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Fahrverbot – Wann es verhängt wird und wie es umgangen werden kann

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 6. Oktober 2021

Der Ratgeber zum Fahrverbot wegen Ordnungswidrigkeiten, Straftaten oder Krankheiten

Das Fahrverbot ist eine der höchsten Maßnahmen, die im Bußgeldkatalog verzeichnet sind. Je nach Schwere eines Delikts kann auch eine Freiheits- oder Geldstrafe verhängt werden. Jedoch ist das in der Regel nur bei besonders schweren Vergehen der Fall, welche die Sicherheit des Straßenverkehrs stark beeinflussen.

Geblitzt! Wann droht ein Fahrverbot?

Wann Fahrverbote erfolgen ist je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:

FAQ: Fahrverbot

Was ist ein Fahrverbot?

Das Fahrverbot ist eine Sanktion, die nach geltendem Bußgeldkatalog verhängt werden kann. Bei einem Fahrverbot müssen Sie Ihren Führerschein bei der zuständigen Behörde angeben. Sie erhalten Ihn nach Ablauf der Frist automatisch zurück.

Wie lange geht ein Fahrverbot?

Ein Fahrverbot wird im Gegensatz zu einem Führerscheinentzug normalerweise zwischen einem und drei Monaten angeordnet.

Wann droht ein Fahrverbot?

Ein Fahrverbot kann bei verschiedenen Verstößen gegen die StVO drohen: bei einem Rotlicht- oder Tempoverstoß, bei Alkohol und Drogen am Steuer oder bei Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes.

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Normalerweise hat der Verstoß „Handy am Steuer“ kein Fahrverbot zur Folge.

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Das Verbot ist immer dann besonders ärgerlich, wenn der Betroffene beruflich auf das Auto angewiesen ist. Dann empfiehlt es sich, einen Anwalt zurate zu ziehen, der Fahrverbote abwenden kann. Um das Fahrverbot aber erst gar nicht zu begehen, sollen zuerst die Begrenzungen genannt werden, ab dem dieses erworben werden kann.

Ein Fahrverbot kann entweder durch ein Urteil des Strafgerichts aufgrund einer Straftat im Straßenverkehr erfolgen oder wegen einem Bußgeldbescheid festgesetzt werden. Damit werden Fahrverbote erst mit der Rechtskraft des Urteils oder dem Eintreffen des Bußgeldbescheids wirksam. Sollte der Fall bis zum Amtsgericht weitergeleitet und hier kein Rechtsmittel eingelegt werden, wird das Fahrverbot eine Woche nach der Zustellung des Urteils wirksam. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn der Fahrer nicht an der Verhandlung teilgenommen hat. Sollte der Betroffenen an der Verhandlung teilgenommen haben, gilt das Fahrverbot eine Woche nach der Verkündung des Urteils.

Die Frist des Fahrverbots beginnt erst nach der amtlichen Verwahrung des Führerscheins bei der zuständigen Behörde oder Institution. Ein Fahrverbot ist auf maximal 3 Monate beschränkt. Ein 6-Monate-Fahrverbot beispielsweise gibt es, zumindest im Verkehrsrecht, nicht.

Fahrverbot und Fahrerlaubnisentzug

Im Gegenteil zum Fahrverbot kann bei besonders schweren Vergehen die Entziehung der Fahrerlaubnis drohen. Um beide Begrifflichkeiten voneinander zu unterscheiden, müssen erst einmal die Definitionen von Fahrerlaubnis und Führerschein geklärt werden:

  • Fahrerlaubnis: Das ist die Berechtigung ein Fahrzeug zu führen.
  • Führerschein: Das ist das amtliche Dokument, welches die Erlaubnis des Fahrens eines Kfz bescheinigt. Außerdem sind auf ihm die Führerscheinklassen vermerkt, welche der Besitzer führen darf.

Wie bereits erwähnt, kann das Fahrverbot maximal 3 Monate andauern. Befindet das Gericht oder die Fahrerlaubnisbehörde, dass der Fahrer nicht zum Führen von Fahrzeugen geeignet ist, kann der Fahrerlaubnisentzug die Folge sein. Bei dieser Maßnahme wird die Erlaubnis des Fahrens entzogen, sodass der Betroffene erst einmal eine Sperrfrist abwarten muss. Kurz nach Ablauf dieser darf er eine neue Fahrerlaubnis beantragen und muss aufzeigen, dass er verschiedene Maßnahmen wie etwa eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) durchlaufen hat, um sein Verhalten im Verkehr zu bessern. Fährt er während der Sperrfrist Auto, liegt der Tatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor. Das hat schwere Strafen zu Folge!

Ab wie viel Punkten droht ein Fahrverbot?

Ab wie viel Punkten droht ein Fahrverbot? Auch beim  Handy am Steuer?
Ab wie viel Punkten droht ein Fahrverbot? Auch beim Handy am Steuer?

