Fahrverbot vorbei: Wann gibt’s den Führerschein zurück?

Von Nicole, letzte Aktualisierung am: 6. September 2019

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Ein bis drei Monate lang nicht Auto fahren: Für viele eine schwere Probe

Wann bekommen Sie nach dem Fahrverbot den Führerschein zurück?
Wann bekommen Sie nach dem Fahrverbot den Führerschein zurück?

Alle Teilnehmer im Straßenverkehr müssen sich an gewisse Regeln halten. So soll gewährleistet werden, dass alle sicher ans Ziel kommen. Verstößt ein Motorrad-, Auto- oder Lkw-Fahrer gegen die gesetzlichen Vorgaben, muss er mit Sanktionen rechnen.

In der Regel müssen Sie bei Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr zumindest mit einem Bußgeld rechnen. Bei schwereren Verstößen können zusätzlich Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot auf Sie zukommen. Bei Letzterem handelt es sich um eine sogenannte Fahrerlaubnismaßnahme.

Der Betroffene muss seinen Führerschein für eine bestimmte Zeit abgeben und darf währenddessen kein Kraftfahrzeug führen. Doch wie lange dauert ein Fahrverbot und wann gibt’s den Führerschein genau zurück?

FAQ: Führerschein zurück nach einem Fahrverbot

Wann erhalte ich den Führerschein zurück nach einem Fahrverbot?

Sie erhalten den Führerschein zurück, wenn die Dauer des Fahrverbots vorbei ist. Eine Neubeantragung ist nicht notwendig.

Wie lange dauert ein Fahrverbot?

Bei Ordnungswidrigkeiten kann ein Fahrverbot ein bis drei Monate dauern. Bei Straftaten kann ein Fahrverbot ein bis sechs Monate lang sein.

Wann darf ich wieder Autofahren?

Ein Fahrzeug dürfen Sie erst dann wieder im Straßenverkehr führen, wenn die Dauer des Fahrverbots abgelaufen ist. Erhalten Sie den Führerschein vor Ablauf des Fahrverbots zurück, dürfen Sie nicht fahren.

Wie lange dauert ein Fahrverbot?

Ein Fahrverbot dauert in der Regel ein bis drei Monate. Die Dauer hängt dabei von der Schwere des Verstoßes ab. Hier einige Beispiele zur Verdeutlichung: Waren Sie innerorts 31 km/h zu schnell unterwegs, müssen sie den Führerschein einen Monat lang abgeben. Haben Sie eine Ampel überfahren, die schon länger als eine Sekunde rot geleuchtet hat, dauert das Fahrverbot zwei Monate. Sind Sie zum zweiten Mal mit 0,5 Promille oder mehr gefahren, ist ein Fahrverbot von drei Monaten zu erwarten.

Doch wie lang ist ein Monat in diesem Zusammenhang eigentlich genau? Sind Wochen oder Tage von Bedeutung? Schließlich ist dies beim Fahrverbot dahingehend wichtig, wann Sie den Führerschein zurück erhalten. Zu beachten ist hierbei § 37 Abs. 4 der Strafvollstreckungsordnung (StVollstrO). Dieser besagt Folgendes:

Der Tag ist zu 24 Stunden, die Woche zu sieben Tagen, der Monat und das Jahr sind nach der Kalenderzeit zu berechnen. Demgemäß ist bei der Berechnung nach Monaten oder Jahren bis zu dem Tage zu rechnen, der durch seine Zahl dem Anfangstage entspricht. Fehlt dieser Tag in dem maßgebenden Monat, so tritt an seine Stelle dessen letzter Tag.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →
Wann müssen Sie den Führerschein abgeben? Sind Sie Ersttäter, können Sie einen Termin innerhalb der folgenden vier Monate wählen. Für Wiederholungstäter – das sind Fahrer, welche bereits innerhalb der letzten zwei Jahre ein Fahrverbot absitzen mussten – gelten jedoch strengere Regeln. Sie müssen den Führerschein in der Regel bereits ab Eintritt der Rechtskraft der Entscheidung bei der zuständigen Behörde abgeben.

Ab wann dürfen Sie wieder Auto fahren?

Fahrverbot: Wann Sie den Führerschein zurück erhalten, hängt von der kalendarischen Einteilung ab.
Fahrverbot: Wann Sie den Führerschein zurück erhalten, hängt von der kalendarischen Einteilung ab.

Da das Fahrverbot in Monaten angegeben wird, ist also die kalendarische Einteilung von Bedeutung. Wann Sie den Führerschein nach einem Fahrverbot zurück erhalten, variiert daher je nach dem betreffenden Monat. Geben Sie ihren Führerschein für ein einmonatiges Fahrverbot im Januar ab, dann müssen Sie 31 Tage aufs Auto verzichten. Im Februar wären es lediglich 28 bzw. 29 Tage.

Ein Beispiel: Sie treten am 3. Mai das Fahrverbot an. Wann gibt’s den Führerschein zurück? Sie dürfen ab dem 3. Juni wieder fahren. Das Fahrverbot dauert damit 31 Tage.

Beachten Sie Folgendes: In der Regel schickt Ihnen die zuständige Behörde den Führerschein zu, wenn das Fahrverbot endet. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Sie dann wieder fahrend dürfen. Häufig erfolgt die Versendung durch die Behörde nämlich schon etwas früher. Sie müssen abwarten, bis das Fahrverbot tatsächlich vorbei ist. Ansonsten fahren Sie ohne Fahrerlaubnis. Dabei handelt es sich um eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe bestraft werden kann.

Konnten wir Ihnen weiterhelfen? Dann bewerten Sie uns bitte:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (36 Bewertungen, Durchschnitt: 4,64 von 5)
Loading...
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →
Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

3 Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

  1. simon sagt:

    Bekomme ich den Führerschein bei Abgabe von 4 Wochen zugeschickt.

  2. Sergii sagt:

    Hallo.
    Ich habe Fahrverbot 1 Monat wegen Rote Licht gehabt .Ich habe meine litauische Furerschein abgegeben.Fahrverbot ist abgelaufen aber Furerschein ich habe nicht beckommen zuruck.Was soll ich tun?

Verfasse einen neuen Kommentar

Tipp: Im Bußgeldkatalog Forum erhalten Sie noch schneller eine Antwort auf Ihre Frage! Hier gelangen Sie zum Forum...

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.
Hier kostenlos prüfen →

Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2019 vom VFR Verlag zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.