Leistungen einer Teilkasko-Versicherung ein, und zusätzlich sind Sie auch gegen Vandalismus und Unfallschäden versichert. Auch hier kann eine Selbstbeteiligung ausgehandelt werden. Unter bestimmten Umständen zahlt die Autoversicherung jedoch nicht, beispielsweise bei Trunkenheitsfahrten oder kaputten Reifen. Auch wenn trotz Fahrverbot gefahren wurde, werden die Versicherungen keine Leistung ausschütten oder diese drosseln. Aber bei Unfällen, die bei groben Verstößen gegen Verkehrsrecht und StVO passieren, nimmt diese Vollkaskoversicherung zumeist die Schadensregulierung vor.

Vollkasko Selbstbeteiligung

Bei den Vollkasko-Kosten müssen Sie auch Ihre Selbstbeteiligung kalkulieren. Bei einem Unfall erklären Sie sich durch die vertraglich abgesprochen Selbstbeteiligung bereit, diesen Beitrag selbst zu entrichten. Dafür kommt die Vollkaskoversicherung Auto-Fahrern bezüglich der Höhe der Versicherungsprämie entgegen. Die Vollkasko mit Selbstbeteiligung umfasst im Regelfall eine Eigenleistung von 500 Euro, die der Versicherungsnehmer bei Unfällen selbst bezahlen muss. Die Teilkasko-Selbstbeteiligung liegt normalerweise bei 150 Euro. Die Selbstbeteiligung bei der Teilkasko lohnt sich aber möglichweise nicht, dann nämlich, wenn die reguläre Teilkasko-Versicherungsprämie ohnehin nicht allzu hoch ist.

Kfz-Rechtsschutz

Auch diese Art der Autoversicherung kann freiwillig abgeschlossen werden. Sie beinhaltet eine Rechtsschutzversicherung bezüglich rechtlichen Problemen mit dem Kraftfahrzeug. Laut Experten sollte die Deckungssumme hier mindestens 250.000 Euro betragen. Ferner lohne sich der Kfz-Rechtschutz nur für Vielfahrer.

Kosten für die Kfz-Versicherung unterscheiden sich stark

Die einzelnen Tarife für Vollkasko, Teilkasko oder Autohaftpflichtversicherung können sehr stark divergieren. Deswegen ist es schwierig, einen Durchschnitts-Wert für die Versicherungskosten für das Auto anzugeben. Oben wurden sehr viele Elemente benannt, die Einfluss auf die Versicherungsprämie haben. Ein komplexes Zusammenspiel von vielen Posten hat die Höhe der Versicherungsprämie zum Ergebnis. Zusätzlich zur gesetzlich verpflichtenden Kfz-Haftpflichtversicherung kann auch noch eine Vollkasko- oder eine Teilkasko-Versicherung zugebucht werden, die als Kfz-Unfallversicherung die meisten Schadensfälle am Auto abdeckt. Auch dies erschwert die Angabe eines Durchschnittswertes für die Kosten der Versicherung. Die Autoversicherungs-Kosten lassen sich also nur individuell berechnen. Die Kfz-Versicherung für einen Alfa Romeo 4 C 1.8 T kostet beispielsweise 118 Euro pro Monat, wobei 49 Euro auf die Haftpflicht- und 69 Euro auf die Vollkasko-Versicherung anfallen. Hier hilft nur: selbstständig Vergleiche entsprechend dem eigenen Fahrzeugmodell und der Schadenfreiheitsklasse anstellen, um einen ungefähren Einblick in die individuellen Kosten für die Autoversicherung zu erhalten.

Sparen bei der Kfz-Versicherung für Fahranfänger

Kfz-Versicherungen für Fahranfänger sind meist teuer

Kfz-Versicherungen für Fahranfänger sind meist teuer

Es gibt gravierende Unterschiede, was die Kosten für die Autoversicherungen angehen. Und auch Fahranfänger behandeln nicht alle Versicherungen gleich. Zwar müssen diese generell eine höhere Prämie entrichten als andere Verkehrsteilnehmer. Doch trotzdem können auch Fahranfänger bei dem Abschluss ihrer ersten Autoversicherung sparen. Leider gibt es auch für junge Fahrer nicht die eine „günstige Kfz-Versicherung für Fahranfänger“.

Bezüglich der Kfz-Versicherung für „Anfänger“ kann es sinnvoll sein, das Kfz als Zweitwagen der Eltern anzumelden. Das ist sinnvoll aufgrund der Einstufung des Autos in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse. Wenn die Rede von „Kfz Versicherung übertragen“ ist, so ist genau dieses Verfahren gemeint. Dies ist je nach Vertragskondition in manchen Verträgen innerhalb der Familie möglich. Aber es können nur so viele Jahre Schadenfreiheitsklasse auf einen Fahranfänger übertragen werden, wie dieser bereits seinen Führerschein hat. Jemand, der seit 3 Jahren seinen Führerschein besitzt, wird so in Schadenfreiheitsklasse 3 (SF 3) eingestuft. Die Übertragenden verlieren dabei ihren gesamten Schadenfreiheitsrabatt. Wenn also ein Elternteil seinem Kind die Schadenfreiheitsklasse übertragen will, können unter Umständen viele Jahre der Schadenfreiheit schlichtweg verfallen. Dies ist der Fall, wenn der Elternteil beispielsweise in der SF 20 ist – also 20 Jahre ohne Unfall fuhr – und dessen Kind den Führerschein erst seit 3 Jahren hatte. Das Kind wird nach der Übertragung in SF 3 sein und dementsprechend auch die Beiträge zahlen müssen. Der Übertragende ist dann wieder in der Schadenfreiheitsklasse 0, zahlt also wieder 100 % der Prämie ein.

