9 Monate Fahrverbot oder auch: eine lange Sperrfrist

Von Julia, letzte Aktualisierung am: 9. April 2019

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9 Monate Fahrverbot werden bei Straftatten im Straßenverkehr verhängt

9 Monate Fahrverbot: Der Führerschein ist dann erst einmal weg.

9 Monate Fahrverbot: Der Führerschein ist dann erst einmal weg.

Wer mit Alkohol am Steuer oder nach der Einnahme von Drogen in eine Polizeikontrolle gerät, behält seinen Führerschein aller Voraussicht nach nicht mehr lange.

Befinden Sie sich zudem noch in der Probezeit, ist der Führerscheinentzug so gut wie sicher, da hier beispielsweise eine Null-Promille-Grenze gilt.

9 Monate Fahrverbot sind eine harte Strafe. Erhalten Sie diese Auflage vom Gericht, zweifelt dieses im Allgemeinen an Ihrer charakterlichen Eignung, richtig Auto fahren zu können. Ein Bewusstsein für die Gefahren und die Verantwortung Ihnen und anderen Teilnehmern im Straßenverkehr gegenüber sind bei Ihnen dann, aus Sicht der Rechtsprechung, nicht ausreichend vorhanden.

Doch Sie können die Zeit ohne Fahrerlaubnis nutzen! Wie und was Sie sonst noch über Fahrverbot und Führerscheinentzug wissen müssen, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Für welche Verstöße werden 9 Monate Fahrverbot als Strafe angeordnet?

Wer unter Einfluss von Drogen am Steuer erwischt wird, dem können 9 Monate Fahrverbot drohen.

Wer unter Einfluss von Drogen am Steuer erwischt wird, dem können 9 Monate Fahrverbot drohen.

Die Frage nach dem „Wie lange ein Fahrverbot verhängt wird“ lässt sich nur schwer beantworten. Ein Fahrverbot für etwa 9 Monate hängt immer von individuellen Begebenheiten ab, wie zum Beispiel vorherige Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (StvO) oder die bereits eingetragenen Punkte im Fahreignungsregister.

Neben einem Eintrag in Flensburg, einem Bußgeld nach geltendem Bußgeldkatalog und evtl. sogar einer Freiheitsstrafe haben Sie 9 Monate Fahrverbot beispielsweise zu erwarten, wenn:

  • Sie mit einem Promillewert von über 1,1 im Blut erwischt wurden
  • Sie den Verkehr bei 0,3 Promille bereits gefährden
  • Sie die Höchstpunktzahl von acht im Verkehrszentralregister erreichen
  • Sie erneut unter Drogen- oder Alkoholeinfluss im Straßenverkehr auffällig wurden
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Lässt sich die Zeit sinnvoll überbrücken?

Sie müssen Ihre 9 Monate Fahrverbot nicht tatenlos absitzen. Fragen Sie bei der Führerscheinbehörde rechtzeitig nach, ob diese beispielsweise eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) von Ihnen erwartet, damit Sie Ihren Führerschein zurückbekommen.

So können Sie sich in diesen Monaten bereits darauf vorbereiten und die Untersuchung machen, sodass Sie pünktlich, drei Monate vor Ende der Sperrfrist, den Antrag auf Neuerteilung stellen können.

Sehr geduldige Menschen und solche, die nicht auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind, können diese auch ohne MPU zurückerlangen. Nach mindestens 10-15 Jahren ist die Forderung einer MPU verjährt und Sie können den Antrag auf Neuerteilung stellen. Allerdings sollten Sie sich in dieser Zeit – als Fußgänger oder Radfahrer – an das Verkehrsrecht halten, da sich die Frist sonst verlängern kann. Das ist auch der Fall, wenn Sie vor Fristende einen Antrag auf Neuerteilung stellen, der dann abgelehnt wird.

Der Unterscheid zwischen Sperrfrist und Fahrverbot

9 Monate Fahrverbot können Sie nutzen, um sich auf eine eventuelle MPU vorzubereiten.

9 Monate Fahrverbot können Sie nutzen, um sich auf eine eventuelle MPU vorzubereiten.


Zwischen dem Entzug der Fahrerlaubnis und einem Fahrverbot gibt es grundsätzliche Unterschiede.

Wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen, zum Beispiel für 9 Monate, gilt ein Fahrverbot für diesen Zeitraum. Zudem verlieren Sie die Berechtigung überhaupt Auto fahren zu dürfen.

Der Führerschein verbleibt für einen längeren Zeitraum (sechs Monate bis fünf Jahre) bei der Behörde. Drei Monate bevor Ihre Sperrfrist endet, können Sie diesen neu beantragen. Bei einer Sperrfrist bekommen Sie Ihr Dokument für die Fahrerlaubnis nämlich nicht von allein zurück. Außerdem kann die Wiederausstellung von bestimmten Bedingungen, wie etwa einer MPU, abhängig gemacht werden.

Befindet das Gericht, dass vom Fahrer eine zu große Gefahr für die Teilnehmer im Straßenverkehr ausgeht, kann es sogar ein Fahrverbot bzw. eine Sperrfrist auf Lebenszeit verhängen.

Ein Fahrverbot hingegen stellt die mildere von beiden Strafen dar. Dies beträgt in der Regel ein bis drei Monate. Auch hier müssen Sie Ihren Führerschein abgeben. Allerdings behalten Sie die Befugnis ein Kfz zu führen. Einen Antrag auf Neuerteilung müssen Sie nicht stellen, da Sie Ihr Dokument automatisch zurückbekommen.

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