In Irland den Verkehr meistern: Der Bußgeldkatalog für Irland

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Maut, gälische Verkehrszeichen und Linksverkehr: Irland hält einige Herausforderungen bereit

Auf manchen Straßen ist eine Maut in Irland fällig. Auch Mietwagen müssen zahlen.

Auf manchen Straßen ist eine Maut in Irland fällig. Auch Mietwagen müssen zahlen.

Ab auf die Insel: Irland gehört zu einem der beliebtesten Urlaubsziele. Grüne Wiesen, pittoreske Bauten und Guinness versprechen in Kombination mit dem freundlichen Wesen der Iren eine unvergessliche Reise.

Manch einer kommt auf die Idee, die grüne Insel mit dem eigenen Auto zu erkunden. Allerdings sollten Sie sich bei diesem Vorhaben auf einige Herausforderungen gefasst machen. In Irland folgt der Verkehr nämlich teilweise anderen Regelungen als hierzulande. Der Linksverkehr ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie sich am besten in Irland in den Straßenverkehr einfügen und welche Strafen drohen, wenn Sie Gebote oder Verbote missachten. Allgemeine Informationen und Tipps zum Reisen mit dem eigenen Kfz in Irland finden Sie hier ebenfalls.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie weitere Informationen über die Verkehrsregeln in Irland:


Auszug aus dem irischen Bußgeldkatalog

VergehenBußgeld
Handy am Steuerab 60 Euro
Zu schnell gefahrenab 80 Euro
Mit 0,5 bis 0,8 Promille gefahren200 Euro
Mit 0,8 bis 1 Promille gefahren400 Euro
Nicht angeschnalltab 60 Euro
Parkverbotab 40 Euro
Rotlichtverstoßab 80 Euro

(Stand 03/2017)
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Verkehrsregeln in Irland: Linksverkehr beachten!

Für Kontinentaleuropäer ist dies ohne Zweifel die größte Herausforderung: Der Verkehr in Irland fährt auf der linken Straßenseite. Die ungewohnte Situation müssen sich Besucher immer wieder aufs Neue in das Gedächtnis rufen. Der Linksverkehr führt dazu, dass

  • Rechts überholt wird
  • Ein Kreisverkehr im Uhrzeigersinn befahren wird
  • Auf mehrspurigen Straßen die langsamste Spur links zu finden ist
  • Fußgänger erst nach rechts schauen müssen, bevor sie eine Straße kreuzen
  • An manchen Kreuzungen Links vor Rechts gilt, wenn dies entsprechend ausgeschildert ist – ohne spezifische Beschilderung gilt wie hierzulande Rechts vor Links

Fahren Sie mit Ihrem Auto auf die grüne Insel, lohnt es sich, den Straßenverkehr in Irland erst einmal in ländlicher Gegend aufzunehmen. Erst, wenn Sie das Prinzip des Linksverkehrs verinnerlicht haben, sollten Sie sich in städtische Regionen wagen.

Damit schützen Sie nicht nur sich, sondern auch die übrigen Verkehrsteilnehmer. Fahren Sie in Irland gemäß Rechtsverkehr, drohen schwere Unfälle!

Voraussetzungen, um in Irland am Verkehr teilzunehmen

Fahrzeuge müssen eine Haftpflichtversicherung vorweisen, um auf Irlands Straßen fahren zu dürfen. Achten Sie bei einem Mietwagen darauf, dass die entsprechende Versicherung vorhanden ist, bevor Sie sich hinter das Steuer setzen.

Doch nicht nur das Auto muss bestimmte Bedingungen erfüllen: Sie als Fahrer benötigen eine gültige Fahrerlaubnis für die entsprechende Fahrzeugklasse.

Ein internationaler Führerschein ist in Irland für Deutsche nicht notwendig: Führscheine aus einem EU-Mitgliedsstaat sind dank verschiedener Abkommen auch auf dem gesamten Gebiet der EU gültig.

Geschwindigkeitsüberschreitung in Irland: Wieviel müssen Raser zahlen?

Viele Straßen Irlands sind insbesondere in ländlichen Gebieten derart beschaffen, dass keine hohen Geschwindigkeiten erreichbar sind. Grundsätzlich gelten folgende Geschwindigkeitsbeschränkungen – sofern keine Straßenschilder Anderes festlegen:

  • Innerorts: 50 km/h
  • Auf Nebenstraßen außerorts: 80 km/h
  • Auf National Roads: 100 km/h
  • Auf Autobahnen (Motorways): 120 km/h

Für Fahrzeugkombinationen mit Anhängern gilt eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h. Die Bußgelder sind im Vergleich zu Deutschland allerdings niedriger gehalten.

Anders als in Deutschland werden die Geschwindigkeitsbestimmungen nicht vor scharfen Kurven angepasst. Lediglich das Verkehrsschild „Slower“ warnt vor einer gefährlichen Passage. Die Höchstgeschwindigkeit kann also nicht stets eingehalten werden.

Wie viel Promille sind in Irland erlaubt?

Herausforderung Irland: Der Verkehr ist gewöhnungsbedürftig.

Herausforderung Irland: Der Verkehr ist gewöhnungsbedürftig.

Das dunkle Guinness lockt mehr als einen Besucher nach Irland. Im Verkehr hat Alkohol jedoch genauso wenig zu suchen wie hierzulande.

