Fahrverbot: Wann der Führerschein nicht abgegeben werden muss

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Bei einem Fahrverbot muss der Führerschein nicht immer abgegeben werden

Ersttäter müssen bei einem Fahrverbot den Führerschein eventuell nicht abgeben.

Ersttäter müssen bei einem Fahrverbot den Führerschein eventuell nicht abgeben.

Es ist in einigen Fällen durchaus möglich, dass bei einem Fahrverbot der Führerschein nicht abgegeben werden muss. Hierfür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit ein Fahrverbot beispielsweise in eine höhere Geldstrafe umgewandelt wird.

Welche Bedingungen das sind und welche Konsequenzen drohen, wenn bei einem Fahrverbot der Führerschein nicht freiwillig abgegeben wird, soll im nachfolgenden Ratgeber beantwortet werden.

Wann muss bei einen Fahrverbot der Führerschein nicht abgegeben werden?

Im Verkehrsrecht gilt das Fahrverbot ab Rechtskraft des Bußgeldbescheids. Diese tritt ein, wenn nicht innerhalb von zwei Wochen nach Eingang des Bescheids Einspruch eingelegt wurde. Somit wird bei ausbleibendem Einspruch auch das Fahrverbot rechtskräftig und der Führerschein muss in amtliche Verwahrung abgegeben werden.


Die Frist des Fahrverbots – ob nun ein oder drei Monate – beginnt jedoch erst ab dem Datum, an dem der Führerschein bei der zuständigen Behörde eingeht.

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1 Monat Fahrverbot und den Führerschein nicht abgegeben? Unter Umständen möglich.

1 Monat Fahrverbot und den Führerschein nicht abgegeben? Unter Umständen möglich.

Unter bestimmten Umständen ist es jedoch möglich, dass bei einem verhängten Fahrverbot der Führerschein nicht abgegeben werden muss. Möchten Betroffene das Fahrverbot umgehen und in eine Geldbuße umwandeln, empfiehlt es sich immer, einem Anwalt hinzuzuziehen. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann hier beratend zur Seite stehen und prüfen, ob die Möglichkeit zur Umwandlung oder Abwendung des Fahrverbots besteht.

Meist wird nach Einzelfall entschieden, ob bei einem Fahrverbot der Führerschein nicht abgegeben werden muss. Der betroffene Fahrer muss nachweisen, dass ein Fahrverbot eine „unzumutbare Härte“ darstellen würde. Wenn zum Beispiel die wirtschaftliche Existenz gefährdet ist, muss die Fahrerlaubnis in einigen Fällen nicht abgegeben werden.

Auch wer das Fahrverbot in ein Bußgeld umwandeln will, muss triftige Gründe nachweisen können. Oft wird berücksichtigt, ob es sich um einen Ersttäter handelt und ob der Betroffene bereits Punkte in Flensburg hat.

Den Führerschein nicht freiwillig abgegeben? Was passiert dann?

Ist keine Umwandlung möglich und wird bei einem Fahrverbot der Führerschein dann nicht abgegeben, muss mit Sanktionen gerechnet werden. Da das Fahrverbot ab Rechtskraft des Bußgeldbescheids beginnt, begehen Betroffene eine Straftat, wenn sie trotzdem mit ihrem Fahrzeug fahren.

Die Verwahrung des Führerscheins stellt keinen Entzug der Fahrerlaubnis da, dennoch muss diese bei der zuständigen Behörde abgegeben werden.

Wird bei einem rechtskräftigen Fahrverbot der Führerschein nicht abgegeben, verlängert sich außerdem auch die Frist des Fahrverbots. Somit darf länger als nur der eine Monat bzw. die drei Monate nicht gefahren werden. Fahrverbote von einigen Monaten bedeuten dann auch, dass eine Teilnahme am Straßenverkehr mit einem Kraftfahrzeug in dieser Zeit untersagt ist.
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20 Kommentare

  1. Justin sagt:

    Guten Tag,
    Ich hab da mal eine Frage in zwar habe ich im Dezember letzten Jahres einen Autounfall in der Probezeit gehabt.

