Mit dem Firmenwagen geblitzt? Das ist zu tun

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Wie Sie mit einem Strafzettel beim Firmenwagen umgehen müssen

Wer mit dem Firmenwagen geblitzt oder kontrolliert wird, muss in der Regel das Bußgeld selbst zahlen

Wer mit dem Firmenwagen geblitzt oder kontrolliert wird, muss in der Regel das Bußgeld selbst zahlen

In vielen großen Unternehmen dürfen die Mitarbeiter mit einem Firmenwagen fahren. Dieser Vorteil birgt aber auch ein Risiko. Denn wer mit dem Firmenwagen geblitzt wird und mehr km/h auf dem Tacho hat, als tatsächlich erlaubt ist, muss auch das Bußgeld zahlen. Oder ist dann der Chef in der Pflicht?

Mit dem Firmenwagen unterwegs zu sein, bringt gewisse Vorzüge. Das eigene Auto kann getrost stehen bleiben und in der Regel besitzt das Unternehmen eine Tankkarte, weshalb der Sprit auch nicht vom Mitarbeiter bezahlt werden muss. Doch was passiert im Falle eines Knöllchens am Firmenwagen?

Kosten für Blitzer

Die Kosten für Blitzer sind je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:

Mit dem Dienstwagen geblitzt: So läuft es ab

In Deutschland gilt die sogenannte Fahrerhaftung; das bedeutet, dass nicht der Halter des Fahrzeugs, sondern der Fahrer die Haftung übernehmen muss, also auch die Bußgelder zahlt. In der Regel ist der Fahrer auch der Halter, aber der Firmenwagen gehört zum Eigentum des Unternehmens. Wer zahlt also, wenn ein Mitarbeiter mit dem Firmenwagen geblitzt wird?

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Die Bußgeldbehörde verschickt den Bußgeldbescheid an den Halter des Wagens; das bedeutet, dass das Unternehmen, also der Chef oder das Sekretariat, den Brief zuerst erhält. In der Regel macht die Firma dann den Fahrer ausfindig und übergibt den Bescheid an ihn. Ist kein Foto vorhanden, kann dieses angefordert werden. Die Behörde hat in der Regel drei Monate Zeit, um den Anhörungsbogen bzw. den Bußgeldbescheid zu verschicken. Ansonsten gilt er als verjährt.

Geblitzt mit dem Firmenwagen: Anhörungsbogen zugeschickt?

Oftmals erreicht das Unternehmen vor dem Bußgeldbescheid einen Anhörungsbogen. Dieser dient der Behörde als Aussage, wer gefahren ist. Damit kann die entsprechende Behörde den Bußgeldbescheid direkt an den Fahrer adressieren.

Wurden Sie also geblitzt mit dem Firmenwagen, kann es sein, dass Ihr Chef den Anhörungsbogen an Sie weiterleitet oder Ihnen Bescheid gibt, dass er das Schreiben ausgefüllt an die Behörde zurückschickt.

Der Arbeitgeber darf die Aussage im Falle eines Zeugenfragebogens nicht verweigern. Er muss laut deutschem Recht antworten, da er in der Regel nicht verwandt oder verschwägert mit Ihnen ist.

Gibt der Arbeitgeber keinen Fahrer an und kooperiert nicht mit der zuständigen Behörde, kann diese dem Unternehmen eine Fahrtenbuchauflage auferlegen. Das bedeutet, dass das Unternehmen ein Fahrtenbuch führen muss, welches alle Fahrer auflistet, die mit diesem Wagen unterwegs sind.

Führt das Unternehmen das Fahrtenbuch nicht regelmäßig, können hohe Bußgelder warten. Die Behörde ist nämlich befugt, in unregelmäßigen Abständen das Fahrtenbuch zu kontrollieren.

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10 Kommentare

  1. W. Ralf sagt:

    Darf ein Arbeitgeber wenn er die Fahrten Bücher durch schaut wer an den Tag des Verkehrs vergehen gefahren ist sich das bezahlen lassen.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ralf,

      der Arbeitgeber muss im Zeugenfragebogen angeben, welcher Fahrer der Verstoß begangen hat. Die Behörden wenden sich anschließen direkt an den Verkehrssünder – der Arbeitgeber ist ab diesen Moment nicht mehr involviert und muss entsprechend nichts bezahlen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Martin sagt:

    Wenn man als Fahrer den Verstoß begangen hat, keine weiteren Angaben auf dem Anhörungsbogen außer die persönlichen Daten angibt, in der Folge einen Aufhebungsbescheid der Behörde erhält, hat sich dann das Verfahren für alle Beteiligten erledigt? Oder wird der Arbeitgeber erneut angegangen und versucht den tatsächlichen Fahrer zu ermitteln?

  3. Noel sagt:

    Was ist, wenn der der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer verwandt/verschwägert ist? Darf er die Aussage im Falle eines Zeugenfragebogens dann verweigern?

  4. Hans S. sagt:

    Hallo,
    Wenn man mit einem Dienstwagen geblitzt wurde und das Ordnungsamt das Foto nicht vorzeigen möchte, weil man den Fahrer nicht erkennt, muss man dann trotzdem die Schuld zugeben?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hans,

      ist der Fahrzeugführer nicht sofort zu identifizieren, ordnet die zuständige Bußgeldstelle eine Fahrerermittlung an. Bleibt diese ergebnislos, bedeutet dies nicht, dass die Sache ausgestanden ist. Zwar wird das Bußgeldverfahren dann von der Behörde eingestellt, allerdings kann dem Halter auferlegt werden, ein Fahrtenbuch zu führen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Michael sagt:

    Hallo,

    ich bin am Mittwoch, den 11. April mit meinem Firmenwagen geblitzt worden.

    Seitdem habe ich noch nichts, also weder einen Anhörungsbogen, noch einen Bußgeldbescheid erhalten.

    Ist damit die Verjährung abgelaufen, order gibt es da Möglichkeiten für die Behörde den Bescheid doch noch zuzustellen?

    Gruß
    Michael

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Michael,
      in der Regel tritt die Verjährung bei einen Bußgeldbescheid nach 3 Monaten ein. Allerdings können verschiedene Vorgänge in der Behörde zur Unterbrechung der Verjährung führen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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