Wer kann beim Fahrverbot von der 4-Monatsfrist profitieren?

Von Jana, letzte Aktualisierung am: 21. Januar 2019

Wann wird Ihnen die 4-Monats-Frist beim Fahrverbot gewährt?

Wann wird Ihnen die 4-Monats-Frist beim Fahrverbot gewährt?

Nicht jeder Verkehrssünder erhält den Aufschub

Ein Fahrverbot kann den einen oder anderen schon empfindlich treffen, schränkt es doch die Bewegungsfreiheit ein und kann sogar für die Gestaltung des Alltags zur Herausforderung werden. Da die Zeit ohne fahrbaren Untersatz dann gut geplant sein will, hofft der eine oder andere auf eine Schonfrist bis zum Antritt des Fahrverbots.

Dieses aber wird in der Regel mit Rechtskraft der Entscheidung wirksam, der Führerschein muss entsprechend in amtliche Verwahrung gegeben werden.

Tatsächlich jedoch ist es für einige möglich, den Beginn vom Fahrverbot innerhalb einer 4-Monatsfrist frei zu wählen – aber nicht für alle. Erfahren Sie im Folgenden, wer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen kann, und wer nicht.

Wann greift die 4-Monatsfrist beim Fahrverbot?

Gemäß § 25 Absatz 2 Straßenverkehrsgesetz (StVG) wird ein Fahrverbot ab dem Moment wirksam, in dem die Rechtskraft der zugrunde liegenden Entscheidung eintritt. Für die Betroffenen bedeutet das in aller Regel, dass sie ihren Führerschein bei der Behörde in Verwahrung geben müssen. Tun sie dies nicht, kann der Führerschein auch beschlagnahmt werden. Aber auch ohne Einreichung des Führerscheins würde das Fahrverbot bereits ab dem Tag greifen, der auf die Rechtskraft folgt.

Doch nicht für alle sind die Regeln beim Fahrverbotsantritt so streng. Unterschieden wird in § 25 StVG zwischen Erst- und Wiederholungstätern. Ausschlaggebend bei der Bewertung ist, ob der Betroffene in den letzten zwei Jahren vor der letzten Ordnungswidrigkeit bereits ein Fahrverbot ableisten musste.

Sind aus den letzten zwei Jahren keine entsprechenden Sanktionen gegen ihn ergangen, gilt er als Ersttäter.

Ersttäter können gemäß § 25 Absatz 3 StVG das Fahrverbot innerhalb einer 4-Monatsfrist ab Rechtskraft antreten und den Zeitpunkt frei wählen. Mit Abgabe des Führerscheins in amtliche Verwahrung kann das Fahrverbot beginnen.
Spätestens nach Ablauf der Viermonatsfrist wird das Fahrverbot automatisch wirksam.

Spätestens nach Ablauf der Viermonatsfrist wird das Fahrverbot automatisch wirksam.

Fahrverbot-Frist: 4 Monate ohne Antritt – was nun?

Doch was geschieht, wenn der Betroffene das Fahrverbot innerhalb der 4-Monatsfrist nicht angetreten hat. In diesem Fall wird die Nebenfolge nach fruchtlosem Fristablauf automatisch wirksam, auch hier unabhängig davon, ob der Fahrer seinen Führerschein eingereicht hat oder nicht.

Fahren Sie trotz Fahrverbot nach der 4-Monatsfrist weiter mit dem Auto, könnte in diesem Fall somit der Tatbestand des Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis verwirklicht sein.

Hierbei handelt es sich um eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet werden kann. Zusätzlich ist auch die Beschlagnahmung des von Ihnen genutzten Kraftfahrzeugs möglich.

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