Die Maut in Irland: Mit dem PKW auf der grünen Insel

Irland und die Mautgebühren

Gibt es eine Maut in Irland?

Gibt es eine Maut in Irland?

Magische Landschaften in grün: Irland verzaubert durch seine atemberaubenden Natursehenswürdigkeiten. Ob nun die schroffen und felsige Küste im Norden der Halbinsel Inishowen, die saftigen, grünen Wiesen samt Geblöke der Schafe oder die geisterhaft wirkenden Ruinen alter Burgen – die Insel versinkt förmlich in einer melancholisch romantischen Atmosphäre.

Diese Stimmung und das Idyll der irischen Städte sorgen jährlich für einen Zuwachs in der Tourismusbranche. Gerade das Erkunden der Landschaft ist oft festes Programm einer Reise. Wer dabei mit einem Mietwagen unterwegs ist, wird vermutlich erstmal mit dem Linksverkehr zu kämpfen haben. Danach folgen aber nicht selten Fragen dazu, wie es Irland mit der Maut halt.

Fallen überhaupt Autobahngebühren in Irland an? Wie hoch sind die Kosten und wie kann die Maut in Irland bezahlt werden? Im folgenden Ratgeber gehen wir auf diese Fragen ein und informieren Sie umfassend zu den Straßennutzungsgebühren auf der Insel des vierblättrigen Kleeblatts. Außerdem erhalten alle, die einen Mietwagen nutzen wollen, wichtige Tipps.

Mautstraßen: Wo in Irland werden Gebühren verlangt?

Nur für wenige Straßen muss eine Maut in Irland bezahlt werden.

Nur für wenige Straßen muss eine Maut in Irland bezahlt werden.

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Irlands Straßen sind weitgehend mautfrei. Auf allen Regional bzw. Local Roads sowie auf den meisten National Roads können Sie gratis die Insel erkunden. Und selbst auf dem Motorway, der Autobahn, wird nicht immer eine Maut in Irland verlangt. Das macht die Reise durch Irland günstig.

Die wenigen Autobahnen der Insel gehen alle sternförmig von der Hauptstadt Dublin in sämtliche Richtungen ab und schlängeln sich über die Insel. Durch den Motoway können Städte wie Cork, Limerick, Galeway oder Waterford relativ schnell erreicht werden. Aber anders als in Deutschland gilt eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 120 km/h auf den irischen Autobahnen.

Die Gebührenpflicht ist auf nur wenige Teilstrecken begrenzt. Sie müssen lediglich eine Autobahnmaut für Irland auf folgenden Abschnitten der Autobahnen bzw. autobahnähnlichen Straßen bezahlen:

  • N6: Galway – Ballinsaloe
  • N8: Rathcormac – Fermoy
  • N25: Waterford
  • M1: Gormanston – Monasterboice
  • M3: Clonee-Kells Grange (Northern)
  • M3: Clonee-Kells Blackbull (Southern)
  • M4: Kilcock – Enfield – Kinnegad
  • M7: Portlaoise – Castletown
  • M8: Portlaoise – Cullahill
  • M50: Dublin

Beachten Sie auf Ihrer Reise mautpflichtige Verkehrsbauwerke!

Es gibt in Irland neben der Autobahnmaut auch noch gebührenpflichtige Verkehrsbauwerke. Zu nennen sind der zur Rush Hour relativ teure Dublin-Tunnel, der Limerick-Tunnel und die East-Link-Toll-Bridge.

Wie hoch sind die Mautgebühren in Irland?

Die Mautgebühren sind in Irland in Euro zu zahlen.

Die Mautgebühren sind in Irland in Euro zu zahlen.

Reisen Sie mit dem Auto und erkunden die grüne Insel, sollten Sie die Kosten für die Maut in Irland einplanen. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa sind diese allerdings nicht besonders hoch. Irland verlangt von den Kraftfahrer weder den Erwerb einer Vignette wie bei der Maut in Österreich noch wird wie bei der Maut in Kroatien per Strecke abgerechnet.

Stattdessen gibt es bei der Maut in Irland einen Festpreis je Fahrzeugklasse. Abgerechnet wird die Gebühr je Nutzung. Unterschieden werden Krafträder, PKW, Busse sowie Fahrzeuge des Güterverkehrs. Bei letzteren wird differenziert zwischen Kfz:

  • bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
  • über 3,5 Tonnen mit zwei oder drei Achsen
  • über 3,5 Tonnen mit vier oder mehr Achsen

Auf den Autobahnen reisen Sie mit Kraftrad vergleichsweise günstig. Die Maut in Irland beträgt in der Regel 70 Cent bis einen Euro. Die M4 ist mit 1,50 Euro dagegen teuer. Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss nur unwesentlich mehr für die Nutzung der mautpflichtigen Strecken bezahlen. Wenn Sie mit dem Auto reisen, bezahlen meist 1,90 Euro.

