Unfall mit Firmenwagen - Unfall & Verkehrsrecht 2018

Unfall mit dem Firmenwagen: Wer zahlt den Schaden?

Wer haftet bei einer Dienstfahrt?

Mit dem Dienstwagen einen Unfall verursacht? In einigen Fällen übernimmt der Arbeitgeber die Kosten.

Mit dem Dienstwagen einen Unfall verursacht? In einigen Fällen übernimmt der Arbeitgeber die Kosten.

Auch auf einer beruflichen Fahrt mit dem Firmenwagen kann viel passieren. Fahren Sie oder auch andere Verkehrsteilnehmer zu schnell, wird die Vorfahrt missachtet oder ein Rotlichtverstoß begangen, kann ein Blechschaden schnell die Folge sein.

In schlimmeren Fällen sind auch Personenschäden möglich. Auch wenn sich die meisten Autofahrer sicher sind, dass der jeweilige Arbeitgeber für den entstandenen Schaden aufkommen muss, ist das gesetzlich gar nicht so klar geregelt.

Aber wann muss der Arbeitgeber bei einem Unfall mit dem Dienstwagen haften? Und wann ist der Arbeitnehmer selbst am Zug, etwas beizusteuern?

Der folgende Ratgeber soll Sie darüber aufklären, welche Möglichkeiten es im Arbeitsrecht hinsichtlich der Haftung bei einem Unfall mit dem Firmenwagen gibt.

Unfall mit einem Firmenfahrzeug: Wer zahlt die Rechnung?

Viele Arbeitnehmer fragen sich bei Dienstfahrten, wie ein Unfall mit dem Firmenwagen abgewickelt wird. Wer zahlt? Welche Selbstbeteiligung muss der Mitarbeiter eventuell investieren? Das kommt auch darauf an, in welchem Maße Sie selbst an dem Unfall beteiligt waren bzw. ob Sie die Schuld daran tragen, dass dieser Unfall überhaupt erst verursacht wurde.

Sollten Sie keine Schuld haben, zum Beispiel wenn Ihnen die Vorfahrt genommen wurde, so muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers den Schaden übernehmen. Anders verhält es sich dann, wenn Sie den Unfall gänzlich verschuldet bzw. eine Teilschuld daran haben.

Haftung bei Fahrlässigkeit

Unfall mit dem Geschäftswagen: Wer zahlt laut Arbeitsrecht bei Fahrlässigkeit? Das kommt darauf an, welcher Grad der Fahrlässigkeit vorliegt. Sind Sie als Arbeitnehmer mit dem Dienstwagen in einen Unfall verwickelt, den Sie selbst aus Fahrlässigkeit provoziert haben – also zum Beispiel aufgrund von Glätte auf der Fahrbahn trotz angemessener Geschwindigkeit – muss Ihr Arbeitgeber bzw. dessen Versicherung in der Regel für den Schaden aufkommen.

Bei mittlerer Fahrlässigkeit, wie einer Geschwindigkeitsüberschreitung, müssen Sie sich auch als Arbeitnehmer am entstandenen Schaden beteiligen. Je größer die eigene Schuld am Unfall mit dem Firmenwagen ist, desto höher fällt auch der Beitrag aus, den der Mitarbeiter zusteuern muss. Ist das Fahrzeug vollkaskoversichert, muss der Arbeitnehmer beim Unfall mit dem Firmenwagen die Selbstbeteiligung zahlen.

Unfall mit dem Dienstwagen: Wer zahlt bei grober Fahrlässigkeit?

Sollten Sie fahrlässig handeln und einen Unfall mit dem Firmenwagen provozieren, müssen Sie anteilig zahlen.

Sollten Sie fahrlässig handeln und einen Unfall mit dem Firmenwagen provozieren, müssen Sie anteilig zahlen.

Aufgrund von grober Fahrlässigkeit mit dem Firmenwagen einen Unfall verursacht: Wer zahlt dann? Normalerweise muss in solchen Fällen der Arbeitnehmer die Kosten für den Schaden komplett übernehmen. Grob fahrlässig handelt ein Autofahrer dann, wenn er beispielsweise betrunken oder unter Drogen ein Auto bewegt.

Sollte die Schadenshöhe allerdings den Wert des Einkommens stark übersteigen, muss der Mitarbeiter wiederum nur anteilig zahlen. Denn ein finanzieller Ruin des Arbeitnehmers soll auch bei grober Fahrlässigkeit möglichst umgangen werden.

Privatfahrten mit dem Firmenwagen

Wie sieht es nun allerdings aus, wenn der Unfall mit dem Firmenwagen bei einer Privatfahrt geschieht? Das kommt im Arbeitsrecht auch darauf an, ob die private Nutzung vom Arbeitgeber im Vertrag festgelegt und ausdrücklich erlaubt wurde.

Ist dem nicht so, zahlt der Arbeitnehmer bei Schäden allein. Wurde der Firmenwagen auch zur privaten Nutzung freigegeben, trägt oft der Arbeitgeber den Unfallschaden – auch auf einer privaten Fahrt.

In gewissen Fällen muss allerdings eine Selbstbeteiligung – z.B. bei einer Vollkaskoversicherung – gezahlt werden. Welche Regelungen in der individuellen Situation getroffen wurden, ist allerdings im Vertrag mit dem Arbeitgeber nachzulesen.

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