Handy am Steuer: Kann ein Fahrverbot verhängt werden?

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Ist bei einem Handy ein Fahrverbot überhaupt wahrscheinlich?

Normalerweise hat der Verstoß „Handy am Steuer“ kein Fahrverbot zur Folge.

Normalerweise hat der Verstoß „Handy am Steuer“ kein Fahrverbot zur Folge.

Kurz aufs Handy geschaut, schnell eine Nachricht beantwortet, dauert ja nicht lange und ist nicht schlimm. Dass diese paar Sekunden schon reichen, um einen folgenschweren Unfall auszulösen, blenden die meisten wohl eher aus. Dass sich daher einige wünschen, dass das Handy am Steuer mit einem Fahrverbot geahndet wird, kann nachvollziehbar sein.

Das Thema „Handy am Steuer“ wird auch in Zukunft ein aktuelles bleiben. Smartphones bieten eine Vielzahl an Ablenkungsmöglichkeiten und immer noch schauen Fahrer während der Fahrt auf den Bildschirm anstatt auf die Straße bzw. den Verkehr.

Dass hier ein Bußgeld droht, wissen die meisten. Doch kann das Handy am Steuer auch zum Fahrverbot führen? Wann ein Fahrverbot wegen dem Handy am Steuer ausgesprochen werden kann, betrachtet der nachfolgende Ratgeber näher.

Bußgeldkatalog Handy am Steuer

Beschrei­bungBuß­geldPunk­teFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
Als Kraftfahrer das Handy am Steuer genutzt100 €1Hier prüfen
...mit Ge­fährdung150 €21 Monat1 MHier prüfen
...mit Sachbe­schädigung200 €21 Monat1 MHier prüfen
Beim Fahrrad­fahren das Handy genutzt55 €Hier prüfen

Bußgeldrechner Handy am Steuer

Wer muss ein Fahrverbot bei einem Handy am Steuer befürchten?

In der Regel müssen Fahrer, die mit dem Handy am Steuer erwischt werden, mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einem Punkt rechnen. Ein Fahrverbot wird hier nicht verhängt. Anders kann das jedoch aussehen, wenn Fahrer wiederholt mit dem Handy am Steuer kontrolliert werden bzw. beim ersten Verstoß eine Gefährdung oder eine Sachbeschädigung hinzukommt.

Haben Verkehrsteilnehmer andere durch ihr Verhalten gefährdet, kann das Handy am Steuer zum Fahrverbot führen. Neben dem Bußgeld von 150 Euro und zwei Punkten in Flensburg müssen die Betroffenen in der Regel den Führerschein für einen Monat abgeben. Ähnlich sieht es aus, wenn die Ablenkung durch das Smartphone zu einer Sachbeschädigung geführt hat. Hier liegt das Bußgeld bei 200 Euro, auch werden ebenfalls zwei Punkte in Flensburg eingetragen. Der Führerschein muss ebenso für einen Monat abgegeben werden.

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Beim ersten Verstoß Handy am Steuer wird kein Fahrverbot verhängt. Dies geschieht in der Regel also erst dann, wenn weitere Tatbestände hinzukommen oder der betreffende Fahrer sich als beharrlich erweist und wiederholt das Handy hinterm Steuer zur Hand hatte.

Wiederholungstäter: Handy am Steuer kann ein Fahrverbot bedeuten

Ein Handy kann zum Fahrverbot führen, wenn es sich beispielsweise um eine Wiederholungstat handelt.

Ein Handy kann zum Fahrverbot führen, wenn es sich beispielsweise um eine Wiederholungstat handelt.

Erweisen sich Verkehrsteilnehmer als unbelehrbar und begehen den Verstoß mehrfach, kann das im Einzelfall dazu führen, dass sie den Führerschein abgeben müssen. Für diese Wiederholungstäter kann durchaus ein Fahrverbot auch bei einem Handy am Steuer angeordnet werden. Die rechtliche Grundlage bildet hier unter anderem § 25 Straßenverkehrsgesetz (StVG).

In diesem ist definiert, dass bei Ordnungswidrigkeiten, was das Handy am Steuer ist, ein Fahrverbot von bis zu 3 Monaten verhängt werden kann, wenn der Verstoß eine grobe oder beharrliche Pflichtverletzung darstellt. Das wiederholte Nutzen des Handys kann eine solche Pflichtverletzung darstellen und so zum Fahrverbot führen.

Wie lange Wiederholungstäter seinen Führerschein abgeben muss, kann dann im Ermessen der zuständigen Behörde liegen. Hier spielt sicherlich auch die Häufigkeit des Verstoßes eine entscheidende Rolle. Fahrer sollten sich also immer überlegen, ob sie für das Handy am Steuer ein Fahrverbot riskieren und andere gefährden.

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