Der aktuelle bzw. offizielle Bußgeldkatalog ist in Bezug auf Vergehen im Straßenverkehr folgendermaßen gestaffelt:

  1. zwischen 5 und 55 Euro: Verwarnungsgeld
  2. über 55 Euro: Bußgeld
  3. 1 Punkt: Ordnungswidrigkeit (in der Regel ab einem Bußgeld von über 60 Euro)
  4. 2 Punkte: grobe Ordnungswidrigkeit mit Fahrverbot und Straftat
  5. 3 Punkte: Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis

Es gibt keine grundsätzlichen Regelungen, ab welchem Bußgeld ein Fahrverbot und Punkte erwartet werden können. Allgemein kann man sagen, dass Bußgelder über 60 Euro mit einem Punkt geahndet werden. Jedoch gilt dies nicht für alle Vergehen ab diesem Wert. Punkte in Flensburg gibt es nur bei Ordnungswidrigkeiten über 60 Euro, wenn die Tat unmittelbar die Sicherheit des Verkehrs gefährdet. So müssen Fahrer seit der Einführung der StVO-Novelle am 28. April 2020 zwar ein Bußgeld von 100 Euro für das Fahren in einer Umweltzone ohne eine gültige Umweltplakette zahlen, aber keinen Punkt erwarten. Der Verstoß Handy am Steuer, der nachweislich die Konzentration des Fahrers reduziert, kostet 100 Euro und einen Punkt.

Ein Vergehen, welches 2 Punkte verursacht, zieht ein Fahrverbot nach sich.

Die Höchstzahl ist 8 Punkte in Flensburg, bevor ein Fahrverbot droht. Jedoch wird hier dann nicht mehr von einem Fahrverbot als solches gesprochen, sondern vom Fahrerlaubnisentzug. Die Länge des Fahrverbots kann nicht anhand der Punkte pauschal gesagt werden. Dies ist dann jedoch im aktuellen Bußgeldkatalog ersichtlich.

Fahrverbot: Alkohol- und Drogendelikte werden hart bestraft

Alkohol und Drogen am Steuer sind schwerwiegende Vergehen im Straßenverkehr, die die Sicherheit auf öffentlichen Straßen massiv stören. Aus diesem Grund sind im Bußgeldkatalog auch harte Strafen für diese Delikte vorgesehen. In Deutschland gilt eine gesetzliche Promillegrenze von 0,5. Wer über diesen Wert kommt und ein Fahrzeug fährt, muss mit einem Fahrverbot rechnen. Alkohol-Delikte werden in der Regel mit einem hohen Bußgeld, Punkten in Flensburg sowie einem Fahrverbot geahndet:

  • Mit 0,5 Promille oder mehr ein Fahrzeug bedient: 500 Euro und 1 Monat Fahrverbot
  • …beim zweiten Mal: 1.000 Euro und 3 Monate Fahrverbot
  • …beim dritten Mal: 1.500 Euro und 3 Monate Fahrverbot

Wer den Verkehr unter Alkoholeinfluss gefährdet, kann bereits ab 0,3 Promille Schwierigkeiten bekommen. Hierbei kann es mit der Entziehung des Führerscheins, einer Freiheits- oder Geldstrafe enden. Bei einem Alkoholgehalt von über 1,1 Promille im Blut wird auch kein Fahrverbot mehr verhängt, sondern gleich die Fahrerlaubnis entzogen.

Die gleiche Staffelung wie beim Fahrverbot bei Alkohol findet auch bei Drogen im Straßenverkehr Anwendung. Bereits ab dem ersten Verstoß wird ein Fahrverbot von 1 Monat verhängt.

Fahrverbot: Geschwindigkeit nicht eingehalten

Die Geschwindigkeitsüberschreitung ist auch ein gefährliches Vergehen, welches nicht nur den Fahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden kann. Aus diesem Grund wird bei der Geschwindigkeitsüberschreitung ein Fahrverbot verhängt. Doch ab wie viel km/h gibt es ein Fahrverbot bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung?

Außerorts wird ein Fahrverbot von 1 Monat bei einer Überschreitung von 26 bis 30 km/h verhängt. Ein 2-monatiges Fahrverbot gibt es bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 61 bis 70 km/h. 3 Monate Fahrverbot werden bei mehr als 70 km/h fällig. Ein Fahrverbot bei hoher Geschwindigkeit tritt innerorts eher ein als außerorts. Das bedeutet, wenn Sie innerorts 55 km/h zu schnell unterwegs sind, gibt es bereits ein Fahrverbot mit einer Dauer von 2 Monaten (zum Vergleich: bei 55 km/h außerorts zu viel ist es nur ein Monat).

Kfz-Fahrer, die zweimal im Zeitraum von einem Jahr mit mehr als 26 km/h geblitzt oder angehalten werden, müssen ihren Führerschein ebenfalls für einen Monat abgeben. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die übliche Strafe ein Fahrverbot vorsieht oder nicht. Sollte es aber bei einer oder beiden Geschwindigkeitsüberschreitungen innerhalb des Jahres regulär zu einem Fahrverbot laut Bußgeldkatalog kommen, verlängert sich dieses um einen Monat.

