Mallorca macht Ernst: Bußgeld-Erhöhung für Partytouristen

News vom 18.07.2018 um 15:54 Uhr

Auf Mallorca droht ein Bussgeld zukünftig, wenn nackte Oberkörper außerhalb der ersten Strandreihe gezeigt werden.

Auf Mallorca droht ein Bussgeld zukünftig, wenn nackte Oberkörper außerhalb der ersten Strandreihe gezeigt werden.

Vor allem für viele deutsche Touristen ist die Balearen-Insel Mallorca mittlerweile zur zweiten Heimat geworden. Für Partytouristen kann der Urlaub in Spanien zukünftig allerdings zum teuren Vergnügen werden. Die Haupstadt Palma hat Saufgelagen am Ballermann den Kampf angesagt und für Mallorca eine Bußgeld-Erhöhung durchgesetzt. Wer sich nicht an geltende Regeln hält, dem drohen bis zu 3000 Euro Strafe. Aber um welche Vergehen geht es?

Einteilung in unterschiedliche Verstoß-Kategorien

Die meisten Verbraucher fragen sich vermutlich „Bei welchen Vergehen wird in Mallorca das Bußgeld teurer?“ Grundsätzlich soll laut Regierungsparteien eine Unterteilung in

  • leichte (100 bis 750 Euro),
  • schwere (750 bis 1500 Euro) und
  • sehr schwere (1500 bis 3000 Euro)

Verstöße vorgenommen werden. Im Rahmen der geplanten Änderungen sollen in Krisengebieten wie El Arenal oder Paeso Maritimo spezielle Interventionszonen eingerichtet werden. Zuständige Behörden sollen hier in der Hauptsaison härter durchgreifen. Da die Oppositionsparteien noch zustimmen müssen, tritt in Mallorca die allgemeine Bußgeld-Erhöhung frühestens im September in Kraft.

Bußgeldtabelle: Sanktionen für Touristen auf Mallorca

Art des Vergehensgeplantes Bußgeld
Balconing (Das Klettern an Balkonen sowie Sprünge vom Balkon in Pool-Anlagen)bis zu 1500 €
Den freien Oberkörper außerhalb der ersten Strandreihe/ des strandnahen Raumes zeigen100 € bis 750 €
Saufgelage mit mehr als 10 Personenbis zu 3000 €

Verbot für nackte Oberkörper außerhalb der ersten Strandreihe

Mit dem Konsum von Alkohol fallen nicht selten die Hemmungen und Hüllen feierfreudiger Touristen. Wer allerdings außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche nackte Haut zeigt, dem kann auf Mallorca ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro drohen. Dies geht aus dem neuen Strafkatalog der besonders bei englischen Touristen beliebten Ortschaft Magaluf hervor.

In der Öffentlichkeit sowie in Räumlichkeiten die auch für Minderjährige zugänglich sind, ist ein freier Oberkörper nicht mehr erlaubt. In der Hauptstadt Palma droht bei Nichteinhaltung des Textil-Zwangs eine Strafzahlung zwischen 100 und 200 Euro. Vom Verbot ausgenommen ist die erste Strandreihe.

„Balconing“ in Mallorca – Bußgeld von bis zu 1500 Euro

Auf Mallorca ist ein Bußgeld in Zukunft auch beim Balconing teurer. Wer klettert oder vom Balkon in Pools springt, muss zahlen.

Auf Mallorca ist ein Bußgeld in Zukunft auch beim Balconing teurer. Wer klettert oder vom Balkon in Pools springt, muss zahlen.

Im Südwesten von Mallorca in der Gemeinde Calvia gab es im Juni und Juli 2018 insgesamt bereits drei Fälle von Balconing, die mit Bußgeldern zwischen 600 und 1500 Euro belegt wurden.

Touristen versuchten von Balkon zu Balkon zu klettern oder von diesem aus in den hoteleigenen Pool zu springen.

Da dies als Ordnungswidrigkeit bzw. Verstoß gegen ein zivilisiertes Miteinander gilt, können entsprechende Vergehen geahndet werden.

Tödliche Balkonstürze, zu denen es in der Vergangenheit mehrfach gekommen war, sollen dadurch in Zukunft seltener vorkommen.

Vor allem wenn Alkohol im Spiel ist, werden waghalsige Kletteraktionen oder Pool-Sprünge schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr.

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