Brauerei-Touren sollten Sie daher nur dann absolvieren, wenn Sie einen enthaltsamen Fahrer an der Seite haben.

In Irland liegt die Promillegrenze bei 0,5. Die Strafen für zu viel Alkohol im Blut sind in Irland beachtlich:

  • Blutalkoholkonzentration zwischen 0,5 und 0,8 Promille: 200 Euro Bußgeld
  • Blutalkoholkonzentration zwischen 0,8 und 1 Promille: 400 Euro Bußgeld

Zudem gilt für Fahrschüler, Fahranfänger und Berufsfahrer eine Grenze von 0,2 Promille. Letztere Kategorie umfasst beispielsweise Taxifahrer, Busfahrer und gewerbliche Lkw-Fahrer.

Hier droht das Bußgeld von 200 Euro bereits ab über 0,2 Promille Alkohol im Blut. Zudem wird bei einem Verstoß in Irland der Führerschein für drei Monate entzogen.

Im Auto rauchen? In Irland ist der Verkehr rauchfrei!

Zwar gilt kein generelles Rauchverbot für Touristen und private Fahrzeugführer, doch es ist empfehlenswert, eine Pause zum Rauchen einzulegen. Der Bonus: Sie können dabei die Landschaft in aller Ruhe genießen.

Es ist gewerblichen Fahrern in Irland nämlich verboten, am Steuer zu rauchen. So kann es vorkommen, dass eine Zigarette im Mundwinkel des Fahrers zu einer Verkehrskontrolle führt. Auch wenn sich herausstellt, dass Sie als Tourist unterwegs sind, kostet dies Zeit.

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Fahren in Irland: Verkehrsregeln sind nicht alles

Das Straßennetz Irlands ist ca. 100.000 Kilometer lang. Neben gut ausgebauten Autobahnen und Schnellstraßen üben insbesondere die kleinen, gewundenen Landstraßen einen besonderen Reiz aus. Allerdings ist gerade auf diesen besondere Vorsicht geboten: Diese winzigen Straßen können sehr gefährlich sein.

Oftmals sind sie nicht durchgängig breit genug, um zwei Fahrzeuge aneinander vorbei fahren zu lassen. Aus diesem Grund ist eine angepasste Geschwindigkeit besonders wichtig. Bei besonders gefährlichen Passagen warnen Verkehrszeichen in Irland vorweg.

Mahnungen wie „Slow“, „Slower“, „Very Slow“ oder gar „Dead Slow“ sollten Sie daher unbedingt berücksichtigen. Diese Hinweise sind keine bußgeldbehafteten Anordnungen. Allein um der Sicherheit Willen sind sie allerdings zu befolgen.

„Dead Slow“ stellt hierbei die höchste Warnstufe dar und lässt sich mit „langsam oder Tot” übersetzen. Hier ist also Schrittgeschwindigkeit einzuhalten und die volle Aufmerksamkeit auf die Straße zu lenken.

Mautgebühren in Irland

Auf einigen Straßen wird eine Maut in Irland verlangt. Meist können Sie die entsprechenden Gebühren direkt vor Ort an einer der Mautstationen bezahlen. Lediglich auf der Umfahrung von Dublin auf der M50 kommt ein elektronisches System zum Einsatz.

Hier werden die Kennzeichen der Fahrzeuge aufgenommen, welche die Straße befahren. Sie haben anschließend Zeit bis 20 Uhr des nächsten Tages, um die Gebühren nachträglich zu bezahlen.

Dies geht an ausgeschriebenen Bezahlstellen (Payzone-Servicepoints) oder per Telefon unter Nummer 1890 50 10 50.

Autofahren in Irland: In Dublin mit dem Kfz fahren?

Rechnen Sie in Irland mit Mautgebühren.

Rechnen Sie in Irland mit Mautgebühren.

Viele Reiseleiter empfehlen, Dublin zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden. Sowohl die Parkplatzsituation als auch die hektische Fahrweise der Bewohner der Hauptstadt treiben manch einen Kontinentalfahrer an seine Grenzen. Auch ist die Gefahr eine Diebstahls – sowohl des Autos als auch des Gepäcks – in Dublin erhöht.

Entschließen Sie sich dennoch, dem Dubliner Verkehr mit dem eigenen Auto zu strotzen, sollten Sie die Parkregelungen beachten. Grundsätzlich sind Parkplätze in Irland zahlungspflichtig – entsprechende Automaten finden sich in Reichweite. Auch ein Parkscheibe ist meist notwendig.

Irland oder Irland? Der Verkehr je nach Staat

Bedenken Sie bei Ihren Reisen in Irland: Die Insel ist aus staatlicher Sicht zweigeteilt. In der Republik Irland, welche rund 80 % des Inselgebietes ausmacht, gelten obig aufgeführte Regelungen. Der Nordosten („Nordirland“) gehört allerding zum Hoheitsgebiet Englands.

Wie Sie sich dort dem Verkehr am besten anpassen, können Sie im Bußgeldkatalog für das Vereinigte Königreich nachschlagen. Unter anderem fallen dort keine Mautgebühren an. Dafür werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Entfernungen dort in Meilen angegeben.

Achten Sie bei der Organisation des Kartenmaterials für Ihre Reisen auf zweisprachige Karten: Viele Schilder der irischen Republik sind zweisprachig in Englisch und Gälisch beschriftet. Doch manch ein Verkehrsschild ist ausschließlich in Gälisch gehalten.
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