    Für mein Fahrzeug bestand kein Versicherungsschutz da mein Vater diese nicht bezahlt hat.
    Er ist Halter des Fahrzeugs gewesen.
    Und hat mich nicht drüber informiert.
    Außerdem war ich über dem TÜV.
    Hab den Wagen nur für den Beruflichen Weg genutzt da es mir sonst nicht möglich war Pünktlich zur Arbeit zu erscheinen.

    Bei dem Unfall wurden 4 Personen Verletzt einschließlich mir,
    Ich hab keinerlei Post bekommen.

    In der es hieß das ich meinen Führerschein abgeben muss.
    Darf ich jetzt Auto fahren bis zu meinem Gerichtstermin.?

    Und wird mir der Führerschein sicher entzogen.

    Da ich auf der Suche nach einem Neuen Auto bin…

    Es wäre ja Schwachsinn wenn ich mir ein Neues Kaufe und ich letztendlich den Führerschein doch abgeben muss.
    Ich danke für antworten.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Justin,

      wurde die Fahrerlaubnis noch nicht entzogen, sollten Sie noch fahren dürfen. Welche Konsequenzen sich für Sie ergeben, wird vom Gericht entschieden, weshalb wir keine verlässliche Auskunft über mögliche Folgen geben können.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Jens sagt:

    Hallo. Bei mir ist es so:
    Ich musste meinen Führerschein für 10 Monate abgeben. Die 10 Monate sind seit Okt. 2016 rum
    Mein neuer Führerschein liegt beim Amt.
    Ich muss noch einen Sehtest machen und 133 EUR Gebühr bezahlen die ich allerdings nicht habe. Darf ich trotzdem fahren?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jens,

      nein das ist nicht zulässig. Erst wenn Sie alle Vorgaben der Behörde erfüllt haben und den Führerschein in Händen halten, dürfen Sie wieder fahren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Tomasz sagt:

    Hallo,

    Ich wurde vor 7 Monaten innerorts mit 21 zu viel geblitzt… 1Punkt und ca. 130€ Strafe stehen wohl an, Einspruch wurde angelegt, Verfahren läuft noch…

    Jetzt wurde ich dummerweise wieder innerorts geblitzt mit 71 (-3 Kmh Toleranz = 68)…
    Dies würde ja normalerweise kein Punkt und kein Fahrverbot heißen…

    Oder zähle ich jetzt als Wiederholungstäter weil es innerhalb eines Jahres passiert ist?

    Mfg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tomasz,

      als Wiederholungstäter gelten Sie vermutlich nicht. Der erste Verstoß ist noch nicht rechtskräftig und der zweite Verstoß ist zu gering (gezählt wird hier erst ab 26 km/h zu viel).

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Gülcan Ö. sagt:

    Hi
    Ich wurde In Juni innerorts 21 km zuviel gefahren und habe 108€ und 1 Punkt bekommen. Und heute also 6.8 außenorts würde ich mit 26km (Toleranz abgezogen) geblitzt. Wird da mein Führerschein entzogen ??

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Gülcan,

      Sie müssen mit einem Bußgeld von 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Minaru sagt:

    Hallo,

    Ich bin jetzt mitte Juli 2017 geblitzt worden, außerorts mit 42km/h zu viel, was ja ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg bedeutet. Ich bin in diesem Fall Ersttäter und habe daher diese Viermonatsfrist für das Fahrverbot.
    Jetzt kam gestern ein zweiter Bescheid, dass ich an der gleichen Stelle drei Wochen später nochmal geblitzt worden bin, mit 26 km/h zu viel. Jetzt heißt es, dass man dafür einen Monat Fahrverbot bekommt, wenn innerhalb von zwölf Monaten zwei Vergehen mit 26 km/h zu schnell vorliegen.
    Meine Fragen jetzt: Muss ich jetzt einen Monat Fahrverbot sofort absolvieren und bei dem zweiten kann ich den Zeitpunkt wählen? Oder muss ich jetzt sofort beide Monate antreten? Oder kann ich beide Monate im Laufe der Viermonatsfrist absolvieren? Oder kann es sein, dass ich für das zweite Vergehen gar keinen weiteren Monat Fahrverbot bekomme?
    Als ich das zweite Mal geblitzt wurde, war der Bescheid vom ersten mal noch nicht einmal eingetroffen.