Fahrverbot: Rote Ampel überfahren

Bereits 1 Monat Fahrverbot kann beim Überfahren einer roten Ampel drohen
Bereits 1 Monat Fahrverbot kann beim Überfahren einer roten Ampel drohen

Fahrverbote werden auch beim Überfahren einer roten Ampel fällig, selbst, wenn die Ampel weniger als eine Sekunde rot aufleuchtete. Sobald Sie eine rote Ampel überfahren und eine Gefährdung oder Sachbeschädigung verursachen, gibt es ein Fahrverbot von einem Monat. Leuchtet die Ampel länger als eine Sekunde rot, läuft es in der Regel auch auf 1 Monat Fahrverbot hinaus. Liegt eine besondere Schwere in der Tat, kann die Fahrerlaubnis gänzlich entzogen werden oder eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe drohen.

Gibt es bei Fahrerflucht Fahrverbot?

Fahrer- oder Unfallflucht wird vom Gesetzgeber “unerlaubtes Entfernen vom Unfallort” genannt und ist eine Straftat. Je nach Schwere des Vergehens kann Fahrerflucht ein Fahrverbot, die Entziehung der Fahrerlaubnis oder sogar eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen. Dabei entscheidet das Gericht, was auf den Betroffenen zukommt.

Fahrverbote gelten als Nebenstrafe im deutschen Rechtssystem. Sie werden nicht selbstständig verhängt, sondern nur neben einer Hauptstrafe.

Bekommt der Fahrer also eine Geld- oder Freiheitsstrafe zugesprochen, kommt in der Regel noch ein Fahrverbot hinzu. Dieses darf sich auf 6 Monate ausweiten, da hier das Strafrecht gilt.

Ablauf und Umfang des Fahrverbots

Im Straßenverkehrsgesetz wird zwischen einem groben und einem beharrlichen Fahrverbot gesprochen. Beides unterscheidet sich folgendermaßen:

  • Grobe Pflichtverletzung: Vergehen, welches objektiv die Ursache eines schweren Unfalls sein kann und subjektiv grobe Nachlässigkeit, großen Leichtsinn und Gleichgültigkeit zeigt
  • Beharrliche Pflichtverletzung: Vergehen, die wiederholt begangen werden und keine Einsicht in früheres Handeln zeigen

So kann es auch vorkommen, dass Wiederholungstäter eher ein Fahrverbot in Kauf nehmen müssen. Sofern ein Zusammenhang zu den Maßnahmen besteht, kann ein Fahrverbot verhängt werden. Beispielsweise kann ein Verbot auf einen Fahrer zukommen, wenn er zum wiederholten Mal falsch parkte. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt es besonders harte Regelungen.

Wie läuft das Fahrverbot ab?

Das Fahrverbot umgehen und wieder ein Auto fahren können
Das Fahrverbot umgehen und wieder ein Auto fahren können

In der Regel kommt zuerst der Bußgeldbescheid, der Ihnen verrät, welches Bußgeld auf Sie zukommt und ob Sie mit einem Fahrverbot rechnen können. Sie haben danach 2 Wochen Zeit, um den Bußgeldbescheid anzunehmen oder Einspruch einzulegen. Es empfiehlt sich in der Regel Einspruch einzulegen, wenn der Job durch das Fahrverbot gefährdet ist.

Sollte der Betroffene in den 2 Wochen keinen Einspruch einlegen, gilt das Fahrverbot als rechtskräftig. Ab diesem Schritt unterteilt sich der Werdegang in

  • Ersttäter und
  • Wiederholungstäter.

Ersttäter sind Fahrer, die in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot erworben haben. Diese haben die Möglichkeit einer 4-Monats-Frist. Das bedeutet, dass die Kfz-Fahrer einen Monat der nächsten 4 Monate nach der Wirksamkeit des Fahrverbots wählen können. Das Eintrittsdatum vom Fahrverbot, also wann sie es antreten, kann eigenständig ausgewählt werden. Dabei zählt die Frist, wenn der Führerschein in der zuständigen Behörde angekommen ist. Wenn Sie innerhalb der letzten 2 Jahre bereits ein Fahrverbot in Kauf nehmen mussten, können Sie nicht von dieser Regel Gebrauch machen. Für Sie gilt dann der Tag, an dem der Bußgeldbescheid rechtskräftig geworden ist. Dies kann nach einem Gerichtsurteil oder bei Erscheinen des Bußgeldbescheides sein.

Wer das Fahrverbot verschieben will, darf seit 2 Jahren kein weiteres Fahrverbot verursacht haben. Die Frist des Verbots gilt an dem Tag, an dem Sie Ihre Fahrerlaubnis abgegeben haben. Sollte dies beispielsweise der 3. März sein, können Sie Ihren Führerschein am 2. April abholen.

