Rotlichtverstoß im Ausland: Bußgeld bis zu 1200 Euro

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 5. September 2019

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Was droht, wenn Sie eine rote Ampel im Ausland überfahren?

Rote Ampel überfahren im Ausland: Welche Strafen drohen?
Rote Ampel überfahren im Ausland: Welche Strafen drohen?

Andere Länder, andere Sitten – dieser Spruch gilt nicht nur für kulturelle, landestypische oder sonstige Gepflogenheiten, sondern auch im Verkehrsrecht. Wenn Sie in Deutschland eine rote Ampel überfahren haben und erwischt wurden, wird genau überprüft, wie lange die Ampel schon rot war, ob eine Gefährdung vorlag oder ob es zu einer Sachbeschädigung kam.

Im günstigsten Fall kommen Sie mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg davon. Schlimmstenfalls müssen Sie mit einem hohen Bußgeld oder sogar dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Eine rote Ampel zu überfahren, ist auch hierzulande kein Kavaliersdelikt.

FAQ: Rote Ampel im Ausland überfahren

Wie teuer kann ein Rotlichtsverstoß im Ausland werden?

Je nach Reiseland können zwischen 50 € (Bulgarien) bis 1.200 € (Vereinigtes Königreich) fällig werden. Weitere mögliche Bußgelder finden Sie in dieser Tabelle.

Kann die Strafe auch in Deutschland vollstreckt werden?

Die Länder der Europäischen Union haben ein Vollstreckungsabkommen unterzeichnet. Dadurch können ausländische Bußgelder ab 70 € auch durch die Landesbehörden eingetrieben werden.

Bußgeldkatalog Rotlichtverstoß im Ausland

Beschrei­bungBuß­geld
Belgienab 165 €
Bulgarienab 50 €
Dänemark270 €
Finnlandab 10 Tages­sätzen
Frankreichab 135 €
Griechenlandab 350 €
Großbritannienbis 1200 €
Irlandab 80 €
Italienab 170 €
Kroatienab 260 €
Luxemburgab 145 €
Maltaab 60 €
Niederlande230 €
Norwegen630 €
Österreichab 70 €
Polenab 75 €
Portugalab 100 €
Rumänienab 65 €
Schwedenab 130 €
Schweizab 150 €
Slowakeibis 200 €
Spanien90 - 300 €
Tschechienab 35 €
Türkei60 €
Ungarnbis 80 €
Zypernab 85 €

(Quelle: ADAC)

Rote Ampel überfahren: im Ausland kann das teuer werden

Sie waren mit dem Auto im Urlaub und haben eine rote Ampel übersehen? Dann könnte sich bald ein Bußgeldbescheid in Ihrem Briefkasten befinden. Grund dafür ist ein Vollstreckungsabkommen innerhalb der EU. Dieses besagt, dass Bußgelder, die auf Verstößen beruhen, die im Ausland begangen wurden, ab einem Betrag von 70 Euro auch in Deutschland von der jeweils zuständigen Behörde vollstreckt werden können.

Auch wenn es sich um ein vergleichsweise geringes Bußgeld handelt, kann diese Grenze dennoch erreicht werden: Es kommt eine Bearbeitungsgebühr hinzu, die den Betrag schnell steigen lässt. Wenn Sie sich dem widersetzen und die Strafe nicht zahlen, dann kann ein Vollstreckungsverfahren auf Sie zukommen, was sogar in einer Haftstrafe enden kann.

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Mit welchen Strafen Sie rechnen müssen

Während das Bußgeld bei einem Rotlichtverstoß in Bulgarien mit mindestens 50 Euro noch recht human ist, wird es in Norwegen mit einer Geldbuße ab 630 Euro richtig teuer.

Ein Rotlichtverstoß im Ausland, insbesondere in Europa, kann auch in Tagessätzen berechnet werden, so etwa in Finnland. In Frankreich wird das Überfahren einer roten Ampel mit mindestens 135 Euro geahndet. Griechenland startet bei 350 Euro.

Am härtesten sind die Strafen in Großbritannien, denn dort kann es bis zu 1200 Euro kosten, eine rote Ampel zu überfahren. Ein Rotlichtverstoß im Ausland sollte demnach unbedingt vermieden werden, sonst verwandelt sich der Urlaub schnell in eine wahre Kostenfalle. Folgende Strafen sind laut Bußgeldkatalog in den jeweiligen Ländern möglich:

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