BMW-Abgasskandal: Wie der Autobauer bei der AdBlue-Zugabe trickste

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Fröhlicher Abgasskandal-Reigen: Auch BMW ist mit von der Partie

Wir haben an den Fahrzeugen nicht manipuliert. Wir haben Diesel, die sauber sind.“

Nach an BMW-Modellen duchgeführten Abgas-Tests: Der Skandal erfasst auch den Münchner Autobauer.

Nach an BMW-Modellen duchgeführten Abgas-Tests: Der Skandal erfasst auch den Münchner Autobauer.

Das sagte der BMW-Chef Krüger noch im Herbst 2017, und auch in folgenden Statements beharrte der Autobauer darauf, sich nicht an der Abgasmanipulation beteiligt zu haben. Doch im weiteren Verlauf des Abgasskandals trat ans Licht, dass auch bei einigen BMW-Modellen eine unzulässige Abschalteinrichtung installiert sei.

Auf der BMW-Hauptversammlung im Mai 2018 gestand die Unternehmensleitung „Fehler“ ein, vorsätzliche Abgasmanipulation habe jedoch nicht stattgefunden. Stattdessen sei fälschlicherweise die falsche Software auf nicht dafür vorgesehene BMW-Modelle – nach der Typgenehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) – aufgespielt worden. So seien auf dem Prüfstand bei BMW-Diesel-Fahrzeugen die Abgaswerte versehentlich manipuliert worden. Es handele sich mithin nicht um den verdeckten Einsatz einer „Schummelsoftware“ (Defeat Device).

Aber was bedeutet der BMW-Abgasskandal für Verbraucher?

Dicke Luft durch BMW-Diesel-Abgas: Wird der Skandal sich weiter ausweiten?

Dicke Luft durch BMW-Diesel-Abgas: Wird der Skandal sich weiter ausweiten?

Bislang nur 11.700 Wagen vom „Fehler“-Bekenntnis betroffen – wirklich?

Lange Zeit beteuerte der bayerische Automobilkonzern, dass es bei BMW-Fahrzeugen keine Abgasprobleme gebe, sie nicht in den Skandal rund um die umfangreichen Manipulationen involviert seien.

KBA und Regierung stellten sich lange Zeit noch hinter den Konzern, bis die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf Unregelmäßigkeiten bei den Abgaswerten der BMW der 3er-Reihe verwies.

In eigenen Tests des KBA erhärtete sich der Verdacht, dass sich bei der Abgasaffäre auch BMW in den unrühmlichen Kreis der Betroffenen einreihen würde. Gezeigt haben sich Unregelmäßgkeiten demnach vor allem bei Luxusmodellen der 5er- und 7er-Reihe.

11.700 Fahrzeuge rief der Hersteller aus eigenem Antrieb zurück, um die „fälschlicherweise“ überspielte Software gegen die korrekte auszutauschen. Doch es ist zu befürchten, dass weit mehr Fahrzeuge betroffen sind. Die Staatsanwaltschaft München hat Ermittlungen wegen Betrugsverdachts aufgenommen.

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Vom BMW-Abgasskandal betroffene Modelle

Von dem Rückruf des BMW-Konzerns betroffene Fahrzeuge seien vor allem die 5er- und 7er Modelle, die zwischen 2012 und 2017 produziert wurden:

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeuge von BMW sind insbesondere 5er- und 7er-Modelle.

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeuge von BMW sind u. a. 5er- und 7er-Modelle.

  • BMW M550d xDrive Limousine (produziert zwischen 03/2012-10/2016)
  • BMW M550d xDrive Touring (produziert zwischen 03/2012-02/2017)
  • BMW 750d xDrive (produziert zwischen 07/2012-06/2015)
  • BMW 750Ld xDrive (produziert zwischen 07/2012-06/2015)

Darüber hinaus gab es jedoch auch Auffälligkeiten bei folgenden Modellen, sodass folgende Fahrzeuge vom Abgas-Schummelsoftware-Skandal bei BMW auch betroffen sein könnten:

  • BMW X3 xDrive20d
  • BMW 318d Touring (Euro 6)
  • BMW 320d (Euro 5)
  • BMW 320d GT xDrive (Euro 6)
  • BMW 520d Touring (Euro 6)
  • BMW 530d (Euro 6)
  • BMW X5 xDrive 25d (Euro 6)
In den USA ist nunmehr ebenfalls eine Klage gegen BMW wegen Betrugs in die Wege geleitet worden. Der Vorwurf: Bei den Modellen X5 und 330d habe der Autohersteller eine illegale „Schummelsoftware“ eingesetzt. Der BMW-Abgasskandal kann sich also nicht nur hierzulande ausweiten.

Wie funktioniert die Abschalteinrichtung bei den betroffenen BMW-Diesel-Modellen?

Durch die „falsche“ Software, die nicht für die betroffenen Modelle entwickelt worden sei, wurde die Zufuhr des Harnstoffs AdBlue reguliert. Dieser kann bei Zugabe den Ausstoß an Stickoxiden (NOx) durch Neutralisierung verringern (nach Herstellerangaben um bis zu 90 %). Ein mögliches Problem dabei: Wenn die Motoreinstellung so gewählt ist, dass weniger Stickoxid gebildet wird, steigt im Gegenzug der Anteil an Rußpartikeln („Ruß-NOx-Schere“). Rußpartikel können sich negativ auf Verschleißteile auswirken und den schnelleren Austausch dieser bedingen.

Auf dem Prüfstand funktionierte die Zugabe von AdBlue zuverlässig. Im realen Straßenbetrieb jedoch soll die Abschalteinrichtung die zugeführte AdBlue-Menge verringert haben. Das Ergebnis: Im Realbetrieb stoßen die BMW-Modelle tatsächlich mehr Stickoxid aus als im Testbetrieb. Die Belastung der Umwelt ist damit tatsächlich höher als angegeben.

Sind Sie vom Abgasskandal bei BMW betroffen?

Schmu beim Abgas auch bei BMW: Skandal überrollt immer mehr Verbraucher.

Schmu beim Abgas auch bei BMW: Skandal überrollt immer mehr Verbraucher.

Ob VW, Audi, Porsche oder BMW: Der Abgasskandal hat in Deutschland, Europa und weltweit viele Verbraucher hilf- und ratlos zurückgelassen. Während die Autobauer sich vor allem vor hohen Strafzahlungen in den USA fürchten, kommen sie in Deutschland bislang noch vergleichsweise glimpflich davon. Bislang sollen die zurückgerufenen Fahrzeuge nur ein Software-Update erhalten.

Ab November 2018 sollen aber auch in Deutschland Musterfeststellungsklagen möglich sein, die die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegenüber den Verursachern des Dieselskandals erleichtern sollen.

Dass VW einer der ersten Konzerne sein dürfte, den eine solche Musterklage trifft, scheint sicher. Doch auch BMW muss im Abgasskandal weiter zittern, ob nicht auch hierzulande höhere Schäden entstehen.

Ist Ihr Fahrzeug vom BMW-Diesel-Abgasskandal betroffen, sollten Sie sich an einen Anwalt wenden, um zu prüfen, welche Ansprüche Sie ggf. gegenüber Verkäufern und Autobauern geltend machen können. Dieser kann einschätzen, welche Forderungen gegen wen erhoben werden können und welche Erfolgsaussichten eine entsprechende Klage hat.
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