Der Führerschein kann entweder per Post abgeschickt oder persönlich abgegeben werden. Im Bußgeldbescheid finden Sie die Behörde oder Institution, bei der dies geschehen muss. Dies kann die Polizei, Fahrerlaubnisbehörde etc. sein. Nach der verhängten Zeit kann der Führerschein wieder zugeschickt werden, was mit zusätzlichen Kosten für den Versand versehen ist. Sie können ihn natürlich auch selbst abholen. Es sind auch Fälle bekannt, bei denen der Betroffene seinen Führerschein bereits vor Ablauf der Frist per Post erhielt. In diesem Fall muss er dennoch die Frist abwarten, bis er fahren kann. Sollte er dies nicht beachten, macht er sich strafbar.

Gilt das Fahrverbot für alle Fahrzeuge?

Wenn Ihnen ein Fahrverbot erteilt wird, dürfen Sie keinerlei Fahrzeuge mehr fahren. Auch fahrerlaubnisfreie Fahrzeuge sind nicht erlaubt. Es kann vorkommen, dass die zuständige Fahrerlaubnisbehörde eine Einschränkung im Bußgeldbescheid angibt. Sollte dies der Fall sein, gelten die dort beschriebenen Bestimmungen. Wird darauf kein Bezug genommen, sind alle Fahrzeuge tabu, auch wenn Sie eine Prüfbescheinigung für Mofas besitzen.

Kann ich das Fahrverbot umgehen?

Das Fahrverbot zu umgehen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei manchen Situationen ist es möglich, das Fahrverbot umwandeln zu können. Hierbei wird oftmals das Bußgeld verdoppelt und das Fahrverbot gestrichen. Um das Fahrverbot abwenden zu können, muss jedoch ein versierter Anwalt zurate gezogen werden, der die Chancen objektiv abwägen kann. Oft wird hierbei davon gesprochen, sich aus dem Fahrverbot “freikaufen” zu können. Dies ist jedoch nur in einzelnen Fällen möglich. Zum Beispiel können Sie das Fahrverbot umgehen, wenn dies Ihr erstes Fahrverbot ist. Bei folgenden Fällen hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Chancen auf eine Geldstrafe statt Fahrverbot sinken:

  • Verstoß mit Alkohol und Drogen am Steuer
  • wiederholte Verstöße
  • Betroffener besitzt Punkte in Flensburg

Um ein Fahrverbot umgehen zu können, muss der Anwalt dem Gericht klarmachen, dass der Betroffene wegen des Fahrverbots seinen Arbeitsplatz oder seine wirtschaftliche Existenz verlieren könnte. Hier wird von einer “unzumutbaren Härte” gesprochen, die der Betroffene glaubhaft darstellen muss.

Oft wird davon gesprochen, das Fahrverbot aufteilen zu können. Dies ist jedoch ein weitverbreiteter Irrtum. Das Fahrverbot kann nicht geteilt werden. Das Fahrverbot muss in einem Stück abgewartet werden.

Eine weitere Möglichkeit, um das Fahrerverbot umgehen zu können, ist die Argumentation des “Augenblickversagens“. Beispiele hierfür sind Wahrnehmungsfehler der Verkehrsschilder oder ein Fahrer, der keine Ortskenntnis besitzt. Aber auch dieses Argument hängt vom individuellen Fall ab und wird nicht von jedem Gericht anerkannt. Deshalb ist es auch hier empfohlen, einen Anwalt zurate zu ziehen.

Fahren trotz Fahrverbot?

Fahren trotz Fahrverbot ist teuer
Fahren trotz Fahrverbot ist teuer

Fahren trotz Fahrverbot wird laut § 21 der StVG mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer hohen Geldstrafe geahndet. Bei Ersttätern wird von einer milderen Strafe ausgegangen. Es kann aber dennoch zu einem weiteren Fahrverbot kommen, welches dann an das bisherige angehängt wird. So können also Fahrverbote auch schnell zum Führerscheinentzug werden.

In äußerst seltenen Fällen kann auch das Fahrzeug entzogen werden. Dies ist möglich, wenn der Halter des Fahrzeugs angeordnet oder zugelassen hat, dass eine Person das Auto fuhr, obwohl der Halter davon wusste, dass der Fahrer ein Fahrverbot verhängt bekommen hat. Der zweite Fall für diese drastische Maßnahme ist, sobald der Fahrer innerhalb der vergangenen 3 Jahre bereits die Straftat Fahren trotz Fahrverbot begangen hat.

Ein ärztliches Fahrverbot bei Epilepsie etc.

Fahrverbote können nicht nur ausgesprochen werden, weil der Fahrzeugfahrer verhaltensauffällig im Straßenverkehr war und die Sicherheit auf öffentlichen Straßen gefährdete. Letzteres kann auch eintreten, wenn Fahrer bestimmte Krankheiten besitzen, die für das Bedienen eines Fahrzeugs ungeeignet sind.

