Umstrittene Studie: Diesel-Fahrzeuge umweltverträglicher als E-Autos?

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News vom 06.05.2019 um 11:06 Uhr

Laut einer Studie sind Diesel-Fahrzeuge umweltfreundlicher als E-Autos. Doch an der Untersuchung wird starke Kritik geübt.

Laut einer Studie sind Diesel-Fahrzeuge umweltfreundlicher als E-Autos. Doch an der Untersuchung wird starke Kritik geübt.

Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des ifo (Institut für Wirtschaftsforschung), hatte kürzlich die Umweltbilanz eines Diesel-Fahrzeugs mit der eines Tesla verglichen. Das Ergebnis überraschte und erweckte Aufmerksamkeit, denn laut der Studie sei der Diesel erheblich umweltverträglicher als das Elektrofahrzeug. Doch nun hagelt es Kritik an der Untersuchung. Die fragwürdige Methodik würde die Ergebnisse verfälschen.

Auswahl der Vergleichsfahrzeuge wird kritisiert

Kurz vorweg: Was genau wurde überhaupt untersucht und was kam dabei heraus? Sinn und der Kölner Physiker Christoph Buchal verglichen, wie viel CO2 bei der Herstellung und des Betriebs eines Mercedes Diesel 220d und eines Tesla Model 3 ausgestoßen wird. In der Studie kam der Diesel auf 141 Gramm CO2 pro Kilometer, der elektrisch betriebene Tesla hingegen auf 181 Gramm pro Kilometer. Aus diesen Zahlen wurde verallgemeinert, dass Elektrofahrzeuge mitnichten die Umweltretter seien, als die sie angepriesen werden. Stattdessen seien die Diesel-Autos in Wahrheit viel umweltverträglicher.

Kritiker der Studie führen jedoch an, dass die Ergebnisse nicht aussagekräftig seien, da sie durch die Methodik der Untersuchung verzerrt würden. Dies beginne schon bei der Auswahl der beiden Vergleichsfahrzeuge:

  • Der Mercedes Diesel 220d hat 194 PS.
  • Der Tesla Model 3 hat 473 PS.
Das Elektroauto ist somit mehr als doppelt so leistungsstark wie der zum Vergleich herangezogene Diesel. Dies sei eine denkbar schlechte Auswahl, um die CO2-Ausstöße der verschiedenen Motoren zu vergleichen. Allein schon aus diesem Grund erscheint die Studie zu Diesel- und Elektrofahrzeugen nicht repräsentativ.
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Fragwürdige Berechnungen

Studie zu Diesel- und E-Fahrzeugen: Die angewandten Berechnungsmethoden sind fragwürdig.

Studie zu Diesel- und E-Fahrzeugen: Die angewandten Berechnungsmethoden sind fragwürdig.

Doch nicht nur die Auswahl der Vergleichsfahrzeuge steht in der Kritik, sondern auch die Rechenmethoden, mit denen die Untersuchungsergebnisse zustande kamen.

So wurde in der Studie unter anderem untersucht, wie viel CO2 bei der Herstellung der beiden Fahrzeuge entsteht. In der Tat schneiden hier Elektroautos allgemein etwas schlechter ab, weil die Produktion der Akkus im Vergleich energieintensiver ist. Um den CO2-Ausstoß des Tesla zu berechnen, beriefen sich Sinn und Buchlach allerdings auf Zahlen aus älteren (und teilweise bereits widerlegten) Studien, die sich auf die Herstellung veralteter Batteriemodelle bezogen. Dadurch kamen für den Tesla überhöhte CO2-Werte heraus, die keinesfalls der Realität entsprechen.

Tatsächlich wird der Energiebedarf für die Produktion der Tesla-Akkus zu einem Großteil über Photovoltaik-Anlagen gedeckt – was in Sinns Studie in keiner Weise berücksichtigt wurde.

Des Weiteren wurde in der Untersuchung davon ausgegangen, dass die Batterien nach spätestens 150.000 Kilometern oder 10 Jahren ersetzt werden müssten. Aber auch hier wieder basierte diese Einschätzung auf Pauschalisierungen aus älteren Studien, die sich mit älteren Akku-Modellen beschäftigten. Jene haben hinsichtlich ihrer Größe und Effizienz wenig mit der tatsächlichen Batterie des Tesla gemein, welche empirischen Daten zufolge eher eine Laufleistung von 600.000 bis 700.000 Kilometer aufweist.

Angesichts dieser und weiterer umstrittener Untersuchungsmethoden, welche kaum den Anspruch an wissenschaftliches Arbeiten erfüllten, kommt bei den Kritikern die Meinung auf, die Studie würde das Diesel-Fahrzeug absichtlich besser darstellen bzw. das Elektro-Auto schlechter, als sie in Wahrheit sind. Eine objektive Betrachtung der beiden Motoren erfolgt hier nicht.
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