Eine andere Möglichkeit für Fahranfänger, mit der sie beim erstmaligen Abschluss der Kfz-Versicherung Geld sparen können, ist folgende: Fahranfänger sollten nach dem Erwerb des Führerscheins 3 Jahre warten, um direkt bei der Anmeldung von einer attraktiveren Schadensklasse zu profitieren, der Schadensklasse 1/2. Manche Versicherer bieten Fahranfängern auch an, nach dem Bestehen eines Fahreignungstests eine günstigere Prämie zu bekommen. Holen Sie sich hierzu Informationen am besten direkt beim Autoversicherer ein.

Fahranfänger haben keinen „Rabattschutz“

Fahranfänger können zu Ihrer Fahrzeugversicherung außerdem oft keinen „Rabattschutz“ dazu buchen, oder dieser ist weitaus teurer, als für Fahrzeughalter in einer besseren Schadensklasse. Um hier einen passenden Vertrag für die Kfz-Unfallversicherung auszuwählen, sollten Sie verschiedene Optionen vergleichen, damit Sie nicht zu viel bezahlen.

Wie entscheide ich mich für einen Vertrag?

Versicherungsvergleiche der Autoversicherung

Versicherungsvergleiche der Autoversicherung

Bei der Entscheidung, den Vertrag zu kündigen und zu wechseln: Lassen Sie sich nicht von der Werbung täuschen! Gerade Neukunden werden oft mit Angeboten für die Fahrzeugversicherung gelockt, die nur attraktiv wirken – es aber nicht sind. Oft lohnt sich der Wechsel zu anderen Autoversicherungen gar nicht, da zwar die Versicherungsprämie für einen Neukunden günstiger wirkt, aber im Endeffekt die Kfz-Versicherung weniger Leistung erbringt, als die bisherige!

Wenn Sie den Vertrag wechseln und bei Ihrem bisherigen Autoversicherer einen sogenannten „Rabattschutz“ dazu gebucht hatten, müssen Sie ebenfalls vorsichtig sein! Der sogenannte Kfz-Versicherungs-„Rabattschutz“ wird an Ihre neue Autoversicherung nämlich nicht weitergegeben, da Sie diesen schließlich nur bei Ihrer jetzigen Versicherung gebucht haben. Der Rabattschutz bewirkt, dass Sie je nach Vertragsbedingungen z.B. einmal pro Jahr einen Schaden frei haben. Trotz eines Schadens wird also keine Hochstufung im Versicherungsbeitrag vorgenommen, sodass Sie weiterhin von günstigeren Beitragssätzen profitieren. Bei neuen Verträgen gibt es die Rabattschutz-Option oft nicht. So kann der vermeintlich günstigere Vertrag, in den Sie wechseln möchten, sich bei einem Unfall doch als teurer entpuppen, da Ihre Schadensklasse sich bei dem Wechsel verschlechtert.

Ein Beispiel soll dies illustrieren: Herr Müller ist in der SF 11 (= Schadenfreiheitsklasse 11). Seit 11 Jahren hat er mit seinem Auto keinen Unfall verursacht, die Unfallversicherung musste nicht einspringen; aus diesem Grund wurde sein Beitragssatz für die Fahrzeugversicherung gedrosselt. Er muss für seine Kfz-Haftpflichtversicherung nun nur noch 35 % der Versicherungsprämie zahlen.Durch einen von ihm verursachten Unfall müsste ihn die Autoversicherung eigentlich in die SF M (= Schadenfreiheitsklasse Malus) einordnen und seine Versicherungsprämie erhöhen. Aber da er den Rabattschutz zugebucht hatte, wird er von seiner Fahrzeugversicherung nun nur in SF 7 heruntergestuft. Es ist vertraglich geregelt, welches Ausmaß die Herabstufung in der Schadensklasse bei einem Unfall hat, wenn Sie den Rabattschutz zubuchen. In dem Beispiel ist nun Herr Müllers Versicherungsprämie für die Kfz-Versicherung immer noch höher als vorher, aber nach wie vor günstiger, als sie in Klasse M wäre.Nun wechselt Herr Müller jedoch den Anbieter für Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung – und wird vom neuen Anbieter in Schadenfreiheitsklasse M eingeordnet. Er muss eine höhere Prämie zahlen als jemals zuvor. Sein alter Kfz-Versicherer hat den neuen nicht über die Rückstufung informiert. Wenn Sie also vorhaben, Ihre Kfz-Versicherung zu wechseln, dann sollten Sie berücksichtigen, dass Sie Ihren Rabattschutz nicht übertragen können – und sich somit im schlimmsten Fall beim neuen Versicherer in einer viel teueren Schadenfreiheitsklasse wiederfinden!