FahrzeugtypM1/N25/N6/M7/N6/M8M3M4Limerick Tunnel
Motorräder€ 1,00€ 0,70€ 1,50€ 1,00
PKW€ 1,90€ 1,40€ 2,90€ 1,90
Busse€ 3,40€ 2,20€ 4,30€ 3,40
Güterverkehr bis 3,5 t€ 3,40€ 2,20€ 4,30€ 3,40
Güterverkehr über 3,5 t
2 oder 3 Achsen
€ 4,80€ 2,90€ 5,70€ 4,80
Güterverkehr über 3,5 t
4 oder mehr Achsen
€ 6,10€ 3,50€ 7,10€ 6,10

Eine Ausnahme bildet die Autobahn M50. Die Ringstraße um die Hauptstadt Dublin ist teurer für PKW. Motorräder können sie dagegen mautfrei nutzen. Die Kosten für die Nutzung sind abhängig von der Fahrzeugklasse und dem gewählten Bezahlsystem. Nicht registrierte Fahrzeuge sind am teuersten. Beim Güterverkehr ist zudem nicht das zulässige Gesamtgewicht, sondern das Leergewicht maßgeblich.

FahrzeugtypMit eFlow-Tag-AccountMit Video-AccountNicht registrierte Fahrzeuge
Motorräder€ 0€ 0€ 0
PKW, Busse bis 8 Sitzplätze€ 2,10€ 2,60€ 3,10
Kfz des Güterverkehrs mit Leergewicht bis zu 2 t, Busse über 8 Sitzplätze€ 2,90€ 3,40€ 3,90
Kfz des Güterverkehrs mit einem Leergewicht zwischen 2 bis 10 t€ 4,20€ 4,70€ 5,30
Kfz des Güterverkehrs mit einem Leergewicht über 10 t€ 5,30€ 5,80€ 6,30
Maut in Irland: Kosten für den Dublin-Tunnel

Der  4,5 km lange Tunnel, welcher als Teil der Autobahn M5 den Dubliner Hafen mit der M1 in der Nähe des Flughafens von Dublin verbindet, ist besonders in der Rush Hour teuer. Monat bis Freitag in der Zeit von 6 bis 10 Uhr (Süden – Richtung Innenstadt) müssen Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen zehn Euro zahlen. Gleiches gilt montags bis freitags in der Zeit von 16 bis 19 Uhr (Norden – Richtung Flughafen).

Außerhalb der Hauptverkehrszeiten, an Wochenenden oder an Feiertagen beträgt der Preis lediglich drei Euro. Kommerziell genutzte Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, Busse mit mindestens 25 Sitzplätzen und Fahrer mit Ausnahmegenehmigung (z. B. Behinderte) können die Tunnel kostenfrei nutzen.

Für den Dublin-Tunnel ist eine Maut in Irland zu bezahlen.

Für den Dublin-Tunnel ist eine Maut in Irland zu bezahlen.

Wie können Sie die Maut bezahlen in Irland?

Es gibt verschiedene Optionen, um die Maut zu bezahlen. In Irland besteht z. B. die Möglichkeit, das sogenannte eToll-Verfahren zu nutzen. Dadurch kann die Mautgebühr automatisch und elektronisch bezahlt werden, wodurch insgesamt Zeit eingespart werden kann. Notwendig ist allerdings die Registrierung des Fahrzeugs.

Auf allen Autobahnen außer der M50 ist zudem die Barzahlung an der Mautstelle möglich. Entscheiden können Sie sich zwischen dem Schalter mit Personal oder dem Automatenschalter. Bei letzterem sollten Sie aber die Gebühr passend bezahlen können, da sie kein Wechselgeld geben. Außerdem nehmen sie keine Münzen unter 10 Cent.

Bei der M50 gibt es keine Mautschalter. Dort wird das sogenannte eFlow-Verfahren eingesetzt. Videokameras filmen dazu das Kennzeichen.

Sollte vor Fahrtantritt die Gebühr noch nicht entrichtet worden sein, haben Sie die Möglichkeit, bis spätestens 20 Uhr des Folgetages dies unter Angabe des Kennzeichens nachzuholen. Möglich ist dies auf verschiedenen Wegen:

  • Online auf der Seite eFlow.ie (mit Kreditkarte)
  • An einer der über 2.000 Zahlstellen (Payzone)
  • Per Telefon (mit Kreditkarte)
Unbezahlte M50-Maut: In Irland wird ein Bußgeld verlangt

Sollte die Nutzungsgebühr für die M50 nicht pünktlich bis 20 Uhr am Folgetag bezahlt werden, wird eine Strafgebühr von drei Euro verlangt. Nach zwei Wochen erhalten Kraftfahrer eine Strafgebühr von 41 Euro. Wird die Maut dennoch nicht bezahlt, erhöht sie die Gebühr nach 56 Tagen auf 103 Euro.

Maut in Irland: Mit dem Mietwagen reisen

Sind Sie bei Ihrer Reise in Irland mit einem gemieteten Auto unterwegs, sollten Sie ein paar Tipps beherzigen. Klären Sie mit dem Anbieter zuerst, wie in Sachen Maut verfahren wird. Diesbezüglich gibt es verschiedene Vorgehensweisen:

  • Sie müssen die Maut selbst bezahlen.
  • Die Maut wird Ihnen von der Mietwagenfirma in Rechnung gestellt.
  • Die Maut für Irland ist inklusive.

Weitere Tipps für Mietwagen auf der grünen Insel:

  • Buchen Sie einen Zusatzfahrer
  • Beachten Sie die Zusatzgebühr für Fahrer unter 26 Jahren
  • Oftmals sind Grenzüberschreitungen nach Nord-Irland kostenpflichtig

Noch mehr Tipps erhalten Sie in unserer Mietwagen-Kategorie.

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