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Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger: Hohe Versicherungsbeiträge

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 29. Juli 2021

Die erste eigene Autoversicherung ist teuer

Der Traum vom ersten eigenen Auto begleitet Jugendliche meist schon in frühen Jahren. Endlich unabhängig von den Eltern oder öffentlichen Verkehrsmitteln sein und so viel mehr Flexibilität genießen.

Die erste Hürde auf dem Weg dorthin ist ein erfolgreicher Abschluss der Führerscheinprüfung in der Fahrschule. Danach steht noch die Anschaffung eines eigenen Kfz an. Diese beiden Komponenten sind meist schon ein enormer Kostenfaktor.

Und dann kommen noch die Unterhaltskosten dazu. Diese sind besonders hoch, denn die Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger sorgt für hohe Beiträge. Doch welche Schadenfreiheitsklasse hat ein Fahranfänger genau? Unser Ratgeber beantwortet diese Frage.

FAQ: Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger

Was ist eine Schadenfreiheitsklasse?

Die Schadenfreiheitsklasse ist für Fahranfänger und ältere Verkehrsteilnehmer ein wichtiger Indikator für die Kosten der Kfz-Versicherung in verschiedenen Versicherungsklassen. Je nachdem, in welche Klasse Sie eigeordnet werden, erhalten Sie einen höheren Schadenfreiheitsrabatt.

Welche SF-Klasse habe ich als Fahranfänger?

Die Schadenfreiheitsklasse für Anfänger, die weniger als drei Jahre Fahrerfahrung nachweisen können ist 0. Das bedeutet, dass die Beitragshöhe zur Haftpflichtversicherung in aller Regel zwischen 200 und 260 Prozent liegt.

Wie kann ich als Fahranfänger bei der Versicherung sparen?

Um hohe Beiträge durch die Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger zu umgehen, kann es sich lohnen, den Wagen über ein anderes Familienmitglied versichern zu lassen.

Was ist die SF-Klasse für Fahranfänger?

Für Fahranfänger spielt die Schadensfreiheitsklasse sowohl bei der Kasko- als auch bei der Haftpflichtversicherung eine Rolle.
Für Fahranfänger spielt die Schadensfreiheitsklasse sowohl bei der Kasko- als auch bei der Haftpflichtversicherung eine Rolle.

Damit in Deutschland ein Kraftfahrzeug die Zulassung für eine Teilnahme am Straßenverkehr erhalten kann, muss es über eine gültige Haftpflichtversicherung verfügen. Diese stellt sicher, dass Unfallschäden, die der Fahrer an Fahrzeugen von Dritten verursacht hat, abgedeckt sind.

Die Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger und längere Führerscheinbesitzer gibt quasi an, wie lange diese schon unfallfrei am Straßenverkehr teilnehmen. Je besser die Schadenfreiheitsklasse ist, desto höher fällt der Schadenfreiheitsrabatt aus.

Da Fahranfänger über wenig bis gar keine Erfahrung im Straßenverkehr verfügen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese einen Unfall bauen natürlich deutlich höher. Daher ist die Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger 0.

Je nach Versicherungsanbieter entspricht diese SF für Fahranfänger einem Beitragssatz zwischen 200 und 260 Prozent.

Gut zu wissen: Die Schadenfreiheitsklasse ist nicht nur für den Abschluss der Haftpflichtversicherung von Bedeutung. Auch bei einer Vollkasko wirkt sie sich auf die Beitragshöhe aus. Lediglich bei einer Teilkasko hat die Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger keinerlei Bedeutung, da dieses Versicherungsmodell keine selbst verursachten Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt.

Welche weiteren Faktoren wirken sich auf die Versicherungsprämie aus?

Nicht nur die Schadenfreiheitsklasse ist für Fahranfänger ein Kriterium zur Bemessung der Versicherungsprämie. Auch andere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Das sind zum Beispiel:

  • Jährliche Kilometerleistung: Je größere Strecken ein Fahrzeug im Jahr zurücklegt, desto höher ist auch die Unfallgefahr. Dementsprechend zahlen Vielfahrer höhere Beiträge.
  • Marke und Modell: Einige Modelle und Automarken sind häufiger in Unfälle verwickelt, was dazu führt, dass für diese Fahrzeuge auch eine höhere Versicherungsprämie anfällt.
  • Standort des Wagens: Steht der Wagen in einer Garage oder einem ähnlichen Ort, wirkt sich das positiv auf die Beiträge aus.
  • Zahlungsmodell: Bezahlen Sie die Versicherungssumme jährlich erhalten Sie in aller Regel einen Rabatt.

Gut zu wissen: Wie bereits erwähnt ist eine Haftpflichtversicherung Voraussetzung für eine Zulassung des Kfz. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung ist hingegen nicht verpflichtend. Sie können also selbst entscheiden, ob Sie einen zusätzlichen Schutz für das Kfz abschließen möchten oder nicht.

Können Sie als Fahranfänger die SF-Klasse umgehen?

Durch die Versicherungen der Eltern lässt sich die schlechte SF-Klasse für Fahranfänger vermeiden.
Durch die Versicherungen der Eltern lässt sich die schlechte SF-Klasse für Fahranfänger vermeiden.

Da bei einem Fahranfänger die Schadenfreiheitsklasse zu hohen Kosten für die Versicherung führt, fragen sich viele Betroffene, ob sie diese irgendwie umgehen können. Grundsätzlich haben Sie zwei Optionen dafür:

  • Schadenfreiheitsrabatt übertragen: In Deutschland ist es möglich, einen Schadenfreiheitsrabatt zu übertragen. Das kann sich beispielsweise lohnen, wenn die Eltern einen Zweitwagen versichert haben und diesen nicht mehr benutzen möchten. Dann kann der Schadenfreiheitsrabatt der Eltern auf den Fahranfänger übertragen werden. Bedenken Sie allerdings, dass sich dieser Schritt nicht mehr rückgängig machen lässt, wenn die Eltern doch wieder einen Zweitwagen benötigen.
  • Fahrzeug über die Eltern versichern lassen: Sie haben als Fahranfänger zudem die Möglichkeit, Ihr Fahrzeug über die Eltern versichern zu lassen. Das spart zwar Kosten, hat aber auch den Nachteil, dass Sie keine bessere Schadenfreiheitsklasse erreichen können, da Sie nicht der Hauptversicherungsnehmer sind.

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