Abgasmanipulation: Wie genau haben die Autobauer getrickst?

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Autobauer narren KBA, Politiker und eigene Kundschaft

Autobauer tauchen ab: Die Abgasmanipulation ist nicht mehr nur VW nachgewiesen worden.

Autobauer tauchen ab: Die Abgasmanipulation ist nicht mehr nur VW nachgewiesen worden.

Die Berichterstattung um den Abgasskandal flaut immer wieder ab, kommt jedoch in regelmäßigen Wellen gleichsam wieder zurück in das kollektive Gedächtnis – nicht zuletzt, weil immer neue Enthüllungen das tatsächliche Ausmaß der von Autobauern initiierten Abgasmanipulation aufdecken.

Angefangen hat es mit den Ermittlungen der US-Justiz gegen den deutschen Traditionsautobauer VW, die zumindest in den Vereinigten Staaten mit erheblichen Schadensersatzzahlungen einhergingen. Doch längst stehen nicht mehr nur die Volkswagen AG mit ihren namhaften Tochtergesellschaften wie Audi, Škoda und Porsche im Fokus, auch weitere deutsche Unternehmen wie BMW und Daimler stehen im Verdacht, mutmaßlich Abgasmanipulation bei ihren Dieselfahrzeugen betrieben zu haben.

Nunmehr wurde sogar bekannt, dass auch bezüglich Benzinern geheime Absprachen zwischen den Autobauern stattgefunden haben sollen, die die Vermeidung des Einbaus von Partikelfiltern zum Ziel gehabt habe. Inwieweit sich hier ein Benzin- das Dieselgate ergänzen wird, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. Doch wie genau haben die Autobauer nun eigentlich bei den Dieselmotoren getrickst?

Wie VW & Co. die Abgas-Trickkiste nutzten: Manipulation beeinflusst Schadstoffmessung

Schon seit Jahrzehnten bemühen sich die Autobauer darum, das Image der Dieselmotoren als vermeintliche Dreckschleudern zu verbessern. Viele Gelder wurden in die Entwicklung neuer Maßnahmen gesteckt, um den Schadstoffausstoß bei der Dieselverbrennung zu verringern und den Diesel sauberer zu machen – nicht zuletzt auch, um dem steigenden Umweltbewusstsein der eigenen Kundschaft Rechnung zu tragen.

Im Jahr 2015 jedoch wurde offenbar, dass die Entwicklung sich scheinbar in eine ganz andere Richtung bewegte: Die Diesel wurden sauberer gezaubert, indem durch Manipulation die Abgas-Untersuchungsergebnisse mithilfe der Steuerungssoftware verfälscht wurden. Bei den Labormessungen schaltete die „Schummelsoftware“ die Verbrennung so, dass der Schadstoffausstoß innerhalb der strengen gesetzlichen Grenzen blieb.

Im Realbetrieb im Straßenverkehr jedoch – und auch bei großer Kälte – lagen die Werte weit höher, weil die Software die Verbrennung nicht gesondert regulierte. Sie erkannte anhand der Fahrbewegungen, ob sich das Fahrzeug im Teststand oder aber im Realbetrieb befand. Die Abgasmanipulation führte so dazu, dass die Fahrzeuge bei der Zulassung und bei allen folgenden Abgasuntersuchungen die Grenzwerte einhielten, in Wirklichkeit aber weit mehr Schadstoffe ausstießen.

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Bei Fahrzeugen des Autobauers BMW ist beim Abgas hingegen die Manipulation u. a. im Rahmen der sogenannten AdBlue-Zugabe erfolgt. Diese Flüssigkeit wird dem Verbrennungskreislauf zugeführt, um durch die Nachbehandlung des Abgases die Stickoxidbelastung um bis zu 90 % zu verringern. Im Realbetrieb soll jedoch auch hier eine Software dazu beigetragen haben, dass wesentlich weniger bis gar kein AdBlue zugesetzt wurde und somit keine angemessene Abgasreinigung erfolgte.

Nicht nur deutsche Autobauer nutzten die Abgasmanipulation

Nicht nur VW, Audi, Porsche & Seat: Abgas-Manipulation hatte Hochkonjunktur bei den Autobauern.

Nicht nur VW, Audi, Porsche & Seat: Abgas-Manipulation hatte Hochkonjunktur bei den Autobauern.

Während die beim Abgas initiierte Manipulation bei VW und den Tochterfirmen wie Seat und Porsche und auch bei BMW und Audi mittlerweile aufgedeckt wurde, stehen auch weitere Autobauer noch immer im Fokus von Ermittlungen. Das Kraftfahrt-Bundesamt untersucht mittlerweile u. a. auch Fahrzeuge von Daimler auf Abgas-Software-Manipulation.

Doch nicht nur die deutschen Größen und Motorenhersteller Bosch stehen im Verdacht, Abgasmanipulation betrieben zu haben, um den strengen europäischen und US-amerikanischen Vorgaben gerecht zu werden. Unter anderem werden auch Ford und Fiat verdächtigt, Abgas-System-Manipulation zum eigenen Vorteil eingesetzt zu haben.

Da immer mehr vermeintlich saubere Diesel zurückgerufen, mit einem Software-Update versehen oder von einem Dieselfahrverbot bedroht werden, steigt die Zahl der deutschland- und weltweit betroffenen Kunden. Sind auch Sie betroffen, wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt, um zu ergründen, welche Möglichkeiten Sie bei der Durchsetzung eventueller Ersatzansprüche haben.

Ein erster Teilsieg, der sich aus dem Skandal um die Abgasmanipulation errungen wurde: In Deutschland sollen spätestens ab 1. November 2018 Musterfeststellungsklagen die leichtere Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen bei zahlreichen Betroffenen ermöglichen. Die erste dieser Musterklagen dürfte wohl VW treffen. Es bleibt abzuwarten, ob dem Autobauer dann auch hierzulande hohe Schadensersatzzahlungen drohen.
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