Mauttabelle für Deutschland - Infrastrukturabgabe 2018

Die Mauttabelle in Deutschland: Für LKW-Fahrer besonders wichtig

Ohne Gebührenentrichtungen dürfen mautpflichtige Straßen nicht befahren werden

Es gibt mittlerweile eine Mauttabelle für Bundesautobahnen und eine für Bundesstraßen.

Es gibt mittlerweile eine Mauttabelle für Bundesautobahnen und eine für Bundesstraßen.

Das System der LKW-Maut ist in Deutschland im Gegensatz zur anstehenden PKW-Maut nun schon seit einigen Jahren vertreten. Lastkraftwagenfahrer haben sich daran gewöhnt, für die Nutzung von Bundesautobahnen (BAB) und Bundesstraßen eine Gebühr entrichten zu müssen. Letztere richtet sich nach der zu befahrenen Strecke und kann mithilfe der Mauttabelle für LKW berechnet werden.

Doch wo lässt sich diese Tabelle einsehen? Wie ist diese aufgebaut? Und welches Gesetz bestimmt das Mautsystem für Lastkraftwagen in Deutschland?

Der vorliegende Ratgeber hält die Antworten auf diese Fragen bereit. Hier erhalten Sie nicht nur direkten Zugang zu den genannten Tabellen, sondern werden auch darüber informiert, wie die Kontrollen zur Einhaltung der Straßenbenutzungsgebühren funktionieren.

Die Mauttabellen für Lastkraftwagen

Die Benutzung von mautpflichtigen Straßen richtet sich nach dem Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG), welches am 12. Juli 2011 in Kraft getreten ist. Dieses gibt vor, dass Kraftfahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen, die im Sinne des Güterkraftverkehrs verwendet werden und mindestens 7,5 Tonnen auf die Waage bringen, mautpflichtig sind. Ausgenommen davon sind unter anderem Kraftomnibusse, Polizeifahrzeuge, Feuerwehrautos, Notdienste und Fahrzeuge von gemeinnützigen Organisationen.

Insgesamt gibt es zwei große Mauttabellen, welche die kostenpflichtigen Streckenabschnitte für folgende Fahrbahnarten abbilden.

Seit Erlass des Gesetzes werden kontinuierlich weitere Bundesstraßenabschnitte in die Mauttabelle mitaufgenommen. Entsprechend kommt es bei den hier verlinkten Tabellen dauerhaft zu Aktualisierungen.

Die Mauttabelle gibt für Deutschland alle gebührenpflichtigen Streckenabschnitte an.

Die Mauttabelle gibt für Deutschland alle gebührenpflichtigen Streckenabschnitte an.

Seit der Einführung der Maut wurden bereits einige Regelungen verändert. So sorgten anfangs noch Unterbrechungen der baulichen Richtungstrennung für den Ausschluss der Mautpflicht, wenn diese an höhengleichen Kreuzungen auftraten. Das ist mittlerweile nicht mehr der Fall. Auch müssen mautpflichtige Bundesstraßen, die direkt oder indirekt an das Autobahnnetz angebunden sind, keine Mindestlänge mehr aufweisen. Diese betrug damals noch vier Kilometer, was jetzt nur noch für nicht angebundene Bundesstraßen gilt.

Mauttabelle und Gebühren missachten: Bußgelder drohen

Werden die Mautgebühren, die für die in der Mauttabelle aufgeführten Strecken anfallen, nicht ordnungsgemäß gezahlt, drohen Bußgelder nach § 10 BFStrMG. Eine Geldbuße von zehn- bis zwanzigtausend Euro ist dabei möglich. Das gilt auch dann, wenn sich Fahrer oder Unternehmen den Kontrollen entziehen bzw. widersetzen.

Letztere erfolgen durch mobile und stationäre Kontrollmechanismen des Bundesamtes für Güterverkehr. Die tragbare Variante, auch als Kontrollbrücke bezeichnet, wird in Dienstwagen eingebaut und überprüft häufig von Brücken aus die Kennzeichen der Vorbeifahrenden. Dieses Kontrollgerät sorgt für flexible Einsatzmöglichkeiten, welches es nicht zahlenden Fahrern schwer macht, ohne Strafe davonzukommen.

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