Ein Beispiel hierfür ist Epilepsie. Diese Krankheit verursacht Krampfanfälle, die unregelmäßig auftreten und dadurch das Führen eines Fahrzeugs erschweren. Aus diesem Grund kann ein ärztliches Fahrverbot verhängt werden. Ein Fahrverbot kann bei Epilepsie ausgesprochen werden, wenn Ärzte der Fahrerlaubnisbehörde mittels Gutachten bescheinigen, dass die betroffene Person nicht zum Fahren geeignet ist.

Personen mit Epilepsie droht ein Fahrverbot, wenn ein großes Risiko besteht, dass auch Anfälle während der Fahrt auftreten können. Der Gesetzgeber unterscheidet in erstmalig auftretende Anfälle und dem Vorliegen einer Epilepsie.

In der Regel wird das Fahrverbot bei einem erstmaligen Anfall auf die Dauer von 3 bis 6 Monate festgesetzt.

Die Fahrtauglichkeit kann wieder erlangt werden, wenn

  • seit mindestens einem Jahr keine Anfälle mehr auftraten,
  • wenn nur noch Anfälle auftreten, die das Fahren nicht beeinflussen (dies wird mindestens ein Jahr beobachtet) sowie
  • wenn die Anfälle seit mindestens 3 Jahren nur noch im Schlaf auftreten.

Diese Punkte treffen jedoch nur auf Fahrer der Klassen A, A1, A2, AM, B, BE, L und T zu. Bei der sogenannten Gruppe 2 bestehend aus C, CE, C1, C1E, D, DE, D1 und D1E darf bei der Feststellung einer Epilepsie nicht mehr gefahren werden.

Das Fahrverbot nach einem Schlaganfall kann nur verhängt werden, wenn der Betroffene selbst zur Fahrerlaubnisbehörde oder einem Arzt geht. In der Regel ergreift die Behörde keine Maßnahmen, wenn sie keinerlei Kenntnis über die Erkrankung besitzt. Wenn Sie jedoch selbst weiterfahren, obwohl Sie eingeschränkt sind, kann nicht nur die Versicherung nicht mehr für Unfälle haften, sondern auch ein langes Fahrverbot ausgesprochen werden.

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Fahrverbot – Wann es verhängt wird und wie es umgangen werden kann
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350 Kommentare

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  1. pool sagt:

    hallo, habe mal eine frage,ich habe ein fahrverbot von 4wochen bekommen.ich würde gern mal wissen ob man das auch teilen kann d.h 2wochen diesen monat und 2wochen nächsten monat ginge das? oder das man das ganz umgehen kann? würde mich über hilfe freuen.lg

    • Jochen F. sagt:

      Ich wurde gemessen Überschreitung zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaft um 26km/h. Zulässige Geschwindigkeit:120km/h
      Festgestellte Geschwindigkeit:146km/h
      Messtoleranz von 5 Km/h wurde berücksichtigt.

      Droht mir ein Fahrverbot?

      Mfg

      • bussgeldkatalog.org sagt:

        Hallo Jochen,

        bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung um 26 km/h außerorts erwartet Sie zunächst nur ein Bußgeld von 80 Euro sowie 1 Punkt. Nur wenn Sie innerhalb von 12 Monaten zweimal mindestens 26 km/h (außerorts) zu schnell waren, kann ein Fahrverbot verhängt werden, weil Sie dann als Wiederholungstäter gelten.

        Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      dies ist nicht möglich, es würde für die Behörden zu viel Aufwand bedeuten. Sie müssen das Fahrverbot in einer einzelnen Etappe hinter sich bringen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Sunny sagt:

        Hallo .ich habe heute eine rote ampel überfahren bzw wetterbedingt “überrutscht “- mir war es nicht mehr möglich zu bremsen ,bzw hab ich gebemst bin aber nicht rechtzeitig zum stehen gekommen und um die kreuzung gerutscht … kann ich da anwaltlich vorgehen ?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Sunny,

          ob sich ein Einspruch lohnt, kann nur ein Anwalt einschätzen. Allgemein gilt jedoch, dass Sie Ihre Fahrweise den Wetterbedingungen anpassen müssen: Bei Eis und Glätte gilt die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht mehr allein. Sie müssen Ihre Geschwindigkeit so anpassen, dass Sie jederzeit rechtzeitig bremsen können.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Sandy sagt:

        Hallo ich habe mal eine Frage:

        Leider war heute nicht mein Tag und ich wurde 2 mal geblitzt.

        Die Höchstgeschwindigkeit bei beiden Fällen war 80 km/h.

        Einmal war ich ca. 20 km/h zu schnell
        und einmal leider ca 37-40 km/h.

        Muss ich mit einem Fahrverbot rechnen?

        Vielen Dank für eine hoffentlich positive Rückmeldung.