    Danke für die Hilfe.

  6. Lioba sagt:

    Hallo,

    ich bin auf der Autobahn in eine Abstandskontrolle geraten.
    160€ 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

    Da ich im Außendienst arbeite, bin ich beruflich zwingend auf meinen Führerschein angewiesen.

    Bisher hatte ich noch keine Punkte.

    Ist es möglich das Fahrverbot in ein höheres Bußgeld umzuwandeln?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lioba,

      im Einzelfall kann bei Vorliegen einer besonderen Härte ein Fahrverbot in ein höheres Bußgeld umgewandelt werden. Hierbei handelt es sich jedoch stets um Einzelfallentscheidungen, die von einem Gericht zu treffen sind. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihren Fall entsprechend bewerten zu lassen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Benedikt H. sagt:

    Hallo,

    Ich muss bald in Spanien meinen in Deutschland ausgestellten Führerschein wegen Alkohol am Steuer für 1 Jahr abgeben. Ich habe gelesen das dieses Fahrverbot aber nur für Spanien gilt und nicht für andere Länder. Mein Plan ist es eigentlich im Winter nach Thailand zu gehen und dort zu arbeiten. Irgendwie ist es ein bisschen kompliziert.das Fahrverbot gilt nur für Spanien. Darf also in anderen Ländern fahren, habe aber keine Fahrerlaubnis in Form eines Führerscheins mehr was wiederum auch bestraft werden kann. Kann ich mir einfach in Deutschland einen neuen Führerschein beantragen das ich zumindest in den anderen Ländern Auto fahren darf?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Benedikt,

      wurde Ihr Führerschein in Deutschland ausgestellt und sind Sie dort wohnhaft, darf die spanische Behörde Ihren Führerschein nicht für einen längeren Zeitraum einbehalten. In der Regel wird der Führerschein dann nach Deutschland geschickt, wo Ihnen der Führerschein wieder ausgegeben wird. Das Fahrverbot ist tatsächlich nur in Spanien gültig. Für weitere Informationen wenden Sie sich am besten an die zuständige Führerscheinstelle.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Sophie sagt:

    Hallo, ich wurde heute geblitzt und erwarte einen 1–Monatigen Führerscheinentzug. Allerdings bin ich ab nächster Woche für 9 Monate im Ausland. Wie muss ich mich verhalten?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sophie,

      Sie sollten sicherstellen, dass Sie die Post erhalten. Erkundigen Sie sich ggf. bei der Führerscheinbehörde.

      Das Team von Bussgeldkatalog.org

  9. jeff sagt:

    Hallo,

    bin Selbstständig und ein Mitarbeiter wurde mit 56 km/h zu schnell geblitzt. Ich wollte ihm helfen und habe erstmal nicht auf die briefe reagiert weil ich mir sicher war mir würde nichts passieren. Nun habe ich aber einen Brief bekommen in dem stand das das urteil jetzt Rechtskräftig sei und ich 2 Punkte bekomme und 1 Monat den führerschein abgeben muss. Was kann ich tun um dies zu verhindern vorallem die 2 Punkte zu vermeiden denn ich habe schon drei.???

    Mfg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jeff,

      eins vorweg: Es ist uns nicht erlaubt, eine Rechtsberatung zu erteilen.

      Da Sie nicht reagiert haben, hat die Behörde wohl angenommen, Sie sein der Fahrer und Ihnen deshalb die Sanktion verhängt. Grundsätzlich haben Sie vierzehn Tage Zeit, um einen Einspruch einzulegen, da der Bescheid sonst rechtskräftig wird. Ist es dafür bereits zu spät, hilft leider nur ein Gang zum Anwalt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Gerd H. B. sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    zufaellig lese ich hier in Bremen den Titel. Dien Titel moechte ich gerne komplett direkt lesen. Deshalb mein Wunsch zur
    kostenlosen Zusendung entsprechend nach:

    [Adresse von der Redaktion entfernt]

    und bereits im voraus den zustaendigen Dank zu Ihnen.

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