Deckungssumme der KFz-Haftpflichtversicherung vergleichen

Gesetzlich sind die Kfz-Versicherungen in ihrer Funktion als Unfallversicherung bis zu einem Ausgleich von 7,5 Mio. Euro für Personenschäden und 1,12 Millionen Euro für Sachschäden verpflichtet. Wird der Unfall teurer, muss der Unfallverursacher für die Schäden aufkommen. Da Unfälle tatsächlich weitaus teurer für den Verursacher werden können, empfiehlt es sich, eine Kfz-Versicherung zu wählen, die eine höhere Deckungssumme anbietet. Dies kostet vergleichsweise nur wenig mehr.

Wenn Sie den Vertrag wechseln, überträgt der alte Versicherer Ihre Daten  an den neuen Versicherer. Dieser erfährt, in welcher Schadenfreiheitsklasse Sie bislang waren, wie viele Jahre Sie ohne einen Schaden fuhren und ob und wie viele Schäden in den vergangenen 2 Jahren durch Ihr Fahrzeug verursacht wurden. Der sogenannte „Rabattschutz“ wird allerdings an Ihren neuen Versicherer nicht weitergegeben, was Sie unbedingt berücksichtigen sollten!

Wechsel und Kündigung der Kfz-Versicherung ist nur zu bestimmten Fristen möglich

Bei einem Totalschaden von einem Neuwagen lohnt sich Vollkasko oft

Bei einem Totalschaden von einem Neuwagen lohnt sich Vollkasko oft

Der Wechsel der Kfz-Versicherung verläuft in der Regel unkompliziert. Sie müssen dabei Ihre bisherige Autoversicherung kündigen. Viele Anbieter machen es Ihren Kunden dabei leicht, indem sie Wechsel-Angebote anbieten. Setzen Sie ein Kündigungsschreiben Kfz-Versicherung auf und senden Sie es am besten per Einschreiben an den bisherigen Anbieter. Der Wechsel Kfz-Versicherung verläuft fließend, sodass Ihr Versicherungsschutz jederzeit besteht. Die Autoversicherungskündigung muss – solange Sie nicht von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen – bis zum 30. November beim Versicherer angekommen sein. In der Zwischenzeit melden Sie sich bei einer neuen Versicherung an. Ihre neue Versicherung tritt dann am 1.1. des Folgejahrs in Kraft. Bis dahin greift noch der Versicherungsschutz bei Ihrem alten Anbieter.

Preise vergleichen, sparen und trotzdem sicher fahren

26 Prozent aller Autofahrer bleiben bei ihrer ersten Versicherung. Das ist zwar ein bequemer Weg; aber sparen können Sie nur, wenn Sie regelmäßig die Preise der Kfz-Versicherer vergleichen. Preisunterschiede von über 50 Prozent sind keine Seltenheit! Die eine günstige Autoversicherung, die für jeden Kfz-Fahrer attraktiv ist, gibt es allerdings nicht. Nur ein Kfz-Versicherungsvergleich kann Ihnen die Optionen aufzeigen, so dass Sie Ihre Autoversicherungskosten so niedrig wie möglich halten. Autohaftpflichtversicherung, Vollkaskoversicherung und Teilkasko sind definitiv einen Preisvergleich wert. Doch Sie sollten auch nicht unter allen Umständen Ihre Kfz-Versicherung wechseln – vielleicht sind Sie schon bei der für Sie passenden Fahrzeugversicherung aufgehoben.

In der Kfz-Versicherungen-Liste können Sie sich ansehen, welche großen Anbieter für Kfz-Versicherungen es in Deutschland gibt. Noch einige Worte zu den Kfz-Direktversicherer-Angeboten: die Kfz-Direktversicherung zeichnet sich durch besonders günstige Tarife aus, denn die Verwaltungsstrukturen der Versicherer sind hier klein gehalten, da eine Direktversicherung online abgeschlossen werden kann. Eine Auto-Direktversicherung bietet sich daher vor allem für Autofahrer an, die weniger wert auf persönliche Gespräche mit Ihrem Berater legen und bequem von zu Hause Ihre Vertragsangelegenheiten erledigen wollen.

BeschreibungBußgeldPunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze
... beim 1. Mal500 €21 Monat1 MHier prüfen
... beim 2. Mal1000 €23 Monate3 MHier prüfen
... beim 3. Mal1500 €23 Monate3 MHier prüfen
Gefährdung des Verkehrs unter Alkoholeinfluss (gilt ab 0,3 Promille)3Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder GeldstrafeHier prüfen
Alkoholgehalt im Blut ist über 1,09 Promille3Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder GeldstrafeHier prüfen

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