        Grüße

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Sandy,
          in der Regel müssen Sie nicht mit einem Fahrverbot rechnen. Das erste Vergehen wird normalerweise mit einem Bußgeld von 30 Euro und das zweite mit 120 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. leonie sagt:

    Hallo,

    ich habe vor knapp 3 Monaten einen Brief bekommen , dass ich spätestens nach 4 Monaten mein Farhverbot antreten muss. Nun kann ich aber meinen Führerschein nicht einschicken, da mir der komplette Geldbeutel geklaut worden ist. wohin kann ich mich wenden um herauszufinden ab wann automatisch mein Fahrverbot beginnt, damit ich weiß ab wann ich nicht mehr fahren darf ?

    Lg Leonie

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Leonie,

      wenden Sie sich an Ihre örtliche Führerscheinzulassungsstelle. Dort müssen Sie den Verlust Ihres Führerscheins ohnehin melden!

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Chris sagt:

    “außerorts wird ein Fahrverbot von 1 Monat bei einer Überschreitung von 41 bis 60 km/h verhängt. Ein 2-monatiges Fahrverbot gibt es bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 61 bis 70 km/h. 3 Monate Fahrverbot werden bei mehr als 61 km/h fällig. ”

    Hallo, ich glaube bei den 3 Monaten Fahrverbot müsste es 71 km/h heißen…

  4. Elmo1710 sagt:

    Hey. Ich würde heute mit dem Auto und mindestens 35 km/h. Also droht mit ein Fahrverbot.

    Ich bin derzeit bei dem Erwerb des motorradführerscheins und habe in 20 Tagen meine praktische Prüfung. Inwiefern kann die Sperre mich vom Erwerb abhalten und welche Möglichkeit habe ich dies zu umgehen?

    Mit freundlichen Grüßen elmo

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      in diesem Fall ist der Fahrzeugführer der Fahrlehrer, weshalb lediglich er einen Führerschein nachweisen muss. Sie können also die Prüfung absolvieren, jedoch dürfen Sie nach der bestandenen Prüfung für die Dauer des Fahrverbotes auch kein Motorrad fahren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Niklas sagt:

        Der Fahrlehrer ist kein Führer eines Kfz, solange er nicht auf dieses einwirkt! Er ist lediglich Verkehrsteilnehmer.

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Niklas,

          gemäß § 2 Absatz 15 des Straßenverkehrsgesetzes gilt der Fahrlehrer als Führer des Kfz.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Bernhard sagt:

    Hallo, ich bin neulich in eine Kontrolle geraten und hatte leider 0,66 Promille Restalkohol. Wie stehen meine Chancen, das mir der Führerschein nicht entzogen wird. Ich fahre seit 24 Jahren unfallfrei und war nie betrunken…

    LG Bernhard

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bernhard,

      dies liegt im Ermessen der zuständigen Führerscheinbehörde. In der Regel müssen Sie nur mit einem Fahrverbot rechnen, wenn Sie den Verkehr dadurch nicht gefährdet haben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Sabina sagt:

    Hallo zusammen,

    Mein Freund macht momentan sein Lkw Führerschein. Er muss in den nächsten Wochen sein Pkw Führerschein abgeben, da er zu schnell gefahren ist. Kann er sein Lkw Führerschein (theoretisch und praktisch) trotzdem vollständig beenden obwohl er sein Pkw Führerschein abgeben muss?

    Vielen Dank für die Antwort!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sabina,

      ja, das geht. Da der Fahrlehrer mit dabei ist, darf er die Ausbildung beenden und auch beide Prüfungen absolvieren. Jedoch sollte er mit dem Fahrlehrer sprechen, da sich dieser in der Regel um die Eintragung der Klassen auf dem Führerschein kümmern. Und da Ihr Freund derzeit keinen Führerschein besitzt, kann dies auch nicht vonstatten gehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Rainer sagt:

    Hallo,
    darf ich bei einem Fahrverbot , das in Deutschland ausgesprochen wurde, im Ausland Fahren?
    Gruß
    Rainer

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Rainer,

      ja, das ist theoretisch möglich. Halten Sie jedoch die ausländischen Behörden an und Sie können keinen Führerschein nachweisen, ist ein ausländisches Bußgeld fällig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Peter sagt:

    Hallo ich hätte eine frage,

    Ich hatte meinen Führerschein 7 Jahre beschränkt . Musste die ersten 2 Jahre alle 3 Monate Blutwerte abgeben und zum Psychologen gehen. Und die restlichen 5 Jahre alle 6 Monate. Jetzt habe ich meinen Führerschein seit 2 Monaten unbefristet wieder bekommen. Jetzt haben sie mich leider wieder erwischt mit 1,17 Promille. Meine frage wäre jetzt wie lange ist mein schein wieder weg? Und wie lange? Mein letzter Führerschein enzug ist 12 Jahre her. Oder geht man von dem aus das ich ihn erst wieder seit 2 Monaten unbeschränkt habe?
    Danke
    Peter

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Peter,

      ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat. Das heißt, Sie müssen auf das gerichtliche Urteil warten. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird Ihnen die Fahrerlaubnis wieder entzogen, da Sie in der Vergangenheit schon mit Alkohol am Steuer zu tun hatten. Zudem können Sie auch mit einer MPU rechnen. Die Führerscheinstelle wird diese Maßnahmen jedoch individuell beurteilen, weshalb wir nichts Konkretes dazu sagen können.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Jenny sagt:

    Hallo zusammen!

    Ich muss meinen Führerschein bald für einen Monat abgeben. Den Führerschein möchte ich am 1. September 2015 einschicken, sodass das Fahrverbot ab dem 2. September gilt.

    Wie definiere ich einen Monat? Sind das genau vier Wochen? Wann wird mein Fahrverbot wieder aufgehoben wenn es ab dem 2. September zählt?

    LG
    Jenny

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jenny,

      geben Sie das Dokument am 2. September an, können Sie es am 1. Oktober abholen. Ein Beispiel und eine ausführliche Beschreibung dazu finden Sie in diesem Text.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Nadine sagt:

    Hallo,
    Ich habe wegen zweimaliger Geschwindigkeitsüberschreitung ein 1 monatiges Fahrverbot bekommen. Das Problem ist das ich alleinerziehend bin und ein behindertes Kind zu Hause hab. Es hat GdB von 80% und die Vermerke B, G und H. Ich muss halt deswegen oft mit ihm zum Arzt Kann ich deswegen irgendwie das Fahrverbot umgehen.
    LG Nadine

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Nadine,

      die Aufhebung eines Fahrverbotes ist eine Einzelfallentscheidung. Da es uns nicht erlaubt ist, Rechtsberatung zu erteilen, sollten Sie in dieser Frage einen Anwalt zu Rate ziehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Florian sagt:

    Hallo,

    Wie ist es denn mit Abstandsmessungen? Ich wurde im März diesen Jahres mit weniger als 3/10 halber tachowert gemessen, habe im Mai meinen Lappen für 1 Monat abgegeben und bin heute wieder gemessen worden (grob geschätzt bei 100km/h ca 30m Abstand). Wird hierfür “nur” ein Bußgeld fällig oder muss ich mit einem weiteren Fahrverbot rechnen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Florian,

      https://www.bussgeldkatalog.org/abstand/ hier finden Sie mehr Informationen zu Abstandsvergehen. In manchen Fällen kann die Führerscheinstelle ein Fahrverbot verhängen, wenn Sie beispielsweise ein Wiederholungstäter sind oder ersichtlich ist, dass Sie beharrlich gehandelt haben. Dies prüft die zuständige Behörde jedoch individuell nach Fall.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Victor sagt:

    Sehr geehrte Damen/Herren,

    Was passiert jetzt wenn ich einen rumänischen Führerschein besitze und wegen einer Abstandsmessung 1 Monat Fahrverbot in Deutschland erhalten werde. Bleibt der Führerschein in meinem Besitz während dem Fahrverbot in Deutschland, so dass ich in meinem Heimatland fahren kann? Es gibt in Rumänien keine Abstandsmessungen, somit hat ein Fahrverbot auf dieser Basis keine rechtliche Grundlage in Rumänien laut den rumänischen Verkehrsgesetz und ist somit dort nicht übertragbar für diese Tat.

    Vielen Dank im Voraus für die Infos.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Victor

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Victor,

      die deutschen Behörden können das Fahrverbot nur in ihrem Einzugsbereich, also innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, durchsetzen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Armin sagt:

    Ich musste letztes Jahr den Führerschein wegen geringer menge mariuhanna für 1 Monat abgeben. Nach Ablauf habe ich keinen bescheid bekommen und man sagte mir ich müsse ihn neu beantragen. Stimmt das? Muss ich ihn neu beantragen und MPU zwangsweise machen oder kann ich schon längst wieder abholen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Armin,

      das kommt darauf an, was Ihnen gesagt wurde. Handelt es sich lediglich um ein Fahrverbot, dann können Sie den Führerschein bei der zuständigen Führerscheinstelle abholen. Handelt es sich jedoch um einen Fahrerlaubnisentzug, müssen Sie eine Sperrfrist abwarten und dann die Fahrerlaubnis neu beantragen. In dem Falle prüft die Führerscheinstelle, ob eine MPU nötig ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Mark sagt:

    Hallo,

    ich habe im Mai, nachdem innerhalb von 3 Jahren 5 meiner engsten Familienmitglieder hintereinander verstorben sind meinen Führerschein durch eine Trunkenheitsfahrt mit 1,16 % verloren. Anfang Oktober sollte ich theoretisch die Möglichkeit bekommen den FS wieder zu bekommen nachdem ich die Sperrfrist abgegolten und ca 1600 € Strafe gezahlt habe. Ich bin Selbstständig mit einem Sicherheitsunternehmen, seit Mai konnte ich keinen Auftrag mehr annehmen der wirklich Geldbringend war. Jetzt musste ich aber weil meine Reserven weitgehend aufgebraucht sind und meine Existenz in Gefahr ist. Ich hab mich nach München fahren lassen um hier seit Montag für zwei Wochen zu arbeiten. Fahre morgens und Abends mit einem Kollegen zum Objekt. Heute morgen hab ich die Parkhäuser die zum Objekt gehören aufgeschlossen. Denke im Stress nicht dran, setze mich ins Auto und fahr aus der Tiefgarage raus um an der Vorderseite des Objekts Wegegitter auf zu stellen. Und da wars dann soweit, Streifenwagen hält mich direkt an der Ecke vor dem Gelände an. Tata fahren ohne Fahrerlaubnis in der Sperrzeit. Wenn das durch geht bin ich meine Firma quit und ruiniert. Ich hab alles dafür getan das ich nicht fahren muss und dann sowas. Was passiert mit jetzt?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Mark,

      Fahren ohne Fahrerlaubnis ist eine Straftat, die entweder mit einer Geldstrafe (berechnet nach Ihrer sozialen Lage, also Einkommen etc.) oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet wird. Bei dem Urteil werden auch eventuelle Vorstrafen berücksichtigt, wie bspw. die Trunkenheitsfahrt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. Frank sagt:

    Hallo, habe einen Anhörungsbogen erhalten. 27 km außerhalb geschlossener Ortschaft zu schnell und Handy am Ohr. Beides für sich ein Punkt. Bin unbelastet. Droht Fahrverbot?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Frank,

      in Ihrem Fall droht kein Fahrverbot, da die Punkte sich auf zwei unterschiedliche Delikte verteilen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Ingrid sagt:

    Habe wegen 31 km geschwindigkeitsüberschreitung in der 30-er Zone 4 Wochen keinen Führerschein. Meine Frage: Meine Zwillinge haben mit 17 Den Führerschein gemacht und begleitetes Fahren beantragt, bei dem ich als Begleitperson eingetragen bin. Darf ich, in der Zeit, in der ich den Führerschein abgeben muß trotzdem Begleitperson sein oder Düren die beiden in dieser Zeit dann auch icht fahren?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ingrid,

      als Begleitperson müssen Sie Ihren Führerschein stets mitführen und ggf vorzeigen. Deshalb dürfen Sie, solange Sie ein Fahrverbot haben, nicht als Begleitperson agieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Horst sagt:

    Hallo, ich habe meine Fahrerlaubnis vor 11/4 Jahren schon mal für überhöhte Geschwindigkeit für einen Monat abgegeben. Jetzt habe ich einen Punkt bekommen für zu schnelles Fahren. Außerdem einen weiteren Bußgeldbescheid für zu schnelles Fahren außerhalb geschlossener Ortschaft von 43 Km/h zu schnell. Muß ich jetzt mit acht Wochen Fahrverbot rechnen?

    Gruss Horst

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Horst,

      Sie müssen mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen – als Wiederholungstäter gelten Sie erst, wenn Sie innerhalb eines Jahres mehr als einmal mit mehr als 26 km/h geblitzt wurden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Alex sagt:

    Ich muste dieses Jahr bereits 2 mahl meinen Führerschein für je einen Monat abgeben jetzt wurde ich wieder geblitzt und frage mich ob ich jetzt bei einer Überschreitung von 26 kmh der Führerschein wieder 1 monat oder länger weg ist?

    mit freundlichen Grüßen

    Alex

  19. Lukas sagt:

    Hallo. Mein Fahrverbot wurde durch doppeltes Bußgeld aufgehoben. Qualifizierter Rotlichtverstoß. Wie lange beträgt dann die PunkeTilgung, auch 5 Jahre? Zweitens gilt man in der Zukunft beim drohenden Fahrverbot auch als Wiederholungstäter? Oder kann man von der 4-Monatsregel Gebrauch machen? MfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lukas,

      hier gilt eine Tilgungsfrist von fünf Jahren, da Sie in der Regel zwei Punkte hierfür erhalten. Sie gelten nun als Wiederholungstäter, da diese Tat – unabhängig vom geänderten Strafmaß – in Ihrer “Akte” in Flensburg und bei den zuständigen Behörden vermerkt wird.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Uwe sagt:

    Ich muss meinen Führerschein für einen Monat abgeben und möchte ihn am Morgen des 01.10.15 abschicken damit er am 02.10.15 ankommt und mein Fahrverbot wirksam wird. Darf ich mit einer Führerscheinkopie und dem Bußgeldbescheid in der Tasche noch bis zum Abend des 01.10.15 fahren ? Vielen Dank im Voraus .

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Uwe,

      ja, das ist möglich, da das Fahrverbot an dem Tag beginnt, an dem der Führerschein bei der Behörde angekommen ist. Jedoch ist die Kopie des Führerscheins nicht gültig; sie wird nicht anerkannt. Haben Sie den Führerschein nicht parat, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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